Der Klimareligionssprachschatz der letzten Monate und wie sie uns in Dauerpanik halten sollen
(Update 26.06.2026)
14 Tage Gluthitze und dann unfassbare 40 Grad! 15 Hitzetage am Stück 35 Grad, VCÖ warnt vor erhöhtem Unfallrisiko 35,5 Grad! Österreich schwitzt wie nie im Jahr 2026 39 Grad und Tropennächte 40 Grad “das ist nicht normal” in Deutschland 40 Grad und Hagel-Chaos 40 Grad. Ärzte warnen vor tödlicher Gefahr 40 Grad-Meteorologe schockiert mit Prognose alle 40-Grad-Peitsche 42° im Schatten, Hitzewelle in Bayern 45° in Frankreich, Atomkraftwerke müssen drosseln 45°!!! 50° am Boden! Satellit zeigt Hitze-Hölle Europas (Heute) 53 Todesfälle durch Hitze im Vorjahr Adria kocht auf 30 Grad Alarm-Hitze Am Sonntag drohen 40 Grad Außergewöhnliche Hitzewelle und es wird noch schlimmer Beschleunigter Klimawandel Besorgniserregende Veränderungen Blutregen in den Startlöchern (wegen Millionen Tonnen Saharastaub) Bomben-Zyklon Brandgefährliche Dauerhitze Brutale Hitze Brutale Hitzewelle rollt an Brutaler Wetterwechsel Cold-Blob Das Extrem-Wetter braucht eine neue Definition Das heißeste Jahrzehnt der Menschheitsgeschichte Das Schlimmste kommt noch: 40 Grad rollen auf uns zu Dürre-Alarm Dürrealbtraum Dürre-Sommer Ein nie dagewesener Zustand Eis-Panzer El Nino Situation extrem brutal El Ninos Hitze Erde rotiert langsamer wegen Klimawandel Erde rotiert schneller wegen Klimawandel Erderwärmung halbiert Weideflächen Erste echte Hitzewand in Österreich Europa verwandelt sich durch die Hitze in ein Science-Fiction-Gebiet Europa-Hitzewelle: Stromausfälle, Schulen zu, 40 Tote in Frankreich Explodierende Methanwerte Extreme Hitzeblase Extreme Hitzeglocke mit Allzeitrekorden Extrem-Hitze einen Tag vor dem Sommeranfang: 37,5° Extremhitze mit 37 Grad Extremhitze mit 40 Badetoten in Frankreich in 5 Tagen Extremhitze mit 40 Grad Extremwetter Frankreich kocht … 40 Grad und erster Hitzetod Gefangen unter dem Heat-Dome, 45° in Europa Gefühlte 46 Grad in Deutschland Gewaltige Wärmeblase Gletscher schlecht auf Hitze vorbereitet Globale Wetterwarnung Globaler Hitzealarm Glühender Extremsommer mit Dauerhitze Glut-Juli Glutofen 2026 Glutofen-Juli Glutofen-Wetter Gluttag rollt an Gnadenlose Sonne Godzilla El Nino Großhagel und Tornados möglich Hammer-Wetterwende Haustiere belasten das Klima Heat-Dome Heftige Hitze, doch es wird noch heißer Heißestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen steht bevor Heißzeit-Risiko Historischer Schneesturm peitscht Hitze bringt Zeckengefahr, wer schwitzt riecht besonders gut Hitze fordert hunderte Tote in Österreich Hitze grillt Österreich Hitze ohne Ende Hitze-Blase Hitze-Blase die es noch nie gegeben hat: 40 Grad! Hitze-Februar Hitze-Glocke Hitze-Hammer Hitze-Herbst Hitze-Hölle Hitzeindex schlägt Alarm Hitzekuppel mit 45 Grad Hitze-Peitsche bringt 40 Grad Hitzeschub Hitzesommer lässt Strompreise explodieren Hitze-Tsunami Hitze-Wahnsinn Hitze-Wahnsinn ohne Pause, 42° drohen Hitzewelle in Europa und es kommt noch schlimmer Hitzewelle ist absurd und wird immer schlimmer Hitzewelle treibt Strompreise in Europa in die Höhe Hitzewelle wegen Klimawandel um 4 Grad heißer Hitzewochenende fordert erste Badeopfer Höchste Hitzewarnstufe Intensiver Wetterzyklus Irreversible Heißzeit Jahrhundertsommer Jahrhundertwert wird fallen Jahrtausend-Höllensommer Jetstream außer Kontrolle Kältedelle mit Wettersturz Kälte-Keule Kälte-Schock Kaltfleck im Atlantik warnt vor Kipppunkt in Jahrzehnten Keine Wetter-Wende: 40 Grad Marke wird fallen Kettenreaktion mit irreversiblen Folgen KI nennt die Spitze: 40 Grad sind keine Spinnerei mehr Klimachaos und nahe Kipppunkte Klimafasten für mehr Nachhaltigkeit (!) Klimakrise Klimakrise gefährdet Gesundheit aller Kinder Klimatisches UFO über Europa sorgt für unausweichliche 50 Grad! Klimawandel extrem Klimawandel lässt die Zahl der Hitzetoten steigen Kolossale Wetterwende Küstenflutrisiko Längste Hitzewelle der Geschichte Luft heizt sich extrem auf Massentod durch brutale Hitzwelle Mega-Hitzewelle Meteorologen entsetzt: Sind nicht darauf vorbereitet! Meteorologen hebeln “Gab es früher schon”-Fraktion aus Millionen Tonnen Saharastaub fegen über Deutschland Monster-Sonnenfleck Monster-Zyklon Omega-Hoch und Sahara-Luft Plötzlich 40°, das ist nicht normal und gabs früher nicht Polarwirbel am Limit Rätselhafter Kältefleck Rekordbrechender Monster El-Nino Rekordtrüber Winter Riesige Hitzewelle trifft die Antarktis Rote Warnung Hagel-Sturm Schafskälte-Schock Schlaflos im Schweiss: Tropennächte kommen Schnee-Schock im Juni Schneewalze Schocktober Schwüle Hitze ist gefährlicher als die nackte Zahl am Thermometer Siede-Wetter Sommer 2026 wird extrem heiß und gefährlich Sommerprognose für Österreich: Teils herrscht Lebensgefahr! Sommer-Risiko Spanish Plume trifft auf Saharastaub Spätwinter-Drama Strömungskollaps könnte die Nordsee um einen halben Meter anheben Super El Nino Superzellen, Tornado-Gefahr und Hagelbomben Tanken ist tödlich (Schwarzenegger zum Klima) Temperatursturz Tiefdruck-Walze Todes-Hitze und Rekord-Mai Turbo-Sommer Unglaubliche Wetterszenarien Unsichtbares Phänomen Unwetter-Walze UV-Schutzanzüge für Kinder in Schwimmbädern … Wanderer sterben bei Extremhitze im Grand Canyon bei 43 Grad Wärmerekord Wärmerekord trotz Frost Wärme-Rekordserie Wärmstes Jahr der Menschheitsgeschichte droht Weltuntergangsgletscher Weltweite Wetterwarnung Wer Fleisch isst, trägt zum Klimawandel bei Wetter-Ausnahmesituation Wetter-Chaos mit Jetstream-Faktor Wetter-Ereignis der Superlative Wetterextreme Wetter-KI sah es kommen: 40° Wetterknall Wettermodell prognostiziert Allzeit-Hoch mit 42° Wettermodelle drehen durch: 41 Grad! Wetterschock Wetter-Wahnsinn Wetter-Wende mit 38 Grad Wie Super El Nino nun über die Heizkosten entscheidet Wintereinbruchs-Schock Wir werden uns fast tot schwitzen Wirtschaftskiller Klimawandel, 1 Tag kostet 431 Millionen WM 2006 – 50 Grad Hitze-Hölle Wüstensommer Wüstentage Wüstentage mit 36 Grad Wüstentage mit 40 Grad
Mit solchen Kunstwörtern werden diese von der Politik bezahlten “Experten und Expertinnen” sowie Wetterprognostizierer immer unglaubwürdiger! Es soll einfach nur Angst und Panik aufrechterhalten werden, und das tagtäglich mit immer ärgeren Wörtern und Texten. Leider funktionierts bei der 75%-Herde.
Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich nun schon auf diese neuen LOWA gewartet habe! Endlich sind sie da, und trotz des Preises (bedingt durch die Kooperation mit BOSCH Professional), musste ich mir (durch meine guten Kontakte zur Branche) ein Paar davon zulegen.
Erste Erfahrungen damit: Wahnsinn!!
Endlich ein Schuh der wirklich meine Erwartungen zur Gänze erfüllt! Der gut spürbare, aber mich trotzdem nicht aus dem Gleichgewicht bringende gute Schub nach vorne, hat mich den ersten Hand super schnell und ohne Anstrengung hochgebracht. Kein Keuchen und Winseln nach einem Sauerstoffzelt mehr! Jetzt mach mir das Wandern wieder richtig Spaß!
Die Reichweite? Nun, ich gehe von mindestens 150km pro Ladung aus, wenn man den 5Ah-Akku verwendet, und das bei Steigungen bis 45°. Im Winter durch die Kälte wahrscheinlich weniger, aber da gibts wahrscheinlich auch schon Modelle mit integrierter Heizung, die ohnehin mehr Energie verbrauchen werden. Aber da reichen dann auch schon 50-70km Reichweite. Mit dem mitgelieferten Schnellladegerät für 2 Akkus (2x 5Ah Akkus sind im Lieferumfang der E-BOCK samt dem Ladegerät beinhaltet) ist man nach 45 Minuten schon wieder bereit für die nächste Etappe.
Was sagt ihr zu dieser neuen Innovation? Der neue LOWA E-BOCK ist eine glatte Empfehlung von mir!
Zur allgemeinen Info: Meine E-BOCKs sind offiziell noch nicht käufliche Prototypen mit der neuen elektrisch angetriebenen VIBRAM Flachraupen-Trailgrippsohle. Gibts bei Intersport und Co noch nicht, sollen aber demnächst auf den Markt kommen … der E-Markt boomt ja derzeit.
Ich werde Euch hier auf dieser Seite weiter über den Test informieren, also schaut ab und an mal wieder in meinem Blog vorbei!
Für wen diese Schuhe NICHT geeignet sind?
Gipfelstürmer die im Sale noch ein paar schicke Wandersachen abgestaubt haben und nun auf Bergmodel machen, Jack-Wolfskin-Preussen, Berg-Speedfreaks, die Trail-Kasperln mit Neon-Kompressionsstrümpfen und ultimativem Trinksystem im überschweren Rucksack, alpine Workouterinnen mit Glamour-Faktor, Karwendel-Hanswursten, Wampenwanderer die einmal im Jahr auf den Berg gehen und man nach 30m schon glaubt denen springt die Pumpe aus dem Gesicht, sich Wolf laufende Jeansbergwanderer, Brotzeitschlepper die die Hütten wie Biolabore meiden, asoziale am Weg Kacker und Müllhinterlasser, Hundefreilaufverfechter auf engen Wegen, die “ich muss das Muhkuhli unbedingt streicheln”- Fraktion, Zirbenschnaps-Allergiker, krankhafte Trinkgeldverweigerer und Hüttenwasserschlürfer, die E-Biker die keine Regeln kennen und meinen alles gehört ihnen, und jene die mit ihren meist mit D oder NL Kennzeichen gekennzeichneten Kraxn trotz Fahrverbote bis vor die Hüttentür fahren!
Achja, und alle die nun an die Existenz von den LOWA E-BOCK Wanderschuhen glaubten: Ihr solltet mal Euer Verhältnis zu den social medias, speziell Facebook, überdenken und welche Scheisse man Euch da tagtäglich vor die Nase setzt die Ihr mittlerweile fast unhinterfragt glaubt …
Wir haben zwei Kupfertöpfe mit zwei verschiedenen Pfefferminzpflanzen auf der Terrasse. Jedesmal wenn die beiden wuchern stellt sich die Frage: Was tun damit? Das mit dem Tee hat nicht wirklich so funktioniert wie sich meine Frau das vorstellte, also suchte ich nach einer Alternative um die Pflanzen zu verwerten. Da fand sich die Idee des Pfefferminzsirups. Damit ist eine relativ lange Haltbarkeit gegeben, und man kann ja viel damit machen. Auch in den Tee schütten …
Ich habe mir also ein Rezept aus meinen vielen Büchern rausgesucht, und dieses hier entdeckt und auch nachgekocht:
Die Zutaten
50-100g Frische Pfeffermnzblätter (Je nach gewünschter Intensität) 1 Liter Wasser 1-2 EL Limettensaft 500g Zucker oder als Alternative: Honig
Die Zubereitung
Die Pfefferminzblätter von den Stielen zupfen, waschen und grob hacken. Die Pfefferminzblätter zusammen mit dem Limettensaft und dem Wasser in einen Topf geben, zudecken, und 12-24 Stunden ziehen lassen. Danach das Gemisch aufkochen und für ein paar Minuten zugedeckt köcheln lassen. Anschließen etwas zum Abkühlen beiseite stellen. (Ihr werdet staunen, wie pfefferminzig Eure Küche dabei “duften” wird! *lach* – Geht aber nicht direkt an den Topf! Das entweichende Aroma brennt heftig in den Augen!)
Nun durch ein feines Sieb oder Tuch filtern, damit man den reinen Sud erhält. Jetzt den Zucker zugeben und nochmals aufkochen. In etwa 15-30 Minuten bei kleiner Flamme einkochen lassen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Dann noch heiß in saubere Flaschen abfüllen und sofort verschließen.
Abkühlen lassen und kühl und dunkel lagern! Der Sirup ist ca. 6 Monate ungeöffnet haltbar. Wenn er geöffnet wird ist er im Kühlschrank aufzubewahren. (Klebt Euch Etiketten auf die Flaschen, um das Herstellungsdatum zu notieren!)
Verwendung
Dafür könnt ihr den Pfefferminzsirup dann verwenden:
Der Sirup schmeckt vorzüglich wenn man ihn mit kaltem Mineralwasser und Eis mischt, und mit einer Scheibe Zitrone, Pfirsich oder auch Gurke aromatisiert. Ein schmackhafter alkoholfreier Sommerdrink!
Noch ein alkoholfreier Sommerdrink ist ein Shake mit Milch, einer Kugel Vanilleeis, einigen Eiswürfeln und dem Pfefferminzsirup. Man kann auch einen Schuss Baileys dazugeben …
Idee für den Winter: Den selbstgemachten Pfefferminzsirup für heißen Tee verwenden! Pfefferminz- oder Schwarztee mit Sirup nach Geschmack süßen und mit frischen Ingwer- und Orangenscheiben aromatisieren.
Auch ein Kakao oder eine heiße Schokolade lassen sich an einem kalten Winterabend toll mit dem Pfefferminzsirup aromatisieren.
Ich wünsch Euch nun viel Spaß beim eventuellen Nachmachen und verkosten!
Wenn Ihr wollt, könnt ihr auch meine Etikett verwenden:
vom 20. – 24. Mai 2026 in Bad Kleinkirchheim, Kärnten
Da uns sonst ohnehin schon langsam die Decke auf den Kopf gefallen wäre, haben wir uns heuer kurzfristig dazu entschlossen, an unserem 38. Hochzeitstag am 20. Mai, einen Kurzurlaub zu machen. Da es uns in Bad Kleinkirchheim schon voriges Jahr gut gefallen hat, fiel die Entscheidung nicht so schwer. Wir wollten ja schon früher wegfahren, aber da kam uns die traurige Sache mit Nukka dazwischen, dann das schlechte Wetter, und so wurde es eben eine “Hochzeitsreise”.
Um 5 Uhr früh machten wir uns auf den Weg in Richtung A2 und S6, um noch vor den Staus in Wien über die Südost-Tangente zu kommen. Es klappte wie geplant, und wir waren schnell durch die Stadt durch. Die S6 dagegen war dann ein Graus. Kilometerlange Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen waren zermürbend. Da wir viel zu früh dran waren (Hotel-Check-In war erst gegen 15 Uhr), überlegten wir was wir vorher noch unternehmen könnten. Irgendwie schon ziemlich weit im Ländle kamen wir auf die Idee, den Pyramidenkogel am Wörthersee zu besuchen. Da waren wir das letzte Mal 2016, in unserem letzten Urlaub wo Kitaro noch dabei war. Da gings ihm schon nicht mehr so gut und wir mussten den Sommerurlaub damals auch abbrechen und nach Hause fahren.
Gesagt, getan, wir schlugen den Kurs in Richtung Pyramidenkogelin Linden (Keutschach am See) ein. Als wir so die Landstraße dahinfuhren, dann in Klagenfurt eintrudelten, fragte meine Frau wie weit denn Minimundus weg sei. Ich hatte keine Ahnung, und als ich schaute, fuhren wir gerade eben daran vorbei. Also Anker werfen, die nächste Ampel nehmen, Parkplatz suchen, Minimundus besuchen.
Seit unserem letzten Besuch vor wahrscheinlich 35 Jahren, hat sich da sehr viel geändert. Anderer Eingangsbereich, Gelände umgestaltet, und ein Preisniveau typisch für den Tourismus. 22 Euro pro Person, das finde ich schon happig. Drinnen haben wir uns dann umgesehen und kamen an dem Reptilienzoo vorbei der auch damals schon existierte. Aber: Diesmal galt die Eintrittskarte nicht mehr für beide Ausflugsziele. Sie gehören nicht mehr zusammen wurde uns erklärt. Also Zwischenpause bei einem “vergoldeten” Kaffee in Minimundus, und dann rüber in den Reptilienzoo. Man muss nun außen herum zum anderen Eingang marschieren. Da sahen wir auch erst die Preistafel, die ganz unten ein Kombiticket für Minimundus UND den Pyramidenkogel auswies. Mich ärgert an der Tatsache nur, dass man da nicht wirklich zuerst hinsieht wenn man die Miniaturenwelt besucht, man an der Kasse aber auch nicht darauf aufmerksam gemacht wird. So haben wir zusammen um 14 Euro zu viel bezahlt. Fing schon mal gut an.
Foto: Minimundus
Der Reptilienzoo Happ sah von außen recht gut aus, Eintrittpreis 17 Euro … das war heftig und dürfte in Kärnten schon sowas wie ein Standardpreis für Touristenattraktionen sein. Im ersten Raum des Zoos stank es gewaltig nach Urin von den Toiletten, die Terrarien waren teils mehr als uneinsichtig weil verschmutzte Scheiben, und die Außenanlage war bis auf den Schildkrötenteich und die Schlangengrube wo nur einheimische Schlangen waren, ein Witz. Plastiksaurier und ein Kunstkrokodil ergänzten neben zwei Riesenschildkröten das Repertoire. Enttäuschend zu diesem Preis. Wir waren auch nicht lange da. Danach gings ab zum Wagen, und weiter in Richtung Pyramidenkogel.
Foto: Reptilienzoo Happ
Die Fahrt entlang des Wörthersees war traumhaft und man konnte schon von weitem den Turm sehen. Oben dann angekommen, die erste Neuerung seit dem letzten Mal: Der obere Parkplatz, wo wir damals parkten, war nur mehr für Busse frei. Der Eingangsbereich und der Shop waren so weit unverändert. Eintritt 17 Euro … ach wie schön! Nun hatten wir schon 22+17+17=56 Euro pro Person, für 3 Ausflugsziele berappen müssen. Das sind zusammen 112 Euro oder sage und schreibe 1541 Schilling!! Das hätten sich die früher nie getraut! Die Rutsche nach Unten kostet extra 5 Euro, und die Fotos oben am Turm werden auch extra abkassiert. Die Preise im Shop sind durchwachsen. Manches ist günstig, vieles aber überteuert.
Foto: Der Pyramidenkogel
Egal, wir waren nun schon mal da, und fuhren bis zur 10. Etage mit dem Lift hoch. Die letzten zwei Etagen müssen per Treppe überwunden werden. Oben aber gibts dafür eine traumhafte Aussicht wenn das Wetter passt so wie wir es hatten. Nach vielen eigenen Fotos machten wir uns dann wieder mit dem Lift nach unten auf den Weg. Der Shop wurde noch besucht und ein paar Kleinigkeiten gekauft. Die Gastro war überrannt, die Automaten zogen uns nicht wirklich an. Also nur kurze Rastpause und wir fuhren schon wieder weiter. Mittlerweile war es ohnehin schon 12:30 Uhr. Die Zeit verflog ziemlich schnell.
