Nun hats Nukka das zweite Mal erwischt 
 (Mammatumore 2025)

ACHTUNG! Manche Fotos könnten Menschen mit schwachen Nerven schocken!
Update: 27.04.2026

Zur ersten OP im Jahr 2022 >>hier<< klicken.

2025 – Mammatumor, der Zweite & Dritte

Nukka am Tag nach der OP, sind schon gewaltige NĂ€hte geworden.

10.12.2025

3 1/2 Jahre ist die OP nun schon her, wo Nuk ein riesen bösartiger Mamatumor entfernt wurde. Sie hat 3 1/2 Jahre seitdem durchgestanden. Wir dachten gar nicht, dass sie so lange bei uns sein wĂŒrde. Nun aber sind wir wieder an dem Punkt, wo es keinen Lichtblick geben wird. Der Krebs ist zurĂŒck. Er kam noch schneller, wurde noch grĂ¶ĂŸer, und hat nun die linke Milchleiste von ihr befallen. Ein faustgroßer Tumor, hart wie ein Stein hat sich innerhalb weniger Wochen gebildet.

Die Untersuchung gestern bei unserer TierĂ€rztin brachte die ErnĂŒchterung: Es wĂ€re eine “Hopp- oder Dropp”-OP. Sprich: Kann vielleicht klappen, kann katastrophal schiefgehen. Wobei sie eher der Meinung war, nicht zu operieren. Der Tumor ist zu groß, und auf der anderen Seite fehlt ja seit der OP schon alles, wĂ€re also schwer, die riesen Wunde wieder zuzukriegen.

Nun warten wir auf ihr Anraten mal bis zum Ende ihrer derzeitigen ScheintrĂ€chtigkeit, also bis Anfang JĂ€nner, und dann ĂŒberlegen wir zusammen mit der TÄ was wir tun oder nicht tun. Wird wieder eine schwere Entscheidung. Wenigstens hat sie derzeit keine Schmerzen damit, rennt, frisst, fĂŒhrt sich auf, also hat keine Probleme mit dem riesen GeschwĂŒr. So lange es so bleibt, ist es in Ordnung. Immerhin wird sie nĂ€chstes Jahr im Juni 9 Jahre. Vielleicht gibts ja doch noch die eine oder andere Chance oder das Wachstum stoppt.

25.01.2026

Nachdem wir nun ein paar Wochen mit allem Möglichen zu kĂ€mpfen hatten (Durchfall, Erbrechen, totaler Fellwechsel, die ScheintrĂ€chtigkeit mit entzĂŒndeten Zitzen und blutigem Ausfluss, …) und nun halbwegs alles ĂŒberstanden haben, ist der Tumor mittlerweile 17cm groß geworden. Innerhalb weniger Wochen! Heute sind wir in die Tierambulanz Deutsch Wagram gefahren, die ich per Mail kontaktierte um eine zweite Meinung einzuholen. Gleich bei der ersten Untersuchung meinte man, es sei durchaus operabel auch wenn der Tumor schon so groß ist. Ein Lichtblick. Es wurde ein großes Blutbild gemacht, und am 28.01.2026 kommt sie nochmals zum Röntgen (wegen der Lunge, ob der Tumor gestreut hat), und danach die OP. Wir hoffen natĂŒrlich dass alles glatt gehen wird, und sie doch noch einiges an Zeit bei uns verbringen kann.

28.01.2026 – Tag 1

Also das war bisher Stress pur! Mit fast einer Stunde VerspĂ€tung ist Nukka erst nach 14 Uhr in den OP gekommen, und war natĂŒrlich die ganze Zeit unrund. Beim Reingehen in die Tierklinik wĂ€r sie fast aus dem Geschirr raus. Hab sie aber noch erwischt und reingeschoben.

Als sie dran war, ließ sie sich diesmal problemlos auf den Tisch heben. Die Chirurgin und die Helferinnen waren aber auch voll nett und behutsam, da hatte sie keine Angst. Auch den Venenzugang ließ sie sich problemlos machen, weil Herrli hat sie ja gekrault. Als die Narkose anfing zu wirken hat sie sich ganz fest an mich gekuschelt hat mich nochmal intensiv angesehen, und ist weggeschlafen. Ohne Murren, ohne Probleme.

Die Ärztin hat sich das dann nochmal alles angeschaut, und nun wirds heftig: Der große Tumor (mittlerweile 18cm und schnellwachsend) wird komplett entfernt, sie muss nur schauen wo sie die Haut hernimmt, um das wieder zuzumachen. Es fehlt ja einiges wegen der letzten OP. Dann nimmt sie ihr auf der anderen Seite den ebenfalls neuen Tumor (5cm) und die Problemzitze (die sich in den letzten Monaten bei jeder ScheintrĂ€chtigkeit entzĂŒndete) weg, das geht sich mit der Haut aus. Gleichzeitig wird sie kastriert, damit das Problem mit den geschwollenen Zitzen weg ist. Und: Die beiden Knubbel die sie hat, die werden auch gleich entfernt.

Ja, ist schon viel, aber sie meinte, das wird schon gehen. Sie ist angeblich eine der besten Kleintier-Chirurginnen. Wir können, wenn alles gutgeht, Nukka bis 20 Uhr abholen, wenn ich nichts mehr von ihr höre.

So sah das vor der OP aus. Irre wie schnell sich das innerhalb von 8 Wochen entwickelte! Eingekreist, was alles entfernt werden musste und wurde.

Um 19:30 Uhr Abends haben wir Nukka abholen können. Komplett benommen, mit dem Geschirr oben, den Trichter am Kopf. Dann wurde ihr noch ein T-Shirt als Schutz drĂŒbergezogen. Alle waren ein wenig ĂŒberfordert. Ich sagte, das mit dem Trichter wĂŒrde nicht funktionieren, bekam aber als Antwort dass das so sein mĂŒsse, und sie den 10 Tage oben lassen muss. Keine Chance das Geschirr so runter zu bekommen. Der Trichter selbst so fest geschnĂŒrt dass man nicht einmal einen Finger zwischen der Krause und ihr durchbrachte. Ich hatte kein gutes GefĂŒhl dabei. Wichtig war aber nun, sie zuerst einmal gut nach Hause zu bringen, was uns auch gelang. Trotz ihrer Weinerei hinten im Wagen. Am Abend dann noch kurz Gassi gewesen, und dann dachten wir sei Ruhe. Die Ärzte sagten ja, sie wĂŒrde nun die Narkose ausschlafen und bis morgen pennen…

29.01.2026 – Tag 2

Die Nacht war furchtbar. Nukka schlich nur herum, legte sich nicht hin, weinte, schlief keine Minute. Der Trichter störte sie gewaltig. Wir schliefen natĂŒrlich auch nichts. Von wegen, sie schlĂ€ft sich die Narkose aus. Unmöglich mit dem Teil am Hals. Also machten wir auf eigene Faust eine PlanĂ€nderung. Der Trichter musste runter, der war viel zu fest am Hals und behinderte Nukka bei allem. Die Medikamente von gestern hat sie rausgekotzt. Auch jene die sie von uns am Morgen bekommen hat. Ihr Fressen verweigert sie auch.

Sie schaute richtig erleichtert, als das Teil herunten war. Dann fuhr ich los und besorgte einen Post-OP-Body. Kriegt man bei uns in der benötigten GrĂ¶ĂŸe natĂŒrlich nicht. Also fuhr ich bis nach Korneuburg ins Tierspital wo ich dann einen kaufen konnte. Einen zweiten hab ich dann spĂ€ter zu Hause via Amazon bestellt.

Jetzt konnte das T-Shirt mal runter, und auch das Geschirr. Sie hielt sich brav und tapfer bei dieser Aktion. Vorher hatte sie ohne Trichter schon ein bisschen geschlafen, weil sie sich hinlegen konnte. Der neue Body war schnell angezogen, lag gut an ihr an, und konnte nicht verrutschen. So weit ich das nun auch nach 1 Stunde gesehen habe, liegt sie und schlÀft endlich. Jetzt kann sie sich besser erholen.

So kann sie schlafen und sich vorsichtig das Bauchi kratzen lassen…

Nach gesundem Schlaf hat sie nun wieder eine kalte Nase (also fieberfrei), auch gefressen hat sie nun. Anschließend gings schnell raus zum Pullern. Langsam, gemĂŒtlich, aber wichtig dass es ĂŒberhaupt geht. Also wirds langsam, der Weg der Besserung ist nun beschritten.

30.01.2026 – Tag 3

42 Stunden nach ihrer schweren OP … Wir hatten eine ruhige Nacht, sie hat fast durchgeschlafen. So zĂ€h wie diese HĂŒndin, war nicht einmal unsere ehemalige Anka. Gleich am Morgen bekam sie heute das Antibiotika (Kesium 400mg) und Rimadyl 100mg, sowie Metacam als Schmerzmittel. Das verordnete Tramadol 80mg hat sie nicht vertragen und kotzte gestern innerhalb weniger Minuten alles raus. Die derzeitige Medikamentengabe vertrĂ€gt sie. Auch wenn wir das Antibiotika in der KaffeemĂŒhle pulverisieren und in Leberpastete einarbeiten mĂŒssen. Es klappt. FĂŒr Schutz des Magens geben wir auch eine Tablette Pantoloc 20mg am Morgen. NatĂŒrlich alles in RĂŒcksprache mit unserer HaustierĂ€rztin. Die Tierklinik wird uns hassen, aber was solls. Man kanns nicht allen recht machen, und Nukkas Wohlbefinden geht uns vor. Zwischen verordnet, vertrĂ€glich und wirksam liegen halt Welten. Nicht jeder Hund ist gleich, und darum kann man auch nicht standardisierte Behandlungen anwenden sondern muss flexibel sein.

AuffĂ€llig ist nun die sehr ruhige und gleichmĂ€ĂŸige Atmung von ihr. Vor der OP hörte man irgendwie dass sie sich schwer tat. Der riesige Tumor musste also schon ganz schön Druck am Brustkorb ausgeĂŒbt und ihr das Atmen erschwert haben. Das ist nun auch vorbei, und man merkt es richtig.

Der Body hat sich auch bewĂ€hrt. Sie kann damit auch ihre GeschĂ€fte erledigen ohne dass wir ihn ausziehen oder nach vor wurschteln mĂŒssen. Sie geht damit auch nicht an die Wunde. Geleckt wird nur an der Vorderpfote wo der Venenzugang fĂŒr die Narkose gelegt war. Brav ist sie. Aber bei der letzten OP hatten wir das auch so. Pfote wird bearbeitet, die große Wunde ignoriert.

Heute Morgen war sie schon in sehr guter Laune, trappste vor mir her wie wenn nichts gewesen wĂ€re. Sie wird zwar schnell mĂŒde, und geht dann ganz langsam neben mir her, aber das ist normal.

Die beiden riesen Wunden dĂŒrften trocken sein, zumindest sieht man keine Sickerflecken am Body. Eiskalte Schnauze, also fieberfrei. Das ist gut. Die Narben selbst konnten wir ja noch nicht sehen. Heute Abend haben wir aber ohnehin Nachkontrolle, da wird sich zeigen ob alles nach Plan verlĂ€uft (außer mit dem Trichter …).

Kosten bisher gesamt in etwa 1750 Euro. NatĂŒrlich ein Vielfaches von ihrer OP im Jahre 2022, da warens gesamt in etwa 400 Euro … Aber wieviel soll/kann das Leben eines so treuen “Familienmitglieds” wert sein? Diese Frage stellte sich mir nicht. Bei keinem unserer Hunde. Die Frage die sich stellte war lediglich: Kann man ihr noch Zeit verschaffen, oder ists diesmal nicht mehr möglich … wir schauen jetzt aber wieder positiv in die Zukunft!

Übrigens, operiert wurde sie von Dorothee Krainer, einer ganz lieben und netten Tierchirurgin:

Unser Dank ergeht auch an alle in den Social Medien, die uns die Daumen gehalten, und bisher auch immer wieder ihre GenesungswĂŒnsche an Nukka hinterlassen haben! Ihr seid eine tolle Community!

31.01.2026 – Tag 4

Gestern Abend waren wir noch auf Nachkontrolle in der Tierambulanz Deutsch Wagram. Das erste Mal, dass wir die Wunden gesehen haben. 2 lange Schnitte … aber super schön vernĂ€hnt, ganz trocken und ohne EntzĂŒndungen. Tolle Arbeit!

Nukka frisst seit gestern normal, nimmt ihre Medikamente, erledigt ihre “GeschĂ€fte” ohne Probleme, und ist schon wieder durchgeknallt wie immer. Abends musste ich wieder eine “Siedlungsrunde” mit ihre machen. Sie tschappelt und rennt, wie wenn nichts gewesen wĂ€re. Eine echt zĂ€he HĂŒndin. Wenn nichts dazwischen kommt, werden in 10-12 Tagen die NĂ€hte entfernt, und dann hoffen wie auf viele Monate Ruhe von alle den Problemen die wir die letzte Zeit hatten.

Übrigens hatte ich auf Facebook ein paar so hochgescheite Expertinnen, die mich per PM kontaktierten, mich der TierquĂ€lerei bezichtigten, mir erklĂ€ren wollten was wir alles falsch gemacht hatten, und dass es besser gewesen wĂ€re sie gleich einzuschlĂ€fern damit ihr das alles erspart geblieben wĂ€re … Meine Antwort darauf fiel entsprechend aus, und ich habe dann alle BeitrĂ€ge von Nukka auf “privat” geschaltet. Das muss ich mir nicht gefallen lassen:

Ist schon interessant wie nun auf einmal die Expertinnen (ja, NUR Expertinnen!) auf der Dacke stehen, und mich per PM belehren wollen, was an oder mit Nukka alles gemacht werden sollte …

Ich frage mich ernsthaft: Gehts noch?

1. Es ist MEINE HĂŒndin, und NUR ICH kenne sie am Besten! Immerhin ist sie nun seit 8 1/2 Jahren bei uns, und wir sind schon einmal den Weg gegangen, den sie nun gehen musste. Die erste Krebs-OP war ja bekanntlich am 30.6.2022. Daraus haben wir enorm viel gelernt!

2. Wir brauchen keine RatschlĂ€ge mit, das ist schlecht, das sollte man anders handhaben, das ist gefĂ€hrlich, machts das so und so … NEIN, wir selbst WISSEN was zu tun ist, und wir haben eine erfahrene TierĂ€rztin an der Hand, die uns ebenfalls mit Rat und Tat beiseite steht!

3. NEIN, es wurde doch kein Lungenröntgen gemacht, da Blutbefund, Vitalwerte, Herz und Kreislauf bei den Voruntersuchungen o.B. waren, und es im Prinzip egal ist, ob der Krebs leicht eingestreut hat oder nicht. In erstem Fall haben wir ihr noch ein paar Monate geschenkt, im zweiten Fall vielleicht noch ein paar Jahre! Die Aussage, mit Metastasen in der Lunge hÀtten wir sie gleich einschlÀfern lassen sollen, empfinde ich als bodenlose FRECHHEIT! Die werten Damen können das ja mit ihren Hunden tun, ich mache es nicht! Und das ist MEINE ENTSCHEIDUNG!

4. NEIN, die beiden Tumore werden NICHT untersucht. Warum? Weil es egal ist, ob die nun gut- oder bösartig waren. Es Ă€ndert nichts an der Tatsache, das sie entfernt werden mussten. Da es möglich war, und offensichtlich auch gut geklappt hat, war diese Entscheidung richtig. Was jetzt danach auf uns zukommt, das steht noch nirgends geschrieben. Es kann gut oder auch schlecht sein, aber das geht auch sonst niemanden außer uns was an!

5. NEIN, sie hat KEIN Pflaster unter dem Body auf der Wunde! Warum? Weil die beiden Schnitte zu lang und zu nah aneinander sind. Ein Pflaster dass man dann runterziehen mĂŒsste um die Wunden zu kontrollieren wĂŒrde in der Große die NĂ€hte aufreißen! Das ist die Aussage der Chirurgin! Also seids nicht gscheiter wie sie!!

Ich empfinde es mittlerweile als extrem ungut wenn sich so manche erdreisten, plötzlich selbsternannte Expertinnen zu sein und anderen etwas einreden zu wollen, was sie vielleicht selbst an ihren Hunden nicht machen wĂŒrden. Ist es reine Selbstdarstellerei? Wichtigmacherei? Wie kann man OHNE einer entsprechenden veterinĂ€rmedizinischen Ausbildung ĂŒberhaupt in Betracht ziehen, anderen vorschreiben zu wollen, was zu tun ist??

Als Abschluss nochmals: WIR (Meine Frau, ich und Nukka) haben das schon einmal durchgemacht und gut hinter uns gebracht. Auch damals war der Tumor laut TierĂ€rztin bösartig! Wir gehen also zwingend davon aus, dass es diesmal auch so war. Sie hat es 3 1/2 Jahre ohne weitere Behandlungen oder Probleme geschafft dies zu ĂŒberleben. Sie wird es auch diesmal schaffen, auch ohne Expertinnen und ihre dubiosen Ansichten! Und wenn nicht … kein Hund wird 100 Jahre alt! Auch dieser Tatsache muss man ins Auge schauen! Auch wenns hart klingt.

Also lassts uns bitte mit diesen PM’s einfach in Frieden und kĂŒmmert Euch um Eure Baustellen!

Facebook ist doch wirklich nur mehr ein Sammelpool von arroganten Selbstdarstellern und Selbstdarstellerinnen die meinen, erhaben ĂŒber andere zu sein und grundsĂ€tzlich alles besser zu wissen.

Und NEIN, ich werde auch nicht eine “Sammelaktion” wie so manche hier in der Gegend veranstalten um mir die OP von anderen finanzieren zu lassen!! Wer nicht rechtzeitig fĂŒr Reserven sorgt, sollte sich kein Tier nehmen! Betteln und andere anraunzen geht gar nicht!

Ob sie es verstanden haben? Ich weiß es nicht …

01.02.2026 – Tag 5

Am 4. Tag nach dem Eingriff ist Nukka gut drauf. Jetzt schlĂ€ft sie noch. Das ist gut. Schlaf fördert die Heilung. Heute Nacht bin ich zweimal auf, weil ich dachte sie leckt an ihren Wunden am Bauch, doch es war nur die berĂŒchtigte Hinterpfote. Das macht sie seit Welpe wenn ihr fad ist oder was nicht nach ihren WĂŒnschen lĂ€uft. Also Alarmmodus wieder ausgeschaltet … *lach*

Gestern Abend sind wir noch eine große Runde in der Siedlung spazieren gewesen. Sie lĂ€uft gut, dĂŒrfte weder Schmerzen noch Probleme mit den NĂ€hten haben. Heute mit dem Schnee mĂŒssen wir dann aufpassen. Glatt oder Gatsch, beides wĂ€re nicht gut. Aber schauen wir mal was der Tag bringt.

02.02.2026 – Tag 6

Die Zeit vergeht wie im Flug. Nukka’s Wunden dĂŒrften im Heilprozess sein und nun anfangen zu jucken. Sie hat gestern leider begonnen an der unteren Wunde zu lecken. Zweimal habe ich sie dabei erwischt. Betroffen wie sie es sein kann, gab sie dann immer ein paar Stunden Ruhe damit. Trotzdem ist eine leichte Blutung aufgetreten, die aber schnell wieder eingetrocknet war. Heute konnte ich sie noch nicht untersuchen. Sie schlĂ€ft noch.

Wenn sie wach wird, gibts zuerst mal ihre Medikamente, dann geht ab ins Auto und raus in den Wald. Anschließend mĂŒssen wir auf die Post und dann nach Korneuburg um einen zweiten Body zu holen. Spazieren fahren liebt sie ja auch, und so kommt sie auch raus und muss nicht den ganzen Tag im Haus verbringen.

Vormittag sind wir ein kleine Gassirunde bei uns draußen auf der Wiese gegangen. Dann fuhren wir weg. Sie muss raus, was sehen, was erleben. Sonst wird sie echt unrund. Also fuhren wir nach Gerasdorf zur Post um den Amazon-Body zurĂŒckzuschicken. Das Teil ist so nicht schlecht, aber die von VETMEDCARE sind einfach besser. Das Stretchmaterial legt sich super am Körper an und schĂŒtzt die Wunden damit viel besser. Nach der Post sind wir daher nochmal in die Tierklinik Korneuburg (da sind diese Teile Lagerware) gefahren und haben einen zweiten dieser Bodys geholt. Dann haben wir was zum Wechseln. Anschließend gings noch kurz in den Wald, wo sie ihr “GeschĂ€ft” erledigen konnte und dann nach Hause. Riesen Kaustangerl als Belohung fĂŒrs brav sein inklusive.

So lief sie vorigen Freitag, knapp 42 Stunden nach ihrer OP schon wieder herum:

Derzeit haben wir ja keine Hundebox im Wagen, um sie leichter ein- und aussteigen lassen zu können. Auch wenn sie plötzlich Hilfe brauchen wĂŒrde, kommt man so einfacher ra. NatĂŒrlich ist sie mittels einer Leine gesichert, und sie kann nicht so einfach rausspringen, wenn die Heckklappe geöffnet wird. Sie ist aber wirklich sowas von brav.

Ein zĂ€hes StĂŒck ist sie schon, das muss man ihr lassen …

Und wieder hat sich gezeigt: Kontrolliere ALLES, oder du wirst betrogen! Die Tramadol 80mg Tabletten, die wir fĂŒr Nukka bekommen haben, sollten eigentlich Tralieve 80mg Kautabletten sein (So stehts außen am Sackerl), was egal ist weil die gleiche Wirkung da ist, aber: Wenn mir schon ein Medikament verrechnet wird, dann sollte es NICHT im JĂ€nner 2025 abgelaufen sein!!! Das finde ich als eine Frechheit! Hab das gerade eben beim Kontrollieren der Verpackungen gesehen. Zum GlĂŒck geben und brauchen wir diese Tramodol nicht, sind also eh unnötig gewesen weil sie diese Tabletten nicht vertragen hat. Vielleicht genau deswegen? Tierkliniken … ich bin schon so gebranntes Kind von denen!! (Die Chirurgin kann da nichts dafĂŒr, sie hats nur verschrieben, ausgegeben hats die Klinik)

03.02.2026 – Tag 7

Der 6. Tag nach der OP. Die kleine graue Kröte denkt, ich schlafe so gut dass ich nichts mitkriege. Doch Irrtum! Herrchen hört alles! Wieder dreimal Nachts aufgesprungen und sie beim Lecken erwischt. TagsĂŒber nichts, Abends nichts, aber Nachts, wenn sie denkt niemand kriegts mit, dann fĂ€ngt sie an. Irgendwann hat sie es dann aufgegeben und begann laut zu schnarchen. Auch da ists halt schwer neben ihr zu schlafen … KRÖTE!! Das ist Absicht! *lach*

Heute kommt die Barriere vor unserer Treppe weg. Wenn sie, wie gestern, in den Wagen rein- und auch wieder rausspringen kann, dann kann sie auch ĂŒber die Treppe laufen. Man muss diesen zĂ€hen Hunden schon einiges zutrauen können. Und in ihrem Alter denke ich, weiß sie was sie machen kann, und was nicht.

Kurze Kontrolle des Bodys: Keine feuchten Stellen vorhanden. Die beiden Wunden dĂŒrften trocken sein. Ich möchte Ihr das Teil noch nicht ausziehen und nachsehen, aber vielleicht beim vorgenommenen Wechseln heute Abend, da klappts vielleicht.

Nukkas tĂ€gliches FrĂŒhstĂŒck. EntzĂŒndungshemmer, Schmerzmittel, und pulverisiertes Antibiotika … versteckt in der Leberpastete. Am Abend kriegt sie nur das Antibiotika in der Pastete.

Tja, wer nicht hören will, muss eben noch ein wenig leiden … Die Barriere vor der Treppe ist wieder aufgebaut, Krötentier knallte einfach durch und ĂŒbertrieb das Ganze ziemlich. Zum GlĂŒck ist nichts passiert. Auch heute Morgen beim Gassigang hat es ihr den Vogel mal kurz rausgehauen und sie rannte los wie von einer Wespe gestochen, wollte sich auf den Bauch hauen, wie sie es halt immer macht. Gerade noch abfangen können. Die ist voll ĂŒbernatĂŒrlich heute. Klar, die Langeweile kommt nun zum Vorschein. War eh klar. Ich kann sie leider noch nicht auf der Terrasse lassen, so ganz ohne Aufsicht. Die Idioten die auf der Straße dann wieder ihre agressiven Hunde an den Zaun lassen, die wĂŒrden ihr wohl nicht gut tun!

04.02.2026 – Tag 8

Tag 7 … diesmal nicht so erfreulich. Gestern hat Nukka es doch irgendwie geschafft, sich die Wunde zu verletzen. NatĂŒrlich ging sie dann ran und leckte, was gar nicht gut war. Der ganze Body war unten durchnĂ€sst und die Wunde nĂ€sste auch stark. Sofort den Body getauscht, und kaum 15 Minuten spĂ€ter war er wieder feucht. Aber diesmal nur von der Wunde selbst und nicht vom Lecken. Die macht mich fertig. Heute Nacht hat sie offensichtlich durchgeschlafen, denn ich wurde nicht wach. Noch kann ich ihre Naht nicht kontrollieren, denn sie schlĂ€ft neben meinem Bett in so einer versteckten Lage dass ich nicht hinsehe. Ich lass sie noch ein bisschen, dann muss sie ohnehin auf und ihre Medikamente nehmen.

(Schaut schon böse aus, die eine Seite der Wunde. Der zweite Schnitt oben und auf der anderen Seite, wo man nur den Schatten sieht, der ist staubtrocken und heilt gut)

Wir haben uns nun kurzfristig dazu entschlossen, mit Nukka in die Klinik zu fahren, da die Chirurgin, Fr. Dr. Krainer, anwesend war. Gut wars. Die Wunde musste aufgemacht werden, damit das angesammelte Wundsekret ablaufen konnte. Ich schĂ€tze mal, gut ein halber Liter ging da raus. War eine Menge und ĂŒberraschte auch die TierĂ€rztin. Der zweite Wunde heilt wie gewĂŒnscht, und auch die Problemwunde heilt großteils sehr gut. Bis auf die FlĂŒssigkeitsansammlung, aber das kriegen wie laut ihr auch in den Griff. Antibiotika gibts nun weiter, und eine bakterielle Untersuchung des Sekrets wird auch gemacht. So sichert man halt die Einnahmen. Mittlerweile haben wir die 2000 Euro Grenze ĂŒberschritten. Was solls, die Kleine muss es uns wert sein, sonst wĂ€ren wir Arschlöcher und keine “Hundeeltern” (Ich hasse diesen Begriff, aber ich habe keinen anderen dafĂŒr).

Wir haben uns dann auch kurz ĂŒber die entfernten Tumore unterhalten, und Dr. Krainer erklĂ€rte mir, dass beide relativ stark auch mit FlĂŒssigkeit gefĂŒllt waren. Das wĂŒrde das schnelle Wachstum erklĂ€ren. Wichtig aber ist, dass sie beide gut entfernt werden konnten. Ich vermute ja, dass ihre letzte ScheintrĂ€chtigkeit dazu beigetragen hat, dass sich diese Dinger so gefĂŒllt hatten, aber ich bin ja kein Arzt. NatĂŒrlich ist es mir lieber, dass kleine aber mit FlĂŒssigkeit vergrĂ¶ĂŸerte Tumore entfernt wurden, und nicht von Haus aus schon große, die möglicherweise gestreut haben. Wobei klein relativ gesehen werden muss, bei der GrĂ¶ĂŸe des vorderen den sie hatte.

Das ist die vordere Wunde. Super schön vernĂ€ht und heilt auch gut. Alles trocken. Da saß der riesige Tumor. Nukka hat nun vorne beidseitig keine Milchleisten mehr. Bauchseitig nur mehr links die halbe, rechts ebenfalls keine mehr.

Aber eines muss man Nukka lassen: Sie lĂ€sst alles sowas von brav ĂŒber sich ergehen. Das erstaunte auch diesmal wieder das ganze Team in der Klinik. Lag brav da, hat sich das aufmachen lassen, wartete geduldig bis alles rausgedrĂŒckt war, einfach super wie sie das macht. Keine Spur von Knurren oder Agression.

Sie marschiert schon wieder. Brav ist sie.

Bei dem Wetter mĂŒssen wir halt schauen, dass wir auf Wiesen unterwegs sind. Die Wege sind leider voller Gatsch oder voller Hundescheisse der anderen … Mögliche Infektionen dadurch inklusive.

05.02.2026 – Tag 9

Die Bauchhöhle hat sich nachts wieder mit rötlicher FlĂŒssigkeit gefĂŒllt, und wir mussten nun abermals den Body wechseln und vorher alles rauslaufen lassen. 30 Minuten lang kam immer wieder neues Sekret raus. Laut TierĂ€rztin soll es ja gut sein, wenns raus kann. Die Wunde darf nicht zubleiben sonst staut es sich, so die Angabe. Naja, der WĂŒrgereiz in mir ist aber trotzdem da wenn ich sehe wie das so aus Nukka heraussprudelt … Jetzt hat sie wieder einen trockenen Body an. Sie ist aber trotzdem sehr brav und lĂ€sst das alles ĂŒber sich ergehen. Tapferes MĂ€dl!

06.02.2026 – Tag 10

Das war wieder eine Nacht … viel Schlaf hatte ich nicht. Dauernd wurde ich wach, weil Nukka irgendwo an irgendwas leckte. Gestern Abend hatten wir wieder die “feine” Aufgabe, das Sekret aus der Wunde rauslaufen zu lassen. Ich weiß, warum ich Berufe mit solchen TĂ€tigkeiten nie erlernt habe. Jedesmal packt mich der WĂŒrgereiz wenn ich das sehe …

Zweimal tĂ€glich mindestens. Den Body auch jedesmal wechseln, und das passt ihr ĂŒberhaupt nicht. Die Wunde trocken zu kriegen ist derzeit praktisch unmöglich. Heute sollten wir die Befunde der bakteriologischen Untersuchung des Wundsekrets bekommen. Hoffentlich passt da alles. Nach dem gestrigen Telefonat mit unserer HaustierĂ€rztin, werden wir heute nicht zur Kontrolle in die Klinik fahren. Wir haben keine Gelddruckerei im Keller und mĂŒssen fĂŒr mögliche unerwartete Komplikationen noch finanzielle Reserven bewahren. Kann nicht sein, dass man fĂŒr lauter Tests ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans. Aber genau das ist das GeschĂ€ftsmodell der Kliniken. Hatten wir bei unseren frĂŒheren Hunden auch so gehabt, nur da spielten wir mit und das kostet uns unnötigerweise tausende Euro mehr als notwendig war.

Nicht dass ich es nicht gerne fĂŒr die Hunde und Nukka ausgeben wĂŒrde, damit sie die beste mögliche Versorgung haben, aber Versorgung ist eines, GeschĂ€ftemacherei auf Kosten besorgter Tierhalter was anderes.

Nach dem Gassigang mit Frauchen mal den durchnĂ€ssten Body von Nukka ausgezogen und mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch Überraschung, die NĂ€sse dĂŒrfte sich langsam ĂŒber die ganze Nacht angesammelt haben. Aus der Wunde selbst kam danach nur wenig Wundsekret raus. Das ist schon mal sehr positiv. Sie durfte nun auch 30 Minuten ohne Body neben mir liegen und wurde ausgiebig gekrault, damit die Wunde ein wenig trocknen kann. Ohne gehts halt leider gar nicht, sie wĂŒrde sofort herumlecken. Aber wir machen offensichtlich Fortschritte.

Hier ein Foto wie “Scar-Belly” nun aussieht. Links oben die Narbe wo der riesige Tumor war. Links unten die Narbe von der OP 2022, und rechts unten die Narbe wo der zweite Tumor saß. Da musste auch die ganze Milchleiste weg. Sie steckt das alles aber wirklich super weg. Erstaunlich wie hart diese HĂŒndin im Nehmen ist.

Ihr schaut schon wieder der Schelm aus dem Gesicht …

07.02.2026 – Tag 11

Eine angenehme Nacht lag hinter uns. Nuk’ durfte ohne Body schlafen. Sie war echt brav. Schaute am Morgen auch wirklich gut aus. Nachdem ich nicht wach wurde, gehe ich davon aus, dass sie nicht geleckt hatte. Beim Aufstehen lag sie “zwischen TĂŒr und Angel” und schnarchte tief und fest. Da konnte ich nicht auf die Naht hinsehen.

Doch kaum wach und den Body fĂŒr den Gassigang angezogen, floss wieder Wundsekret raus. Muss aber wohl so sein, so staut sich nichts in der Bauchhöhle. Das Trocknen tat der Wunde aber gut. Jetzt danach, also wieder zu Hause, darf sie auch wieder ohne den Body im Haus sein. Luft und das Trocknen tun der Naht sicher gut. Man muss einem intelligenten Hund schon etwas zutrauen und auch vertrauen.

Das ist die noch offene Stelle. 2/3 der Naht sind schon trocken und verheilen gut.

Langsam wirds nun was mit der Heilung.

Um den Dippel am RĂŒcken, um den kĂŒmmern wir uns dann, wenn “Scar-Belly” verheilt ist und die NĂ€hte vollstĂ€ndig raus sind. Das wird aber noch dauern. Ist zwar nicht schön das Teil am RĂŒcken, aber stellt keine unmittelbare Gefahr fĂŒr sie dar. Ob es sich nun um einen Tumor oder nur eine Zyste handelt ist leider unklar. Wird aber bald abgeklĂ€rt werden.

Rute oben, schöner Gang, man merkt fast nix von den riesen Schnitten am Bauch. Aber es ist nach wie vor Geduld angesagt, nur kapiert ihr graues Köpfchen das nicht. Die Langeweile treibt sie an.

