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Das Buch “Nukka” (Oder: Ein Alaskan Malamute zwischen Pubertät und Flegelphase – Teil 1!)

Das Buch “Nukka” (Oder: Ein Alaskan Malamute zwischen Pubertät und Flegelphase – Teil 1!)

Updated: 31. Januar 2018

23:59 Uhr


Nukka ist nun schon 3 Monate bei uns. Sie hat sich bisher echt gut entwickelt. Hier geht’s mit Teil 4 ihrer Geschichte weiter …

Für alle, die diese Seite von Nukkas Buch schon kennen, hier geht’s gleich weiter zu den anderen Seiten:

Hier kommt ihr zum ersten Teil von “Das Buch Nukka”, (Oder: Ein Alaskan Malamute Welpe zieht ein!)
Hier kommt ihr zum zweiten Teil von “Das Buch Nukka”, (Oder: Ein Alaskan Malamute Welpe wird zum Junghund!)
Hier kommt ihr zum dritten Teil von “Das Buch Nukka”, (Oder: Ein Alaskan Malamute ist in der Pubertät!)
Hier kommt ihr zum fünften Teil von  “Das Buch Nukka”, (Oder: Ein Alaskan Malamute zwischen Pubertät und Flegelphase – Teil 2!)

 

[Nukka ist nun in der zweiten Entwicklungsphase und eine Junghündin]

 

JÄNNER 2018

01.01.2018
Silvester haben wir also super überstanden. Unsere große Nuk’ war sowas von brav. Ich bin echt stolz auf sie. Sie hat auch bis 1/2 6 Uhr Morgens durchgeschlafen, bevor sie raus wollte. Und draußen meldete sie sich heute überhaupt erst gegen 9 Uhr. Dann sind wir die erste 2018er-Runde gegangen.

Anschließend gab es dann Spieleinheiten im Haus, dann wieder auf der Terrasse. Sie will halt oft raus, dann wieder rein, wie sie eben gerade will. Unsere Eingangstür wird das ohnehin nicht mehr lange durchhalten.

Schmuseeinheit beim Herrchen unterm Schreibtisch:

Was gibt’s zu Essen? Unser Küchenherdsecurity:

Ab nun erfolgt ein Update dieser Seite nur mehr sporadisch, wenns was gravierend Neues gibt. Also keine “tägliche Berichterstattung” mehr. Das wird zu viel. So kommen nur mehr ausgewählte und interessante Postings hier hinein. Anhand der Update-Info am Seitenanfang seht ihr aber sofort, ob sich auf Nukkas Seite hier wieder was getan hat! Aber keine Sorge, wir sind heute bei Tag 1 von insgesamt 365 wundervollen Tagen mit ihr im Jahr 2018 …

04.01.2018
Unsere Große hat die erste Läufigkeit nun schon fast überstanden. Auch die “heiße” Zeit nähert sich ihrem Ende. Nachdem sie mich ein paar Mal zu unterwerfen versucht hatte, aber nie die Oberhand gewann, hat sie auch das aufgegeben, und ist wieder in die alte “Raptorenart” zurückgekehrt. Die täglichen Bisse bin ich ja auch schon gewöhnt. Aber auch da ist sie schon viel vorsichtiger geworden. Geschmust wird nun auch schon viel mehr. Ja, das Wesen von Nukka hat sich doch noch ein wenig verwandelt.


Die derzeitigen traumhaften Sonnenaufgänge genießen wir beide …

Vor ein paar Tagen habe ich mir ernsthaft schon Sorgen gemacht. Da hatte sie nichts gefressen, machte kaum noch Häufchen (sehr untertrieben das Wort Häufchen …), aber auch das hing offensichtlich klar mit der Läufigkeit und ihrer Hormonumstellung zusammen. Mittlerweile frisst sie wieder wie ein Scheunendrescher und legt Haufen hin, wo sich Hasen dahinter verstecken können …

Heute machten wir wieder eine Erkundungstour für eine neue Gassistrecke. Leider waren auch hier wieder die idiotischen Freilaufverfechterinnen mit ihren Hunden unterwegs. Es ist zum Kotzen. Nirgends kann man mehr in Ruhe spazieren ohne dass man von so einem unangeleinten Vieh belästigt wird. Es ist echt nicht lustig, jedes Mal die Raptorin in ihrem “ach ich bin so freundlich und will auch zu dem hin” Wahn, an der Leine zurück zu halten.

Hier die Fotogalerie von heute:

Nuk’ on Tour – 04.01.2018

 

05.01.2018
Wir haben die erste Läufigkeit nun hinter uns gebracht. 24 Tage lang hat sie schlussendlich gedauert. Ob sie nun auch noch scheinträchtig wird, wissen wir noch nicht. Bei Anka war das immer ein Problem. Vielleicht ist Nukka ja anders. Man wird sehen.

Zusammenfassend aus den Erlebnissen der letzten 3 Monate und den Erfahrungen mit meinen vorherigen beiden Nordischen, kann ich wie immer nur sagen:

Wer sich einen Alaskan Malamute nehmen will, der braucht schon ein wenig Durchhaltevermögen was die Erziehung und viele Eigenarten anbelangt. Wer nicht mit manchmal täglichen “Lackerln” im Haus, Schmutz und Nässe, kaputten Sachen, angeknabberten Möbeln und zerstörtem Spielzeug, Grobmotorik,  Dickschädel, extrem forderndem Verhalten, tagtäglichem Infragestellen der Führungsposition, und noch vielen anderen rasseeigenen Verhaltensmustern zurecht kommt, soll sich lieber einen normalen Haushund wie Retriever (ein gutmütiger Alltagsdodl), Schäfer (feinste Unterwürfigkeit) oder sonst einen WaahWaah (kann man notfalls in der Handtasche verstecken) nehmen. Wer mit obigen Charakterzügen nicht umgehen kann, wird diesen wunderbaren Hund mit Sicherheit nach wenigen Monaten (meist im Alter von 7-9 Monaten) abschieben. Und sollte man durch ein Wunder diese Zeit nervlich und finanziell überstehen dann kommt immer noch die Flegelphase, wo alles von vorne beginnt, nur eben mit einem ausgewachsenen “Ich geh durch die Wand” – Malamute. Daher auch meine Bitte an alle: Überlegt es Euch zweimal und ganz genau, wenn ihr so einen Hund haben wollt! Es ist mit Sicherheit nicht einfach, diese Tiere unter Kontrolle zu halten und mit ihnen klar zu kommen. Ich für meinen Teil habe meine Hunde nie “abgerichtet” sondern habe ihnen den ursprünglichen Charakter und ihr Wesen belassen. Das bedeutete natürlich ein großes Maß an Anpassung für mich an den Hund, aber das Zusammenleben mit den Hunden war umso schöner. Bedenkt auch, dass diese Hunde beschäftigt werden wollen. Der immer wieder von manchen selbsternannten “Experten/-innen” hinausposaunte Bewegungsdrang im Ausmaß von 20-30km am Tag oder täglichem Einspannen vor irgendein Gerät (Schlitten, Wagen, Bike) ist natürlich absoluter Schwachsinn. Die Hunde sind wie alle anderen Hunde, faule Säcke. Wenn sie sich nicht bewegen müssen, dann tun sie es in der Regel auch nicht. Junghunde haben aber doch einen gewissen Drang nach Draußen. Und wenn sie die Bewegung in der Natur nicht bekommen – es reichen tägliche Spaziergänge von 5-8km – dann werden sie schnell zum Innenarchitekten, das muss jedem klar sein. Das Wetter ist ihnen egal, auch bei Schüttregen, Schnee, Eis und sonstigen widerlichen Bedingungen muss man mit ihnen raus!

Das Zusammenleben mit ihnen ist aber kurz umrissen: EINFACH WUNDERBAR!

Das Gesetz des Malamutes:

§1 … Ein Alaskan Malamute hat grundsätzlich immer Recht!
§2 … Sollte ein Alaskan Malamute einmal nicht Recht haben, tritt automatisch §1 in Kraft!

 

06.01.2018
Heute hatten wir eine echte Premiere … Diese scheiß Radler im Fahrverbot im Wald!!! Kommt lautlos von hinten, knallt mit 10cm Abstand an mir vorbei. Ich erschreck mich, schrei den Idioten natürlich an. Nukka sieht ihn auch zu spät, schreckt sich ebenfalls, steigt auf und startet mit voller Kraft los. Der Karabiner der Zugleine bricht. Die Kleine ist frei und hetzt dem Vollpfosten nach, der noch mehr Gas gibt. Ich rufe “Nukka!”, “Nukkaaaaa!”, nix, keine Reaktion, sie rennt. Ich laufe ihr nach, schrei dem Radler nach er soll stehen bleiben, klar, nix. Ich schrei nochmals laut “NUKKA STOOOPP!!” … Da bleibt Nuk’ stehen, schaut zu mir zurück und kommt schwanzwedelnd zurück!! Ich liebe sie! Und rund um uns lauter Bambikiller weil Jagdzeit ist … Glück gehabt!

Ich bin so froh dass sie zurückgekommen ist. Ein Malamute der mit 6 Monaten auf “Stop” hört … und auch zurück kommt wenn er gerade im Rennen ist … hab ich noch nie erlebt. Für die Jäger wärs ein gefundenes Fressen gewesen, da sie sich offensichtlich aus meinem Einflussbereich entfernt hatte und *peng* wär sie da gelegen.

Einen Malamute kann man leider nicht erziehen. Man kann ihm was beibringen und hoffen das er es tut wenn man es braucht. Manchmal klappts halt … so wie heute. Ich bin stolz auf unsere “Große”.

Ich hab dann die Leine Notbehelfs am Geschirr angeknüpft und gehofft dass es bis zurück zum Auto hält. Und hat es auch. Das war das zweite Mal in 15 Jahren Schlittenhunde, dass ein Karabiner bricht. Beim ersten Mal hingen ZWEI Hunde (Anka & Kitaro) dran, und der Karabiner brach damals auch nur, weil er einen Materialfehler hatte. Der heutige ging kaputt weil er die Kraft von Nuk’ einfach nicht abfangen konnte. Ich für meinen Teil hab dann Schmerztabletten gebraucht, weils mich durch den Bauchgurt voll im Rücken erwischt hatte.

 

09.01.2018
Zeit für ein kleines Update. Nukka ist definitiv aus der ersten Läufigkeit raus, und wurde nicht scheinträchtig. Das ist gut. Mittlerweile hat sie wieder ihre alte “Wildheit” erlangt. Sie ist einfach eine Grobmotorikerin. Verschmust und lieb, 5 Sekunden später ein Raptor … beißend und kratzend.  Aber sie liebt es, mit mir in den Wald zu fahren und spazieren zu gehen.

Wie sich manche Bilder gleichen. So saß Kitaro auch immer in der Gegend herum und trutzte.

Wir haben nun die “Gassizeiten” auch schon geändert. Statt 7 Uhr, 12 Uhr, 18 Uhr und 22 Uhr sind wir nun bei 8-9 Uhr, 14-15 Uhr und 20-21 Uhr. Klappt mittlerweile auch sehr gut. Morgens kommt die Rackerin nun täglich um 5:30 Uhr, genau zum Zeitpunkt wo sich die Heizung aktiviert. Auch hier ist sie nun anders und feinfühliger geworden. Nicht mehr der “ich weck dich jetzt auf weil ich raus will Rüpel” sondern zuerst mal mit der Nase schubsen und dann schmusen. Wach wird man so und so, aber zweiteres ist weit angenehmer.