2 Stunden später standen wir dann schon vor dem Hotel unserer Wahl, dem Hotel Raunig. Die Zufahrtsstraße war ein Erlebnis, aber das Hotel selbst überraschte mit einer wohl neuen Rundumerneuerung. Von den beiden wirklich netten (holländischen) Betreibern erfuhren wir dann, dass sie das Hotel erst seit August 2025 führten und vieles erneuert hatten. Pauline und Charo machten das mit vollem Einsatz und Liebe zu Sache. Wir bezogen unser Zimmer, rasteten uns noch von der mittlerweile langen Anreise aus, und Abends gingen wir noch im hoteleigenen Restaurant essen. Charo kochte selbst, und Hut ab, er machte das wirklich gut.
Foto: Hotel Raunig
Ein neuer Tag, ein neuer Plan. Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Millstatt, wo wir uns um 10 Uhr mit Brigitte, einer mittlerweile guten Freundin (wir kennen uns vom Eggerhof in Mallnitz), im KAP 4613 treffen. Das ist die Pyramide mit Terrasse direkt am See, und im Sommer ein Hotspot mit Massen von Menschen. Wir tauschten Neuigkeiten und Mitbringsel aus, soffen Kaffee in Mengen, ließen uns den Plutza von der Sonne verbrennen, und *zack* war die Zeit um. Da der Parkplatz kostenpflichtig war, wir eine Tageskarte um 12 Euro gelöst hatten, Brigitte aber nur für 2 Stunden, musste wir uns verabschieden und gingen so jeder unseres Weges. Es hat uns aber gefreut sich wieder einmal zu sehen, und das nächste Mal versuchen wir direkt zu ihr nach Gmünd in Kärnten im Maltatal zu kommen.
Foto: KAP 4613 am Millstätter See
Wir selbst schlenderten dann nach Millstatt hinein, besuchten einige kleine Läden, und machten uns dann auf den Weg zur Schiffsanlegestation, da wir eine Panoramarundfahrt am Millstätter See machen wollten. Da wir nun über unser Hotel die “Sonnencard” inkl. Kärntencard hatten, spielten Eintrittspreise keine Rolle mehr. Ich muss aber dazusagen, dass der Fahrpreis von 22,90 pro Person nicht überzogen ist. Es gibt teurere Schiffsfahrten auf Österreichs Seen. Abgesehen von der Tatsache dass sich die Menschen an der Anlegestelle wie Tiere verhielten die meinen zu spät aufs Schiff zu kommen, ergatterten wir einen wunderschönen Platz am Bug des Oberdecks. Wir und nur ein zweites Pärchen saßen da vorne, obwohl noch viel mehr Platz gewesen wäre. Die Herde drängte sich aber lieber im mittleren und unteren Schiffsbereich. War eh besser so. Die Crew war äußerst freundlich. Das Angebot der Bordgastronomie können wir nicht beurteilen, da wir nur an unserem Platz saßen und die Aussicht über den See genossen. Und genau dabei verbrannte ich mir dann ein weiteres Mal Gesicht und Ohren …
Foto: Panoramarundfahrt mit der “MS Kärnten” am Millstättersee
Die Fahrt dauerte ca. 1 1/2 Stunden, und führte von Millstatt nach Großegg Schuster, Laggerhof, Döbriach, Dellach, Pesentheim, wieder zurück nach Millstatt. Wirklich schön und erholsam, wenn der Kahn nicht randvoll wie im Sommer ist. Wir waren übrigens mit der “MS Kärnten unterwegs, ein modernisiertes und mit umweltfreundlichem Motor uns Sprit fahrendes Schiff. Wieder retour sind wir dann zurück nach Bad Kleinkirchheim gefahren, haben dort noch ein wenig in der Trachtenboutique Carinthia gestöbert, um dann ins Hotel zurückzufahren. Es gab ja dann bald Abendessen.
Freitag, heute wurde es ein bisserl stressig, da wir viel sehen wollten. Zuerst fuhren wir nach dem Frühstück zur Raggaschlucht nach Flattach. Zuletzt im Jahre 2017 besucht, wollten wir diese wirklich schöne Schlucht wieder besuchen. Und ja, es hat sich hier viel getan. Das Kassenhaus (Eintritt übrigens 9 Euro pro Person wenn man keine Kärntencard hat) mit Kiosk war komplett neu gebaut worden, der Vorplatz super schön gestaltet. Die Neuerung mit dem Ticketautomaten ist fürn Arsch. Hat genau nicht so funktioniert wie es sollte, aber die überaus freundliche Kassendame hat uns dann geholfen. Viele Wege und Stege dürften ebenfalls renoviert oder erneuert worden sein. Der Aufstieg über 200Hm sowie steilen Abschnitten (auch am Rückweg) strengen schon ein wenig an. Dass es eine Einbahnregelung gibt und man nur von unten nach oben durch die Schlucht darf, haben wieder einige Intelligenzbestien ignoriert, genauso wie das Fahrverbot zur Kassa wo ein paar Polskies meinten, bis zur Eingangstür fahren zu müssen. Eine Niederlage war der geschlossene Kiosk, der nun ausgelagert, einen eigenen Betreiber hat, und auch Mittags als wir aus der Schlucht zurückkamen weiterhin geschlossen war. Der Parkplatz unten neben der Hauptstraße war gut beschildert und auch groß genug für den sommerlichen Andrang.
Foto: In der Raggaschlucht in Flattach
Wir aber wollten, trotz ein wenig Ziehen in den Beinen, weiter zum Mölltaler Gletscher und mit der Gletscherbahn hinauf fahren. Auch da waren wir zuletzt 2017. Hinauf gings zuerst mit dem Mölltaler Gletscher Express durch den 4718m langen Tunnel und man überwindet dabei die ersten 1012Hm bis auf 2234m am Berg. Dann gehts weiter mit der Gondelbahn Eissee bis auf 2800m ü.A. und zum Restaurant Eissee. Nach einer Fotorunde bei eisigem Wind aber trotzdem angeblichen +7 Grad (was ich keinesfalls glauben konnte), genehmigten wir uns im Restaurant guten Kaffee, Germknödel mit Vanillesauce und einen vorzüglichen Apfelstrudel. Die Preise darf man da oben nicht hinterfragen, das ist klar. Aber wie oft ist man schon auf einem Gletscher auf fast 3000m Höhe? 2015 bin ich übrigens noch ein Stück weiter nach oben, und besuchte das Gipfelkreuz auf der Baumbachspitze auf 3105m ü.A.. Vom Restaurant Eissee aus kann man auch gut zum Sonnblick Observatorium hinübersehen. Die Aussicht da oben ist schon einzigartig. Und wie immer, die Zeit lief und lief, und als wir wieder unten in der Talstation waren, zeigte die Uhr schon wieder 14:35. Also langsam retour nach Bad Kleinkirchheim. Oder doch nicht?
Foto: Am Mölltaler Gletscher
Nein, wir machten noch einen Shoppingstopp bei Intersport in Flattach um dann festzustellen, dass wir einen Besuch in Mallnitz machen würden. Man ist ja neugierig was sich seit unserem letzten Besuch da im Jahre 2023 getan hat. Die Anfahrt verlief rasch und gut, im Ort angekommen sahen wir schon von weitem die vergewaltigten Wälder rundherum, und die vielen geschlossenen Geschäfte die wir noch kannten. Die Neuübernahme des “Gutenbrunn” nach Wolfgang und Claudia wussten wir ja, dass das Cafe Donath von Rosi und Uwe auch zu waren, das war uns auch bekannt. Auch die Badwirtin wie wir sie kannten gabs nicht mehr. Dann war auch die Boutique in der Haupstraße zu, der Troadkostn von Lisa war zu, die Trafik auch, sowie einige Lokale die wir von früher kannten. Traurig! Das “Gutenbrunner” hatte sich zu einem Campingplatz verwandelt, die Auffahrt zum Parkplatz der Jamnigalm war gesperrt. Einzig der Billa hatte offen, wo wir ein paar Vorräte besorgten, bevor wir zu Rosi und Uwe auf einen Besuch fuhren. Wir wurden herzlich begrüßt, bekamen gewohnt guten Kaffee und Kuchen, plauderten, und Nelson (ihr Hund) ließ sich die ganze Zeit von mir kraulen. Ja, der Kerl ist ein Privilegienhund. Seit dem Verlust unserer Nukka habe ich irgenwie eine Aversion gegen Hunde entwickelt, aber nicht bei Nelson, weil wir den ja auch schon so lange kennen. Nach unserem Besuch fuhren wir dann noch in Richtung Stappitzer See und den Ankogel nach hinten, machten einen Spaziergang, und fuhren danach wieder in Richtung Hotel zurück.
Foto: Stappitzer See
Da uns der Hunger plagte, und wir Lust und Laune auf eine Pizza hatten, machten wir in der Pizzeria La Strada in Radenthein Halt. Von der Landstraße aus relativ unscheinbar, entpuppte sich das Lokal als wahrer Geheimtipp! Von Landsleuten geführt, mit ebensolchem Personal, überaus freundlich, eine tolle und nicht überladene Speisekarte und wirklich absolut delikate Pizzen! Wir waren wirklich positiv überrascht und genossen den Aufenthalt in diesem Lokal. Was es mir angetan hat, war die vom Chef gezauberte ajvarähnliche Sauce. Traumhaft gut und scharf. Auf unsere Bitte hin bekamen wir sogar eine odentliche Portion davon kostenlos (!) in einem Behälter mit! Wo gibts das sonst noch in Österreich? Ja, dafür gabs auch ordentlich Trinkgeld, war ja klar. (Leider haben wir das dann bei unserer Heimreise im Hotel vergessen … Schande über uns! Aber man will es uns nachsenden, haltbar wäre es ja, bin gespannt ob das klappt.)
Der Abend kam schnell, die Müdigkeit schlug zu, und so waren wir relativ schnell im Bett und vor dem Fernseher. Morgen solls ja auch die Nockalmstraße gehen.
Samstag, ausgiebig frühstücken, und schon fuhren wir in Richtung Nockalmstraße. Wir waren uns etwas unklar, wie wir vorgehen sollten, aber entschieden uns dann, nach Lust und Laune die einzelnen geplanten Stationen abzufahren und abzuwandern. Die Maut wurde übrigens auch schon wieder teuerer und kostet nun schon 25 Euro (nicht für uns, weil wir ja die Sonnencard hatten). Die erste Station war “Der Weg der Elemente“, der ein Rundweg über ca. 1,5km ist, und an dem man Steinkreise mit zwölf Übungen findet, die Kraft und Ruhe schenken. Der Kreis steht dabei als Symbol für den Kreislauf den Lebens, Schwung und Energie. Bei den Übungen werden die Elemente und die Sinne des Menschens miteinbezogen. Hier kann man mit leichten Übungen im Einklang mit der Natur dem Alltag entfliehen und neue Kraft tanken.
Foto: Weg der Elemente
Anschließend fuhren wir weiter, am “Windebensee” vorbei zur “Glockenhütte” auf 2024m ü.A.. Erster Einkauf: Würstel, Speck und Stangenwurst! *so lecker*
Foto: Die Glockenhütte
Weiter gings dann wieder runter zur “Silva Magica“, wo leider die “Wollitzenhütte” noch geschlossen hatte, und wieder hinauf zur “Eisentalhöhe” auf 2042m ü.A.. Unser Einkauf: Würstel und Salami!
Foto: Die Eisentalhöhe
Letzte Station unserer Nockalmstraßen-Tour: Der “Bauernmarkt Zechneralm“. Gleiches Spiel: Wurst, Speck, alles was halt gut ist und zu Hause nachgefüllt werden muss, da unsere Vorräte komplett leer waren. Nach dem Einkauf besuchten wir das erste Mal überhaupt die Zechnalm selbst. Während die dort angebrachte Webcam unser Auto überwachte, ließen wir uns kulinarisch verwöhnen. Auch hier hatten wir freundliche Bedienung und die Speisen von bester Qualität. Das “Ritschert” ist da zu empfehlen! Der Topfenstrudel mit Vanillesauce ebenso.
Foto: Bauernmarkt Zechneralm
Foto: Der Windebensee
Nach unserer Stärkung gings dann wieder in Richtung “Windebensee” zurück. Da machten wir auch Halt, und spazierten um den See herum. Das letzte Mal war hier auch noch Nukka mit. Sie fehlt schon gewaltig, überhaupt an den Orten wo wir gemeinsam mit ihr waren. Nach dem Seebesuch hatten wir noch Zeit, und überlegten was wir noch machen könnten. Da kam der Reptilienzoo Nockberge zur Sprache. Keine Ahnung wie oft wir da schon vorbeigefahren aber nie stehen geblieben sind. Diesmal wollten wir ihn uns aber ansehen. Gleich neben der Landstraße gelegen, zwei schöne große Parkplätze sind auch vorhanden, erreicht man in nur schätzungsweise 200m Aufstieg den Zoo. Etwas unübersichtlich der Eingangsbereich, da das Kassenhütterl nicht mehr aktuell war und die Kassa ins Gebäude verlegt wurde, wurden wir aber von einem älteren Herrn empfangen. Der reguläre Eintrittspreis wäre 12 Euro pro Person gewesen. Vernachlässigbar wenn man den Zoo dann einmal gesehen hat. Wir waren voll überrascht! So viele verschiedene Schlangen, Spinnen und auch Krokodile und Pfeilgiftfrösche wie hier, hatten wir noch nirgends gesehen. Offensichtlich gut gepflegte Tiere, saubere Terrarien, und auch Platz zum Durchgehen, begeisterten uns. Ich machte unzählige Fotos (ohne Blitz erlaubt!), und musste mein Lob dann bei eben diesem besagten Herren loswerden. Der freute sich wirklich darüber, und als wir ihm dann noch eine Spende in die Box warfen, bedankte er sich nochmals sowas von herzlich. Mir taugen solchen Menschen und die Arbeit die sie für die Allgemeinheit leisten! Hier wird der Zoo mit Liebe und Leidenschaft geführt und erhalten! Wenn Ihr in der Nähe seid, besucht ihn, lobt ihn, gebt ihm extra was in die Box! Das was wir hier betrachten durften hat Sinn, und gehört gebührend gewürdigt.
Foto: Reptilienzoo Nockalm
Doch bei aller Begeisterung … der Hunger meldete sich, und das Abendessen rief uns auch schon. Also gings anschließend wieder zurück nach Bad Kleinkirchheim wo wir uns noch einen Eiskaffee genehmigten, und danach ins Hotel zum kurzen Ausrasten und Essen. Hab ich schon erwähnt, dass Charo vorzüglich kocht?
Sonntag … Heimreisetag. Es wäre zwar noch ein Feiertag am Montag gewesen, aber den Rückreisestaustress wollten wir uns nicht antun. So packten wir gemütlich, ließen uns noch ein letztes Mal ein gutes Frühstück schmecken, und reisten dann so gegen 9 Uhr in Richtung Heimat ab. Wie schon oben erwähnt natürlich ohne meiner erschnorrten Sauce! Das bemerkten wir aber erst nach der Turracherhöhe, und da wars zu spät fürs Umkehren. Mit Kaffepausen und ohne viel Stress sind wir dann gut nach Hause gekommen, haben unsere Mitbringsel und Vorräte verstaut, und den Tag ncoh ausklingen lassen.
Foto: A bisserl was haben wir wieder mitgebracht …
Es war erholsam, wir haben viel gesehen und erlebt, eingekauft wie die Wilden, aber ohne Nuk’ fehlte was. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Dazu kam noch, dass wir bei vielen dieser Orte zusammen mit ihr unterwegs waren und dabei die Erinnerungen daran aufkamen.
Die kompletten Fotos (immerhin 643 an der Zahl) zu diesem Kurzurlaub, findet ihr in meinen Fotogalerien (Siehe Menü ganz oben!) oder hier direkt zu KURZURLAUBE 2026. Viel Spaß beim Ansehen!
Ergänzung/Info vom 28.05.2026: Ich habe einige Artikel im Internet über Peter Zürcher, den netten Betreiber des Reptilienzoo Nockalm gefunden. Vielleicht interessiert Euch seine Geschichte auch:
Ergänzung/Info vom 31.05.2026: Der Mölltaler Gletscher, eine Beitrag von Seilbahn TV: https://www.youtube.com/watch?v=GMmx25BC6Yk (Eigentümer der Mölltaler Gletscherbahnen und auch der Ankogelbahn in Mallnitz ist der slowakische Tourismuskonzern Tatry Mountain Resorts (TMR).)
Der zweite Beitrag ist eigentlich ein älterer als der letzte von mir veröffentlichte, aber ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, und deswegen hier nun als Bericht. Die Fotos der Tour …
Das ist mehr oder weniger ein Test für mein vielleicht neues digitales Magazin das ich als neues Projekt in Betracht ziehe. Nachdem ich ja vor vielen Jahren schon (exakt 2015) mein letztes Exemplar herausgegeben habe, weil das Interesse damals gegen null tendierte (vielleicht sollte man nichts kostenfrei anbieten …), starte ich möglicherweise einen neuen Anlauf. Auch wenns vielleicht dann nur für mich als Erinnerung an einige schöne Wanderungen oder Erlebnisse in der Natur sind …
Irgendwo auf dieser Welt eingerahmt von Bergen und Hügeln stand eine einsame alte Hütte. Sie hatte nur einen Raum, in dem ein einfaches Lager, ein alter zugiger Ofen, ein wackeliger Tisch, ein Stuhl und ein kleiner Schrank Platz fanden. Ein alter Mann saß auf dem Stuhl, den er sich jetzt im strengen Winter, nahe an den Ofen gerückt hatte. Weißer Rauch verließ den windschiefen Schornstein, der über ein mit Holzschindeln gedecktes Dach ragte.
Zu Füßen des alten Mannes lag ein Hund, sein Fell schon altersmatt, seine Augen leicht getrübt, aber seine Ohren bewegten sich noch wachsam und nahmen jedes leise Geräusch auf. An der Innenseite der Tür hingen Zuggeschirre in verschiedenen Größen, aber der Staub der sich darauf gelegt hatte bezeugte, dass die Geschirre schon lange nicht mehr genutzt wurden. An einer Seite der Hütte, konnte man die schneebedeckte Silhouette eines großen alten Schlittens erkennen. Wie schon unzählige Nächte zuvor, wenn der eisige Nordwestwind die Wolken vom Nachthimmel fegte und anschließend zur Ruhe kam, stand der alte Mann auf und hüllte seinen altersgebeugten Körper in einen warmen wollenen Umhang.
Die Tür knarrte als er hinaustrat in die frostklare Nacht und am samtenen Himmel funkelten silbern die Sterne. Der Mond, so schien es fast, hielt sein starkes Licht zurück um die Pracht und das Glitzern der Sterne nicht zu stören. Mit zittriger Hand holte der alte Mann ein feines Gespinst aus seiner Hosentasche. Es war so fein und zart wie Feentuch, vielleicht war es das auch, aber vielleicht war es auch was ganz anderes. Wer weiß das schon. Er nahm das feine Gespinst vorsichtig zwischen seine knochigen Hände und hielt es weit aufgespannt den funkelnden Sternen entgegen. Leise kaum hörbare Worte verließen seine Lippen und der Wald um ihn herum hüllte sich in ehrfürchtiges Schweigen. Hauchfeiner glitzernder Staub schien aus dem Nichts auf das feine Gespinst zu rieseln und der alte Mann stand eine Weile da und fing den glitzernden Sternenstaub auf. Irgendwann ließ das Rieseln nach und der alte Mann faltete das feine Gespinst vorsichtig zusammen, damit kein einziges Körnchen des Sternenstaubes verloren ging. Der eisige Schnee knirschte überlaut in dieser klaren Nacht unter seinen alten Stiefeln und er wusste, dies war sein letzter Gang in die Sternennacht.
In seiner Hütte rückte sich der alte Mann den Stuhl an den Tisch, auf dem schon sorgsam aufgereiht Werkzeug lag, ein scharfes Messer, eine Ahle, eine starke Nähnadel. Sorgsam breitete er das feine Gespinst, gefüllt mit silbernem Sternenstaub, auf dem Tisch aus und seine Hände fingen an zu arbeiten. Mit jedem Schnitt und mit jedem Stich erzählte er Begebenheiten aus dem Leben des Hundes. Mit jedem Schnitt und mit jedem Stich floss ein Stückchen aus dem Leben des Hundes in das silberne Geschirr, welches unter den Händen des alten Mannes entstand. Genauso wie schon viele Abende zuvor. Dann, kurz bevor der erste Silberstreif am östlichen Horizont des Himmels das Funkeln der Sterne zum Erlöschen brachte, war er endlich fertig.
