{"id":28562,"date":"2019-05-12T11:38:27","date_gmt":"2019-05-12T09:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=28562"},"modified":"2019-07-07T11:14:37","modified_gmt":"2019-07-07T09:14:37","slug":"muessen-hunde-mit-jedem-hund-sozialisiert-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=28562","title":{"rendered":"M\u00fcssen Hunde mit jedem Hund &#8220;sozialisiert&#8221; sein?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>M\u00fcssen Hunde mit jedem Hund &#8220;sozialisiert&#8221; sein?<br \/>Quelle: Facebook, Dognews &#8211; Die Seite<\/strong><br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Hundehalter bekommen oft, wenn sie f\u00fcr ihren Hund Kontakt mit fremden  Hunden ablehnen, zu h\u00f6ren, dass ihr Hund &#8220;schlecht sozialisiert&#8221; w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Es fallen dann S\u00e4tze wie: &#8220;Ach ist er unvertr\u00e4glich&#8221;? oder &#8220;Was haben Sie f\u00fcr einen aggressiven Hund&#8221;? Diese S\u00e4tze werden dann von tiefsinnigen, vielsagenden und immer vorwurfsvollen Blicken begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche S\u00e4tze sind gemein, denn sie sollen dem Gegen\u00fcber suggerieren, in  der Erziehung des eigenen Hundes versagt zu haben. Das erzeugte Gef\u00fchl:  man erf\u00fcllt nicht die Erwartung einen uneingeschr\u00e4nkt und in jeder  Situation freundlichen Hund zu haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Manche Hundehalter f\u00fchlen  sich dadurch so unter Druck gesetzt, dass sie lieber l\u00fcgen. Sie  schummeln dann indem sie sagen ihr Hund h\u00e4tte Fl\u00f6he oder eine schlimme  ansteckende Krankheit. Andere Hundehalter st\u00fcrmen Hundeschulen in der  Hoffnung einen mit jedem Hund vertr\u00e4glichen Hund zu bekommen. Durch  diese Forderung nach dem ultimativ vertr\u00e4glichen Hund unterliegen sie  anscheinend dem Druck, ihren Hund zwanghaft dahin erziehen zu m\u00fcssen,  dass er sich sofort freundlich und spielbereit gegen\u00fcber jeden anderen  Hund verhalten und aggressives Verhalten anderer Hunde einfach  ignorieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Das allgemeine &#8220;Totschlagargument&#8221; bei der Forderung zum &#8220;ich spiele mit allen Hund&#8221; ist, dass der Hund doch ein Rudeltier sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DAS STIMMT NICHT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hunde sind zwar Rudeltiere aber auf Hundewiesen trifft sich kein  &#8220;Rudel&#8221;, sondern fremde Hunde. Sind es mehrere Hunde die sich kennen,  spricht man von einer Meute, nur bei Hunden die aus einem  Familienverband stammen ist der Begriff &#8220;Rudel&#8221; zul\u00e4ssig. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn  das Gegen\u00fcber mit diesem Argument kommt, dann empfiehlt sich ein  mitleidiger, vielsagender, tiefer Blick und die kurze Anmerkung: &#8220;Sie  verstehen aber nicht viel von Hunden&#8221;?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MENSCHEN DIE MEINEN JEDER HUND &#8220;SPIELT&#8221; MIT ANDEREN HUNDEN HABEN UNRECHT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hunde wissen nichts um die menschliche Definition von  Sozialvertr\u00e4glichkeit. Sie sehen auch keinen Sinn dahinter mit fremden  Hunden &#8220;spielen&#8221; zu m\u00fcssen. Ganz unter uns &#8211; ist das bei Menschen  anders? Welcher Mensch mag schon jedem anderen Menschen etwas zu tun  haben? Hier haben wir also einen h\u00f6heren moralischen Anspruch an unsere  Hunde als an uns selbst. Unsere Hunde sollen das tun, was wir selbst  niemals tun w\u00fcrden &#8211; mit jedem fremden Menschen, ganz ohne  Kennenlernphase gut Freund sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUNDEBEGEGNUNGEN BRAUCHEN MANAGEMENT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hundehalter, der darauf hofft, dass der eigene Hund ohne jegliches  Management und F\u00fchrung durch seinen Menschen immer freundlich bleibt, nie in einen Konflikt ger\u00e4t und uneingeschr\u00e4nkt hundespielwiesentauglich ist, hat eine realit\u00e4tsfremde Erwartungshaltung an seinen Hund. Ausgepr\u00e4gt ist dieses Verhalten meist bei Einzelhundehaltern. Sie meinen es gut aber die Folgen sind fatal.