Am Abend beim letzten Gassigang: Diese HĂŒndin ist einfach blöd! Ihr Hass auf Radfahrer ist so groß, dass ihr alles um sie herum wurscht ist und sich im Geschirr trotz Wunden gebĂ€hrdet wie ein Raptor. Na grad das ich sie halten konnte. Zum GlĂŒck hat sie sich nun nichts aufgerissen…

08.02.2026 – Tag 12

11 Tage nach der OP. Wenn man denkt es wird wieder, kommts meist immer anders. Gestern war Nukka irgendwie eigenartig. Sie lag nur herum, manchmal raunzte sie, dann sprang sie auf die Bank und kam nicht mehr ohne Hilfe runter, alles ein wenig besorgniserregend. Am Abend nach dem Gassigang, als wir sie auszogen, legte sie sich sofort ins Wohnzimmer auf den Bauch und ließ uns nicht an die NĂ€hte ran. Da der Body wieder durchnĂ€sst war, ist klar, dass die hintere Wunde nach wie vor offen ist, und Wundsekret rauslĂ€uft.

Nach dem Schlafengehen legte sie sich in ihr Hundebett und rumorte die ganze Zeit darin herum. Irgendwann fing sie an massiv am Bett zu schlecken, zu keuchen, zu winseln. Dann wieder Ruhe, um nach ein paar Minuten erneut damit anzufangen. Sie kratzte dann auch noch mit den Vorderpfoten am Boden herum. Also aufstehen, nachsehen. Nichts! Jede BerĂŒhrung am Bauch ohne Folgen. Das ging dann noch eine gute halbe Stunde so. Also wieder auf, und sie aus dem Hundebett gehoben. Madame marschierte im Laufschritt in den Vorraum und legte sich hin. Als ich ihr nachkam, drehte sie sich auf den RĂŒcken und zeigte mir freiwillig das Bauchi. Da war nichts. Alles trocken. Ich holte TĂŒcher und versuchte mögliche FlĂŒssigkeiten rauszudrĂŒcken, kein Murren, kein Winseln, keine Gegenwehr. Da war echt nichts. Wozu dann das Ganze vorher? Ist mir ein RĂ€tsel!

Heute Morgen lag sie nach wie vor, oder schon wieder, im Vorraum. Am RĂŒcken, die Pfoten in der Luft, vollkommen entspannt. Die Wunde nach wie vor trocken. Dann bekam sie ihre Medis, und als sie sich dann hinsetzte, drĂŒckte es nach wie vor Wundsekret aus dem noch offenen Bereich der Naht. Es muss also ordentlich Spannung drauf dass das rauskommt. Wahrscheinlich war ich gestern Abend zu “sanft” weil ich ihr nicht wehtun möchte. Dann hat sie sich wieder in ihrem Bett verkrochen. Wir vermuten dass sie irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen der Flecken hat, die sie verursacht, aber sie kann ja nichts dafĂŒr und wird auch nicht deswegen gerĂŒgt. Oder ists die “Drohung” mit dem Body, denn das Anziehen mag sie ĂŒberhaupt nicht. Nachts darf sie ja nun ohne dem Teil schlafen, damit die Wunde abtrocknen kann. Wie es auch ist, der Body war dann schnell oben, und Nukka ging mit Frauchen die Morgenrunde.

Ganz entspannt und “unten ohne” zum Wundtrocknen. Jetzt ist soweit wieder alles normal. Nukka liegt faul herum und pennt viel. Das ist gut so.

Mittags durfte sie das erste Mal seit voriger Woche Mittwoch alleine fĂŒr 20-30 Minuten raus auf die Terrasse. Nachdem sie extrem lĂ€stig und laut mit mir “diskutierte” ob sie ihr Futter nun schon frĂŒher kriegt oder nicht, und dann noch brutaler in der Vorgehensweise war damit sie rausgelassen wird, hab ichs halt probiert. Unter Beobachtung natĂŒrlich. Ich verstehs ja, dass sie mittlerweile unrund wird, kein Kontakt zur Außenwelt außer die Gassirunden mit uns, kein Schauen was es Neues gibt. Dabei liebt sie ihren Ausblick raus auf die Straße so sehr.

Unglaublich! Die “Kleine” war keine 20 Minuten draußen, und der erste Trampel ließ schon ihr Vieh zum Zaun! Die gelbe Warntafel am Zaun wird also wieder ignoriert! Ich pack diese Leute hier nicht mehr! Ist das z’fleiss? Absichtlich Hunde, die ohnehin schon einen von weitem sichtbaren Schutzbody anhaben, zu sekkieren? Haben diese Hundehalterinnen GlĂŒcksgefĂŒhle dabei wenn ihr “Hunderl” auf andere losgehen kann? Bald wirds jetzt echt mal eine auf die Schnauze geben, und damit meine ich nicht deren Hunde … weils immer die gleichen Idiotinnen sind!

Mit Ach und Krach habe ich Abends dann die graue Kröte wieder hereinbekommen! Nach dem Gassigang am Nachmittag, zog sie es vor sich sofort in die HundehĂŒtte zu verdrĂŒcken. Sie weiß genau, dass ich sie da nicht rausbekomme. Ich konnte ihr nicht einmal das Geschirr ausziehen. So sinds aus 30 Minuten an der Luft halt fast 4 Stunden geworden. NatĂŒrlich hat sie sich draußen ausgetobt und ist nach 12 Tagen “Hausarrest” außer Rand und Band gewesen. Selbst schuld, wenn ihr dann am Abend wieder alles weh tut … oder auch nicht. Sie will es ja genau wissen. Typisch Malamute, volltypisch Nukka!

09.02.2026 – Tag 13

Eine ruhige Nacht ist vergangen. Nukka schlief offensichtlich gut und wanderte nicht herum, und wenn dann leise und unbemerkt. Heute Morgen musste ich kurz weg, wĂ€hrend auch Frauchen schon am Weg in die Arbeit war, da musste sie alleine zu Hause bleiben. Das passte ihr natĂŒrlich gar nicht. Als ich wieder da war, war die Freude um so grĂ¶ĂŸer, und sofort musste ich mit ihr raus auf die “Gassiwiese”. Sie rannte wieder wie ein Wiesel. Scheint jeden Tag schlimmer zu werden, ihr Bewegungsdrang. Aber noch ist nicht alles zu und verheilt. Noch tropft sie aus der offenen Naht. Das wird noch dauern bis sich das schließt. Aber Geduld? Nukka? Fehlanzeige!

Gestern Abend hatten wir noch einen kleinen Disput: Ihr Schwanz beginnt die Winterwolle (?) abzustoßen. Und die FilzbĂŒschel musste eben raus. Greif einem Malamute-MĂ€dchen den Schwanz an! Ist fast wie ein Todesurteil fĂŒr den, der es probiert! Half aber nix. Die HĂ€lfte von der dicken Rute ist nun rausgebĂŒrstet. Ob das schon die ersten Anzeichen einer FellverĂ€nderung durch die Kastration sind? Na hoffentlich nicht!

Die Wundkontrolle nach dem Gassigang war nicht positiv. Es hat sich ein richtig großes Loch gebildet, und abgestorbenes Gewebe hing am Rand herum. Ich habe zu unserer HaustierĂ€rztin Kontakt aufgenommen und durfte mit Nukka hinfahren.

Schaut nicht so gut aus …

Zuerst musste Nukka einmal die Angst ĂŒberwinden in die Praxis reinzugehen. Das war schon recht mĂŒhsam. Dann aber fasste sie wieder Vertrauen und legte sich hin um sich untersuchen zu lassen. Zuerst wurden die FĂ€den der vorderen Wunde entfernt, die ja schon schön verheilt war. Dann wurde die offene Wunde gereinigt und das Gewebe entfernt das abgestorben war. Auch hier wurden dann alle FĂ€den gezogen und an einer Stelle 3 Klammern gesetzt weil die Wundheilung da noch nicht abgeschlossen war. Als Abschluss gabs noch Antibiotikasalbe direkt in die offene Wunde und die Wundhöhle und fĂŒr nach Hause ein Wundgel zum Anwenden. Nukka ließ sich das alles wieder brav gefallen. Einzig beim Setzen der dritten Klammer quietschte sie kurz auf.

Jetzt heißt es abwarten ob sich das Loch von alleine schließt, sonst muss sie nochmals in Narkose gelegt werden, um die WundrĂ€nder des Lochs nochmals aufzumachen und neu zu vernĂ€hen. Ich hoffe, dass es von alleine zuwachsen wird und sie sich keine Infektion einhandelt…

10.02.2026 – Tag 14

Nach der gestrigen Aufregung hatten wir eine relativ ruhige Nacht hinter uns. Am Abend habe ich noch Nukkas “BĂ€uchlein” alias MĂŒtzenwampe versorgt. Die Wunde gereinigt, die Bauchhöhle mit Salbeitee gespĂŒlt wie angeordnet. Heute Morgen war der Body nicht mehr ganz so großflĂ€chig nass. Klar sondert die Öffnung weiterhin Sekret ab, aber auch da hoffen wir auf ein baldiges Ende und ein Zuwachsen der LĂŒcke.

Vormittag muss ich in die Tierklinik fahren, um weiteres Antibiotika zu besorgen, und auch die von der Chirurgin empfohlene Salbe, die wir in die Bauchhöhle injizieren sollen. Mich beutelts jedesmal wenn ich die Wunde sehe, aber da muss ich durch, genauso wie Nukka da nun durch muss.

Der Morgenspaziergang war wieder in Ordnung, sie knallt halt dauernd durch und lĂ€sst ihrem Bewegungsdrang freien Lauf. Was soll ich tun? Ich kann ihr nicht die Pfoten zusammenbinden und sie in eine Ecke legen … Am Donnerstag sollen wir wieder zu unserer HaustierĂ€rztin zur Kontrolle kommen. Irgendwie fĂŒhle ich mich bei ihr auch viel besser aufgehoben, als in der Tierklinik, obwohl wie schon öfter erwĂ€hnt, die Chirurgin eine SpitzenĂ€rztin ist, und die OP super durchgefĂŒhrt hat. Aber das Drumherum und die Klinik selbst ist irgendwie so empathielos und kalt.

Vormittag habe ich von der Tierklinik in D. Wagram die empfohlenen Antibiotika und die Honigsalbe besorgt. Wie oben schon erwĂ€hnt … irgendwie werde ich mit dem Inhaber nicht warm. AnfĂ€nglich freundlich und nachfragend wie es Nukka geht, war zum Schluss meines Besuchs schon wieder extreme Spannung zwischen uns, nur weil ich den korrekten Unterschied zwischen “Bauchhöhle” und “Wundhöhle” nicht gleich verstand den er mir erklĂ€ren wollte, weil ich fragte wie viel der Salbe in die “Bauchhöhle” rein muss … Bin ich Mediziner? Nein! Kann man jemanden auch anders erklĂ€ren oder einfach hinnehmen dass man es nicht gleich versteht! FĂŒr mich sehe ich durch das Loch in Nukkas Leiste bis in sie hinein, egal wie man den Hohlraum nun nennt der da innen ist!

Wieder zu Hause hab ich sie kurz angesehen, der Body ist nach wie vor nur ganz wenig feucht. Also hab ich sie vorerst mal in Ruhe gelassen. Wir ziehen die Prozedur am Abend wieder durch, mit Hilfe von Frauchen.

Die beiden NĂ€hte heute Abend …

Die Wundversorgung gestaltete sich heute Abend ein wenig schwierig. Nukka lĂ€sst sich nicht mehr gerne ausziehen und knurrt wie ein Riese. Auch das seitliche Hinlegen klappt erst nach einigen AnlĂ€ufen. Sie ist halt stur, aber ich denke nicht dass wir ihr dabei weh tun. Denn kaum auf der Seite liegend, und von mir versorgt sowie von Frauchen gekrault … schnarcht sie.

Die vordere Naht schaut gut aus. Ich hab noch einen Faden entdeckt, den muss unsere TÄ am Donnerstag dann noch entfernen. Die hintere Wunde ist natĂŒrlich noch offen, aber es kommt viel weniger Wundsekret raus als an den Tagen zuvor. Die 3 Klammern sitzen gut, der Rest der Wunde ist auch ok. Nach der SpĂŒlung der Bauchhöhle und der Reinigung der offenen Stellen kam zusĂ€tzlich noch der medizinische Honig in die Wunde, danach das Wundgel (das ist, was am Foto so glĂ€nzt), und anschließend ein frischer Body, fertig. Nun kam noch das dumme Gschau von Nukka, warum die Kraulerei schon vorbei ist …

11.02.2026 – Tag 15

Ein halbes Monat ist schon wieder seit der OP um. Die Zeit lĂ€uft und lĂ€uft. Kurzer Blick “unter den Hund”, ihr Body ist nur ganz leicht feucht. Die Stelle wird aber immer kleiner. Wir sind also weiterhin am richtigen Weg. Das Inflacam (Metacam) haben wir nun von 50 auf 30 (kg) reduziert, das Antibiotika gibts weiterhin morgens und abends. Jetzt gehts erstmal raus auf die Gassiwiese.

Am Abend wieder die ĂŒbliche Wundreinigung durchgefĂŒhrt. Die Öffnung schien heute noch grĂ¶ĂŸer zu sein als an den vorigen Tagen. Langsam weiß ich nicht mehr was wir hier tun sollen. Wir befolgen natĂŒrlich weiter alle Anweisungen der TierĂ€rztin und hoffen auf schnelles Schließen der Wunde und dann Heilung.

12.02.2026 – Tag 16

Die Wunde nĂ€sst. Am Morgen war wieder der Schutzbody ĂŒber der offenen Wundhöhle komplett nass. Nukka geht aber nicht ran, also heilt das nicht richtig. Wenn wir heute unseren Wagen wieder aus der Werkstatt bekommen, dann fahren wir zu unserer HaustierĂ€rztin und lassen das nochmal ansehen. Ein Verschließen wĂ€re ja wohl auch nicht so gut, weil sich dann wieder innen das Wundsekret aufstauen wĂŒrde. Ist nicht einfach das Ganze. Nun sind wir schon 15 Tage nach der OP, so lange hat die Heilung 2022 nicht gebraucht.

Mittlerweile habe ich die tĂ€glichen Berichte ĂŒber Nukkas Behandlung und Fortschritte auf Facebook eingestellt und alles davon deaktiviert. Mir reichts, ich hab die Schnauze von den selbsternannten “Expertinnen” sowas von voll! Das fing damit an, dass ich als TierquĂ€ler bezeichnet wurde, die HĂŒndin ohnehin eingeschlĂ€fert werden wollte wenn sie so einen Krebs hat, unsere TierĂ€rzte keine Ahnung haben was sie tun, bis zu: Das Loch muss mit Zugsalbe gefĂŒllt werden (!), zutackern (!), mit Cyanidkleber verschließen weil das geht immer (!), der Hund ist zu fett deswegen heilt das nicht (!), … uns vielem mehr. Nein, sowas lasse ich mir nicht gefallen, und all diese Vollidiotinnen und Idioten sind auf meiner Sperrliste gelandet. Ich versteh nur nicht, wieso man mit solchem Unwissen andere unbedingt diffamieren oder auch schĂ€digen will! Das kann bis zum Tod der HĂŒndin fĂŒhren, wenn man diese”RatschlĂ€ge” befolgt!! (Speziell dann, wenn man nichts hinterfragt und gutglĂ€ubig danach handelt!)

Am Abend durfte Nukka dann 1 Stunde ohne Body sein, was sie offensichtlich seh genoss und ausnutzte. Danach gabs die tĂ€gliche Wundreinigung und -versorgung, aber nicht ohne dass sie vorher versuchte, sich in ihrem Bett zu verschanzen damit ich nicht an die Wunde rankomme. Das Reinigen und SpĂŒlen lĂ€sst sie sich mĂŒhelos machen, wenn man sie erst mal seitlich liegen hat. Bis dahin kanns aber schon mal sehr nervzehrend sein.

13.02.2026 – Tag 17

The same as the last days? Yesss!

Der Body ist wieder feucht, die Wunde nach wie vor offen. Ich denke da brauche ich dann nicht mehr darĂŒber zu schreiben. Nur eine Anmerkung meinerseits: Mit einem großen Hund ohne Wagen, ist man hier eigentlich voll angeschissen. Man kommt mit dem Tier praktisch nirgends hin wenn es nicht zu 100% mobil ist. Öffis? Vergesst es! Bin nur froh, dass wir in den letzten Tagen keinen Notfall mit Nukka hatten, dann wĂ€rs echt brenzlig geworden. Das zum Lieblingsthema der Klimasekte, wir sollen doch mit den Öffentlichen fahren…

Den ganzen Tag ĂŒber ist der Body von Nukka immer nur leicht feucht gewesen. Die Wundsekretion scheint also heute zumindest zurĂŒckgegangen zu sein. Auch eine zweite, jetzt gute, Nachricht haben wir zu vermelden: Der riesige Dippel am RĂŒcken, der ja auch wegoperiert hĂ€tte werden sollen, ist aufgeplatzt! Das was da rausgeronnen ist, ist definitiv von einem Abszess oder einer Zyste. Also kein Tumor! Und damit zumindest keine neuerliche Operation an dieser Stelle. Das bleibt ihr nun wenigstens erspart.

Am Abend dann noch 1 Stunde ohne Body … danach die Wunden reinigen und versorgen, die Zyste so weit es ging noch entleeren und anschließend die Abschlussgassirunde fĂŒr den Tag erledigt. Sie ist so brav und lĂ€sst sich fast alles gefallen ohne zu murren. Nur beim Aus- und Anziehen des Bodys, da knurrt sie und wehrt sich dagegen. Klar, mir wĂŒrde das enge Teil nach ĂŒber zwei Wochen auch schon auf die Nerven gehen.

Langsam wirds was mit der Heilung. Ganz Links, der aufgeplatzte “Dippel” am RĂŒcken. In der Mitte die vordere Narbe, trocken, bereits gut geheilt. Rechts, die hintere Narbe, noch offen, aber schaut auch schon viel besser aus als vor ein paar Tagen.

14.02.2026 – Tag 18

8 Uhr morgens … Nukka schlief noch tief und fest, musste dann aber mit Frauchen raus auf die Gassiwiese. Ihr Body ist heute Morgen trocken gewesen. Also keine Wundsekretion, oder die LĂŒcke hat sich irgendwie verklebt und ist zu. Sieht man so halt nicht wenn sie angezogen ist. Wir lassen sie auch in Ruhe damit. Genaue Kontrolle gibts wieder am Abend.

Der Gassigang am Nachmittag verlief problemlos, aber wieder einmal mit einer durchgeknallten HĂŒndin. Sie kann es nicht lassen einfach durchzustarten und loszurennen wie wenn sie eine Wespe gestochen hĂ€tte. Aber naja, sie wird schon wissen was sie sich zutrauen kann … oder auch nicht.

Die Wundreinigung am Abend war wie immer schwierig. Den Body konnten wir noch ausziehen, dann verzog sie sich und legte sich immer so hin, dass wir nicht an den Bauch konnten. Irgendwann schafften wir es dann doch. Die Zyste heilt gut zu, ist trocken, aber das Loch im Bauch ist nach wie vor offen. Mir kam es bei der SpĂŒlung aber so vor, als wĂŒrde nun schon weniger FlĂŒssigkeit in die Wundhöhle passen, also verkleinert ist. Anfangs passten fast 2 volle Spritzen hinein, heute war es gerade mal eine. Heute Nacht haben wir sie ausnahmsweise auch ohne Body schlafen lassen, und sie hat es ausgenutzt.

15.02.2026 – Tag 19

8:50 Uhr, Nukka schlĂ€ft noch immer. Bodylos. 9:10 Uhr, Nuk’ muss raus aus den Federn! Zuerst den Body wieder anziehen, was ihr gar nicht passte, dann das Antibiotika mit der Leberpastete verabreicht. Feines MĂ€dchen. Leider konnte ich die Wunde nicht ansehen, Grande Madame ließ es nicht zu. Ich hab Geduld, wird sich am Vormittag schon noch ergeben, der Kontrollblick.

Seit gestern bekommt sie auch kein Inflacam mehr. Scheint ihr aber nichts auszumachen, also keine Schmerzen. Das ist gut. Behandelt wird nur mehr mit dem Antibiotika, die Wunde mit Salbeitee spĂŒlen, die Honigsalbe in die Wundhöhle einbringen, und mit dem Wundgel außen alles besprĂŒhen.

Am Abend nach dem letzten Gassigang gabs wieder das ĂŒbliche Knurren beim Bodyausziehen, aber da muss sie halt durch. Die Wunde selbst? Trocken! Also nur außen gereinigt, Honigsalbe hineingedrĂŒckt und ein wenig einwirken lassen, dann durfte sie wieder ohne ihren “Schutzanzug” schlafen gehen. Die zweite Nacht ohne.

Am Nachmittag war der Body unten leicht feucht, trocknete aber bis zum Abend vollkommen aus.

16.02.2026 – Tag 20

Jetzt haben wir bald Ende der dritten Woche erreicht. Um 9 Uhr pennt die SchlafmĂŒtze immer noch. Die Nacht war heute relativ unruhig, Nukka wanderte viel umher. Werde mir dann das Ganze ansehen, wenn sie wach ist.

Ansehen? Keine Chance! Anziehen des Bodys? Mit extremer Gegenwehr und Knurren. Ja, ich weiß, sie mag das Teil nicht mehr oben haben. Immerhin muss sie schon fast 3 Wochen damit herumlaufen. Da er eng anliegt dĂŒrfte sie das auch stören. Aber es heißt nach wie vor: Durchhalten. Es darf kein Schmutz an die offene Stelle kommen.

Unterwegs auf Wegen wo uns niemand am Arsch geht. Nukka genießt es, endlich wieder raus- und rumzukommen. Sie hat schon die zweite Nacht ohne Body schlafen dĂŒrfen. Ich hoffe die Genesung geht so weiter. In Geduld mĂŒssen wir uns trotzdem noch weiterhin ĂŒben, aber ich glaube, das Gröbste haben wir hinter uns.

Heute Nachmittag hats ein bisserl was von Frau Holle gegeben. Nukka nahms gelassen, und spazierte mit mir langsam und gemĂŒtlich unsere Runde.

So weit ich sehen konnte ist ihr Body noch immer trocken. Bin schon am Abend gespannt, wenn wir sie wieder ausziehen mĂŒssen. Am Nachmittag bei der Gassirunde am es abermals zu einer unschönen Begegnung. Ich verstehe so ein Verhalten dieser hier ansĂ€ssigen Hundehalter und Hundehalterinnen nicht. Ich habe meinem Unmut dann auf Facebook freien Lauf gelassen …

WIESO? Wieso verfolgt man andere Gassigeher penetrant, egal wo und wie der abbiegt? Wieso versucht man den um alles in der Welt mit seinem eigenen Hund einzuholen? Wieso leint man dann den Hund ab um aufschließen zu können obwohl man von weitem sehen kann, dass der andere Hund einen Schutzbody anhat???? WIESO muss ich immer wieder meinen Pfefferspray einsetzen um mich dann beschimpfen und bedrohen zu lassen, nur weil diese Arschlöcher ihre Hunde einfach nicht angeleint halten wollen weil sie der Meinung sind, ihre Viecher mĂŒssen mit jedem anderen Hund unbedingt spielen????? WIESO?????

Nach dem Abendspaziergang, wie immer, der Kampf ums Ausziehen des Bodys. Sie will das einfach nicht mehr mitmachen. Klar, mir wĂŒrde das nach dieser langen Zeit auch schon am Nerv gehen. Aber es muss sein. Leider war das Teil wieder an einer Stelle feucht. Die Wunde nĂ€sst also immer noch und wie man am Foto sieht, ist sie auch noch offen. Also gabs wieder das volle Programm. SalbeiteespĂŒlung, Honigsalbe, Wundgel, und so nebenbei hab ich ihr dann noch die drei Wundklammern entfernt, da die eine Stelle der Naht die beim Entfernen der FĂ€den aufgegangen war, jetzt gut zusammengeheilt war. Das ließ sie sich ohne Murren gefallen. Braves MĂ€dchen! Der aufgeplatze Dippel, also die Zyste am RĂŒcken, heilt allen Anschein nach auch gut ab und trocknet ein. Wird aber auch weiter von mir beobachtet und behandelt.

17.02.2026 – Tag 21

Das war wieder eine Nacht! Nukka durfte die dritte Nacht ohne Body schlafen, aber leckte permanent irgendwo an ihr herum. Wir haben nicht feststellen können an was. Jetzt am Morgen, wenn die graue Eminenz dann mal wach wird und vielleicht aus ihrem Bett kriecht, werde ich die Wunde kontrollieren mĂŒssen. Hab da einen schlimmen Verdacht …

Der Verdacht hat sich nicht bestĂ€tigt. Sie dĂŒrfte doch nicht direkt an der Wunde geleckt haben, zumindest schaut es nicht danach aus. Ich hab sie mit dem Wundgel eingesprĂŒht, den Body angezogen, und schon gings raus auf einen Schnee-Spaziergang.

Die Wundversorgung am Abend ging wie gehabt von statten. Knurren beim Ausziehen, MĂ€tzchen beim Hinlegen, aber dann wenn sie mal liegt, gehts recht gut. Die Wunde ist nach wie vor offen und rinnt. Sind wir zu ungeduldig? Wir wissen es nicht. Aber ich denke mal, wenn es nicht aufhört zu nĂ€ssen, dann hat ein Verschließen auch keinen Sinn, weil sich die Wundhöhle erst recht wieder fĂŒllen wĂŒrde und dann aufgemacht werden mĂŒsste. Wir machen weiter wie gehabt …

18.02.2026 – Tag 22

Die Nacht war heute ok, kein Lecken, kein Wandern. Nukka schnarchte und schlief gut und fest. Mal schauen, was der heutige Tag wieder bringen wird. Die Wundkontrolle haben wir auch gemacht, es wird langsam weniger was da rausrinnt, aber das Loch ist nach wie vor so groß wie am Anfang. Zumindest erkenne ich keine VerĂ€nderung. Auch nicht an den Fotoserien die ich zur Kontrolle und Dokumentation tĂ€glich mache. Die Rötung verschwindet immer mehr. Das ist zumindest schon mal eine positive Sache.

Die LĂŒcke schließt sich nicht, aber ist vielleicht auch gut so, wenn die Wundhöhle noch nicht aufhört zu nĂ€ssen.

Da wir heute das letzte Antibiotika geben, habe ich RĂŒcksprache mit unserer HaustierĂ€rztin gehalten und nun beschlossen, statt der Honigsalbe die wir verwendeten, eine antibiotikahaltige Salbe von ihr zu nehmen. Am Nachmittag hole ich die dann ab und dann werden wir schauen wir die Wirkung damit ist. Das Hauptproblem bei Nukka ist ja nach wie vor die nĂ€ssende Wundhöhle. Ohne einer Austrocknung dieser, kein Verschluss der Wunde selbst. Egal ob von alleine oder mit einem kleinen Eingriff.

Wundkontrolle am Abend: Wieder alles nass, die Öffnung schaut aber kleiner aus. Wir haben heute keine SpĂŒlung mehr gemacht um die Wundhöhle nicht immer noch feuchter zu machen, sondern die neue Salbe reingedrĂŒckt. Danach alles gereinigt und das Hydrogel drauf. Nukka hat heute auch die letzte Portion Antibiotika bekommen. Ab jetzt ist sie medikamentenfrei.

Die letzte Portion Antibiotika …

19.02.2026 – Tag 23

Die Zeit vergeht, wir sind schon ĂŒber 3 Wochen nach der OP angelangt. Nukka gehts mit Stand gestern Abend sehr gut. Auch die SpaziergĂ€nge werden nun wieder lĂ€nger, und sie fĂŒhrt sich auf wie vor der OP. Bringt der Wundheilung in der Leiste natĂŒrlich genau nichts, aber wie soll man einen Malamute bĂ€ndigen, dem langweilig ist? Geht nicht!

20.02.2026 – Tag 24

Die neue Salbe dĂŒrfte besser sein, als die Honigsalbe. Zumindest haben wir den Eindruck, dass heute Nacht nichts genĂ€sst hat. Auch nach ihrem unkontrollierten Rennen im Garten (ja, der Schnee lĂ€sst sie durchknallen) ist der Body nur außen vom Schnee aber nicht innen von der Wunde feucht. Wir beobachten weiter.

Einzig, gelb gekotzt hat sie nach ihren Laufeinlagen. Aber das kann durchaus die Anstrengung gewesen sein, und da sie nichts im Magen hatte, deutet das auf GallenflĂŒssigkeit hin. Nix worĂŒber man sich nun Gedanken machen mĂŒsste.

Die Wildsau heute im Schnee!

21.02.2026 – Tag 25

Tag 25 der Genesung Nukkas. Die Narben verheilen im Prinzip sehr gut, die Krusten fallen immer mehr ab. Einzig die Problemstelle macht uns nach wie vor Sorgen. Es scheint aber so, als wĂŒrde mir der neuen Salbe der Heilungsprozess langsam ins Laufen kommen. Zumindest beginnen einige FlĂ€chen langsam zu trocknen und rosa Farbe anzunehmen. Nach wie vor kommt dickere FlĂŒssigkeit aus der Wundhöhle, aber ich vermute dass dies nun schon eine Mischung der Salbe mit viel weniger Wundsekret ist. Gestern Abend war Nukkas Body zumindest bei der alltĂ€glichen Wundkontrolle fast trocken. Ein gutes Zeichen.

Das NĂ€ssen wird weniger, und Nukka selbst fĂŒhlt sich offensichtlich wohl.

22.02.2026 – Tag 26

Die NĂ€sserei der Wunde wird weniger. Das haben wir gestern Abend wieder festgestellt. Ein Teil der offenen Wunde heilt mittlerweile, die LĂŒcke ist aber immer noch offen. Ob sich die Wundhöhle bereits verkleinert, kann ich nicht sehen. Ich gehe aber mittlerweile davon aus. Die Behandlung mit der antibiotischen Salbe wird aber weitergefĂŒhrt. Sie scheint zu wirken.

Die Wunde heute Abend. Der linke Bereich heilt langsam zu und ab, die LĂŒcke ist nach wie vor offen.

Wir haben nun auch das Problem mit dem Verkleben des Fells durch die Salben und dem Hydrogel. Ist nicht rauszukriegen, und waschen wollen wir mit der offenen Wundhöhle noch nicht. Ein wenig konnte ich das noch reinigen, aber die Verfilzungen sind ein Problem.

23.02.2026 – Tag 27

Das war wieder eine Nacht! Um 1 Uhr frĂŒh wurde Nukka vollkommen unrund und lief wild im Haus herum. Ich stand also auf, und schaute was los ist, und sie wollte unbedingt raus. Alarm! Also mich anziehen, Nukka den Body anziehen, Geschirr rauf und raus in die Nacht. Zuerst dachte ich sie will im Siedlungsgebiet gehen, dann aber steuerte sie die Felder an, und ich keine Stirnlampe mit … Irgendwie kamen wir bei dem derzeitigen Gatsch und den vielen Lacken auf ihre “Kackwiese” wo sie aber sowas von DĂŒnnpfiff hatte. Keine Ahnung warum und wieso, denn die Medikamente samt Antibiotika bekommt sie schon seit Tagen nicht mehr. Zu Hause dann den Body angelassen und ab ins Land der TrĂ€ume. Wenigstens hat sie sich brav gemeldet gehabt.

Die Kröte schlief nach der Aktion heute Nacht bis nach 9 Uhr Vormittag! Ich musste sie sogar wecken! Dann fuhren wir raus in den Wald, wo sie ihr GeschÀft wieder fast normal verrichtete. Also nach wie vor unbekannt was da heute Nacht los war.

Der ganze Schnee ist leider auch wieder weggeschmolzen. Nun haben wir leider wieder nur Gatsch und Dreck.

24.02.2026 – Tag 28

Der gestrige Tag verlief wie alle anderen auch. Die Nacht war ruhig, der Durchfall ist wieder vorbei. Heute Morgen konnte ich kurz einen Blick auf ihre “BauchbelĂŒftung” machen, und sie war trocken. Body anziehen, Knurrerei wie gewohnt, raus in den Wald und spazieren gehen. Sie ist fast wieder ganz die Alte.

Wundkontrolle am Abend: Schaut mittlerweile schon viel besser aus. Leider ist noch immer die Öffnung da und scheint sich nicht zu verkleinern. Wie die Wundhöhle innen aussieht ist leider nicht zu sehen, auch nicht ob sie sich verkleinert hat kann man nicht erkennen. Aber: Sie nĂ€sst nicht mehr, und das ist schon ein großer Erfolg.

Langsam, ganz langsam wird es nun. Ob sich das Loch auch noch von selbst schließen wird? Wir wissen es nicht. Aber die Salbe unserer TÄ hat zumindest bisher große Erfolge gebracht.

25.02.2026 – Tag 29

Heute vor exakt 4 Wochen wurde Nukka operiert. Dass die Heilung so lange dauern wĂŒrde, damit haben wir zwar nicht gerechnet, aber sie hat zumindest soweit alles super gut ĂŒberstanden und ist schon wieder ganz die Alte. Des Teufels Tochter wĂŒrde ich mal behaupten. Wichtig fĂŒr uns: Wir haben ihr noch einiges an Zeit verschafft, denn mittlerweile wĂ€re der Tumor, bei dem rasanten Wachstum den er hatte, schon aufgeplatzt gewesen und wir hĂ€tten nichts mehr fĂŒr sie tun können.

Zusammengefasst kann man durchaus behaupten, es geht ihr sehr gut, und es sind keine Anzeichen von weiteren Tumoren oder Streuungen zu merken. Sie atmet normal, sie rennt und gibt sich wie ein Junghund, sie frisst und erledigt ihre GeschĂ€fte wie es sein soll. Also wozu weiter darĂŒber nachdenken was kommen könnte. Jeden Tag mit ihr genießen und Danke sagen. Das ist die Devise.

Habe heute das aktuelle Foto mit ein paar Fragen an unsere TÄ geschickt um am Nachmittag mit ihr telefoniert. Sie meint, das schaut alles schon sehr gut aus, und ich soll mir keine Sorgen machen. Das heilt von selbst zu, so ihre Meinung dazu. Tja, ich vertraue ihr, und sie wird schon wissen was Sache ist, so hoffe ich.

