ACHTUNG! Manche Fotos könnten Menschen mit schwachen Nerven schocken!
Update: 02.04.2026 – 09:00 Uhr
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2025 – Mammatumor, der Zweite & Dritte

Nukka am Tag nach der OP, sind schon gewaltige Nähte geworden.

10.12.2025
3 1/2 Jahre ist die OP nun schon her, wo Nuk ein riesen bösartiger Mamatumor entfernt wurde. Sie hat 3 1/2 Jahre seitdem durchgestanden. Wir dachten gar nicht, dass sie so lange bei uns sein würde. Nun aber sind wir wieder an dem Punkt, wo es keinen Lichtblick geben wird. Der Krebs ist zurück. Er kam noch schneller, wurde noch größer, und hat nun die linke Milchleiste von ihr befallen. Ein faustgroßer Tumor, hart wie ein Stein hat sich innerhalb weniger Wochen gebildet.
Die Untersuchung gestern bei unserer Tierärztin brachte die Ernüchterung: Es wäre eine “Hopp- oder Dropp”-OP. Sprich: Kann vielleicht klappen, kann katastrophal schiefgehen. Wobei sie eher der Meinung war, nicht zu operieren. Der Tumor ist zu groß, und auf der anderen Seite fehlt ja seit der OP schon alles, wäre also schwer, die riesen Wunde wieder zuzukriegen.
Nun warten wir auf ihr Anraten mal bis zum Ende ihrer derzeitigen Scheinträchtigkeit, also bis Anfang Jänner, und dann überlegen wir zusammen mit der TÄ was wir tun oder nicht tun. Wird wieder eine schwere Entscheidung. Wenigstens hat sie derzeit keine Schmerzen damit, rennt, frisst, führt sich auf, also hat keine Probleme mit dem riesen Geschwür. So lange es so bleibt, ist es in Ordnung. Immerhin wird sie nächstes Jahr im Juni 9 Jahre. Vielleicht gibts ja doch noch die eine oder andere Chance oder das Wachstum stoppt.

25.01.2026
Nachdem wir nun ein paar Wochen mit allem Möglichen zu kämpfen hatten (Durchfall, Erbrechen, totaler Fellwechsel, die Scheinträchtigkeit mit entzündeten Zitzen und blutigem Ausfluss, …) und nun halbwegs alles überstanden haben, ist der Tumor mittlerweile 17cm groß geworden. Innerhalb weniger Wochen! Heute sind wir in die Tierambulanz Deutsch Wagram gefahren, die ich per Mail kontaktierte um eine zweite Meinung einzuholen. Gleich bei der ersten Untersuchung meinte man, es sei durchaus operabel auch wenn der Tumor schon so groß ist. Ein Lichtblick. Es wurde ein großes Blutbild gemacht, und am 28.01.2026 kommt sie nochmals zum Röntgen (wegen der Lunge, ob der Tumor gestreut hat), und danach die OP. Wir hoffen natürlich dass alles glatt gehen wird, und sie doch noch einiges an Zeit bei uns verbringen kann.

28.01.2026 – Tag 1
Also das war bisher Stress pur! Mit fast einer Stunde Verspätung ist Nukka erst nach 14 Uhr in den OP gekommen, und war natürlich die ganze Zeit unrund. Beim Reingehen in die Tierklinik wär sie fast aus dem Geschirr raus. Hab sie aber noch erwischt und reingeschoben.
Als sie dran war, ließ sie sich diesmal problemlos auf den Tisch heben. Die Chirurgin und die Helferinnen waren aber auch voll nett und behutsam, da hatte sie keine Angst. Auch den Venenzugang ließ sie sich problemlos machen, weil Herrli hat sie ja gekrault. Als die Narkose anfing zu wirken hat sie sich ganz fest an mich gekuschelt hat mich nochmal intensiv angesehen, und ist weggeschlafen. Ohne Murren, ohne Probleme.
Die Ärztin hat sich das dann nochmal alles angeschaut, und nun wirds heftig: Der große Tumor (mittlerweile 18cm und schnellwachsend) wird komplett entfernt, sie muss nur schauen wo sie die Haut hernimmt, um das wieder zuzumachen. Es fehlt ja einiges wegen der letzten OP. Dann nimmt sie ihr auf der anderen Seite den ebenfalls neuen Tumor (5cm) und die Problemzitze (die sich in den letzten Monaten bei jeder Scheinträchtigkeit entzündete) weg, das geht sich mit der Haut aus. Gleichzeitig wird sie kastriert, damit das Problem mit den geschwollenen Zitzen weg ist. Und: Die beiden Knubbel die sie hat, die werden auch gleich entfernt.
Ja, ist schon viel, aber sie meinte, das wird schon gehen. Sie ist angeblich eine der besten Kleintier-Chirurginnen. Wir können, wenn alles gutgeht, Nukka bis 20 Uhr abholen, wenn ich nichts mehr von ihr höre.

So sah das vor der OP aus. Irre wie schnell sich das innerhalb von 8 Wochen entwickelte! Eingekreist, was alles entfernt werden musste und wurde.
Um 19:30 Uhr Abends haben wir Nukka abholen können. Komplett benommen, mit dem Geschirr oben, den Trichter am Kopf. Dann wurde ihr noch ein T-Shirt als Schutz drübergezogen. Alle waren ein wenig überfordert. Ich sagte, das mit dem Trichter würde nicht funktionieren, bekam aber als Antwort dass das so sein müsse, und sie den 10 Tage oben lassen muss. Keine Chance das Geschirr so runter zu bekommen. Der Trichter selbst so fest geschnürt dass man nicht einmal einen Finger zwischen der Krause und ihr durchbrachte. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Wichtig war aber nun, sie zuerst einmal gut nach Hause zu bringen, was uns auch gelang. Trotz ihrer Weinerei hinten im Wagen. Am Abend dann noch kurz Gassi gewesen, und dann dachten wir sei Ruhe. Die Ärzte sagten ja, sie würde nun die Narkose ausschlafen und bis morgen pennen…

29.01.2026 – Tag 2
Die Nacht war furchtbar. Nukka schlich nur herum, legte sich nicht hin, weinte, schlief keine Minute. Der Trichter störte sie gewaltig. Wir schliefen natürlich auch nichts. Von wegen, sie schläft sich die Narkose aus. Unmöglich mit dem Teil am Hals. Also machten wir auf eigene Faust eine Planänderung. Der Trichter musste runter, der war viel zu fest am Hals und behinderte Nukka bei allem. Die Medikamente von gestern hat sie rausgekotzt. Auch jene die sie von uns am Morgen bekommen hat. Ihr Fressen verweigert sie auch.
Sie schaute richtig erleichtert, als das Teil herunten war. Dann fuhr ich los und besorgte einen Post-OP-Body. Kriegt man bei uns in der benötigten Größe natürlich nicht. Also fuhr ich bis nach Korneuburg ins Tierspital wo ich dann einen kaufen konnte. Einen zweiten hab ich dann später zu Hause via Amazon bestellt.
Jetzt konnte das T-Shirt mal runter, und auch das Geschirr. Sie hielt sich brav und tapfer bei dieser Aktion. Vorher hatte sie ohne Trichter schon ein bisschen geschlafen, weil sie sich hinlegen konnte. Der neue Body war schnell angezogen, lag gut an ihr an, und konnte nicht verrutschen. So weit ich das nun auch nach 1 Stunde gesehen habe, liegt sie und schläft endlich. Jetzt kann sie sich besser erholen.

So kann sie schlafen und sich vorsichtig das Bauchi kratzen lassen…
Nach gesundem Schlaf hat sie nun wieder eine kalte Nase (also fieberfrei), auch gefressen hat sie nun. Anschließend gings schnell raus zum Pullern. Langsam, gemütlich, aber wichtig dass es überhaupt geht. Also wirds langsam, der Weg der Besserung ist nun beschritten.


30.01.2026 – Tag 3
42 Stunden nach ihrer schweren OP … Wir hatten eine ruhige Nacht, sie hat fast durchgeschlafen. So zäh wie diese Hündin, war nicht einmal unsere ehemalige Anka. Gleich am Morgen bekam sie heute das Antibiotika (Kesium 400mg) und Rimadyl 100mg, sowie Metacam als Schmerzmittel. Das verordnete Tramadol 80mg hat sie nicht vertragen und kotzte gestern innerhalb weniger Minuten alles raus. Die derzeitige Medikamentengabe verträgt sie. Auch wenn wir das Antibiotika in der Kaffeemühle pulverisieren und in Leberpastete einarbeiten müssen. Es klappt. Für Schutz des Magens geben wir auch eine Tablette Pantoloc 20mg am Morgen. Natürlich alles in Rücksprache mit unserer Haustierärztin. Die Tierklinik wird uns hassen, aber was solls. Man kanns nicht allen recht machen, und Nukkas Wohlbefinden geht uns vor. Zwischen verordnet, verträglich und wirksam liegen halt Welten. Nicht jeder Hund ist gleich, und darum kann man auch nicht standardisierte Behandlungen anwenden sondern muss flexibel sein.
Auffällig ist nun die sehr ruhige und gleichmäßige Atmung von ihr. Vor der OP hörte man irgendwie dass sie sich schwer tat. Der riesige Tumor musste also schon ganz schön Druck am Brustkorb ausgeübt und ihr das Atmen erschwert haben. Das ist nun auch vorbei, und man merkt es richtig.
Der Body hat sich auch bewährt. Sie kann damit auch ihre Geschäfte erledigen ohne dass wir ihn ausziehen oder nach vor wurschteln müssen. Sie geht damit auch nicht an die Wunde. Geleckt wird nur an der Vorderpfote wo der Venenzugang für die Narkose gelegt war. Brav ist sie. Aber bei der letzten OP hatten wir das auch so. Pfote wird bearbeitet, die große Wunde ignoriert.