Heute musste sie wieder ein paar Stunden alleine bleiben. Wie vermutet hat sie 30 Minuten geheult. Dann war aber Ruhe. Nun, damit kann ich auch leben. Andere Hunde in der Umgebung heulen und bellen stundenlang. Da wird es dann wohl egal sein, wenn unsere Nuk’ 15-30 Minuten mal ein wenig heult.

Die nächste Phase steht uns also jetzt bevor. Der Malamute zwischen 8 und 14 Monaten. Dies ist die Periode wo man sagt, das Gehirn des Hundes ist ausgeschaltet. In dieser Zeit werden die Hunde wie Teenager die grundsätzlich alles in Frage stellen und genau das Gegenteil von dem machen, was man sich erwartet. Diese Zeit ist die zweite schwierige Zeit und kann durchaus als totale Flegelphase bezeichnet werden. Schlimm wird’s jedoch so zwischen 12 und 15 Monaten. Das ist der zweite Alterszeitraum wo viele Malamutes ins Tierheim abgeschoben werden, weil die Besitzer nicht mit ihnen klar kommen.

 

14.01.2018
Das letzte Update hier ist ja schon wieder ein paar Tage her. Also gemma’s an. Hier die neuesten Erlebnisse mit unserer “Großen”:

Nach langem hin und her überlegen, haben wir uns dazu entschieden, die Wohnzimmergarnitur, die durch 2 Kinder und auch 2 Hunde schon ziemlich ramponiert und auch in die Jahre gekommen ist auszutauschen. Da Nukka bisher keine Anstalten mehr machte, an unsere Möbel zu gehen, denke ich, dass sie auch die neue Garnitur in Ruhe lassen wird. Nachdem wir diese bestellt hatten, aber erst nächste Woche bekommen, war mir natürlich langweilig, und ich erneuerte auch gleich das Laminat im Wohnzimmer. Die Farben sollen ja zu Nukka passen … *lach*

Nuk’ am neuen Laminat. Sie fühlt sich sichtlich wohl.

Spazieren gehen mit Herrchen. Das liebt sie am Meisten. Leider ist es bei uns immer schwerer, Plätze zu finden wo man ungestört unterwegs sein kann. Überall Freiläufer die nicht unter Kontrolle sind, und deren Besitzer sich einen Dreck darum pfeifen ob man sich von ihren Hunden belästigt fühlt oder ob man überhaupt einen Kontakt zwischen den Hunden will! Selbst im Wald hat man keine Ruhe. Vorgestern hatten wir eine Begegnung mit einer Reiterin samt leinenlosen Hund. Sie rief das Vieh nicht mal ab, sondern ritt davon als ihr Hund auf meine Nukka losgehen wollte. So geht das nicht, da gibt’s natürlich dann Zoff. Der Agro der auf Nuk’ bellend und fletschend zukam, kann von Glück sagen, dass er mit einem Arschtritt davon gekommen ist. KEIN Hund wird meine Hündin beißen! Das hab ich mir geschworen. Meine vorherige Hündin Anka wurde mir durch einen Biss eines freilaufenden Schäferhundes bei uns im Ortsgebiet im Alter von 7 Monaten versaut! Seit dem Vorfall ging sie generell jeden Hund der nur eine Ähnlichkeit mit einem Schäfer hatte sofort an, und unterwarf generell alle anderen. Das tu ich mir kein zweites Mal an. Nicht mit einem Malamute der Kräfte in sich hat, die nicht immer leicht zu bändigen sind.



 

Der Tod eines Waldes … Linkes Foto vom 8. Dezember 2017, rechtes Foto vom 11. Jänner 2018. Da ist nicht viel übrig geblieben. Und das passiert in der ganzen Umgebung so. Seit Monaten werden industriemäßig die Wälder ab- oder ausgeholzt:

 

Mittlerweile haben wir ein fixes Morgenritual. So gegen 6 – 6:30 Uhr kommt Nukka und will raus. Kein Problem, wir haben uns daran gewöhnt. Um 7 – 7:30 Uhr rennt sie halb die Eingangstür ein, wenn man nicht in Sekunden reagiert und sie wieder rein lässt. Danach rennt sie sofort in die Küche und setzt sich vor den Kühlschrank. Heißt: Ich will mein Frühstück! Also, Kühlschrank auf, Cottage-Cheese oder Joghurt raus, einen halben Becher TroFu holen. Währenddessen liegt Nukka schon vor der Küche und beobachtet alles ganz genau. Aber wehe sie hört dann das Futter in die Schüssel fallen und ich nehme einen Löffel für den Cheese in die Hand. Dann herrscht Krieg ums Futter! Da knallt sie voll durch und bellt und heult, springt wie wild auf und ab und wartet bis ich ihr den Löffel hin halte. Der wird mal sauber geleckt, dann muss die Schüssel auf den Boden. Frühstück! Das aber genießt sie dann.

 

Endlich wieder mal Schnee. Auch wenn es nicht viel ist. Die letzten Wochen hatten wir immer nur Regen und Dreck. So einen Winter habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Alles immer nur nass und voller Gatsch und Dreck. Auch Nukka hatte heute schon ihre Freude mit dem weißen Zeugs … einfach nur Vollgas!


 

Nukka ist mittlerweile eine super Junghündin geworden. Ihre Raptoren-Gene haben sich ein wenig zurückgebildet. Sie ist verschmuster und viel sanfter geworden seit sie läufig war. Ab und an knallt halt doch noch das süße Köpfchen durch und ich hab ein paar neue Bisse, aber auch das wird sich irgendwann geben. Nach wie vor setzt sie ihre Pfoten wie Hände ein. Auch die Krallen. Das kann schon mal weh tun, aber sie meint es nicht böse. Sie greift gerne. Zugspiele mit dem Seil liebt sie ebenfalls. Dabei entwickelt sie so eine Kraft, dass ich mich schon ein paar Mal am Boden wieder fand. Sie weiß genau wie sie beim Ziehen auch reißen muss, um möglichst viel Kraft einsetzen zu können.