Tränen netzten sein altes faltiges Gesicht und nässten seinen Bart, als er zufrieden sein Werk betrachtete. Traurig und glücklich zugleich rief er mit brüchiger Stimme den Namen seines Hundes. Ein letztes Mal bog sich die Rute des Hundes zur Sichel und wedelte freudig und erwartungsfroh, ein letztes Mal streckte der Hund voller Unternehmungslust seine altersgraue Schnauze seinem letzten Geschirr entgegen, hob ein letztes Mal die eine und dann die andere Vorderpfote, damit sein Mensch, sein Musher, ihm das Geschirr überstreifen konnte, dann legte er sich hin, ein letzter Atemzug, ein letzter Seufzer, ein letzter vertrauensvoller Blick zu seinem alten Musher, ein allerletzter Herzschlag und aus seinem Körper löste sich schimmernd ein feiner Nebel mit einem glitzernden Silbergeschirr. Mit dem allerersten und jungfräulichen Tageslicht schwebte dieser silberne luftige Nebel in Hundegestalt dem Himmel entgegen und wie zum letzten Gruß stürzte sich eine Sternschnuppe, einer silbernen Träne gleich, der Erde entgegen…
Das alles geschah vor sehr, sehr langer Zeit und noch heute erzählt man sich, dass in sternschnuppenreichen Nächten an jener Hütte im Wald sich ein paar Wölfe einfinden. Sie stimmen dann ihr Klagelied an, um an ihre Verwandten zu erinnern, die sich vor sehr langer Zeit dazu entschlossen dem Menschen zu treu dienen.
Und ich bin mir sicher, wenn man jemals diese Hütte finden sollte, so wird man um sie herum die Spuren der Wölfe sehen. Und wann immer ich eine Sternschnuppe sehe, sehe ich ein Schlittenhundegespann über den Himmel ziehen, die Sternenstaubgeschirre glitzern silbern am schwarzen Nachthimmel. Und in besonders stillen Winternächten, meine ich in der Ferne freudiges Gebell und das Klagelied der Wölfe zu hören.
Nukka am Tag nach der OP, sind schon gewaltige Nähte geworden.
10.12.2025
3 1/2 Jahre ist die OP nun schon her, wo Nuk ein riesen bösartiger Mamatumor entfernt wurde. Sie hat 3 1/2 Jahre seitdem durchgestanden. Wir dachten gar nicht, dass sie so lange bei uns sein würde. Nun aber sind wir wieder an dem Punkt, wo es keinen Lichtblick geben wird. Der Krebs ist zurück. Er kam noch schneller, wurde noch größer, und hat nun die linke Milchleiste von ihr befallen. Ein faustgroßer Tumor, hart wie ein Stein hat sich innerhalb weniger Wochen gebildet.
Die Untersuchung gestern bei unserer Tierärztin brachte die Ernüchterung: Es wäre eine “Hopp- oder Dropp”-OP. Sprich: Kann vielleicht klappen, kann katastrophal schiefgehen. Wobei sie eher der Meinung war, nicht zu operieren. Der Tumor ist zu groß, und auf der anderen Seite fehlt ja seit der OP schon alles, wäre also schwer, die riesen Wunde wieder zuzukriegen.
Nun warten wir auf ihr Anraten mal bis zum Ende ihrer derzeitigen Scheinträchtigkeit, also bis Anfang Jänner, und dann überlegen wir zusammen mit der TÄ was wir tun oder nicht tun. Wird wieder eine schwere Entscheidung. Wenigstens hat sie derzeit keine Schmerzen damit, rennt, frisst, führt sich auf, also hat keine Probleme mit dem riesen Geschwür. So lange es so bleibt, ist es in Ordnung. Immerhin wird sie nächstes Jahr im Juni 9 Jahre. Vielleicht gibts ja doch noch die eine oder andere Chance oder das Wachstum stoppt.
25.01.2026
Nachdem wir nun ein paar Wochen mit allem Möglichen zu kämpfen hatten (Durchfall, Erbrechen, totaler Fellwechsel, die Scheinträchtigkeit mit entzündeten Zitzen und blutigem Ausfluss, …) und nun halbwegs alles überstanden haben, ist der Tumor mittlerweile 17cm groß geworden. Innerhalb weniger Wochen! Heute sind wir in die Tierambulanz Deutsch Wagram gefahren, die ich per Mail kontaktierte um eine zweite Meinung einzuholen. Gleich bei der ersten Untersuchung meinte man, es sei durchaus operabel auch wenn der Tumor schon so groß ist. Ein Lichtblick. Es wurde ein großes Blutbild gemacht, und am 28.01.2026 kommt sie nochmals zum Röntgen (wegen der Lunge, ob der Tumor gestreut hat), und danach die OP. Wir hoffen natürlich dass alles glatt gehen wird, und sie doch noch einiges an Zeit bei uns verbringen kann.
28.01.2026 – Tag 1
Also das war bisher Stress pur! Mit fast einer Stunde Verspätung ist Nukka erst nach 14 Uhr in den OP gekommen, und war natürlich die ganze Zeit unrund. Beim Reingehen in die Tierklinik wär sie fast aus dem Geschirr raus. Hab sie aber noch erwischt und reingeschoben.
Als sie dran war, ließ sie sich diesmal problemlos auf den Tisch heben. Die Chirurgin und die Helferinnen waren aber auch voll nett und behutsam, da hatte sie keine Angst. Auch den Venenzugang ließ sie sich problemlos machen, weil Herrli hat sie ja gekrault. Als die Narkose anfing zu wirken hat sie sich ganz fest an mich gekuschelt hat mich nochmal intensiv angesehen, und ist weggeschlafen. Ohne Murren, ohne Probleme.
Die Ärztin hat sich das dann nochmal alles angeschaut, und nun wirds heftig: Der große Tumor (mittlerweile 18cm und schnellwachsend) wird komplett entfernt, sie muss nur schauen wo sie die Haut hernimmt, um das wieder zuzumachen. Es fehlt ja einiges wegen der letzten OP. Dann nimmt sie ihr auf der anderen Seite den ebenfalls neuen Tumor (5cm) und die Problemzitze (die sich in den letzten Monaten bei jeder Scheinträchtigkeit entzündete) weg, das geht sich mit der Haut aus. Gleichzeitig wird sie kastriert, damit das Problem mit den geschwollenen Zitzen weg ist. Und: Die beiden Knubbel die sie hat, die werden auch gleich entfernt.
Ja, ist schon viel, aber sie meinte, das wird schon gehen. Sie ist angeblich eine der besten Kleintier-Chirurginnen. Wir können, wenn alles gutgeht, Nukka bis 20 Uhr abholen, wenn ich nichts mehr von ihr höre.
So sah das vor der OP aus. Irre wie schnell sich das innerhalb von 8 Wochen entwickelte! Eingekreist, was alles entfernt werden musste und wurde.
Um 19:30 Uhr Abends haben wir Nukka abholen können. Komplett benommen, mit dem Geschirr oben, den Trichter am Kopf. Dann wurde ihr noch ein T-Shirt als Schutz drübergezogen. Alle waren ein wenig überfordert. Ich sagte, das mit dem Trichter würde nicht funktionieren, bekam aber als Antwort dass das so sein müsse, und sie den 10 Tage oben lassen muss. Keine Chance das Geschirr so runter zu bekommen. Der Trichter selbst so fest geschnürt dass man nicht einmal einen Finger zwischen der Krause und ihr durchbrachte. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Wichtig war aber nun, sie zuerst einmal gut nach Hause zu bringen, was uns auch gelang. Trotz ihrer Weinerei hinten im Wagen. Am Abend dann noch kurz Gassi gewesen, und dann dachten wir sei Ruhe. Die Ärzte sagten ja, sie würde nun die Narkose ausschlafen und bis morgen pennen…
29.01.2026 – Tag 2
Die Nacht war furchtbar. Nukka schlich nur herum, legte sich nicht hin, weinte, schlief keine Minute. Der Trichter störte sie gewaltig. Wir schliefen natürlich auch nichts. Von wegen, sie schläft sich die Narkose aus. Unmöglich mit dem Teil am Hals. Also machten wir auf eigene Faust eine Planänderung. Der Trichter musste runter, der war viel zu fest am Hals und behinderte Nukka bei allem. Die Medikamente von gestern hat sie rausgekotzt. Auch jene die sie von uns am Morgen bekommen hat. Ihr Fressen verweigert sie auch.
Sie schaute richtig erleichtert, als das Teil herunten war. Dann fuhr ich los und besorgte einen Post-OP-Body. Kriegt man bei uns in der benötigten Größe natürlich nicht. Also fuhr ich bis nach Korneuburg ins Tierspital wo ich dann einen kaufen konnte. Einen zweiten hab ich dann später zu Hause via Amazon bestellt.
Jetzt konnte das T-Shirt mal runter, und auch das Geschirr. Sie hielt sich brav und tapfer bei dieser Aktion. Vorher hatte sie ohne Trichter schon ein bisschen geschlafen, weil sie sich hinlegen konnte. Der neue Body war schnell angezogen, lag gut an ihr an, und konnte nicht verrutschen. So weit ich das nun auch nach 1 Stunde gesehen habe, liegt sie und schläft endlich. Jetzt kann sie sich besser erholen.
So kann sie schlafen und sich vorsichtig das Bauchi kratzen lassen…
Nach gesundem Schlaf hat sie nun wieder eine kalte Nase (also fieberfrei), auch gefressen hat sie nun. Anschließend gings schnell raus zum Pullern. Langsam, gemütlich, aber wichtig dass es überhaupt geht. Also wirds langsam, der Weg der Besserung ist nun beschritten.
30.01.2026 – Tag 3
42 Stunden nach ihrer schweren OP … Wir hatten eine ruhige Nacht, sie hat fast durchgeschlafen. So zäh wie diese Hündin, war nicht einmal unsere ehemalige Anka. Gleich am Morgen bekam sie heute das Antibiotika (Kesium 400mg) und Rimadyl 100mg, sowie Metacam als Schmerzmittel. Das verordnete Tramadol 80mg hat sie nicht vertragen und kotzte gestern innerhalb weniger Minuten alles raus. Die derzeitige Medikamentengabe verträgt sie. Auch wenn wir das Antibiotika in der Kaffeemühle pulverisieren und in Leberpastete einarbeiten müssen. Es klappt. Für Schutz des Magens geben wir auch eine Tablette Pantoloc 20mg am Morgen. Natürlich alles in Rücksprache mit unserer Haustierärztin. Die Tierklinik wird uns hassen, aber was solls. Man kanns nicht allen recht machen, und Nukkas Wohlbefinden geht uns vor. Zwischen verordnet, verträglich und wirksam liegen halt Welten. Nicht jeder Hund ist gleich, und darum kann man auch nicht standardisierte Behandlungen anwenden sondern muss flexibel sein.
Auffällig ist nun die sehr ruhige und gleichmäßige Atmung von ihr. Vor der OP hörte man irgendwie dass sie sich schwer tat. Der riesige Tumor musste also schon ganz schön Druck am Brustkorb ausgeübt und ihr das Atmen erschwert haben. Das ist nun auch vorbei, und man merkt es richtig.
Der Body hat sich auch bewährt. Sie kann damit auch ihre Geschäfte erledigen ohne dass wir ihn ausziehen oder nach vor wurschteln müssen. Sie geht damit auch nicht an die Wunde. Geleckt wird nur an der Vorderpfote wo der Venenzugang für die Narkose gelegt war. Brav ist sie. Aber bei der letzten OP hatten wir das auch so. Pfote wird bearbeitet, die große Wunde ignoriert.
Heute Morgen war sie schon in sehr guter Laune, trappste vor mir her wie wenn nichts gewesen wäre. Sie wird zwar schnell müde, und geht dann ganz langsam neben mir her, aber das ist normal.
Die beiden riesen Wunden dürften trocken sein, zumindest sieht man keine Sickerflecken am Body. Eiskalte Schnauze, also fieberfrei. Das ist gut. Die Narben selbst konnten wir ja noch nicht sehen. Heute Abend haben wir aber ohnehin Nachkontrolle, da wird sich zeigen ob alles nach Plan verläuft (außer mit dem Trichter …).
Kosten bisher gesamt in etwa 1750 Euro. Natürlich ein Vielfaches von ihrer OP im Jahre 2022, da warens gesamt in etwa 400 Euro … Aber wieviel soll/kann das Leben eines so treuen “Familienmitglieds” wert sein? Diese Frage stellte sich mir nicht. Bei keinem unserer Hunde. Die Frage die sich stellte war lediglich: Kann man ihr noch Zeit verschaffen, oder ists diesmal nicht mehr möglich … wir schauen jetzt aber wieder positiv in die Zukunft!
Übrigens, operiert wurde sie von Dorothee Krainer, einer ganz lieben und netten Tierchirurgin:
Unser Dank ergeht auch an alle in den Social Medien, die uns die Daumen gehalten, und bisher auch immer wieder ihre Genesungswünsche an Nukka hinterlassen haben! Ihr seid eine tolle Community!
31.01.2026 – Tag 4
Gestern Abend waren wir noch auf Nachkontrolle in der Tierambulanz Deutsch Wagram. Das erste Mal, dass wir die Wunden gesehen haben. 2 lange Schnitte … aber super schön vernähnt, ganz trocken und ohne Entzündungen. Tolle Arbeit!
Nukka frisst seit gestern normal, nimmt ihre Medikamente, erledigt ihre “Geschäfte” ohne Probleme, und ist schon wieder durchgeknallt wie immer. Abends musste ich wieder eine “Siedlungsrunde” mit ihre machen. Sie tschappelt und rennt, wie wenn nichts gewesen wäre. Eine echt zähe Hündin. Wenn nichts dazwischen kommt, werden in 10-12 Tagen die Nähte entfernt, und dann hoffen wie auf viele Monate Ruhe von alle den Problemen die wir die letzte Zeit hatten.
Übrigens hatte ich auf Facebook ein paar so hochgescheite Expertinnen, die mich per PM kontaktierten, mich der Tierquälerei bezichtigten, mir erklären wollten was wir alles falsch gemacht hatten, und dass es besser gewesen wäre sie gleich einzuschläfern damit ihr das alles erspart geblieben wäre … Meine Antwort darauf fiel entsprechend aus, und ich habe dann alle Beiträge von Nukka auf “privat” geschaltet. Das muss ich mir nicht gefallen lassen:
Ist schon interessant wie nun auf einmal die Expertinnen (ja, NUR Expertinnen!) auf der Dacke stehen, und mich per PM belehren wollen, was an oder mit Nukka alles gemacht werden sollte …
Ich frage mich ernsthaft: Gehts noch?
1. Es ist MEINE Hündin, und NUR ICH kenne sie am Besten! Immerhin ist sie nun seit 8 1/2 Jahren bei uns, und wir sind schon einmal den Weg gegangen, den sie nun gehen musste. Die erste Krebs-OP war ja bekanntlich am 30.6.2022. Daraus haben wir enorm viel gelernt!
2. Wir brauchen keine Ratschläge mit, das ist schlecht, das sollte man anders handhaben, das ist gefährlich, machts das so und so … NEIN, wir selbst WISSEN was zu tun ist, und wir haben eine erfahrene Tierärztin an der Hand, die uns ebenfalls mit Rat und Tat beiseite steht!
3. NEIN, es wurde doch kein Lungenröntgen gemacht, da Blutbefund, Vitalwerte, Herz und Kreislauf bei den Voruntersuchungen o.B. waren, und es im Prinzip egal ist, ob der Krebs leicht eingestreut hat oder nicht. In erstem Fall haben wir ihr noch ein paar Monate geschenkt, im zweiten Fall vielleicht noch ein paar Jahre! Die Aussage, mit Metastasen in der Lunge hätten wir sie gleich einschläfern lassen sollen, empfinde ich als bodenlose FRECHHEIT! Die werten Damen können das ja mit ihren Hunden tun, ich mache es nicht! Und das ist MEINE ENTSCHEIDUNG!
4. NEIN, die beiden Tumore werden NICHT untersucht. Warum? Weil es egal ist, ob die nun gut- oder bösartig waren. Es ändert nichts an der Tatsache, das sie entfernt werden mussten. Da es möglich war, und offensichtlich auch gut geklappt hat, war diese Entscheidung richtig. Was jetzt danach auf uns zukommt, das steht noch nirgends geschrieben. Es kann gut oder auch schlecht sein, aber das geht auch sonst niemanden außer uns was an!
5. NEIN, sie hat KEIN Pflaster unter dem Body auf der Wunde! Warum? Weil die beiden Schnitte zu lang und zu nah aneinander sind. Ein Pflaster dass man dann runterziehen müsste um die Wunden zu kontrollieren würde in der Große die Nähte aufreißen! Das ist die Aussage der Chirurgin! Also seids nicht gscheiter wie sie!!
Ich empfinde es mittlerweile als extrem ungut wenn sich so manche erdreisten, plötzlich selbsternannte Expertinnen zu sein und anderen etwas einreden zu wollen, was sie vielleicht selbst an ihren Hunden nicht machen würden. Ist es reine Selbstdarstellerei? Wichtigmacherei? Wie kann man OHNE einer entsprechenden veterinärmedizinischen Ausbildung überhaupt in Betracht ziehen, anderen vorschreiben zu wollen, was zu tun ist??
Als Abschluss nochmals: WIR (Meine Frau, ich und Nukka) haben das schon einmal durchgemacht und gut hinter uns gebracht. Auch damals war der Tumor laut Tierärztin bösartig! Wir gehen also zwingend davon aus, dass es diesmal auch so war. Sie hat es 3 1/2 Jahre ohne weitere Behandlungen oder Probleme geschafft dies zu überleben. Sie wird es auch diesmal schaffen, auch ohne Expertinnen und ihre dubiosen Ansichten! Und wenn nicht … kein Hund wird 100 Jahre alt! Auch dieser Tatsache muss man ins Auge schauen! Auch wenns hart klingt.
Also lassts uns bitte mit diesen PM’s einfach in Frieden und kümmert Euch um Eure Baustellen!
Facebook ist doch wirklich nur mehr ein Sammelpool von arroganten Selbstdarstellern und Selbstdarstellerinnen die meinen, erhaben über andere zu sein und grundsätzlich alles besser zu wissen.
Und NEIN, ich werde auch nicht eine “Sammelaktion” wie so manche hier in der Gegend veranstalten um mir die OP von anderen finanzieren zu lassen!! Wer nicht rechtzeitig für Reserven sorgt, sollte sich kein Tier nehmen! Betteln und andere anraunzen geht gar nicht!
Ob sie es verstanden haben? Ich weiß es nicht …
01.02.2026 – Tag 5
Am 4. Tag nach dem Eingriff ist Nukka gut drauf. Jetzt schläft sie noch. Das ist gut. Schlaf fördert die Heilung. Heute Nacht bin ich zweimal auf, weil ich dachte sie leckt an ihren Wunden am Bauch, doch es war nur die berüchtigte Hinterpfote. Das macht sie seit Welpe wenn ihr fad ist oder was nicht nach ihren Wünschen läuft. Also Alarmmodus wieder ausgeschaltet … *lach*
Gestern Abend sind wir noch eine große Runde in der Siedlung spazieren gewesen. Sie läuft gut, dürfte weder Schmerzen noch Probleme mit den Nähten haben. Heute mit dem Schnee müssen wir dann aufpassen. Glatt oder Gatsch, beides wäre nicht gut. Aber schauen wir mal was der Tag bringt.
02.02.2026 – Tag 6
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nukka’s Wunden dürften im Heilprozess sein und nun anfangen zu jucken. Sie hat gestern leider begonnen an der unteren Wunde zu lecken. Zweimal habe ich sie dabei erwischt. Betroffen wie sie es sein kann, gab sie dann immer ein paar Stunden Ruhe damit. Trotzdem ist eine leichte Blutung aufgetreten, die aber schnell wieder eingetrocknet war. Heute konnte ich sie noch nicht untersuchen. Sie schläft noch.
Wenn sie wach wird, gibts zuerst mal ihre Medikamente, dann geht ab ins Auto und raus in den Wald. Anschließend müssen wir auf die Post und dann nach Korneuburg um einen zweiten Body zu holen. Spazieren fahren liebt sie ja auch, und so kommt sie auch raus und muss nicht den ganzen Tag im Haus verbringen.
Vormittag sind wir ein kleine Gassirunde bei uns draußen auf der Wiese gegangen. Dann fuhren wir weg. Sie muss raus, was sehen, was erleben. Sonst wird sie echt unrund. Also fuhren wir nach Gerasdorf zur Post um den Amazon-Body zurückzuschicken. Das Teil ist so nicht schlecht, aber die von VETMEDCARE sind einfach besser. Das Stretchmaterial legt sich super am Körper an und schützt die Wunden damit viel besser. Nach der Post sind wir daher nochmal in die Tierklinik Korneuburg (da sind diese Teile Lagerware) gefahren und haben einen zweiten dieser Bodys geholt. Dann haben wir was zum Wechseln. Anschließend gings noch kurz in den Wald, wo sie ihr “Geschäft” erledigen konnte und dann nach Hause. Riesen Kaustangerl als Belohung fürs brav sein inklusive.