Heute Morgen war sie schon in sehr guter Laune, trappste vor mir her wie wenn nichts gewesen wäre. Sie wird zwar schnell müde, und geht dann ganz langsam neben mir her, aber das ist normal.
Die beiden riesen Wunden dürften trocken sein, zumindest sieht man keine Sickerflecken am Body. Eiskalte Schnauze, also fieberfrei. Das ist gut. Die Narben selbst konnten wir ja noch nicht sehen. Heute Abend haben wir aber ohnehin Nachkontrolle, da wird sich zeigen ob alles nach Plan verläuft (außer mit dem Trichter …).
Kosten bisher gesamt in etwa 1750 Euro. Natürlich ein Vielfaches von ihrer OP im Jahre 2022, da warens gesamt in etwa 400 Euro … Aber wieviel soll/kann das Leben eines so treuen “Familienmitglieds” wert sein? Diese Frage stellte sich mir nicht. Bei keinem unserer Hunde. Die Frage die sich stellte war lediglich: Kann man ihr noch Zeit verschaffen, oder ists diesmal nicht mehr möglich … wir schauen jetzt aber wieder positiv in die Zukunft!
Übrigens, operiert wurde sie von Dorothee Krainer, einer ganz lieben und netten Tierchirurgin:

Unser Dank ergeht auch an alle in den Social Medien, die uns die Daumen gehalten, und bisher auch immer wieder ihre Genesungswünsche an Nukka hinterlassen haben! Ihr seid eine tolle Community!

31.01.2026 – Tag 4
Gestern Abend waren wir noch auf Nachkontrolle in der Tierambulanz Deutsch Wagram. Das erste Mal, dass wir die Wunden gesehen haben. 2 lange Schnitte … aber super schön vernähnt, ganz trocken und ohne Entzündungen. Tolle Arbeit!
Nukka frisst seit gestern normal, nimmt ihre Medikamente, erledigt ihre “Geschäfte” ohne Probleme, und ist schon wieder durchgeknallt wie immer. Abends musste ich wieder eine “Siedlungsrunde” mit ihre machen. Sie tschappelt und rennt, wie wenn nichts gewesen wäre. Eine echt zähe Hündin. Wenn nichts dazwischen kommt, werden in 10-12 Tagen die Nähte entfernt, und dann hoffen wie auf viele Monate Ruhe von alle den Problemen die wir die letzte Zeit hatten.
Übrigens hatte ich auf Facebook ein paar so hochgescheite Expertinnen, die mich per PM kontaktierten, mich der Tierquälerei bezichtigten, mir erklären wollten was wir alles falsch gemacht hatten, und dass es besser gewesen wäre sie gleich einzuschläfern damit ihr das alles erspart geblieben wäre … Meine Antwort darauf fiel entsprechend aus, und ich habe dann alle Beiträge von Nukka auf “privat” geschaltet. Das muss ich mir nicht gefallen lassen:
Ist schon interessant wie nun auf einmal die Expertinnen (ja, NUR Expertinnen!) auf der Dacke stehen, und mich per PM belehren wollen, was an oder mit Nukka alles gemacht werden sollte …
Ich frage mich ernsthaft: Gehts noch?
1. Es ist MEINE Hündin, und NUR ICH kenne sie am Besten! Immerhin ist sie nun seit 8 1/2 Jahren bei uns, und wir sind schon einmal den Weg gegangen, den sie nun gehen musste. Die erste Krebs-OP war ja bekanntlich am 30.6.2022. Daraus haben wir enorm viel gelernt!
2. Wir brauchen keine Ratschläge mit, das ist schlecht, das sollte man anders handhaben, das ist gefährlich, machts das so und so … NEIN, wir selbst WISSEN was zu tun ist, und wir haben eine erfahrene Tierärztin an der Hand, die uns ebenfalls mit Rat und Tat beiseite steht!
3. NEIN, es wurde doch kein Lungenröntgen gemacht, da Blutbefund, Vitalwerte, Herz und Kreislauf bei den Voruntersuchungen o.B. waren, und es im Prinzip egal ist, ob der Krebs leicht eingestreut hat oder nicht. In erstem Fall haben wir ihr noch ein paar Monate geschenkt, im zweiten Fall vielleicht noch ein paar Jahre! Die Aussage, mit Metastasen in der Lunge hätten wir sie gleich einschläfern lassen sollen, empfinde ich als bodenlose FRECHHEIT! Die werten Damen können das ja mit ihren Hunden tun, ich mache es nicht! Und das ist MEINE ENTSCHEIDUNG!
4. NEIN, die beiden Tumore werden NICHT untersucht. Warum? Weil es egal ist, ob die nun gut- oder bösartig waren. Es ändert nichts an der Tatsache, das sie entfernt werden mussten. Da es möglich war, und offensichtlich auch gut geklappt hat, war diese Entscheidung richtig. Was jetzt danach auf uns zukommt, das steht noch nirgends geschrieben. Es kann gut oder auch schlecht sein, aber das geht auch sonst niemanden außer uns was an!
5. NEIN, sie hat KEIN Pflaster unter dem Body auf der Wunde! Warum? Weil die beiden Schnitte zu lang und zu nah aneinander sind. Ein Pflaster dass man dann runterziehen müsste um die Wunden zu kontrollieren würde in der Große die Nähte aufreißen! Das ist die Aussage der Chirurgin! Also seids nicht gscheiter wie sie!!
Ich empfinde es mittlerweile als extrem ungut wenn sich so manche erdreisten, plötzlich selbsternannte Expertinnen zu sein und anderen etwas einreden zu wollen, was sie vielleicht selbst an ihren Hunden nicht machen würden. Ist es reine Selbstdarstellerei? Wichtigmacherei? Wie kann man OHNE einer entsprechenden veterinärmedizinischen Ausbildung überhaupt in Betracht ziehen, anderen vorschreiben zu wollen, was zu tun ist??
Als Abschluss nochmals: WIR (Meine Frau, ich und Nukka) haben das schon einmal durchgemacht und gut hinter uns gebracht. Auch damals war der Tumor laut Tierärztin bösartig! Wir gehen also zwingend davon aus, dass es diesmal auch so war. Sie hat es 3 1/2 Jahre ohne weitere Behandlungen oder Probleme geschafft dies zu überleben. Sie wird es auch diesmal schaffen, auch ohne Expertinnen und ihre dubiosen Ansichten! Und wenn nicht … kein Hund wird 100 Jahre alt! Auch dieser Tatsache muss man ins Auge schauen! Auch wenns hart klingt.
Also lassts uns bitte mit diesen PM’s einfach in Frieden und kümmert Euch um Eure Baustellen!
Facebook ist doch wirklich nur mehr ein Sammelpool von arroganten Selbstdarstellern und Selbstdarstellerinnen die meinen, erhaben über andere zu sein und grundsätzlich alles besser zu wissen.
Und NEIN, ich werde auch nicht eine “Sammelaktion” wie so manche hier in der Gegend veranstalten um mir die OP von anderen finanzieren zu lassen!! Wer nicht rechtzeitig für Reserven sorgt, sollte sich kein Tier nehmen! Betteln und andere anraunzen geht gar nicht!
Ob sie es verstanden haben? Ich weiß es nicht …

01.02.2026 – Tag 5
Am 4. Tag nach dem Eingriff ist Nukka gut drauf. Jetzt schläft sie noch. Das ist gut. Schlaf fördert die Heilung. Heute Nacht bin ich zweimal auf, weil ich dachte sie leckt an ihren Wunden am Bauch, doch es war nur die berüchtigte Hinterpfote. Das macht sie seit Welpe wenn ihr fad ist oder was nicht nach ihren Wünschen läuft. Also Alarmmodus wieder ausgeschaltet … *lach*
Gestern Abend sind wir noch eine große Runde in der Siedlung spazieren gewesen. Sie läuft gut, dürfte weder Schmerzen noch Probleme mit den Nähten haben. Heute mit dem Schnee müssen wir dann aufpassen. Glatt oder Gatsch, beides wäre nicht gut. Aber schauen wir mal was der Tag bringt.

02.02.2026 – Tag 6
Die Zeit vergeht wie im Flug. Nukka’s Wunden dürften im Heilprozess sein und nun anfangen zu jucken. Sie hat gestern leider begonnen an der unteren Wunde zu lecken. Zweimal habe ich sie dabei erwischt. Betroffen wie sie es sein kann, gab sie dann immer ein paar Stunden Ruhe damit. Trotzdem ist eine leichte Blutung aufgetreten, die aber schnell wieder eingetrocknet war. Heute konnte ich sie noch nicht untersuchen. Sie schläft noch.
Wenn sie wach wird, gibts zuerst mal ihre Medikamente, dann geht ab ins Auto und raus in den Wald. Anschließend müssen wir auf die Post und dann nach Korneuburg um einen zweiten Body zu holen. Spazieren fahren liebt sie ja auch, und so kommt sie auch raus und muss nicht den ganzen Tag im Haus verbringen.
Vormittag sind wir ein kleine Gassirunde bei uns draußen auf der Wiese gegangen. Dann fuhren wir weg. Sie muss raus, was sehen, was erleben. Sonst wird sie echt unrund. Also fuhren wir nach Gerasdorf zur Post um den Amazon-Body zurückzuschicken. Das Teil ist so nicht schlecht, aber die von VETMEDCARE sind einfach besser. Das Stretchmaterial legt sich super am Körper an und schützt die Wunden damit viel besser. Nach der Post sind wir daher nochmal in die Tierklinik Korneuburg (da sind diese Teile Lagerware) gefahren und haben einen zweiten dieser Bodys geholt. Dann haben wir was zum Wechseln. Anschließend gings noch kurz in den Wald, wo sie ihr “Geschäft” erledigen konnte und dann nach Hause. Riesen Kaustangerl als Belohung fürs brav sein inklusive.
So lief sie vorigen Freitag, knapp 42 Stunden nach ihrer OP schon wieder herum:
Derzeit haben wir ja keine Hundebox im Wagen, um sie leichter ein- und aussteigen lassen zu können. Auch wenn sie plötzlich Hilfe brauchen würde, kommt man so einfacher ra. Natürlich ist sie mittels einer Leine gesichert, und sie kann nicht so einfach rausspringen, wenn die Heckklappe geöffnet wird. Sie ist aber wirklich sowas von brav.

