{"id":138,"date":"2015-02-09T09:49:29","date_gmt":"2015-02-09T08:49:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=138"},"modified":"2015-11-01T09:43:42","modified_gmt":"2015-11-01T07:43:42","slug":"der-autofahrer-die-melkkuh-der-nation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=138","title":{"rendered":"Der Autofahrer, die Melkkuh der Nation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Autofahrer, die Melkkuh der Nation<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0813.jpg\" rel=\"lightbox[138]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-139\" src=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0813-300x200.jpg\" alt=\"IMG_0813\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0813-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/IMG_0813.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Montag Morgen, die ersten Zeitungen durchgebl\u00e4ttert, und schon ist der Tag eigentlich versaut. Alleine wenn ich als Techniker und damit Berufsfahrer sehe, wie man die Autofahrer mittlerweile abzockt, dabei aber immer mehr auch behindern will, weil wir Autofahrer ja die B\u00f6sen sind, umso mehr bekommen ich einen Hass auf manche Politikerinnen in Wien und auch auf Bundesebene &#8230;<\/p>\n<p>Es beginnt schon mit dem <strong>Spritpreis<\/strong>:<\/p>\n<p>Wollten die Gr\u00fcnen vor\u00a0der Einf\u00fchrung des (T)Euro\u00a0nicht schon einen Spritpreis von 20 Schilling haben? Nun, diese Forderung wurde ja mit Beitritt zu EU erf\u00fcllt. Ein Spritpreis von \u20ac 1,45 entspricht bereits diesem geforderten Mindestpreis. Begr\u00fcndet wurde das mit dem \u00d6lpreis von $ 110 pro Barrel \u00d6l am Rohstoffmarkt. Man muss es wohl glauben, wenn man es sagt, oder? Die Steuern auf den Sprit bei uns dienen ja auch nur dem Klimaschutz, und nicht dem Futtertrog f\u00fcr die Politik und den kopflosen Ausgaben dieser &#8220;Experten&#8221; ohne nachzudenken, dass es sich um hart erarbeitetes Steuergeld handelt.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist der \u00d6lpreis auf teilweise unter $ 50 gesunken, hat sich also mehr als halbiert. Und der Spritpreis? der lag kurz bei knapp\u00a01 Euro, und steigt seitdem wieder stetig an! Der \u00d6lpreis liegt aber weiterhin beim derzeitigen Tiefststand. Nun ist es der Wertverfall des Euros, der daran schuld ist, dass wir teuer tanken m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Also Ausreden\u00a0finden\u00a0Politik und die Mineral\u00f6lkonzerne \u00a0immer wieder, wenn es darum geht, Profit zu machen, und Steuern zu kassieren! Dabei w\u00e4re es einfacher zu sagen: &#8220;Leute, wir zocken Euch ab, weil unsere Aktion\u00e4re Gewinne sehen wollen, und der Staat die Einnahmen zum Abwenden eines Bankrotts braucht!&#8221; Das w\u00e4re zumindest ehrlich, doch haben wir schon einmal einen ehrlichen Politiker oder Konzerninhaber erlebt? Ich nicht &#8230;<\/p>\n<p>Die <strong>KFZ-Steuer<\/strong>, die auch erst wieder mal kr\u00e4ftig erh\u00f6ht wurde, ist das n\u00e4chste das einem sauer bei uns in der Alpenrepublik aufst\u00f6\u00dft: Mein erstes Auto war ein Opel Kadett C (Benzin) mit 50 PS. Ich klebte damals Stempelmarken mit 50 Schilling im Monat. Das entspricht \u20ac 3,64 &#8230; f\u00fcr meinen sp\u00e4teres 6-Zylinder Taunus (Benzin) musste ich mit 120 PS Motorleistung 220 Schilling, also 16 Euro im Monat berappen. Heute fahre ich einen Espace 4 (Diesel) und bleche f\u00fcr 120 PS sage und schreibe jetzt \u20ac 43,648 (600,61 Schilling) im Monat! Dabei waren es bis 28. Februar 2014 &#8220;eh nur&#8221; \u20ac 38,72 (also 532,80 Schilling) und wurde mit 1. M\u00e4rz 2014 um satte \u20ac 4,928 (67,81 Schilling) erh\u00f6ht!<\/p>\n<p><em>Ich schreibe hier die Schillingpreise deswegen auch hinein, weil die meisten Leute mit den kleinen Eurozahlen nicht wirklich die Relationen der Preise verstehen. Das war ja der Grund f\u00fcr den Euro, dass er so gew\u00e4hlt wurde. Ein Segen f\u00fcr die Wirtschaft, und niemand bekommt die wahren Teuerungen mit &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Drittes Beispiel: Die <strong>Autobahnvignette<\/strong>. Im Jahre 2000 eingef\u00fchrt, kostete das &#8220;Autobahnpickerl&#8221; \u20ac 39,97 (550 Schilling), heute im Jahre 2015 sind wir auf \u20ac 84,40, also satte 1161,37 Schilling! Eine Verdoppelung! Was haben wir als Gegenleistung bekommen? Den Luft-100er, Temporeduzierung auf\u00a0100 km\/h in Tirol, Tempo 80 in Salzburg, und jede Menge an neuen \u00dcberwachungskameras und Radark\u00e4sten, damit auch die Exekutive und die L\u00e4nder gut von uns leben k\u00f6nnen! Und so ganz nebenbei regelm\u00e4\u00dfige Verkehrsbehinderungen durch den unkoordinierten Baustellenwahn.