So lief sie vorigen Freitag, knapp 42 Stunden nach ihrer OP schon wieder herum:
Derzeit haben wir ja keine Hundebox im Wagen, um sie leichter ein- und aussteigen lassen zu können. Auch wenn sie plötzlich Hilfe brauchen würde, kommt man so einfacher ra. Natürlich ist sie mittels einer Leine gesichert, und sie kann nicht so einfach rausspringen, wenn die Heckklappe geöffnet wird. Sie ist aber wirklich sowas von brav.
Ein zähes Stück ist sie schon, das muss man ihr lassen …
Und wieder hat sich gezeigt: Kontrolliere ALLES, oder du wirst betrogen! Die Tramadol 80mg Tabletten, die wir für Nukka bekommen haben, sollten eigentlich Tralieve 80mg Kautabletten sein (So stehts außen am Sackerl), was egal ist weil die gleiche Wirkung da ist, aber: Wenn mir schon ein Medikament verrechnet wird, dann sollte es NICHT im Jänner 2025 abgelaufen sein!!! Das finde ich als eine Frechheit! Hab das gerade eben beim Kontrollieren der Verpackungen gesehen. Zum Glück geben und brauchen wir diese Tramodol nicht, sind also eh unnötig gewesen weil sie diese Tabletten nicht vertragen hat. Vielleicht genau deswegen? Tierkliniken … ich bin schon so gebranntes Kind von denen!! (Die Chirurgin kann da nichts dafür, sie hats nur verschrieben, ausgegeben hats die Klinik)
03.02.2026 – Tag 7
Der 6. Tag nach der OP. Die kleine graue Kröte denkt, ich schlafe so gut dass ich nichts mitkriege. Doch Irrtum! Herrchen hört alles! Wieder dreimal Nachts aufgesprungen und sie beim Lecken erwischt. Tagsüber nichts, Abends nichts, aber Nachts, wenn sie denkt niemand kriegts mit, dann fängt sie an. Irgendwann hat sie es dann aufgegeben und begann laut zu schnarchen. Auch da ists halt schwer neben ihr zu schlafen … KRÖTE!! Das ist Absicht! *lach*
Heute kommt die Barriere vor unserer Treppe weg. Wenn sie, wie gestern, in den Wagen rein- und auch wieder rausspringen kann, dann kann sie auch über die Treppe laufen. Man muss diesen zähen Hunden schon einiges zutrauen können. Und in ihrem Alter denke ich, weiß sie was sie machen kann, und was nicht.
Kurze Kontrolle des Bodys: Keine feuchten Stellen vorhanden. Die beiden Wunden dürften trocken sein. Ich möchte Ihr das Teil noch nicht ausziehen und nachsehen, aber vielleicht beim vorgenommenen Wechseln heute Abend, da klappts vielleicht.
Nukkas tägliches Frühstück. Entzündungshemmer, Schmerzmittel, und pulverisiertes Antibiotika … versteckt in der Leberpastete. Am Abend kriegt sie nur das Antibiotika in der Pastete.
Tja, wer nicht hören will, muss eben noch ein wenig leiden … Die Barriere vor der Treppe ist wieder aufgebaut, Krötentier knallte einfach durch und übertrieb das Ganze ziemlich. Zum Glück ist nichts passiert. Auch heute Morgen beim Gassigang hat es ihr den Vogel mal kurz rausgehauen und sie rannte los wie von einer Wespe gestochen, wollte sich auf den Bauch hauen, wie sie es halt immer macht. Gerade noch abfangen können. Die ist voll übernatürlich heute. Klar, die Langeweile kommt nun zum Vorschein. War eh klar. Ich kann sie leider noch nicht auf der Terrasse lassen, so ganz ohne Aufsicht. Die Idioten die auf der Straße dann wieder ihre agressiven Hunde an den Zaun lassen, die würden ihr wohl nicht gut tun!
04.02.2026 – Tag 8
Tag 7 … diesmal nicht so erfreulich. Gestern hat Nukka es doch irgendwie geschafft, sich die Wunde zu verletzen. Natürlich ging sie dann ran und leckte, was gar nicht gut war. Der ganze Body war unten durchnässt und die Wunde nässte auch stark. Sofort den Body getauscht, und kaum 15 Minuten später war er wieder feucht. Aber diesmal nur von der Wunde selbst und nicht vom Lecken. Die macht mich fertig. Heute Nacht hat sie offensichtlich durchgeschlafen, denn ich wurde nicht wach. Noch kann ich ihre Naht nicht kontrollieren, denn sie schläft neben meinem Bett in so einer versteckten Lage dass ich nicht hinsehe. Ich lass sie noch ein bisschen, dann muss sie ohnehin auf und ihre Medikamente nehmen.
(Schaut schon böse aus, die eine Seite der Wunde. Der zweite Schnitt oben und auf der anderen Seite, wo man nur den Schatten sieht, der ist staubtrocken und heilt gut)
Wir haben uns nun kurzfristig dazu entschlossen, mit Nukka in die Klinik zu fahren, da die Chirurgin, Fr. Dr. Krainer, anwesend war. Gut wars. Die Wunde musste aufgemacht werden, damit das angesammelte Wundsekret ablaufen konnte. Ich schätze mal, gut ein halber Liter ging da raus. War eine Menge und überraschte auch die Tierärztin. Der zweite Wunde heilt wie gewünscht, und auch die Problemwunde heilt großteils sehr gut. Bis auf die Flüssigkeitsansammlung, aber das kriegen wie laut ihr auch in den Griff. Antibiotika gibts nun weiter, und eine bakterielle Untersuchung des Sekrets wird auch gemacht. So sichert man halt die Einnahmen. Mittlerweile haben wir die 2000 Euro Grenze überschritten. Was solls, die Kleine muss es uns wert sein, sonst wären wir Arschlöcher und keine “Hundeeltern” (Ich hasse diesen Begriff, aber ich habe keinen anderen dafür).
Wir haben uns dann auch kurz über die entfernten Tumore unterhalten, und Dr. Krainer erklärte mir, dass beide relativ stark auch mit Flüssigkeit gefüllt waren. Das würde das schnelle Wachstum erklären. Wichtig aber ist, dass sie beide gut entfernt werden konnten. Ich vermute ja, dass ihre letzte Scheinträchtigkeit dazu beigetragen hat, dass sich diese Dinger so gefüllt hatten, aber ich bin ja kein Arzt. Natürlich ist es mir lieber, dass kleine aber mit Flüssigkeit vergrößerte Tumore entfernt wurden, und nicht von Haus aus schon große, die möglicherweise gestreut haben. Wobei klein relativ gesehen werden muss, bei der Größe des vorderen den sie hatte.
Das ist die vordere Wunde. Super schön vernäht und heilt auch gut. Alles trocken. Da saß der riesige Tumor. Nukka hat nun vorne beidseitig keine Milchleisten mehr. Bauchseitig nur mehr links die halbe, rechts ebenfalls keine mehr.
Aber eines muss man Nukka lassen: Sie lässt alles sowas von brav über sich ergehen. Das erstaunte auch diesmal wieder das ganze Team in der Klinik. Lag brav da, hat sich das aufmachen lassen, wartete geduldig bis alles rausgedrückt war, einfach super wie sie das macht. Keine Spur von Knurren oder Agression.
Sie marschiert schon wieder. Brav ist sie.
Bei dem Wetter müssen wir halt schauen, dass wir auf Wiesen unterwegs sind. Die Wege sind leider voller Gatsch oder voller Hundescheisse der anderen … Mögliche Infektionen dadurch inklusive.
05.02.2026 – Tag 9
Die Bauchhöhle hat sich nachts wieder mit rötlicher Flüssigkeit gefüllt, und wir mussten nun abermals den Body wechseln und vorher alles rauslaufen lassen. 30 Minuten lang kam immer wieder neues Sekret raus. Laut Tierärztin soll es ja gut sein, wenns raus kann. Die Wunde darf nicht zubleiben sonst staut es sich, so die Angabe. Naja, der Würgereiz in mir ist aber trotzdem da wenn ich sehe wie das so aus Nukka heraussprudelt … Jetzt hat sie wieder einen trockenen Body an. Sie ist aber trotzdem sehr brav und lässt das alles über sich ergehen. Tapferes Mädl!
06.02.2026 – Tag 10
Das war wieder eine Nacht … viel Schlaf hatte ich nicht. Dauernd wurde ich wach, weil Nukka irgendwo an irgendwas leckte. Gestern Abend hatten wir wieder die “feine” Aufgabe, das Sekret aus der Wunde rauslaufen zu lassen. Ich weiß, warum ich Berufe mit solchen Tätigkeiten nie erlernt habe. Jedesmal packt mich der Würgereiz wenn ich das sehe …
Zweimal täglich mindestens. Den Body auch jedesmal wechseln, und das passt ihr überhaupt nicht. Die Wunde trocken zu kriegen ist derzeit praktisch unmöglich. Heute sollten wir die Befunde der bakteriologischen Untersuchung des Wundsekrets bekommen. Hoffentlich passt da alles. Nach dem gestrigen Telefonat mit unserer Haustierärztin, werden wir heute nicht zur Kontrolle in die Klinik fahren. Wir haben keine Gelddruckerei im Keller und müssen für mögliche unerwartete Komplikationen noch finanzielle Reserven bewahren. Kann nicht sein, dass man für lauter Tests ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans. Aber genau das ist das Geschäftsmodell der Kliniken. Hatten wir bei unseren früheren Hunden auch so gehabt, nur da spielten wir mit und das kostet uns unnötigerweise tausende Euro mehr als notwendig war.
Nicht dass ich es nicht gerne für die Hunde und Nukka ausgeben würde, damit sie die beste mögliche Versorgung haben, aber Versorgung ist eines, Geschäftemacherei auf Kosten besorgter Tierhalter was anderes.
Nach dem Gassigang mit Frauchen mal den durchnässten Body von Nukka ausgezogen und mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch Überraschung, die Nässe dürfte sich langsam über die ganze Nacht angesammelt haben. Aus der Wunde selbst kam danach nur wenig Wundsekret raus. Das ist schon mal sehr positiv. Sie durfte nun auch 30 Minuten ohne Body neben mir liegen und wurde ausgiebig gekrault, damit die Wunde ein wenig trocknen kann. Ohne gehts halt leider gar nicht, sie würde sofort herumlecken. Aber wir machen offensichtlich Fortschritte.
Hier ein Foto wie “Scar-Belly” nun aussieht. Links oben die Narbe wo der riesige Tumor war. Links unten die Narbe von der OP 2022, und rechts unten die Narbe wo der zweite Tumor saß. Da musste auch die ganze Milchleiste weg. Sie steckt das alles aber wirklich super weg. Erstaunlich wie hart diese Hündin im Nehmen ist.
Ihr schaut schon wieder der Schelm aus dem Gesicht …
07.02.2026 – Tag 11
Eine angenehme Nacht lag hinter uns. Nuk’ durfte ohne Body schlafen. Sie war echt brav. Schaute am Morgen auch wirklich gut aus. Nachdem ich nicht wach wurde, gehe ich davon aus, dass sie nicht geleckt hatte. Beim Aufstehen lag sie “zwischen Tür und Angel” und schnarchte tief und fest. Da konnte ich nicht auf die Naht hinsehen.
Doch kaum wach und den Body für den Gassigang angezogen, floss wieder Wundsekret raus. Muss aber wohl so sein, so staut sich nichts in der Bauchhöhle. Das Trocknen tat der Wunde aber gut. Jetzt danach, also wieder zu Hause, darf sie auch wieder ohne den Body im Haus sein. Luft und das Trocknen tun der Naht sicher gut. Man muss einem intelligenten Hund schon etwas zutrauen und auch vertrauen.
Das ist die noch offene Stelle. 2/3 der Naht sind schon trocken und verheilen gut.
Langsam wirds nun was mit der Heilung.
Um den Dippel am Rücken, um den kümmern wir uns dann, wenn “Scar-Belly” verheilt ist und die Nähte vollständig raus sind. Das wird aber noch dauern. Ist zwar nicht schön das Teil am Rücken, aber stellt keine unmittelbare Gefahr für sie dar. Ob es sich nun um einen Tumor oder nur eine Zyste handelt ist leider unklar. Wird aber bald abgeklärt werden.
Rute oben, schöner Gang, man merkt fast nix von den riesen Schnitten am Bauch. Aber es ist nach wie vor Geduld angesagt, nur kapiert ihr graues Köpfchen das nicht. Die Langeweile treibt sie an.
Am Abend beim letzten Gassigang: Diese Hündin ist einfach blöd! Ihr Hass auf Radfahrer ist so groß, dass ihr alles um sie herum wurscht ist und sich im Geschirr trotz Wunden gebährdet wie ein Raptor. Na grad das ich sie halten konnte. Zum Glück hat sie sich nun nichts aufgerissen…
08.02.2026 – Tag 12
11 Tage nach der OP. Wenn man denkt es wird wieder, kommts meist immer anders. Gestern war Nukka irgendwie eigenartig. Sie lag nur herum, manchmal raunzte sie, dann sprang sie auf die Bank und kam nicht mehr ohne Hilfe runter, alles ein wenig besorgniserregend. Am Abend nach dem Gassigang, als wir sie auszogen, legte sie sich sofort ins Wohnzimmer auf den Bauch und ließ uns nicht an die Nähte ran. Da der Body wieder durchnässt war, ist klar, dass die hintere Wunde nach wie vor offen ist, und Wundsekret rausläuft.
Nach dem Schlafengehen legte sie sich in ihr Hundebett und rumorte die ganze Zeit darin herum. Irgendwann fing sie an massiv am Bett zu schlecken, zu keuchen, zu winseln. Dann wieder Ruhe, um nach ein paar Minuten erneut damit anzufangen. Sie kratzte dann auch noch mit den Vorderpfoten am Boden herum. Also aufstehen, nachsehen. Nichts! Jede Berührung am Bauch ohne Folgen. Das ging dann noch eine gute halbe Stunde so. Also wieder auf, und sie aus dem Hundebett gehoben. Madame marschierte im Laufschritt in den Vorraum und legte sich hin. Als ich ihr nachkam, drehte sie sich auf den Rücken und zeigte mir freiwillig das Bauchi. Da war nichts. Alles trocken. Ich holte Tücher und versuchte mögliche Flüssigkeiten rauszudrücken, kein Murren, kein Winseln, keine Gegenwehr. Da war echt nichts. Wozu dann das Ganze vorher? Ist mir ein Rätsel!
Heute Morgen lag sie nach wie vor, oder schon wieder, im Vorraum. Am Rücken, die Pfoten in der Luft, vollkommen entspannt. Die Wunde nach wie vor trocken. Dann bekam sie ihre Medis, und als sie sich dann hinsetzte, drückte es nach wie vor Wundsekret aus dem noch offenen Bereich der Naht. Es muss also ordentlich Spannung drauf dass das rauskommt. Wahrscheinlich war ich gestern Abend zu “sanft” weil ich ihr nicht wehtun möchte. Dann hat sie sich wieder in ihrem Bett verkrochen. Wir vermuten dass sie irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen der Flecken hat, die sie verursacht, aber sie kann ja nichts dafür und wird auch nicht deswegen gerügt. Oder ists die “Drohung” mit dem Body, denn das Anziehen mag sie überhaupt nicht. Nachts darf sie ja nun ohne dem Teil schlafen, damit die Wunde abtrocknen kann. Wie es auch ist, der Body war dann schnell oben, und Nukka ging mit Frauchen die Morgenrunde.
Ganz entspannt und “unten ohne” zum Wundtrocknen. Jetzt ist soweit wieder alles normal. Nukka liegt faul herum und pennt viel. Das ist gut so.
Mittags durfte sie das erste Mal seit voriger Woche Mittwoch alleine für 20-30 Minuten raus auf die Terrasse. Nachdem sie extrem lästig und laut mit mir “diskutierte” ob sie ihr Futter nun schon früher kriegt oder nicht, und dann noch brutaler in der Vorgehensweise war damit sie rausgelassen wird, hab ichs halt probiert. Unter Beobachtung natürlich. Ich verstehs ja, dass sie mittlerweile unrund wird, kein Kontakt zur Außenwelt außer die Gassirunden mit uns, kein Schauen was es Neues gibt. Dabei liebt sie ihren Ausblick raus auf die Straße so sehr.
Unglaublich! Die “Kleine” war keine 20 Minuten draußen, und der erste Trampel ließ schon ihr Vieh zum Zaun! Die gelbe Warntafel am Zaun wird also wieder ignoriert! Ich pack diese Leute hier nicht mehr! Ist das z’fleiss? Absichtlich Hunde, die ohnehin schon einen von weitem sichtbaren Schutzbody anhaben, zu sekkieren? Haben diese Hundehalterinnen Glücksgefühle dabei wenn ihr “Hunderl” auf andere losgehen kann? Bald wirds jetzt echt mal eine auf die Schnauze geben, und damit meine ich nicht deren Hunde … weils immer die gleichen Idiotinnen sind!
Mit Ach und Krach habe ich Abends dann die graue Kröte wieder hereinbekommen! Nach dem Gassigang am Nachmittag, zog sie es vor sich sofort in die Hundehütte zu verdrücken. Sie weiß genau, dass ich sie da nicht rausbekomme. Ich konnte ihr nicht einmal das Geschirr ausziehen. So sinds aus 30 Minuten an der Luft halt fast 4 Stunden geworden. Natürlich hat sie sich draußen ausgetobt und ist nach 12 Tagen “Hausarrest” außer Rand und Band gewesen. Selbst schuld, wenn ihr dann am Abend wieder alles weh tut … oder auch nicht. Sie will es ja genau wissen. Typisch Malamute, volltypisch Nukka!
09.02.2026 – Tag 13
Eine ruhige Nacht ist vergangen. Nukka schlief offensichtlich gut und wanderte nicht herum, und wenn dann leise und unbemerkt. Heute Morgen musste ich kurz weg, während auch Frauchen schon am Weg in die Arbeit war, da musste sie alleine zu Hause bleiben. Das passte ihr natürlich gar nicht. Als ich wieder da war, war die Freude um so größer, und sofort musste ich mit ihr raus auf die “Gassiwiese”. Sie rannte wieder wie ein Wiesel. Scheint jeden Tag schlimmer zu werden, ihr Bewegungsdrang. Aber noch ist nicht alles zu und verheilt. Noch tropft sie aus der offenen Naht. Das wird noch dauern bis sich das schließt. Aber Geduld? Nukka? Fehlanzeige!
Gestern Abend hatten wir noch einen kleinen Disput: Ihr Schwanz beginnt die Winterwolle (?) abzustoßen. Und die Filzbüschel musste eben raus. Greif einem Malamute-Mädchen den Schwanz an! Ist fast wie ein Todesurteil für den, der es probiert! Half aber nix. Die Hälfte von der dicken Rute ist nun rausgebürstet. Ob das schon die ersten Anzeichen einer Fellveränderung durch die Kastration sind? Na hoffentlich nicht!
Die Wundkontrolle nach dem Gassigang war nicht positiv. Es hat sich ein richtig großes Loch gebildet, und abgestorbenes Gewebe hing am Rand herum. Ich habe zu unserer Haustierärztin Kontakt aufgenommen und durfte mit Nukka hinfahren.
Schaut nicht so gut aus …
Zuerst musste Nukka einmal die Angst überwinden in die Praxis reinzugehen. Das war schon recht mühsam. Dann aber fasste sie wieder Vertrauen und legte sich hin um sich untersuchen zu lassen. Zuerst wurden die Fäden der vorderen Wunde entfernt, die ja schon schön verheilt war. Dann wurde die offene Wunde gereinigt und das Gewebe entfernt das abgestorben war. Auch hier wurden dann alle Fäden gezogen und an einer Stelle 3 Klammern gesetzt weil die Wundheilung da noch nicht abgeschlossen war. Als Abschluss gabs noch Antibiotikasalbe direkt in die offene Wunde und die Wundhöhle und für nach Hause ein Wundgel zum Anwenden. Nukka ließ sich das alles wieder brav gefallen. Einzig beim Setzen der dritten Klammer quietschte sie kurz auf.