Ein zähes Stück ist sie schon, das muss man ihr lassen …




Und wieder hat sich gezeigt: Kontrolliere ALLES, oder du wirst betrogen! Die Tramadol 80mg Tabletten, die wir für Nukka bekommen haben, sollten eigentlich Tralieve 80mg Kautabletten sein (So stehts außen am Sackerl), was egal ist weil die gleiche Wirkung da ist, aber: Wenn mir schon ein Medikament verrechnet wird, dann sollte es NICHT im Jänner 2025 abgelaufen sein!!! Das finde ich als eine Frechheit! Hab das gerade eben beim Kontrollieren der Verpackungen gesehen. Zum Glück geben und brauchen wir diese Tramodol nicht, sind also eh unnötig gewesen weil sie diese Tabletten nicht vertragen hat. Vielleicht genau deswegen? Tierkliniken … ich bin schon so gebranntes Kind von denen!! (Die Chirurgin kann da nichts dafür, sie hats nur verschrieben, ausgegeben hats die Klinik)

03.02.2026 – Tag 7
Der 6. Tag nach der OP. Die kleine graue Kröte denkt, ich schlafe so gut dass ich nichts mitkriege. Doch Irrtum! Herrchen hört alles! Wieder dreimal Nachts aufgesprungen und sie beim Lecken erwischt. Tagsüber nichts, Abends nichts, aber Nachts, wenn sie denkt niemand kriegts mit, dann fängt sie an. Irgendwann hat sie es dann aufgegeben und begann laut zu schnarchen. Auch da ists halt schwer neben ihr zu schlafen … KRÖTE!! Das ist Absicht! *lach*
Heute kommt die Barriere vor unserer Treppe weg. Wenn sie, wie gestern, in den Wagen rein- und auch wieder rausspringen kann, dann kann sie auch über die Treppe laufen. Man muss diesen zähen Hunden schon einiges zutrauen können. Und in ihrem Alter denke ich, weiß sie was sie machen kann, und was nicht.
Kurze Kontrolle des Bodys: Keine feuchten Stellen vorhanden. Die beiden Wunden dürften trocken sein. Ich möchte Ihr das Teil noch nicht ausziehen und nachsehen, aber vielleicht beim vorgenommenen Wechseln heute Abend, da klappts vielleicht.

Nukkas tägliches Frühstück. Entzündungshemmer, Schmerzmittel, und pulverisiertes Antibiotika … versteckt in der Leberpastete. Am Abend kriegt sie nur das Antibiotika in der Pastete.
Tja, wer nicht hören will, muss eben noch ein wenig leiden … Die Barriere vor der Treppe ist wieder aufgebaut, Krötentier knallte einfach durch und übertrieb das Ganze ziemlich. Zum Glück ist nichts passiert. Auch heute Morgen beim Gassigang hat es ihr den Vogel mal kurz rausgehauen und sie rannte los wie von einer Wespe gestochen, wollte sich auf den Bauch hauen, wie sie es halt immer macht. Gerade noch abfangen können. Die ist voll übernatürlich heute. Klar, die Langeweile kommt nun zum Vorschein. War eh klar. Ich kann sie leider noch nicht auf der Terrasse lassen, so ganz ohne Aufsicht. Die Idioten die auf der Straße dann wieder ihre agressiven Hunde an den Zaun lassen, die würden ihr wohl nicht gut tun!

04.02.2026 – Tag 8
Tag 7 … diesmal nicht so erfreulich. Gestern hat Nukka es doch irgendwie geschafft, sich die Wunde zu verletzen. Natürlich ging sie dann ran und leckte, was gar nicht gut war. Der ganze Body war unten durchnässt und die Wunde nässte auch stark. Sofort den Body getauscht, und kaum 15 Minuten später war er wieder feucht. Aber diesmal nur von der Wunde selbst und nicht vom Lecken. Die macht mich fertig. Heute Nacht hat sie offensichtlich durchgeschlafen, denn ich wurde nicht wach. Noch kann ich ihre Naht nicht kontrollieren, denn sie schläft neben meinem Bett in so einer versteckten Lage dass ich nicht hinsehe. Ich lass sie noch ein bisschen, dann muss sie ohnehin auf und ihre Medikamente nehmen.
(Schaut schon böse aus, die eine Seite der Wunde. Der zweite Schnitt oben und auf der anderen Seite, wo man nur den Schatten sieht, der ist staubtrocken und heilt gut)


Wir haben uns nun kurzfristig dazu entschlossen, mit Nukka in die Klinik zu fahren, da die Chirurgin, Fr. Dr. Krainer, anwesend war. Gut wars. Die Wunde musste aufgemacht werden, damit das angesammelte Wundsekret ablaufen konnte. Ich schätze mal, gut ein halber Liter ging da raus. War eine Menge und überraschte auch die Tierärztin. Der zweite Wunde heilt wie gewünscht, und auch die Problemwunde heilt großteils sehr gut. Bis auf die Flüssigkeitsansammlung, aber das kriegen wie laut ihr auch in den Griff. Antibiotika gibts nun weiter, und eine bakterielle Untersuchung des Sekrets wird auch gemacht. So sichert man halt die Einnahmen. Mittlerweile haben wir die 2000 Euro Grenze überschritten. Was solls, die Kleine muss es uns wert sein, sonst wären wir Arschlöcher und keine “Hundeeltern” (Ich hasse diesen Begriff, aber ich habe keinen anderen dafür).
Wir haben uns dann auch kurz über die entfernten Tumore unterhalten, und Dr. Krainer erklärte mir, dass beide relativ stark auch mit Flüssigkeit gefüllt waren. Das würde das schnelle Wachstum erklären. Wichtig aber ist, dass sie beide gut entfernt werden konnten. Ich vermute ja, dass ihre letzte Scheinträchtigkeit dazu beigetragen hat, dass sich diese Dinger so gefüllt hatten, aber ich bin ja kein Arzt. Natürlich ist es mir lieber, dass kleine aber mit Flüssigkeit vergrößerte Tumore entfernt wurden, und nicht von Haus aus schon große, die möglicherweise gestreut haben. Wobei klein relativ gesehen werden muss, bei der Größe des vorderen den sie hatte.

Das ist die vordere Wunde. Super schön vernäht und heilt auch gut. Alles trocken. Da saß der riesige Tumor. Nukka hat nun vorne beidseitig keine Milchleisten mehr. Bauchseitig nur mehr links die halbe, rechts ebenfalls keine mehr.
Aber eines muss man Nukka lassen: Sie lässt alles sowas von brav über sich ergehen. Das erstaunte auch diesmal wieder das ganze Team in der Klinik. Lag brav da, hat sich das aufmachen lassen, wartete geduldig bis alles rausgedrückt war, einfach super wie sie das macht. Keine Spur von Knurren oder Agression.



Sie marschiert schon wieder. Brav ist sie.
Bei dem Wetter müssen wir halt schauen, dass wir auf Wiesen unterwegs sind. Die Wege sind leider voller Gatsch oder voller Hundescheisse der anderen … Mögliche Infektionen dadurch inklusive.

05.02.2026 – Tag 9
Die Bauchhöhle hat sich nachts wieder mit rötlicher Flüssigkeit gefüllt, und wir mussten nun abermals den Body wechseln und vorher alles rauslaufen lassen. 30 Minuten lang kam immer wieder neues Sekret raus. Laut Tierärztin soll es ja gut sein, wenns raus kann. Die Wunde darf nicht zubleiben sonst staut es sich, so die Angabe. Naja, der Würgereiz in mir ist aber trotzdem da wenn ich sehe wie das so aus Nukka heraussprudelt … Jetzt hat sie wieder einen trockenen Body an. Sie ist aber trotzdem sehr brav und lässt das alles über sich ergehen. Tapferes Mädl!

06.02.2026 – Tag 10
Das war wieder eine Nacht … viel Schlaf hatte ich nicht. Dauernd wurde ich wach, weil Nukka irgendwo an irgendwas leckte. Gestern Abend hatten wir wieder die “feine” Aufgabe, das Sekret aus der Wunde rauslaufen zu lassen. Ich weiß, warum ich Berufe mit solchen Tätigkeiten nie erlernt habe. Jedesmal packt mich der Würgereiz wenn ich das sehe …

Zweimal täglich mindestens. Den Body auch jedesmal wechseln, und das passt ihr überhaupt nicht. Die Wunde trocken zu kriegen ist derzeit praktisch unmöglich. Heute sollten wir die Befunde der bakteriologischen Untersuchung des Wundsekrets bekommen. Hoffentlich passt da alles. Nach dem gestrigen Telefonat mit unserer Haustierärztin, werden wir heute nicht zur Kontrolle in die Klinik fahren. Wir haben keine Gelddruckerei im Keller und müssen für mögliche unerwartete Komplikationen noch finanzielle Reserven bewahren. Kann nicht sein, dass man für lauter Tests ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans. Aber genau das ist das Geschäftsmodell der Kliniken. Hatten wir bei unseren früheren Hunden auch so gehabt, nur da spielten wir mit und das kostet uns unnötigerweise tausende Euro mehr als notwendig war.
Nicht dass ich es nicht gerne für die Hunde und Nukka ausgeben würde, damit sie die beste mögliche Versorgung haben, aber Versorgung ist eines, Geschäftemacherei auf Kosten besorgter Tierhalter was anderes.
Nach dem Gassigang mit Frauchen mal den durchnässten Body von Nukka ausgezogen und mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch Überraschung, die Nässe dürfte sich langsam über die ganze Nacht angesammelt haben. Aus der Wunde selbst kam danach nur wenig Wundsekret raus. Das ist schon mal sehr positiv. Sie durfte nun auch 30 Minuten ohne Body neben mir liegen und wurde ausgiebig gekrault, damit die Wunde ein wenig trocknen kann. Ohne gehts halt leider gar nicht, sie würde sofort herumlecken. Aber wir machen offensichtlich Fortschritte.
Hier ein Foto wie “Scar-Belly” nun aussieht. Links oben die Narbe wo der riesige Tumor war. Links unten die Narbe von der OP 2022, und rechts unten die Narbe wo der zweite Tumor saß. Da musste auch die ganze Milchleiste weg. Sie steckt das alles aber wirklich super weg. Erstaunlich wie hart diese Hündin im Nehmen ist.