26.02.2026 – Tag 30

Die Wundkontrolle gestern abend war ĂŒberraschend gut. Kein feuchter Fleck am Body, die Wunde trocken. Es wird also nun langsam was. Wir haben nur mehr die Salbe in die Öffnung gespritzt, und außen nichts gemacht, damit es weiterhin trocken bleibt. Schaut also wirklich gut aus, wenns so weiter heilt.

Heute Abend sah die Wunde auch wieder gut aus. Aber dafĂŒr haben wir ein neues Problemchen: Die Kruste an der vorderen Narbe hat sich abgelöst und drunter sind noch FĂ€den vorhanden. 3 Enden standen aus der Haut heraus. Ich konnte sie aber nicht entfernen, wie wenn sie innen verwachsen wĂ€ren. Keine Chance die ziehen zu können. Als dann schon Blut an den Stellen zum Vorschein kam hörten wir auf mit dem Versuch die rauszukriegen. Nukka murrte dann auch schon, und wollte nicht mehr.

01.03.2026 – Tag 33

Laaaangsam, aber es wird so wie es aussieht. Die Wundhöhle ist zwar noch immer offen, abermittlerweile trocken. Das ist gut. Jetzt muss sie von selbst zugranulieren. Dieser Prozess kann Wochen bis Monate dauern. Also Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Gestern Abend schaute alles schon so aus:

Sie ist ja so brav bei der Wundversorgung. Als Belohnung gibts dann immer lange Krauleinheiten.

02.03.2026 – Tag 34

Da gestern alles so super ausgesehen hat, und auch heute frĂŒh die Wunde trocken gewesen ist, durfte Nukka mit mir ohne Body rausfahren zu unserem Morgenspaziergang. Sie hat es genossen. Leider hat die Kröte dann zu Hause gemeint, sie sei unbeobachtet (ich hab sie dann noch draußen gelassen, aber ĂŒber die CAM beobachtet) und könne nun anfangen an der Wunde zu lecken. Da hat sie mit Herrchen wohl nicht gerechnet und bevor sie sich noch weigern konnte, war der Body wieder angezogen. Wer nicht hören will, muss eben fĂŒhlen!

Übrigens, ich habe ja noch gar nicht von meiner Begegnung mit einer selbsternannten Expertin fĂŒr Huskies erwĂ€hnt, die ich vor 2 Tagen hatte. Da ist uns glatt eine Dame mittleren Alters entgegen gekommen, und ich merkte schon am Blick von ihr, dass da was kommen wĂŒrde. Und genau so war es auch. Sie sprach mich mit einem knappen Gruß an, und sprudelte sofort ihr Begehr raus. Ob ich eh wisse, was ich da fĂŒr einen Hund an der Leine habe, weil sie ist eine Expertin fĂŒr Huskies, und will mir nur mitteilen, dass das was ich mache eigentlich TierquĂ€lerei ist. Bei mir klingelten gleich wieder mal die Alarmglocken und ich spĂŒrte den inneren Zorn in mir aufsteigen. Als ich dann relativ rauh nachfragte, welche tierschutzrelevanten VerstĂ¶ĂŸe sie mir anhĂ€ngen will, kam auch gleich ihre Antwort, und ich dachte mir: Wieso sind manche Leute sowas von Vollidioten, und merkens nicht einmal! Die sind sowas von sich selbst ĂŒberzeugt, dass es weh tut! Aber leider sind genau solche “Weiber” in den SchlĂŒsselpositionen von Ämtern und Regierungsstellen, die uns dann mit Tierschutzregeln und Gesetzen drangsalieren die nur ihrer Ideologie und Einstellung entsprechen. Aber Ahnung haben sie NULL und KEINE! Was ich also falsch mache?

Ich ziehe einem Husky etwas an, was den WĂ€rmeaustausch behindert und der Hund an einem Hitzestau verenden könnte!!! Da reichen kleine SpaziergĂ€nge aus um den Hund umzubringen. So ihre Ansicht und Aussage! Weil die Huskies sind fĂŒr kalte Temperaturen gezĂŒchtet und eigentlich hier bei uns im Warmen ohnehin Fehl am Platz!

Gibts sowas wirklich?? Offensichtlich ja! Ich habe mich aber diesmal NICHT mit der Dame weiter befasst, sondern nur mal laut aufgelacht und bin weiter gegangen… Was soll man so einer Person erklĂ€ren? Dass Nukka eine Post-OP-Schutzbody anhat der nicht vor KĂ€lte schĂŒtzt sondern die Wunde? Das Nukka kein Husky ist? Das Nordische nicht ĂŒber den Körper den WĂ€rmeaustausch machen, sondern ĂŒber die Zunge und die Pfoten und deswegen auch nicht am Körper schwitzen, weil sie keine SchweißdrĂŒsen wie wir Menschen haben und deswegen da keine Regulierung stattfindet? Das der Body luftdurchlĂ€ssig ist und keineswegs einen Hitzestau verursachen kann? So viel arrogante und besserwisserische Blödheit auf einem Fleck hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Und wie schon erwĂ€hnt: Genau SOLCHE sitzen in den Tierschutz-Orgas und gesetzgebenden Stellen des Staates.

Kontrolle am Abend, schaut schon viel besser aus:

03.03.2026 – Tag 35

Neuer Tag, neuer Versuch. Ob sie heute brav sein wird, und den Tag ohne Body verbringen kann? Mal schauen …

Das ihr “Bauchi” nicht mehr das schönste werden wird ist klar, aber das ist uns vollkommen egal. Hauptsache sie hats soweit ĂŒberstanden dass sie wieder problemlos herumteufeln kann. Was uns auch aufgefallen ist: Das zeitweise Humpeln links vorne (wo der große Tumor war) ist auch vollkommen weg. Also muss sie sehr wohl beeintrĂ€chtigt gewesen sein.

05.03.2026 – Tag 37

Nukka ist nun schon den zweiten Tag komplett ohne Body. Sie geht offensichtlich nicht an die Wunde und das ist gut. So kann wieder Luft und Sonne ran. Auch wenn sie alleine draußen auf der Terrasse ist, ist sie brav. NatĂŒrlich ist die Öffnung noch lange nicht zu, aber wir kontrollieren tĂ€glich, und behandeln wie gehabt.

Langsam merkt man wohl die Hormonumstellung der Kastration. Sie ist bei einigen Sachen mĂŒrrischer als frĂŒher, dann wieder verschmuster als vorher, und was am Schlimmsten ist: Sie ist permanent hungrig. Bisher hat sie die normale Futterration inkl. Leckerlies bekommen. Das mĂŒssen wir dringend ĂŒberdenken. Warum? Sonst platzt sie wohl in ein paar Monaten …

07.03.2026 – Tag 39

Unserem “Bussibauchi” wĂ€chst schon das Fell nach. Greift sich wie ein bisserl struppiger TeddybĂ€r an. In ein paar Monaten wird man nichts mehr davon sehen.

Nuk’ ist nun schon die ganze Zeit ohne Body. Sie geht jetzt nicht mehr an die Wunde. Obwohl noch offen, wird das Loch aber kleiner. Nach wie vor besteht die Hoffnung, dass sich das von alleine schließen wird. Nach neuen Recherchen von mir kann das aber Monate dauern. Naja, gut Ding braucht halt Weile. Bis es zu ist, darf sie halt nicht baden gehen.

11.03.2026 – Tag 43

Nukka wird kugelrund … trotz reduzierter Futtermenge hat unser Fellberg leider zugelegt. Sie ist auch den ganzen Tag nur hungrig und von Fressgier getrieben. Mittlerweile fĂ€ngt sie an, ihr Futter gierig zu schlingen. Das hat sie vorher nie getan. Ich glaube, das wird noch ein Problem werden. Die Wunde selbst beginnt sich wohl langsam zu schließen. Zumindest ist die Öffnung in der Bauchdecke optisch kleiner geworden so weit ich das sehen konnte. Sie lĂ€sst mich aber auch nicht wirklich ran um ordentlich nachzuschauen. Madame ist auch relativ unrund und knurrt gleich wenn ich mich um die Sache kĂŒmmern will. Sie hat einfach die Schnauze voll und will das nicht mehr. Irgendwie verstĂ€ndlich.

Sonst ist bei ihr alles in Ordnung. Sie erledigt ihre GeschĂ€fte, lĂ€uft nach wie vor nun mit ihrem Spielzeug herum und raunzt und weint, vergrĂ€bt Leckerlies fĂŒr schlechte Zeiten in ihrem Hundebett, knallt 4-5x am Tag vollkommen durch und fĂŒhrt sich auf: Kurz, sie ist so gesehen wieder die “Alte”.

15.03.2026 – Tag 47

1 1/2 Monate nach der OP ist die Öffnung zur Wundhöhle immer noch da. Kleiner, kurzfristig wieder feucht, nun aber wieder trocken. Das wird mit Sicherheit noch lange dauern wenn der Heilungsprozess so langsam vonstatten geht. Langsam stoße ich damit an meine Geduldsgrenze, denn Nukka will herumtoben, ins Wasser gehen, nachholen was sie die letzten Wochen versĂ€umt hat. Und jedesmal muss ich sie bremsen und ihr die schönen Dinge, die sie halt so gern macht, verbieten.

Nun beginnt sie leider immer mehr zu fressen, auch da mĂŒssen wir sie einschrĂ€nken, was ihr natĂŒrlich nicht passt. Und ein hungriger Malamute kann furchtbar werden. Habs die letzten Tage schon erleben mĂŒssen.

16.03.2026 – Tag 48

Heute Morgen konnte ich erstmals wieder genauer auf Nukkas “Luftloch” schauen, und ja, es scheint so als wĂŒrde es sich endlich von innen heraus langsam schließen. Hier zum Vergleich gegenĂŒber den letzten Wochen:

Die Wunde sondert zwar noch immer leicht FlĂŒssigkeit ab (oder sie hat daran herumgeleckt, ich weiß es nicht), aber scheint immer kleiner zu werden.

Auf jeden Fall fĂŒhlt sie sich rundum wohl und genießt ihr “neues” Leben ohne diese scheiß Tumore. Die nĂ€chsten Monate werden zeigen wie gut sie es diesmal auch wegstecken wird. Jedenfalls ist sie nun wieder weit aufgeweckter und lĂ€stiger als vor der OP, fĂŒhrt sich zeitweise wie ein pupertĂ€rer Junghund auf und will plötzlich zweitweise mit mir sogar raufen, wobei die da wirklich vorsichtig mit ihren ZĂ€hnen ist. Zum GlĂŒck hat dieser “Junghund” ja keine Milchbeisser mehr … *lach*

17.03.2026 – Tag 49

Auch heute Morgen war die Öffnung wieder feucht. Die FlĂŒssigkeit leicht gelblich gefĂ€rbt. Riecht aber nicht. Möglicherweise presst nun die Wundhöhle die letzten Reste der Salbeitee und Salbenbehandlung raus, bevor sie sich verschließt. Vermute ich mal. Da kein ĂŒbler Geruch vorhanden ist, ist es keine innere EntzĂŒndung. Ich beobachte das weiter.

Augenscheinlich schließt sich die Öffnung aber. Schaut zumindest tĂ€glich besser aus.

22.03.2026 – Tag 54

1 Monat, 3 Wochen und 1 Tag sind nun vergangen. Wie schaut die Wunde aus? Tja, es zieht sich nach wie vor. Aber mittlerweile, nach zwischenzeitlichen Feuchtphasen, ist sie wieder trocken und zieht sich immer mehr zusammen.

Aber unser neues Problem:

Die Kastration sieht man ihn nun schon extrem an! Obwohl sie schon weniger Futter bekommt, wird sie immer runder! So arg haben wir das nicht erwartet. Da muss noch mehr gegengesteuert werden, denn so eine Gewichtszunahme ist nicht gut. Gar nicht. Aber eine hungrige MalamutehĂŒndin ist auch nicht gut, Nukka kann durchaus brutal werden und extrem lĂ€stig. Vielleicht hilft ein anderes Futter.

28.03.2026 – Tag 60

Fast zwei Monate nach Nukkas OP ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels … Ihre Wunde ist trocken und schließt sich endlich. Sie ist mittlerweile auch wieder ganz die Alte, fĂŒhrt sich auf wie ein Junghund, genießt aber auch entspannende Stunden mit Faulenzen und Kuscheln. Die Narben verschwinden teilweise schon unter ihrem neuen Fell, werden aber teilweise immer sichtbar bleiben. Ich schĂ€tze mal, das ist ihr egal, denn es geht ihr wieder gut. Bisher sind keine weiteren Symptome oder Probleme aufgetreten, die auf das Streuen der Tumore hinweisen könnten.

Sie fĂŒhlt sich wieder komplett wohl.

31.03.2026 – Tag 63

2 Monate sind nun schon vergangen, und nun tauchen die Auswirkungen der Kastration auf. Abgesehen davon dass Nukka einen massiven Drang dazu hat, ihr Spielzeug oder auch Kaustangen durch die Gegend zu tragen und dabei zu raunzen und zu weinen wie wenn man ihr was antun wĂŒrde, hat sie bereits erste WesensverĂ€nderungen. Teilweise wirkt sie mĂŒrrisch-aggressiv knurrt bei kleinen Bewegungen die wir machen auf, kommt aber ein paar Minuten spĂ€ter um zu schmusen und zu kuscheln. Schnappen oder beißen wĂŒrde sie nie, aber diese GemĂŒtswechsel sind halt nicht so einfach bei so einem großen Hund.

Das Fell Ă€ndert sich auch bereits. Wird struppiger. Am Schwanz hat sie jede Menge Fell verloren und somit ist ihre einst stolze Rute nur mehr halb so dick wie vorher. Die Nachteile die eine Kastration so mit sich bringt, werden halt meist verschwiegen oder nicht kommuniziert. In ihrem Fall aber musste es ein um nicht wieder hormonelle Berg- und Talfahrten zu haben, die zu weiteren Tumoren fĂŒhren könnten.

Das an den rasierten Stellen nachwachsende Fell hat zwar schon an Dicke gewonnen, aber keine Farbe. Da ist sie ĂŒberall weiß. Nur vereinzelt stehen Deckhaar mit schwarzer Spitze raus. Was aber noch schlimmer als alles andere ist: Sie wird zu einer Kugel. Obwohl ohnehin schon mit dem Futter reduziert, scheint es, als wĂŒrde sie bald platzen. Ob das nun Gewichtszunahme ist, oder eine andere Ursache (innere FlĂŒssigkeitsansammlungen, weitere Tumore, …) hat, wissen wir erst nach einer Untersuchung bei unserer TierĂ€rztin. Diese steht zwar an, aber Nukka ist nicht dazu zu bringen, aus dem Wagen zu springen und in die Ordination zu gehen. Zweimal wĂ€re sie bereits aus dem Geschirr geschlĂŒpft und abgehauen. Nicht gut, wenn sie hier auf die Straße lĂ€uft.

Ich hoffe, dass sie bald wieder Vertrauen in TÄ fassen kann, um zumindest mal angesehen werden zu können.

Tja, wenn die Hasen im FrĂŒhjahr rauskommen und ihr vor der Nase tanzen …

02.04.2026 – Tag 65

Gestern “durfte” ich wieder einmal ihren Bauch kontrollieren. NatĂŒrlich nur unter schwerem Gegrummel und Geknurre. Grande Madame ist da sehr ungehalten wenns um ihre “Wampe” geht. Das Scarbelly muss beschĂŒtzt werden, keine Frage.

Die Wunde ist nun endlich trocken, und scheint auch schon zu zu sein. Ob die Wundöffnung nun vollkommen zugranuliert ist, konnte ich nicht sehen, aber es schaut zumindest oberflĂ€chlich sehr gut aus. Ein Indiz dafĂŒr, dass sie keine Beschwerden oder Schmerzen in dem Bereich hat ist die Tatsache, dass wenn sie durchknallt und wieder einmal ihren Laufdrang hat, sich unvermittelt auf den Bauch schmeißt, aufspringt, weiterrennt, sich wieder auf den Bauch wirft, usw.

Es scheint ihr wirklich wieder vollkommen gut zu gehen. Nach zwei Monaten endlich eine Sorge weniger.

10.04.2026 – Tag 73

Geschafft! Nach fast 2 1/2 Monaten ist die Wundhöhle und das Loch in Nukkas Bauchi nun endlich zu und definitiv verheilt! Gerade eben eine Kontrolle durchgefĂŒhrt bei der sie stillgehalten hat. Nun hat sie es wohl wirklich ĂŒberstanden und ist wieder wie frĂŒher. Aufgeweckt, energiegeladen, dauernd zu irgendwelchen Schandtaten bereit und zeitweise extrem fordernd und lĂ€stig. Ein Malamute-MĂ€dchen eben ….

13.04.2026 – Tag 76

Nach wie vor ist alles im grĂŒnen Bereich. Die Wunde trocken und zu. Leider kriegen wir ihre Gewichtszunahme nicht in den Griff. Wir fĂŒttern schon weniger proteinhaltiges Futter (JOSERA Senior Balance Huhn & Reis), und auch da weniger als vom Hersteller fĂŒr ihr Gewicht vorgesehen, unsere Gassirunden haben wir ausgeweitet damit sie sich mehr bewegen muss, auch rennt sie wie von der Hummel gestochen auf der Terrasse herum wenn sie draußen was sieht. Also am Bewegungsmangel liegts nicht. Die Kastration war fĂŒr ihre Wespentaile (die sie eh nie hatte … *lach*) nicht von Vorteil.

16.04.2026 – Tag 79

Ich schließe nun diesen Beitrag, da es keine VerĂ€nderungen oder Neuigkeiten mehr zu diesem Thema mehr gibt. Sollte etwas unerwartet eintreten, dann ergĂ€nze ich natĂŒrlich wieder, aber vorerst sind wir froh, dass wir das alles hinter uns haben. Kurz: Unserer Fellkugel gehts gut, und wir sagen Danke zu allen die mitgefiebert haben und uns immer wieder alles Gute gewĂŒnscht und sich ĂŒber Nuk’s Zustand erkundigt haben! Danke an alle da draußen!

23.04.2026 – Tag 86

Manchmal soll man sich nicht zu frĂŒh ĂŒber was freuen.

Wir dachten Nukka hĂ€tte es gepackt und sie ist nach ihrer OP ĂŒbern Berg. Irrtum. Jetzt tauchten plötzlich neue Probleme auf. Was hier wie ein ĂŒberfressener Hund aussieht ist ein mit Wasser gefĂŒllter Bauch … Ursache unbekannt. Lymphknoten o.B., Lunge keine GerĂ€usche, Herzschlag normal. Die TierĂ€rztin hat ihr nun was zum EntwĂ€ssern gespritzt, und wir haben herzunterstĂŒtzende Tabletten mitbekommen. Morgen wieder zur Kontrolle. Hoffentlich kriegen wir das auch wieder in den Griff.

(Und weil gerade eine Waage in der NĂ€he stand: Seit ihrer Kastration vor 2 1/2 Monaten hat sie bisher nur 1 kg zugenommen und wiegt nun 52,5kg – Und da wirken wir gerade mit einer strengen DiĂ€t entgegen.

25.04.2026 – Tag 88

Als wir gestern Nachmittag wieder von der TierĂ€rztin zurĂŒckgekommen sind, hatten wir die Prognose: Scheisse. Sie hat definitiv Aszites (Wasserbauch) und hat nun nochmals eine EntwĂ€sserungsinjektion bekommen. Ursachen sind entweder das Herz oder ein Lebertumor. Ersteres könnten wir in den Griff bekommen. Am Montag machen wir eine Blutabnahme und wenn das nichts bringt ein Röntgen des Bauches um zumindest zu sehen was darin vorgeht. Ein Ultraschall ist derzeit bei ihr durch die Ansammlung im Bauch nicht möglich. Tja, es ist wie es ist, da lĂ€sst sich nichts dran Ă€ndern.

Am Abend sind wir dann noch öfter als sonst mit ihr raus, damit sie pinkeln kann, was sie auch tat. Komischerweise wollte sie dann um 21:30 Uhr mit mir nicht raus auf die Wiese, sondern die “Siedlungsrunde” ĂŒber 2 Gassen machen … sie ging langsam, sehr langsam, aber sie ging brav. Da sie echt nur wenig zugenommen hatte, und wahrscheinlich auch das nur bedingt durch die Aszites, habe ich ihr noch eine volle SchĂŒssel Futter hingestellt gehabt, die sie nun noch komplett leerte. Auch die Kaustange am Nachmittag hatte sie schon in Rekordzeit verputzt. Sie soll zumindest keinen Hunger haben, wenn sonst schon nichts passt.

Dann war zumindest einmal ein wenig Ruhe, obwohl wir bei jedem GerĂ€usch von ihr natĂŒrlich sofort wach waren. Um knapp vor 3 Uhr Morgens wurde sie dann unruhig und Frauli ging mit ihr raus, wo sie (endlich) wieder pinkelte. Dann wieder Ruhe bis 6 Uhr frĂŒh, da wollte sie dann raus auf die Terrasse mit ihrem “Puppi” im Maul.

Knapp vor 8 schaute ich dann zu ihr raus, und sie machte null Bewegung, nicht einmal ihr Schwanz bewegte sich als sie ich sah. Selbst nach den Streicheleinheiten machte sie keine Anstalten aufzustehen. Kein gutes Zeichen. Aber als ich dann das Geschirr in die Hand nahm (was sie aus Kilometern Entfernung hört) stand sie plötzlich vor mir, und grinste mich an. Dieser Hund macht mich fertig! Beim Anziehen das ĂŒbliche Prozedere mit Sekkieren, 15x um den Tisch bevor Herrchen ihr das Geschirr anziehen kann, ab ins Auto, und raus auf die kleine Wiesenstrecke die wir da in Ruhe haben. Sie sprang fast normal raus, tschappelte im Eilesschritt zur ersten guten Stelle und piselte brav. Dann ein zweites Mal und darauf das “HĂ€ufli”, dann aber war Schluss mit lustig und sie wollte wieder zurĂŒck. Null Problem, ich zwinge sie zu nichts.

Jetzt zu Hause liegt sie wieder unterm Terrassentisch und schlÀft.

Ich hab nun auch ein Medikament recherchiert, dass die EntwĂ€sserung schneller schaffen könnte, wenn es wirkt. Frauli fĂ€hrt extra in die Arbeit um es zu holen. Das Wochenende ohne Behandlung will ich nicht vergehen lassen, und die Injektionen wirken nicht so wie sie sollten. Ich lasse nichts unversucht um es ihr leichter zu machen. Vielleicht hilft es. Wenn nicht, dann bleibt uns nur mehr die Untersuchung am Montag und das Warten auf die Ergebnisse …

Ihre Medikation ist nun: FORTEKOR 20mg fĂŒrs Herz und DIMAZON 40mg zum EntwĂ€ssern.

Alles hat so gut ausgesehen, die Wunde war endlich verheilt und trocken, und dann dieser RĂŒckschlag.

26.04.2026 – Tag 89

Nukkas Zustand war gestern Abend mehr als kritisch. Dass sich das nicht mehr bessern wird ist uns klar. Heute Morgen bin ich mit ihr rausgefahren und habe ihr ein neues Platzerl gezeigt. Ja, sie ist gegangen, aber sie hat nicht mehr den Elan den sie noch vor 1 Woche hatte. Das Fieber von gestern ist weg, sie piselte auch brav, machte ihr HĂ€ufli und sprang auch ins Auto rein und raus. Gestern kam sie fast nicht mehr hoch … leider nur “Momentaufnahmen”. Wie erwĂ€hnt, dass sich das noch bessern wird ist unwahrscheinlich.

Die EntwĂ€sserungstabletten greifen auch nicht, also haben wir sie wieder abgesetzt. Gestern Abend hatte ich ihr noch Schmerzmittel gegeben um es ihr ein wenig zu erleichtern. Die dĂŒrften geholfen haben.

27.04.2026 – Tag 90

Das dieser Tag kommen wird, war uns klar, aber nicht, dass es so schnell gehen wĂŒrde. Exakt 90 Tage haben wir Nukka mit der OP noch verschaffen können. Aber nun geht nichts mehr. Innerhalb weniger Tage wurde ihr Zustand immer schlechter. Die Aszites (wahrscheinlich nun bedingt durch einen Lebertumor lt. unserer TÄ) wurde immer schlimmer. Die EntwĂ€sserungstabletten wirkten auch nicht, weil möglicherweise nun auch eine Nierenstörung dazu kam. Sie kann nur mehr schwer atmen, sitzt nur, schlĂ€ft nichts. Gestern hat sie auch mit dem Fressen aufgehört und trinkt nun auch nichts mehr. Das sind eindeutige Anzeichen, dass sie aufgegeben hat. Dieser Tatsache musste wir ins Auge sehen, und wollen sie auch nicht lĂ€nger quĂ€len …

Heute Morgen um 8 Uhr sind wir nochmals rausgefahren damit sie piseln kann. Nur einmal kurz, viel zu wenig. Auch das Ein- und Aussteigen schafft sie nur mehr mĂŒhsam. Ich hab ihr dann Zeit gelassen, nochmal im Rasen zu sitzen zu schauen, und noch ein paar Fotos zu machen. Es werden die letzten sein …

Um knapp vor 12 Uhr Mittag war es dann leider so weit, wir fuhren zu unserer TierĂ€rztin, die schon alles vorbereitet hatte. Es war ausgemacht, dass Nukka vor der endgĂŒltigen Spritze eine Narkose bekommt, und anschließend zeitnah abgeholt wird um sie einzuĂ€schern. Es verlief alles ruhig und stressfrei, und so zog Nukka ihr Silbergeschirr an und machte sich um 12:12 Uhr auf den langen Weg …

Nukka wurde am 30.04.2026 eingeĂ€schert und kehrte am 1. Mai 2026 zu uns zurĂŒck …

Damit endet die Ära Schlittenhunde bei uns. Wir haben uns entschlossen uns nun keinen Hund mehr zu nehmen. Alle Sachen die nicht zur Erinnerung an sie dienen, haben wir verschenkt um nicht immer ĂŒber ihre Sachen zu stolpern. Ein paar schöne StĂŒcke (Ihr Lieblingspuppi, BĂ€lle, Leuchtknochen, ihre Kuh, natĂŒrlich ihre Leine, Halsband und Geschirr, …) gesellen sich zu den Sachen unserer beiden schon vorangegangenen Hunde, als Erinnerung an die schöne Zeit mit ihr.

Unser Herbsturlaub 2025

Eigentlich war von uns ein kurzer Herbsturlaub von Donnerstag den 25. September bis Sonntag den 28. September in Gerlos zum 30. Almabtrieb geplant und schon im Sommer gebucht worden. Da wollte ich schon entweder einen Ausflug zum Obernbergersee in der NĂ€he von Gries am Brenner oder einen zum Eibsee bei der Zugspitze machen. Bei beidem wurde uns abgeraten da die Staus von Gerlos in Richtung Innsbruck und danach zum Obernbergersee ĂŒber die Brennerautobahn gewaltig sein sollen, und detto auch zum Eibsee, ebenfalls ĂŒber Innsbruck. Dann ĂŒberlegte ich, da wir ohnehin ĂŒber das “Große Deutsche Eck” fahren wollten, ob wir nicht gleich die A8 weiter bis Irschenberg anstatt am Inntaldreieck in Richtung Kufstein zu fahren, und dann weiter nach Bad Tölz, Sindelsdorf, Garmisch-Partenkirchen direkt zum Eibsee nach Grainau fahren könnten, um den angeblich schönsten See und höchsten Berg in Deutschland zu bewundern.

Die Suche nach einer Unterkunft war nicht so einfach, da im Umkreis der Zugspitze entweder alles belegt oder schweineteuer war. Aber ich fand dann doch ein Hotel in Klais, in etwa 30 Minuten vom Eibsee entfernt, dass leistbar und auf der Reisestrecke in Richtung Gerlos am nĂ€chsten Tag lag. Also buchten wir von Mittwoch (24. September) bis Donnerstang eine Nacht in Deutschland dazu und verlĂ€ngerten damit unseren Kurztripp um einen Tag. Leider verschlechterten sich dann die Wetterberichte immer mehr bis zum Abreisetag, und so hatten wir eher trĂŒbe Aussichten auf die paar Tage die vor uns lagen. Dennoch freuten wir uns, wieder von zu Hause wegzukommen.

Am Mittwoch war es dann so weit. Um 3 Uhr frĂŒh lĂ€utete der Wecker. Raus aus den Federn, fertigmachen, Auto beladen, mit Nukka Gassi gehen, denn um 4 war die Abfahrt in Richtung Deutschland geplant. Laut Google-Maps sollten wir zwischen 5 Stunden & 10 Minuten und 7 Stunden & 40 Minuten fĂŒr die Strecke brauchen. Was fĂŒr eine Angabe … Immerhin 518 Kilometer. Mein Plan war möglichst frĂŒh weg zu fahren, um den Berufsverkehr nicht voll zu erwischen. Und so gings um 3:45 Uhr schon los. 15 Minuten frĂŒher als geplant. Von uns aus ĂŒber die A22, die S5 und die S33 nach St. Pölten, dann weiter ĂŒber die A1 in Richtung Salzburg. In Allhaming Nord machten wir um knapp 6 Uhr die erste Rast wegen Nukka. Kaum 15 Minuten, und schon waren wir wieder auf der Autobahn. Und dann gleich nach der Auffahrt: Totaler Stopp wegen einer Totalsperre. Ein Fahrzeugbrand. Als die Meldung im Radio und am Navi kam, standen wir schon mitten drin im Stau. Und gleich zur Anmerkung: Eine Rettungsgasse wurde zwar gebildet, aber viele Vollhonks dachten sich dann, super die machen Platz fĂŒr uns, und fuhren skrupellos nach vor. Dann war sie blockiert und hinten kamen die EinsatzwĂ€gen. Mehr braucht man wohl dazu nicht mehr zu sagen.

Raststation Allhaming Nord
Raststation Allhaming Nord

Es dauerte dann nicht all zu lange bis es weiter ging. SchĂ€tze mal so 15 Minuten. Nun hieß es ein wenig Zeit aufholen, war auch super gelang da wir noch wenig FrĂŒhverkehr hatten. Einzig die LKWs begannen dann schon mit ihren Elefantenrennen, was die eine oder andere Behinderung ausmachte. Die Ausbremsung des Verkehrs mit dem 100er rund um Salzburg war dann auch noch öde, und der Gipfel der Idiotie dann die Grenzkontrolle der Deutschen beim GrenzĂŒbergang Walserberg. Stehen eh nur blöd da und machen nichts, aber der Verkehr wird dadurch immer langsamer und zĂ€her, inklusive Stau. Nach der Grenze gings auf der A8 ziemlich gut (bei einer Geschwindigkeit von 120km/h, wie ausgeschildert!) weiter. Ich frage mich ernsthaft, wozu diese deutschen Diskussionen um ein Tempolimit so viel Wind aufwirbeln, wenns ohnehin schon Streckenweise eingefĂŒhrt ist.

Unser nĂ€chster Stopp war dann auf der Raststation Samerberg in Deutschland. Relativ groß, wenig GrĂŒnflĂ€chen, aber dafĂŒr entdeckten wir eine eigene Hundezone. WĂ€hrend Frauchen aufs WC lief, schnappte ich mir Nukka und wollte mit ihr in die Hundezone. Sie verweigerte gleich beim Eingang. Dann sah ich auch warum: Vollkommen zugeschissen! Ich frage mich immer wieder, wieso die Mehrheit der Hundehalter und -halterinnen solche Dreckschweine sind. Auch bei uns zu Hause schauts in den Hundezonen meist so aus, und auf den Feld- und Wiesenwegen rund um unser Kaff sowieso. Nun, wir haben dann doch noch eine GrĂŒnflĂ€che entdeckt wo sich unsere “Kleine” erleichtern konnte, bevor Frauchen wieder da war und es weiterging. NĂ€chster Halt: Direkt am Eibsee.

Raststation Samerberg (Deutschland)
Raststation Samerberg (Deutschland)

Fast 1 1/2 Stunden dauerte es dann noch, bis wir am Eibsee bei den ParkplĂ€tzen eintrafen. Und was hat uns da erwartet? Nebel! So dichter Nebel, dass wir den See nicht einmal sehen konnten. Doch zuerst einmal eingeparkt und ein Parkticket besorgt (9 Euro fĂŒr 4 Stunden!!). Dann besuchten wir die Talstation der Zugspitz Seilbahn. Ein grandioses Bauwerk mit einigen Weltrekorden. Sie ĂŒberwindet einen Höhenunterschied von 1945m auf einer Strecke von 4450m. Befördert in der Stunde 580 Personen (120 pro Kabine, mit WLAN, Scheibenheizung, und Panoramaglasboden!) vom Tal auf knapp 1000m Seehöhe bis zur Bergstation auf 2962m Seehöhe. Dabei ĂŒberwindet sie die hĂ€chste StahlbaustĂŒtze der Welt mit 127m Höhe und das lĂ€ngste freie Spannfeld von 3213m LĂ€nge! Der Bau kostete in etwa 50 Millionen Euro… Der Preis, wenn wir raufgefahren wĂ€ren? 69 Euro pro Person (Berg- und Talfahrt) sowie 7 Euro fĂŒr Nukka. Also in Summe 145 Euro (1995 Schilling fĂŒr Oldies!)!! NEIN DANKE! Das ist es nicht mehr wert mit einer Seilbahn zu fahren.

Gleich nach dem Besuch der Talstation, wo ich auch eine Hutnadel erwerben musste, kam gerade eine Kabine vom Berg herunter. Gespenstisch tauchte sie vielleicht 30m vor der Talstation aus dem Nichts auf. Vollkommen lautlos glitt sie auf ihren Tragseilen in die Station hinein. Ich muss aber anmerken, dass sie in Natura weit kleiner wirkte als auf so manchen YouTube-Videos die ich ĂŒber den Bau der Seilbahn gesehen hatte. Irgendwie enttĂ€uschend, aber trotzdem ists ein eindrucksvolles Bauwerk. Also zurĂŒck zum Plan, der uns mit einer Wanderung um den Eibsee fĂŒhren sollte. Das Bergpanorama war uns ja schon mal nicht vergönnt, also latschten wir zum See rĂŒber. Am Kiosk kauften wir auch noch eine zweite Hutnadel, um gleich darauf von der draußen angebrachten Speisekarte des “Eibsee Pavillons” geschockt zu werden. Preise, die man sich als Normalverbraucher nicht vorstellen kann. Zum Beispiel eine Currywurst mit Pommes um knapp 21 Euro!! (Anmerkung: Im Internet fand ich die Webseite mit Speisekarte, und da sind vollkommen andere, billigere Preise, angegeben! Will man die Leute vor Ort abzocken?? Ich hab leider kein Foto von der Karte vor Ort, aber ein Ă€lteres im Internet gefunden wo die Currywurst schon 18,50 kostete!) Da pfeift man aufs Essen in diesem “Restaurant”. Also ab auf den Rundweg um den Eibsee.