Jetzt heißt es abwarten ob sich das Loch von alleine schließt, sonst muss sie nochmals in Narkose gelegt werden, um die Wundränder des Lochs nochmals aufzumachen und neu zu vernähen. Ich hoffe, dass es von alleine zuwachsen wird und sie sich keine Infektion einhandelt…
10.02.2026 – Tag 14
Nach der gestrigen Aufregung hatten wir eine relativ ruhige Nacht hinter uns. Am Abend habe ich noch Nukkas “Bäuchlein” alias Mützenwampe versorgt. Die Wunde gereinigt, die Bauchhöhle mit Salbeitee gespült wie angeordnet. Heute Morgen war der Body nicht mehr ganz so großflächig nass. Klar sondert die Öffnung weiterhin Sekret ab, aber auch da hoffen wir auf ein baldiges Ende und ein Zuwachsen der Lücke.
Vormittag muss ich in die Tierklinik fahren, um weiteres Antibiotika zu besorgen, und auch die von der Chirurgin empfohlene Salbe, die wir in die Bauchhöhle injizieren sollen. Mich beutelts jedesmal wenn ich die Wunde sehe, aber da muss ich durch, genauso wie Nukka da nun durch muss.
Der Morgenspaziergang war wieder in Ordnung, sie knallt halt dauernd durch und lässt ihrem Bewegungsdrang freien Lauf. Was soll ich tun? Ich kann ihr nicht die Pfoten zusammenbinden und sie in eine Ecke legen … Am Donnerstag sollen wir wieder zu unserer Haustierärztin zur Kontrolle kommen. Irgendwie fühle ich mich bei ihr auch viel besser aufgehoben, als in der Tierklinik, obwohl wie schon öfter erwähnt, die Chirurgin eine Spitzenärztin ist, und die OP super durchgeführt hat. Aber das Drumherum und die Klinik selbst ist irgendwie so empathielos und kalt.
Vormittag habe ich von der Tierklinik in D. Wagram die empfohlenen Antibiotika und die Honigsalbe besorgt. Wie oben schon erwähnt … irgendwie werde ich mit dem Inhaber nicht warm. Anfänglich freundlich und nachfragend wie es Nukka geht, war zum Schluss meines Besuchs schon wieder extreme Spannung zwischen uns, nur weil ich den korrekten Unterschied zwischen “Bauchhöhle” und “Wundhöhle” nicht gleich verstand den er mir erklären wollte, weil ich fragte wie viel der Salbe in die “Bauchhöhle” rein muss … Bin ich Mediziner? Nein! Kann man jemanden auch anders erklären oder einfach hinnehmen dass man es nicht gleich versteht! Für mich sehe ich durch das Loch in Nukkas Leiste bis in sie hinein, egal wie man den Hohlraum nun nennt der da innen ist!
Wieder zu Hause hab ich sie kurz angesehen, der Body ist nach wie vor nur ganz wenig feucht. Also hab ich sie vorerst mal in Ruhe gelassen. Wir ziehen die Prozedur am Abend wieder durch, mit Hilfe von Frauchen.
Die beiden Nähte heute Abend …
Die Wundversorgung gestaltete sich heute Abend ein wenig schwierig. Nukka lässt sich nicht mehr gerne ausziehen und knurrt wie ein Riese. Auch das seitliche Hinlegen klappt erst nach einigen Anläufen. Sie ist halt stur, aber ich denke nicht dass wir ihr dabei weh tun. Denn kaum auf der Seite liegend, und von mir versorgt sowie von Frauchen gekrault … schnarcht sie.
Die vordere Naht schaut gut aus. Ich hab noch einen Faden entdeckt, den muss unsere TÄ am Donnerstag dann noch entfernen. Die hintere Wunde ist natürlich noch offen, aber es kommt viel weniger Wundsekret raus als an den Tagen zuvor. Die 3 Klammern sitzen gut, der Rest der Wunde ist auch ok. Nach der Spülung der Bauchhöhle und der Reinigung der offenen Stellen kam zusätzlich noch der medizinische Honig in die Wunde, danach das Wundgel (das ist, was am Foto so glänzt), und anschließend ein frischer Body, fertig. Nun kam noch das dumme Gschau von Nukka, warum die Kraulerei schon vorbei ist …
11.02.2026 – Tag 15
Ein halbes Monat ist schon wieder seit der OP um. Die Zeit läuft und läuft. Kurzer Blick “unter den Hund”, ihr Body ist nur ganz leicht feucht. Die Stelle wird aber immer kleiner. Wir sind also weiterhin am richtigen Weg. Das Inflacam (Metacam) haben wir nun von 50 auf 30 (kg) reduziert, das Antibiotika gibts weiterhin morgens und abends. Jetzt gehts erstmal raus auf die Gassiwiese.
Am Abend wieder die übliche Wundreinigung durchgeführt. Die Öffnung schien heute noch größer zu sein als an den vorigen Tagen. Langsam weiß ich nicht mehr was wir hier tun sollen. Wir befolgen natürlich weiter alle Anweisungen der Tierärztin und hoffen auf schnelles Schließen der Wunde und dann Heilung.
12.02.2026 – Tag 16
Die Wunde nässt. Am Morgen war wieder der Schutzbody über der offenen Wundhöhle komplett nass. Nukka geht aber nicht ran, also heilt das nicht richtig. Wenn wir heute unseren Wagen wieder aus der Werkstatt bekommen, dann fahren wir zu unserer Haustierärztin und lassen das nochmal ansehen. Ein Verschließen wäre ja wohl auch nicht so gut, weil sich dann wieder innen das Wundsekret aufstauen würde. Ist nicht einfach das Ganze. Nun sind wir schon 15 Tage nach der OP, so lange hat die Heilung 2022 nicht gebraucht.
Mittlerweile habe ich die täglichen Berichte über Nukkas Behandlung und Fortschritte auf Facebook eingestellt und alles davon deaktiviert. Mir reichts, ich hab die Schnauze von den selbsternannten “Expertinnen” sowas von voll! Das fing damit an, dass ich als Tierquäler bezeichnet wurde, die Hündin ohnehin eingeschläfert werden wollte wenn sie so einen Krebs hat, unsere Tierärzte keine Ahnung haben was sie tun, bis zu: Das Loch muss mit Zugsalbe gefüllt werden (!), zutackern (!), mit Cyanidkleber verschließen weil das geht immer (!), der Hund ist zu fett deswegen heilt das nicht (!), … uns vielem mehr. Nein, sowas lasse ich mir nicht gefallen, und all diese Vollidiotinnen und Idioten sind auf meiner Sperrliste gelandet. Ich versteh nur nicht, wieso man mit solchem Unwissen andere unbedingt diffamieren oder auch schädigen will! Das kann bis zum Tod der Hündin führen, wenn man diese”Ratschläge” befolgt!! (Speziell dann, wenn man nichts hinterfragt und gutgläubig danach handelt!)
Am Abend durfte Nukka dann 1 Stunde ohne Body sein, was sie offensichtlich seh genoss und ausnutzte. Danach gabs die tägliche Wundreinigung und -versorgung, aber nicht ohne dass sie vorher versuchte, sich in ihrem Bett zu verschanzen damit ich nicht an die Wunde rankomme. Das Reinigen und Spülen lässt sie sich mühelos machen, wenn man sie erst mal seitlich liegen hat. Bis dahin kanns aber schon mal sehr nervzehrend sein.
13.02.2026 – Tag 17
The same as the last days? Yesss!
Der Body ist wieder feucht, die Wunde nach wie vor offen. Ich denke da brauche ich dann nicht mehr darüber zu schreiben. Nur eine Anmerkung meinerseits: Mit einem großen Hund ohne Wagen, ist man hier eigentlich voll angeschissen. Man kommt mit dem Tier praktisch nirgends hin wenn es nicht zu 100% mobil ist. Öffis? Vergesst es! Bin nur froh, dass wir in den letzten Tagen keinen Notfall mit Nukka hatten, dann wärs echt brenzlig geworden. Das zum Lieblingsthema der Klimasekte, wir sollen doch mit den Öffentlichen fahren…
Den ganzen Tag über ist der Body von Nukka immer nur leicht feucht gewesen. Die Wundsekretion scheint also heute zumindest zurückgegangen zu sein. Auch eine zweite, jetzt gute, Nachricht haben wir zu vermelden: Der riesige Dippel am Rücken, der ja auch wegoperiert hätte werden sollen, ist aufgeplatzt! Das was da rausgeronnen ist, ist definitiv von einem Abszess oder einer Zyste. Also kein Tumor! Und damit zumindest keine neuerliche Operation an dieser Stelle. Das bleibt ihr nun wenigstens erspart.
Am Abend dann noch 1 Stunde ohne Body … danach die Wunden reinigen und versorgen, die Zyste so weit es ging noch entleeren und anschließend die Abschlussgassirunde für den Tag erledigt. Sie ist so brav und lässt sich fast alles gefallen ohne zu murren. Nur beim Aus- und Anziehen des Bodys, da knurrt sie und wehrt sich dagegen. Klar, mir würde das enge Teil nach über zwei Wochen auch schon auf die Nerven gehen.
Langsam wirds was mit der Heilung. Ganz Links, der aufgeplatzte “Dippel” am Rücken. In der Mitte die vordere Narbe, trocken, bereits gut geheilt. Rechts, die hintere Narbe, noch offen, aber schaut auch schon viel besser aus als vor ein paar Tagen.
14.02.2026 – Tag 18
8 Uhr morgens … Nukka schlief noch tief und fest, musste dann aber mit Frauchen raus auf die Gassiwiese. Ihr Body ist heute Morgen trocken gewesen. Also keine Wundsekretion, oder die Lücke hat sich irgendwie verklebt und ist zu. Sieht man so halt nicht wenn sie angezogen ist. Wir lassen sie auch in Ruhe damit. Genaue Kontrolle gibts wieder am Abend.
Der Gassigang am Nachmittag verlief problemlos, aber wieder einmal mit einer durchgeknallten Hündin. Sie kann es nicht lassen einfach durchzustarten und loszurennen wie wenn sie eine Wespe gestochen hätte. Aber naja, sie wird schon wissen was sie sich zutrauen kann … oder auch nicht.
Die Wundreinigung am Abend war wie immer schwierig. Den Body konnten wir noch ausziehen, dann verzog sie sich und legte sich immer so hin, dass wir nicht an den Bauch konnten. Irgendwann schafften wir es dann doch. Die Zyste heilt gut zu, ist trocken, aber das Loch im Bauch ist nach wie vor offen. Mir kam es bei der Spülung aber so vor, als würde nun schon weniger Flüssigkeit in die Wundhöhle passen, also verkleinert ist. Anfangs passten fast 2 volle Spritzen hinein, heute war es gerade mal eine. Heute Nacht haben wir sie ausnahmsweise auch ohne Body schlafen lassen, und sie hat es ausgenutzt.
15.02.2026 – Tag 19
8:50 Uhr, Nukka schläft noch immer. Bodylos. 9:10 Uhr, Nuk’ muss raus aus den Federn! Zuerst den Body wieder anziehen, was ihr gar nicht passte, dann das Antibiotika mit der Leberpastete verabreicht. Feines Mädchen. Leider konnte ich die Wunde nicht ansehen, Grande Madame ließ es nicht zu. Ich hab Geduld, wird sich am Vormittag schon noch ergeben, der Kontrollblick.
Seit gestern bekommt sie auch kein Inflacam mehr. Scheint ihr aber nichts auszumachen, also keine Schmerzen. Das ist gut. Behandelt wird nur mehr mit dem Antibiotika, die Wunde mit Salbeitee spülen, die Honigsalbe in die Wundhöhle einbringen, und mit dem Wundgel außen alles besprühen.
Am Abend nach dem letzten Gassigang gabs wieder das übliche Knurren beim Bodyausziehen, aber da muss sie halt durch. Die Wunde selbst? Trocken! Also nur außen gereinigt, Honigsalbe hineingedrückt und ein wenig einwirken lassen, dann durfte sie wieder ohne ihren “Schutzanzug” schlafen gehen. Die zweite Nacht ohne.
Am Nachmittag war der Body unten leicht feucht, trocknete aber bis zum Abend vollkommen aus.
16.02.2026 – Tag 20
Jetzt haben wir bald Ende der dritten Woche erreicht. Um 9 Uhr pennt die Schlafmütze immer noch. Die Nacht war heute relativ unruhig, Nukka wanderte viel umher. Werde mir dann das Ganze ansehen, wenn sie wach ist.
Ansehen? Keine Chance! Anziehen des Bodys? Mit extremer Gegenwehr und Knurren. Ja, ich weiß, sie mag das Teil nicht mehr oben haben. Immerhin muss sie schon fast 3 Wochen damit herumlaufen. Da er eng anliegt dürfte sie das auch stören. Aber es heißt nach wie vor: Durchhalten. Es darf kein Schmutz an die offene Stelle kommen.
Unterwegs auf Wegen wo uns niemand am Arsch geht. Nukka genießt es, endlich wieder raus- und rumzukommen. Sie hat schon die zweite Nacht ohne Body schlafen dürfen. Ich hoffe die Genesung geht so weiter. In Geduld müssen wir uns trotzdem noch weiterhin üben, aber ich glaube, das Gröbste haben wir hinter uns.
Heute Nachmittag hats ein bisserl was von Frau Holle gegeben. Nukka nahms gelassen, und spazierte mit mir langsam und gemütlich unsere Runde.
So weit ich sehen konnte ist ihr Body noch immer trocken. Bin schon am Abend gespannt, wenn wir sie wieder ausziehen müssen. Am Nachmittag bei der Gassirunde am es abermals zu einer unschönen Begegnung. Ich verstehe so ein Verhalten dieser hier ansässigen Hundehalter und Hundehalterinnen nicht. Ich habe meinem Unmut dann auf Facebook freien Lauf gelassen …
WIESO? Wieso verfolgt man andere Gassigeher penetrant, egal wo und wie der abbiegt? Wieso versucht man den um alles in der Welt mit seinem eigenen Hund einzuholen? Wieso leint man dann den Hund ab um aufschließen zu können obwohl man von weitem sehen kann, dass der andere Hund einen Schutzbody anhat???? WIESO muss ich immer wieder meinen Pfefferspray einsetzen um mich dann beschimpfen und bedrohen zu lassen, nur weil diese Arschlöcher ihre Hunde einfach nicht angeleint halten wollen weil sie der Meinung sind, ihre Viecher müssen mit jedem anderen Hund unbedingt spielen????? WIESO?????
Nach dem Abendspaziergang, wie immer, der Kampf ums Ausziehen des Bodys. Sie will das einfach nicht mehr mitmachen. Klar, mir würde das nach dieser langen Zeit auch schon am Nerv gehen. Aber es muss sein. Leider war das Teil wieder an einer Stelle feucht. Die Wunde nässt also immer noch und wie man am Foto sieht, ist sie auch noch offen. Also gabs wieder das volle Programm. Salbeiteespülung, Honigsalbe, Wundgel, und so nebenbei hab ich ihr dann noch die drei Wundklammern entfernt, da die eine Stelle der Naht die beim Entfernen der Fäden aufgegangen war, jetzt gut zusammengeheilt war. Das ließ sie sich ohne Murren gefallen. Braves Mädchen! Der aufgeplatze Dippel, also die Zyste am Rücken, heilt allen Anschein nach auch gut ab und trocknet ein. Wird aber auch weiter von mir beobachtet und behandelt.
17.02.2026 – Tag 21
Das war wieder eine Nacht! Nukka durfte die dritte Nacht ohne Body schlafen, aber leckte permanent irgendwo an ihr herum. Wir haben nicht feststellen können an was. Jetzt am Morgen, wenn die graue Eminenz dann mal wach wird und vielleicht aus ihrem Bett kriecht, werde ich die Wunde kontrollieren müssen. Hab da einen schlimmen Verdacht …
Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Sie dürfte doch nicht direkt an der Wunde geleckt haben, zumindest schaut es nicht danach aus. Ich hab sie mit dem Wundgel eingesprüht, den Body angezogen, und schon gings raus auf einen Schnee-Spaziergang.
Die Wundversorgung am Abend ging wie gehabt von statten. Knurren beim Ausziehen, Mätzchen beim Hinlegen, aber dann wenn sie mal liegt, gehts recht gut. Die Wunde ist nach wie vor offen und rinnt. Sind wir zu ungeduldig? Wir wissen es nicht. Aber ich denke mal, wenn es nicht aufhört zu nässen, dann hat ein Verschließen auch keinen Sinn, weil sich die Wundhöhle erst recht wieder füllen würde und dann aufgemacht werden müsste. Wir machen weiter wie gehabt …
18.02.2026 – Tag 22
Die Nacht war heute ok, kein Lecken, kein Wandern. Nukka schnarchte und schlief gut und fest. Mal schauen, was der heutige Tag wieder bringen wird. Die Wundkontrolle haben wir auch gemacht, es wird langsam weniger was da rausrinnt, aber das Loch ist nach wie vor so groß wie am Anfang. Zumindest erkenne ich keine Veränderung. Auch nicht an den Fotoserien die ich zur Kontrolle und Dokumentation täglich mache. Die Rötung verschwindet immer mehr. Das ist zumindest schon mal eine positive Sache.
Die Lücke schließt sich nicht, aber ist vielleicht auch gut so, wenn die Wundhöhle noch nicht aufhört zu nässen.
Da wir heute das letzte Antibiotika geben, habe ich Rücksprache mit unserer Haustierärztin gehalten und nun beschlossen, statt der Honigsalbe die wir verwendeten, eine antibiotikahaltige Salbe von ihr zu nehmen. Am Nachmittag hole ich die dann ab und dann werden wir schauen wir die Wirkung damit ist. Das Hauptproblem bei Nukka ist ja nach wie vor die nässende Wundhöhle. Ohne einer Austrocknung dieser, kein Verschluss der Wunde selbst. Egal ob von alleine oder mit einem kleinen Eingriff.
Wundkontrolle am Abend: Wieder alles nass, die Öffnung schaut aber kleiner aus. Wir haben heute keine Spülung mehr gemacht um die Wundhöhle nicht immer noch feuchter zu machen, sondern die neue Salbe reingedrückt. Danach alles gereinigt und das Hydrogel drauf. Nukka hat heute auch die letzte Portion Antibiotika bekommen. Ab jetzt ist sie medikamentenfrei.
Die letzte Portion Antibiotika …
19.02.2026 – Tag 23
Die Zeit vergeht, wir sind schon über 3 Wochen nach der OP angelangt. Nukka gehts mit Stand gestern Abend sehr gut. Auch die Spaziergänge werden nun wieder länger, und sie führt sich auf wie vor der OP. Bringt der Wundheilung in der Leiste natürlich genau nichts, aber wie soll man einen Malamute bändigen, dem langweilig ist? Geht nicht!
20.02.2026 – Tag 24
Die neue Salbe dürfte besser sein, als die Honigsalbe. Zumindest haben wir den Eindruck, dass heute Nacht nichts genässt hat. Auch nach ihrem unkontrollierten Rennen im Garten (ja, der Schnee lässt sie durchknallen) ist der Body nur außen vom Schnee aber nicht innen von der Wunde feucht. Wir beobachten weiter.
Einzig, gelb gekotzt hat sie nach ihren Laufeinlagen. Aber das kann durchaus die Anstrengung gewesen sein, und da sie nichts im Magen hatte, deutet das auf Gallenflüssigkeit hin. Nix worüber man sich nun Gedanken machen müsste.
Die Wildsau heute im Schnee!
21.02.2026 – Tag 25
Tag 25 der Genesung Nukkas. Die Narben verheilen im Prinzip sehr gut, die Krusten fallen immer mehr ab. Einzig die Problemstelle macht uns nach wie vor Sorgen. Es scheint aber so, als würde mir der neuen Salbe der Heilungsprozess langsam ins Laufen kommen. Zumindest beginnen einige Flächen langsam zu trocknen und rosa Farbe anzunehmen. Nach wie vor kommt dickere Flüssigkeit aus der Wundhöhle, aber ich vermute dass dies nun schon eine Mischung der Salbe mit viel weniger Wundsekret ist. Gestern Abend war Nukkas Body zumindest bei der alltäglichen Wundkontrolle fast trocken. Ein gutes Zeichen.
Das Nässen wird weniger, und Nukka selbst fühlt sich offensichtlich wohl.
22.02.2026 – Tag 26
Die Nässerei der Wunde wird weniger. Das haben wir gestern Abend wieder festgestellt. Ein Teil der offenen Wunde heilt mittlerweile, die Lücke ist aber immer noch offen. Ob sich die Wundhöhle bereits verkleinert, kann ich nicht sehen. Ich gehe aber mittlerweile davon aus. Die Behandlung mit der antibiotischen Salbe wird aber weitergeführt. Sie scheint zu wirken.
Die Wunde heute Abend. Der linke Bereich heilt langsam zu und ab, die Lücke ist nach wie vor offen.