Ihr schaut schon wieder der Schelm aus dem Gesicht …

07.02.2026 – Tag 11
Eine angenehme Nacht lag hinter uns. Nuk’ durfte ohne Body schlafen. Sie war echt brav. Schaute am Morgen auch wirklich gut aus. Nachdem ich nicht wach wurde, gehe ich davon aus, dass sie nicht geleckt hatte. Beim Aufstehen lag sie “zwischen Tür und Angel” und schnarchte tief und fest. Da konnte ich nicht auf die Naht hinsehen.
Doch kaum wach und den Body für den Gassigang angezogen, floss wieder Wundsekret raus. Muss aber wohl so sein, so staut sich nichts in der Bauchhöhle. Das Trocknen tat der Wunde aber gut. Jetzt danach, also wieder zu Hause, darf sie auch wieder ohne den Body im Haus sein. Luft und das Trocknen tun der Naht sicher gut. Man muss einem intelligenten Hund schon etwas zutrauen und auch vertrauen.

Das ist die noch offene Stelle. 2/3 der Naht sind schon trocken und verheilen gut.

Langsam wirds nun was mit der Heilung.
Um den Dippel am Rücken, um den kümmern wir uns dann, wenn “Scar-Belly” verheilt ist und die Nähte vollständig raus sind. Das wird aber noch dauern. Ist zwar nicht schön das Teil am Rücken, aber stellt keine unmittelbare Gefahr für sie dar. Ob es sich nun um einen Tumor oder nur eine Zyste handelt ist leider unklar. Wird aber bald abgeklärt werden.

Rute oben, schöner Gang, man merkt fast nix von den riesen Schnitten am Bauch. Aber es ist nach wie vor Geduld angesagt, nur kapiert ihr graues Köpfchen das nicht. Die Langeweile treibt sie an.
Am Abend beim letzten Gassigang: Diese Hündin ist einfach blöd! Ihr Hass auf Radfahrer ist so groß, dass ihr alles um sie herum wurscht ist und sich im Geschirr trotz Wunden gebährdet wie ein Raptor. Na grad das ich sie halten konnte. Zum Glück hat sie sich nun nichts aufgerissen…

08.02.2026 – Tag 12
11 Tage nach der OP. Wenn man denkt es wird wieder, kommts meist immer anders. Gestern war Nukka irgendwie eigenartig. Sie lag nur herum, manchmal raunzte sie, dann sprang sie auf die Bank und kam nicht mehr ohne Hilfe runter, alles ein wenig besorgniserregend. Am Abend nach dem Gassigang, als wir sie auszogen, legte sie sich sofort ins Wohnzimmer auf den Bauch und ließ uns nicht an die Nähte ran. Da der Body wieder durchnässt war, ist klar, dass die hintere Wunde nach wie vor offen ist, und Wundsekret rausläuft.
Nach dem Schlafengehen legte sie sich in ihr Hundebett und rumorte die ganze Zeit darin herum. Irgendwann fing sie an massiv am Bett zu schlecken, zu keuchen, zu winseln. Dann wieder Ruhe, um nach ein paar Minuten erneut damit anzufangen. Sie kratzte dann auch noch mit den Vorderpfoten am Boden herum. Also aufstehen, nachsehen. Nichts! Jede Berührung am Bauch ohne Folgen. Das ging dann noch eine gute halbe Stunde so. Also wieder auf, und sie aus dem Hundebett gehoben. Madame marschierte im Laufschritt in den Vorraum und legte sich hin. Als ich ihr nachkam, drehte sie sich auf den Rücken und zeigte mir freiwillig das Bauchi. Da war nichts. Alles trocken. Ich holte Tücher und versuchte mögliche Flüssigkeiten rauszudrücken, kein Murren, kein Winseln, keine Gegenwehr. Da war echt nichts. Wozu dann das Ganze vorher? Ist mir ein Rätsel!
Heute Morgen lag sie nach wie vor, oder schon wieder, im Vorraum. Am Rücken, die Pfoten in der Luft, vollkommen entspannt. Die Wunde nach wie vor trocken. Dann bekam sie ihre Medis, und als sie sich dann hinsetzte, drückte es nach wie vor Wundsekret aus dem noch offenen Bereich der Naht. Es muss also ordentlich Spannung drauf dass das rauskommt. Wahrscheinlich war ich gestern Abend zu “sanft” weil ich ihr nicht wehtun möchte. Dann hat sie sich wieder in ihrem Bett verkrochen. Wir vermuten dass sie irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen der Flecken hat, die sie verursacht, aber sie kann ja nichts dafür und wird auch nicht deswegen gerügt. Oder ists die “Drohung” mit dem Body, denn das Anziehen mag sie überhaupt nicht. Nachts darf sie ja nun ohne dem Teil schlafen, damit die Wunde abtrocknen kann. Wie es auch ist, der Body war dann schnell oben, und Nukka ging mit Frauchen die Morgenrunde.

Ganz entspannt und “unten ohne” zum Wundtrocknen. Jetzt ist soweit wieder alles normal. Nukka liegt faul herum und pennt viel. Das ist gut so.
Mittags durfte sie das erste Mal seit voriger Woche Mittwoch alleine für 20-30 Minuten raus auf die Terrasse. Nachdem sie extrem lästig und laut mit mir “diskutierte” ob sie ihr Futter nun schon früher kriegt oder nicht, und dann noch brutaler in der Vorgehensweise war damit sie rausgelassen wird, hab ichs halt probiert. Unter Beobachtung natürlich. Ich verstehs ja, dass sie mittlerweile unrund wird, kein Kontakt zur Außenwelt außer die Gassirunden mit uns, kein Schauen was es Neues gibt. Dabei liebt sie ihren Ausblick raus auf die Straße so sehr.
Unglaublich! Die “Kleine” war keine 20 Minuten draußen, und der erste Trampel ließ schon ihr Vieh zum Zaun! Die gelbe Warntafel am Zaun wird also wieder ignoriert! Ich pack diese Leute hier nicht mehr! Ist das z’fleiss? Absichtlich Hunde, die ohnehin schon einen von weitem sichtbaren Schutzbody anhaben, zu sekkieren? Haben diese Hundehalterinnen Glücksgefühle dabei wenn ihr “Hunderl” auf andere losgehen kann? Bald wirds jetzt echt mal eine auf die Schnauze geben, und damit meine ich nicht deren Hunde … weils immer die gleichen Idiotinnen sind!
Mit Ach und Krach habe ich Abends dann die graue Kröte wieder hereinbekommen! Nach dem Gassigang am Nachmittag, zog sie es vor sich sofort in die Hundehütte zu verdrücken. Sie weiß genau, dass ich sie da nicht rausbekomme. Ich konnte ihr nicht einmal das Geschirr ausziehen. So sinds aus 30 Minuten an der Luft halt fast 4 Stunden geworden. Natürlich hat sie sich draußen ausgetobt und ist nach 12 Tagen “Hausarrest” außer Rand und Band gewesen. Selbst schuld, wenn ihr dann am Abend wieder alles weh tut … oder auch nicht. Sie will es ja genau wissen. Typisch Malamute, volltypisch Nukka!

09.02.2026 – Tag 13
Eine ruhige Nacht ist vergangen. Nukka schlief offensichtlich gut und wanderte nicht herum, und wenn dann leise und unbemerkt. Heute Morgen musste ich kurz weg, während auch Frauchen schon am Weg in die Arbeit war, da musste sie alleine zu Hause bleiben. Das passte ihr natürlich gar nicht. Als ich wieder da war, war die Freude um so größer, und sofort musste ich mit ihr raus auf die “Gassiwiese”. Sie rannte wieder wie ein Wiesel. Scheint jeden Tag schlimmer zu werden, ihr Bewegungsdrang. Aber noch ist nicht alles zu und verheilt. Noch tropft sie aus der offenen Naht. Das wird noch dauern bis sich das schließt. Aber Geduld? Nukka? Fehlanzeige!

Gestern Abend hatten wir noch einen kleinen Disput: Ihr Schwanz beginnt die Winterwolle (?) abzustoßen. Und die Filzbüschel musste eben raus. Greif einem Malamute-Mädchen den Schwanz an! Ist fast wie ein Todesurteil für den, der es probiert! Half aber nix. Die Hälfte von der dicken Rute ist nun rausgebürstet. Ob das schon die ersten Anzeichen einer Fellveränderung durch die Kastration sind? Na hoffentlich nicht!
Die Wundkontrolle nach dem Gassigang war nicht positiv. Es hat sich ein richtig großes Loch gebildet, und abgestorbenes Gewebe hing am Rand herum. Ich habe zu unserer Haustierärztin Kontakt aufgenommen und durfte mit Nukka hinfahren.

