{"id":1214,"date":"2016-08-04T17:09:33","date_gmt":"2016-08-04T15:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=1214"},"modified":"2017-10-07T09:29:29","modified_gmt":"2017-10-07T07:29:29","slug":"wandern-mit-hund-was-sollte-beachtet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=1214","title":{"rendered":"Wandern mit Hund &#8211; Was sollte beachtet werden?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wandern mit Hund &#8211; Was sollte beachtet werden?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267.jpg\" rel=\"lightbox[1214]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1216\" src=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267-1024x682.jpg\" alt=\"IMG_3267\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/IMG_3267.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einige meiner Freunde und ich, sind ja schon l\u00e4nger wanderbegeisterte Hundef\u00fchrer. Unsere Fellfreunde waren daher immer auf allen Touren oder Wanderungen dabei. Im Laufe der Zeit haben sich dann aus Erfahrung und Optimierung der Ausr\u00fcstung einige wichtige Erkenntnisse herauskristallisiert, die ich Euch hier kurz zusammenfassen m\u00f6chte:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Fast \u00fcberall in \u00d6sterreich und speziell im Wald und Naturschutzgebieten gilt bei uns die Leinenpflicht. Die Ausrede &#8220;der Hund braucht seinen artgerechten Freilauf&#8221; lasse ich ohnehin nicht gelten, denn es gibt gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten einen Hund auch angeleint auszulasten. Darauf gehe ich aber hier nun nicht ein. Wichtig ist mir aufzuzeigen, dass bei Wanderungen mit korrekt angeleintem Hund gutes Equipment verwendet wird, um sich selbst und den Hund eine sichere und schonende Bewegung zu gew\u00e4hrleisten. Dazu geh\u00f6rt in erster Linie einmal ein gut\u00a0passendes F\u00fchrgeschirr (beim Anblick mancher Geschirre dreht sich mir der Magen um, von der Bauart her, von der Passform her, und am meisten mit diesen idiotischen Spr\u00fcchen drauf &#8230;), dann eine maximal 2,5m lange Leine mit integriertem Ruckd\u00e4mpfer um die unterschiedlichen Bewegungen von Mensch und Hund abzufedern, sowie ein H\u00fcft- oder Bauchgurt an dem die Leine dann festgemacht wird. In dieser Kombination hat man jederzeit die H\u00e4nde frei und den Hund unter Kontrolle. Und das ist wichtig, wenn man sich dann auch in alpineres Gel\u00e4nde begibt. Auf keinen Fall sollte man den Hund am Halsband f\u00fchren, denn erstens f\u00fchrt dies zu Verspannungen beim Hund, und zweitens stranguliert er sich sollte er mal wo abrutschen und vom Pfad fallen. Mit der Geschirr-Ruckd\u00e4mpferleine-Bauchgurt ist der Fellfreund auch gleich gut gesichert. Ein richtig sitzendes F\u00fchrgeschirr engt den Hund nicht am Hals ein, und der Gurt an Brust\/\u00a0Bauch sitzt gut 5cm hinter den Achseln der Vorderbeine\u00a0und kann dort nicht\u00a0scheuern!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Bei allen Wanderungen und Touren sollte der Wauz immer genug zu trinken bekommen. Eine Wasserflasche (eine leere Plastikflasche mit 1,5l Fassungsverm\u00f6gen ist leicht und passt problemlos in jeden Rucksack, sowie ein Faltnapf (ebenfalls sehr leicht) sollten immer dabei sein! Der Wasservorrat sollte bei jeder sich bietenden Gelegenheit erg\u00e4nzt werden, solange es sich um sauberes Wasser handelt. Wenn man l\u00e4nger unterwegs ist, ist es auch ratsam, kleine Powersnacks f\u00fcr den Hund dabei zu haben, um ihm die M\u00f6glichkeit zu geben, verbrauchte Energie wieder aufzuladen. Keine gro\u00dfe Portionen f\u00fcttern, es k\u00f6nnte die Gefahr einer Magendrehung &#8211; speziell bei gro\u00dfen Hunden &#8211; bestehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Herausforderungen bei Wanderungen sind durchaus immer Wild und Weidevieh. K\u00fche mit K\u00e4lbern sind gef\u00e4hrlich, und das ist kein Witz! Macht einen Bogen um diese Tiere wenn Ihr nicht sicher seid, dass Euer Hund souver\u00e4n, lautlos und ohne auf die K\u00fche zu starren rasch an der Herde vorbeigeht! Im Regelfall lassen K\u00fche auch wolfs\u00e4hnlich aussehende Hunde wie unsere problemlos vorbei, solange sie sich ruhig verhalten und nicht bellen. Sollte eine Kuh jedoch der Meinung sein, sie muss jetzt ihren Nachwuchs verteidigen, dann