Ein Monat noch, und dann hoffe ich auf trockenes Wetter und gute Zustände auf den Wegen. Dann will ich mit ihr beginnen, sie langsam am Bike einzugewöhnen. Nukka hat zu viel Energien in ihr. Sie muss arbeiten, sonst kriegen wir ein Problem und sie entwickelt sich zu einer Innenarchitektin.

Ob Nukka auch mal so wie meine Anka war werden wird? Anka strotze vor Kraft, war eine super Leaderin, vertraute mir zu 100% und war einfach eine tolle Hündin. Nukka trägt Ankas Geschirr mit Stolz, und hat die besten Voraussetzungen so wie Anka zu werden, und sogar noch besser. Ich lass mich überraschen, egal was aus ihr wird, sie ist meine “Goldschnauze”.

 

Anka vor dem Start zur Canicross ÖM 2006. Ihr aller erstes Rennen, und sie holte sich gleich mal den Österreichmeistertitel. Das war meine “Kröte”. Eine wunderbare Wegbegleiterin und loyal bis zum Schluss. Leider wurde sie nicht einmal 11 Jahre …

 

Übrigens gilt nach wie vor:

 

15.01.2018
3:30 Uhr … eine kalte Nase im Rücken und schlappnasse Küsse am Hals. Yeaaahhh. Aufstehen, Nuk’ rauslassen, wieder schlafen gehen. 5:30 Uhr … Trommelwirbel an der Eingangstür. Aufstehen, nachschauen was passiert ist. Nuk’ steht draußen und wollte mit einem Grinsen im Gesicht nur mal nachsehen, ob eh wer anwesend ist. 7:00 Uhr … Aufstehen. Nuk’ will Frühstück! Kein Problem, Herrchens Kaffee kann warten …

 

17.01.2018
Nukka wurde also erwachsen! Gestern kamen mir wieder mal meine “Lieblinge” entgegen, mit denen ich mit Anka und auch schon Kitaro meine Probleme hatte! Was machen die dürren Viecher? Knurren und bellen im vorbeigezerrtwerden meine “Kleine” an. Und was macht Nuk’? Fakelt nicht lange, stellt sich auf die Hinterbeine, Fell hoch aufgerichtet und bellt zurück wie ein 100kg Hund!!! Brav ist sie! Soll sich nur wehren. Anka wurde gebissen, Kitaro fast. Nukka wird sich zu wehren wissen.

 

18.01.2018
Wieder sind ein paar Tage vergangen. Nukka wird immer braver. Fast täglich sind nun kleine Veränderungen in ihrem Wesen bemerkbar. Sie schmust und kuschelt nun viel mit uns, ist Nachts echt brav, heute hat sie sogar bis 7:30 Uhr durchgeschlafen! Und selbst dann wollte sie nur zögerlich raus. Das Frühstücksritual liebt sie nach wie vor, und natürlich unsere morgendliche Gassirunde.

Eine weitere Eigenschaft hat sie auch von meinem “Dicken” geerbt … arbeiten neben ihr: Unmöglich! Mit der Schnauze mittendrin, alles neugierig begutachten, rempeln, Werkzeug klauen, das volle Programm um mich davon abzuhalten was anderes zu tun, als mich mit ihr zu beschäftigen.

Tagsüber, wenn ich im Büro bin und arbeite, liegt sie nun schon oft hinter oder neben mir und schläft. Sie weiß nun schon, dass es Zeiten gibt wo sie eben nicht im Mittelpunkt steht und eben Ruhe geben muss. Sie ist für ihr Alter wirklich brav geworden, die kleine Teufelin.

Nukka beim Morgenspaziergang … immer aufmerksam! Die erste Maus hatte sie schon vor ein paar Tagen gefangen und sofort verspeist. Na dann … Mahlzeit!

 


Im Büro. Ganz brav liegt sie entspannt hinter mir und schläft. Wie sie meinen Teppich mit Fellflusen versaut hat sie auch schon gelernt.

 

Laufen, stöbern, laufen, stöbern … Nuk’s Lieblingsbeschäftigung!

Nukka ist nun 7 Monate alt. Die ersten schwierigen Phasen (Welpe: Stubenreinheit und Grundgehorsam sowie Läufigkeit und Pubertät) haben wir also hinter uns gebracht. Es ist einerseits schön, einen Welpen aufwachsen zu sehen, aber andererseits bin ich froh, dass wir diese Zeit nun hinter uns haben. Teilweise ist es schon sehr anstrengend wenn man dauernd aus dem Schlaf gerissen wird, raus gehen muss, aufwaschen und putzen muss. Es ist auch sehr mühsam, wenn “Welpi” natürlich mit den Zähnchen an alles geht was nicht niet- und nagelfest ist und dies auch noch verfeinert wenn die zweiten Zähne da sind, die ja noch viel besser und stärker zubeißen können.

Nuk’ kommt nun in das Alter, wo viele ihrer Artgenossen (Nordische) bereits auf der Abschiebestraße stehen, weil sich die Besitzer und Besitzerinnen das leichter oder einfacher vorgestellt hatten. Ein Husky oder Malamute, ach wie schön! Will ich auch haben, die sind so knuddelig! Und dann das böse Erwachen! Hundchen ist nicht so, wie es im Film gezeigt wurde, oder vom Züchter angepriesen nur um ein Geschäft zu machen. Ich kenne es ja mittlerweile von meinen vorherigen Hunden, und ich würde es immer wieder durchziehen, denn diese Hunde sind eben anders als normale Hunde. Das alleine ist es Wert, da durchzuhalten. Leider bekommen viele nicht die Chance ihren Erstbesitzern und -besitzerinnen, wenn sie mit 1 1/2 bis 2 Jahren fertig entwickelt sind, zu zeigen wie stolz und liebevoll sie sind. Wie anhänglich und menschenbezogen sie sind. Sie nehmen alles, geben aber noch viel mehr zurück! Er akzeptiert und liebt dich, wird sich aber nie unterordnen. Seine Stärken sind der Charakter und das Eigenständige. Das ist es auch was einen Nordischen ausmacht. Wer das nicht will sondern nur auf Schönheit und das Knuddelfell aus ist, der wählt die falsche Hunderasse. Nehmt euch lieber einen Retriever, der dackelt brav neben euch her und macht was ihr von ihm verlangt ohne nachzudenken.