Schaut nicht so gut aus …
Zuerst musste Nukka einmal die Angst überwinden in die Praxis reinzugehen. Das war schon recht mühsam. Dann aber fasste sie wieder Vertrauen und legte sich hin um sich untersuchen zu lassen. Zuerst wurden die Fäden der vorderen Wunde entfernt, die ja schon schön verheilt war. Dann wurde die offene Wunde gereinigt und das Gewebe entfernt das abgestorben war. Auch hier wurden dann alle Fäden gezogen und an einer Stelle 3 Klammern gesetzt weil die Wundheilung da noch nicht abgeschlossen war. Als Abschluss gabs noch Antibiotikasalbe direkt in die offene Wunde und die Wundhöhle und für nach Hause ein Wundgel zum Anwenden. Nukka ließ sich das alles wieder brav gefallen. Einzig beim Setzen der dritten Klammer quietschte sie kurz auf.
Jetzt heißt es abwarten ob sich das Loch von alleine schließt, sonst muss sie nochmals in Narkose gelegt werden, um die Wundränder des Lochs nochmals aufzumachen und neu zu vernähen. Ich hoffe, dass es von alleine zuwachsen wird und sie sich keine Infektion einhandelt…

10.02.2026 – Tag 14
Nach der gestrigen Aufregung hatten wir eine relativ ruhige Nacht hinter uns. Am Abend habe ich noch Nukkas “Bäuchlein” alias Mützenwampe versorgt. Die Wunde gereinigt, die Bauchhöhle mit Salbeitee gespült wie angeordnet. Heute Morgen war der Body nicht mehr ganz so großflächig nass. Klar sondert die Öffnung weiterhin Sekret ab, aber auch da hoffen wir auf ein baldiges Ende und ein Zuwachsen der Lücke.
Vormittag muss ich in die Tierklinik fahren, um weiteres Antibiotika zu besorgen, und auch die von der Chirurgin empfohlene Salbe, die wir in die Bauchhöhle injizieren sollen. Mich beutelts jedesmal wenn ich die Wunde sehe, aber da muss ich durch, genauso wie Nukka da nun durch muss.
Der Morgenspaziergang war wieder in Ordnung, sie knallt halt dauernd durch und lässt ihrem Bewegungsdrang freien Lauf. Was soll ich tun? Ich kann ihr nicht die Pfoten zusammenbinden und sie in eine Ecke legen … Am Donnerstag sollen wir wieder zu unserer Haustierärztin zur Kontrolle kommen. Irgendwie fühle ich mich bei ihr auch viel besser aufgehoben, als in der Tierklinik, obwohl wie schon öfter erwähnt, die Chirurgin eine Spitzenärztin ist, und die OP super durchgeführt hat. Aber das Drumherum und die Klinik selbst ist irgendwie so empathielos und kalt.
Vormittag habe ich von der Tierklinik in D. Wagram die empfohlenen Antibiotika und die Honigsalbe besorgt. Wie oben schon erwähnt … irgendwie werde ich mit dem Inhaber nicht warm. Anfänglich freundlich und nachfragend wie es Nukka geht, war zum Schluss meines Besuchs schon wieder extreme Spannung zwischen uns, nur weil ich den korrekten Unterschied zwischen “Bauchhöhle” und “Wundhöhle” nicht gleich verstand den er mir erklären wollte, weil ich fragte wie viel der Salbe in die “Bauchhöhle” rein muss … Bin ich Mediziner? Nein! Kann man jemanden auch anders erklären oder einfach hinnehmen dass man es nicht gleich versteht! Für mich sehe ich durch das Loch in Nukkas Leiste bis in sie hinein, egal wie man den Hohlraum nun nennt der da innen ist!
Wieder zu Hause hab ich sie kurz angesehen, der Body ist nach wie vor nur ganz wenig feucht. Also hab ich sie vorerst mal in Ruhe gelassen. Wir ziehen die Prozedur am Abend wieder durch, mit Hilfe von Frauchen.


Die beiden Nähte heute Abend …
Die Wundversorgung gestaltete sich heute Abend ein wenig schwierig. Nukka lässt sich nicht mehr gerne ausziehen und knurrt wie ein Riese. Auch das seitliche Hinlegen klappt erst nach einigen Anläufen. Sie ist halt stur, aber ich denke nicht dass wir ihr dabei weh tun. Denn kaum auf der Seite liegend, und von mir versorgt sowie von Frauchen gekrault … schnarcht sie.
Die vordere Naht schaut gut aus. Ich hab noch einen Faden entdeckt, den muss unsere TÄ am Donnerstag dann noch entfernen. Die hintere Wunde ist natürlich noch offen, aber es kommt viel weniger Wundsekret raus als an den Tagen zuvor. Die 3 Klammern sitzen gut, der Rest der Wunde ist auch ok. Nach der Spülung der Bauchhöhle und der Reinigung der offenen Stellen kam zusätzlich noch der medizinische Honig in die Wunde, danach das Wundgel (das ist, was am Foto so glänzt), und anschließend ein frischer Body, fertig. Nun kam noch das dumme Gschau von Nukka, warum die Kraulerei schon vorbei ist …

11.02.2026 – Tag 15
Ein halbes Monat ist schon wieder seit der OP um. Die Zeit läuft und läuft. Kurzer Blick “unter den Hund”, ihr Body ist nur ganz leicht feucht. Die Stelle wird aber immer kleiner. Wir sind also weiterhin am richtigen Weg. Das Inflacam (Metacam) haben wir nun von 50 auf 30 (kg) reduziert, das Antibiotika gibts weiterhin morgens und abends. Jetzt gehts erstmal raus auf die Gassiwiese.
Am Abend wieder die übliche Wundreinigung durchgeführt. Die Öffnung schien heute noch größer zu sein als an den vorigen Tagen. Langsam weiß ich nicht mehr was wir hier tun sollen. Wir befolgen natürlich weiter alle Anweisungen der Tierärztin und hoffen auf schnelles Schließen der Wunde und dann Heilung.

12.02.2026 – Tag 16
Die Wunde nässt. Am Morgen war wieder der Schutzbody über der offenen Wundhöhle komplett nass. Nukka geht aber nicht ran, also heilt das nicht richtig. Wenn wir heute unseren Wagen wieder aus der Werkstatt bekommen, dann fahren wir zu unserer Haustierärztin und lassen das nochmal ansehen. Ein Verschließen wäre ja wohl auch nicht so gut, weil sich dann wieder innen das Wundsekret aufstauen würde. Ist nicht einfach das Ganze. Nun sind wir schon 15 Tage nach der OP, so lange hat die Heilung 2022 nicht gebraucht.
Mittlerweile habe ich die täglichen Berichte über Nukkas Behandlung und Fortschritte auf Facebook eingestellt und alles davon deaktiviert. Mir reichts, ich hab die Schnauze von den selbsternannten “Expertinnen” sowas von voll! Das fing damit an, dass ich als Tierquäler bezeichnet wurde, die Hündin ohnehin eingeschläfert werden wollte wenn sie so einen Krebs hat, unsere Tierärzte keine Ahnung haben was sie tun, bis zu: Das Loch muss mit Zugsalbe gefüllt werden (!), zutackern (!), mit Cyanidkleber verschließen weil das geht immer (!), der Hund ist zu fett deswegen heilt das nicht (!), … uns vielem mehr. Nein, sowas lasse ich mir nicht gefallen, und all diese Vollidiotinnen und Idioten sind auf meiner Sperrliste gelandet. Ich versteh nur nicht, wieso man mit solchem Unwissen andere unbedingt diffamieren oder auch schädigen will! Das kann bis zum Tod der Hündin führen, wenn man diese”Ratschläge” befolgt!! (Speziell dann, wenn man nichts hinterfragt und gutgläubig danach handelt!)

Am Abend durfte Nukka dann 1 Stunde ohne Body sein, was sie offensichtlich seh genoss und ausnutzte. Danach gabs die tägliche Wundreinigung und -versorgung, aber nicht ohne dass sie vorher versuchte, sich in ihrem Bett zu verschanzen damit ich nicht an die Wunde rankomme. Das Reinigen und Spülen lässt sie sich mühelos machen, wenn man sie erst mal seitlich liegen hat. Bis dahin kanns aber schon mal sehr nervzehrend sein.

13.02.2026 – Tag 17
The same as the last days? Yesss!
Der Body ist wieder feucht, die Wunde nach wie vor offen. Ich denke da brauche ich dann nicht mehr darüber zu schreiben. Nur eine Anmerkung meinerseits: Mit einem großen Hund ohne Wagen, ist man hier eigentlich voll angeschissen. Man kommt mit dem Tier praktisch nirgends hin wenn es nicht zu 100% mobil ist. Öffis? Vergesst es! Bin nur froh, dass wir in den letzten Tagen keinen Notfall mit Nukka hatten, dann wärs echt brenzlig geworden. Das zum Lieblingsthema der Klimasekte, wir sollen doch mit den Öffentlichen fahren…
Den ganzen Tag über ist der Body von Nukka immer nur leicht feucht gewesen. Die Wundsekretion scheint also heute zumindest zurückgegangen zu sein. Auch eine zweite, jetzt gute, Nachricht haben wir zu vermelden: Der riesige Dippel am Rücken, der ja auch wegoperiert hätte werden sollen, ist aufgeplatzt! Das was da rausgeronnen ist, ist definitiv von einem Abszess oder einer Zyste. Also kein Tumor! Und damit zumindest keine neuerliche Operation an dieser Stelle. Das bleibt ihr nun wenigstens erspart.
Am Abend dann noch 1 Stunde ohne Body … danach die Wunden reinigen und versorgen, die Zyste so weit es ging noch entleeren und anschließend die Abschlussgassirunde für den Tag erledigt. Sie ist so brav und lässt sich fast alles gefallen ohne zu murren. Nur beim Aus- und Anziehen des Bodys, da knurrt sie und wehrt sich dagegen. Klar, mir würde das enge Teil nach über zwei Wochen auch schon auf die Nerven gehen.



Langsam wirds was mit der Heilung. Ganz Links, der aufgeplatzte “Dippel” am Rücken. In der Mitte die vordere Narbe, trocken, bereits gut geheilt. Rechts, die hintere Narbe, noch offen, aber schaut auch schon viel besser aus als vor ein paar Tagen.

14.02.2026 – Tag 18
8 Uhr morgens … Nukka schlief noch tief und fest, musste dann aber mit Frauchen raus auf die Gassiwiese. Ihr Body ist heute Morgen trocken gewesen. Also keine Wundsekretion, oder die Lücke hat sich irgendwie verklebt und ist zu. Sieht man so halt nicht wenn sie angezogen ist. Wir lassen sie auch in Ruhe damit. Genaue Kontrolle gibts wieder am Abend.
Der Gassigang am Nachmittag verlief problemlos, aber wieder einmal mit einer durchgeknallten Hündin. Sie kann es nicht lassen einfach durchzustarten und loszurennen wie wenn sie eine Wespe gestochen hätte. Aber naja, sie wird schon wissen was sie sich zutrauen kann … oder auch nicht.