Übrigens: DAS wollten wir anstatt dem Nebel sehen:

Bildquelle: https://karwendelbilder.de/eibsee-zugspitze-grainau.html

Der Eibsee selbst liegt in etwa auf 973m Seehöhe, ist an seiner tiefsten Stelle 35m tief, und Privatbesitz der EigentĂŒmer des Eibsee Hotels (seit 1884). Entstanden ist er durch einen gewaltigen Bergrutsch vom Massiv der Zugspitze vor ca. 3500 Jahren. Der Rundweg selbst ist ca. 7,5km lang und sollte laut Angaben an den Tafeln ca. 90 Minuten in Anspruch nehmen. Wir brauchten 2 1/2 Stunden weil unsere graue Wasserratte natĂŒrlich an jeder nur möglichen Stelle ins Wasser wollte und auch ging. Das Panorana war ……. grau. Nur Nebel, keine Sicht aufs andere Ufer, keine Inseln zum Bewundern, keine Bergsicht. Es blieb die ganze Runde GRAU. Aber der Weg selbst war wirklich schön angelegt, leicht zu gehen, keine wirklich steilen Stellen, und zu dieser Jahreszeit nicht mit tausenden Menschen bevölkert wie im Sommer. Wirklich gut fanden wir die vielen “MĂŒllinseln” wo MĂŒlltonnen bereit standen. So konnte es fĂŒr niemanden eine Ausrede geben, seinen Dreck nicht entsorgen zu können (und ihn wo zu hinterlassen, speziell Hundehaufen). Auch nett war die Tatsache dass uns fast jeder der uns entgegen kam, wie es ab 1000m Seehöhe so ĂŒblich ist, grĂŒĂŸte! Dazu komme ich aber spĂ€ter noch einmal zurĂŒck. Wie erwĂ€hnt, Nukka nutzte die Runde total aus und badete trotz der niedrigen Temperaturen von Wasser uns Luft ausgiebig. Mit einem absolut sauberen “HĂŒndchen” kamen wir dann vor 13:30 Uhr zurĂŒck zum Parkplatz. Wir entschieden uns nicht hier in der Gegend was essen zu gehen, sondern in unser gebuchtes Hotel zu fahren. Das Landgasthaus Sonnenhof in Klais. Die Fahrt vom Eibsee zum Sonnenhof dauerte keine halbe Stunde. Somit war es kein Problem nach der langen Anfahrt vom Morgen und der Seenrundwanderung.

Der Check-In verlief rasch und problemlos. Wir wurden freundlichst empfangen und eingewiesen. Das Zimmer war ausreichend groß, mit Balkon, und hell. 150 Euro fĂŒr eine Nacht mit FrĂŒhstĂŒck fĂŒr 2 Personen inkl. Ortstaxe, Hund frei, da darf man heutzutage nicht klagen. Nachdem wir alles verstaut hatten, was schnell ging da wir extra fĂŒr diesen Aufenthalt gepackt hatten, und der Rest fĂŒr Gerlos im Wagen blieb, ruhten wir uns ein wenig aus. Ich mĂŒtzelte eine Runde, denn die kurze Nacht holte mich dann doch ein. Am Abend gingen wird dann runter ins Restaurant um eine Kleinigkeit zu essen. Was soll ich dazu schreiben? Zwei TafelspitzbrĂŒhen mit KrĂ€uterpfannkuchenstreifen (bei uns einfach: Frittatensuppe) und zwei Schnitzel nach Wiener Art mit Pommes (zwei schöne große Schnitzel pro Teller!), zwei GetrĂ€nke dazu, und das um 55 Euro. Nicht billig aber große Portion, sehr gute QualitĂ€t, und mit wirklich freundlichem Personal serviert! Nein, da darf man nicht meckern. Und hier gabs auch eine Currywurst mit Pommes um 10 Euro! Nicht 21 wie am Eibsee!! Nach dem kulinarischen Highlight des Tages machte ich noch schnell mit Nukka eine Gassirunde, und dann gings ab in die Dusche und danach ins Bett. Ich war hundemĂŒde und morgen wartete wieder eine lange Autofahrt auf uns.

Nach einer angenehmen Nacht war Frauchen schon mit Nuk’ unterwegs als ich aufwachte. Also raus aus dem Bett, fertigmachen, das FrĂŒhstĂŒck rief. Jetzt kam die Stunde der Wahrheit, und warum ich eigentlich auch ein Hotel in Deutschland buchte, und nicht gleich weiter nach Gerlos fuhr. Gleich mehr dazu. Als meine Beiden zurĂŒck waren, ließen wir Nukka wie gewohnt im Zimmer (sie ist ja voll brav wenn sie warten muss, hat noch nie was zerstört, heult nur Anfangs ganz kurz und gibt dann Ruhe) und machten uns wieder auf den Weg in die Gaststube zum FrĂŒhstĂŒck. Auch heute wieder freundliche BegrĂŒssung, ein liebevoll gedeckter Tisch und ein FrĂŒhstĂŒcksbuffet das keine WĂŒnsche offen ließ. Und jetzt, zu meiner Überraschung: Es war leise! Die anderen (deutschen) GĂ€ste unterhielten sich genauso wie in den österreichischen Hotels aber leise! Es gab kein lautes Quer-ĂŒber-den-Tisch-PlĂ€rren, kein Kindergeschrei, kein Herumlaufen, keine lautes GelĂ€chter ĂŒber dĂŒmmliche Aussagen oder Witze die wohl nur jene verstehen die sie rauslassen, nichts! Sowas von angenehm! Und genau das wollte ich wissen. Sind die Deutschen zu Hause in ihrem Land auch so derart rĂŒcksichtslos und egoistisch/arrogant wie bei uns, wenn sie auf Urlaub sind? NEIN, definitiv nicht! Komischerweise wissen sie da, was Anstand und Benehmen ist. Mir ist das schon am Eibsee aufgefallen, als so ziemlich alle die uns begegneten auch grĂŒĂŸten, ohne dass wir zuerst den Mund aufmachen mussten. Ehrlich gesagt, wir kamen gar nicht dazu erste zu sein, weil sie fast alle schneller waren. Wieso klappt das in ihrer Heimat und bei uns nicht? Oder ist das eine andere Urlauberschicht die wir da trafen? Ich weiß es nicht, aber ich war sehr positiv ĂŒberrascht und muss wohl einige Ansichten bezĂŒglich unserer deutschen Nachbarn neu ĂŒberdenken, wenn es um sie ihn ihrem eigenen Land geht.

Das FrĂŒhstĂŒck selbst war wie schon oben geschrieben perfekt. Nichts fehlte. Auch da gabs perfekt freundliche Bedienung, und als wir dann die Abrechnung beglichen blieb noch Zeit fĂŒr ein Quatscherl. Dabei haben wir erfahren, dass auch bei unseren Nachbarn das Problem einer arroganten, rĂŒcksichtslosen und selbstverherrlichenden Bevölkerung immer schlimmer wird. Na dann, willkommen im Club! Im deutschsprachigen Raum dĂŒrften wohl die selben Probleme um sich greifen. Wir aber sagen Danke an das Team des Sonnenhofs, fĂŒr die wirklich nette Zeit die wir da verbringen konnten. Es hat alles gepasst!

Und weiter gehts, wir fahren gegen 9 Uhr ab in Richtung KrĂŒn, Wallgau und Vorderriss. Die kostenpflichtige Mautstraße Wallgau-Vorderriss schlug sich mit 6 Euro zu Buche, war aber die einzige Verbindung nach Hinterriss zum Großen Ahornboden und die Eng Alm, unserem nĂ€chsten Ziel. Die Straße fĂŒhrt ĂŒbrigens durch das malerische Isartal, wo wir auch kurz fĂŒr Nukka stehen blieben. Die Mautstraße zwischen Hinterriss und Eng kostete dann nochmals 7 Euro bis wir am Ziel, der Eng Alm waren. DafĂŒr ist der Parkplatz da kostenlos gewesen. Auch ein positiver Aspekt. Der Weg vom Parkplatz zum Almdorf hinten war in kaum 10 Minuten erledigt. Das schafft wohl jeder. Die Eng Alm selbst haben wir diesmal nicht besucht, dafĂŒr aber wieder den Bauernladen. Hier gibts ein paar verdammt gute KĂ€sesorten und so nebenbei auch andere Schmankerln und Souvenirs. Einige KĂ€se ging dann mit. Ist Pflicht, wenn man schon da ist. Danach retour zum Parkplatz, noch schnell den Eng-Kiosk besucht und auch hier 2 Sorten KĂ€se ergattert, um dann wieder durch die Ahornböden (der Ahornstamm mit dem riesigen Hallimasch drauf stand auch noch immer) zurĂŒck in Richtung Vorderriss zu fahren.

Wir wollten auf der Retourfahrt noch die Garberlalm besuchen (Hier gibts die beste HĂŒhnerminestrone!), die war zu diesem Zeitpunkt dann aber leider geschlossen. Also fuhren wir ab Vorderriss in Richtung Sylvensteinsee und ĂŒber den Damm rĂŒber Richtung Österreich und den Achensee. Von da aus dann ĂŒber Strass im Zillertal nach Schlitters zur Zillertaler Trachtenwelt, wo wir gegen 13:50 Uhr eintrafen und wie immer eine Kaffeepause einlegten, und schauten was es Neues im GeschĂ€ft gab. Ohne weiteren Einkauf, aber dafĂŒr zufrieden ob des feinen Cafe Latte den es da gibt, gings danach weiter in Richtung Mayerhofen, zu unserem Specklieferanten, der Metzgerei Gasser.

Und ja, wir haben wieder groß eingekauft *lach*. Die QualitĂ€t ist eben eine ganz andere als man bei uns zu Hause bekommt, und die Preise passen dafĂŒr. Noch dazu spare ich mir die Versandkosten, wenn ichs in Mayerhofen gleich direkt mitnehmen kann. Und nach all den Besuchen und EinkĂ€ufen kamen wir endlich um 16 Uhr im Hotel Glockenstuhl bei unseren Gastgebern Christine und Hannes Eberl samt Familie und Team an. Wir wurden wie gewohnt freundlichst empfangen, diesmal vom Junior der seine Sache echt gut machte und es ihm auch sichtlich Spaß machte die HotelgĂ€ste an der Rezeption zu begrĂŒĂŸen. Check-In dauerte nicht lange, und schon machten wir uns zusammen mit Nukka auf den Weg zum Bauernmarkt, den wir auch noch besuchen wollten. Die Anbieter sind zwar meist die Gleichen wie immer, aber diesmal war auch wieder der Weinstand mit dem absolut feinen Sturm (heuer leider kein roter …) dabei, und da schlugen wir auch zu. Ja, er schmeckte wieder gut und war wohl von feinen Reben erzeugt. SĂŒss und brandgefĂ€hrlich. Anschließend dann ab ins Hotel, Abendessen, und Ende des Tages wie man so sagt. Genug ist genug, und Nuk’ war auch schon leicht gesĂ€uert weil wir so viel besucht hatten.

Ein neuer Tag, ein neues GlĂŒck. Donnerstag, und nach einer fast durchwachten Nacht fiel es mir schwer aus dem Bett zu kommen. Nukka war extrem lĂ€stig und weckte mich im stundentakt um gestreichelt zu werden. Keine Ahnung was mit ihr los war, fĂŒr mich wars brutal. Das FrĂŒhstĂŒck ließ ich mir trotz MĂŒdigkeit schmecken. Im Glockenstuhl ist das genauso ein Highlight wie das Abendessen. Die KĂŒche und das Service (Danke auch an Andrea und Roland!) passen hier einfach. Was heute am Plan stand? Nunja, geplant war die KainzenhĂŒttenalm im Zillergrund, aber: Gerade heute Ruhetag! Zum GlĂŒck hab ich vorher nachgeschaut. bevor wir uns die Fahrt ĂŒber die B165 ĂŒber Hainzenberg und Mayerhofen angetan hatten. Diese Strecke ist mir ein Graus wenn die D’s und NL’s da unterwegs sind. Aber das Thema haben wir ja jedesmal wenn wir in Gerlos sind. Fakt ist auch, dass unsere lieben “GĂ€ste” aus dem Nachbarland und speziell heuer auch den Niederlanden, sich wieder auffĂŒhrten als wĂ€ren sie alleine im Ort, alleine im Hotel und alleine auf den Wanderwegen und HĂŒtten. Traurig dass es immer so ablĂ€uft mit denen. Und jetzt am Saisonende wo die meisten Schranken wegen des bevorstehenden Almabtriebs offen waren damit die Einheimischen ungehindert zu den Almen können, nutzten das auch gleich mal die Österreich-Urlauber aus besagten LĂ€ndern um mit ihren Kraxen bis vor die AlmhĂŒtten zu fahren und in den TĂ€lern alles zuzuparken. Sie werdens nie kapieren. Auch nicht, dass man die Hunde nicht frei auf die Wiesen mit Rindern laufen lĂ€sst oder zu ihnen fĂŒr Selfies hinkrĂ€ult. Sie verstehen auch nicht was “festes Schuhwerk” in den Bergen bedeutet, und schlendern in Schlapfen und Halbschuhen herum. Kein Wunder dass heuer wieder so viele UnfĂ€lle mit denen passiert sind. Schuld sind dann immer die anderen, und alles wird deswegen verklagt. Wenn ich da ein Landwort mit Vieh wĂ€re, oder fĂŒr den Weg verantwortlich, es wĂ€re schon gesperrt und kein Durchgehen mehr. So lange bis jene es sich merken und sich dementsprechend verhalten.

Wir sind also heute so gegen 10 Uhr ins Schönachtal gewandert. An der Jörgleralm vorbei, nach hinten ins Tal zur Lackenalm. Da machten wir dann eine Einkehr, da unten am Parkplatz die Issalm als geschlossen gekennzeichnet war, verzichteten wir auf eine anschließende Wanderung noch weiter ins Tal hinein. Nach ein paar Zirberln und einem GetrĂ€nk wollten wir dann wieder zurĂŒck zur Jörgleralm und dort fĂŒr einen wunderbaren Topfenstrudel mit Vanillesauce einkehren. Doch daraus wurde leider nichts. Wie schon erwĂ€hnt war da alles von unseren “Freunden” zugeparkt und die HĂŒtte vollkommen voll. Mit Hund keine Chance da einen Platz zu bekommen, da die Deutschen ihre Hunde nie kurz nehmen oder sogar unangeleint herumlaufen lassen, was wir mittlerweile als eine rĂŒcksichtslose Frechheit empfinden. Also gingen wir weiter zum Parkplatz runter, und beschlossen, auf unser Stammplatzerl den Aussichtspunkt am Durlaßboden Stausee zu besuchen, wenn er denn offen hat.

Und ja, er hatte offen! Es war 13:10 Uhr und der letzte Tag heuer, also GlĂŒck gehabt. Auch hier gibts einen tollen Cafe Latte, oder wenn die Witterung passt einen traumhaften Eiskaffee. Als Saisonabschluss bekamm Nukka diesmal sogar ihre Eiskugel spendiert. Die sind da auch sowas von freundlich. Ein Besuch ist hier auf alle FĂ€lle empfehlenswert, schon alleine wegen der Aussicht auf den Speichersee. Danach fuhren wir wieder nach Gerlos zurĂŒck, und freuten uns schon auf das Abendessen, und ich mich aufs Bett nach der letzten Nacht.

Yesss, der Grund warum wir hier sind, findet heute am 27. September statt: Der 30. Gerloser Almabtrieb! Ein Volksfest. Um 9 solls losgehen, aber wie schon voriges Jahr gabs da wieder widersprĂŒchliche Angaben. Ich gehe mal grundsĂ€tzlich davon aus, dass so ein Event mit Beginn der Straßensperre (angegeben von 10 bis 15 Uhr) anfĂ€ngt. Doch Irrtum, die ersten Kuhherden waren schon um 9 Uhr angekĂŒndigt. Also mussten wir uns beeilen, mit Nukka noch ordentlich gehen weil sie im Zimmer bleiben musste (die Menschenmassen und den LĂ€rm tun wir ihr nicht an) und wir auch noch frĂŒhstĂŒcken. Wir haben sicher den ersten Abtrieb verpasst, aber beim zweiten um 9:30 Uhr standen wir schon in der Menge und bewundertem die toll geschmĂŒckten KĂŒhe die an uns vorbeizogen. In kĂŒrzester Zeit war der Ort mit Menschen geflutet und die Straße dicht. Wahnsinn was sich da abspielte. Ein richtiges Volksfest. Und die meisten davon: HollĂ€nder und Deutsche. Am besten fand ich die “Oranjes” wenn sie in Tiroler Tracht mit ihren Holzschlapfen daherkamen. Oida! Passt null zusammen, aber das ist denen sowas von wurscht. Genauso die Deutschen wenn sie mit den Fliesjacken von der Trachtenwelt herumstolzierten, mit dem Österreich-Wappen am RĂŒcken! Wie nennen die Woken sowas? Kulturelle Aneignung? Ah! Da machts nichts aus? *hahahahaaaaaa* Wir haben ja doch den schöneren Adler, auch wenn er pleite ist … (Hab ich auch erwĂ€hnt dass ich noch mĂŒder wie am Vortag war, weil Nukka wieder nachts lĂ€stig wurde?)

Die komplette Fotogalerie davon hab ich Euch am Ende der Seite via FB verlinkt!

Das Treiben im Ort wurde dann immer grĂ¶ĂŸer. Von ĂŒberall tönte laute Musik daher. Die Massen schoben sich ĂŒber die Hauptstraße, und jedesmal wenn eine Herde kam hatten die Securities alle HĂ€nde voll zu tun, um die Smartphoneterroristen die alles und jeden fotografieren wollten von der Straße zu bringen. KĂŒhe nehmen keine RĂŒcksicht auf Papparazzis. Die trampeln sie einfach nieder. Gleiches Spiel als die “Schnalzer” auf ihren wunderschönen Norikern durch den Ort ritten und alle 200m ihr Können zeigten. Auch da hieß es höchste Konzentration fĂŒr die Aufpasser. Manche haben auch da nicht geschnallt, dass wenn sie das Ende der Peitschen in die Fresse kriegen, es nicht so gut ausgeht. Aber vielleicht gilt auch hier nur mehr das Sprichwort: Nur durch Schaden wird man klug? Nein, sie schnallens einfach nicht. Irgendwie schafften wir es dann einmal die Hauptstraße rauf und wieder runter, kauften natĂŒrlich ein bisserl ein, und holten auch unsere im Sommer schon bestellte Holzuhr von Bernhard Rauch der mit seinem Stand anwesend war ab. Das Teil ist sowas von schön geworden! Danke dafĂŒr!

So verlief der Tag wie im Flug, und uns wurde bewusst, dass wir am nĂ€chsten Tag schon wieder die Heimfahrt antreten mussten. Auch wenn wir das gar nicht wollten. Am Abend erledigten wir dann noch die Rechnung, ĂŒbernahmen die fĂŒr uns bestellten Pölster (Danke fĂŒrs Besorgen!) und genossen das letzte Abendessen fĂŒr heuer im Hotel Glockenstuhl. Es war natĂŒrlich geschmacklich traumhaft wie immer. Als Abschluss dann noch eine Abendrunde mit Nukka und in der Hoffnung heute schlafen zu können dann ab ins Bett, ein wenig fernschauen, und traumlos weil hundemĂŒde bis Sonntag frĂŒh (fast) durchgeschlafen.

Sonntag morgen vertreibt Kummer und Sorgen? Da wir beides zum GlĂŒck nicht hatten, war alles gut. Frauchen war schon mit Nukka draußen, ich packte den Rest unserer Sachen zusammen, dann gingen wir noch ausgiebig frĂŒhstĂŒcken um anschließend den Wagen zu bepacken. Wieder fuhren wir mit viel mehr nach Hause als wir mitgebracht hatte. An was das wohl liegt? Wir sollten uns das Shoppen abgewöhnen. Dann ging es relativ schnell, Nuk’ wollte sofort in den Wagen also brachte ich sie raus, und dann verabschiedeten wir uns noch von unseren Gastgebern Christine und Hannes. Es war wieder ein angenehmer und toller Aufenthalt (bis auf die lĂ€rmenden “Urlauber” die ich schon viel weiter oben erwĂ€hnte), und um 9:15 saßen wir schon alle im Wagen und fuhren entgegen dem ursprĂŒnglichen Plan nicht ĂŒber Krimml und Mittersil nach Hause, sondern ĂŒber Hainzenberg (B165) und die Zillertal Straße (B169) durch den ewig zugestauten Brettfalltunnel und der A12 wieder ĂŒbers “Große deutsche Eck” nach Hause. Es hieß, Sonntag wĂ€re ja kein Berufsverkehr also sollte es auch keinen Stau geben. Google Maps sagte: Kein Stau! Die Wirklichkeit sagte: Lauter Oranjes und Deutsche unterwegs, extrem zĂ€her Verkehr ohne Grund. Der Grund ist aber klar, die fahren alle in den Nebenstraßen weil sie meinen so einen vermeintlichen Stau umgehen zu können, und wenn sie dann zurĂŒck auf die Hauptstraße mĂŒssen, dann bleiben ihre Landsleute trotz Vorrang pausenlos stehen um die reinzulassen! Der Stau ist also von diesen lieben Urlaubern hausgemacht! Aber nachdem die Deutschen wohl aus Angst vor Vereinsamung auf der Straße gerne in Staus stehen um schĂŒtzende Autorudel zu bilden, denke ich darĂŒber einfach nicht mehr nach. Hat eh keinen Sinn. Kaum waren wir dann an der Grenze (wo es auch wieder staute, weil die Deutschen meinten, Kontrollen durchfĂŒhren zu mĂŒssen!), ging es dann relativ flott voran.

Ein bisserl was geht immer mit nach Hause …

Erst an der Raststation Mondsee machten wir dann der ersten Halt wegen Nukka (12:06 Uhr) und spĂ€ter dann noch auf der Raststation Schallaburg (14:30 Uhr). Anschließend gabs nur noch ein Ziel: Nach Hause, wo wir auch so gegen 15:50 Uhr also nach knapp ĂŒber 6 1/2 Stunden Fahrt samt Pausen eintrafen. Jetzt musste nur noch der Wagen entladen, Nukka versorgt, und alles zu Hause weggerĂ€umt werden, dann war es das vorlĂ€ufig fĂŒr heuer.

Raststation Mondsee
Raststation Mondsee
Raststation Schallaburg
Raststation Schallaburg

Hier habt Ihr vorlÀufig alle Fotos auf Nukkas FB-Account, bis ich die Zeit dazu finde, sie hier auf meinem Server hochzuladen.

Sollte Euch dieser kleine Reisebericht gefallen haben, lasst einen GB-Eintrag oder Kommentar da, und wie immer: Fett geschriebene und blau hinterlegte Wörter sind Links zu weiteren Infos ĂŒber die erwĂ€hnten Orte. Viel Spaß beim Anklicken!

Nachtrag: Zu Hause musste ich herzhaft lachen! Warum? Beide Hutnadeln die wir uns in Deutschland kauften (Zugspitze und Eibsee) waren “Handgefertigt in Salzburg”! Wieder bestĂ€tigt sich: Wir haben halt QualitĂ€t! *lach*

Tiroler “Grattler” (Kartoffelgulasch)

Ich stöbere ja gerne in diverse Foren und Gruppen, wo ich mir von der Tiroler KĂŒche das eine oder andere Rezept abschauen kann. Bei meinen letzten Recherchen, stolperte ich ĂŒber “Tiroler Grattler”, eine Art Kartoffelgulasch, das aber nicht so gemacht wird, wie wir es bei uns gewohnt sind. Ich dachte mir: Gut, das probier ich! Und heute war es soweit.

Die Zutatenliste:

1,5 kg Kartoffeln, gewĂŒrfelt
5 Stk. Karotten (ca. 300g), geraspelt
1 1/2 Zwiebel, gewĂŒrfelt
500g Braunschweiger Wurst, gewĂŒrfelt
1 1/2 EL Senf (Estragon)
2 EL Tomatenmark
4 TL Paprikapulver, edelsĂŒss
1 TL Paprikapulver, edelsĂŒss gerĂ€uchert
1 TL KĂŒmmel, gemahlen
4 TL Majoran
1/2 TL Tekau Pepa (meine Pfeffermischung, schwarzer Pfeffer tuts aber auch)
Salz nach Geschmack
4 EL Öl
1 Liter Wasser

Und so wirds gemacht:

Alle Zutaten vorbereiten damit es danach schneller geht. Kartoffeln schĂ€len, wĂŒrfeln. Zwiebel schĂ€len und auch wĂŒrfeln. Die Braunschweiger in WĂŒrfel schneiden, und die Karotten raspeln. Die GewĂŒrze (Paprikapulver, KĂŒmmel, Pfeffer, Majoran, Pfeffer, Senf und Tomatenmark) mit ein paar EL Wasser zu einer Paste verrĂŒhren und gut durchmischen.

Das Öl in einem großen Topf heiß werden lassen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Karotten und Kartoffeln hinzufĂŒgen und ein paar Minuten unter RĂŒhren auch anschwitzen.

Nun 0,2 Liter Wasser hinzufĂŒgen und die GewĂŒrzpaste gut unterrĂŒhren. Es soll sich alles gut vermengen und eine einheitliche Farbe bekommen. Den Rest des Wassers dazu gießen und ab jetzt 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Nun kommt noch die gewĂŒrfelte Braunschweiger dazu, und dann lĂ€sst man den Topf in Ruhe nochmals ca. 20-30 Minuten leicht dahinköcheln bis die Kartoffeln bissfest durch sind. Mit Salz (ich mags eher mit Vegeta) abschmecken, bei Bedarf mit KartoffelstĂ€rke oder Mehl eindicken/binden, und fertig ist die Speise!

Geschmacklich fantastisch! Ich wĂŒnsch Euch, falls Ihr das nachkocht, gutes Gelingen und lasst es Euch schmecken!

Info zum Wort “Grattler”:

Kartoffelgulasch wird in manchen Tiroler Regionen und besonders in Bayern, als “Grattler” bezeichnet weil das Gericht ursprĂŒnglich von den “Grattlern”, also Menschen die mit kleinen “Kratten” (Bollerwagen) nach Bayern gezogen sind und dort gekocht worden ist. Die “Grattler” waren oft Tiroler die mit ihrem Hab und Gut mit dem Wagen ĂŒber die Alpen gekommen sind.

Als “Grattler” haben die Bayern die Tiroler beschimpft als sie mit der ganzen Familie und nur dem kleinen Wagen mit Obst und GemĂŒse drin nach Bayern gezogen sind.

Auch heute noch wird der Ausdruck “Grattler” abwertend als Schimpfwort gebraucht, Speziell fĂŒr finanzschwache Leute, und undredliches Gewerbe. Letzteres nennt man “Grattlerwirtschaft” oder asoziales Verhalten (“Des is a Grattler!”). Sogar Wohnwagen werden spöttisch als “Grattlervilla” bezeichnet. Aufpassen heißt alle Mal bei der Verwendung dieses Wortes, denn es kann juristische Folgen nach sich ziehen!

VW Touran … ab 225000km Laufleistung offensichtlich eine GeldvernichtungskrĂŒcke!

Letztes Update: 24.02.2026 / 16:00 Uhr

Mein alter Touran ohne aller Aufkleber, die waren hier schon wieder alle entfernt.

Am 8. Mai 2018 gekauft, mein VW Touran 1.6 TDI BMT DPF Trendline, mit knappen 175000km am Tacho, obwohl ich von VW eigentlich geheilt sein sollte. Ich besaß einen VW Sharan der schneller rostete als man nachschweißen konnte, einen VW Passat der nur astrein lief wenn es nicht regnete und einen Firmen VW Sharan (2011er) der mehr in der Werkstatt stand als er auf der Straße fuhr. Es reichte mir eigentlich von VW. Doch als dann mein Espace IV, der sich förmlich zerlegte weil so ziemlich alles in der Kraxn geklebt war und sich im Sommer löste, den Geist aufgab, musste schnell ein Auto her. Und da fand ich eben den Touran zu einem gĂŒnstigen Preis. Klar zog mich der HĂ€ndler da auch ĂŒber den Tisch und ich musste ein paar Sachen nachrĂŒsten und auch reparieren, aber es hielt sich in Grenzen.

Eigentlich lief er ja bis Ende 2023 problemlos. Ein paar Reparaturen waren natĂŒrlich ĂŒber die Jahre nötig, aber nichts was mich nun abschrecken wĂŒrde, oder an meine vorherigen VWs erinnerte. Dann fing er bei ĂŒber 227000km am Tacho an zu spinnen. Symptom wie hier auf dem Video:

Das Problem beim Motorstart.

Je mehr Zeit verging, desto Àrger fing er an zu spinnen. Also begann ich mit der Fehlersuche und tauschte zuerst einmal den Luftfilter und den Dieselfilter (gesamt 60 Euro) aus. Da sind die Kosten gering, und man merkt eigentlich gleich ob es was gebracht hat. Ja er lief danach, 3 Tage lang. Dann das gleiche Spiel wie gehabt.

RĂŒcksprache mit meiner Werkstatt und auch mit VW was das ein könnte. Meine Werkstatt meinte es könne an einer verschmutzten Drosselklappe liegen (Diesel-Russ-Schmiere) oder dem AGR-Ventil. VW meinte gleich mal Injektoren oder AGR-Ventil oder beides. Nun, bei VW kosten 4 Injektoren samt Einbau so um die 4000 Euro, das AGR-Ventil tauschen in etwas 1800 Euro. FĂŒr Vermutungen, weil fix war ja nix. Also nahm ich die kostengĂŒnstigste Variante in Betracht und baute die Drosselklappe aus, reinigte sie, baute sie wieder ein. Testlauf: Alles ok. Klar freut man sich wenn dann wieder alles in Ordnung ist. 1 Woche lang … dann fing die Stotterei am Start wieder an. Nun fing er auch beim Beschleunigen zu stottern an. Tja, wohl doch die Injektoren oder das AGR?

Die Drosselklappe vorher und nachher.

NĂ€chster Versuch als Tip von meiner Werkstatt: Der Drucksensor fĂŒr den Dieseldruck am Railrohr. 150 Euro fĂŒr Sensor und Einbau. Brachte nix. Ich baute dann nach einiger Zeit wieder den Originalsensor ein, und schaute ob es eine Verschlechterung gab. Nichts Ă€nderte sich. Nach wie vor diese Startprobleme.

Der Dieseldrucksensor vom Railrohr.

Ich kaufte mir von Ross-Tech das VCDS um die SteuergerĂ€te selbst auslesen zu können. Ohne geht ja nichts mehr. Und siehe da: Injektor 1 hatte abweichende Werte gegenĂŒber 2 bis 4. Also stimmte wohl die Vermutung, dass die Injektoren bei dieser Laufleistung den Löffel abgeben, oder schon abgegeben haben. Zumindest der 1er. Originale waren mir echt zu teuer, also suchte ich nach ĂŒberarbeiteten, fand aber in Österreich nur Wucherpreise. In Deutschland wurde ich fĂŒndig. 600 Euro fĂŒr 4 geprĂŒfte und ĂŒberarbeitete Injektoren:

Die schon eingebauten 4 Ersatzinjektoren.

Die Injektoren ließ ich aber von meinem Mechaniker am 6. MĂ€rz 2024 einbauen, da ich keine Ahnung davon hatte wie das geht. Schaute aber dabei zu, was sich spĂ€ter als sehr vorteilhaft erweisen sollte. Die alten Injektoren gingen ganz leicht raus, waren also nicht verkokt, man sah aber schon dass sie undicht wurden. Also war es eh höchste Zeit da was zu machen. 350 Euro fĂŒr den Austausch. Was solls. Nach dem Tausch und dem Anlernen sprang der Wagen super an, und lief auch wieder gut. Am Nachhauseweg roch ich jedoch Diesel, und zu Hause angekommen und unter die Motorhaube geschaut sah ich schon den Grund dafĂŒr. Von den Injekroren 3 und 4 sind die RĂŒcklaufleitungen wieder abgesprungen. Kacke! Also wieder die Klammern nachgebogen, die Leitungen wieder eingesetzt. Dicht und hĂ€lt.

Eine der beiden herausgerutschten RĂŒcklaufleitungen.

Am 3. April 2024 plötzlich eine Warnleuchte, und keine Leistung mehr. Mit Ach und Krach nach Hause gekommen. Ausgelesen. Injektor 1 defekt!! Das konnte es ja wohl nicht sein!! Jetzt ging das wieder an! Doch was auf die Schnelle tun? Ich brauchte den Wagen! Also zu unserem ErsatzteilhĂ€ndler in Hagenbrunn gefahren und einen neuen Injektor gekauft. Kostete zwar keine 950 Euro wie bei VW, tat aber mit 564 Euro auch weh im Börsel. Und nun gings fĂŒr mich ans Eingemachte. Austausch des Injektors. Bei meinem Motor mĂŒssen die Injektoren ja paarweise rausgenommen und eingesetzt werden. Zuerst noch neue DichtsĂ€tze dazu gekauft, um ja alles korrekt zu machen. Der Ausbau ging gut, das neu Eindichten und Einsetzen auch, und dann der Supergau: Die verfluchte Dehnschraube vom Injektorhalter riss ab!! Auf 8NM mit dem DrehmomentschlĂŒssel angezogen, und trotzdem reißt die ab!! Jetzt war Feuer am Dach. Am liebsten hĂ€tte ich die Kraxn nun angezĂŒndet und abbrennen lassen. Doch es half nichts. Recherche im Internet, Nachfragen in der Werkstatt, und am nĂ€chsten Tag dann das benötigte Werkzeug samt neuen Dehnschrauben besorgt. Mit aller erdenklichen Sorgfalt hab ich dann nach 2 Stunden den Schraubenstummel aus dem Zylinderkopf heraus gehabt:

Diese Kackschraube kostete mir Nerven!!