 

19.01.2018
Bürositzung. Mein Blog, die Fotogalerie und sämtliche Vereinsseiten inkl. unserem Forum mussten auf neue Software umgestellt oder aktualisiert werden. Klappte natürlich wie immer nicht fehlerfrei. Also Nachtschicht. Und wer lag zwischen meinen Beinen unter dem Schreibtisch und pennte? Mein Nukka-Mädchen. Obwohl sie runter hätte können, und sichs auf ihrem Platz gemütlich machen, zog sie es vor unter dem Tisch zusammengerollt bei mir zu sein. Ja, sie hängt schon sehr stark an mir. Sie ist eine Herrli-Maus.

Heute wars ein bisserl windig den ganzen Tag lang:



 

20.01.2018
Was gestern an starkem Wind bei uns war, ist heute Schnee gekommen. Für die Kleine natürlich die Top-Überraschung! Sie liebt es im Schnee zu laufen und zu stöbern! Wir sind heute zweimal extra lange draußen gewesen, dass sie es ausnutzen kann. Die letzten Wochen hatten wir ja fast nur Regen und Dreck. Eine willkommene Abwechslung, auch für mich.





Am Nachmittag dann noch im Hochleithenwald. Da war gleich noch mehr Schnee wo sich Nuk’ austoben konnte:




Das nutzte sie aus. Wir sind fast 8km unterwegs gewesen. Müde? Nukka nicht, ich hab einen gewaltigen Muskelkater vom Schneestapfen. Sie liegt nun auf der Terrasse und lässt sichs einfach mit ihrem Belohnungsleckerlie gut gehen. Und ich zieh mir eine Tasse heißen Kaffee rein, um mich wieder ein wenig aufzuwärmen.

 

21.01.2018
Der ganze Schnee ist wieder weg. Was ist übrig geblieben? Genau, Dreck und Gatsch, wie die letzten Wochen halt. Das ist kein Winter heuer, das ist eine Qual. Zum Glück haben wir eine sehr lockere Einstellung dazu, was den Schmutz durch den Hund im Haus anbelangt. Alles kann gewischt und gesäubert werden. Und wenns mal Dreckpfoten sind, die die Böden verschönern, ja mei, soll nix ärgeres passieren.

 

Gedanken darüber, wie man aus einem Malamute einen super Kumpel macht: Ich bin eigentlich immer entsetzt, wenn ich höre oder lese, wie viele Menschen ihre Nordischen “abrichten” wollen, damit sie ihnen passen. Da drehts mir alles um. Wozu abrichten? Ich denke, die haben alle den falschen Hund gewählt! Alle! Es fängt schon mit der grundlegenden Frage an, warum ich mir einen Hund nehme. Die meisten nehmen sich einen Fellberg als Statussymbol. Andere um sich damit zu schmücken. Viele auch als Kinderersatz. Und dann muss der Hund natürlich “angepasst” werden, denn so wie er ist, darf er nicht bleiben. Traurig eigentlich. Ich sage immer es gibt zwei Methoden einem Nordischen was beizubringen. Durch Erziehung (also Drill, bei dem der Hund immer in Erwartungshaltung steht. Egal ob nun die Erwartung auf ein Leckerlie wenn er was gut gemacht hat, oder die Erwartung auf Bestrafung wenns nicht geklappt hat. Und sei es nur durch Leckerlieentzug) oder durch Lernen. Erziehung ist meines Erachtens die Hammermethode. Dem Hund wird durch menschliches richtig oder falsch Getue etwas antrainiert. Ein Verhalten, dass seiner Natur meist widerspricht. Hunderte, oft tausende von Euros werden in Hundeschulen oder auch bei selbsternannten “Hundeexperten” ausgegeben um den Vierbeiner dort hin zu kriegen, wo man ihn haben will. Eine grauenhafte Vorstellung. Das angeborene Verhalten eines Hundes so zu biegen, dass es halt passt. 95% der Hunde teilen dieses Schicksal und käme bei mir nie in Frage. Ich bin für das Lernen. Im Laufe seines Erwachsenwerdens lernt der Hund alles was von ihm erwartet wird, und trotzdem belässt man ihm sein urtümliches Verhalten und seinen Charakter. Durch das Lernen (das natürlich länger dauert als ein Drill), beginnt der Hund zu verstehen, warum etwas von ihm erwartet wird, und welchen Vorteil es für ihn hat, wenn er das Erwartete umsetzt. Dazu muss man aber auch akzeptieren, dass die Fähigkeit zum Lernen beim Hund mit dem Alter ansteigt. Ein Welpe wird vieles annehmen, aber verstehen wird er nichts. Beim Junghund ändert sich das, und je älter der Hund wird, umso besser klappt es. Lernen ist das Zauberwort für eine wunderbare Gemeinschaft von Mensch und Hund. Denn nicht nur der Hund muss das tun, sondern auch der Mensch. Ich beobachte meine Hündin (wie schon meine vorherigen beiden Fellpartner) auf Schritt und Tritt, und lerne dabei selbst welche Auswirkungen manche Reize oder Einflüsse von Außen auf sie einwirken, welche Reaktionen sie hervorrufen, und wie ich gegensteuern kann, ohne sie mit Drill oder Anschreien (was mir ohnehin massiv widerstrebt, denn Hunde hören verdammt gut!) dazu zu bringen, das zu tun was in der jeweiligen Situation das Beste für uns beide ist. Es hat bisher immer geklappt! Im Gegenzug beobachtet aber der Hund seinen Menschen auch ganz genau. Er weiß was durchgeht und was nicht. Und die Aussagen von diversen selbsternannten Expertinnen (ja, weils großteils ExpertINNEN sind die sich da wichtig machen wollen, weil sie damit auch Kohle scheffeln möchten) behaupten ja immer wieder, ein Hund kann nur in der Prägephase bis zur 20. Lebenswoche gut und schnell alles aufnehmen. Ein Hund muss bis dahin das können, was er füs Leben braucht. Und: Ein älterer oder alter Hund kann nichts mehr lernen … BULLSHIT! “Erzieht” Eure Hunde nicht, lasst sie einfach lernen!