Die Wundreinigung am Abend war wie immer schwierig. Den Body konnten wir noch ausziehen, dann verzog sie sich und legte sich immer so hin, dass wir nicht an den Bauch konnten. Irgendwann schafften wir es dann doch. Die Zyste heilt gut zu, ist trocken, aber das Loch im Bauch ist nach wie vor offen. Mir kam es bei der Spülung aber so vor, als würde nun schon weniger Flüssigkeit in die Wundhöhle passen, also verkleinert ist. Anfangs passten fast 2 volle Spritzen hinein, heute war es gerade mal eine. Heute Nacht haben wir sie ausnahmsweise auch ohne Body schlafen lassen, und sie hat es ausgenutzt.

15.02.2026 – Tag 19
8:50 Uhr, Nukka schläft noch immer. Bodylos. 9:10 Uhr, Nuk’ muss raus aus den Federn! Zuerst den Body wieder anziehen, was ihr gar nicht passte, dann das Antibiotika mit der Leberpastete verabreicht. Feines Mädchen. Leider konnte ich die Wunde nicht ansehen, Grande Madame ließ es nicht zu. Ich hab Geduld, wird sich am Vormittag schon noch ergeben, der Kontrollblick.
Seit gestern bekommt sie auch kein Inflacam mehr. Scheint ihr aber nichts auszumachen, also keine Schmerzen. Das ist gut. Behandelt wird nur mehr mit dem Antibiotika, die Wunde mit Salbeitee spülen, die Honigsalbe in die Wundhöhle einbringen, und mit dem Wundgel außen alles besprühen.
Am Abend nach dem letzten Gassigang gabs wieder das übliche Knurren beim Bodyausziehen, aber da muss sie halt durch. Die Wunde selbst? Trocken! Also nur außen gereinigt, Honigsalbe hineingedrückt und ein wenig einwirken lassen, dann durfte sie wieder ohne ihren “Schutzanzug” schlafen gehen. Die zweite Nacht ohne.

Am Nachmittag war der Body unten leicht feucht, trocknete aber bis zum Abend vollkommen aus.

16.02.2026 – Tag 20
Jetzt haben wir bald Ende der dritten Woche erreicht. Um 9 Uhr pennt die Schlafmütze immer noch. Die Nacht war heute relativ unruhig, Nukka wanderte viel umher. Werde mir dann das Ganze ansehen, wenn sie wach ist.
Ansehen? Keine Chance! Anziehen des Bodys? Mit extremer Gegenwehr und Knurren. Ja, ich weiß, sie mag das Teil nicht mehr oben haben. Immerhin muss sie schon fast 3 Wochen damit herumlaufen. Da er eng anliegt dürfte sie das auch stören. Aber es heißt nach wie vor: Durchhalten. Es darf kein Schmutz an die offene Stelle kommen.





Unterwegs auf Wegen wo uns niemand am Arsch geht. Nukka genießt es, endlich wieder raus- und rumzukommen. Sie hat schon die zweite Nacht ohne Body schlafen dürfen. Ich hoffe die Genesung geht so weiter. In Geduld müssen wir uns trotzdem noch weiterhin üben, aber ich glaube, das Gröbste haben wir hinter uns.
Heute Nachmittag hats ein bisserl was von Frau Holle gegeben. Nukka nahms gelassen, und spazierte mit mir langsam und gemütlich unsere Runde.


So weit ich sehen konnte ist ihr Body noch immer trocken. Bin schon am Abend gespannt, wenn wir sie wieder ausziehen müssen. Am Nachmittag bei der Gassirunde am es abermals zu einer unschönen Begegnung. Ich verstehe so ein Verhalten dieser hier ansässigen Hundehalter und Hundehalterinnen nicht. Ich habe meinem Unmut dann auf Facebook freien Lauf gelassen …
WIESO? Wieso verfolgt man andere Gassigeher penetrant, egal wo und wie der abbiegt? Wieso versucht man den um alles in der Welt mit seinem eigenen Hund einzuholen? Wieso leint man dann den Hund ab um aufschließen zu können obwohl man von weitem sehen kann, dass der andere Hund einen Schutzbody anhat???? WIESO muss ich immer wieder meinen Pfefferspray einsetzen um mich dann beschimpfen und bedrohen zu lassen, nur weil diese Arschlöcher ihre Hunde einfach nicht angeleint halten wollen weil sie der Meinung sind, ihre Viecher müssen mit jedem anderen Hund unbedingt spielen????? WIESO?????


Nach dem Abendspaziergang, wie immer, der Kampf ums Ausziehen des Bodys. Sie will das einfach nicht mehr mitmachen. Klar, mir würde das nach dieser langen Zeit auch schon am Nerv gehen. Aber es muss sein. Leider war das Teil wieder an einer Stelle feucht. Die Wunde nässt also immer noch und wie man am Foto sieht, ist sie auch noch offen. Also gabs wieder das volle Programm. Salbeiteespülung, Honigsalbe, Wundgel, und so nebenbei hab ich ihr dann noch die drei Wundklammern entfernt, da die eine Stelle der Naht die beim Entfernen der Fäden aufgegangen war, jetzt gut zusammengeheilt war. Das ließ sie sich ohne Murren gefallen. Braves Mädchen! Der aufgeplatze Dippel, also die Zyste am Rücken, heilt allen Anschein nach auch gut ab und trocknet ein. Wird aber auch weiter von mir beobachtet und behandelt.


17.02.2026 – Tag 21
Das war wieder eine Nacht! Nukka durfte die dritte Nacht ohne Body schlafen, aber leckte permanent irgendwo an ihr herum. Wir haben nicht feststellen können an was. Jetzt am Morgen, wenn die graue Eminenz dann mal wach wird und vielleicht aus ihrem Bett kriecht, werde ich die Wunde kontrollieren müssen. Hab da einen schlimmen Verdacht …
Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Sie dürfte doch nicht direkt an der Wunde geleckt haben, zumindest schaut es nicht danach aus. Ich hab sie mit dem Wundgel eingesprüht, den Body angezogen, und schon gings raus auf einen Schnee-Spaziergang.






Die Wundversorgung am Abend ging wie gehabt von statten. Knurren beim Ausziehen, Mätzchen beim Hinlegen, aber dann wenn sie mal liegt, gehts recht gut. Die Wunde ist nach wie vor offen und rinnt. Sind wir zu ungeduldig? Wir wissen es nicht. Aber ich denke mal, wenn es nicht aufhört zu nässen, dann hat ein Verschließen auch keinen Sinn, weil sich die Wundhöhle erst recht wieder füllen würde und dann aufgemacht werden müsste. Wir machen weiter wie gehabt …

18.02.2026 – Tag 22
Die Nacht war heute ok, kein Lecken, kein Wandern. Nukka schnarchte und schlief gut und fest. Mal schauen, was der heutige Tag wieder bringen wird. Die Wundkontrolle haben wir auch gemacht, es wird langsam weniger was da rausrinnt, aber das Loch ist nach wie vor so groß wie am Anfang. Zumindest erkenne ich keine Veränderung. Auch nicht an den Fotoserien die ich zur Kontrolle und Dokumentation täglich mache. Die Rötung verschwindet immer mehr. Das ist zumindest schon mal eine positive Sache.

Die Lücke schließt sich nicht, aber ist vielleicht auch gut so, wenn die Wundhöhle noch nicht aufhört zu nässen.
Da wir heute das letzte Antibiotika geben, habe ich Rücksprache mit unserer Haustierärztin gehalten und nun beschlossen, statt der Honigsalbe die wir verwendeten, eine antibiotikahaltige Salbe von ihr zu nehmen. Am Nachmittag hole ich die dann ab und dann werden wir schauen wir die Wirkung damit ist. Das Hauptproblem bei Nukka ist ja nach wie vor die nässende Wundhöhle. Ohne einer Austrocknung dieser, kein Verschluss der Wunde selbst. Egal ob von alleine oder mit einem kleinen Eingriff.
Wundkontrolle am Abend: Wieder alles nass, die Öffnung schaut aber kleiner aus. Wir haben heute keine Spülung mehr gemacht um die Wundhöhle nicht immer noch feuchter zu machen, sondern die neue Salbe reingedrückt. Danach alles gereinigt und das Hydrogel drauf. Nukka hat heute auch die letzte Portion Antibiotika bekommen. Ab jetzt ist sie medikamentenfrei.

Die letzte Portion Antibiotika …

19.02.2026 – Tag 23
Die Zeit vergeht, wir sind schon über 3 Wochen nach der OP angelangt. Nukka gehts mit Stand gestern Abend sehr gut. Auch die Spaziergänge werden nun wieder länger, und sie führt sich auf wie vor der OP. Bringt der Wundheilung in der Leiste natürlich genau nichts, aber wie soll man einen Malamute bändigen, dem langweilig ist? Geht nicht!

20.02.2026 – Tag 24
Die neue Salbe dürfte besser sein, als die Honigsalbe. Zumindest haben wir den Eindruck, dass heute Nacht nichts genässt hat. Auch nach ihrem unkontrollierten Rennen im Garten (ja, der Schnee lässt sie durchknallen) ist der Body nur außen vom Schnee aber nicht innen von der Wunde feucht. Wir beobachten weiter.
Einzig, gelb gekotzt hat sie nach ihren Laufeinlagen. Aber das kann durchaus die Anstrengung gewesen sein, und da sie nichts im Magen hatte, deutet das auf Gallenflüssigkeit hin. Nix worüber man sich nun Gedanken machen müsste.



Die Wildsau heute im Schnee!

21.02.2026 – Tag 25
Tag 25 der Genesung Nukkas. Die Narben verheilen im Prinzip sehr gut, die Krusten fallen immer mehr ab. Einzig die Problemstelle macht uns nach wie vor Sorgen. Es scheint aber so, als würde mir der neuen Salbe der Heilungsprozess langsam ins Laufen kommen. Zumindest beginnen einige Flächen langsam zu trocknen und rosa Farbe anzunehmen. Nach wie vor kommt dickere Flüssigkeit aus der Wundhöhle, aber ich vermute dass dies nun schon eine Mischung der Salbe mit viel weniger Wundsekret ist. Gestern Abend war Nukkas Body zumindest bei der alltäglichen Wundkontrolle fast trocken. Ein gutes Zeichen.