Wir haben nun auch das Problem mit dem Verkleben des Fells durch die Salben und dem Hydrogel. Ist nicht rauszukriegen, und waschen wollen wir mit der offenen Wundhöhle noch nicht. Ein wenig konnte ich das noch reinigen, aber die Verfilzungen sind ein Problem.
23.02.2026 – Tag 27
Das war wieder eine Nacht! Um 1 Uhr früh wurde Nukka vollkommen unrund und lief wild im Haus herum. Ich stand also auf, und schaute was los ist, und sie wollte unbedingt raus. Alarm! Also mich anziehen, Nukka den Body anziehen, Geschirr rauf und raus in die Nacht. Zuerst dachte ich sie will im Siedlungsgebiet gehen, dann aber steuerte sie die Felder an, und ich keine Stirnlampe mit … Irgendwie kamen wir bei dem derzeitigen Gatsch und den vielen Lacken auf ihre “Kackwiese” wo sie aber sowas von Dünnpfiff hatte. Keine Ahnung warum und wieso, denn die Medikamente samt Antibiotika bekommt sie schon seit Tagen nicht mehr. Zu Hause dann den Body angelassen und ab ins Land der Träume. Wenigstens hat sie sich brav gemeldet gehabt.
Die Kröte schlief nach der Aktion heute Nacht bis nach 9 Uhr Vormittag! Ich musste sie sogar wecken! Dann fuhren wir raus in den Wald, wo sie ihr Geschäft wieder fast normal verrichtete. Also nach wie vor unbekannt was da heute Nacht los war.
Der ganze Schnee ist leider auch wieder weggeschmolzen. Nun haben wir leider wieder nur Gatsch und Dreck.
24.02.2026 – Tag 28
Der gestrige Tag verlief wie alle anderen auch. Die Nacht war ruhig, der Durchfall ist wieder vorbei. Heute Morgen konnte ich kurz einen Blick auf ihre “Bauchbelüftung” machen, und sie war trocken. Body anziehen, Knurrerei wie gewohnt, raus in den Wald und spazieren gehen. Sie ist fast wieder ganz die Alte.
Wundkontrolle am Abend: Schaut mittlerweile schon viel besser aus. Leider ist noch immer die Öffnung da und scheint sich nicht zu verkleinern. Wie die Wundhöhle innen aussieht ist leider nicht zu sehen, auch nicht ob sie sich verkleinert hat kann man nicht erkennen. Aber: Sie nässt nicht mehr, und das ist schon ein großer Erfolg.
Langsam, ganz langsam wird es nun. Ob sich das Loch auch noch von selbst schließen wird? Wir wissen es nicht. Aber die Salbe unserer TÄ hat zumindest bisher große Erfolge gebracht.
25.02.2026 – Tag 29
Heute vor exakt 4 Wochen wurde Nukka operiert. Dass die Heilung so lange dauern würde, damit haben wir zwar nicht gerechnet, aber sie hat zumindest soweit alles super gut überstanden und ist schon wieder ganz die Alte. Des Teufels Tochter würde ich mal behaupten. Wichtig für uns: Wir haben ihr noch einiges an Zeit verschafft, denn mittlerweile wäre der Tumor, bei dem rasanten Wachstum den er hatte, schon aufgeplatzt gewesen und wir hätten nichts mehr für sie tun können.
Zusammengefasst kann man durchaus behaupten, es geht ihr sehr gut, und es sind keine Anzeichen von weiteren Tumoren oder Streuungen zu merken. Sie atmet normal, sie rennt und gibt sich wie ein Junghund, sie frisst und erledigt ihre Geschäfte wie es sein soll. Also wozu weiter darüber nachdenken was kommen könnte. Jeden Tag mit ihr genießen und Danke sagen. Das ist die Devise.
Habe heute das aktuelle Foto mit ein paar Fragen an unsere TÄ geschickt um am Nachmittag mit ihr telefoniert. Sie meint, das schaut alles schon sehr gut aus, und ich soll mir keine Sorgen machen. Das heilt von selbst zu, so ihre Meinung dazu. Tja, ich vertraue ihr, und sie wird schon wissen was Sache ist, so hoffe ich.
26.02.2026 – Tag 30
Die Wundkontrolle gestern abend war überraschend gut. Kein feuchter Fleck am Body, die Wunde trocken. Es wird also nun langsam was. Wir haben nur mehr die Salbe in die Öffnung gespritzt, und außen nichts gemacht, damit es weiterhin trocken bleibt. Schaut also wirklich gut aus, wenns so weiter heilt.
Heute Abend sah die Wunde auch wieder gut aus. Aber dafür haben wir ein neues Problemchen: Die Kruste an der vorderen Narbe hat sich abgelöst und drunter sind noch Fäden vorhanden. 3 Enden standen aus der Haut heraus. Ich konnte sie aber nicht entfernen, wie wenn sie innen verwachsen wären. Keine Chance die ziehen zu können. Als dann schon Blut an den Stellen zum Vorschein kam hörten wir auf mit dem Versuch die rauszukriegen. Nukka murrte dann auch schon, und wollte nicht mehr.
01.03.2026 – Tag 33
Laaaangsam, aber es wird so wie es aussieht. Die Wundhöhle ist zwar noch immer offen, abermittlerweile trocken. Das ist gut. Jetzt muss sie von selbst zugranulieren. Dieser Prozess kann Wochen bis Monate dauern. Also Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Gestern Abend schaute alles schon so aus:
Sie ist ja so brav bei der Wundversorgung. Als Belohnung gibts dann immer lange Krauleinheiten.
02.03.2026 – Tag 34
Da gestern alles so super ausgesehen hat, und auch heute früh die Wunde trocken gewesen ist, durfte Nukka mit mir ohne Body rausfahren zu unserem Morgenspaziergang. Sie hat es genossen. Leider hat die Kröte dann zu Hause gemeint, sie sei unbeobachtet (ich hab sie dann noch draußen gelassen, aber über die CAM beobachtet) und könne nun anfangen an der Wunde zu lecken. Da hat sie mit Herrchen wohl nicht gerechnet und bevor sie sich noch weigern konnte, war der Body wieder angezogen. Wer nicht hören will, muss eben fühlen!
Übrigens, ich habe ja noch gar nicht von meiner Begegnung mit einer selbsternannten Expertin für Huskies erwähnt, die ich vor 2 Tagen hatte. Da ist uns glatt eine Dame mittleren Alters entgegen gekommen, und ich merkte schon am Blick von ihr, dass da was kommen würde. Und genau so war es auch. Sie sprach mich mit einem knappen Gruß an, und sprudelte sofort ihr Begehr raus. Ob ich eh wisse, was ich da für einen Hund an der Leine habe, weil sie ist eine Expertin für Huskies, und will mir nur mitteilen, dass das was ich mache eigentlich Tierquälerei ist. Bei mir klingelten gleich wieder mal die Alarmglocken und ich spürte den inneren Zorn in mir aufsteigen. Als ich dann relativ rauh nachfragte, welche tierschutzrelevanten Verstöße sie mir anhängen will, kam auch gleich ihre Antwort, und ich dachte mir: Wieso sind manche Leute sowas von Vollidioten, und merkens nicht einmal! Die sind sowas von sich selbst überzeugt, dass es weh tut! Aber leider sind genau solche “Weiber” in den Schlüsselpositionen von Ämtern und Regierungsstellen, die uns dann mit Tierschutzregeln und Gesetzen drangsalieren die nur ihrer Ideologie und Einstellung entsprechen. Aber Ahnung haben sie NULL und KEINE! Was ich also falsch mache?
Ich ziehe einem Husky etwas an, was den Wärmeaustausch behindert und der Hund an einem Hitzestau verenden könnte!!! Da reichen kleine Spaziergänge aus um den Hund umzubringen. So ihre Ansicht und Aussage! Weil die Huskies sind für kalte Temperaturen gezüchtet und eigentlich hier bei uns im Warmen ohnehin Fehl am Platz!
Gibts sowas wirklich?? Offensichtlich ja! Ich habe mich aber diesmal NICHT mit der Dame weiter befasst, sondern nur mal laut aufgelacht und bin weiter gegangen… Was soll man so einer Person erklären? Dass Nukka eine Post-OP-Schutzbody anhat der nicht vor Kälte schützt sondern die Wunde? Das Nukka kein Husky ist? Das Nordische nicht über den Körper den Wärmeaustausch machen, sondern über die Zunge und die Pfoten und deswegen auch nicht am Körper schwitzen, weil sie keine Schweißdrüsen wie wir Menschen haben und deswegen da keine Regulierung stattfindet? Das der Body luftdurchlässig ist und keineswegs einen Hitzestau verursachen kann? So viel arrogante und besserwisserische Blödheit auf einem Fleck hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Und wie schon erwähnt: Genau SOLCHE sitzen in den Tierschutz-Orgas und gesetzgebenden Stellen des Staates.
Kontrolle am Abend, schaut schon viel besser aus:
03.03.2026 – Tag 35
Neuer Tag, neuer Versuch. Ob sie heute brav sein wird, und den Tag ohne Body verbringen kann? Mal schauen …
Das ihr “Bauchi” nicht mehr das schönste werden wird ist klar, aber das ist uns vollkommen egal. Hauptsache sie hats soweit überstanden dass sie wieder problemlos herumteufeln kann. Was uns auch aufgefallen ist: Das zeitweise Humpeln links vorne (wo der große Tumor war) ist auch vollkommen weg. Also muss sie sehr wohl beeinträchtigt gewesen sein.
05.03.2026 – Tag 37
Nukka ist nun schon den zweiten Tag komplett ohne Body. Sie geht offensichtlich nicht an die Wunde und das ist gut. So kann wieder Luft und Sonne ran. Auch wenn sie alleine draußen auf der Terrasse ist, ist sie brav. Natürlich ist die Öffnung noch lange nicht zu, aber wir kontrollieren täglich, und behandeln wie gehabt.
Langsam merkt man wohl die Hormonumstellung der Kastration. Sie ist bei einigen Sachen mürrischer als früher, dann wieder verschmuster als vorher, und was am Schlimmsten ist: Sie ist permanent hungrig. Bisher hat sie die normale Futterration inkl. Leckerlies bekommen. Das müssen wir dringend überdenken. Warum? Sonst platzt sie wohl in ein paar Monaten …
07.03.2026 – Tag 39
Unserem “Bussibauchi” wächst schon das Fell nach. Greift sich wie ein bisserl struppiger Teddybär an. In ein paar Monaten wird man nichts mehr davon sehen.
Nuk’ ist nun schon die ganze Zeit ohne Body. Sie geht jetzt nicht mehr an die Wunde. Obwohl noch offen, wird das Loch aber kleiner. Nach wie vor besteht die Hoffnung, dass sich das von alleine schließen wird. Nach neuen Recherchen von mir kann das aber Monate dauern. Naja, gut Ding braucht halt Weile. Bis es zu ist, darf sie halt nicht baden gehen.
11.03.2026 – Tag 43
Nukka wird kugelrund … trotz reduzierter Futtermenge hat unser Fellberg leider zugelegt. Sie ist auch den ganzen Tag nur hungrig und von Fressgier getrieben. Mittlerweile fängt sie an, ihr Futter gierig zu schlingen. Das hat sie vorher nie getan. Ich glaube, das wird noch ein Problem werden. Die Wunde selbst beginnt sich wohl langsam zu schließen. Zumindest ist die Öffnung in der Bauchdecke optisch kleiner geworden so weit ich das sehen konnte. Sie lässt mich aber auch nicht wirklich ran um ordentlich nachzuschauen. Madame ist auch relativ unrund und knurrt gleich wenn ich mich um die Sache kümmern will. Sie hat einfach die Schnauze voll und will das nicht mehr. Irgendwie verständlich.
Sonst ist bei ihr alles in Ordnung. Sie erledigt ihre Geschäfte, läuft nach wie vor nun mit ihrem Spielzeug herum und raunzt und weint, vergräbt Leckerlies für schlechte Zeiten in ihrem Hundebett, knallt 4-5x am Tag vollkommen durch und führt sich auf: Kurz, sie ist so gesehen wieder die “Alte”.
15.03.2026 – Tag 47
1 1/2 Monate nach der OP ist die Öffnung zur Wundhöhle immer noch da. Kleiner, kurzfristig wieder feucht, nun aber wieder trocken. Das wird mit Sicherheit noch lange dauern wenn der Heilungsprozess so langsam vonstatten geht. Langsam stoße ich damit an meine Geduldsgrenze, denn Nukka will herumtoben, ins Wasser gehen, nachholen was sie die letzten Wochen versäumt hat. Und jedesmal muss ich sie bremsen und ihr die schönen Dinge, die sie halt so gern macht, verbieten.
Nun beginnt sie leider immer mehr zu fressen, auch da müssen wir sie einschränken, was ihr natürlich nicht passt. Und ein hungriger Malamute kann furchtbar werden. Habs die letzten Tage schon erleben müssen.
16.03.2026 – Tag 48
Heute Morgen konnte ich erstmals wieder genauer auf Nukkas “Luftloch” schauen, und ja, es scheint so als würde es sich endlich von innen heraus langsam schließen. Hier zum Vergleich gegenüber den letzten Wochen:
Die Wunde sondert zwar noch immer leicht Flüssigkeit ab (oder sie hat daran herumgeleckt, ich weiß es nicht), aber scheint immer kleiner zu werden.
Auf jeden Fall fühlt sie sich rundum wohl und genießt ihr “neues” Leben ohne diese scheiß Tumore. Die nächsten Monate werden zeigen wie gut sie es diesmal auch wegstecken wird. Jedenfalls ist sie nun wieder weit aufgeweckter und lästiger als vor der OP, führt sich zeitweise wie ein pupertärer Junghund auf und will plötzlich zweitweise mit mir sogar raufen, wobei die da wirklich vorsichtig mit ihren Zähnen ist. Zum Glück hat dieser “Junghund” ja keine Milchbeisser mehr … *lach*
17.03.2026 – Tag 49
Auch heute Morgen war die Öffnung wieder feucht. Die Flüssigkeit leicht gelblich gefärbt. Riecht aber nicht. Möglicherweise presst nun die Wundhöhle die letzten Reste der Salbeitee und Salbenbehandlung raus, bevor sie sich verschließt. Vermute ich mal. Da kein übler Geruch vorhanden ist, ist es keine innere Entzündung. Ich beobachte das weiter.
Augenscheinlich schließt sich die Öffnung aber. Schaut zumindest täglich besser aus.
22.03.2026 – Tag 54
1 Monat, 3 Wochen und 1 Tag sind nun vergangen. Wie schaut die Wunde aus? Tja, es zieht sich nach wie vor. Aber mittlerweile, nach zwischenzeitlichen Feuchtphasen, ist sie wieder trocken und zieht sich immer mehr zusammen.
Aber unser neues Problem:
Die Kastration sieht man ihn nun schon extrem an! Obwohl sie schon weniger Futter bekommt, wird sie immer runder! So arg haben wir das nicht erwartet. Da muss noch mehr gegengesteuert werden, denn so eine Gewichtszunahme ist nicht gut. Gar nicht. Aber eine hungrige Malamutehündin ist auch nicht gut, Nukka kann durchaus brutal werden und extrem lästig. Vielleicht hilft ein anderes Futter.
28.03.2026 – Tag 60
Fast zwei Monate nach Nukkas OP ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels … Ihre Wunde ist trocken und schließt sich endlich. Sie ist mittlerweile auch wieder ganz die Alte, führt sich auf wie ein Junghund, genießt aber auch entspannende Stunden mit Faulenzen und Kuscheln. Die Narben verschwinden teilweise schon unter ihrem neuen Fell, werden aber teilweise immer sichtbar bleiben. Ich schätze mal, das ist ihr egal, denn es geht ihr wieder gut. Bisher sind keine weiteren Symptome oder Probleme aufgetreten, die auf das Streuen der Tumore hinweisen könnten.
Sie fühlt sich wieder komplett wohl.
31.03.2026 – Tag 63
2 Monate sind nun schon vergangen, und nun tauchen die Auswirkungen der Kastration auf. Abgesehen davon dass Nukka einen massiven Drang dazu hat, ihr Spielzeug oder auch Kaustangen durch die Gegend zu tragen und dabei zu raunzen und zu weinen wie wenn man ihr was antun würde, hat sie bereits erste Wesensveränderungen. Teilweise wirkt sie mürrisch-aggressiv knurrt bei kleinen Bewegungen die wir machen auf, kommt aber ein paar Minuten später um zu schmusen und zu kuscheln. Schnappen oder beißen würde sie nie, aber diese Gemütswechsel sind halt nicht so einfach bei so einem großen Hund.
Das Fell ändert sich auch bereits. Wird struppiger. Am Schwanz hat sie jede Menge Fell verloren und somit ist ihre einst stolze Rute nur mehr halb so dick wie vorher. Die Nachteile die eine Kastration so mit sich bringt, werden halt meist verschwiegen oder nicht kommuniziert. In ihrem Fall aber musste es ein um nicht wieder hormonelle Berg- und Talfahrten zu haben, die zu weiteren Tumoren führen könnten.
Das an den rasierten Stellen nachwachsende Fell hat zwar schon an Dicke gewonnen, aber keine Farbe. Da ist sie überall weiß. Nur vereinzelt stehen Deckhaar mit schwarzer Spitze raus. Was aber noch schlimmer als alles andere ist: Sie wird zu einer Kugel. Obwohl ohnehin schon mit dem Futter reduziert, scheint es, als würde sie bald platzen. Ob das nun Gewichtszunahme ist, oder eine andere Ursache (innere Flüssigkeitsansammlungen, weitere Tumore, …) hat, wissen wir erst nach einer Untersuchung bei unserer Tierärztin. Diese steht zwar an, aber Nukka ist nicht dazu zu bringen, aus dem Wagen zu springen und in die Ordination zu gehen. Zweimal wäre sie bereits aus dem Geschirr geschlüpft und abgehauen. Nicht gut, wenn sie hier auf die Straße läuft.
Ich hoffe, dass sie bald wieder Vertrauen in TÄ fassen kann, um zumindest mal angesehen werden zu können.
Tja, wenn die Hasen im Frühjahr rauskommen und ihr vor der Nase tanzen …
02.04.2026 – Tag 65
Gestern “durfte” ich wieder einmal ihren Bauch kontrollieren. Natürlich nur unter schwerem Gegrummel und Geknurre. Grande Madame ist da sehr ungehalten wenns um ihre “Wampe” geht. Das Scarbelly muss beschützt werden, keine Frage.
Die Wunde ist nun endlich trocken, und scheint auch schon zu zu sein. Ob die Wundöffnung nun vollkommen zugranuliert ist, konnte ich nicht sehen, aber es schaut zumindest oberflächlich sehr gut aus. Ein Indiz dafür, dass sie keine Beschwerden oder Schmerzen in dem Bereich hat ist die Tatsache, dass wenn sie durchknallt und wieder einmal ihren Laufdrang hat, sich unvermittelt auf den Bauch schmeißt, aufspringt, weiterrennt, sich wieder auf den Bauch wirft, usw.
Es scheint ihr wirklich wieder vollkommen gut zu gehen. Nach zwei Monaten endlich eine Sorge weniger.
10.04.2026 – Tag 73
Geschafft! Nach fast 2 1/2 Monaten ist die Wundhöhle und das Loch in Nukkas Bauchi nun endlich zu und definitiv verheilt! Gerade eben eine Kontrolle durchgeführt bei der sie stillgehalten hat. Nun hat sie es wohl wirklich überstanden und ist wieder wie früher. Aufgeweckt, energiegeladen, dauernd zu irgendwelchen Schandtaten bereit und zeitweise extrem fordernd und lästig. Ein Malamute-Mädchen eben ….
13.04.2026 – Tag 76
Nach wie vor ist alles im grünen Bereich. Die Wunde trocken und zu. Leider kriegen wir ihre Gewichtszunahme nicht in den Griff. Wir füttern schon weniger proteinhaltiges Futter (JOSERA Senior Balance Huhn & Reis), und auch da weniger als vom Hersteller für ihr Gewicht vorgesehen, unsere Gassirunden haben wir ausgeweitet damit sie sich mehr bewegen muss, auch rennt sie wie von der Hummel gestochen auf der Terrasse herum wenn sie draußen was sieht. Also am Bewegungsmangel liegts nicht. Die Kastration war für ihre Wespentaile (die sie eh nie hatte … *lach*) nicht von Vorteil.
16.04.2026 – Tag 79
Ich schließe nun diesen Beitrag, da es keine Veränderungen oder Neuigkeiten mehr zu diesem Thema mehr gibt. Sollte etwas unerwartet eintreten, dann ergänze ich natürlich wieder, aber vorerst sind wir froh, dass wir das alles hinter uns haben. Kurz: Unserer Fellkugel gehts gut, und wir sagen Danke zu allen die mitgefiebert haben und uns immer wieder alles Gute gewünscht und sich über Nuk’s Zustand erkundigt haben! Danke an alle da draußen!