Der Fehler war: Mein DrehmomentschlĂŒssel war kaputt!! Ich habe mir nĂ€mlich auch einen neuen zugelegt, und als ich den alten testete löste er bei eingestellten 8NM erst bei 25NM aus!! Das war natĂŒrlich zu viel, aber wer rechnet damit? Fakt: Ich verleihe kein Werkzeug mehr, denn ich denke, da wurde er beschĂ€digt. Nun, mit dem neuen DrehmomentschlĂŒssel zog ich dann vorsichtig die Schraube an (laut Vorgabe), baute alles zusammen, startete, und ER LIEF! Bis 24. April 2024!

Keine Leistung, Kaltstart noch beschissener als vorher. VCDS sagte: Kein Fehler. Die Werte der Injektoren passten, aber laut Test war die Kompression auf Zylinder 3 schlechter. Also war ein Injektor wieder undicht geworden. Nachdem ich Injektor 1 ja zurĂŒckschickte und eine Gutschrift erhielt, wars mir nun schon egal. Ich musste 3 und 4 wieder ausbauen und nachschauen was los war. Und nun wieder Schwierigkeiten: Der 3. war so festgebacken, dass er nicht mehr rausging. Ich musste (da ja nur paarweise beide rausgingen) mit grobem Werkzeug und roher Kraft herumwerken und aufpassen dass ich den Injektor nicht abreiße. Irgendwann nach fast 4 Stunden ploppte er dann endlich raus. Komplett verkokt. Ich pfiff nun drauf und holte mir noch 2 neue Injektoren von meinem HĂ€ndler (1128 Euro, man gönnt sich ja sonst nichts!) und sah, dass auf dem 3. Injektor die Kupferdichtung gerissen war. Warum auch immer. Ich schickte die beiden Injektoren auch zurĂŒck und erhielt zum GlĂŒck nochmals eine Gutschrift. So war das wenigstens kein verlorenes Geld. Der Kompressionstest nach dem Einbau ergab dann wieder normale Werte. Also alles gut gemacht. Der Wagen lief wieder.

19. Juni 2024 … Injektor 2 defekt!! Nun gab der 4. der runderneuerten Injektoren den Geist auf! Ich pfiff wie ein Fissler-Kochtopf vor Zorn! Nummer 4 neu gekauft, wieder 564 Euro hingelegt. Nie wieder ĂŒberarbeitetes Zeug kaufen! Die Aussetzer blieben aber auch nach dem Austausch, obwohl alles neu eingedichtet war. Komischerweise waren die Probleme dann plötzlich weg, und wir fuhren sogar Ende Juli nach Tirol in den Urlaub.

Injektor 1 und der neue 2er.

Kaum 2 Tage da, begannen die richtigen Probleme! Startet nicht korrekt, hat keine Kraft beim Wegfahren, raucht wie Sau. Furchtbar! Weit weg von zu Hause, mit Frau, GepÀck und Hund, und keine Ahnung wie man die restlichen 10 Tage Urlaub mit diesem Wagen verbringen kann, und wie man wieder nach Hause kommt. Eine Internetrecherche und ein Mechanikertip brachte zumindest eine Notlösung:

Kraftstofftemperatursensor abstecken! Ist zwar nicht die Fehlerursache, zwingt aber das SteuergerÀt mit Standardwerten zu arbeiten. Wir schafften so den Urlaub und auch die Heimreise, obwohl ich am Armaturenbrett dann schon eine helle Lichtorgel vor lauter Warnleuchten hatte.

Der Kraftstofftemperatursensor den ich absteckte um einen “Notlauf” mit Standardwerten zu erzwingen.

Zuhause wieder auslesen, Fehler: Luftmassenmesser. Also einen neuen Luftmassenmesser gekauft, 157 Euro. Einbau selbst. Ist ja kein Problem bei dem Wagen. Mittlerweile hat er 235400km am Tacho… Kurz lief er wieder normal, dann fingen die gleichen Probleme wieder an.

Der Luftmassenmesser.

Dann reichte es mir, und ich machte mich auf die Suche nach einem Ersatzwagen, den ich auch weit weg von zu Hause fand … *lach*. Wieder ein Touran, diesmal ein 2018er. Hingefahren, angeschaut, gekauft. Am nĂ€chsten Tag war er dann bei uns. Gratis geliefert, und auch gleich angemeldet. Damit konnten wir im September dann in Ruhe nochmals nach Tirol fahren.

Oben, der alte Touran. Unten, der neue Touran. Man bleibt sich ja erkennungsoptisch treu.

Nach dem Urlaub nahm ich mir nochmals Zeit (nun konnte ich ja mit dem neuen Wagen Teile holen, wenn der alte zerlegt war), und nahm nochmals alle 4 Injektoren raus. Die 3 und 4 waren am Zylinderkopfdeckel undicht, und da stand Öl. Konnte ich so nicht lassen. Also alles abgebaut, die Dichtungen ersetzt, die Injektoren neu eingedichtet, die Injektorensitze mit speziellem Werkzeug gereinigt und leicht nachgefrĂ€st. Alles zusammengebaut und nach Vorschrift angezogen. Und? Er lief astrein. 5 Tage. Dann kamen kurze Aussetzer nach dem Wegfahren, die aber nur sporadisch alle paar Tage mal auftraten. Anspringen war kein Problem mehr, auch die Rucklerei nach dem Start war weg. Also richtete ich den Wagen fĂŒr den Verkauf her. Komplett gereinigt, alle Aufkleber runtergeholt, auf Willhaben ein Inserat erstellt, und immer wieder mal gestartet um zu testen ob er lĂ€uft.

Ich bekam Angebote, die unter jeder Sau waren. Irgendwann warf ich das Handtuch weil ich mir von den Murrln nicht mehr auf den Geist gehen lassen wollte, und nahm das Inserat wieder raus. Ich beschloss, mir den Wagen als Zweitwagen zu behalten. Angemeldet (Wechselkennzeichen) war er ja. Pickerl war auch neu, also was solls. Ab und an holte ich ihn dann raus und fuhr mit ihm “spazieren” damit die Bremsen nicht einrosten. Dann irgendwann ab Ende Oktober ließ ich ihn dann in Ruhe. Im Dezember machte ich wieder einen Startversuch, und dann kam das:

Wieder das gleiche Spiel wie am Anfang…

01/2025: Ich hab ja Zeit und den anderen Wagen um mich langsam aber sicher an die Fehlerquelle heranzuarbeiten. Ich bin ja auf einer neuen Spur. Da die Temperaturen jetzt schön kalt sind, und der Startvorgang immer mieser wurde, tippte ich auf das VorglĂŒhzeitensteuergerĂ€t. So auch einige Infos auf YouTube. Also suchte ich nach einem solchen Teil. Zuerst einmal rausfinden, wo das verbaut ist, und typisch fĂŒr VW, warum an einfacher Stelle, wenns viel schwerer geht? Unter dem Sicherungskasten im Motorraum versteckt sich das Teil! Die Batterie muss dazu auch komplett raus. Zuerst aber einmal die Frage, warum ein solches SteuergerĂ€t von BOSCH bei meinem HĂ€ndler ĂŒber 80 Euro kostet, und ich es in selber AusfĂŒhrung, auch von BOSCH, ĂŒber Amazon um 32 Euro bekam? Nun, ich frage da nicht weiter, weils ein Witz ist wie man hier ausgenommen wird.

Das Teil kam, das Teil wurde verbaut, der Effekt: Keiner! Also das SteuergerĂ€t wars mal nicht. Ein abschließender Test mit dem VCDS ergab genau das gleiche Ergebnis. SteuergerĂ€t in Ordnung.

Jetzt gings an die GlĂŒhstifte. Nach ĂŒber 235000km war wohl anzunehmen, dass diese nicht herausgehen wĂŒrden ohne abzureißen. Das wollte ich mir sicher nicht antun, und selbst in einer Werkstatt wĂ€ren die Kosten relativ hoch, weil die genauso ausbohren mĂŒssten. Also zuerst einmal testen. Geht ja mit einem Multimeter recht einfach. Strom kam an, der Widerstand der GlĂŒhstifte war zwischen 1,2 und 1,4 Ohm … also alle elektrisch in Ordnung. Somit beließ ich es dabei, und griff die GlĂŒhstifte nicht an.

NĂ€chste Tests mit dem VCDS: Drosselklappe … ok, AGR-Ventil / Funktion … ok, Injektoren Kleinstmengenabgleich … ok (Die Werte passten alle). Das Problem bei allen Tests: Wenn der Wagen ein paar Minuten lief, konnte man den Fehler nicht mehr reproduzieren weil er bis zum vollstĂ€ndigen AbkĂŒhlen erst am nĂ€chsten Tag wieder 1 Versuch hat. ABER …

Jetzt fiel auf, dass je kĂ€lter es wurde, der Fehler stĂ€rker ausgeprĂ€gt war, und je wĂ€rmer es war (ja wir hatten einen Tag mit fast 9° Plus), der Fehler umso schwĂ€cher ausgeprĂ€gt ist. Also neuer Ansatz in der Fehlersuche. Jetzt gings an die Temperatursensoren. Verbaut sind ja eine ganze Menge. Und meiner Meinung nach musste irgendein Sensor ein falsches Signal liefern. Im Sommer hatte ich das schon einmal gemacht, aber offensichtlich war es da zu warm dazu, und die Werte schienen da alle zu passen. Doch jetzt sah es anders aus. Die ersten Meßwerte waren dann so:

Linkes Foto: Vor dem Erststart, rechtes Foto nach Start und 2 Minuten bei 1400 UPM.

Nach 5 Minuten und bei 800 UPM.

Eindeutig! Abgastemperatursensor 1 muss einen Fehler haben! Es ist zwar nichts im SteuergerĂ€t hinterlegt, aber es kann nicht sein, dass ohne zu Starten eine Temperatur von 19,98° am Sensor anliegen, der Wert dann kurz in die Höhe geht, und dann in Betrieb wo die anderen Abgassensoren schon heiße Luft anzeigen, der Wert wieder auf 19,98° sinkt und so bleibt.

Meiner Meinung nach ist dieser Sensor defekt. Doch wo sitzt der? Ich hatte es ja vermutet: Auf der Hinterseite des Motors am Turbolader! Das ist der Sensor vor Turbo, wie es so schön heißt. Hier muss also die direkte Luft aus dem Verbrennungsraum vorbeikommen. Also nix mit 19,98° in Betrieb! So meine Meinung. Eine zweite Messung ein paar Tage spĂ€ter bei noch niedrigeren Außentemperaturen brachte exakt das gleiche Ergebnis! Ich hole mir nun noch eine zweite Meinung aus meiner Werkstatt ein, und dann schau ich mal was der Austausch und der Sensor kosten. Eigenreparatur ist da nicht möglich, da ich einen SpezialschlĂŒssel fĂŒr den Sensor brauche (wĂ€re zwar kĂ€uflich, aber ich kommen nicht ran) und eine HebebĂŒhne, da man nur von unten rankommt.

Den Wagen verkaufen mit dem Fehler, da verliere ich zu viel Geld weils die KĂ€ufer alle ausnutzen dass was nicht stimmt, obwohl sie wissen dass die Reparatur vielleicht 2-300 Euro kostet. Da wollens einem natĂŒrlich gleich ein paar Tausender runterreißen. Klar, sind ja Spezialisten im “GeschĂ€ftemachen”, Österreicher kaufen gebrauchte VW ohnehin nicht, weil zu teuer. Selbst behalten wie geplant bringt auch nur was, wenn der Wagen ordnungsgemĂ€ĂŸ lĂ€uft. Hab keinen Bock drauf, mit der HĂŒndin dann wo liegen zu bleiben und nicht nach Hause zu kommen. Man wird sehen …..

07.01.2025: Hab mich heute in meine Werkstatt begeben und RĂŒcksprache gehalten. Schaut so aus, als wĂ€re es tatsĂ€chlich dieser eine Sensor der die ganze Zeit die Probleme verursachte. Da ich das Teil selber besorgen wollte, bin ich anschließend zu VW gefahren, und legte denen die gleichen AuszĂŒge der Messung vor … “Ja, der Sensor wird öfter kaputt, das klingt alles (vom Fehler her den er macht) plausibel” … Was soll man dazu noch sagen? Vorher waren es die Injektoren, das AGR-Ventil, die Hochdruckpumpe, und nun ein klarer Fall von diesem Sensor? Werden wir VW-Besitzer eigentlich verarscht?? Ich hab den Sensor bestellt. 197 Euro!! Im Handel gibts den ab 57 Euro. Tja, ich lass mich aber nicht mehr darauf ein, dass Teile aus dem Handel wirklich passend sind. Wenn ich den Sensor hole, mache ich einen Termin in meiner Werkstatt aus, und lasse ihn einbauen. Man darf weiterhin gespannt sein.

08.01.2025: Heute ist er gekommen, der neue Abgastemperatursensor. Der Preis hat mich nochmals erschĂŒttert, aber aufgrund der Tatsache das dieses Teil auch im Porsche Cheyenne verbaut ist … na dann! Eingebaut wird das Teil morgen in meiner Vertrauenswerkstatt. Ich bin gespannt. Soll ja nĂ€chste Woche wieder kalt werden. Also Idealtemperaturen zum Testen.

09.01.2025: Der Sensor wurde also ausgetauscht (1 Stunde AZ und nochmals 100 Euronen), und siehe da, die angezeigten Werte lieferten realistische Daten! Die Starttemperatur von 19,98° war zwar nach wie vor, doch die Temperatur stieg dann rasch an und hielt auch den Wert, selbst als der Motor nach dem Gasgeben wieder auf Leerlaufdrehzahl ging! Die nÀchsten Tage, wenns dann wieder kalt wird, wird sich zeigen ob das Teil hÀlt, was die Daten versprechen.

10.01.2025: Es hat 2° Außentemperatur, und die Erwartung ist hoch. Motorstart verlief einwandfrei, die erhöhte Drehzahl zu Beginn stimmt, das Abfallen danach ebenfalls. LĂ€uft! Genau so muss der Startvorgang aussehen! Noch bin ich skeptisch, aber es wird sicherlich noch kĂ€ltere Tage zum Testen geben, aber vor dem Austausch des Sensors hatten 3-5 Grad schon gereicht damit er unrund lĂ€uft.

Scheint so, als wĂ€re nach einigen tausend Euro und 1 Jahr Reparaturen und Fehlersuchen das Problem gelöst! Ich freu mich und bin auch als Nichtautomechaniker stolz darauf, das Problem gefunden zu haben. Ich weiß dass viele andere Touranbesitzer das gleiche Problem haben, wo auch zuerst einmal die teuren Injektoren und/oder das AGR-Ventil getauscht wurden. Vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen, mit diesem Erfahrungsbericht von mir, den Fehler gĂŒnstiger zu beheben.

18.01.2025: Teststart bei -1° Celsius heute Vormittag. Nach einer Standzeit von 1 Woche:

Passt noch immer. Keinerlei Problem beim Startvorgang, kein Ruckeln, keine DrehzahlÀnderungen.

03.05.2025: Seit der Reparatur steht der Wagen immer relativ lange da ich ja mit dem Neuen unterwegs bin. Aber ab und an Mal kommt er raus und wird dann einmal “durchgeputzt”. Er springt tadellos an, macht keine Mucken, fĂ€hrt sich nach wie vor wieder gut. Dieses Monat gehts wieder zur §57a-ÜberprĂŒfung. Bin gespannt ob sich durch das Stehen was negativ verĂ€ndert hat.

Nachtrag vom Juli 2025: Nachdem ich bei der §57a-ÜberprĂŒfung ohne schwere MĂ€ngel (einzig die Reifen legte man mir halt nahe zu tauschen) das Pickerl bekommen habe, hab ich dem Wagen auch noch 4 neue Reifen spendiert. Diesmal aber Ganzjahresreifen von Reifen Falke (Danke Michi!) zu einem Spitzenpreis inkl. Montage, da meine Winter- und Sommerreifen an ihren Grenzen waren. Nachdem ich mir den Wagen ja als Zweitfahrzeug behalte, erspare ich mir das Umstecken zweimal im Jahr, da ich ja ohnehin nur wenige Kilometer damit fahre.

In diesem Sinne: “Gut schraub” *lach* – und lassts Euch von einem VölligWertlos (VW) nicht unterkriegen!

03.12.2025: Es ist unglaublich! Die ganze Zeit lang funktionierte der Wagen einwandfrei. Vor zwei Tagen musste ich den Neueren in die Werkstatt bringen (eine EinparkunfĂ€hige hat mir die hintere Seitenwand und TĂŒr beleidigt), und sagte noch keck: “Ich brauche keinen Leihwagen, hab eh einen zweiten Touran zu Hause…”

Zu Hause mit den Kennzeichen angekommen (Ich wurde freundlicherweise von der Werkstatt nach Hause gebracht!), Taferln rauf, starten, … UND DER GLEICHE SCHEISS WIE VOR ALL DEN REPARATUREN!! Sogar noch schlimmer! Ich frage mich echt, WIESO???

Immer am Morgen, wenn er komplett ausgekĂŒhlt ist, spinnt er wie gehabt. Einmal da, funktioniert er den ganzen Tag lang ohne Probleme! Auch mit VCDS war kein Fehler zu finden, alle Stellklappen- und Funktionstest verliefen positiv, keine Abweichungen. Drosselklappe ok, AGR-Ventil ok. Wo also soll man da noch suchen?

Ich hab dann die Google-KI befragt … und das Ergebnis waren zwei Temperatursensoren die angeblich diese Probleme bereiten (können). Der Kraftstofftemperatursensor, und der KĂŒhlmitteltemperatursensor. Nunja, beide zusammen gabs via Amazon von Febo Billstein um gesamt 35 Euro. Was solls, bestellt, bekommen, heute eingebaut. War nicht so schwer und man kam leicht ran.

04.12.2025: Der Austausch der beiden Sensoren brachte kein Ende des Problems. DafĂŒr heute beim Probestart ein neues Symptom. Nach dem ersten problemlosen Anspringen, wenn der Wagen dann zu stottern beginnt, nimmt er kein Gas mehr an. Das dauert so lange (meist 20-30 Sekunden) bis die Stotterei endet, und es ihn “durchreißt”, dann lĂ€uft er ruhig und nimmt auch normal Gas an. Ab jetzt kann man abstellen und anstarten so oft man möchte, er funktioniert … bis er wieder komplett ĂŒber Nacht ausgekĂŒhlt ist.

18.02.2026: Neuer Versuch! Drosselklappe noch einmal ausgebaut. Sie war wieder versifft! Abermals komplett gereinigt. Nun habe ich aber auch das AGR-Rohr zwischen Motor und Bypass ausgebaut. Ebenfalls alles versifft. Auch komplett gereinigt. Den Bypass habe ich nun aufgrund eines Tipps meines Mechanikers um 180° verdreht eingebaut. Nun wird das Abgas aus dem AGR nicht in die Drosselklappe geblasen, sondern in den Ansaugtrakt. Nachdem alles zusammengebaut war, der erste Startversuch … und nichts. Der Wagen startete nur fĂŒr einen Bruchteil einer Sekunde und stoppte von selbst. Kack! VCDS angeschlossen, alle Fehler gelöscht, gleiches Spiel. Kein Start. Dann sah ich einen Messwert auf den ich nicht geachtet hatte. Batteriespannung 10,7V … alles klar. Her mit dem LadegerĂ€t und 2 Stunden warten. Neuerlicher Startversuch, und *traraaaaa* er sprang an. Und: KEIN Stottern!! Sagt nix aus. Ich lass den Wagen nun bis morgen frĂŒh in Ruhe, und starte dann nochmal …

19.02.2026: Erster Startversuch heute Morgen bei 1,5° … normalerweise mĂŒsste er den Fehler machen den ich schon seit Monaten versuche zu finden. Was passierte? NICHTS! Er sprang sofort an, KEIN Stottern, KEIN Rupfen, der Motor lĂ€uft auf 1100 Umdrehungen und senkt sich nach 20-30 Sekunden auf 800 ab. So wie es sein soll!! Hab ich den Fehler nun endlich beseitigen können?? Die Zukunft wirds zeigen. WĂ€re schön, wenns das nun gewesen ist.

2 Jahre! 2 Jahre und ein paar tausend Euro an (wohl unnötigen) Reparaturkosten! Normalerweise wĂŒrde jeder den Wagen zum Schrott schmeißen. Nur: Was hat man davon? Zum Kilopreis verkaufen bringt nichts außer Verluste. Reparieren und dann verkaufen ist eine Null-Partie! Also mache ich genau das was ich vorhatte, ich behalte ihn. Nun ist er wenigstens wieder funktionsfĂ€hig und als Winterauto verwendbar. Sollte also der neuere Touran von uns streiken, kann ich auf diesen jederzeit zurĂŒckgreifen. Angemeldet ist er ja nach wie vor auf Wechselkennzeichen.

22.02.2026: Ich nehme ALLES zurĂŒck! Die Mistkarre macht zwei Tage nach der neuerlichen Reparatur exakt das Gleiche wie vorher! Ich gebs auf, man kann offensichtlich diesen Fehler weder eingrenzen noch finden, noch mit normalen finanziellen Mitteln beseitigen! Man muss halt auf Dauer damit leben, dass er im Winter und Temperaturen unter 8° C Macken macht. Ist so, wird sich wahrscheinlich auch nie wieder Ă€ndern.

24.02.2026: Letzter Versuch! Ich habe eine neue Drosselklappe fĂŒr 165 Euro besorgt und eingebaut. Die alte habe ich zerlegt und gesehen, dass die Dichtung bei der Steuerung nicht mehr ganz ok war. Vielleicht ist da Feuchtigkeit und Dreck reingekommen, ich weiß es nicht. Die neue Klappe ließ sich schnell und unkompliziert einbauen, ich weiß ja mittlerweile schon wie es geht (*lach*) und der Wagen startete gleich von Anhieb an sehr gut. Musste nicht angelernt werden. Zumindest jetzt noch nicht. Aber: Es hat auch 12° Plus draußen. Da hat er vorher auch funktioniert. Jetzt heißt es warten dass es nochmal kalt wird, und dann testen …

25.02.2026: Drauf gschissn! So sagt man, wenn man einfach aufhört weiterhin einen Fehler zu finden den man nicht finden kann. Heute Morgen bei 6° das gleiche Spiel. Ruckeln beim ersten Start, stottern, fast absterben, und nach 15-20 Sekunden normaler Motorlauf. Je wĂ€rmer das es wird, desto besser, je kĂ€lter es wird, desto schlimmer ist es. Nun bleibt wohl nur mehr das teure AGR-Ventil als Fehlerursache ĂŒbrig, und ob ich mir das noch antun will … ich glaube nicht.

Ich habe heute aber nochmal einen Versuch gestartet, und das Rohr vom AGR zum Ansaugstutzen mit einer Blindplatte zugemacht. Jetzt kommt kein Abgas mehr vom AGR in den Ansaugtrakt. Jetzt wieder warten und schauen obs in der FrĂŒh kalt ist fĂŒr den nĂ€chsten Startversuch. Dass diese Platte nach erfolgreichem Test wieder entfernt werden muss ist mir vollkommen klar, weil im Prinzip auch illegal. Aber wie soll man sonst auf so versteckte Scheißfehler draufkommen, wenn man nicht alles austesten kann?

26.02.2026: Heute bei 5° C startete er normal! Entweder ist es noch zu warm, oder es ist definitiv das AGR-Ventil! Das Verschließen des Rohrs ist natĂŒrlich keine Dauerlösung, aber es hilft den Fehler einzugrenzen. Zu viel Geld ist schon in diesen Wagen geflossen. Ich glaube auch den SchmĂ€h mit “der Fehler ist nicht bekannt” und allen anderen vorherigen teuren Diagnosen nicht mehr. Noch ist die Erleichterung ĂŒber den endgĂŒltigen Fund des Fehlers gedĂ€mpft. Ich warte ab, und hoffe dass es nochmal kĂ€lter wird. Dann wird es sich endgĂŒltig zeigen was Sache ist. Danach entscheide ich, was ich weiter tun werde.

27.02.2026: Heute auch bei 5° C startete er wieder normal! Schaut gut aus. Bin dann mit dem Wagen einige Kilometer zum “durchputzen” und Bremsen entrosten gefahren, kein Ruckeln, keine Aussetzer, alles normal! Bei der Ausfahrt am Nachmittag kam es dann wie es kommen musste, die Motorkontrollleuchte ging an. War mir im Vorhinein klar dass das passiert, wenn man das AGR zumacht. Zumindest scheint es so, als wĂ€re wirklich die ganze Zeit “nur” das AGR fĂŒr den Fehler verantwortlich gewesen.

Hochrechnung was mir die KrĂŒcke bisher fĂŒr den Fehler schon gekostet hat:

Luftfilter & Dieselfilter … 60,00 €
Drucksensor Railrohr … 150,00 € (inkl. Einbau)
Injektorentausch AZ … 350,00 € (1. Injektorensatz)
4x Injektoren neu … 2256,00 €
Ventildeckeldichtsatz … 65,00 €
Luftmassenmesser … 157,00 €
VorglĂŒhsteuergerĂ€t … 32,00 €
Temperatursensor nach Turbo … 297,00 € (inkl. Einbau)
Kraftstofftemperatursensor & KĂŒhlmitteltemeratursensor … 35,00 €
Drosselklappe neu … 165,00 €


Summe: 3567 Euro!

Als Draufgabe gabs noch einen nagelneuen Satz Reifen um knappe 450 Euro! Und dann lĂ€utet so ein Karnacke bei mir an und sagt “Gebe ich 400, mehr ist nicht wert”!! Verkaufen aber dann um 6000! Ich kenne den SchmĂ€h dieser Murrln. Von mir kriegt keiner von denen diesen Wagen, ganz sicher nicht! Vorher zĂŒnde ich ihn irgendwo im Niemandsland an und lass ihn bis auf die Felgen niederbrennen.

17.03.2026: Nochmaliger Test bei 5,5° C … Startet normal! Ist also definitiv das AGR-Ventil! Fehler gefunden, Fehler wird ausgemerzt. Das Geld nehme ich nun noch in die Hand, um ihn fehlerfrei zu bekommen. Dann kann ich ihn notfalls mit gutem Gewissen nochmals auf den Markt werfen und verkaufen.

2024

Was fĂŒr ein Kackjahr!

Letzte Aktualisierungen des Textes:
Veröffentlicht: 31.12.2024 / 14:05 Uhr
UP1: 01.01.2025 / 07:30 Uhr
UP2: 01.01.2025 / 09:40 Uhr

UP3: 02.01.2025 / 09:40 Uhr

Das alte Jahr 2024 geht nun endlich zu Ende, und war wieder eines in Folge, dass man am Besten aus den BĂŒchern der Geschichte streicht. Wie jedes Jahr, meine Meinung dazu …

Die komplette Gesellschaft hat einen weiteren Wandel durchgemacht, den man eigentlich nur mehr mit den Studien der “VerĂ€nderungen der Persönlichkeit durch die mRNA-Behandlung” erklĂ€ren kann (Googelts selber bevor ihr nun einen Aufstoss macht! Ist alles offiziell und nachlesbar!). Dekadenz breitete sich noch massiver aus als die Jahre zuvor. Egoismus, Selbstverherrlichung und Narzissmus, Arroganz und ÜberlegenheitsgefĂŒhle gegenĂŒber anderen bestimmten das Jahr. Unsere Kultur, unsere Werte, alles wird ebenfalls immer weiter zurĂŒckgedrĂ€ngt und die große Herde der Schlafschafe schaut seelenruhig dabei zu. Dagegen etwas unternehmen will sie nichts, so lange ihre eigenen Interessen und GelĂŒste befriedigt werden oder sie ebenfalls am Futtertrog hĂ€ngen. So kommen wir sicher nicht weiter, und es wird auf dieser Basis auch keine NormalitĂ€t mehr einkehren wie wir sie einmal kannten.

Die beiden Versuche, eine neue Pandemie mit den eh schon bekannten Maßnahmen die sich dann wieder gegen uns richten wĂŒrden, nĂ€mlich mit “Vogelgrippe”, die plötzlich wieder verschwand, und der Krankheit X die sich als Malaria herausstellte, ging wohl schief. Auch wenn die Medien noch so Panik schĂŒren wollten, aufgrund der Erfahrungen mit der ersten P(l)andemie glaubte keiner mehr daran, und so konnten sich die selbsternannten Eliten ihre Pandemie wieder dorthin stecken wo es nie hell wird.

Die Klimareligion wird als eintrĂ€glichstes GeschĂ€ftsmodell aller Zeiten natĂŒrlich weiterhin am Leben gehalten, obwohl auch hier schon durch unzĂ€hlige Studien (auch hier bitte: Goggelt selbst! Ist alles zu finden!) alles wiederlegt wurde, und man dieses Geschehen ebenfalls nur als reine Abzocke und Umschichtung von Geld an die ohnehin schon Reichen ansehen kann. Temperaturmeßstationen die es nicht gibt, liefern Werte die in die Simmulationen und auch Statistiken ĂŒber das Klima eingespeist werden. Die meisten Meßsstationen entsprechen nicht mehr den Vorgaben der Normen und liefern verfĂ€lschte oder falsche Werte. Alles belegt! Doch interessierts nur einige Wenige. Und die sind dann wieder Schwurbler, AluhuttrĂ€ger oder gleich Rechtsextreme …

Europa und der Westen (USA/NATO) liefern sich ein Rennen gegen Russland, das Europa nicht gewinnen kann. Die EU und ihre korrupten und den Amis hörigen “Eliten” fĂŒhrten Europa in den Abgrund! So schlecht stand es noch nie um die LĂ€nder innerhalb der EU. Die Bevölkerung blutet aufgrund der massiv hohen Energie-, Treibsoff- und Lebensmittelpreise aus. Mieten in vorher nie möglichen Höhen erledigen den Rest. WEF-Schwabs Worte klingen wie ein Hohn an alle: “Ihr werdet nichts besitzen, aber glĂŒcklich sein!”. Fuck You Schwab! Bill Gates, Klaus Schwab, George Soros, Rockefeller, Rothschild, die Bilderberger, das sind alles keine Philandropen, sondern Psychopathen die im Machtrausch alles nach ihren Ideologien verĂ€ndern wollen oder sogar schon verĂ€ndert haben! Keiner von denen hat unser Wohl im Sinne, sondern nur die eigenen Banknonten und Geldbörsen! Und die Herde lĂ€uft weiterhin den LĂŒgen dieser Gestalten nach, und glaubt was die von Soros mittlerweile komplett gesteuerten oder manipulierten Medien ihnen vorsetzen!

Die LĂŒge von Russlands Überfall in der Ukraine sind eines der Beispiele wie die Masse manipuliert wird. Russland hat oft genug gewarnt. Seit 2014 hat der KoksschnĂŒffler und Schauspieler der sich PrĂ€sident nennt, die russische Minderheitsbevölkerung im Donbass sukzessive versucht auszurotten. Medien wurden verboten, die russische Sprache wurde verboten, GrĂ€ueltaten tagtĂ€glich gegen die Russen in der Ukraine. Aber der Typ ist ja der Gute, weil vom Westen unterstĂŒtzt. Russland war schon seit dem WW2 Feind Nummer 1 der Amis. Das der Pimmelschwinger grundsĂ€tzlich Zivilisten angreift und tötet, ist Nebensache und wird in den Medien nicht erwĂ€hnt. Jeder der die andere Seite auch kennt (ja es gibt noch ZugĂ€nge zu nicht vom Westen gesteuerten oder durch Zensur abgeschaltete Medien!) und dazu etwas bei uns sagt, ist sofort wieder Rechtsradikaler oder Putinversteher. Fuck auf den Westen! Der Westen ist ein Imperium der USA, und diese Kriegstreiber wollen den ganzen Globus! Die Amis sind finanziell ruiniert, und können nicht anders. Eine Kriegsmaschinerie die ein Vermögen kostet muss man sich auch leisten können, die Amis tun es nicht. Nun aber kommen die ZwĂ€nge der USA gegen die EU die uns noch mehr in die Armut treiben werden.

Darf man zu Silvester eigentlich noch “Russische Eier” machen, oder “Krimsekt” trinken??

Die permanente Beschallung der korrupten BrĂŒssler samt dem Amizapferl VdL, dass wir uns aus der AbhĂ€ngigkeit von Russland rauswinden mĂŒssen, ist ja ebenfalls sowas von verlogen! Und unsere Regierung macht bereitwillig, oder auf Befehl, man weiß es ja nicht so genau, mit. Anstatt von Russland weiterhin billiges Gas zu kaufen, nein, muss sanktioniert werden um die Preise innerhalb der EU in Megahöhen zu treiben! So ruiniert man eine ganze Volkswirtschaft. Dann aber raunzen, dass die Wirtschaft den Bach runtergeht, ist reine Heuchelei! Woher sollen die Menschen das Geld fĂŒr die Wirtschaft nehmen, wenn sie vorher schon finanziell ausgeblutet werden?? Sie scheißen die Euros ja nicht oder bekommen sie aus dem Steuertopf in den Arsch geblasen! Dass die Abwendung von der russischen AbhĂ€ngigkeit eine reine LĂŒgengeschichte ist, muss wohl jedem klar sein. Denn anstatt von Russland, haben uns die Amis in ihre AbhĂ€ngigkeit gebracht, und das war von langer Hand geplant! Nun sind wir durch die Amis erpressbar, was die Russen als treue Vertragspartner nie taten! Aber das wird natĂŒrlich in unseren Medien vollkommen anders dargestellt. LĂŒgenpresse eben. (UP2)

Zweites Beispiel ist der Krieg der Israelis gegen die Hamas und andere “Terroristen”. Ja, der Kampf gegen Terroristen ist in Ordnung, aber nicht gegen die Zivilbevölkerung! Und genau diesen Genozid betreiben die Israelis derzeit! In Gaza, in Syrien, im Libanon. Netanjahu kennt keine Grenzen mehr. Und der ist ein Rechtsextremer! Aber einer von den Guten, weils die Amis so sagen! Und die Herde schluckt die Geschichte, man darf ja auch hier nichts sagen, denn dann ist man sofort selber Rechter und Antisemit! Auch wenns die Wahrheit ist!

