{"id":31978,"date":"2022-01-17T11:29:37","date_gmt":"2022-01-17T09:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=31978"},"modified":"2022-01-17T11:29:39","modified_gmt":"2022-01-17T09:29:39","slug":"muessen-hunde-mit-jedem-hund-sozialisiert-sein-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.veigl.net\/blog\/?p=31978","title":{"rendered":"M\u00fcssen Hunde mit jedem Hund &#8220;sozialisiert&#8221; sein?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00dcSSEN HUNDE MIT JEDEM HUND &#8220;SOZIALISIERT&#8221; SEIN?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hundehalter bekommen oft, wenn sie f\u00fcr ihren Hund Kontakt mit fremden Hunden ablehnen, zu h\u00f6ren, dass ihr Hund &#8220;schlecht sozialisiert&#8221; w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p>Es fallen S\u00e4tze wie: &#8220;Ach ist er unvertr\u00e4glich&#8221;? oder &#8220;Was haben Sie f\u00fcr einen aggressiven Hund&#8221;? Diese S\u00e4tze werden dann von tiefsinnigen, vielsagenden und immer vorwurfsvollen Blicken begleitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Solche S\u00e4tze sind gemein, denn sie sollen dem Gegen\u00fcber suggerieren, in der Erziehung des eigenen Hundes versagt zu haben. Das erzeugte Gef\u00fchl: Man erf\u00fcllt nicht die Erwartung einen uneingeschr\u00e4nkt und in jeder Situation freundlichen Hund zu haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Manche Hundehalter f\u00fchlen sich dadurch so unter Druck gesetzt, dass sie lieber l\u00fcgen. Sie schummeln dann indem sie sagen ihr Hund h\u00e4tte Fl\u00f6he oder eine schlimme ansteckende Krankheit. Andere Hundehalter st\u00fcrmen Hundeschulen in der Hoffnung einen mit jedem Hund vertr\u00e4glichen Hund zu bekommen. Durch diese Forderung nach dem ultimativ vertr\u00e4glichen Hund unterliegen sie anscheinend dem Druck, ihren Hund zwanghaft dahin erziehen zu m\u00fcssen, dass er sich sofort freundlich und spielbereit gegen\u00fcber jeden anderen Hund verhalten und aggressives Verhalten anderer Hunde einfach ignorieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Das allgemeine &#8220;Totschlagargument&#8221; bei der Forderung zum &#8220;Ich spiele mit allen Hunden&#8221; ist, dass der Hund doch ein Rudeltier sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DAS STIMMT NICHT!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hunde sind zwar Rudeltiere aber auf Hundewiesen trifft sich kein &#8220;Rudel&#8221;, sondern fremde Hunde. Sind es mehrere Hunde die sich kennen, spricht man von einer Meute, nur bei Hunden die aus einem Familienverband stammen ist der Begriff &#8220;Rudel&#8221; zul\u00e4ssig. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Gegen\u00fcber mit diesem Argument kommt, dann empfiehlt sich ein mitleidiger, vielsagender, tiefer Blick und die kurze Anmerkung: &#8220;Sie verstehen aber nicht viel von Hunden&#8221;?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MENSCHEN DIE MEINEN JEDER HUND &#8220;SPIELT<\/strong>&#8221; <strong>MIT ANDEREN HUNDEN, HABEN UNRECHT!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hunde wissen nichts um die menschliche Definition von Sozialvertr\u00e4glichkeit. Sie sehen auch keinen Sinn dahinter mit fremden Hunden &#8220;spielen&#8221; zu m\u00fcssen. Ganz unter uns &#8211; ist das bei Menschen anders? Welcher Mensch mag schon jedem anderen Menschen etwas zu tun haben? Hier haben wir also einen h\u00f6heren moralischen Anspruch an unsere Hunde als an uns selbst. Unsere Hunde sollen das tun, was wir selbst niemals tun w\u00fcrden &#8211; mit jedem fremden Menschen, ganz ohne Kennenlernphase gut Freund sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HUNDEBEGEGNUGEN BRAUCHEN MANAGEMENT!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hundehalter, der darauf hofft, dass der eigene Hund ohne jegliches Management und F\u00fchrung durch seinen Menschen immer freundlich bleibt, nie in einen Konflikt ger\u00e4t und uneingeschr\u00e4nkt hundespielwiesentauglich ist, hat eine realit\u00e4tsfremde Erwartungshaltung an seinen Hund. Ausgepr\u00e4gt ist dieses Verhalten meist bei Einzelhundehaltern. Sie meinen es gut aber die Folgen sind fatal.