23.04.2026 – Tag 86
Manchmal soll man sich nicht zu früh über was freuen.
Wir dachten Nukka hätte es gepackt und sie ist nach ihrer OP übern Berg. Irrtum. Jetzt tauchten plötzlich neue Probleme auf. Was hier wie ein überfressener Hund aussieht ist ein mit Wasser gefüllter Bauch … Ursache unbekannt. Lymphknoten o.B., Lunge keine Geräusche, Herzschlag normal. Die Tierärztin hat ihr nun was zum Entwässern gespritzt, und wir haben herzunterstützende Tabletten mitbekommen. Morgen wieder zur Kontrolle. Hoffentlich kriegen wir das auch wieder in den Griff.
(Und weil gerade eine Waage in der Nähe stand: Seit ihrer Kastration vor 2 1/2 Monaten hat sie bisher nur 1 kg zugenommen und wiegt nun 52,5kg – Und da wirken wir gerade mit einer strengen Diät entgegen.
25.04.2026 – Tag 88
Als wir gestern Nachmittag wieder von der Tierärztin zurückgekommen sind, hatten wir die Prognose: Scheisse. Sie hat definitiv Aszites (Wasserbauch) und hat nun nochmals eine Entwässerungsinjektion bekommen. Ursachen sind entweder das Herz oder ein Lebertumor. Ersteres könnten wir in den Griff bekommen. Am Montag machen wir eine Blutabnahme und wenn das nichts bringt ein Röntgen des Bauches um zumindest zu sehen was darin vorgeht. Ein Ultraschall ist derzeit bei ihr durch die Ansammlung im Bauch nicht möglich. Tja, es ist wie es ist, da lässt sich nichts dran ändern.
Am Abend sind wir dann noch öfter als sonst mit ihr raus, damit sie pinkeln kann, was sie auch tat. Komischerweise wollte sie dann um 21:30 Uhr mit mir nicht raus auf die Wiese, sondern die “Siedlungsrunde” über 2 Gassen machen … sie ging langsam, sehr langsam, aber sie ging brav. Da sie echt nur wenig zugenommen hatte, und wahrscheinlich auch das nur bedingt durch die Aszites, habe ich ihr noch eine volle Schüssel Futter hingestellt gehabt, die sie nun noch komplett leerte. Auch die Kaustange am Nachmittag hatte sie schon in Rekordzeit verputzt. Sie soll zumindest keinen Hunger haben, wenn sonst schon nichts passt.
Dann war zumindest einmal ein wenig Ruhe, obwohl wir bei jedem Geräusch von ihr natürlich sofort wach waren. Um knapp vor 3 Uhr Morgens wurde sie dann unruhig und Frauli ging mit ihr raus, wo sie (endlich) wieder pinkelte. Dann wieder Ruhe bis 6 Uhr früh, da wollte sie dann raus auf die Terrasse mit ihrem “Puppi” im Maul.
Knapp vor 8 schaute ich dann zu ihr raus, und sie machte null Bewegung, nicht einmal ihr Schwanz bewegte sich als sie ich sah. Selbst nach den Streicheleinheiten machte sie keine Anstalten aufzustehen. Kein gutes Zeichen. Aber als ich dann das Geschirr in die Hand nahm (was sie aus Kilometern Entfernung hört) stand sie plötzlich vor mir, und grinste mich an. Dieser Hund macht mich fertig! Beim Anziehen das übliche Prozedere mit Sekkieren, 15x um den Tisch bevor Herrchen ihr das Geschirr anziehen kann, ab ins Auto, und raus auf die kleine Wiesenstrecke die wir da in Ruhe haben. Sie sprang fast normal raus, tschappelte im Eilesschritt zur ersten guten Stelle und piselte brav. Dann ein zweites Mal und darauf das “Häufli”, dann aber war Schluss mit lustig und sie wollte wieder zurück. Null Problem, ich zwinge sie zu nichts.
Jetzt zu Hause liegt sie wieder unterm Terrassentisch und schläft.
Ich hab nun auch ein Medikament recherchiert, dass die Entwässerung schneller schaffen könnte, wenn es wirkt. Frauli fährt extra in die Arbeit um es zu holen. Das Wochenende ohne Behandlung will ich nicht vergehen lassen, und die Injektionen wirken nicht so wie sie sollten. Ich lasse nichts unversucht um es ihr leichter zu machen. Vielleicht hilft es. Wenn nicht, dann bleibt uns nur mehr die Untersuchung am Montag und das Warten auf die Ergebnisse …
Ihre Medikation ist nun: FORTEKOR 20mg fürs Herz und DIMAZON 40mg zum Entwässern.
Alles hat so gut ausgesehen, die Wunde war endlich verheilt und trocken, und dann dieser Rückschlag.
26.04.2026 – Tag 89
Nukkas Zustand war gestern Abend mehr als kritisch. Dass sich das nicht mehr bessern wird ist uns klar. Heute Morgen bin ich mit ihr rausgefahren und habe ihr ein neues Platzerl gezeigt. Ja, sie ist gegangen, aber sie hat nicht mehr den Elan den sie noch vor 1 Woche hatte. Das Fieber von gestern ist weg, sie piselte auch brav, machte ihr Häufli und sprang auch ins Auto rein und raus. Gestern kam sie fast nicht mehr hoch … leider nur “Momentaufnahmen”. Wie erwähnt, dass sich das noch bessern wird ist unwahrscheinlich.
Die Entwässerungstabletten greifen auch nicht, also haben wir sie wieder abgesetzt. Gestern Abend hatte ich ihr noch Schmerzmittel gegeben um es ihr ein wenig zu erleichtern. Die dürften geholfen haben.
27.04.2026 – Tag 90
Das dieser Tag kommen wird, war uns klar, aber nicht, dass es so schnell gehen würde. Exakt 90 Tage haben wir Nukka mit der OP noch verschaffen können. Aber nun geht nichts mehr. Innerhalb weniger Tage wurde ihr Zustand immer schlechter. Die Aszites (wahrscheinlich nun bedingt durch einen Lebertumor lt. unserer TÄ) wurde immer schlimmer. Die Entwässerungstabletten wirkten auch nicht, weil möglicherweise nun auch eine Nierenstörung dazu kam. Sie kann nur mehr schwer atmen, sitzt nur, schläft nichts. Gestern hat sie auch mit dem Fressen aufgehört und trinkt nun auch nichts mehr. Das sind eindeutige Anzeichen, dass sie aufgegeben hat. Dieser Tatsache musste wir ins Auge sehen, und wollen sie auch nicht länger quälen …
Heute Morgen um 8 Uhr sind wir nochmals rausgefahren damit sie piseln kann. Nur einmal kurz, viel zu wenig. Auch das Ein- und Aussteigen schafft sie nur mehr mühsam. Ich hab ihr dann Zeit gelassen, nochmal im Rasen zu sitzen zu schauen, und noch ein paar Fotos zu machen. Es werden die letzten sein …
Um knapp vor 12 Uhr Mittag war es dann leider so weit, wir fuhren zu unserer Tierärztin, die schon alles vorbereitet hatte. Es war ausgemacht, dass Nukka vor der endgültigen Spritze eine Narkose bekommt, und anschließend zeitnah abgeholt wird um sie einzuäschern. Es verlief alles ruhig und stressfrei, und so zog Nukka ihr Silbergeschirr an und machte sich um 12:12 Uhr auf den langen Weg …
Nukkas letztes Bild zu Hause … um 11:38 Uhr.
Nukka wurde am 30.04.2026 eingeäschert und kehrte am 1. Mai 2026 zu uns zurück …
Damit endet die Ära Schlittenhunde bei uns. Wir haben uns entschlossen uns nun keinen Hund mehr zu nehmen. Alle Sachen die nicht zur Erinnerung an sie dienen, haben wir verschenkt um nicht immer über ihre Sachen zu stolpern. Ein paar schöne Stücke (Ihr Lieblingspuppi, Bälle, Leuchtknochen, ihre Kuh, natürlich ihre Leine, Halsband und Geschirr, …) gesellen sich zu den Sachen unserer beiden schon vorangegangenen Hunde, als Erinnerung an die schöne Zeit mit ihr.
Eigentlich war von uns ein kurzer Herbsturlaub von Donnerstag den 25. September bis Sonntag den 28. September in Gerlos zum 30. Almabtrieb geplant und schon im Sommer gebucht worden. Da wollte ich schon entweder einen Ausflug zum Obernbergersee in der Nähe von Gries am Brenner oder einen zum Eibsee bei der Zugspitze machen. Bei beidem wurde uns abgeraten da die Staus von Gerlos in Richtung Innsbruck und danach zum Obernbergersee über die Brennerautobahn gewaltig sein sollen, und detto auch zum Eibsee, ebenfalls über Innsbruck. Dann überlegte ich, da wir ohnehin über das “Große Deutsche Eck” fahren wollten, ob wir nicht gleich die A8 weiter bis Irschenberg anstatt am Inntaldreieck in Richtung Kufstein zu fahren, und dann weiter nach Bad Tölz, Sindelsdorf, Garmisch-Partenkirchen direkt zum Eibsee nach Grainau fahren könnten, um den angeblich schönsten See und höchsten Berg in Deutschland zu bewundern.
Die Suche nach einer Unterkunft war nicht so einfach, da im Umkreis der Zugspitze entweder alles belegt oder schweineteuer war. Aber ich fand dann doch ein Hotel in Klais, in etwa 30 Minuten vom Eibsee entfernt, dass leistbar und auf der Reisestrecke in Richtung Gerlos am nächsten Tag lag. Also buchten wir von Mittwoch (24. September) bis Donnerstang eine Nacht in Deutschland dazu und verlängerten damit unseren Kurztripp um einen Tag. Leider verschlechterten sich dann die Wetterberichte immer mehr bis zum Abreisetag, und so hatten wir eher trübe Aussichten auf die paar Tage die vor uns lagen. Dennoch freuten wir uns, wieder von zu Hause wegzukommen.
Am Mittwoch war es dann so weit. Um 3 Uhr früh läutete der Wecker. Raus aus den Federn, fertigmachen, Auto beladen, mit Nukka Gassi gehen, denn um 4 war die Abfahrt in Richtung Deutschland geplant. Laut Google-Maps sollten wir zwischen 5 Stunden & 10 Minuten und 7 Stunden & 40 Minuten für die Strecke brauchen. Was für eine Angabe … Immerhin 518 Kilometer. Mein Plan war möglichst früh weg zu fahren, um den Berufsverkehr nicht voll zu erwischen. Und so gings um 3:45 Uhr schon los. 15 Minuten früher als geplant. Von uns aus über die A22, die S5 und die S33 nach St. Pölten, dann weiter über die A1 in Richtung Salzburg. In Allhaming Nord machten wir um knapp 6 Uhr die erste Rast wegen Nukka. Kaum 15 Minuten, und schon waren wir wieder auf der Autobahn. Und dann gleich nach der Auffahrt: Totaler Stopp wegen einer Totalsperre. Ein Fahrzeugbrand. Als die Meldung im Radio und am Navi kam, standen wir schon mitten drin im Stau. Und gleich zur Anmerkung: Eine Rettungsgasse wurde zwar gebildet, aber viele Vollhonks dachten sich dann, super die machen Platz für uns, und fuhren skrupellos nach vor. Dann war sie blockiert und hinten kamen die Einsatzwägen. Mehr braucht man wohl dazu nicht mehr zu sagen.
Raststation Allhaming Nord
Es dauerte dann nicht all zu lange bis es weiter ging. Schätze mal so 15 Minuten. Nun hieß es ein wenig Zeit aufholen, war auch super gelang da wir noch wenig Frühverkehr hatten. Einzig die LKWs begannen dann schon mit ihren Elefantenrennen, was die eine oder andere Behinderung ausmachte. Die Ausbremsung des Verkehrs mit dem 100er rund um Salzburg war dann auch noch öde, und der Gipfel der Idiotie dann die Grenzkontrolle der Deutschen beim Grenzübergang Walserberg. Stehen eh nur blöd da und machen nichts, aber der Verkehr wird dadurch immer langsamer und zäher, inklusive Stau. Nach der Grenze gings auf der A8 ziemlich gut (bei einer Geschwindigkeit von 120km/h, wie ausgeschildert!) weiter. Ich frage mich ernsthaft, wozu diese deutschen Diskussionen um ein Tempolimit so viel Wind aufwirbeln, wenns ohnehin schon Streckenweise eingeführt ist.
Unser nächster Stopp war dann auf der Raststation Samerberg in Deutschland. Relativ groß, wenig Grünflächen, aber dafür entdeckten wir eine eigene Hundezone. Während Frauchen aufs WC lief, schnappte ich mir Nukka und wollte mit ihr in die Hundezone. Sie verweigerte gleich beim Eingang. Dann sah ich auch warum: Vollkommen zugeschissen! Ich frage mich immer wieder, wieso die Mehrheit der Hundehalter und -halterinnen solche Dreckschweine sind. Auch bei uns zu Hause schauts in den Hundezonen meist so aus, und auf den Feld- und Wiesenwegen rund um unser Kaff sowieso. Nun, wir haben dann doch noch eine Grünfläche entdeckt wo sich unsere “Kleine” erleichtern konnte, bevor Frauchen wieder da war und es weiterging. Nächster Halt: Direkt am Eibsee.
Raststation Samerberg (Deutschland)
Fast 1 1/2 Stunden dauerte es dann noch, bis wir am Eibsee bei den Parkplätzen eintrafen. Und was hat uns da erwartet? Nebel! So dichter Nebel, dass wir den See nicht einmal sehen konnten. Doch zuerst einmal eingeparkt und ein Parkticket besorgt (9 Euro für 4 Stunden!!). Dann besuchten wir die Talstation der Zugspitz Seilbahn. Ein grandioses Bauwerk mit einigen Weltrekorden. Sie überwindet einen Höhenunterschied von 1945m auf einer Strecke von 4450m. Befördert in der Stunde 580 Personen (120 pro Kabine, mit WLAN, Scheibenheizung, und Panoramaglasboden!) vom Tal auf knapp 1000m Seehöhe bis zur Bergstation auf 2962m Seehöhe. Dabei überwindet sie die hächste Stahlbaustütze der Welt mit 127m Höhe und das längste freie Spannfeld von 3213m Länge! Der Bau kostete in etwa 50 Millionen Euro… Der Preis, wenn wir raufgefahren wären? 69 Euro pro Person (Berg- und Talfahrt) sowie 7 Euro für Nukka. Also in Summe 145 Euro (1995 Schilling für Oldies!)!! NEIN DANKE! Das ist es nicht mehr wert mit einer Seilbahn zu fahren.
Gleich nach dem Besuch der Talstation, wo ich auch eine Hutnadel erwerben musste, kam gerade eine Kabine vom Berg herunter. Gespenstisch tauchte sie vielleicht 30m vor der Talstation aus dem Nichts auf. Vollkommen lautlos glitt sie auf ihren Tragseilen in die Station hinein. Ich muss aber anmerken, dass sie in Natura weit kleiner wirkte als auf so manchen YouTube-Videos die ich über den Bau der Seilbahn gesehen hatte. Irgendwie enttäuschend, aber trotzdem ists ein eindrucksvolles Bauwerk. Also zurück zum Plan, der uns mit einer Wanderung um den Eibsee führen sollte. Das Bergpanorama war uns ja schon mal nicht vergönnt, also latschten wir zum See rüber. Am Kiosk kauften wir auch noch eine zweite Hutnadel, um gleich darauf von der draußen angebrachten Speisekarte des “Eibsee Pavillons” geschockt zu werden. Preise, die man sich als Normalverbraucher nicht vorstellen kann. Zum Beispiel eine Currywurst mit Pommes um knapp 21 Euro!! (Anmerkung: Im Internet fand ich die Webseite mit Speisekarte, und da sind vollkommen andere, billigere Preise, angegeben! Will man die Leute vor Ort abzocken?? Ich hab leider kein Foto von der Karte vor Ort, aber ein älteres im Internet gefunden wo die Currywurst schon 18,50 kostete!) Da pfeift man aufs Essen in diesem “Restaurant”. Also ab auf den Rundweg um den Eibsee.
Übrigens: DAS wollten wir anstatt dem Nebel sehen:
Der Eibsee selbst liegt in etwa auf 973m Seehöhe, ist an seiner tiefsten Stelle 35m tief, und Privatbesitz der Eigentümer des Eibsee Hotels (seit 1884). Entstanden ist er durch einen gewaltigen Bergrutsch vom Massiv der Zugspitze vor ca. 3500 Jahren. Der Rundweg selbst ist ca. 7,5km lang und sollte laut Angaben an den Tafeln ca. 90 Minuten in Anspruch nehmen. Wir brauchten 2 1/2 Stunden weil unsere graue Wasserratte natürlich an jeder nur möglichen Stelle ins Wasser wollte und auch ging. Das Panorana war ……. grau. Nur Nebel, keine Sicht aufs andere Ufer, keine Inseln zum Bewundern, keine Bergsicht. Es blieb die ganze Runde GRAU. Aber der Weg selbst war wirklich schön angelegt, leicht zu gehen, keine wirklich steilen Stellen, und zu dieser Jahreszeit nicht mit tausenden Menschen bevölkert wie im Sommer. Wirklich gut fanden wir die vielen “Müllinseln” wo Mülltonnen bereit standen. So konnte es für niemanden eine Ausrede geben, seinen Dreck nicht entsorgen zu können (und ihn wo zu hinterlassen, speziell Hundehaufen). Auch nett war die Tatsache dass uns fast jeder der uns entgegen kam, wie es ab 1000m Seehöhe so üblich ist, grüßte! Dazu komme ich aber später noch einmal zurück. Wie erwähnt, Nukka nutzte die Runde total aus und badete trotz der niedrigen Temperaturen von Wasser uns Luft ausgiebig. Mit einem absolut sauberen “Hündchen” kamen wir dann vor 13:30 Uhr zurück zum Parkplatz. Wir entschieden uns nicht hier in der Gegend was essen zu gehen, sondern in unser gebuchtes Hotel zu fahren. Das Landgasthaus Sonnenhof in Klais. Die Fahrt vom Eibsee zum Sonnenhof dauerte keine halbe Stunde. Somit war es kein Problem nach der langen Anfahrt vom Morgen und der Seenrundwanderung.
Der Check-In verlief rasch und problemlos. Wir wurden freundlichst empfangen und eingewiesen. Das Zimmer war ausreichend groß, mit Balkon, und hell. 150 Euro für eine Nacht mit Frühstück für 2 Personen inkl. Ortstaxe, Hund frei, da darf man heutzutage nicht klagen. Nachdem wir alles verstaut hatten, was schnell ging da wir extra für diesen Aufenthalt gepackt hatten, und der Rest für Gerlos im Wagen blieb, ruhten wir uns ein wenig aus. Ich mützelte eine Runde, denn die kurze Nacht holte mich dann doch ein. Am Abend gingen wird dann runter ins Restaurant um eine Kleinigkeit zu essen. Was soll ich dazu schreiben? Zwei Tafelspitzbrühen mit Kräuterpfannkuchenstreifen (bei uns einfach: Frittatensuppe) und zwei Schnitzel nach Wiener Art mit Pommes (zwei schöne große Schnitzel pro Teller!), zwei Getränke dazu, und das um 55 Euro. Nicht billig aber große Portion, sehr gute Qualität, und mit wirklich freundlichem Personal serviert! Nein, da darf man nicht meckern. Und hier gabs auch eine Currywurst mit Pommes um 10 Euro! Nicht 21 wie am Eibsee!! Nach dem kulinarischen Highlight des Tages machte ich noch schnell mit Nukka eine Gassirunde, und dann gings ab in die Dusche und danach ins Bett. Ich war hundemüde und morgen wartete wieder eine lange Autofahrt auf uns.