2024 hat unsere eigene Regierung, eine Zusammenrottung von Versagern in den Farben TĂŒrkis und GrĂŒn, Österreich so an die Wand gefahren, dass der Karren im Dreck steckenblieb. Insolvenzen am laufenden Band, 10tausende Arbeitslose, Kostenexplosion an allen Ecken und Enden. Und nun? Nun wollen die Loser der letzten Nationalratswahl noch eine Koalition der Futtertrogkletten bilden! Statt Sparen, neue Ministerien grĂŒnden. Eine Erbschaftssteuer, rĂŒckwirkend auf 30 Jahre einfĂŒhren, die CO2 Abgabe weiterhin steigen lassen und den Klimabos abschaffen! Nun blĂŒht uns auch noch eine massive (30%) Erhöhung auf die NetzgebĂŒhren von Gas und Strom! Der beste SchmĂ€h in der Welt der GeschĂ€ftsmodelle war die Trennung der Firmen in Energieanbieter und Netzbetreiber! So wurde aus der Wien Strom, die Wien Energie und die Wiener Netze! Aus der EVN die EVN mit den NÖ Netzen! So kann man seine Gewinne immer mehr in die Höhe treiben. AktionĂ€re und EigentĂŒmer wollen ja Geld sehen, und das so viel wie möglich. Wird bei allen anderen Anbietern auch so sein. Das Monopol der Netze bleibt aber in der Hand der ursprĂŒnglichen Hersteller. Egal zu welchem Energieanbieter man aus SpargrĂŒnden wechselt, das Netz kann man nicht Ă€ndern, und hier werden wir abgezockt! Der SchmĂ€h? Nun, die EnergieverkĂ€ufe gehen zurĂŒck, die Gewinne sinken, also erhöht man die NetzgebĂŒhr, und *zack* ist der Ausgleich schon wieder da! Gleiches Spiel nun beim Ausbau der Netze! Wir Deppen bezahlen durch die NetzgebĂŒhren den Ausbau jener Netze, mit denen die Firmen ihr Vermögen verdienen! Die Gewinne bleiben aber bei den AktionĂ€ren, und kommen nicht uns als Mitfinanzierer zu Gute! Das hat sich bereits in vielen Branchen so etabliert, dass der Verbraucher die Infrastruktur bezahlt (meist ĂŒber Subventionen, also unser Steuergeld) , die Gewinne aber privatisiert sind. Wir werden nach Strich und Faden betrogen und ausgesackelt!

Die EU-Sanktionen die sich gegen Russland richten sollen, haben bei uns zu einer noch nie dagewesenen Belastungswelle gefĂŒhrt. Das Volk verarmt. Außer jene die in Sachen Klima, Corona, Bitcoin, Influencerscheiß und so unterwegs sind. Bei denen spielt Geld genauso wenig wie bei den Politparasiten die sich 18000 Euro und mehr im Monat gönnen. Inklusive der BrĂŒssler Heuschrecken! Denen ists egal was alles kostet, sind sie doch gut versorgt … auf unsere Kosten! Influencer sind ohnehin ein Feindbild von mir. Null Berufsausbildung weil zu faul, egomanisch bis zum Abwinken, und nur auf das Geld der anderen scharf. Noch dazu mit YouTubes, Instaaccounts und TikTok voller Schwachsinn und “Lebensweisheiten” die sie so in die Welt setzen. Übrigens: Wenn man heutzutage Frauen nur berĂŒhrt oder einen zweideutigen Scherz anbringt, ist man schon fast oder sogar direkt vor dem Richter, weil das ist rassistisch und frauenfeindlich. Wenn sich diese “Frauen” aber auf den Social medias nackt oder in Pornos gegen Geld anbiedern, dann ist das Influencen oder Tindern …. Mensch seid Ihr verlogenen Internet-Weiber doch alle daneben! Unglaublich!

Kommen wir zur allgemeinen Verdummung der Bevölkerung. Kein Wunder dass Politik und Konzerne so ein leichtes Spiel haben. Innerhalb der letzten 24 Jahre wurde innerhalb der EU das amerikanische System etabliert. Heißt so viel wie: Nur ein dummes Volk kann man leiten und fĂŒhren wie man will, ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Ja, es hat geklappt. Der Beweis dazu? Seht in die “Social medias”! Was da abgeht, ist Beweis genug! Angefangen bei vollkommen fehlender Rechtschreibung, Grusel-Grammatik, null Satzzeichen, Groß- und Kleinschreibung wird ĂŒberbewertet, gefolgt von immerwiederkehrenden Postings die sich Woche fĂŒr Woche wiederholen, egal ob Bild oder Text. LangzeitgedĂ€chtnis? Abgeschaft! KurzzeitgedĂ€chtnis, in RestbestĂ€nden noch vorhanden. Akzeptanz anderer Meinungen? Fehlanzeige! Wenn man was postet was dem Linken oder GrĂŒnen Lager nicht passt wird man sofort mit allen nur erdenklichen “Keulen” niedergemacht. Danach kommen Beschimpfungen und Hassansagen die komischerweise bei dieser Klientel nicht geahndet werden, bei Unsereiner aber sofort zu Löschung und Sperrung fĂŒhrt! Die Meinungsmacher (also Manipulatoren, meist weiblich, mittlerweile auch viele mĂ€nnliche) in den sozialen Medien sind die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen. FrĂŒher nannten wir sie Forentrolle, und in Zeiten der alten Foren wo ein Admin die Macht ĂŒber Sein oder Nichtsein im Forum hatte, waren diese Subjekte schnell entfernt und es kehrte wieder Ruhe ein. Bei Facebook, und den ganzen “modernen” Systemen ist das nicht mehr möglich. Das System selbst entscheidet, was es fĂŒr gut oder schlecht empfindet. Willkommen im Meinungsdiktat, der Zensur, und dem Sprachverbot. Wenn ich mir alleine diese Genderei, den Regenbogenwahn, den krampfhaften Zwang, andere bekehren zu wollen, sei es mit KĂ€ferfressen, veganer Lebensweise, Klimaschutzpflicht, Autohass, Radfahrpflicht, und was weiß ich welche ObszönitĂ€ten die schon als “Religion” erhoben haben … kommt mir das große Grausen. Fuck the Idioten!

Facebook, das rote Tuch fĂŒr mich, ist ohnehin nur mehr eine Zensur-, Meinungsdiktats-, und Massenwerbeplattform. Es gibt Tage, wo ich einen Beitrag meiner Freunde sehe, und anschließen 10 bis 15 Werbungen, FolgevorschlĂ€ge oder die verlogene weil falsche “Deinem Freund gefĂ€llt auch das und das” Ansage kommt. Diese ganzen US-Plattformen, wie FB, Insta, Google, und was weiß ich was es da noch gibt, dienen nichts anderem, als den Amis weltweit Eure Daten in die HĂ€nde zu spĂŒlen! Wer Ihr seid, was Ihr macht, mit wem Ihr Kontakt habt, kurz: Euer ganzes Leben ist auf US-Servern gespeichert, zur weiteren Auswertung natĂŒrlich! Aber wir sind ja nicht abhĂ€ngig von den Amis … nein, nur zu blöd, dass wir was Eigenes auf die Beine stellen, gepaart mit der Bequemlichkeit der Schafherde dann dorthin zu wechseln. (Up2)

Gleich nach Facebook reiht sich der ORF bei mir in die unnötigsten Institutionen des Landes ein. Einst mit Bildungsauftrag ein halbwegs guter Sender, mittlerweile mit Zwangssteuer finanzierter linkspolitisches Propagandawerkzeug der Politik. In den ganzen letzten Jahren wurde auch das Programm immer depperter und linkslastiger, Woke und Gender bestimmen das Programm. GehirnwĂ€sche fĂŒr die Masse. Die HĂ€lfte der Sendezeit gibts nur mehr Ami-Serien und Ami-Berichterstattung, dann noch Wertlossendungen mit Social-Media Videos … Billige Hirndröhnungen fĂŒr ein verdummtes Volk sozusagen. Man gönnt sich abgehobene GehĂ€lter, Luxuspensionen und maßt sich so nebenbei an, die Wahrheit mit dem Löffel gefressen zu haben und will die Menschen auf die Ideologie der “Macher” einschwören und auf Linie zu bringen. Fast niemand mehr will den ORF sehen, außer die hartgesottenen Schlafschafe. Dabei wurde der Idiotensender von der Politik so richtig gestreichelt und man half, das GehirnwĂ€scheimperium noch mehr zu festigen. Dabei sollte man als Hinterfragende einmal den Werdegang der letzten Jahre in Erinnerung bringen. Der Umstieg von analogem auf das digitale Fernsehen fand ja nur aus dem Grund statt, dass man erstens mehr Bandbreite bekommt (analoges TV ist einfach zu datenintensiv gewesen, mit Digitalpaketen bringt man mehr auf den freien Frequenzen rĂŒber), und zweitens den Einstieg in die digitale Abzocke machte. Das fing schon damit an, dass man dann plötzlich fĂŒr HD-Fernsehen bei manchen Sendern extra bezahlen sollte und musste. In diesen Zeiten gabs noch die normale RundfunkgebĂŒhr-GebĂŒhr. Dann fĂŒhrte man die ORF-Karte ein. Der Schritt zu Pay-per-View war getan, machte man aber nicht. Wozu sollte man auf Abonennten zĂ€hlen, wenn man die Masse abzocken konnte? Mit der Karte war ein weiteres Zubrot eingefĂŒhrt, denn alle 5 Jahre musste man eine neue Karte kaufen (die alte wĂ€re locker weiterhin funktionsfĂ€hig gewesen, aber man wollte ja Extraeinnahmen lukrieren). Das ganze System war zum Schluss genauso aufgebaut wie zum Beispiel Sky (vormals Premiere). Keine Karte, kein Empfang! Deswegen schaltete man auch die letzten analogen Sender ab, um ein “Schwarzsehen” komplett auszuschließen. Der ORF konnte also ohne Karte nicht mehr empfangen werden. Nirgends. Dann schloss man alle LĂŒcken mit denen man ausweichen konnte (Streaming & Co) indem man die Haushaltsabgabe (also die Zwangssteuer) einfĂŒhrte! Egal ob man nun den ORF sehen konnte (also eine Karte oder ein EmpfangsgerĂ€t besaß oder nicht), man ist nun gezwungen, den Dreck den man uns reinpressen will zu bezahlen. Ob man will oder nicht, ober man schaut oder nicht! Danke an die Kackpolitik die das durchgehen hat lassen!! (UP3)

Was ist passiert, dass die Menschen es komplett verlernt haben, andere Meinungen, andere Einstellungen, andere Lebensweisen, oder ĂŒberhaupt andere Ansichten zu all den derzeit heiklen Themen, zu akzeptieren?? Wieso hört man nicht zu und erlĂ€utert danach seinen eigenen Standpunkt ohne gleich zu schimpfen oder den anderen in den Dreck ziehen zu wollen? Wieso klappt das nicht mehr? Mögliche Antwort: Weil bei jedem Thema eine kleine Minderheit festgestellt hat, dass sie mit ihrem Terror gegen Andersdenkende gewinnen kann, wenn sie nur hartnĂ€ckig, ausdauernd und bösartig genug ist um die eigene Ideologie in die Breite zu bringen, und die Mehrheit einfach schweigt weil sie Ruhe von denen haben will und sich nicht auf diverse Beschimpfungen oder Diskussionen einlassen will. Ist ganz einfach. Weil sich eben niemand mehr dagegen wehrt.

Kommen wir nochmals zu den Klimataliban zurĂŒck. Genau jene, die auf den Straßen klebten und das arbeitende Volk davon abhielt mit dem Wagen in die Firma zu kommen, oder jene die den Autoverkehr ausbremsen wo es nur geht mit Umbauten und Hindernissen, denen sei gesagt: Ihr habt Handys, die kommen nicht aus Österreich, auch nicht Eure Laptops, weder die Einrichtung von Euch, noch die Kleidung kommt aus Österreich, Ihr Deppen! Ihr Last-Generation-Deppen erzeugt durch Euren Lebenswandel mehr MĂŒll, Abgas und Dreck als wir es in 3 Generationen nicht schafften! Ihr lebt auf Pump, im Luxus Eurer Eltern, könnt nichts, habt nichts, aber wollt den anderen auch noch alles vermiesen! WIR haben noch ordentlich in die HĂ€nde gespuckt und uns was geschaffen, IHR wollt nur erben oder kassieren ohne was dafĂŒr zu tun! HĂ€ngemattensozialschmarotzergeneration nenne ich das. Anderer Menschen Autoreifen aufstechen?? Kunstwerke mit Farbe beschmieren? Blockade wichtiger Verkehrsadern und damit Blockade von Handwerkern, Dienstleistern, Technikern, all jene die Euren Arsch am Laufen halten! Das geht gar nicht Ihr Vollpfosten! Fuck you Klimatalibans!

Übrigens, es sind GESCHÄFTSMODELLE FÜR JEDES JAHRZEHNT 


Die 1960er – Das Öl in 10 Jahren aufgebraucht sein!
Die 1970er – Eine weitere Eiszeit kommt in 10 Jahren!
Die 1980er – Saurer Regen wird in 10 Jahren alle Ernten vernichten, großes Baum- und Waldsterben!
Die 1990er – Die Ozonschicht wird in 10 Jahren verschwunden sein!
Die 2000er – Die Eiskappen werden in 10 Jahren verschwunden sein!
Die 2010er – Die steigenden Meeresspiegel ĂŒberfluten die KĂŒsten und Inseln!
Die 2020er – Weitere globale ErwĂ€rmung, umbenannt in Klimawandel!

NICHTS PASSIERTE oder PASSIERT! Aber ALLES fĂŒhrte zu HÖHEREN STEUERN!! Erkennt Ihr das Muster der LĂŒgen?

Apropos Techniker … wie ja einige wissen, hat man mich 2023 motivgekĂŒndigt weil man mir Lohnerhöhung und Berufsjahreanrechnung nicht bezahlen wollte. Offiziell nannte man mir natĂŒrlich keinen Grund, hinterrĂŒcks wurden jedoch GrĂŒnde erfunden und weitererzĂ€hlt die man normalerweise vor Gericht bringen sollte. Aber egal. Mit gefestigtem Charakter steckt man sowas einfach weg und denkt sich: LmdaaA. Was jedoch dann folgte zeigt die Idiotie eines Staates der seine Ă€lteren Generationen an der Nase herumfĂŒhrt. AMS? FrĂŒher eine Behörde, heute eine Privatinstitution, vom Steuerzahler bezahlt, mit Behördencharakter. Abgehobene Beraterinnen, arrogante Amtsleiterinnen, und einen AMS-Chef der fehl am Platz ist. Schon alleine seine Aussagen sind ein Witz. Ich hatte einige Beraterinnenwechsel, und meiner ersten (wirklich angenehmen und guten Beraterin), folgten meiner Meinung nach Witzfigurinnen die einen nur sekkieren wollen. Jedesmal sollte ich meinen Lebenslauf umschreiben (der ist top geschrieben und auch von Firmen als so bestĂ€tigt), dann schickt man den (geht ja alles nur mehr online) hin, kriegt eine Mahnung das man das noch nicht machte! Nur weil die Damen dort nicht in ihren Posteingang schauen. Dann kriegst als Österreicher eine Zwangsbuchung zu einer versteckten Personalbereitstellungsfirma die ihre eigenes SĂŒppchen kocht, und weil man mir als BegrĂŒndung in die “Überweisung” hineinschrieb: Verbesserung der Deutschkenntnisse (!!), sollte ich dort auch einen Deutschkurs belegen!! Des Weiteren machten sie die Angaben: Keine Qualifikation oder Berufsausbildung. Deppert oder was? Als Danke fĂŒr die Ablehnung dieser Verarsche hat man mir 6 Wochen Leistung gestrichen! Da frage ich mich schon, obs denen ins Gehirn geschissen haben! Dass ich nun keine Vertrauensbasis mehr zum AMS habe hat sich im letzten Termin gezeigt. Nun bin ich neuerlich zwangsĂŒberwiesen worden … zu einer psychologischen Beratung. Zum GlĂŒck bin ich nicht erpressbar und hab in fetten Zeiten einen Polster angelegt. Somit: Fuck you AMS!

Was die Chancen fĂŒr eine hochqualifizierte Fachkraft ab einem bestimmten Alter in Österreich betrifft: NULL! Was mich zur Erkenntnis zwingt, dass es keinen FachkrĂ€ftemangel gibt, weil die Firmen nur Lohnsklaven suchen! Keiner will fĂŒr Erfahrung und Ausbildung zahlen. Mittlerweile sollen Techniker (so wie ich einer bin) natĂŒrlich nur mehr per All-In gemolken, reisebereit 24/7, und Lakai mit dem Lohn einer unterbezahlten Putzfrau, glĂŒcklich sein wenn man zu unterirdischen Bedingungen arbeiten “darf”. Der Plan dahinter? In den letzten Jahren die Pension noch so weit runterzuschrauben wie es geht damit sich der Staat das eine oder andere Milliönchen spart, das fĂŒr die tausenden illegalen Landnehmer benötigt wird. Ist doch sowas von durchschaubar. (UP1)

Kurz zu unserem Kaff in dem wir seit 1966 wohnen …

Der LĂ€rm hier wird immer schlimmer. Sei es FluglĂ€rm, sei es VerkehrslĂ€rm durch die Kulturbereicherer die nur spazieren fahren, oder illegalen Autohandel betreiben und ihre Klientel permanent durch die Gassen donnert, aber auch Vollpfosten die meinen eine Deutschlandflagge schĂŒtze sie vor dem Zorn der Anrainer, sowie andere Nachbarsgsichter die sich auffĂŒhren als wĂ€ren sie alleine hier. Es war einmal so ein ruhiges und nettes Eck hier. Mittlerweile sind wir innerhalb von 5 Jahren rundherum zubetoniert und teilweise islamisiert worden. Danke an die Politik! Das machts hier umso schöner! Aber wichtig ist, dass sie aus ihren lĂ€cherlichen Gemeindeblattln (natĂŒrlich gegendert, obwohl das von der Masse der Leser und auch vom deutschen Sprachenrat abgelehnt wird) grinsen und “Leuchturmprojekte” in den Himmel loben, fĂŒr die eigentlich kein Geld da war. So schlecht wie jetzt standen wir noch nie da. Aber es wird ja vollkommen abgestritten. Auch die Korruption, die illegalen Machenschaften einiger, das Verschwinden von “vererbten Geldmittel”, GrundstĂŒcksspekulationen, und und und … Wien ist ein roter Schandfleck im Land, aber unser Kaff hat sich hervorragend an Wien angepasst! Und genauso wie in der Bundeshauptstadt gibts bei uns schon Ecken, wo man beim abendlichen Spaziergang kein deutsches Wort mehr hört obwohl Massen von Anrainern in den Gassen herumschlendern, oder auch draußen die Äcker plĂŒndern wenn gerade Erntezeit ist. Toll! Wir lieben dieses Kaff! Mogadischu bei Wien ist so lebenswert wie kein anderes Dorf! Übrigens kann man hier an jeder Ecke in jedem Ortsteil Autos kaufen. Irgendein HĂ€ndler ist immer in Eurer nĂ€he.

Nun denn, was gibts sonst ĂŒber dieses Kackjahr zu sagen? Nukka kĂ€mpft nach wie vor wie eine Löwin gegen ihre Erkrankung. Leider haben sich schon wieder einige neue Knoten gebildet. WĂ€re aber sinnlos sie wieder operieren zu lassen, man mĂŒsste zu viel entfernen, und ich denke das ginge nicht gut. Sie ist schmerzfrei, somit sehe ich noch kein akutes Problem und lasse sie mit Ärzten und Kliniken in Ruhe.

Meine VorsĂ€tze fĂŒr 2025?

WENIGER Volksverblödung im TV schauen,
WENIGER LĂŒgenartikel in den Systemmedien lesen,
WENIGER Soziale Medien, weils ohnehin nur Verblödungsplattformen sind,
WENIGER Kontakt zu Linken und GrĂŒnen
WENIGER “Freunde”, nur mehr jene mit HandschlagqualitĂ€t als Freunde behalten,
WENIGER gefallen lassen wie bisher
.

MEHR “wie man in den Wald reinschreit so kommts zurĂŒck”
MEHR Wehrhaftigkeit gegen IdeologiezwĂ€nge der Links-GrĂŒnen Brut,
MEHR Zeit fĂŒr sinnvolle Konversationen zum Kontakterhalt
.

Und alle denen ich bisher nachgelaufen bin um Kontakt zu halten, von denen aber nichts retour kam, oder nur dann angekrochen kamen wenn sie was brauchten, von denen verabschiede ich mich hiermit in aller Höflichkeit! Ich hab das Spiel lange genug beobachtet, und nun reichts mir. Wenn Ihr Euch nicht die MĂŒhe machen könnt zumindest ab und an mal eine Nachricht zu schicken oder anzurufen, dann tuts mir leid.

Und da mir sicherlich noch das Eine oder Andere einfallen wird, lasse ich mir die Option von Updates hier offen …

“Tekau Pepa”

“Tekau Pepa” ist Maori und heißt nichts anderes als “10 Pfeffer”, um meine persönliche Pfeffermischung etwas exotischer zu benennen.

Immer wieder treten Leser meines Blogs an mich heran und wollen wissen, was denn meine eigene Pfeffermischung sei, und was da alles drinnen steckt. Nun, da gibts nicht viel dazu zu sagen, außer dass sie aus 10 verschiedenen Pfefferarten meines Geschmacks zusammengestellt und gemahlen ist. Ich hab da schon vor langer Zeit viel herumexperimentiert, und die finale Version die ich verwende stelle ich Euch hiermit vor und gebe Euch auch noch ein paar interessante Infos zu den einzelnen Pfeffersorten:

  • Der Pfefferstrauch (Piper nigrum), auch Schwarzer Pfeffer oder kurz Pfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der PfeffergewĂ€chse (Piperaceae). Die FrĂŒchte werden wegen des darin enthaltenen Alkaloids Piperin als scharf schmeckendes GewĂŒrz verwendet. Zur Unterscheidung von Ă€hnlichen GewĂŒrzen spricht man auch vom echten Pfeffer.
  • Die FrĂŒchte des Schwarzen Pfeffers sind nicht immer schwarz. Je nach Erntezeitpunkt und weiterer Behandlung haben die Pfefferkörner verschiedene FĂ€rbungen: grĂŒner Pfeffer, schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer.
  • GrĂŒner Pfeffer wird aus unreifen, frĂŒh geernteten FrĂŒchten gewonnen. Er unterscheidet sich vom schwarzen Pfeffer dadurch, dass er entweder frisch in Salzwasser eingelegt wird oder schnell und bei hohen Temperaturen getrocknet oder gefriergetrocknet wird. Daher behĂ€lt er die ursprĂŒngliche grĂŒne Farbe. Durch Luftfracht ist mittlerweile frischer grĂŒner Pfeffer weit verbreitet erhĂ€ltlich.
  • Schwarzer Pfeffer wird ebenfalls aus den unreifen (grĂŒn) bis knapp vor der Reife (gelb-orange) stehenden, durch Trocknen runzlig und schwarz gewordenen FrĂŒchten des Piper nigrum gewonnen.
  • Weißer Pfeffer ist von der Schale befreiter vollreifer Pfeffer. Zu seiner Produktion werden die reifen roten Pfefferbeeren etwa acht bis vierzehn Tage in fließendem Wasser eingeweicht, so dass sich die Schale durch FĂ€ulnis ablöst. Danach werden sie mechanisch geschĂ€lt, getrocknet und teilweise in der Sonne gebleicht. Der recht lange Vorgang des Einweichens kann durch Behandlung mit Pektinasen verkĂŒrzt werden.

Voatsiperifery Pfeffer

  • Der Voatsiperifery Pfeffer – auch Piper Borbonense oder Bourbon Pfeffer genannt – ist die exklusivste Pfeffersorte der Welt.
  • Diese extrem rare PfefferspezialitĂ€t ist nicht kultivierbar und wĂ€chst in den UrwĂ€ldern Madagaskars (100%iger Wildwuchs). Die roten FrĂŒchte wachsen an den jungen, weit oben liegenden Trieben der 10-20 m hohen Kletterpflanze. Geerntet wird der Pfeffer in schwindelerregender Höhe von Kleinbauern per Hand. Die ovalen, dunkelbraunen Beeren dieses Madagaskar Pfeffers sind kleiner als die des herkömmlichen schwarzen Pfeffers und haben den fĂŒr den Voatsiperifery Pfeffer typischen Stielansatz. Das Wort “Voatsipferifery” setzt sich zusammen aus “voa”, was Frucht bedeutet, und “tsiperifery”, der madagassische Name der Pflanze. Es wundert nicht, dass der außergewöhnliche Geschmack dieses Delikatesspfeffers ihn fĂŒr viele zum besten Pfeffer der Welt macht.
  • Einzigartiger Geschmack von hohem Wiedererkennungswert! Mild pfeffrige Basisnote mit vielschichtigen waldigen, erdigen und wĂŒrzigen Geschmackskomponenten, die an eine gekonnt abgestimmte KrĂ€utermischung erinnern. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei nur um ein einzelnes GewĂŒrz handelt! Leicht frischer Abgang und lang anhaltendes, angenehmes Nachwirken der Aromen.
  • Passt zu Rind, Schwein, Lamm, Wild, dunkles GeflĂŒgel, dunkle Saucen, Pilzgerichte, Schokolade, WaldfrĂŒchte, KĂ€se. Herrlich zu Gegrilltem. Probiert ihn auch auf Fisch, MeeresfrĂŒchten, GemĂŒse – wie KĂŒrbis und Aubergine – oder herzhaften Salaten. Krönt den Geschmack von Currymischungen und Masalas.

Malaguetta Pfeffer (Paradieskörner)

  • Das aus Westafrika stammende GewĂŒrz war ab dem 13. Jahrhundert in Europa ein sehr beliebter Pfefferersatz. Nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien und damit der Möglichkeit des Imports von echtem Pfeffer, verloren die Paradieskörner ab Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa immer mehr an Bedeutung und verschwanden fast gĂ€nzlich aus der europĂ€ischen KĂŒche. Die Paradieskörner – auch Malaguetapfeffer oder Guineapfeffer genannt – sind kein echter Pfeffer, sondern die Samen eines IngwergewĂ€chses, das fast ausschließlich im tropisch-feuchten Klima der Afrikanischen WestkĂŒste gedeiht. In Kennerkreisen erlebt das vielseitige GewĂŒrz ein Come-back.
  • Die fast geruchlosen Paradieskörner ĂŒberraschen geschmacklich mit einer angenehmen, ingwerĂ€hnliche SchĂ€rfe, einer leichten Nussnote und Nuancen von Kardamom, Ingwer und Zimt. Leicht herber Nachgeschmack.
  • Passt zu Fleisch – besonders in Schmorgerichten und Ragouts, Lamm, GeflĂŒgel, Fisch, GemĂŒse – herrlich zu Auberginen, KĂŒrbis und Kartoffeln, fruchtigen Desserts. Probiert Paradieskörner in GebĂ€ck-, Lebkuchen- und GlĂŒhweinrezepten oder als besondere Note in Marmeladen und Chutneys. In afrikanischen GewĂŒrzmischungen, wie dem Ras el Hanout, sind Paradieskörner ein Muss. Harmoniert hervorragend mit Zimt, KreuzkĂŒmmel, Kardamom, Muskat, Nelken oder Piment.

Langer Pfeffer

  • Langer Pfeffer erinnert mit seinem ungewöhnlichen Aussehen an BirkenkĂ€tzchen. Die Pfefferstangen bestehen aus vielen kleinen, dicht gedrĂ€ngten und miteinander verwachsenen Beeren. Er war lange vor dem heute bekannten runden Pfeffer bekannt und erreichte die europĂ€ischen Kochtöpfe bereits in der Antike. Er gilt als der ursprĂŒngliche Pfeffer, wurde aber allmĂ€hlich vom schwarzen Pfeffer aus den europĂ€ischen KĂŒchen verdrĂ€ngt. Ich finde das schade, denn der lange Pfeffer – auch Stangenpfeffer genannt – ĂŒberrascht nicht nur mit besonderer Optik, sondern auch mit harmonisch verschlungenen Geschmacksnuancen und interessantem Geruch. Durch seinen höheren Anteil an Piperin – verantwortlich fĂŒr die PfefferschĂ€rfe – ist er schĂ€rfer als schwarzer Pfeffer.
  • Scharfer Pfeffer mit sĂŒĂŸlichen, blumigen, waldigen, erdigen und manchmal leicht sĂ€uerlichen Geschmackskomponenten. Sein Aroma erinnert unaufdringlich an Zimt, Kardamom und Piment. Sein vielschichtiges Geruchs- und Geschmacksbouquet macht ihn zu einem meiner Lieblingspfeffer.
  • Langer Pfeffer passt besonders gut zu Fleisch, Wild, Fisch, GerĂ€uchertem, Eintöpfen, Currys, wĂŒrzigem KĂ€se und eingelegtem GemĂŒse. Verfeinert auch Kompotte, Marmeladen, GlĂŒhwein, SĂŒĂŸspeisen und exotische FrĂŒchte mit dem einzigartigen Aroma von langem Pfeffer. Exquisit zu dunkler Mousse au Chocolat mit Himbeer- oder Kirschsauce!

Selim Pfeffer

  • Der Selim Pfeffer – auch Senegal-, Kumba- oder Kanipfeffer genannt – diente im mittelalterlichen Europa als Pfefferersatz. Es handelt sich nicht um echten Pfeffer, sondern um die FruchtstĂ€nde von Xylopia aethiopica, eines im tropischen Afrika vorkommenden AnnonengewĂ€chses. Die FrĂŒchte werden noch grĂŒn geerntet und einige Tage an der Sonne getrocknet, manchmal auch ĂŒber Holzfeuer gerĂ€uchert. Er findet in vielen afrikanischen Gerichten und GewĂŒrzmischungen Verwendung und ist Zutat im senegalesischen CafĂ© Touba.
  • Kanipfeffer ist leicht bitter und scharf. Sein Aroma erinnert an Muskat und Kubeben Pfeffer mit holzigen, krĂ€uterigen und mentholig frischen Noten.
    Der meiste Geschmack steckt in den Schoten, die darin enthaltenen Samen sorgen fĂŒr die SchĂ€rfe.
    Selim Pfeffer lÀsst sich gut mit Thymian, Wacholder und Kardamom kombinieren.
  • Selim Pfeffer passt zu Rind, Kalb, Wild, GeflĂŒgel und MeeresfrĂŒchten. Besonders gut kommt sein Aroma in (afrikanischen) Schmorgerichten und Eintöpfen zur Geltung. Probiert ihn zu WurzelgemĂŒse – wie Karotten, Pastinaken und Sellerie – oder anderen herbstlichen GemĂŒsesorten wie Kohl oder KĂŒrbis. Durch seine Muskataromen lĂ€sst er sich sehr gut bei Gerichten einsetzen, die man mit einer Prise Muskatnuss wĂŒrzen wĂŒrde, wie zum Beispiel Kartoffel- oder Spinatgerichte. Chutneys oder anderen eingekochten Pasten verleiht er eine unaufdringliche herbe, exotische Note.

Roter Kampotpfeffer

  • Echter Roter Pfeffer ist eine wahre RaritĂ€t und gilt als eine der besten Pfeffersorten der Welt. Diese PfefferspezialitĂ€t aus vollreifen, ungeschĂ€lten PfefferfrĂŒchten ist sehr schwer zu produzieren, weshalb nur sehr wenige, erfahrene Pfefferbauern roten Pfeffer herstellen. Das Risiko von SchĂ€dlingsbefall, Wetterschwankungen und FĂ€ulnis ist erheblich höher. Der Anbau und die Ernte des roten Kampot Pfeffers erfolgt in reiner Handarbeit und ist extrem arbeitsintensiv. Die vollkommen reifen FrĂŒchte werden handverlesen – nur die besten, unbeschĂ€digten Körner werden ausgelesen – und sonnengetrocknet. WĂ€hrend der Trocknung verfĂ€rben sich die FrĂŒchte leicht braun. Die Provinz Kampot im SĂŒden Kambodschas hat eine sehr alte Pfeffertradition. Das feuchtwarme Klima und die nĂ€hrstoffreichen Lehmböden schaffen die perfekte Grundlage fĂŒr eine ausgezeichnete PfefferqualitĂ€t. Traditionellerweise wird auf den Einsatz von kĂŒnstlichen DĂŒngern und Pestiziden verzichtet. Der rote Kampot Pfeffer – eine geschĂŒtzte Herkunftsbezeichnung – ist eine der wenigen echten roten Pfeffer. Er wird von Gourmets in aller Welt geschĂ€tzt. Dem echten roten Kampot Pfeffer, sehen Sie die hervorragende QualitĂ€t einfach an. Die ganzen roten Pfefferkörner haben eine charakteristisch dunkelrote Farbe und eine runzelige OberflĂ€che. Leuchtend rot wie die rosa Beeren die in den Supermarktpfeffermischungen drinnen sind, ist er nur unmittelbar nach der Ernte, aber niemals in einer zum Verkauf angebotenen Verpackung.
  • Aufgrund des hohen Reifegrades und des damit verbundenen höheren Zuckergehalts intensiv aromatisch, gleichzeitig fruchtig, mit einer krĂ€ftigen, leicht sĂŒĂŸlichen SchĂ€rfe.
  • Passt zu Rind – besonders Kurzgebratenes, Schwein, Lamm, Wild, GeflĂŒgel, GemĂŒse, Fisch, MeeresfrĂŒchte, KĂ€se, fruchtige oder schokoladige Desserts, auf das FrĂŒhstĂŒcksei, in Chutneys.