<\/p>\n\n\n\n<p>Hundebegegnungen sind nur dann eine Bereicherung wenn die Vierbeiner Zeit haben einander kennen zu lernen und auch entscheiden d\u00fcrfen welchen Hund sie m\u00f6gen und welchen nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Bevor man sich in Hundebegegnungen st\u00fcrzt sollte man 2 Dinge tun: Ein sicheres Abbruchkommando trainieren und sich einen realistischen Blick f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse und Vorlieben des eigenen Hund aneignen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>DER TUTNIX<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Hund in Lauerhaltung flach  am Boden liegt und einen anderen Hund fixiert, dann ist das keine  Spielaufforderung. Wenn ein Vierbeiner wie ein D-Zug in eine Gruppe von  Hunden kracht ist das keine freundliche Handlung und jeder vern\u00fcnftige  Hund wird das umgehend sanktionieren. Wenn ein R\u00fcde eine H\u00fcndin  bedr\u00e4ngt, ist das nicht &#8220;lieb&#8221; und jede anst\u00e4ndige Hundedame wird dem  Hundemann zeigen wo der Bartl den Most holt. <\/p>\n\n\n\n<p>Hundehalter die  ihre Hunde so agieren lassen sind ausgesprochen unbeliebt. Sie zeigen,  dass ihr Hundewissen bei Null liegt und sie gef\u00e4hrden andere Hunde,  m\u00f6glicherweise auch fremde Menschen. Es soll schon Schl\u00e4gereien deswegen  gegeben haben, nicht zwischen den Hunden sondern zwischen Zweibeinern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Tutnix tut es ebenfalls selten gut. Entweder wird er von einem  gr\u00f6\u00dferen Hund verhauen oder er macht eine unliebsame Begegnung mit einem  Zweibeiner der seinen Hund besch\u00fctzen will. In jedem Fall wird es eine  unerfreuliche Erfahrung sein, die das Verhalten des Hundes negativ  pr\u00e4gen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SOZIALVERTR\u00c4GLICHKEIT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sozialvertr\u00e4gliche Hunde n\u00e4hern sich langsam und respektvoll, sie laufen B\u00f6gen, sie geben anderen Hunden Raum und ziehen sich zur\u00fcck wenn sie merken, dass der andere Vierbeiner keinen Kontakt w\u00fcnscht. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind weder  aufdringlich noch \u00fcberdreht. Wer solches Verhalten seines Hundes  zul\u00e4sst, ist auch als Hundebesitzer alles andere als  \u201esozialvertr\u00e4glich\u201c. Die Sozialvertr\u00e4glichkeit des eigenen Hundes  beginnt beim Besitzer und zwar mit der Einstellung niemanden bel\u00e4stigen  zu wollen, sie bedeutet Neutralit\u00e4t des Hundes gegen\u00fcber seiner Umwelt  und sie bedeutet Kommunikation unter Hundehaltern. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>VERTR\u00c4GLICHKEIT KANN MAN NICHT ANERZIEHEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann die Einstellung seines Hundes zu anderen Hunden nicht mit  Erziehung ver\u00e4ndern. Man kann ihm nicht anerziehen jeden fremden Hund zu  m\u00f6gen. Man kann niemals Charakter durch Ausbildung ver\u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Was man kann, das ist einen Hund zum Gehorsam zu erziehen, so dass man  Hundebegegnungen moderieren und eventuell auch abbrechen oder ganz  vermeiden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein sozialvertr\u00e4glicher Hund ist ein Hund der  Konflikten aus dem Weg geht, sie vermeiden kann. Keinesfalls aber ein  Hund der mit allen anderen Hunden Kontakt sucht. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Hund  hat das Recht andere Hunde nicht zu m\u00f6gen. Er hat das Recht auf seine  Individualdistanz. Das macht ihn nicht zu einem &#8220;schlechten Hund&#8221;, ganz  im Gegenteil. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>ALLE HUNDE SPIELEN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein menschliches Konzept, eine Vorstellung die vorwiegend bei wenig hundeerfahrenen Menschen zu finden ist. Hunde &#8220;spielen&#8221; selten, meist &#8220;trainieren&#8221; sie. Wenn eine Meute einen kleinen Hund hetzt, dann ist das nicht ein Fitlauf sondern Jagdverhalten. Was Hunde gerne tun ist, dass sie mit anderen Hunden kooperieren, das impliziert aber dass der Mensch dabei mitmacht. Hundehalter die tief in ihrem mobilen Telefon versunken sind oder tratschen, die sind keine Kooperationspartner sondern Menschen die ihren Hund &#8220;abgeben&#8221;, ihn sich selbst \u00fcberlassen. Wenn es dann kracht, dann fallen diese Menschen aus allen Wolken und machen meist alle anderen aber nie sich selbst daf\u00fcr verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>BEDINGUNGSLOSE SOZIALVERTR\u00c4GLICHKEIT?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die gibt es nicht, weder bei Tier noch bei Mensch, jedes Lebewesen sucht sich seine Sozialpartner aus, au\u00dfer es wird per Zwang vergesellschaftet. Ein  erzwungener sozialer Umgang birgt allerdings immer Konfliktpotential.<\/p>\n\n\n\n<p>Hundehalter, deren Hund ab und an andere Hunde schon einmal anknurrt, haben einen v\u00f6llig &#8220;normalen&#8221; Vierbeiner. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>GESELLSCHAFTLICHER DRUCK<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Hundehaltung unterliegt &#8220;Trends&#8221;, was vor 30 Jahren noch normal war ist heute teilweise verp\u00f6nt oder vergessen. Es ist zwar nicht alles gut an der &#8220;guten alten Zeit&#8221; aber manche Dingen waren vern\u00fcnftig. Damals h\u00e4tte niemand einen &#8220;bedingungslos sozialen Hund&#8221; gefordert, man respektierte, dass Hunde Vorlieben und Abneigungen haben, was Artgenossen anbelangt. Das hat sich radikal ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hund des 21.Jahrhunderts soll mit allem und jedem vertr\u00e4glich sein, ganz  besonders mit anderen Hunden. Der perfekte Vierbeiner erzieht sich selbst, besch\u00e4ftigt sich alleine und tobt freundlich und ausgelassen auf gr\u00fcnen Wiesen. Das ist der Wunsch, die Realit\u00e4t h\u00e4lt da nicht mit, denn Hunde wissen nicht, dass sich der Anspruch an den perfekten Vierbeiner ge\u00e4ndert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schere zwischen Erwartungshaltung und Realit\u00e4t klafft weit auseinander. Wir verlangen von Hunden etwas, das wir selbst nicht zu geben bereit sind. Kein Mensch ist 100% vertr\u00e4glich, Zweibeiner bei\u00dfen zwar selten aber sie f\u00fchren virtuell und real ziemlich viele Auseinandersetzungen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8220;DER IST JA UNVERTR\u00c4GLICH&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Formel und ihre Abwandlungen bekommen Hundehalter zu h\u00f6ren wenn ihr Hund seine Vorlieben und Aversionen gesund und munter auslebt. Man  suggeriert Ihnen &#8220;versagt&#8221; zu haben, weil ihr Hund nicht &#8220;lieb&#8221; ist. Dabei handelt ihr Wuffi, aus hundlicher Sicht jedenfalls, v\u00f6llig normal.