ist schnelles Handeln von N\u00f6ten! Den Hund (aber bitte nur im \u00e4u\u00dfersten Notfall!) ableinen und laufen lassen, sich selbst in Sicherheit bringen, und erst wenn die Gefahr vorbei ist, den Hund abrufen und wieder anleinen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Der Jagdtrieb ist bei vielen Hunden immer vorhanden, auch wenn sie in der Stadt oder beim Gassigehen noch so folgsam sind. Deswegen leint Eure Hunde in Naturschutzgebieten oder im Wald NICHT ab! Die gute Erziehung endet da, wo sich f\u00fcr den Hund eine schnelle Gelegenheit bietet! Wenn Ihr ihn (aus einem vollkommen falschen inneren Zwang heraus) unbedingt frei laufen lassen m\u00fcsst, dann sollte Euer Hund wenigstens einen Bei\u00dfkorb tragen, wobei gehetztes Wild ebenso verenden kann und diese Tatsache nicht lustig ist! Mit so einem Verhalten in der Natur werden immer mehr Verbote f\u00fcr uns alle auferlegt, und es trifft nicht jene die sich an keine Regeln halten, sondern alle. Denkt bitte daran.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Die Planung einer Tour oder Wanderung ist das A und O. Den Hunden geht&#8217;s ja nicht anders als uns. Auch er ben\u00f6tigt dazu Kondition, Ausdauer und laufendes Training um lange Wanderungen schadlos zu \u00fcberstehen. Ein ausgelaugter und m\u00fcder Hund neigt schneller dazu sich zu verletzen, als ein top fitter und trainierter Vierbeiner! F\u00fcr &#8220;Manchmalwanderer&#8221; sind daher Touren auf steilen Steigen, Felsstufen, oder schwerem Gel\u00e4nde vollkommen tabu. Achtet bei der Planung immer auch auf das K\u00f6nnen und die Kondition von Euch und Eurem Hund, dann kann eigentlich fast nichts schiefgehen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Achtung bei Bergtouren! Auch Hunde sind H\u00f6henluft nicht von Anhieb gew\u00f6hnt und m\u00fcssen ab 2000 H\u00f6henmeter erst mal an die d\u00fcnnere Luft gew\u00f6hnt werden. Daher immer langsam angehen! Beobachtet Euren Wuffel genau, dann merkt Ihr auch rechtzeitig ob er es packt, oder ob Ihr sofort umdrehen solltet!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Auf- und Abstieg ist meist nicht immer eine leichte Sache. Ich pers\u00f6nlich hatte immer das Problem beim Abstieg, weil meine kleine Alphapanzerin (die Alaskan Malamute\u00a0H\u00fcndin &#8220;Anka&#8221;) partout nicht hinter mir bleiben wollte, und bergab sich ins Geschirr legte. Das geht rustikal auf die Knie du man verliert schnell die Lust am weitergehen, glaubt mir. Leider war es ihr in all den Jahren nicht m\u00f6glich beizubringen, bergab hinter mir zu bleiben. Aber genau das solltet Ihr zumindest versuchen Eurem Hund beizubringen. Genauso wie die Kommandos &#8220;langsam&#8221; und &#8220;stopp&#8221;. Diese Kommandos sind immer hilfreich!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Bei\u00dfkorb! Unsere Nordischen sind von Natur aus Bei\u00dfkorbverweigerer, aber einen leichten Netzbei\u00dfkorb hatten wir immer im Rucksack mit dabei. Warum? Weil es in Bahnen, Gondeln und diversen Seilbahnen und Bergbahnen Vorschrift ist, dass der Hund einen Bei\u00dfkorb tr\u00e4gt. Bisher reichte es immer, ihn herzuzeigen, denn jedermann in den Trekkinggebieten wei\u00df, dass Nordische normalerweise ein Bei\u00dfhemmung gegen\u00fcber dem Menschen hat. Und wenn andere Hundehalter und Hundehalterinnen ihre &#8220;WaahWaahs&#8221; ohne Beikorb, Leine\u00a0und keifend zu gro\u00dfen Hunden hinlaufen lassen, nun dann denke ich werden sie eben lernen, dass sie einen riesen Bl\u00f6dsinn mit ihrer Vorschriftenresisdenz gemacht haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Zu guter Letzt noch ein Tipp: Packt f\u00fcr Euren Wuffel immer auch ein extra Notfall- und Erste Hilfe Paket ein! Auch das hat uns schon aus der einen oder anderen dummen Situation geholfen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sollte Euer Hund mal eine Zunge so lang wie eine Wandersocke haben, dann lasst ihn doch auch mal in Ruhe ausrasten, er wird es Euch danken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandern mit Hund &#8211; Was sollte beachtet werden? Einige meiner Freunde und ich, sind ja schon l\u00e4nger wanderbegeisterte Hundef\u00fchrer. Unsere Fellfreunde waren daher immer auf allen Touren oder Wanderungen dabei. 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