Kubebenpfeffer

  • Kubeben Pfeffer – auch Stielpfeffer, Schwanzpfeffer oder Java Pfeffer genannt – ist Indonesier, er ist aber auch in Sri Lanka und Indien zu finden. Die Beeren sind etwas grĂ¶ĂŸer als jene des schwarzen Pfeffers und besitzen einen kurzen Stiel, welchem der Kubeben Pfeffer den Alias Stielpfeffer zu verdanken hat. Er wird vor der Reife geerntet und anschließend an der Sonne getrocknet. Bei einem sehr geringen Piperingehalt, aber einem sehr hohen Anteil an Ă€therischen Ölen ist der Kubebenpfeffer von harzigem, leicht bitterem Geschmack, der sich beim Erhitzen und im gemahlenen Zustand an der Luft verstĂ€rkt. Als Heilpflanze eingesetzt sagt man ihm eine besondere Wirkung bei Magen- und Atembeschwerden nach. Aufgrund seines besonderen Aromas sorgt der “Piper Cubeba” zerkaut fĂŒr einen nachhaltig frischen Atem – ein natĂŒrlicher Kaugummi eben.
  • Mild pfeffrig mit einer kampferartigen Note, die an Piment, Eukalyptus und Minze erinnert, und den Gerichten eine gewisse Frische verleiht. Durch den außergewöhnlichen, leicht bitteren Geschmack lĂ€sst er sich gut mit anderen GewĂŒrzen – wie zum Beispiel Ingwer, GewĂŒrznelken, Thymian, Kurkuma und Zimt – kombinieren.
  • Kubeben Pfeffer passt zu Fleisch-, Reis-, GemĂŒse- sowie Fischgerichten und schmeckt vorzĂŒglich zu Garnelen oder anderen MeeresfrĂŒchten. Er eignet sich zum WĂŒrzen von asiatischen, indonesischen und nordafrikanischen Speisen. Probiert ihn auch zu KĂ€se oder Chutneys, oder peppt ein Wildrezept mit ihm auf! Kubeben Pfeffer ist Zutat in vielen GewĂŒrzmischungen, wie zB. Ras el Hanout.

Assam Pfeffer

  • Assam Wildpfeffer ist eine absolute Seltenheit und eine Unterform des langen Pfeffers. Er stammt aus der nordindischen Assam Region aus reinem Wildwuchs und erinnert in seiner Form an kleine Brombeeren. Geerntet wird er nach traditionellen Methoden von einheimischen Bauern in reiner Handarbeit und dann ĂŒber Feuer getrocknet. Nach dem ersten Entfalten der holzigen, herben Aromen, ĂŒberrascht er mit einem sĂ€uerlichen Abgang und einem betĂ€ubenden Prickeln. Die Speisen schmecken dadurch intensiver es lĂ€uft einem im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammen. Aus dem GewĂŒrzregal des Feinschmeckers ist der Assam Pfeffer nicht wegzudenken.
  • WĂŒrzig, mit rauchig-sĂŒĂŸlichen, holzigen, tabakĂ€hnlichen Aromen und leicht sĂ€uerlichem Abgang. Der Assam Pfeffer erzeugt ein prickelndes TaubheitsgefĂŒhl auf der Zunge, Ă€hnlich wie der Szechuan Pfeffer.
  • Diese PfefferraritĂ€t passt herrlich zu dunklem Fleisch, Lamm, Wild, dunklen Saucen und herzhaften Eintöpfen. Probieren Sie den Assam Pfeffer auch zu fettreichen Fischen wie Lachs, Aal oder Makrele.

Von jeder Art nehme ich 1 Esslöffel und zerstoße sie zuerst mal im Granitmörser um die grĂ¶ĂŸeren Pfefferarten zu zerkleinern und mahlfĂ€hig zu machen. Danach kommt das Gemisch portionsweise in meine elektrische KaffeemĂŒhle die ich als GewĂŒrzmĂŒhle zweckentfremde, und lasse die Peffer ganz fein mahlen. Danach kommt alles in eine gut verschließbare und luftdichte Dose, wird nochmals grĂŒndlich durchgemischt und dann verschlossen.

Um den Geschmack intensiver und exotischer zu machen, kann man die Standardpfeffer (schwarz, weiß, grĂŒn) auf die HĂ€lfte reduzieren, ist aber individuelle Geschmacksache.

Diese Mischung schmeckt mir am Besten von allen die ich ausprobiert habe, und gibt jedem Gericht eine besondere Note und SchÀrfe.

Übrigens: Alle diese Pfefferarten gibts beim GEWÜRZKRÄMER (Online-Shop), in sehr guter QualitĂ€t!

Solltet Ihr an tollen GewĂŒrzen und vielen anderen “Spezereyen” Interesse haben, hier der Kontakt zur GewĂŒrzkrĂ€merei:

Martin Blömer
GewĂŒrzkrĂ€mer
Normannshausen 5
27327 Martfeld – Deutschland
Telefon: +49 4255 982323
E-Mail: info@gewuerzkraemer.de
Web: www.gewuerzkraemer.de

Die Fotos sind alle (C) vom GewĂŒrzkrĂ€mer und mit seiner Erlaubnis hier im Blog eingebaut. Vielen Dank dafĂŒr! Die Infos zu den Pfefferarten habe ich Euch aus den Weiten des WWW zusammengesucht und hier gepostet.

Nachtrag: So kam meine Pfefferbestellung vom GewĂŒrzkrĂ€mer an. Wahnsinn welchen Duft das Packerl verströmte! Da freut man sich echt darĂŒber wenn man sowas bekommt, öffnet und vor sich liegen hat!

Super verpackt, liebevoll beschriftet, Beschreibungen der Pfeffersorten dabei, und obendrauf eine Kostprobe einer anderen Sorte! SO muss ein Shop gefĂŒhrt sein, dann bestellt man gerne! DANKE an den “GewĂŒrzkrĂ€mer” fĂŒr dieses 1A-Service!

Rindsrouladen als Rouladentopf

ohne Fertigsauce oder Fix-Produkte

Warum immer Rindsrouladen machen, wenns auch als Eintopf geht? Ich hab den Test gemacht, und bin echt ĂŒberrascht gewesen, wie schnell und lecker dieses Gericht auf den Teller kommt.

Das braucht Ihr dazu:

600g Rindschnitzel, in 1cm breite Streifen geschnitten *
2 große Zwiebel in dĂŒnne Halbmonde geschnitten
200g Speck, gewĂŒrfelt
2-3 GewĂŒrzgurken, gewĂŒrfelt
2 EL Senf, mittelscharf
1L RindsbrĂŒhe
1 Handvoll getrocknete Steinpilze, eingeweicht
2 EL Mehl zum Binden
Pfeffer
1 1/2 TL Vegeta (wenn der Speck nicht zu salzig ist)

* Bei den Rindschnitzel ist es von Vorteil, wenn man die Menge wohl erhöht, denn von den 600g die ich verwendete sind nach dem “Wasserlassen” des Fleischs wohl nur 300-400g ĂŒbrig geblieben. Eigentlich eine Frechheit was man uns mittlerweile hier verkauft. Alles gewĂ€ssert um mehr Gewicht und höhere Profite zu haben!

Gemmas an:

Zuerst einmal werden alle Zutaten vorbereitet. Rindschnitzel in Streifen schneiden, den Speck wĂŒrfeln, die Zwiebel fein in Halbmonde schneiden, Gurkerln wĂŒrfeln, RindsbrĂŒhe vorbereiten, die Steinpilze einweichen.

in einem Topf Öl heiß werden lassen, und die Rindfleischstreifen in 2 Tranchen anbraten. Danach herausnehmen und den Speck 3-4 Minuten anbruzzeln lassen. Anschließend den Zwiebel dazu und glasig andĂŒnsten. Als Speck hab ich einen ganz besonderen aus dem Zillertal genommen. “Rosenspeck” vom Gasser in Mayerhofen! Der Geschmack ist einfach um Welten besser als bei dem Zeug dass man bei uns bekommt.

Nun die Rindsuppe zugießen, die GewĂŒrzgurken und den Senf unterrĂŒhren, die angebratenen Rindfleischstreifen hinzugeben und zum Schluss die Steinpilze samt dem Einweichwasser.

Den Eintopf nun so lange schmurgeln lassen, bis das Fleisch weich ist. Zum Schluss noch das Mehl mit Wasser zu einem zĂ€hflĂŒssigen “Teig” verquirrlen und langsam in den Eintopf unter RĂŒhren einfließen lassen. Nochmals aufkochen, mit Pfeffer (ich nehm da immer meine eigene Pfeffermischung) und ein wenig Vegeta abschmecken. FERTIG!!

Dazu gabs Spirelli. Ich sag Euch, ein Traum von Eintopf!!

Ich wĂŒnsch Euch beim Nachkochen “Gutes Gelingen” und lasst es Euch schmecken!

Tiroler Speckknödl, der erste Versuch

Unsere Lieblingsspeise wenn wir im Zillertal und Umgebung urlauben: Tiroler Speckknödel! Egal ob in der Suppe oder mit Sauerkraut, sie sind ein Muss in den meisten HĂŒtten wo wir neu hinwandern. An der QualitĂ€t der Speckknödel erkennt man die QualitĂ€t der HĂŒttenkĂŒche, so unsere Erfahrungen.

Bisher haben wir sie entweder im Urlaub genossen, oder fertig beim “Berger” in Deutsch Wagram gekauft (sind ebenfalls von recht guter QualitĂ€t). Diesmal wollte ich sie selbst machen. Meine ersten Knödel. Und gleich mal Vieles falsch gemacht. Doch der Reihe nach. Hier zuerst einmal das Rezept dazu:

Benötigt wird (fĂŒr ca. 18 mittlere Knödel):

500g SemmelwĂŒrfel (bessere QualitĂ€t nehmen!)
250g Speck (ich hab teils mageren und teils normalen Speck, beide aus Tirol genommen)
150g Braunschweiger Wurst (heißt in Tirol Knödelwurst)
1 1/2 gelbe Zwiebel
4-5 Eier (je nach GrĂ¶ĂŸe)
450ml Milch
1 1/2 EL Butter (keinesfalls Margarine oder Butterersatz!)
1 1/2 EL Sonnenblumenöl (damit die Butter heißer werden kann)
3 1/2 EL getrocknete Petersilie (frischer wÀre besser, hatte ich jedoch nicht)
1 1/2 EL Majoran (getrocknet, doppelt gerebelt damit er feiner ist)
Salz
Pfeffer

Die Zubereitung:

Zwiebel, Wurst und den Speck kleinwĂŒrfelig schneiden. Den Majoran nochmals durch die HĂ€nde rebeln um ihn feiner zu machen, dann die Butter und das Öl in einer Pfanne heiß werden lassen. Darin wird die Zwiebel dann glasig angeröstet und danach Wurst und Speck hinzugefĂŒgt. Ich hab hier mageren Tirolerspeck und einen feinen Pfefferspeck verwendet. Deswegen ließ ich am Schluss das Abschmecken mit Pfeffer aus. Wurst und Speck mit den Zwiebel noch gut 3-5 Minuten auslassen. Von der Platte nehmen.

Die SemmelwĂŒrfel in eine große SchĂŒssel fĂŒllen, und die Zwiebel-Speck-Wurst-Mischung aus der Pfanne dazu geben. Petersilie und Salz (nicht zu viel!), den Majoran, jetzt ggf. den Pfeffer drĂŒber streuen. Erstmals leict durchmischen. Wenn die Mischung nicht mehr heiß ist, die Eier und die Milch hinzufĂŒgen. Aufpassen! Wenn die Mischung noch heiß ist, dann stocken die Eier zu drĂŒh und verschließen die Poren der SemmelwĂŒrfel. Das wars dann mit den guten Knödeln, weil sich die WĂŒrfel nicht mehr ansaugen können. Anschließend gut vermengen, andrĂŒcken und mindestens 20 Minuten ziehen lassen!

Nach der Wartezeit werden die Knödel geformt. Hier hab ich meine Fehler gemacht die dazu fĂŒhrten dass die Knödel nicht fest genug waren und teilweise im Kochwasser zu zerfallen anfingen.

Wichtig: Die Knödelmasse fest zusammendrĂŒcken beim Formen! Die HĂ€nde gut nass machen, um die Poren der Knödel außen gut zu verschließen! Jedes Knödel fest drehen um es rundherum zu schließen!

Hier sahen sie verdammt gut aus! Dann kamen sie fĂŒr 15 Minuten in gesalzenes Kochwasser das nur mehr leicht sprudelnd sein sollte. Wenn alles geklappt hat, dann kommen sie auch wieder wie Knödel aus dem Wasser raus. Wie schon erwĂ€hnt, waren meine zu wenig stark gepresst und fingen sich leider teilweise zu zerlegen an.

Geschmacklich kamen sie dem Original sehr nahe was mich wirklich freute. Die Kostprobe verlief positiv. Doch was macht man mit Knödel die sich kein zweites Mal im Wasser aufwĂ€rmen lassen wĂŒrden? Entsorgen? Nein, kĂ€me nicht in Frage! Und 18 Knödel essen, das wĂ€re zu viel des Guten gewesen. Die Idee war dann meine Vakumiermaschine …

Ich hab sie einzeln verpackt (ja, es ist viel Plastik, aber besser wie Essen entsorgen!), und damit kann ich sie im Wasserbad aufwÀrmen ohne dass sie zerfallen.

Beim nĂ€chsten Mal werde ich meine Fehler korrigieren, und schauen ob sie fester werden. Das Rezept an sich ist wirklich fehlerfrei und nach Tiroler Originalzubereitung angegeben. Quellen dazu gibts ja auch sehr viele. Und wie erwĂ€hnt, schmecken diese Knödel am Besten in der Suppe, mit Sauerkraut, und auch zu einem deftigen Gulasch haben wir sie schon genĂŒsslich verzehrt.

Nun wĂŒnsche ich allen die es selbst ausprobieren möchten ein Gutes Gelingen, und vielleicht hinterlĂ€sst mir ja der oder die eine die es versucht hier einen Kommentar.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es Euch schmecken!

Sommerurlaub 2024 in Gerlos (Zillertal, Tirol)

Das war unser Sommerurlaub 2024 im schönen Gerlos im Zillertal! Das Hotel, oder die Hotels in denen wir waren, wie gewohnt top und familiĂ€r gefĂŒhrt, die Umgebung herrlich, das Wetter genau richtig, kurz: Es hat uns wieder sehr gefallen. Trotzdem gabs auch wieder einiges Negatives, doch dazu mehr in den TagesbeitrĂ€gen selbst. Zuerst mal die schönen Seiten des Zillertals …

Mittwoch, 17. Juli 2014:

Wir hatten uns kurzfristigst dazu entschlossen, schon ein paar Tage frĂŒher nach Gerlos zu reisen. Da im von uns schon gebuchten Hotel kein Platz mehr war, wichen wir auf ein anderes Hotel in der NĂ€he aus. Was heißt in der NĂ€he, genau eine Gasse weiter lag es. Die FrĂŒhstĂŒckspension “Das Landhaus” hatte noch Platz fĂŒr uns, also wurde gebucht. Um jeden Stau zu vermeiden, fuhren wir diesmal schon um 4:30 Uhr frĂŒh weg. Nukka noch halb im Schlaf wars egal, fĂŒr uns wars entspannter da wir nach 530km und zwei Pausen fĂŒr Nuk’ schon nach 5 1/2 Stunden fast am Ziel waren. Wir sind ĂŒber das “Große deutsche Eck” gefahren, und es gab keine Behinderungen oder Staus. Fast am Ziel deshalb, weil wir gleich mal in Schlitters Halt bei der Zillertaler Trachtenwelt machten. Ein Muss wenn wir da vorbeikommen. Ein wenig stöbern, ein bisserl einkaufen, danach einen guten Kaffee im geschĂ€ftseigenen Cafe trinken … was braucht man mehr als Urlaubseinstimmung? Den Urlaubsschnaps! *lach* – Diesmal wars kein Zirbenlikörchen, sondern die neue “Tiroler Luft”. Waldbeerlikör mit Minze! Das Zeug schmeckte auf Anhieb und musste natĂŒrlich mit.

Danach fuhren wir die restliche halbe Stunde rauf nach Gerlos und checkten im Landhaus ein. Wir wurden freundlich empfangen, das Zimmer war vollkommen in Ordnung, und da wir das GepĂ€ck diesmal auf 2 Chargen aufgeteilt hatten (Eine fĂŒr das Landhaus, die andere fĂŒr den Glockenstuhl) hatten wir nicht so schwer zu schleppen. Der grĂ¶ĂŸere Anteil blieb in den großen Koffern im Wagen. Das Check-In erwies sich als umstĂŒndlich und schwierig, denn laut Betreiberin musste nun in Gerlos alles per Online-Check-In und QR-Code erledigt werden. Tja, Problem! Das Handy meiner Frau hatte keine QR-Code-App installiert, und die auf meinem Handy brachte ein vollkommen falsches Ergebnis! Mit dem Pad des Hauses schafften wir das langwierige Prozedere dann doch irgendwie und wir bezogen offiziell das Zimmer. Danach fuhren wir mit Nukka an den Gerlosbach wo sie endlich baden durfte. Ein Spaziergang bei 17° und bewölktem Wetter, das war sch herrlich gegenĂŒber dem Hitzekessel zu Hause. Aber kein Wunder, die StadtnĂ€he zu Wien und Millionen von Klimaanlagen und deren heiße Abluft heizen die Luft noch mehr auf, was dann auch bis zu uns reicht. Aber stimmt ja alles nicht, es ist ja nur das CO2 unserer Autos und unserer Heizungen …

Nach dem Badegang unserer HĂŒndin fuhren wir zur Sportalm, bei der wir schon voriges Jahr von der SpeisenqualitĂ€t so begeistert waren. Aufgrund von Nukka wurden wir auch wieder erkannt, und wir bestellten uns die gleichen beiden Speisen wie 2023. Tiroler Leber und GemĂŒsecanelloni. Wieder ein kulinarischer Traum, wie gehabt. Das Lokal ist auf alle FĂ€lle immer wieder ein Besuch wert. So endete dann Tag 1 unseres Urlaubs und wir begaben uns ins Hotel zurĂŒck, machten es uns auf dem Balkon gemĂŒtlich uns ließen den Tag ausklingen.

Donnerstag, 18. Juli 2014:

Guten Morgen Gerlos! Wir haben gut geschlafen, und sind fĂŒr unsere Vorhaben bereit, so unser erstes Empfinden an unserem ersten echten Urlaubstag. Zuerst gings mal mit Nukka raus, und dann ab zum FrĂŒhstĂŒck. Im Landhaus wars natĂŒrlich nicht so wie im Glockenstuhl, aber vollkommen ausreichend und wir wurden auch von der freundlichen Chefin Gitti gut umsorgt. Kurz nach uns kamen dann die weiteren GĂ€ste (NL) in den FrĂŒhstĂŒcksraum und hatten ihren Hund dabei. FĂŒr uns ein NoGo. Selbst als Hundebesitzer wollen wir beim FrĂŒhstĂŒck keine Hunde dabei haben. Schon gar nicht wenn sie munkeln. Da sie aber ohnehin heute abreisen wollten, hielt ich mich mit einer Beschwerde zurĂŒck. Gefallen hats mir trotzdem nicht. Wir sollten diese Woche aber noch einige so Aktionen unserer Österreichurlauber aus D und NL erleben, wo es einem die Haare im Nacken aufstellt. Die glauben wohl alle, unser Land ist fĂŒr sie ein rechtsfreier Raum.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck fuhren wir nach Königsleiten um eine neue AlmhĂŒtte zu “erobern” wo wir noch nie waren. Die Jausenstation Salzachjoch sollte es werden. Der Parkplatz war gut zu finden, und wir machten uns bei herrlichem Wetter an den Aufstieg. Anfangs gings fĂŒr uns FlachlĂ€ndler schon ruppig bergauf. Auch Nukka streikte ein wenig dabei. Doch nach dem ersten halben Kilometer wars dann nicht mehr so arg und nach gut einer Stunde erreichten wir die AlmhĂŒtte. 2,74km mit knappen 200HM hatten wir hinter uns gebracht. Reichte fĂŒr den Anfang. Das Wetter war bei sommerlichen 25° auch richtig angenehm fĂŒr diese Wanderung.

Der Weg zur Jausenstation Salzachjoch

Die HĂŒtte selbst war irgendwie ein kleines Juwel. Gut besucht, aber nicht ĂŒberrannt. Die Bedienung freundlich, die QualitĂ€t der Speisen (Heidelbeeromlett) traumhaft. Auch preislich war es vollkommen in Ordnung. Nach gut 40 Minuten Aufenthalt machten wir uns dann wieder auf den Abstieg in Richtung Parkplatz. Auch Kuhbegegnungen hatten wir. Da Nukka aber wie gewohnt souverĂ€n an den Tieren vorbeimarschiert ohne zu bellen oder sie anzustarren, hatten wir noch nie Probleme damit. Auch ihr wolfsĂ€hnliches Aussehen schreckte die Tiere nicht auf. Neugierig sind sie, ja, aber nicht angriffslustig oder nervös.

Am Parkplatz angekommen entschlossen wir uns noch auf den Aussichtspunkt Durlaßboden zu fahren. Auch voriges Jahr waren wir da oft oben. Einen so schönen Ausblick findet man sonst nirgends, und der Kaffee Latte ist dort sensationell. Abgesehen davon gibts hier immer eine Kugel Vanilleeis fĂŒr Nukka. Aufgrund unserer Fellkugel wurden wir natĂŒrlich sofort wiedererkannt. Schön wenn man immer in positiver Erinnerung bei den Menschen bleibt und sie sich freuen wenn man sie wieder besucht. Wir genossen es. Der weitere Plan? Der Bauernmarkt in Gerlos, der jeden Donnerstag im Sommer stattfindet. Ab nun wurde es dann zĂ€h …

Nukka in den Wagen, wir steigen auch ein, starten … und das wars. Unser VölligWertlos (VW) streikte nach fast 3000 Euro Reparaturen der letzten Wochen plötzlich wieder. Nahm kein Gas an, rauchte, wir kamen fast 10 Minuten nicht vom Fleck. Irgendwie schafften wir es dann doch noch runter nach Gerlos und die Urlaubsfreude war hinweg. Das konnte es nun wohl nicht sein, oder? Nun, abgestellt, drauf gepfiffen, nachdenken konnte ich nach dem Marktbesuch. Änderte ja nichts daran ob ich mir nun gleich oder spĂ€ter den Kopf darĂŒber zerbreche.

Der Besuch am Bauernmarkt war ok. Wir haben wieder viel Handwerk, Kleinigkeiten und Schmankerln gesehen, kauften aber nichts, da wir ja noch einige Zeit in Gerlos blieben, und die Waren im Hotelzimmer nicht gerade gut gelagert wĂ€ren. Außerdem waren wir ja am nĂ€chsten Donnerstag auch noch anwesend, und da wĂŒrde dann eingekauft werden. Anschließend klapperten wir noch ein paar SportgeschĂ€fte ab um zu schauen was es Neues gibt, um dann gleich die Gelegenheit am Schopf zu packen in der Sportalm nochmals essen zu gehen. Diesmal nahm ich die Hauspizza, und meine Frau wie gestern, die Canelloni …

Am Abend dann noch die notwendige Gassirunde mit Nukka, und schon fielen wir alle 3 hundemĂŒde ins Bett. Auch Nuk’ schlief die komplette Nacht durch ohne lĂ€stig zu sein.

Freitag, 19. Juli 2014:

Gleich am Morgen nach dem FrĂŒhstĂŒck ging nun das Ärgernis mit dem Wagen weiter. Startete zwar, machte dann wieder Minutenlang Mucken und hielt die Drehzahl nicht, stotterte, fing sich dann wieder. Das waren die gleichen Symptome wie vor dem Injektorentausch. Das konnte es wohl nicht sein, dass nagelneue Injektoren schon wieder nach 8 Wochen kaputt sind! Nachdem er dann aber lief, entschieden wir uns, zum Achensee zu fahren um einen Badetag einzulegen. Irgendwie hatten wir Fussiprobleme nach dem gestrigen Aufstieg und wir alle wollten uns nicht wirklich anstrengen.

Die 60km von Gerlos bis zum Achensee (KrĂ€uterhĂŒttl am Achensee) bewĂ€ltigten wir (bis auf einen DĂ€nen der vor uns 15km lang bei jeder Kurve auf 10km/h abbremste weil er Schiss hatte) ohne weitere Probleme in knapp einer Stunde. Beim Fahren gabs keine Probleme. Kaum war die Kraxn warm lief er problemlos. Wir suchten uns einen Parkplatz (Achtung! Alle sind kostenpflichtig und meist funktionieren die MĂŒnzeinwĂŒrfe nicht. Man kann dann nur mit Karte zahlen!), und dann gings schon bei der Anlegestelle Scholastika fĂŒr Nukka ins Wasser. Das hatte ihr gefehlt, und sie genoss es sichtlich. Von da aus marschierten wir dann den Weg (oder eher die Radrennbahn fĂŒr einspurige Idioten) entlang, am Wasserrad Achensee vorbei bis zum Yachtclub Achenkirch, wo Nukka und Frauchen nochmals das kĂŒhle Wasser genießen konnten. Nach dem ausgiebigen Badegang gings zurĂŒck zum KrĂ€uterhĂŒttl wo wir uns noch GetrĂ€nke kauften und den Tag ausklingen ließen. Ich fĂŒr meinen Teil genoß die dort angebotene Buttermilch mit Heidelbeer. Ein Traum! Die RĂŒckfahrt ins Hotel gestaltete sich trotz wieder auftretender Startprobleme so weit problemlos.

Achensee – KrĂ€uterhĂŒttl und Parkplatz mit Seezugang

In Schlitters machten wir schnell einen Zwischenstop in Lindas Souvenirladen, wo wieder das eine oder andere Kleinod gekauft wurde, inklusive einem neuen wunderschönen Trachtenhemd fĂŒr mich. Ich hatte ja wie jedes Jahr meine Lederhose mit, und die musste ja auch hergezeigt werden. Zum Wandern bis 20° ist sie das Beste was man anziehen kann, darĂŒber wirds dann doch recht heiß darunter. Nach dem Shoppingbesuch machten wir uns dann endgĂŒltig auf um ins Hotel zu fahren. Nun lag ja der extreme Aufstieg ĂŒber die B165 vor uns. Ich hoffte dass der Wagen dies durchhĂ€lt, und wurde zum GlĂŒck nicht enttĂ€uscht. Wir schafften es die 800HM zu ĂŒberwinden ohne liegen zu bleiben. Kaum im Zimmer angelangt trĂŒbte sich dann das Wetter schnell ein, und es gab ein ordentliches Unwetter mit leichtem Hagelschlag. Alles gut, nix passiert.

Zum Abendessen gingen wir diesmal ins JĂ€gerstĂŒberl, das zum “Landhaus” dazugehörte. Auch hier: Freundliche Bedienung, daran war nirgends was auszusetzen. Wir waren ĂŒberall gern gesehen. Nukka entspannte sich im Zimmer, wir entspannten uns beim Essen! *lach* (Trotzdem muss ich anmerken, dass die Speisen da nicht so ĂŒberragend waren, da offensichtlich mit Fertigprodukten gearbeitet wurde, was man natĂŒrlich sofort merkte)

Letzte Nacht im Landhaus den morgen schon solls nach dem FrĂŒhstĂŒck eine Gasse weiter in den Glockenstuhl gehen.

Samstag, 20. Juli 2014:

Unser letztes FrĂŒhstĂŒck im “Landhaus“. Wie ließen es uns nochmals schmecken, freuten uns aber schon auf den Umzug in den “Glockenstuhl“. Wir packten nach dem FrĂŒhstĂŒck gemĂŒtlich unsere Sachen, verfrachteten sie ins Auto, machten mit Nukka ihre Morgenrunde und starteten anschließen zur Fahrt ins andere Hotel. Fahrzeit in etwa 2 Minuten? *lach*

Kaum eingetroffen wurden wir schon freundlichst und freudig begrĂŒĂŸt. Ja, so kennen wir den Glockenstuhl! Hannes und Christine sind ja sowas von nett. Das schĂ€tzten wir schon bei den letzten 3 Aufenthalten bei ihnen. Nach kurzer Nachfrage, wann wir frĂŒhestens unser Zimmer beziehen konnten (wir waren ja viel zu frĂŒh dran), beschlossen wir, ĂŒber die Gerlospassstraße nach Krimml rĂŒberzufahren um die Zeit totzuschlagen. Gesagt getan, rauf auf die Passstraße, 12 Euro Maut berappen (wieder 1 Euro teurer als 2023) und rĂŒber ins Salzburgerische. WĂ€hrend der Anfahrt kam uns die Idee auch ins Pinzga Speckdorf in Vorderkrimml zu fahren. Voriges Jahr waren wir ja schon ĂŒber die Preise da etwas schockiert, nun wollten wir wissen ob sie wieder vernĂŒnftig geworden waren, und ob sich die Auswahl an SpezialitĂ€ten auch wieder normalisiert hatte. War dann leider nicht so. Freundlich waren die Mitarbeiterinnen nach wie vor, da gibts nichts zu beklagen, aber die Auswahl war nach wie vor irgendwie geschrumpft und preislich auch schon wieder teurer. Damit fiel die Ausbeute relativ mager aus und wir fuhren hoch zu den Krimmler WasserfĂ€llen. Hier natĂŒrlich Parkplatzabzocke vom Feinsten. Dazu ein Tipp: Im Ort selbst gibts einen GRATIS-Parkplatz, von dem aus man in wenigen Minuten genauso zu den WasserfĂ€llen kommt:

Kostenloses Parken in Krimml

Wir spazierten also vom Gratisparkplatz nach vor, am Nationalparkhotel wo wir auch schon urlaubten vorbei, bis zum Eingang zur “Touristenstrecke” am Wasserfall beim Souvenier- und Mineralienstand. Da kauften wir uns gemĂŒtlich einen Kaffee to Go und eine Eiskugel fĂŒr Nuk’ und schon war der Vormittag gerettet. Den Besucherstrom zu beobachten brachte wieder AbgrĂŒnde zu Tage, von unangeleinten Hunden angefangen ĂŒber unerzogene Gschrappen bis zu AraberschwĂ€rmen die nach hinten zum unteren Wasserfall drĂ€ngten. Mit den Schuhen die diese Gruppen anhatten wĂ€ren sie ohnehin nicht nach oben gekommen. Wahnsinn mit was sich manche in alpine Gegenden wagen. Wir verließen diese “Location” dann und machten uns wieder auf den Weg zurĂŒck nach Gerlos, wo wir unseren Check-In hinter uns brachten. Komischerweise war hier nichts mehr von Online-Check-In und “ist in ganz Gerlos so” die Rede! Check-In wie gewohnt, keine lĂ€stige QR-Code-Scannerei, alles war vorbereitet und fertig fĂŒr uns. Über Booking.com hab ich dann nach unserem Urlaub eine Umfrage bekommen, wie der Check-In im Landhaus war… muss also ein Test dieser Plattform gewesen sein, und nichts von der Gemeinde aus. Im Glockenstuhl wusste man auch nichts davon.

Nachdem wir das komplette GepĂ€ck im Zimmer hatten, packten wir uns nochmals zusammen und fuhren hoch zum “Aussichtspunkt Durlaßboden”. Ein gutes Kaffeetscherl und die tolle Aussicht da oben sind einfach Pflichtprogramm. Ich habs natĂŒrlich gleich danach wieder bereut, denn unser VölligWertlos (VW) streikte wieder total. Nach einiger Zeit lief er aber wieder, und wir konnten problemlos ins Hotel fahren. Mich zwiderte das total an.

Als Tagesausklang wollten wir noch zur Jörgleralm im Schönachtal (die jetzt Jörglerhof heißt) wandern. Wir parkten uns am Schranken ein, schauten auf die Tafel mit den “Geöffnet” Schildern, und machten uns auf den Weg. Der erste Anstieg ist hier relativ steil aber nach 15 Minuten sollte man die Alm erreicht haben. War auch so. Nur: “Ruhetag!” Zuerst der Wagen, dann eine geschlossene HĂŒtte. Mir reichte es fĂŒr heute. Unten steht offen, oben geschlossen, sowas hatten wir schon voriges Jahr einige Male. Ich fĂŒhlte mich verarscht, und fluchte was das Zeug hergab. Dann gingen wir zurĂŒck zum Wagen und fuhren zur Sportalm wo wir eine “Erholungspause” machten. Danach gings zurĂŒck ins Hotel.

Am Abend fragte ich Christine vom Glockenstuhl, ob es in der NĂ€he eine WerkstĂ€tte gab, aber jene die sich auskannten (auf VW) waren in Zell am Ziller, und ein Allround-Mechaniker auf der Tankstelle in Gerlos. Keine große Auswahl also. Wir wollten nun einfach nur mehr das grandiose Abendessen genießen und dann ins Land der TrĂ€ume verschwinden. So gesagt, so getan.

Sonntag, 21. Juli 2014:

Am Plan stand heute der Durlaßboden Stausee und die BĂ€rschlagalm.

Rund um den Durlassboden Stausee

Ich hatte zwar schon bei dem Gedanken an den Weg zur Alm aufgestellte Haare wegen der Radfahrer die sich an nichts halten wollen, aber es ging ja um Nukka und dass sie ins Wasser konnte. Wir machten uns also gemĂŒtlich nach dem FrĂŒhstĂŒck auf und ergatterten sogar einen super Parkplatz vor Ort am Schranken zur Auffahrt auf den Damm. Ich parkte mich so ein, dass ich auch bei den in der Gegend hĂ€ufig auftretenden deutschen Kampfparkern wieder raus kommen konnte. Dann spazierten wir hoch zur Dammkrone, am SeestĂŒberl vorbei ĂŒber die Dammkrone bis zum Überfalltrichter und dann den Weg entlang bis zum Abstieg wo wir immer zum Wasser runter konnten. Doch diesmal wurde der Platz von Fischern belagert. Da diese nicht das alleinige Recht am See haben, gingen wir runter zum Wasser, was natĂŒrlich erste Mißmutbezeugungen der Angelhakendompteure nach sich zog. Drauf gepfiffen, ein wenig Abstand gehalten, und Nukka ins Wasser gelassen. Meine HĂŒndin wird mir wohl wichtiger sein, als ein paar Angler die wahrscheinlich nicht mal alle notwendigen Papiere dafĂŒr hatten. Auch Frauchen ging ins Nass und kĂŒhlte sich ein wenig ab, obwohl es nicht wirklich sooo heiß war. Wir hatten angenehme Temperaturen seit wir in Gerlos angekommen waren.