 

Meine Anka wurde so zu einer wunderbaren Hündin. Sie hatte ich auch im Alter von 15 Wochen bekommen. Ich war Zweitbesitzer, die alte Dame bei der sie vorher kurz war, wurde nicht mit ihr fertig. Mein “Dicker” kam mit 1 1/2 Jahren aus dem Tierheim zu mir. Ein angeblich nicht zu bändigender Hund. Auch er lernte komplett um und neu. Auch er wurde ein Traumhund, brav und zuverlässig. Man muss sich nur die Zeit nehmen, denn nichts geht von heute auf Morgen! Man erwartet ja auch nicht von einem Kind, dass es im ersten Lebensjahr alles kann, was es fürs Leben braucht, oder?


Unsere Nuk’ wird auch ein super Fellpartner werden. Sie wird auch durch Lernen geprägt, und sie nimmt alles rasend schnell auf. Trotzdem hat die Grobmotorikerin ihre anborene Art vollkommen erhalten und die lasse ich ihr auch. Ich mag keinen “umgeformten” Hund, sondern einen Hund, der so individuell ist wie auch wir Menschen. Sie braucht in keine “So will ich sie haben – Schublade” passen.

 

23.01.2018
Nukka die Wildsau ist auch eine kleine feige Nuss! gestern haben wir eine schöne 7,5km Runde im Hochleithenwald gemacht, und die Begegnung der anderen Art gemeistert. Ein Pferdeauslauf. Da war ein kleines Pony drinnen, das sofort auf Nukka zugelaufen kam. Und was macht unsere feige Nuss? Zuerst schaut sie nur, dann freut sie sich und will auch zum Pferdchen. Doch dann überkommt sie der Schiss, und sie robbt am Bauch zum Zaun … *hahahahaaaaaaaa*

 

Sie ist ja soooo lieb unsere Nuk’. Zu jedem Tier ist sie freundlich (ausgenommen manche Hunde), und geht wirklich vorsichtig an die Sache ran. Sie bellt auch nicht, was im Urlaub auf den Weiden sicher von Vorteil sein wird. Das merkten wir schon bei Anka und Kitaro, die bellten auch nie auf Kühe oder sonstige große Tiere. Deswegen hatten wir auch niemals Probleme auf den Almen. Nukka wird auch so, das freut mich.

Dass sie nun schon eine erwachsene Mützin ist, hat sich gestern auch gezeigt. Ein Hundekontakt (Die Besitzerin hat freundlich gefragt ob sie ihren Hund an Nukka heran lassen dürfe) war schon interessant zu beobachten. Zuerst wedelte Nukka aufgeregt mit dem Schwanz und freute sich als der mittelgroße Rüde zu ihr kam, dann bemerkte sie dass es ein Rüde war und legte nach dem ersten Beschnuppern schon mal die Pranke auf seinen Rücken. Zuerst zaghaft um zu sehen was der macht, dann schon mit Nachdruck. Der nächste Schritt wäre dann die malamutetypische Unterwerfung des Rüden gewesen. Aber ich hab sie vorher sicherheitshalber schon mal getrennt. Das alles liegt in den Genen der Mützen, und kommt mit und nach der Pubertät automatisch hervor. Ich hoffe ja nach wie vor, dass sie keine sogenannte “Alpha” wird.

 

26.01.2018
Was gibt es Neues? Mittlerweile weiß Nukka genau was sie nicht machen darf. Sie darf nicht auf die Bank, sie darf mit ihrem Spielzeug nicht ins Bett, sie darf nicht an den Kühlschrank … einzig an der Umsetzung haperts noch.

Die kleine Wildsau! Zuerst steigt sie laufend auf, denn es geht ja nicht dass eine Herde Rehe vor ihrer Nase vorbeiläuft, dann rennt sie wie wild an der Leine im Kreis um mich herum (und ja, ich wurde schwindelig nach der 20. Runde!). Nachdem sie zu guter Letzt die Ackerfurche übersah und dann einen richtigen Bauchfleck hinlegte – mit der Schnauze schön tief in die feuchte in die Erde – wurde sie ein wenig ruhiger. Für geschätzte 30 Sekunden. Dann wieder Vollgas. 

Langsam aber sicher haben wir die Schnauze von dem ewigen feucht-kalten Gatschwetter satt. Man kann echt nichts gscheites unternehmen, weil man immer nur im Dreck herumlatscht. Das ist seit Wochen schon so und gar nicht erbauend. Auch Nukka macht es immer weniger Spaß da im Dreck herumzulatschen. Sie ist in letzter Zeit ein wenig Heikel auf die Pfoten geworden. Ich hoffe ja sehr, dass unsere Raptorin nicht plötzlich zur eitlen Lady wird, und dann auch noch auf Maniküre und Pediküre pocht!