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>LESEN IST DAS ZAUBERWORT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Menschen haben eine  &#8220;Leseschw\u00e4che&#8221; wenn es um Hunde geht. Sie k\u00f6nnen die Signale die ihr Vierbeiner aussendet nicht richtig interpretieren. Die Ohrenstellung, die Rute, die K\u00f6rperspannung, auch die Mimik eines Hundes sagen sehr klar wie er sich f\u00fchlt und welche Absichten er hat. Hat der Hund aber  einen kynologischen Analphabeten an der Leine, dann kann er kommunizieren soviel er will, es kommt nicht an. <\/p>\n\n\n\n<p>Menschen die ihre Hunde nicht lesen k\u00f6nnen geh\u00f6ren zu der Gruppe von Hundehaltern die, dann wenn der Hund bereits gehandelt hat, sagen: &#8220;das hat er noch nie gemacht&#8221;. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>EIN ABBRUCHKOMMANDO IST GOLD WERT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Menschen machen Fehler, das ist schon seit der Geschichte mit dem Apfel so.  Fehler m\u00fcssen keine schlimmen Folgen haben, nicht wenn man sie noch  korrigieren kann. Ein Abbruchkommando ist so ein Korrektiv. Wenn man alles \u00fcbersehen hat, es reicht um seinen Vierbeiner zu stoppen bevor ein fataler Fehler Gestalt annimmt und letztlich auch passiert wenn man den Hund nicht noch im letzten Moment &#8220;in den Griff&#8221; bekommt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>ES K\u00d6NNTE SO EINFACH SEIN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer optimalen Welt k\u00f6nnten alle Hundehalter ihre Vierbeiner lesen und w\u00fcrden vorausschauend reagieren. Es g\u00e4be keine unfreiwilligen Piercings, keine Leinenaggression, keine gehetzten Kleinhunde, keine Auseinandersetzungen auf Hundewiesen, keine Jogger mit zerfetzten Hosenboden oder emp\u00f6rte Eltern. Es w\u00e4re ein paradiesischer Zustand. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JEDER HUND HAT SEINEN CHARAKTER<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So wie jeder Mensch einzigartig und auf seine Art und Weise liebenswert  ist, so ist das auch der Hund. Kein Hund ist gleich und Charakter kann man nicht anerziehen, der ist da und man muss lernen damit umzugehen. Wir sollten das eigentlich wissen, auch einen menschlichen Partner kann man nicht &#8220;umerziehen&#8221;, der Versuch das zu tun endet oft in einer Trennung oder beim Therapeuten. <\/p>\n\n\n\n<p>Man sagt: &#8220;jeder Mensch bekommt den Hund den er verdient&#8221;, das mag so sein und man lernt damit zu leben. Je mehr man \u00fcber Vierbeiner wei\u00df umso einfacher gestaltet sich das Zusammenleben. Hunde sind gute Lehrmeister und wenn das nicht ausreicht, dann gibt es noch den verst\u00e4ndnisvollen Hundetrainer.<\/p>\n\n\n\n<p>Je realistischer das Bild des eigenen Hundes ist umso besser kommt man mit ihm zurecht. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist der eigene Hund der Beste aber man sollte davon ausgehen, jeder andere Hundehalter sieht das ganz genauso. Erbitterte Auseinandersetzungen haben ihre Wurzel oft in diesem Umstand. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>EIN HUND DARF EINEN ANDEREN HUND MA\u00dfREGELN<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oft ist es aus hundlicher Sicht v\u00f6llig angebracht einen Artgenossen zu  verweisen, ihn vielleicht sogar in den Boden zu stopfen oder wenigstens herzhaft anzuknurren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich ein Hund flach wie eine Flunder auf den Boden legt und einen anderen Hund fixiert ist das hochgradig unh\u00f6flich und kann sogar als Bedrohung wahrgenommen werden. Wenn ein gr\u00f6\u00dferer Hund einen kleineren Hund \u00fcber die Wiese hetzt, dann handelt es sich nicht immer um ein fr\u00f6hliches Laufspiel, es kann Jagdverhalten sein. Wenn ein R\u00fcde eine H\u00fcndin bedr\u00e4ngt, dann ist das auch unter Hunden ein ungeb\u00fchrliches Verhalten das jede vern\u00fcnftige H\u00fcndin sanktionieren wird. Man soll nie zu sehr vermenschlichen aber wie w\u00fcrden wir einen Mitmenschen empfinden der uns fixiert, verfolgt oder bedr\u00e4ngt? Wir  w\u00fcrden vermutlich reagieren, entsprechend unseres Charakters, defensiv oder offensiv. Das tun Hunde auch. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>WER FORDERT EIGENTLICH DEN SOZIALVERTR\u00c4GLICHEN HUND?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da unterstellen wir nun: Meist sind das Menschen die nur einen Hund f\u00fchren oder Menschen die sehr wenig \u00fcber Hunde wissen und ihren Hund nicht kontrollieren k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mensch der seinen Hund nicht abrufen kann aber trotzdem auf die Leine verzichtet, der ist darauf angewiesen dass alle anderen Hunde Pazifisten sind oder sich aus anderen Gr\u00fcnden seinem Hund unterordnen. Diese Art von Zweibeiner verwendet gerne das Argument vom &#8220;sozialvertr\u00e4glichen Hund&#8221;. Um seine eigenen Defizite nicht zugeben zu m\u00fcssen suggeriert er dem Gegen\u00fcber dass sein Hund &#8220;unerzogen&#8221; sei, wenn dieser den heranbrausenden &#8220;Tutnix&#8221;  ma\u00dfregelt. Oft funktioniert diese Suggestion, es ist anscheinend eine Art Urangst einen &#8220;unvertr\u00e4glichen Hund&#8221; zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leider liegt diese Wunschvorstellung der &#8220;ultimativen Sozialvertr\u00e4glichkeit&#8221; im Trend. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man die Hundegesetzgebung genauer unter die Lupe nimmt, dann sind  die Sanktionen f\u00fcr Hunde die &#8220;L\u00f6cher&#8221; verursachen streng. Wenn es nach  den Gesetzgebern geht, dann m\u00fcssten alle Hunde beste Freunde sein, bei\u00dfen d\u00fcrfen sie jedenfalls nicht, tun sie das, gelten sie als &#8220;gef\u00e4hrliche Hunde&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Hundeschulen werben ebenfalls gerne damit, dass man jeden Hund zum &#8220;Sonnenschein&#8221;, zum allseits vertr\u00e4glichen Hund, erziehen kann. Unser Tipp w\u00e4re: meiden Sie solche Hundeschulen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>LIEBEN SIE IHREN HUND SO WIE ER IST UND F\u00dcHREN SIE IHN ENTSPRECHEND<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die wenigsten Hunde sind Fans von gro\u00dfen Hunderunden und unmoderierten  Begegnungen. F\u00fcr einen Hund ist sein Zweibeiner die wichtigste Bezugsperson, Vierbeiner sind Teamplayer also seien Sie ein Team mit  ihren Hund. Er wird es Ihnen danken.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Leinenaggression verschwindet wie von Zauberhand wenn Hund und Mensch Begegnungen als Team erleben. Beachten sie die feinen Signale mit denen der Hund andeutet, dass er einen herannahenden Hund nicht toll findet. Geben Sie ihm das Gef\u00fchl, dass er nicht alleine ist. Bringen Sie sich ein in die  Hundebegegnung und zwingen sie ihn nicht nahe am &#8220;Gegner&#8221; vorbei zu gehen oder ihm gar zu begegnen. Haben sie einen eher offensiven Hund der sich durch Sie best\u00e4rkt f\u00fchlt und daher herzhaft p\u00f6belt, dann signalisieren Sie ihrem Vierbeiner dass Sie alles im Griff haben und er Pause hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Sollten Sie aufgrund von unerfreulichen Begegnungen schon etwas genervt oder unsicher geworden sein. Kein Meister f\u00e4llt vom Himmel. Ihr Hund ist nicht b\u00f6se und Sie sind nicht unf\u00e4hig. Machen sie es einfach bei jeder Begegnung ein bisschen besser und freuen Sie sich \u00fcber kleine Erfolge. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>AN DIE MEHRHUNDEHALTER<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hat man selbst ein kleines Rudel oder eine Meute oder auch einfach zwei Hunde,  die ein eingespieltes Team sind, dann darf man Distanz einfordern. Jeder  Mensch und jedes Tier hat das Recht nicht bedr\u00e4ngt oder bel\u00e4stigt zu werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist v\u00f6llig normal dass man sich vor einem Hundekontakt abspricht und es ist vollkommen legitim einen Kontakt abzulehnen. Es ist nicht ihr Problem wenn das Gegen\u00fcber wenig Verst\u00e4ndnis zeigt oder etwas verschnupft ist. Sie sind im Recht, Sie d\u00fcrfen auch mal &#8220;Nein&#8221; sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ZU GUTER LETZT: SOUVER\u00c4NIT\u00c4T<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein souver\u00e4ner Hund ist selten ein &#8220;Sunnyboy&#8221;, es sind eher zur\u00fcckhaltende Hunde, die menschlich betrachtet, &#8220;neutral&#8221; wirken. Diese Hunde kommunizieren ihrem Gegen\u00fcber ganz genau was sie erlauben und was  nicht. Sie handeln angemessen mit wohldossierter Aggression. Sie verhalten sich h\u00f6flich, sie sind nicht aufdringlich. Meistens sind das Hunde die sich auf ihren Menschen verlassen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist bei Menschen nicht un\u00e4hnlich. Menschen die lautstark streiten, unh\u00f6flich  sind oder distanzlos, das sind meist unsichere Zeitgenossen. Souver\u00e4ne  Menschen gehen auf Provokationen nicht ein, sie tun nur das N\u00f6tige um ihr Recht und ihre Distanz zu wahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FAZIT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Also Kopf hoch  &#8211; den &#8220;ultimativ sozialvertr\u00e4glichen Hund&#8221; gibt es nicht aber es gibt viele unterschiedliche Hunde die alle ihre liebenswerten Seiten haben und Eigenheiten die ihre Hundehalter in den Wahnsinn treiben. Jeder Hund ist eine ganz eigene Mischung und verdient es geliebt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_0826-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28566\" srcset=\"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_0826-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_0826-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_0826-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.veigl.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/IMG_0826.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Auf Facebook gefunden, gelesen und f\u00fcr sehr gut befunden! Sollten sich vielleicht die ganzen Pfosten hier bei uns mal durchlesen, und ihre Viecher endlich mal an die Leine nehmen oder wirksam abrufen und absitzen lassen, wenn man sich begegnet! Zumindest fragt man vorher mal h\u00f6flich, ob ein Hundekontakt \u00fcberhaupt erw\u00fcnscht ist! Und zur Anmerkung: Ein Nein ist und bleibt ein Nein, ohne Wenn und Aber.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:8px\">Ich habe diesen Artikel angefangen Korrektur zu lesen und auch auszubessern, aber ich w\u00e4re wahrscheinlich nicht damit fertig geworden, also belasse ich ihn, wie kopiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcssen Hunde mit jedem Hund &#8220;sozialisiert&#8221; sein?Quelle: Facebook, Dognews &#8211; Die Seite Hundehalter bekommen oft, wenn sie f\u00fcr ihren Hund Kontakt mit fremden Hunden ablehnen, zu h\u00f6ren, dass ihr Hund &#8220;schlecht sozialisiert&#8221; w\u00e4re. 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