Nach dem Badegang, machten wir uns auf den Weg nach hinten zur BĂ€rschlagalm. Und wie vermutet kamen uns wieder die Radfahrer ohne Hirn gegen die Einbahn entgegen! Der Wanderweg wurde aufgrund seiner Breite in nur eine Richtung fĂŒr Radler freigegeben. Daran halten tun sich aber die wenigsten, obwohl die Tafeln alle sichtbar und groß genug sind! Die werden nur angeschaut, dann ein paar Sekunden debatiert und trotzdem gegen die Richtung losgestartet. Kein Wunder dass die Radfahrer nirgends beliebt sind, außer bei den Gastrobetrieben.

Auf der BĂ€rschlagalm fanden wir dann auch noch ein freies PlĂ€tzchen im Schatten, versorgten Nukka mit Wasser, und machten es uns fĂŒr eine Stunde bequem. In dieser Zeit konnte ich quasi von der ersten Reihe Fußfrei die Ignoranz der deutschen Urlauber hautnah beobachten. Wie schon erwĂ€hnt, das Fahren gegen die zugelassene Richtung, dann haben 90% ihre Hunde frei laufen und schauen nicht einmal was die hinter ihnen tun, oder rufen sie nicht ab wenn andere Wanderer des Weges kommen. Ich versteh sowas einfach nicht, und da steigt jedesmal der Zorn in mir auf. Am RĂŒckweg zum Wagen das gleiche Drama mit denen. Ich war echt froh als wir vorne am SeestĂŒberl waren, wo ich Nukka nochmals beim Bootsanlegesteg ins Wasser ließ, Frauchen eine Runde schwimmen ging, und wir oben bei den Bankerln dann auf sie warteten bis wir dann zum Auto zurĂŒckgingen.

NĂ€chster Halt war dann der Aussichtspunkt Durlaßboden, unser Pflichtbesuch fĂŒr Eiskaffee und die Vanilleeiskugel fĂŒr Nukka. Auf dem Platzerl ists immer wieder schön und mit toller Aussicht auf den Stausee und das Gebirge dahinter. Doch dann wurde unser Urlaub schwer getrĂŒbt. Als wir zurĂŒck nach Gerlos fahren wollten, streikte unser Wagen endgĂŒltig. Sprang an, stotterte, nahm kein Gas mehr an, qualmte fĂŒrchterlich und hatte keine Kraft zum Wegfahren. Irgendwie schaffte ich es dann aber auf die Landstraße und bergab fing er sich dann. Ich sagte schon: Das wars mit Urlaub, als er sich wieder fing und normal fuhr. So sind wir dann noch auf den Parkplatz im Schönachtal gefahren um nochmals zum Jörglerhof zu schlendern. Knapp bevor wir uns auf den Weg machten, schoß so ein einheimischer Idiot an uns allen vorbei, staubte alle ein, und dachte wohl er sei der Forstwegkaiser. Ja, sowas gibts leider auch. Wenige aber dafĂŒr umso gefĂ€hrlicher wenn sie ihren Unmut gegen die Urlauber rauslassen, aus welchen GrĂŒnden auch immer. Und auch hier wieder beim Aufstieg zur Alm … Leinenlose ……. Das Wetter war mittlerweile bei 25° und Sonne, wobei in der Sonne es gleich gefĂŒhlt ziemlich heiß wurde.

Am Jörglerhof ließen wir uns dann noch ein bisserl verwöhnen, plauderten mit dem Betreiber, genossen noch die Zeit bis wir ins Hotel mussten, und ich schlug auch bei einer besonderen SpezialitĂ€t zu: Vanilleeis mit Moalach drĂŒber. Das ist ein Sirup aus Tannentrieben und Zucker. Extrem sĂŒss, aber in Verbindung mit dem Eis voll lecker! Ein GlĂ€schen davon musste dann auch noch fĂŒr zuhause mitgenommen werden. Nach dem kulinarischen Highlight gingen wir wieder runter, holten unser Auto, und fuhren (komischerweise ohne Problem) zurĂŒck ins Hotel. Ausrasten, alles wieder verstauen oder fĂŒr den nĂ€chsten Tag herrichten, Nukka versorgen, und dann ab zum Abendessen. Die 4-GĂ€nge-MenĂŒs des Glockenstuhls wollten wie keinesfalls verpassen. Ein Traum was wir da tĂ€glich aufgetischt bekamen, und das als Auswahl aus 3 verschiedenen HauptgĂ€ngen. Danach Abendrunde mit Nuk’ und fernsehen. Ende des Tages und hundemĂŒde.

Montag, 22. Juli 2024:

Nach dem FrĂŒhstĂŒck hatte ich gleich Stress. Ich musste eine Lösung fĂŒr das Auto finden. Eine Woche Urlaub noch und ein Wagen der nicht funktioniert? Das geht gar nicht! WĂ€hrend Frauchen mit Nukka eine Morgenrunde machte, recherchierte ich im Internet nach einer Lösung und fand auch einen Tipp. Das MotorsteuergerĂ€t ĂŒberlisten, also ins Notprogramm schalten ohne Leistungsverluste. Und ja, mit dem Abstecken eines Sensors klappte das offensichtlich auch. Die Kraxn sprang tadellos an und lief ruhig. Nunja, der nĂ€chste Tag wĂŒrde zeigen, ob das auch so bleiben wĂŒrde.

Der Weg zur Schwarzachtalalm

Wir fuhren Vormittag ins Schwarzachtal um zur Schwarzachalm zu wandern. Eine relativ leichte Tour mit einem schönen Parkplatz im Wald. Gehzeig so 1 1/2 Stunden. Also nix was uns an die Grenzen bringen wĂŒrde. Wir waren schon öfter da, und die HĂŒtte ist ein echter Geheimtipp. Einzig der Wasserzugang ist sehr begrenzt. Nukka kam also nicht ĂŒberall an den Bach heran was nicht weiter schlimm war, da ich immer Wasser fĂŒr sie im Rucksack mitschleppe. Der Weg ist gut zu gehen, und auf Höhe der “Waldmannsruh” hatten wir die erste Begegnung mit einer Kuhherde die gerade ĂŒber den Forstweg getrieben wurde. WĂ€hrend wir mit der HĂŒndin stehen blieben um dabei nicht zu stören, wollten es die depperten Zweiradler wieder genau wissen und fuhren mitten durch die Herde durch. Was fĂŒr Hirnlose da unterwegs sind ist unglaublich. Nachdem das RĂŒbertreiben dann fertig war, gingen auch wir los und merkten dass die Herde uns auf der anderen Bachseite verfolgte … und vorne kam eine BrĂŒcke. Jetzt wurde es interessant. Der Kuhhirt bemerkte dies jedoch, lief nach vorne, und dann kam was, womit ich gar nicht kann: Er fing an die Tiere vorne zu schlagen und zu treten damit sie umkehren. Erfolglos natĂŒrlich. Erst als der Altbauer mit dem Wagen daherbrauste und er die Herde weiter nach oben laufen ließ kam wieder Ruhe in den Haufen, und die KĂŒhe marschierten brav hintereinander den Weg entlang in Richtung Schwarzachalm. Wir hinterher. Mit Respektabstand. Als die KĂŒhe ihre gewĂŒnschten Weiden erreicht hatten nĂ€herten wir uns, und gingen zwischen ihnen durch weiter hinauf. Alles kein Problem mit Nukka. Sie weiß genau wie sie sich zu verhalten hat, bleibt an meiner Seite, bellt nicht und bringt keine Unruhe in die Herde. So passierten wir immer wieder unbehelligt die Herden auf unseren Wanderwegen. Egal wo wir waren.

Auf der Schwarzachalm wars dann gemĂŒtlich wie immer. Wir machten Rast, genossen eine Speckknödelsuppe, probierten den “Zirbernen” aus, ich kaufte dann noch BergkĂ€se und Speck fĂŒrs Mitnehmen und schon gings wieder ins Tal hinab. Unsere Kleine konnte noch an der ein oder anderen Stelle ins Wasser und nach insgesamt 4 Stunden waren wir wieder am Wagen. Sofort gings weiter nach Mayerhofen, wo wir den Speckladen suchten den wir beim Vorbeifahren immer sahen. Und ja, wir haben ihn gefunden, und ja, die Taschen waren danach voll … *lach* – Der Laden nennt sich Metzgerei Gasser und liegt direkt an der Hauptstraße in Richtung Ginzling. Wir waren in der Filiale Stumpfau, welch ein Traum, so wie im Speckdorf in Krimml und eine super Auswahl.

Nach dem Einkauf starteten wir wieder durch und fuhren zurĂŒck ins Hotel. Mittlerweile leuchete die Motorkontrolle auf, was aber durch den absgesteckten Sensor normal war. Der Wagen lief nun durchwegs einwandfrei. So brachten wir unsere EinkaufschĂ€tze ins Zimmer und starteten unser alltĂ€gliches Abendprogramm.

Dienstag, 23. Juli 2024:

Das Ziel heute: Das Wimmertal und die Jausenstation darin. Leider hat ja Klammer’s JausenhĂŒtte wegen der Trennung des BetreiberpĂ€rchens dauerhaft geschlossen, aber das soll dem WanderglĂŒck nicht im Wege stehen. Unser Wagenm sprang auch heute wieder fehlerfrei an was den Tag nur schöner machen konnte wenn man sich darum keine Sorgen machen muss ob man wieder nach Hause kommt.

Der Weg zur Wimmertalalm (vorbei an Klammer’s JausenhĂŒtte)

Der Aufstieg zur HĂŒtte ist anfangs relativ happig fĂŒr Flachlandler, aber oben bei Klammer’s JausenhĂŒtte angekommen schlĂ€ngelt sich der Weg total gemĂŒtlich bis zur Wimmertalalm nach hinten. Wegzeit auch hier in etwas 1,5 Stunden. Da die HĂŒtte ein beliebtes Ziel ist, obwohl es unten am Ausgangspunkt mit ParkplĂ€tzen hapert, ist sie doch relativ ĂŒberrannt gewesen. Wir konnten uns gerade noch einen schattigen Platz sichern so auch Nukka sich ausrasten konnte. Nach einem GetrĂ€nk und dem Beobachten des Treibens rund um die HĂŒtte, machten wir uns dann wieder an den Abstieg. Wir wollten heute noch nach Schlitters fahren um in der Zillertaler Trachtenwelt Nachschub der “Tiroler Luft” fĂŒr zu Hause einzukaufen. Dort angekommen fielen wir natĂŒrlich mit unserem “Wolf” wieder auf, genossen einen verdammt guten Cafe Latte und fĂŒllten unseren Heimvorrat auf. Danach fuhren wir gemĂŒtlich wieder nach Gerlos zurĂŒck ins Hotel um uns etwas Ruhe zu gönnen. Wir haben die 1-Woche-Grenze erreicht, wo wir normalerweise schon wieder auf die Heimfahrt eingestellt waren, und das merkten wir auch. Die MĂŒdigkeit schlug zu. Am Balkon stehend und die Gegend so musternd habe ich dann festgestellt, dass wir die einzigen Österreicher in unserem Hotel waren (was uns Christine am Abend auf Nachfrage dann auch bestĂ€tigte).

Ich wollts eigentlich nicht machen, aber die Tatsache dass uns die Deutschen heuer mehr am Sack gingen als in den Vorjahren muss ich erwĂ€hnen. Arroganter und egoistischer wie nie zuvor, abgehoben, laut beim FrĂŒhstĂŒck, laut beim Abendessen, die Kinder nicht im Griff, parken wo und wie sie wollen, pfeifen auf Fahrverbote und fahren wenns geht bis zu den Almen mit ihren Kraxn hoch, am Rad die grĂ¶ĂŸten rĂŒcksichtslosen Arschlöcher die es gibt und pfeifen auf so ziemlich alle Regeln. Und nein, es waren keine Ausnahmen, es war die absolute Mehrheit von denen die sich so verhielten! Deswegen sind sie bei uns ja auch so beliebt … *rĂ€usper* (Eigentlich nur bei den Betrieben wo sie abgezockt werden können). Sie sind eigentlich nur ein Witz, denn nicht einmal Autofahren können sie, und verursachen ĂŒberall wo sie auftauchen nur Chaos und Stau.

Mittwoch, 24. Juli 2024:

Endlich! Die Krumbachrast stand am Plan. Den BergkĂ€sevorrat fĂŒr zu Hause auffĂŒllen! Ein Tip fĂŒr alle die mal nach Gerlos kommen: Holt Euch von dort oben den hausgemachten KĂ€se! Ein Traum! Und fĂŒr alle die den Aufstieg nicht machen wollen oder können, den KĂ€se gibts auch Donnerstags am Bauernmarkt in Gerlos! Wir haben ihn uns aber an der Quelle direkt geholt.

Der Weg zur Krummbachrast

Der Weg zur Krumbachrast ist von unten weg recht anstrengend, da in der prallen Sonne, am Asphalt und relativ steil. Wir hatten uns heuer dazu entschieden, auf Nachfrage, das erste StĂŒck des Weges mit dem Wagen hochzufahren und vor dem derzeit nicht bewirtschafteten “AlmstĂŒberl” nicht behindernd zu parken. Das war noch vor der Schranke, also keinen Aufstand machen! *lach*. Ersparte uns und Nukka aber den Gang durch die Sonne und gut 20 Minuten Schwitzerei. Der Weg ab hier ist vollkommen gemĂŒtlich zu gehen. Leichter Anstieg, schattige Stellen, gut zu gehen bis zur Abzweigung wo man sich entscheiden kann, den Forstweg weiter zu gehen (hatten wir das allererste Mal gemacht, wird teilweise echt steil und nur in der Sonne!) oder aber neben dem Krummbach entlang aufzusteigen. Dieser Weg ist der schönere und angenehmere von den beiden Varianten. Immer am Wasser entlang und relativ kĂŒhl deswegen. Man kommt dann fast an der Krumbachrast raus und ist praktisch schon am Ziel wenn man den Wald verlĂ€sst.

Die HĂŒtte selbst, nun da kann man nicht mehr loben als wir schon die letzten paar Male gemacht haben. Freundlichste Bedienung, ein Schnapserl auf Haus, Speisen top, Aussicht ein Traum, und der BergkĂ€se sowieso ein Muss! Man wird fĂŒr die Stunde (oder ein bisserl mehr, je nach Pausen fĂŒr die HĂŒndin), voll damit entlohnt. Dieser Familienbetrieb ist ein Geheimtipp und ein lohnendes Ziel fĂŒr alle Gerlos-Urlauber. Man könnte auch vom Isskogel oben herabsteigen, aber laut Auskunft der Einheimischen soll der Weg extrem steil und mit Wurzeln und großen Steinen am Weg ĂŒbersĂ€ht sein. Also schwer zu gehen, und mit einer Zugsau an der Leine nicht machbar. Wir ließen uns also verwöhnen, genossen Speis und Trank, und total relaxed machten wir uns dann nach geraumer Zeit wieder auf den Abstieg zum Auto. Der Aussichtspunkt Durlaßboden rief …

Eiskaffee und Cafe Latte, Vanilleeis fĂŒr Nukka, und wie gewohnt das Berg- und Seepanorama zum genießen. Man muss echt da oben gewesen sein um diese herrliche Stelle schĂ€tzen zu können. Da wir mittlerweile rund um Gerlos wegen Nukka bekannt waren wie ein bunter Hund, hatten wir auch schnell ĂŒberall Anschluss und lockere GesprĂ€che. Fad wurde uns also nie. Am Heimweg dann aber die ErnĂŒchterung … bisher fuhren wir problemlos, jetzt aber wieder das gleiche Spiel mit dem Wagen, trotz abgestecktem Sensor. Rauchen, keine Kraft, einfach nur scheiße! Mich packte der Zorn, das konnte es nun nicht sein. Nach langem hin und her kamen wir aber wieder in Gerlos am Hotel an, und ich wollte vom VölligWertlos (VW) nichts mehr sehen und hören. Abendessen, Schnaps am Balkon, Abendrunde mit Nukka, haben fertig ……….

Donnerstag, 25. Juli 2024:

Die 3-Almen-Wanderung im Schönachtal

Das Vorhaben heute: Das Schönachtal mit Lackenalm und Jörglerhof beim Retourgehen. Auf der Issalm waren wir voriges Jahr, aber am Parkplatz war sie als “geschlossen” ausgewiesen, und auch laut den Einheimischen wusste keiner genau ob offen oder zu, so beließen wir es heuer auf die Wanderung zur Lackenalm, die auch gut 2 Stunden in Anspruch nimmt, wenn man Pausen fĂŒr den Hund einlegt. Auf diesem Weg gibts praktisch keinen Wasserzugang. Erst oben bei der Lackenalm. Aber wie schon erwĂ€hnt, ich hab immer genug Wasser im Rucksack dabei um Nukka welches gegen zu können. Der Anstieg ab Parkplatz zum Jörglerhof wie immer … “wo ist das Sauerstoffzelt” … anstrengend. Und wieder leinenlose Hunde, ignorante Halterinnen und Halter, kein Abruf, alles wurscht. Erst wenn man mal so richtig laut wird, dann reagieren sie, diese Pfosten. Nochmals: Österreich ist kein rechtsfreier Raum fĂŒr deutsche oder hollĂ€ndische Urlauber!!

Auf der Lackenalm orderten wir (wieder einmal) eine “Tiroler Speckknödelsuppe”, dazu den obligatorischen Zillertaler Radler (der beste Radler ĂŒberhaupt!), Zirberln vom Selbstansatz und ließen es uns schmecken. Hier gibts auch Speckknödel mit Sauerkraut (schmeckt auch Spitze, kenn ich vom Vorjahr!) und Hauswurst mit Knödel und Sauerkraut (ebenfalls empfehlenswert). Aufgefallen ist uns dass in den ganzen HĂŒtten in denen wir heuer waren, offensichtlich keine Preisabsprachen vorhanden sind. Die Unterschiede bei den gleichen GetrĂ€nken oder Speisen waren enorm. Uns egal, wir waren auf Urlaub, da gibt man schon mal ein bisserl mehr aus als man will. Und: Hier gebe ich auch gerne entsprechendes Trinkgeld, weil die braven Angestellten und auch Betreiber in diesen Betrieben wirklich freundlich und zuvorkommen sind, und auch die QualitĂ€t von allem passt! Ist bei uns leider nicht mehr so, da wird man als Fließbandkunde behandelt und man kriegt fĂŒr teures Geld nur mehr miese Ware geboten. Selbiges gilt auch fĂŒr SupermĂ€rkte und BauernlĂ€den! In Tirol bekamen wir ĂŒberall QualitĂ€t die auch nach dem schmeckte was man kaufte! Bei uns schmeckt alles gleich … nach Wasser.

Am Retourweg kehrten wir dann nochmals im Jörglerhof ein, und am Nachmittag besuchten wir dann nochmals den Gerloser Bauernmarkt und ein paar SportgeschĂ€fte im Ort. So vergeht ein Tag wie im Nu, und der Resturlaub wird immer kĂŒrzer. Nukka war heute schon irgendwie lustlos. Marschierte zwar mit, machte aber Mucken und Blödsinn. Man sah ihr an, dass sie nicht wirklich mehr gehen wollte. Also entschlossen wir uns den nĂ€chsten Tag als “Pausentag” einzulegen. Nachdem unser Fahrzeug wieder funktionierte (Fehler von gestern unbekannt), entschieden wir uns fĂŒr einen weiteren Besuch am Achensee.

Freitag, 26. Juli 2024:

Der heutige Tag bestand wirklich nur aus Baden, Kaffee trinken, einkaufen, nichts tun. Und das war gut so. Nach dem Badebesuch am Achensee sind wir dann zurĂŒck nach Schlitters in die Zillertaler Trachtenwelt gefahren um nochmals Nachschub fĂŒr einen Bekannten zu besorgen, dann noch ein Abstecher zum SPAR in Uderns wo ich beruflich mal zu tun hatte (und tolle scharfe WĂŒrstl entdeckte …), dann ab in den Glockenstuhl und faulenzen. That’s it, das war der Freitag.

Samstag. 27. Juli 2024:

Der Weg zur Lavitzalm (Lafnizalm, je nach Schreibweise)

Das Wetter sollte heute ziemlich warm werden, und so entschlossen wir uns zum Schlegeisspeicher zu fahren und zur Lavitzalm zu wandern. Schon die Fahrt rauf zum Damm gestaltete sich furchtbar, da (wieder einmal) ein Deutscher mit 20km/h vor uns hochzuckelte und wir den ampelgesteuerten Gegenverkehrsbereich nicht reichtzeitig verlassen konnten. So kamen uns schon Autos entgegen, was an exponierten Stellen zu echt gefĂ€hrlichen Begegnungen fĂŒhrte. Der Idiot fuhr trotzdem in Schritttempo weiter und kĂŒmmerte sich um nichts … ich hasse solche in den Bergen. Oben das nĂ€chste Chaos. Alles verparkt, selbst die Straße vom Damm zum hinteren Parkplatz war einseitig so derart von Deutschen zugeparkt dass nicht einmal der Linienbus ordentlich durchkam! Sowas geht einfach nicht!! Die Deutschen sollten Bergverbot bekommen. Die sind eine einzige Katastrophe. Man muss aber auch die Mautstelle in die Pflicht nehmen, denn die lassen alles rauf, auch wenn oben schon das Chaos herrscht! Einnahmen vor Sicherheit sozusagen!

Ich versuchte mich als Wiesenparker wo ich niemand behindern wĂŒrde, und saß glatt auf! Kein vor und kein zurĂŒck mehr. Erst mithilfe von vorne aufheben und schieben kamen wir wieder los. Ich fand dann aber nach 10 Runden doch noch einen Parkplatz, und so machten wir uns auf den Weg am Zamserbach entlang. Laut Wegbeschreibung sollte es stetig aber gemĂŒtlich bergauf zu HĂŒtte gehen. Wir waren voriges Jahr schon mal hier und sind dann aufgrund der Witterung beim ersten Wasserfall umgekehrt. Diesmal passte das Wetter, und so marschierten wir bei Kaiserwetter immer weiter nach hinten, der Lavitzalm entgegen. Wir passierten den zweiten Wasserfall und kamen dann auf eine flache Talstelle wo man dann schon die Alm sehen konnte. Das war der Punkt wo ich mich ĂŒber so depperte Wegbeschreibungen Ă€rgerte. Von wegen gemĂŒtlicher Aufstieg. Das was nun vor uns lag, war eine Frechheit in Punkto Wegbeschreibung! Ab hier sollte es dann echt steil hinaufgehen, und zwar auf einem schönen langen StĂŒck des Weges! Wir waren uns einig, das nicht mit Nukka zu tun, da mittlerweile die Sonne unbarmherzig herabbrannte und wir keinen Bock mehr hatten einen Berg zu ersteigen. Wir ließen Nukka ausgiebig im Bach baden, dann drehten wir um und wanderten zurĂŒck, wieder an Leinenlosen vorbei (sie werdens nicht kapieren, dass nicht jeder Hund mit jedem spielen will oder sich Krankheiten holen möchte!), runter zum Zamsgatterl. Eine Jause und ein paar GetrĂ€nke spĂ€ter saßen wir dann schon wieder im Wagen und kĂ€mpften uns die Bergstraße runter. Vor uns ein Einheimischer in seinem Honda CRX und Badeschlappen dem die Sperrlinien sowas von egal waren, und die Kurven meist auf der Gegenfahrbahn nahm … solchen gehört der FĂŒhrerschein abgenommen, und zwar auf Lebenszeit.

Irgendwie schafften wir es dann doch unfallfrei runter und zurĂŒck nach Gerlos. Jetzt galt es dann schön langsam packen und alles fĂŒr die Heimreise herrichten. Der letzte Abend hier war nun angebrochen. Als Resumee können wir aber sagen, es war wieder herrlich und entspannend. Wir haben viel gesehen, viel erlebt, auch wenn wir Probleme mit dem Wagen hatten, es ging bisher gut. Die Frage ist: Kommen wir mit dem Wagen auch nach Hause? Der morgige Tag wirds zeigen.

Unser Dank ergeht auch an Hannes und Christine, die Inhaber und Betreiber des Glockenstuhls, sowie ihren beiden Angestellten Roland und Andrea, die uns auch schon voriges Jahr vorzĂŒglich alle WĂŒnsche erfĂŒllt hatten, und natĂŒrlich auch dem Sohn von Christine und Hannes, der sein Praktikum im Hause machte und sich ebenfalls super um die GĂ€ste kĂŒmmerte! Weiters auch allen anderen hinter den Kulissen, die wir so nie zu Gesicht bekamen: Dem Personal in der KĂŒche und dem tadellosen Zimmerservice! DANKE, ihr seid einfach Spitze!

Sonntag, 28. Juli 2014:

Packen, ein letztes gutes FrĂŒhstĂŒck, Verabschiedung, und dann gings um 9:30 Uhr schon los. Schnell noch beim SPAR im Ort Proviant besorgt, und schon waren wir am Weg in Richtung Hainzenberg, Schlitters und die A12. Wir wollten wieder die gleiche Strecke nach Hause fahren wie wir gekommen sind doch schon ab FĂŒgen im Zillertal wussten wir, das war ein Fehler. Beabsichtigter Stau schon bis zur Autobahn, weil man den Tunnel in Schlitters 3 Minuten GrĂŒn und 10 Minuten auf Rot schaltete! Am Sonntag, OHNE ersichtlichen Grund! Kilometerlanger Stau bis zur Autobahn, und ĂŒber 1 Stunde Zeitverlust hatten wir da schon. Und genau so gings weiter! A12, A93, A8 … bis Salzburg Walserberg, das sind knappe 170km ab Gerlos, ĂŒber 4 (!) Stunden Fahrzeit!! Das war mehr als das Doppelte wie bei der Anfahrt! Und alles durch Deutsche verstopft! Die hören Nachrichten in Wörgl, hören in NĂŒrnberg war ein Unfall, und bremsen nur mehr … Wie kann man sowas auf die Straße lassen? Rettungsgasse können sie auch nicht. Eine 3-spurige Autobahn wird dann 4-spurig weil sie keine Ahnung und kein System haben. Der reinste Wahnsinn! Erst ab Salzburg gings dann halbwegs und dann kam eine Totalsperre zwischen St. Valentin und Amstetten auf der A1. Zum GlĂŒck konnten wir trotz gleichem Chaos noch von der Autobahn abfahren und ĂŒber die Bundesstraße ausweichen. Alles in Allem brauchten wir ĂŒber 8 Stunden nach Hause, und kamen nach 17:30 Uhr endlich an.

Auto ausrĂ€umen, Nukka versorgen, alles auspacken und verstauen. Und schon war der Tag zu Ende. Es war ein schöner Urlaub, aber das nĂ€chste Mal fahren wir wieder anders. Auch unser Wagen hat uns (nachdem er unterwegs noch einmal im Stau mucken machte) nach Hause gebracht. Das war eigentlich meine grĂ¶ĂŸte Sorge. Aber nun sind wir da, und ich habe Zeit nochmals auf Fehlersuche zu gehen. Wichtig war, das wir gut nach Hause gekommen waren.

Das wars, unser Sommerurlaub ist vorbei, und wenn Euch mein Urlaubsbericht gefallen hat, dann hinterlasst Doch einen Kommentar. WĂŒrde mich/uns freuen.

Nachtrag 1: Laut VCDS Diagnose war der Luftmassenmesser defekt. Ich habe ihn getauscht, der Wagen lief 1 Woche einwandfrei. Dann machte er wieder Mucken, mit einem anderen Fehler. Das reichte, ich begab mich auf die Suche nache einem Ersatzfahrzeug, das ich auch fand. Weit weg von zu Hause fast schon visumpflichtig fuhr ich mit meiner Kraxn dann hin und wollte ihn nur anschauen. Am gleichen Tag gekauft, am nĂ€chsten Tag stand er vor meiner TĂŒr und wurde angemeldet. Jetzt kann mich mein alter Wagen nicht mehr sekkieren. Das wars. Und der nĂ€chste Urlaub kann damit schon kommen ….

Nachtrag 2: Es werden auch sicherlich einige meiner deutschen FB-Freunde hier lesen. Sei Euch gesagt: IHR seid mit meinen FlĂŒchen ĂŒber Eure Landsleute hier bei uns nicht gemeint, ich hab Euch ja noch nie in “freier Wildbahn” hier in Österreich erlebt. Aber was die Eurigen hier bei uns auffĂŒhren ist absolut nicht normal und ist wahrscheinlich mit dem Verhalten unserer “Wiener” gleichzustellen. Ich versteh diese Verhaltensweisen nicht, denn wir fĂŒhren uns auch nicht so auf wenn wir wo auf Urlaub sind. Wahrscheinlich liegts an der GengĂŒlle die ja gehirnverĂ€ndernd sein soll … also nix fĂŒr Ungut, wir lesen uns!

Nachtrag 3: Meine heuer wieder gesammelten HĂŒttenstempel im Activitypass unseres Verbandes:

Nachtrag 4: DAS sind jene, die von der Straße abgezogen gehören! Mit FĂŒhrerscheinentzug auf Lebenszeit! Und leider sind das keine EinzelfĂ€lle in den Bergen, großteils mit NL oder D Kennzeichen:

Das Video stammt NICHT von mir, und wurde auch NICHT von mir aufgenommen! Der Filmer gehört nĂ€mlich in die gleiche Kategorie der GemeingefĂ€hrder. Aber die fahrweise ist ident mit jenen die bei uns in den Bergen unterwegs sind …

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen!

Weltweit gibt es 24.000 Heilpflanzen, die in der modernen Medizin fast vollstĂ€ndig ĂŒbersehen werden, was ungerechtfertigt ist. Die Natur ist eine reiche Quelle von Heilung – sie ist selbst Medizin.

Hier sind einige Beispiele aus dem Schatz an Weisheiten, mit denen unsere Vorfahren vor Tausenden von Jahren heilten:

🌿Asthma: Huflattich, Spitzwegerich, Thymian
🌿Appetitlosigkeit: EnzianAugenentzĂŒndung: Kamille, Fenchel
🌿AugenrĂ€nder: Mischung aus 1 TL Tomatensaft + 1 TL Zitronensaft + 1/2 TL Kurkuma + etwas Mehl
🌿Blase: Zitronengras, Petersilie, Brunnenkresse, Preiselbeeren
🌿Blutung stoppen: Cayennepfeffer, Portulak
🌿Blutreinigung: Löwenzahn, Brennnessel, Wacholder, StiefmĂŒtterchen
🌿BlutverdĂŒnnung: Zwiebeln, Knoblauch
🌿BlĂ€hungen: KĂŒmmel, Fenchel, Anis, Schafgarbe
🌿Bronchitis: Anis, Fenchel, Huflattich, Thymian
🌿DarmkrĂ€mpfe: GĂ€nsefingerkraut, Kamille
🌿Diabetes: Bohne, Hafer, HeidelbeerblĂ€tter
🌿Durchfall: Heidelbeeren, schwarzer Tee
🌿Durchblutung: Zitronengras, Cayennepfeffer
🌿EntzĂŒndung: Kamille, Salbei
🌿ErkĂ€ltung: Chili, Salbei, Berg-Tee, Huflattich, Spitzwegerich
🌿Erregung: Lavendel, Hopfen, Baldrian
🌿Fieber: Holunder, Hagebutte, Bitterklee, Linde
🌿Fett: Schnittlauch, BĂ€rlauch, Dill, Kresse
🌿Grippe: Holunder, Lungenkraut, Linde
🌿Gelenkschmerzen: Quecke, Birke, Lein
🌿Haarausfall: Rosmarin, Brennnessel, Birke, Klettenwurzel
🌿HerzschwĂ€che: Rosmarin, Schafgarbe, Weissdorn
🌿Heiserkeit: Huflattich, Spitzwegerich, Salbei
🌿Infektion: Salbei
🌿Insektenstich: Melisse, Salbei
🌿Ischias: Johanniskraut, Lavendel, Heublumensack
🌿Kreislauf: Rosmarin, Weissdorn, Mistel, Schafgarbe
🌿Keuchhusten: Thymian, Huflattich
🌿Krebs: Cannabis, Kurkuma, Katzenkralle, Mutterkraut, Weizengras, Wermut, Schafampfer, SchwarzkĂŒmmelöl
🌿Leberleiden: Löwenzahn, Pfefferminz, Wermut, Enzian
🌿Leibschmerzen: Kamille, Pfefferminze
🌿MagenschleimhautentzĂŒndung: Kamille, Leinsamen, echte Lakritze
🌿MandelentzĂŒndung: Salbei, Huflattich, Zinnkraut
🌿MigrĂ€ne: Melisse, Baldrian, Lavendel, Pfefferminz
🌿NervositĂ€t: Baldrian, Hopfen, Melisse
🌿NervenschwĂ€che: Johanniskraut
🌿Nierenleiden: Birke, Hafer, Linde, Brennnessel
🌿Ohrenleiden: Lavendel, Melisse
🌿RachenentzĂŒndung: Kamille, Salbei
🌿Rheuma: Birke, Bohne, Quecke, Brennnessel
🌿Schlaflosigkeit: Baldrian, Hopfen, Lavendel
🌿Sodbrennen: Kamille, Wermut, Leinsamen
🌿SchwĂ€che: Schafgarbe, Rosmarin, Weissdorn
🌿Übelkeit: Enzian, Melisse
🌿Verdauungsstörung: Enzian, Rosmarin, Heidelbeere, Mariendistel
🌿Verstopfung: Leinsamen, Faulbaumrinde
🌿Zahnschmerzen: Nelke, Wilder Lattich

Die Anwendung der Heilpflanzen und KrÀuter sind leicht mit Google & Co im Internet zu finden.

Quelle Text und Grafik: Internet