<\/p>\n\n\n\n<p>Hundebegegnungen sind nur dann eine Bereicherung wenn die Vierbeiner Zeit haben einander kennen zu lernen und auch entscheiden d\u00fcrfen welchen Hund sie m\u00f6gen und welchen nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Bevor man sich in Hundebegegnungen st\u00fcrzt sollte man 2 Dinge tun: Ein sicheres Abbruchkommando trainieren und sich einen realistischen Blick f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse und Vorlieben des eigenen Hund aneignen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>DER &#8220;DER TUTNIX&#8221; &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Hund in Lauerhaltung flach am Boden liegt und einen anderen Hund fixiert, dann ist das keine Spielaufforderung. Wenn ein Vierbeiner wie ein D-Zug in eine Gruppe von Hunden kracht ist das keine freundliche Handlung und jeder vern\u00fcnftige Hund wird das umgehend sanktionieren. Wenn ein R\u00fcde eine H\u00fcndin bedr\u00e4ngt, ist das nicht &#8220;lieb&#8221; und jede anst\u00e4ndige Hundedame wird dem Hundemann zeigen wo der Bartl den Most holt. <\/p>\n\n\n\n<p>Hundehalter die ihre Hunde so agieren lassen sind ausgesprochen unbeliebt. Sie zeigen, dass ihr Hundewissen bei Null liegt und sie gef\u00e4hrden andere Hunde, m\u00f6glicherweise auch fremde Menschen. Es soll schon Schl\u00e4gereien deswegen gegeben haben, nicht zwischen den Hunden sondern zwischen Zweibeinern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Tutnix tut es ebenfalls selten gut. Entweder wird er von einem gr\u00f6\u00dferen Hund verhauen oder er macht eine unliebsame Begegnung mit einem Zweibeiner der seinen Hund besch\u00fctzen will. In jedem Fall wird es eine unerfreuliche Erfahrung sein, die das Verhalten des Hundes negativ pr\u00e4gen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DIE SOZIALVERTR\u00c4GLICHKEIT<\/strong> &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Sozialvertr\u00e4gliche Hunde n\u00e4hern sich langsam und respektvoll, sie laufen B\u00f6gen, sie geben anderen Hunden Raum und ziehen sich zur\u00fcck wenn sie merken, dass der andere Vierbeiner keinen Kontakt w\u00fcnscht. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind weder aufdringlich noch \u00fcberdreht. Wer solches Verhalten seines Hundes zul\u00e4sst, ist auch als Hundebesitzer alles andere als \u201esozialvertr\u00e4glich\u201c. Die Sozialvertr\u00e4glichkeit des eigenen Hundes beginnt beim Besitzer und zwar mit der Einstellung niemanden bel\u00e4stigen zu wollen, sie bedeutet Neutralit\u00e4t des Hundes gegen\u00fcber seiner Umwelt und sie bedeutet Kommunikation unter Hundehaltern. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>VERTR\u00c4GLICHKEIT KANN MAN NICHT ANERZIEHEN!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann die Einstellung seines Hundes zu anderen Hunden nicht mit Erziehung ver\u00e4ndern. Man kann ihm nicht anerziehen jeden fremden Hund zu m\u00f6gen. Man kann niemals Charakter durch Ausbildung ver\u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Was man kann, das ist einen Hund zum Gehorsam zu erziehen, so dass man Hundebegegnungen moderieren und eventuell auch abbrechen oder ganz vermeiden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein sozialvertr\u00e4glicher Hund ist ein Hund der Konflikten aus dem Weg geht, sie vermeiden kann. Keinesfalls aber ein Hund der mit allen anderen Hunden Kontakt sucht. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Hund hat das Recht andere Hunde nicht zu m\u00f6gen. Er hat das Recht auf seine Individualdistanz. Das macht ihn nicht zu einem &#8220;schlechten Hund&#8221;, ganz im Gegenteil. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>ALLE HUNDE SPIELEN &#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist ein menschliches Konzept, eine Vorstellung die vorwiegend bei wenig hundeerfahrenen Menschen zu finden ist. Hunde &#8220;spielen&#8221; selten, meist &#8220;trainieren&#8221; sie. Wenn eine Meute einen kleinen Hund hetzt, dann ist das nicht ein Fitlauf sondern Jagdverhalten. Was Hunde gerne tun ist, dass sie mit anderen Hunden kooperieren, das impliziert aber dass der Mensch dabei mitmacht. Hundehalter die tief in ihrem mobilen Telefon versunken sind oder tratschen, die sind keine Kooperationspartner sondern Menschen die ihren Hund &#8220;abgeben&#8221;, ihn sich selbst \u00fcberlassen. Wenn es dann kracht, dann fallen diese Menschen aus allen Wolken und machen meist alle anderen aber nie sich selbst daf\u00fcr verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"\ud83d\udc4d\" src=\"https:\/\/static.xx.fbcdn.net\/images\/emoji.php\/v9\/tfc\/1\/16\/1f44d.png\"\/> Im Internet gefunden, gelesen und f\u00fcr gut befunden, kopiert und hier bei mir gepostet.<br \/><em>(Quelle oder Urheber\/Urheberin leider unbekannt, f\u00fcge ich aber gerne hier ein, wenn ich ihn\/sie finde!)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00dcSSEN HUNDE MIT JEDEM HUND &#8220;SOZIALISIERT&#8221; SEIN? Hundehalter bekommen oft, wenn sie f\u00fcr ihren Hund Kontakt mit fremden Hunden ablehnen, zu h\u00f6ren, dass ihr Hund &#8220;schlecht sozialisiert&#8221; w\u00e4re. Es fallen S\u00e4tze wie: &#8220;Ach ist er unvertr\u00e4glich&#8221;? oder &#8220;Was haben Sie f\u00fcr einen aggressiven Hund&#8221;? 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