Frisch vom Stargate eingetroffen, mein persönlicher Goa’uld! *lach*

Der Tagesablauf hat sich nun auch schon eingependelt:

  • Zwischen 5:00 und 6:00 Uhr wacht sie auf und beginnt mal laut schmatzend mit der Pflege ihres Fells .
  • Um 6:15 Uhr kommt sie dann zu mir, um mich mit der kalten und nassen Sabberschnauze zu wecken.
    (Frauchens Wecker läutet um 6:25 … nein, die 10 Minuten kann sie nicht warten)
  • Aufstehen, Nukka zur Tür rauslassen, den Kampf ausstehen die Tür auch wieder schließen zu können.
    (Nuk’ geht im Regelfall raus, dreht sofort um, und spreizt eine Pfote gegen die Tür … lass offen!)
  • 7:15 Uhr, Frühstückszeit! 34kg knallen mehrmals gegen die Tür, dann steht sie aufrecht mit den Pfoten an der Tür und will Einlass. Das muss schnell gehen, sonst wird sie ungehalten … also Tür auf, und Nukka läuft sofort hoch in die Küche.
  • Während ich die Schüssel hole, einen Becher TroFu reinschütte und dann mit dem Cottage-Cheese vermenge, flippt sie schon aus und bellt und heult. Das hört erst auf, wenn die Schüssel vor ihr steht.
  • Ja ich darf mir meinen Kaffee nehmen …
  • 7:30 Uhr … Frauchen fährt arbeiten, Nukka will spielen. Herrchen nicht. Nukka WILL spielen. Herrchen hat verloren. Nukka spielt. Danach will Nukka wieder raus. Wird Zeit für die erste Runde.
  • 8:00 Uhr. Herrchen zieht sich an. Nukka wird angezogen. Es geht raus. Morgenrunde.
  • Danach darf Nukka auf der Terrasse bleiben. Sie will es so.
  • Zwischen 13:30 und 14:30 Uhr, je nachdem wie die Kleine unruhig wird, ab zur Mittagsrunde, oder wir fahren raus und suchen uns neue Wege. Sie liebt es ja im Wald unterwegs zu sein. Da gibts ja so vieles zu stöbern und zu sehen.
  • Nachmittag Ruhezeit … DER war gut! Unsere Ohne-Rast-und-ohne-Ruh will beschäftigt werden. Gott sei Dank bin ich ja noch zu Hause. Ich hab den Hund eigentlich noch nie schlafen sehen, nicht einmal in der Nacht, denn da schlafe ja ich und sehe nicht was sie tut …
  • Abends dann so zwischen 21:00 und 22:00 Uhr gehts dann zur letzten Gassirunde raus. Da immer mit der kurzen Leine, die sie ja überhaupt nicht mag. Beim Nachhausegehen schnappt sie sich dann immer das Teil und will mich weiterziehen. Abends wird sie so richtig aktiv. Auch zu Hause dann. Da zieht sie dann jedes Teil um die Kurve auf das sie gerade eben mal Lust hat. Vom Leuchtbeindi über das Knotenseil bis zum Ball wird mir dann alles angeschleppt und ins Bett gebracht. Dauert dann meist eine Weile sie zu überzeugen, dass nun geschlafen wird, und nicht gespielt …

NEIN, ich bin nicht der Sklave meines Hundes!

 

27.01.2018
Nuk’ hat ja schon soooo viel gelernt! Ihren Namen kennt sie, aber malamutelike reagiert sie darauf genau null. Dass sie den Namen versteht merkt man, wenn man eine Anweisung mit vorangestelltem “Nukka, …” macht und sie diese befolgt. Tauscht man den Namen aus, geht sie unbeirrt ihrer Wege. Test der Namenskenntnis: Erfolgreich bestanden. Eine Mütze legt jedoch keinen Wert darauf, seinen Napffüller beim Ruf des Namens auch anzusehen, wo kämen wir da hin? Man weiß aber definitiv wann sie nicht auf ihren Namen hören wollen! Dann legen sie die Ohren einfach an den Kopf an, und spielen taub.

“Sitz” entspricht ja auch nicht der Natur eines Malamuten. Sie haben kein Sitzfleisch, und sind nur auf den Pfoten unterwegs. Ein “Sitz” mit leichter Fingerberührung am Hintern funktioniert aber tadellos. Es sind eben die kleinen Dinge, die große und starke Hunde folgsam machen.

“Links!” und “Rechts!” klappen mittlerweile einwandfrei. “Stop!” nur dann, wenn nichts, aber auch gar nichts in der Nähe ist was sie ablenken könnte, und auch nur bei stockfinsterer Nacht. Kleine Niederlagen muss man in der Lernphase einer Mütze eben hinnehmen. Gilt übrigens auch für das Wörtchen “Aus!”. Dieses dürfte einfach keinen Zugang zu einem Malamuteköpfchen haben und scheint irgendwie außerirdisch in der Bedeutung zu sein. Erfolgsquote daher nicht vorhanden.

“Platz!” – das nunmehr neueste Kommando dass Nukka derzeit lernt, klappt mittlerweile zur Hälfte ganz gut:


Sie liegt halt nur zur Hälfte am Platz, aber man kann es schon als kleinen Erfolg ansehen …

Der Blick ist übrigens malamutetypisch, und zeigt dass sie sehr wohl verstanden hat was man erwartet, sie aber aus Gründen des eigenen festen Willens eben nur mal halbherzig das befolgt was ihr gesagt wird. Aber so sind sie eben, die Grobmotoriker unter den Schlittenhunden.

Gestern hatten wir auch noch einen Kampf um die Badezimmertür. Was Nuk’ nicht leiden kann, sind geschlossene Türen. Da zuckt sie aus wenn sie wo rein will und die Tür verschlossen ist. Ich habe mich gestern gehen lassen, und wollte die Badezimmertür vor ihrer Nase zumachen. BAMMMM!!! Mit durchgestreckter Pfote und nachgeschobenen mittlerweile 34kg knallte sie mir die Tür an die Birne! Vier nochmalige Versuche die Tür zuzukriegen endeten gleich. Kam mir dann vor wie ein Einhorn, aber nicht wegen der Farbe, sondern wegen der Erhebung die mir da am Vorderköpfchen wuchs. Die Kraft mit der sie ihre Pfoten einsetzt ist phänomenal. Ich wollte dann gar nicht mehr weiter ausprobieren, was passiert wenn sie dann zornig wird und beide Pfoten einsetzt. Ich will ja nicht die Tür austauschen müssen.