Das Nässen wird weniger, und Nukka selbst fühlt sich offensichtlich wohl.

22.02.2026 – Tag 26
Die Nässerei der Wunde wird weniger. Das haben wir gestern Abend wieder festgestellt. Ein Teil der offenen Wunde heilt mittlerweile, die Lücke ist aber immer noch offen. Ob sich die Wundhöhle bereits verkleinert, kann ich nicht sehen. Ich gehe aber mittlerweile davon aus. Die Behandlung mit der antibiotischen Salbe wird aber weitergeführt. Sie scheint zu wirken.

Die Wunde heute Abend. Der linke Bereich heilt langsam zu und ab, die Lücke ist nach wie vor offen.
Wir haben nun auch das Problem mit dem Verkleben des Fells durch die Salben und dem Hydrogel. Ist nicht rauszukriegen, und waschen wollen wir mit der offenen Wundhöhle noch nicht. Ein wenig konnte ich das noch reinigen, aber die Verfilzungen sind ein Problem.

23.02.2026 – Tag 27
Das war wieder eine Nacht! Um 1 Uhr früh wurde Nukka vollkommen unrund und lief wild im Haus herum. Ich stand also auf, und schaute was los ist, und sie wollte unbedingt raus. Alarm! Also mich anziehen, Nukka den Body anziehen, Geschirr rauf und raus in die Nacht. Zuerst dachte ich sie will im Siedlungsgebiet gehen, dann aber steuerte sie die Felder an, und ich keine Stirnlampe mit … Irgendwie kamen wir bei dem derzeitigen Gatsch und den vielen Lacken auf ihre “Kackwiese” wo sie aber sowas von Dünnpfiff hatte. Keine Ahnung warum und wieso, denn die Medikamente samt Antibiotika bekommt sie schon seit Tagen nicht mehr. Zu Hause dann den Body angelassen und ab ins Land der Träume. Wenigstens hat sie sich brav gemeldet gehabt.
Die Kröte schlief nach der Aktion heute Nacht bis nach 9 Uhr Vormittag! Ich musste sie sogar wecken! Dann fuhren wir raus in den Wald, wo sie ihr Geschäft wieder fast normal verrichtete. Also nach wie vor unbekannt was da heute Nacht los war.

Der ganze Schnee ist leider auch wieder weggeschmolzen. Nun haben wir leider wieder nur Gatsch und Dreck.

24.02.2026 – Tag 28
Der gestrige Tag verlief wie alle anderen auch. Die Nacht war ruhig, der Durchfall ist wieder vorbei. Heute Morgen konnte ich kurz einen Blick auf ihre “Bauchbelüftung” machen, und sie war trocken. Body anziehen, Knurrerei wie gewohnt, raus in den Wald und spazieren gehen. Sie ist fast wieder ganz die Alte.

Wundkontrolle am Abend: Schaut mittlerweile schon viel besser aus. Leider ist noch immer die Öffnung da und scheint sich nicht zu verkleinern. Wie die Wundhöhle innen aussieht ist leider nicht zu sehen, auch nicht ob sie sich verkleinert hat kann man nicht erkennen. Aber: Sie nässt nicht mehr, und das ist schon ein großer Erfolg.

Langsam, ganz langsam wird es nun. Ob sich das Loch auch noch von selbst schließen wird? Wir wissen es nicht. Aber die Salbe unserer TÄ hat zumindest bisher große Erfolge gebracht.

25.02.2026 – Tag 29
Heute vor exakt 4 Wochen wurde Nukka operiert. Dass die Heilung so lange dauern würde, damit haben wir zwar nicht gerechnet, aber sie hat zumindest soweit alles super gut überstanden und ist schon wieder ganz die Alte. Des Teufels Tochter würde ich mal behaupten. Wichtig für uns: Wir haben ihr noch einiges an Zeit verschafft, denn mittlerweile wäre der Tumor, bei dem rasanten Wachstum den er hatte, schon aufgeplatzt gewesen und wir hätten nichts mehr für sie tun können.
Zusammengefasst kann man durchaus behaupten, es geht ihr sehr gut, und es sind keine Anzeichen von weiteren Tumoren oder Streuungen zu merken. Sie atmet normal, sie rennt und gibt sich wie ein Junghund, sie frisst und erledigt ihre Geschäfte wie es sein soll. Also wozu weiter darüber nachdenken was kommen könnte. Jeden Tag mit ihr genießen und Danke sagen. Das ist die Devise.
Habe heute das aktuelle Foto mit ein paar Fragen an unsere TÄ geschickt um am Nachmittag mit ihr telefoniert. Sie meint, das schaut alles schon sehr gut aus, und ich soll mir keine Sorgen machen. Das heilt von selbst zu, so ihre Meinung dazu. Tja, ich vertraue ihr, und sie wird schon wissen was Sache ist, so hoffe ich.

26.02.2026 – Tag 30
Die Wundkontrolle gestern abend war überraschend gut. Kein feuchter Fleck am Body, die Wunde trocken. Es wird also nun langsam was. Wir haben nur mehr die Salbe in die Öffnung gespritzt, und außen nichts gemacht, damit es weiterhin trocken bleibt. Schaut also wirklich gut aus, wenns so weiter heilt.
Heute Abend sah die Wunde auch wieder gut aus. Aber dafür haben wir ein neues Problemchen: Die Kruste an der vorderen Narbe hat sich abgelöst und drunter sind noch Fäden vorhanden. 3 Enden standen aus der Haut heraus. Ich konnte sie aber nicht entfernen, wie wenn sie innen verwachsen wären. Keine Chance die ziehen zu können. Als dann schon Blut an den Stellen zum Vorschein kam hörten wir auf mit dem Versuch die rauszukriegen. Nukka murrte dann auch schon, und wollte nicht mehr.

01.03.2026 – Tag 33
Laaaangsam, aber es wird so wie es aussieht. Die Wundhöhle ist zwar noch immer offen, abermittlerweile trocken. Das ist gut. Jetzt muss sie von selbst zugranulieren. Dieser Prozess kann Wochen bis Monate dauern. Also Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Gestern Abend schaute alles schon so aus:


Sie ist ja so brav bei der Wundversorgung. Als Belohnung gibts dann immer lange Krauleinheiten.


02.03.2026 – Tag 34
Da gestern alles so super ausgesehen hat, und auch heute früh die Wunde trocken gewesen ist, durfte Nukka mit mir ohne Body rausfahren zu unserem Morgenspaziergang. Sie hat es genossen. Leider hat die Kröte dann zu Hause gemeint, sie sei unbeobachtet (ich hab sie dann noch draußen gelassen, aber über die CAM beobachtet) und könne nun anfangen an der Wunde zu lecken. Da hat sie mit Herrchen wohl nicht gerechnet und bevor sie sich noch weigern konnte, war der Body wieder angezogen. Wer nicht hören will, muss eben fühlen!

Übrigens, ich habe ja noch gar nicht von meiner Begegnung mit einer selbsternannten Expertin für Huskies erwähnt, die ich vor 2 Tagen hatte. Da ist uns glatt eine Dame mittleren Alters entgegen gekommen, und ich merkte schon am Blick von ihr, dass da was kommen würde. Und genau so war es auch. Sie sprach mich mit einem knappen Gruß an, und sprudelte sofort ihr Begehr raus. Ob ich eh wisse, was ich da für einen Hund an der Leine habe, weil sie ist eine Expertin für Huskies, und will mir nur mitteilen, dass das was ich mache eigentlich Tierquälerei ist. Bei mir klingelten gleich wieder mal die Alarmglocken und ich spürte den inneren Zorn in mir aufsteigen. Als ich dann relativ rauh nachfragte, welche tierschutzrelevanten Verstöße sie mir anhängen will, kam auch gleich ihre Antwort, und ich dachte mir: Wieso sind manche Leute sowas von Vollidioten, und merkens nicht einmal! Die sind sowas von sich selbst überzeugt, dass es weh tut! Aber leider sind genau solche “Weiber” in den Schlüsselpositionen von Ämtern und Regierungsstellen, die uns dann mit Tierschutzregeln und Gesetzen drangsalieren die nur ihrer Ideologie und Einstellung entsprechen. Aber Ahnung haben sie NULL und KEINE! Was ich also falsch mache?
Ich ziehe einem Husky etwas an, was den Wärmeaustausch behindert und der Hund an einem Hitzestau verenden könnte!!! Da reichen kleine Spaziergänge aus um den Hund umzubringen. So ihre Ansicht und Aussage! Weil die Huskies sind für kalte Temperaturen gezüchtet und eigentlich hier bei uns im Warmen ohnehin Fehl am Platz!
Gibts sowas wirklich?? Offensichtlich ja! Ich habe mich aber diesmal NICHT mit der Dame weiter befasst, sondern nur mal laut aufgelacht und bin weiter gegangen… Was soll man so einer Person erklären? Dass Nukka eine Post-OP-Schutzbody anhat der nicht vor Kälte schützt sondern die Wunde? Das Nukka kein Husky ist? Das Nordische nicht über den Körper den Wärmeaustausch machen, sondern über die Zunge und die Pfoten und deswegen auch nicht am Körper schwitzen, weil sie keine Schweißdrüsen wie wir Menschen haben und deswegen da keine Regulierung stattfindet? Das der Body luftdurchlässig ist und keineswegs einen Hitzestau verursachen kann? So viel arrogante und besserwisserische Blödheit auf einem Fleck hab ich schon lange nicht mehr erlebt. Und wie schon erwähnt: Genau SOLCHE sitzen in den Tierschutz-Orgas und gesetzgebenden Stellen des Staates.
Kontrolle am Abend, schaut schon viel besser aus:



03.03.2026 – Tag 35
Neuer Tag, neuer Versuch. Ob sie heute brav sein wird, und den Tag ohne Body verbringen kann? Mal schauen …













Das ihr “Bauchi” nicht mehr das schönste werden wird ist klar, aber das ist uns vollkommen egal. Hauptsache sie hats soweit überstanden dass sie wieder problemlos herumteufeln kann. Was uns auch aufgefallen ist: Das zeitweise Humpeln links vorne (wo der große Tumor war) ist auch vollkommen weg. Also muss sie sehr wohl beeinträchtigt gewesen sein.