Nach einer angenehmen Nacht war Frauchen schon mit Nuk’ unterwegs als ich aufwachte. Also raus aus dem Bett, fertigmachen, das Frühstück rief. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, und warum ich eigentlich auch ein Hotel in Deutschland buchte, und nicht gleich weiter nach Gerlos fuhr. Gleich mehr dazu. Als meine Beiden zurück waren, ließen wir Nukka wie gewohnt im Zimmer (sie ist ja voll brav wenn sie warten muss, hat noch nie was zerstört, heult nur Anfangs ganz kurz und gibt dann Ruhe) und machten uns wieder auf den Weg in die Gaststube zum Frühstück. Auch heute wieder freundliche Begrüssung, ein liebevoll gedeckter Tisch und ein Frühstücksbuffet das keine Wünsche offen ließ. Und jetzt, zu meiner Überraschung: Es war leise! Die anderen (deutschen) Gäste unterhielten sich genauso wie in den österreichischen Hotels aber leise! Es gab kein lautes Quer-über-den-Tisch-Plärren, kein Kindergeschrei, kein Herumlaufen, keine lautes Gelächter über dümmliche Aussagen oder Witze die wohl nur jene verstehen die sie rauslassen, nichts! Sowas von angenehm! Und genau das wollte ich wissen. Sind die Deutschen zu Hause in ihrem Land auch so derart rücksichtslos und egoistisch/arrogant wie bei uns, wenn sie auf Urlaub sind? NEIN, definitiv nicht! Komischerweise wissen sie da, was Anstand und Benehmen ist. Mir ist das schon am Eibsee aufgefallen, als so ziemlich alle die uns begegneten auch grüßten, ohne dass wir zuerst den Mund aufmachen mussten. Ehrlich gesagt, wir kamen gar nicht dazu erste zu sein, weil sie fast alle schneller waren. Wieso klappt das in ihrer Heimat und bei uns nicht? Oder ist das eine andere Urlauberschicht die wir da trafen? Ich weiß es nicht, aber ich war sehr positiv überrascht und muss wohl einige Ansichten bezüglich unserer deutschen Nachbarn neu überdenken, wenn es um sie ihn ihrem eigenen Land geht.
Das Frühstück selbst war wie schon oben geschrieben perfekt. Nichts fehlte. Auch da gabs perfekt freundliche Bedienung, und als wir dann die Abrechnung beglichen blieb noch Zeit für ein Quatscherl. Dabei haben wir erfahren, dass auch bei unseren Nachbarn das Problem einer arroganten, rücksichtslosen und selbstverherrlichenden Bevölkerung immer schlimmer wird. Na dann, willkommen im Club! Im deutschsprachigen Raum dürften wohl die selben Probleme um sich greifen. Wir aber sagen Danke an das Team des Sonnenhofs, für die wirklich nette Zeit die wir da verbringen konnten. Es hat alles gepasst!
Und weiter gehts, wir fahren gegen 9 Uhr ab in Richtung Krün, Wallgau und Vorderriss. Die kostenpflichtige Mautstraße Wallgau-Vorderriss schlug sich mit 6 Euro zu Buche, war aber die einzige Verbindung nach Hinterriss zum Großen Ahornboden und die Eng Alm, unserem nächsten Ziel. Die Straße führt übrigens durch das malerische Isartal, wo wir auch kurz für Nukka stehen blieben. Die Mautstraße zwischen Hinterriss und Eng kostete dann nochmals 7 Euro bis wir am Ziel, der Eng Alm waren. Dafür ist der Parkplatz da kostenlos gewesen. Auch ein positiver Aspekt. Der Weg vom Parkplatz zum Almdorf hinten war in kaum 10 Minuten erledigt. Das schafft wohl jeder. Die Eng Alm selbst haben wir diesmal nicht besucht, dafür aber wieder den Bauernladen. Hier gibts ein paar verdammt gute Käsesorten und so nebenbei auch andere Schmankerln und Souvenirs. Einige Käse ging dann mit. Ist Pflicht, wenn man schon da ist. Danach retour zum Parkplatz, noch schnell den Eng-Kiosk besucht und auch hier 2 Sorten Käse ergattert, um dann wieder durch die Ahornböden (der Ahornstamm mit dem riesigen Hallimasch drauf stand auch noch immer) zurück in Richtung Vorderriss zu fahren.
Wir wollten auf der Retourfahrt noch die Garberlalm besuchen (Hier gibts die beste Hühnerminestrone!), die war zu diesem Zeitpunkt dann aber leider geschlossen. Also fuhren wir ab Vorderriss in Richtung Sylvensteinsee und über den Damm rüber Richtung Österreich und den Achensee. Von da aus dann über Strass im Zillertal nach Schlitters zur Zillertaler Trachtenwelt, wo wir gegen 13:50 Uhr eintrafen und wie immer eine Kaffeepause einlegten, und schauten was es Neues im Geschäft gab. Ohne weiteren Einkauf, aber dafür zufrieden ob des feinen Cafe Latte den es da gibt, gings danach weiter in Richtung Mayerhofen, zu unserem Specklieferanten, der Metzgerei Gasser.
Und ja, wir haben wieder groß eingekauft *lach*. Die Qualität ist eben eine ganz andere als man bei uns zu Hause bekommt, und die Preise passen dafür. Noch dazu spare ich mir die Versandkosten, wenn ichs in Mayerhofen gleich direkt mitnehmen kann. Und nach all den Besuchen und Einkäufen kamen wir endlich um 16 Uhr im Hotel Glockenstuhl bei unseren Gastgebern Christine und Hannes Eberl samt Familie und Team an. Wir wurden wie gewohnt freundlichst empfangen, diesmal vom Junior der seine Sache echt gut machte und es ihm auch sichtlich Spaß machte die Hotelgäste an der Rezeption zu begrüßen. Check-In dauerte nicht lange, und schon machten wir uns zusammen mit Nukka auf den Weg zum Bauernmarkt, den wir auch noch besuchen wollten. Die Anbieter sind zwar meist die Gleichen wie immer, aber diesmal war auch wieder der Weinstand mit dem absolut feinen Sturm (heuer leider kein roter …) dabei, und da schlugen wir auch zu. Ja, er schmeckte wieder gut und war wohl von feinen Reben erzeugt. Süss und brandgefährlich. Anschließend dann ab ins Hotel, Abendessen, und Ende des Tages wie man so sagt. Genug ist genug, und Nuk’ war auch schon leicht gesäuert weil wir so viel besucht hatten.
Ein neuer Tag, ein neues Glück. Donnerstag, und nach einer fast durchwachten Nacht fiel es mir schwer aus dem Bett zu kommen. Nukka war extrem lästig und weckte mich im stundentakt um gestreichelt zu werden. Keine Ahnung was mit ihr los war, für mich wars brutal. Das Frühstück ließ ich mir trotz Müdigkeit schmecken. Im Glockenstuhl ist das genauso ein Highlight wie das Abendessen. Die Küche und das Service (Danke auch an Andrea und Roland!) passen hier einfach. Was heute am Plan stand? Nunja, geplant war die Kainzenhüttenalm im Zillergrund, aber: Gerade heute Ruhetag! Zum Glück hab ich vorher nachgeschaut. bevor wir uns die Fahrt über die B165 über Hainzenberg und Mayerhofen angetan hatten. Diese Strecke ist mir ein Graus wenn die D’s und NL’s da unterwegs sind. Aber das Thema haben wir ja jedesmal wenn wir in Gerlos sind. Fakt ist auch, dass unsere lieben “Gäste” aus dem Nachbarland und speziell heuer auch den Niederlanden, sich wieder aufführten als wären sie alleine im Ort, alleine im Hotel und alleine auf den Wanderwegen und Hütten. Traurig dass es immer so abläuft mit denen. Und jetzt am Saisonende wo die meisten Schranken wegen des bevorstehenden Almabtriebs offen waren damit die Einheimischen ungehindert zu den Almen können, nutzten das auch gleich mal die Österreich-Urlauber aus besagten Ländern um mit ihren Kraxen bis vor die Almhütten zu fahren und in den Tälern alles zuzuparken. Sie werdens nie kapieren. Auch nicht, dass man die Hunde nicht frei auf die Wiesen mit Rindern laufen lässt oder zu ihnen für Selfies hinkräult. Sie verstehen auch nicht was “festes Schuhwerk” in den Bergen bedeutet, und schlendern in Schlapfen und Halbschuhen herum. Kein Wunder dass heuer wieder so viele Unfälle mit denen passiert sind. Schuld sind dann immer die anderen, und alles wird deswegen verklagt. Wenn ich da ein Landwort mit Vieh wäre, oder für den Weg verantwortlich, es wäre schon gesperrt und kein Durchgehen mehr. So lange bis jene es sich merken und sich dementsprechend verhalten.
Wir sind also heute so gegen 10 Uhr ins Schönachtal gewandert. An der Jörgleralm vorbei, nach hinten ins Tal zur Lackenalm. Da machten wir dann eine Einkehr, da unten am Parkplatz die Issalm als geschlossen gekennzeichnet war, verzichteten wir auf eine anschließende Wanderung noch weiter ins Tal hinein. Nach ein paar Zirberln und einem Getränk wollten wir dann wieder zurück zur Jörgleralm und dort für einen wunderbaren Topfenstrudel mit Vanillesauce einkehren. Doch daraus wurde leider nichts. Wie schon erwähnt war da alles von unseren “Freunden” zugeparkt und die Hütte vollkommen voll. Mit Hund keine Chance da einen Platz zu bekommen, da die Deutschen ihre Hunde nie kurz nehmen oder sogar unangeleint herumlaufen lassen, was wir mittlerweile als eine rücksichtslose Frechheit empfinden. Also gingen wir weiter zum Parkplatz runter, und beschlossen, auf unser Stammplatzerl den Aussichtspunkt am Durlaßboden Stausee zu besuchen, wenn er denn offen hat.
Und ja, er hatte offen! Es war 13:10 Uhr und der letzte Tag heuer, also Glück gehabt. Auch hier gibts einen tollen Cafe Latte, oder wenn die Witterung passt einen traumhaften Eiskaffee. Als Saisonabschluss bekamm Nukka diesmal sogar ihre Eiskugel spendiert. Die sind da auch sowas von freundlich. Ein Besuch ist hier auf alle Fälle empfehlenswert, schon alleine wegen der Aussicht auf den Speichersee. Danach fuhren wir wieder nach Gerlos zurück, und freuten uns schon auf das Abendessen, und ich mich aufs Bett nach der letzten Nacht.
Yesss, der Grund warum wir hier sind, findet heute am 27. September statt: Der 30. Gerloser Almabtrieb! Ein Volksfest. Um 9 solls losgehen, aber wie schon voriges Jahr gabs da wieder widersprüchliche Angaben. Ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass so ein Event mit Beginn der Straßensperre (angegeben von 10 bis 15 Uhr) anfängt. Doch Irrtum, die ersten Kuhherden waren schon um 9 Uhr angekündigt. Also mussten wir uns beeilen, mit Nukka noch ordentlich gehen weil sie im Zimmer bleiben musste (die Menschenmassen und den Lärm tun wir ihr nicht an) und wir auch noch frühstücken. Wir haben sicher den ersten Abtrieb verpasst, aber beim zweiten um 9:30 Uhr standen wir schon in der Menge und bewundertem die toll geschmückten Kühe die an uns vorbeizogen. In kürzester Zeit war der Ort mit Menschen geflutet und die Straße dicht. Wahnsinn was sich da abspielte. Ein richtiges Volksfest. Und die meisten davon: Holländer und Deutsche. Am besten fand ich die “Oranjes” wenn sie in Tiroler Tracht mit ihren Holzschlapfen daherkamen. Oida! Passt null zusammen, aber das ist denen sowas von wurscht. Genauso die Deutschen wenn sie mit den Fliesjacken von der Trachtenwelt herumstolzierten, mit dem Österreich-Wappen am Rücken! Wie nennen die Woken sowas? Kulturelle Aneignung? Ah! Da machts nichts aus? *hahahahaaaaaa* Wir haben ja doch den schöneren Adler, auch wenn er pleite ist … (Hab ich auch erwähnt dass ich noch müder wie am Vortag war, weil Nukka wieder nachts lästig wurde?)
Die komplette Fotogalerie davon hab ich Euch am Ende der Seite via FB verlinkt!
Das Treiben im Ort wurde dann immer größer. Von überall tönte laute Musik daher. Die Massen schoben sich über die Hauptstraße, und jedesmal wenn eine Herde kam hatten die Securities alle Hände voll zu tun, um die Smartphoneterroristen die alles und jeden fotografieren wollten von der Straße zu bringen. Kühe nehmen keine Rücksicht auf Papparazzis. Die trampeln sie einfach nieder. Gleiches Spiel als die “Schnalzer” auf ihren wunderschönen Norikern durch den Ort ritten und alle 200m ihr Können zeigten. Auch da hieß es höchste Konzentration für die Aufpasser. Manche haben auch da nicht geschnallt, dass wenn sie das Ende der Peitschen in die Fresse kriegen, es nicht so gut ausgeht. Aber vielleicht gilt auch hier nur mehr das Sprichwort: Nur durch Schaden wird man klug? Nein, sie schnallens einfach nicht. Irgendwie schafften wir es dann einmal die Hauptstraße rauf und wieder runter, kauften natürlich ein bisserl ein, und holten auch unsere im Sommer schon bestellte Holzuhr von Bernhard Rauch der mit seinem Stand anwesend war ab. Das Teil ist sowas von schön geworden! Danke dafür!
So verlief der Tag wie im Flug, und uns wurde bewusst, dass wir am nächsten Tag schon wieder die Heimfahrt antreten mussten. Auch wenn wir das gar nicht wollten. Am Abend erledigten wir dann noch die Rechnung, übernahmen die für uns bestellten Pölster (Danke fürs Besorgen!) und genossen das letzte Abendessen für heuer im Hotel Glockenstuhl. Es war natürlich geschmacklich traumhaft wie immer. Als Abschluss dann noch eine Abendrunde mit Nukka und in der Hoffnung heute schlafen zu können dann ab ins Bett, ein wenig fernschauen, und traumlos weil hundemüde bis Sonntag früh (fast) durchgeschlafen.
Sonntag morgen vertreibt Kummer und Sorgen? Da wir beides zum Glück nicht hatten, war alles gut. Frauchen war schon mit Nukka draußen, ich packte den Rest unserer Sachen zusammen, dann gingen wir noch ausgiebig frühstücken um anschließend den Wagen zu bepacken. Wieder fuhren wir mit viel mehr nach Hause als wir mitgebracht hatte. An was das wohl liegt? Wir sollten uns das Shoppen abgewöhnen. Dann ging es relativ schnell, Nuk’ wollte sofort in den Wagen also brachte ich sie raus, und dann verabschiedeten wir uns noch von unseren Gastgebern Christine und Hannes. Es war wieder ein angenehmer und toller Aufenthalt (bis auf die lärmenden “Urlauber” die ich schon viel weiter oben erwähnte), und um 9:15 saßen wir schon alle im Wagen und fuhren entgegen dem ursprünglichen Plan nicht über Krimml und Mittersil nach Hause, sondern über Hainzenberg (B165) und die Zillertal Straße (B169) durch den ewig zugestauten Brettfalltunnel und der A12 wieder übers “Große deutsche Eck” nach Hause. Es hieß, Sonntag wäre ja kein Berufsverkehr also sollte es auch keinen Stau geben. Google Maps sagte: Kein Stau! Die Wirklichkeit sagte: Lauter Oranjes und Deutsche unterwegs, extrem zäher Verkehr ohne Grund. Der Grund ist aber klar, die fahren alle in den Nebenstraßen weil sie meinen so einen vermeintlichen Stau umgehen zu können, und wenn sie dann zurück auf die Hauptstraße müssen, dann bleiben ihre Landsleute trotz Vorrang pausenlos stehen um die reinzulassen! Der Stau ist also von diesen lieben Urlaubern hausgemacht! Aber nachdem die Deutschen wohl aus Angst vor Vereinsamung auf der Straße gerne in Staus stehen um schützende Autorudel zu bilden, denke ich darüber einfach nicht mehr nach. Hat eh keinen Sinn. Kaum waren wir dann an der Grenze (wo es auch wieder staute, weil die Deutschen meinten, Kontrollen durchführen zu müssen!), ging es dann relativ flott voran.
Ein bisserl was geht immer mit nach Hause …
Erst an der Raststation Mondsee machten wir dann der ersten Halt wegen Nukka (12:06 Uhr) und später dann noch auf der Raststation Schallaburg (14:30 Uhr). Anschließend gabs nur noch ein Ziel: Nach Hause, wo wir auch so gegen 15:50 Uhr also nach knapp über 6 1/2 Stunden Fahrt samt Pausen eintrafen. Jetzt musste nur noch der Wagen entladen, Nukka versorgt, und alles zu Hause weggeräumt werden, dann war es das vorläufig für heuer.
Raststation Mondsee
Raststation Schallaburg
Hier habt Ihr vorläufig alle Fotos auf Nukkas FB-Account, bis ich die Zeit dazu finde, sie hier auf meinem Server hochzuladen.
Sollte Euch dieser kleine Reisebericht gefallen haben, lasst einen GB-Eintrag oder Kommentar da, und wie immer: Fett geschriebene und blau hinterlegte Wörter sind Links zu weiteren Infos über die erwähnten Orte. Viel Spaß beim Anklicken!
Nachtrag: Zu Hause musste ich herzhaft lachen! Warum? Beide Hutnadeln die wir uns in Deutschland kauften (Zugspitze und Eibsee) waren “Handgefertigt in Salzburg”! Wieder bestätigt sich: Wir haben halt Qualität! *lach*
Ich stöbere ja gerne in diverse Foren und Gruppen, wo ich mir von der Tiroler Küche das eine oder andere Rezept abschauen kann. Bei meinen letzten Recherchen, stolperte ich über “Tiroler Grattler”, eine Art Kartoffelgulasch, das aber nicht so gemacht wird, wie wir es bei uns gewohnt sind. Ich dachte mir: Gut, das probier ich! Und heute war es soweit.
Die Zutatenliste:
1,5 kg Kartoffeln, gewürfelt 5 Stk. Karotten (ca. 300g), geraspelt 1 1/2 Zwiebel, gewürfelt 500g Braunschweiger Wurst, gewürfelt 1 1/2 EL Senf (Estragon) 2 EL Tomatenmark 4 TL Paprikapulver, edelsüss 1 TL Paprikapulver, edelsüss geräuchert 1 TL Kümmel, gemahlen 4 TL Majoran 1/2 TL Tekau Pepa (meine Pfeffermischung, schwarzer Pfeffer tuts aber auch) Salz nach Geschmack 4 EL Öl 1 Liter Wasser
Und so wirds gemacht:
Alle Zutaten vorbereiten damit es danach schneller geht. Kartoffeln schälen, würfeln. Zwiebel schälen und auch würfeln. Die Braunschweiger in Würfel schneiden, und die Karotten raspeln. Die Gewürze (Paprikapulver, Kümmel, Pfeffer, Majoran, Pfeffer, Senf und Tomatenmark) mit ein paar EL Wasser zu einer Paste verrühren und gut durchmischen.
Das Öl in einem großen Topf heiß werden lassen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Karotten und Kartoffeln hinzufügen und ein paar Minuten unter Rühren auch anschwitzen.
Nun 0,2 Liter Wasser hinzufügen und die Gewürzpaste gut unterrühren. Es soll sich alles gut vermengen und eine einheitliche Farbe bekommen. Den Rest des Wassers dazu gießen und ab jetzt 20 Minuten leicht köcheln lassen.
Nun kommt noch die gewürfelte Braunschweiger dazu, und dann lässt man den Topf in Ruhe nochmals ca. 20-30 Minuten leicht dahinköcheln bis die Kartoffeln bissfest durch sind. Mit Salz (ich mags eher mit Vegeta) abschmecken, bei Bedarf mit Kartoffelstärke oder Mehl eindicken/binden, und fertig ist die Speise!
Geschmacklich fantastisch! Ich wünsch Euch, falls Ihr das nachkocht, gutes Gelingen und lasst es Euch schmecken!
Info zum Wort “Grattler”:
Kartoffelgulasch wird in manchen Tiroler Regionen und besonders in Bayern, als “Grattler” bezeichnet weil das Gericht ursprünglich von den “Grattlern”, also Menschen die mit kleinen “Kratten” (Bollerwagen) nach Bayern gezogen sind und dort gekocht worden ist. Die “Grattler” waren oft Tiroler die mit ihrem Hab und Gut mit dem Wagen über die Alpen gekommen sind.
Als “Grattler” haben die Bayern die Tiroler beschimpft als sie mit der ganzen Familie und nur dem kleinen Wagen mit Obst und Gemüse drin nach Bayern gezogen sind.
Auch heute noch wird der Ausdruck “Grattler” abwertend als Schimpfwort gebraucht, Speziell für finanzschwache Leute, und undredliches Gewerbe. Letzteres nennt man “Grattlerwirtschaft” oder asoziales Verhalten (“Des is a Grattler!”). Sogar Wohnwagen werden spöttisch als “Grattlervilla” bezeichnet. Aufpassen heißt alle Mal bei der Verwendung dieses Wortes, denn es kann juristische Folgen nach sich ziehen!