 

28.01.2018
Das Mädl hat heute mal bis 7:30 Uhr geschlafen! Natürlich nicht durch, das ist klar, aber nach zweimal “Wampe kratzen” blieb sie jedesmal friedlich liegen und pennte weiter. Doch dann war es Schluss mit lustig, Nukka wollte ihr Frühstück … das tagtägliche Prozedere konnte beginnen.

Der Beweis, “Platz” funktioniert nun zu 100%:

 

Die Küchenherdbewacherin in Action:

 

Der NÖ Wahlkampf macht nicht vor Hunden halt! Sie (unser Goa’uld) war ganz scharf auf die Schokis die da drinnen waren, und weil Schokis für Hunde giftig sind, hab ich sie sicherheitshalber in mir entsorgt:

 

Nachtrag zum gestrigen Tag: Wir waren in Deutsch Wagram in der Hundezone. Sie ist wirklich groß, und auch durchdacht angelegt. Das “Wartehäuschen”, und der Wasserbrunnen sind gute Ideen. Leider ist das Areal komplett durchwühlt und damit bei Nässe oder Regen eine reine Gatschgrube (was nicht das Schlimmste wäre), und an den Zaunrändern voller Kacke übersäht. Die Menschen sind großteils einfach egoistische Schweine. Anders kann man das nicht mehr bezeichnen. Sitzen da auf den Bänken herum mit dem Handy in der Pratze, lassen den Hund praktisch unbeaufsichtigt herumrennen, der kackt natürlich, und keiner hats gesehen … so gehts auch, und ist leider überall der Standard.




 

Und da wären auch noch unseren landen Spaziergänge in der Umgebung. Was sie da alles zu schnüffeln hat, und auch markieren muss …

 

29.01.2018
Nukka on Tour, diesmal in einem Waldstück das früher wirklich schön war. Vor ein paar Wochen wurde auch hier radikal alles abgeholzt. Die Natur wird immer mehr kaputt gemacht. Uns bleiben nur mehr wenige Stellen wo wir in der näheren Umgebung unterwegs sein können, um uns zu entspannen und zu erholen.




 

30.01.2018
Nukka ist ein Prachtmädchen geworden! 7 1/2 Monate alt, 63cm hoch, 34kg schwer. Die Zeit läuft, jetzt ist sie schon 4 Monate bei uns, und wir wollen keinen Tag davon missen. Auch wenn es oft nicht einfach ist, eine Mütze in der Aufwachsphase zu “zähmen”, aber im Großen und Ganzen ist sie eh eine ganz brave. Sie hat bisher nicht wirklich viel zerstört, und die ab und an noch selten vorkommenden kleinen Hoppalas wenn sie sich zu stark über was freut oder bei zu wildem Spiel … naja, darüber kann man auch hinwegsehen. Das gibt sich auch noch.

 

Die Treppensteigerin. Anfangs hatte sie Angst vor der Treppe, doch nun ist das alles kein Problem mehr. Das morgendliche Ritual in der Küche lässt sie sich halt nicht entgehen. Da rennt sie schon vorab die Stiege hoch und wartet oben ungeduldig, das ich nachkomme um ihr das Frühstück zu servieren …

 

Die Provokation, die irgendwann ins Auge gehen wird. Zum Glück steigen Malamutes nicht über Zäune, so wie die Huskies, denn die 15cm die noch fehlen könnte sie mit Leichtigkeit überwinden. Ein Sprung und Nukka wäre draußen. Aber seit sie bei uns ist, kackt dieser Kater wenigstens nicht mehr auf unsere Terrasse oder spaziert am Wohnzimmertisch herum (als wir im Sommer die Türe offen hatten).

 

Ein strahlend blauer Himmel! Den haben wir selten bei uns, weil die Dunstglocke von Wien, und der enorme Landeverkehr zur Piste des Flughafens Wien-Schwechat den Himmel meist grau in grau hält. Ab und an gibts dann aber doch mal diesen klaren und blauen Himmel.

 

31.01.2018
Und wieder ist ein Monat um. Nukka hat sich eingelebt, das ist Fakt. Sie wartet nun auch schon täglich darauf, dass wir uns zusammenpacken und wo hin fahren um dort Spazieren zu gehen. Leider werden die schönen und ruhigen Plätze immer weniger. So wie hier, die Remise von Großengersdorf. Ist mal wunderschön und ruhig gewesen, ich war da oft mit Anka und Kitaro. Mittlerweile wird sie von “Leinenlosen” genutzt, und mitten auf den Wegen liegen die Kackhaufen herum. Das ist einfach eine Frechheit was die Dreckschweine unter den Hundeleuten so aufführen.


 

Manchmal will sie es genau wissen, dann kommt wieder die Raptorin in ihr durch. Ratet mal, wer diesmal gewonnen hat! Ein Blick sagt mehr als alles andere …




 

So das wars mit der Seite 4 von “Das Buch Nukka”. Da es wieder so umfangreich wurde, was ich eigentlich gar nicht plante, muss ich doch eine weitere neue Seite öffnen, sonst sind die Ladezeiten für Besucher zu lange. Danke für Eure Besuche, wir sehen uns auf der nächsten Seite!

2 Kommentare

3 Pings

    • Magdalena Meister on 20. Januar 2018 at 18:24
    • Antworten

    Ein wunderbarer Blog.
    Ich habe es kurz vor Weihnachten entdeckt. Das Buch “Nukka” in wenigen Tagen verschlungen und seit dem schaue ich fast täglich auf deiner Seite.
    Ich finde dein Art wie du bist und schreibst einfach super.

    Lg aus der Schweiz

    1. Vielen Dank für die netten Worte Magdalena. Es freut mich dass Dir mein Blog und das Buch “Nukka” gefallen. Ich werde natürlich weiter dran bleiben, und immer brav ergänzen und updaten. Versprochen! LG in die Schweiz!

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