05.03.2026 – Tag 37
Nukka ist nun schon den zweiten Tag komplett ohne Body. Sie geht offensichtlich nicht an die Wunde und das ist gut. So kann wieder Luft und Sonne ran. Auch wenn sie alleine draußen auf der Terrasse ist, ist sie brav. Natürlich ist die Öffnung noch lange nicht zu, aber wir kontrollieren täglich, und behandeln wie gehabt.
Langsam merkt man wohl die Hormonumstellung der Kastration. Sie ist bei einigen Sachen mürrischer als früher, dann wieder verschmuster als vorher, und was am Schlimmsten ist: Sie ist permanent hungrig. Bisher hat sie die normale Futterration inkl. Leckerlies bekommen. Das müssen wir dringend überdenken. Warum? Sonst platzt sie wohl in ein paar Monaten …

07.03.2026 – Tag 39
Unserem “Bussibauchi” wächst schon das Fell nach. Greift sich wie ein bisserl struppiger Teddybär an. In ein paar Monaten wird man nichts mehr davon sehen.

Nuk’ ist nun schon die ganze Zeit ohne Body. Sie geht jetzt nicht mehr an die Wunde. Obwohl noch offen, wird das Loch aber kleiner. Nach wie vor besteht die Hoffnung, dass sich das von alleine schließen wird. Nach neuen Recherchen von mir kann das aber Monate dauern. Naja, gut Ding braucht halt Weile. Bis es zu ist, darf sie halt nicht baden gehen.

11.03.2026 – Tag 43
Nukka wird kugelrund … trotz reduzierter Futtermenge hat unser Fellberg leider zugelegt. Sie ist auch den ganzen Tag nur hungrig und von Fressgier getrieben. Mittlerweile fängt sie an, ihr Futter gierig zu schlingen. Das hat sie vorher nie getan. Ich glaube, das wird noch ein Problem werden. Die Wunde selbst beginnt sich wohl langsam zu schließen. Zumindest ist die Öffnung in der Bauchdecke optisch kleiner geworden so weit ich das sehen konnte. Sie lässt mich aber auch nicht wirklich ran um ordentlich nachzuschauen. Madame ist auch relativ unrund und knurrt gleich wenn ich mich um die Sache kümmern will. Sie hat einfach die Schnauze voll und will das nicht mehr. Irgendwie verständlich.

Sonst ist bei ihr alles in Ordnung. Sie erledigt ihre Geschäfte, läuft nach wie vor nun mit ihrem Spielzeug herum und raunzt und weint, vergräbt Leckerlies für schlechte Zeiten in ihrem Hundebett, knallt 4-5x am Tag vollkommen durch und führt sich auf: Kurz, sie ist so gesehen wieder die “Alte”.

15.03.2026 – Tag 47
1 1/2 Monate nach der OP ist die Öffnung zur Wundhöhle immer noch da. Kleiner, kurzfristig wieder feucht, nun aber wieder trocken. Das wird mit Sicherheit noch lange dauern wenn der Heilungsprozess so langsam vonstatten geht. Langsam stoße ich damit an meine Geduldsgrenze, denn Nukka will herumtoben, ins Wasser gehen, nachholen was sie die letzten Wochen versäumt hat. Und jedesmal muss ich sie bremsen und ihr die schönen Dinge, die sie halt so gern macht, verbieten.

Nun beginnt sie leider immer mehr zu fressen, auch da müssen wir sie einschränken, was ihr natürlich nicht passt. Und ein hungriger Malamute kann furchtbar werden. Habs die letzten Tage schon erleben müssen.

16.03.2026 – Tag 48
Heute Morgen konnte ich erstmals wieder genauer auf Nukkas “Luftloch” schauen, und ja, es scheint so als würde es sich endlich von innen heraus langsam schließen. Hier zum Vergleich gegenüber den letzten Wochen:


Die Wunde sondert zwar noch immer leicht Flüssigkeit ab (oder sie hat daran herumgeleckt, ich weiß es nicht), aber scheint immer kleiner zu werden.

Auf jeden Fall fühlt sie sich rundum wohl und genießt ihr “neues” Leben ohne diese scheiß Tumore. Die nächsten Monate werden zeigen wie gut sie es diesmal auch wegstecken wird. Jedenfalls ist sie nun wieder weit aufgeweckter und lästiger als vor der OP, führt sich zeitweise wie ein pupertärer Junghund auf und will plötzlich zweitweise mit mir sogar raufen, wobei die da wirklich vorsichtig mit ihren Zähnen ist. Zum Glück hat dieser “Junghund” ja keine Milchbeisser mehr … *lach*

17.03.2026 – Tag 49
Auch heute Morgen war die Öffnung wieder feucht. Die Flüssigkeit leicht gelblich gefärbt. Riecht aber nicht. Möglicherweise presst nun die Wundhöhle die letzten Reste der Salbeitee und Salbenbehandlung raus, bevor sie sich verschließt. Vermute ich mal. Da kein übler Geruch vorhanden ist, ist es keine innere Entzündung. Ich beobachte das weiter.

Augenscheinlich schließt sich die Öffnung aber. Schaut zumindest täglich besser aus.

22.03.2026 – Tag 54
1 Monat, 3 Wochen und 1 Tag sind nun vergangen. Wie schaut die Wunde aus? Tja, es zieht sich nach wie vor. Aber mittlerweile, nach zwischenzeitlichen Feuchtphasen, ist sie wieder trocken und zieht sich immer mehr zusammen.

Aber unser neues Problem:



Die Kastration sieht man ihn nun schon extrem an! Obwohl sie schon weniger Futter bekommt, wird sie immer runder! So arg haben wir das nicht erwartet. Da muss noch mehr gegengesteuert werden, denn so eine Gewichtszunahme ist nicht gut. Gar nicht. Aber eine hungrige Malamutehündin ist auch nicht gut, Nukka kann durchaus brutal werden und extrem lästig. Vielleicht hilft ein anderes Futter.

28.03.2026 – Tag 60
Fast zwei Monate nach Nukkas OP ist nun endlich Licht am Ende des Tunnels … Ihre Wunde ist trocken und schließt sich endlich. Sie ist mittlerweile auch wieder ganz die Alte, führt sich auf wie ein Junghund, genießt aber auch entspannende Stunden mit Faulenzen und Kuscheln. Die Narben verschwinden teilweise schon unter ihrem neuen Fell, werden aber teilweise immer sichtbar bleiben. Ich schätze mal, das ist ihr egal, denn es geht ihr wieder gut. Bisher sind keine weiteren Symptome oder Probleme aufgetreten, die auf das Streuen der Tumore hinweisen könnten.

Sie fühlt sich wieder komplett wohl.

31.03.2026 – Tag 63
2 Monate sind nun schon vergangen, und nun tauchen die Auswirkungen der Kastration auf. Abgesehen davon dass Nukka einen massiven Drang dazu hat, ihr Spielzeug oder auch Kaustangen durch die Gegend zu tragen und dabei zu raunzen und zu weinen wie wenn man ihr was antun würde, hat sie bereits erste Wesensveränderungen. Teilweise wirkt sie mürrisch-aggressiv knurrt bei kleinen Bewegungen die wir machen auf, kommt aber ein paar Minuten später um zu schmusen und zu kuscheln. Schnappen oder beißen würde sie nie, aber diese Gemütswechsel sind halt nicht so einfach bei so einem großen Hund.
Das Fell ändert sich auch bereits. Wird struppiger. Am Schwanz hat sie jede Menge Fell verloren und somit ist ihre einst stolze Rute nur mehr halb so dick wie vorher. Die Nachteile die eine Kastration so mit sich bringt, werden halt meist verschwiegen oder nicht kommuniziert. In ihrem Fall aber musste es ein um nicht wieder hormonelle Berg- und Talfahrten zu haben, die zu weiteren Tumoren führen könnten.
Das an den rasierten Stellen nachwachsende Fell hat zwar schon an Dicke gewonnen, aber keine Farbe. Da ist sie überall weiß. Nur vereinzelt stehen Deckhaar mit schwarzer Spitze raus. Was aber noch schlimmer als alles andere ist: Sie wird zu einer Kugel. Obwohl ohnehin schon mit dem Futter reduziert, scheint es, als würde sie bald platzen. Ob das nun Gewichtszunahme ist, oder eine andere Ursache (innere Flüssigkeitsansammlungen, weitere Tumore, …) hat, wissen wir erst nach einer Untersuchung bei unserer Tierärztin. Diese steht zwar an, aber Nukka ist nicht dazu zu bringen, aus dem Wagen zu springen und in die Ordination zu gehen. Zweimal wäre sie bereits aus dem Geschirr geschlüpft und abgehauen. Nicht gut, wenn sie hier auf die Straße läuft.
Ich hoffe, dass sie bald wieder Vertrauen in TÄ fassen kann, um zumindest mal angesehen werden zu können.

Tja, wenn die Hasen im Frühjahr rauskommen und ihr vor der Nase tanzen …

02.04.2026 – Tag 65
Gestern “durfte” ich wieder einmal ihren Bauch kontrollieren. Natürlich nur unter schwerem Gegrummel und Geknurre. Grande Madame ist da sehr ungehalten wenns um ihre “Wampe” geht. Das Scarbelly muss beschützt werden, keine Frage.
Die Wunde ist nun endlich trocken, und scheint auch schon zu zu sein. Ob die Wundöffnung nun vollkommen zugranuliert ist, konnte ich nicht sehen, aber es schaut zumindest oberflächlich sehr gut aus. Ein Indiz dafür, dass sie keine Beschwerden oder Schmerzen in dem Bereich hat ist die Tatsache, dass wenn sie durchknallt und wieder einmal ihren Laufdrang hat, sich unvermittelt auf den Bauch schmeißt, aufspringt, weiterrennt, sich wieder auf den Bauch wirft, usw.
Es scheint ihr wirklich wieder vollkommen gut zu gehen. Nach zwei Monaten endlich eine Sorge weniger.