<\/p>\n<p>Wie schauts in Wien aus? Da wird der Abzocke die Krone aufgesetzt! Das <strong>Parkpickerl<\/strong> (den Anrainern als Waffe gegen die Pendler verkauft) wurde eingef\u00fchrt und massiv ausgeweitet. Doch in Wahrheit dient das Parkpickerl der Abzocke der eigenen Bev\u00f6lkerung! Nur \u00fcberrissen haben sie es nicht. Denn Kurzparkzonen hat&#8217;s schon fast \u00fcberall gegeben, also mussten die Pendler ohnehin Parkgeb\u00fchren berappen. Die <strong>30er-Zonen<\/strong>, die der Umwelt nicht dienlich sind (Hat sogar die Obergr\u00fcne zugegeben), und auch dem L\u00e4rmschutz nichts bringen, diese Zonen sind nur dazu da, den verkehr massiv zu behindern, und die anarchistischen Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger zu sch\u00fctzen. Abgesehen\u00a0von der M\u00f6glichkeit der massiven Abzocke durch die Exekutive.<\/p>\n<p>Das Zusammenlegen von &#8220;Blau&#8221;- und &#8220;Wei\u00dfkapplern&#8221; hat eine <strong>Parkraumbewirtschaftungstruppe<\/strong> hervorgebracht, die nun nicht mehr zu Zweit patrouillieren\u00a0\u00a0muss (wegen der Zeugenaussagekraft), sondern auch alleine ihr Unwesen treiben kann, denn das Wort dieser &#8220;Beamten&#8221; z\u00e4hlt mehr als jenes der Bev\u00f6lkerung. Und: der Durchsatz hat sich verdoppelt, weil einzeln kann man mit denselben Leuten weit mehr Stadtgebiet abklappern als vorher. Die Wegelagerertruppe wurde aber sowieso auch aufgestockt, denn die Einnahmen sprudeln f\u00fcr die Stadt! <strong>Anrainerparkpl\u00e4tze<\/strong>, ach welch gute Idee! Doch auch wieder nur zur Abzocke eingef\u00fchrt! Als Handwerker, Techniker, Lieferant, etc. darf man NICHT auf den Anrainerparkpl\u00e4tzen parken! Nicht mal halten und ausladen! Komisch, dass auch hier in Sekunden ein Abzocker parat steht und Erlagscheine austeilt! Es d\u00fcrfte sich zu einem Wiener Volkssport entwickelt haben, die Autofahrer abzucashen wo es geht &#8230;<\/p>\n<p>\u00dcbrigens sind auch die Unternehmer der &#8220;roten Gilde&#8221; nicht ganz unt\u00e4tig in Wien. Parkgaragen sind so teuer wie noch nie, und zocken ebenso ungeniert die Autofahrer ab. W\u00e4hrend man in Wien bis zu 3,50 Euro (knapp \u00fcber 48 Schilling) am Tag f\u00fcr das Parken in P&amp;R-Anlagen bezahlt, ist es bei uns in Nieder\u00f6sterreich KOSTENLOS! Leider sind unsere Pl\u00e4tze meist durch Grenzland-Wiener belegt &#8230; warum wohl? Und es sind meist genau jene, die gegen die Pendler in Wien wettern.<\/p>\n<p>Das <strong>Strafma\u00df<\/strong> f\u00fcr Schnellfahr-\u00a0und Falschparkdelikte wurde mit der Ausrede, dass\u00a0damit die \u00a0Verfolgung von ausl\u00e4ndischen KFZ-Lenkern erst m\u00f6glich wird teilweise drastisch erh\u00f6ht oder verdoppelt. So kostet ein falschparkticket statt 21 (289 Schilling) Euro nun 36 Euro (495 Schilling)! Aber ich wage es zu bezweifeln, dass die Ausl\u00e4nder nun vermehrt zur Kasse gebeten werden &#8230; die pfeifen n\u00e4mlich darauf das zu zahlen, und auch in den Medien wurde verlautbart, dass die Strafen dieser Lenker zum Gro\u00dfteil ein &#8220;Abschreibposten&#8221; sind. Komisch. Aber bei uns wird beinhart alles geholt, was zu holen ist.<\/p>\n<p>Ich habe selbst f\u00fcr 5 Minuten parken (ich musste da so stehen, weil ich ein schweres Ger\u00e4t zu einem Kunden in 20 Meter Entfernung\u00a0liefern musste, und im Umkreis von gut 300m kein Parkplatz frei war), bei dem mein Seitenspiegel 10cm \u00fcber eine wei\u00dfe Linie ragte, eine Anzeige bekommen, weil ich angeblich einen Anrainer (der mit seinem Auto VOR seiner Einfahrt parkte!) beim Einfahren in seine Garage behinderte! Diese 5 Minuten sollten 115 Euro Strafe kosten. Ich beeinspruchte die Anzeige, weil von 1 1\/2 Stunden Behinderung die Rede war, und gab 2 Zeugen und das GPS-Log meines Firmenwagens als Beweis an. beide Sachen wurden als Gegenbeweis vom Magistrat Wien abgelehnt! Die Strafe stieg nat\u00fcrlich mit jedem Einspruch an, und ich sah keine Chance, diesen Abzockern zu entkommen, also reichte ich ein Ratengesuch ein. Ohne einer Antwort verh\u00e4ngte man mir eine Lohnpf\u00e4ndung \u00fcber 160 Euro! Ihr k\u00f6nnt Euch vorstellen, was ich diesen &#8220;lieben&#8221; Beamten dort w\u00fcnsche &#8230;<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch stundenlang Beispiele auff\u00fchren, aber ich denke das reicht, um aufzuzeigen, wie wir eigentlich abgezockt werden! <strong>Es ist nicht mehr lustig, wenn man auf ein Auto angewiesen\u00a0ist und damit arbeiten fahren muss.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autofahrer, die Melkkuh der Nation Montag Morgen, die ersten Zeitungen durchgebl\u00e4ttert, und schon ist der Tag eigentlich versaut. 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