Bobotie … Kulinarisches aus Südafrika

Bobotie – Ein etwas anderes Rezept

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Zutaten (Für 4 Portionen):

1 Scheibe Weißbrot
1 kleine Banane
250 ml Milch
1 kg Rinderfaschiertes
1 Zwiebel, klein gehackt
1/2 Tasse Rosinen, kernlos
1/2 Tasse Mandelkerne, geschält und gehackt
3 TL Marillenmarmelade
3 TL Früchte-Chutney
25 ml Zitronensaft
2 TL Currypulver
1 TL Kardamom
2 TL Salz
2 TL Öl
3 Eier
4 Lorbeerblätter

Zubereitung:

Zunächst die Banane zerdrücken, und mit der Hälfte der Milch und der Weißbrotscheibe vermischen, und ein wenig ziehen lassen. Die Masse mit dem Faschierten gut vermengen.

Alle anderen Zutaten (ausgenommen die Milch, das Öl, die Eier und die Lorbeerblätter) der Faschiermasse zufügen und gut durchkneten. Danach das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, und die Masse gut anbraten. Danach in eine Backform füllen.

Die Eier mit der Milch mischen, und über das Faschierte gleichmäßig verteilen. Die Lorbeerblätter zur Garnierung darüber verteilen und Bobotie bei 180°  auf der mittleren Schiene und Umluft backen, bis es braun wird (ca. 35-45 Minuten).

Tipp:

Zu Bobotie Safranreis servieren!

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Schmeckt echt verboten gut! Auch ohne Reis!

 

Alaskan Malamute – Ein Rasseportrait

Was unterscheidet Schlittenhunde, wie z.B. der Alaskan Malamute, von anderen Hunderassen?

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1. Der unbändige Drang nach körperlicher Auslastung, das wofür sie gezüchtet sind: Laufen- und Ziehen- wollen, der “Desire to go”. Wird dieses Bedürfnis ignoriert, können zerstörerisches Verhalten (z.B. Wohnung verwüsten) oder zumindest nerviges Verhalten die Folge sein.

Auch wenn er lernen sollte, bei Fuß zu gehen, genügt es nicht, den Hund Gassi zu führen, das ist für diese Hunde eine Qual.
Ein großes Grundstück hilft ebenfalls nicht, weil kein Alaskan Malamute dort allein joggen geht. Er braucht Dich und Deine Zeit. Bis Du kommst wird er die meiste Zeit am Grundstücktor sitzen und auf Dich warten. Ein großes Grundstück ist aber hilfreich, wenn Du ihn bei großer Sommerhitze bewegen willst. Ihr könnt dort morgens und abends Ball spielen oder gemeinsam rumtoben. Besonders, falls Du zwei “Mützen” hast.

2. Im Polarsommer war es erwünscht, dass die Hunde sich selbst versorgen. Von daher hat der Alaskan Malamute noch eine große Wildschärfe. In der Regel kann man ihn nicht ohne Leine laufen lassen, besonders nicht in Wiese und Wald. Auch deshalb ist ein Sportler, mit dem er angeleint rennen kann, so wichtig. Du bist also der Richtige für ihn.

3. Wer meint, er könnte seinen Alaskan Malamute bewegen, indem er ihn im Hundepark mit anderen Hunden sausen lässt, kann eine schlimme Überraschung erleben. Da Hunde bei Wölfen auf dem Speisezettel stehen, und Alaskan Malamute so ursprünglich und wolfsnah sind, fallen bei ihnen manchmal Hunde kleiner Rassen ins Beuteschema. Dabei sieht man dem Alaskan Malamute bis zum Angriff nichts an. Anders als bei innerartlichen Auseinandersetzungen ist sein Verhalten nicht aggressiv, sondern ruhig-konzentriert. Und dann geht plötzlich alles sehr schnell. Zu schnell, falls er im Park 50 m von Dir entfernt ist. Dieses Verhalten kommt nicht bei allen Alaskan Malamutes vor, ist aber auch nicht selten.

4. Alaskan Malamutes sind freundlich bis zur Menschenvernarrtheit. Gegen Menschen aggressive Hunde wurden konsequent ausgemerzt. Ein solches Risiko konnte und kann man sich in einer sowieso lebensfeindlichen Umgebung in Eis und Sturm nicht leisten. Daher ist der Husky als Wachhund nicht geeignet. Alaskan Malamutes sind auch sehr kinderfreundlich, für kleine Kinder allerdings zu stürmisch.

5. Alaskan Malamutes gelten als schwer erziehbar. Zu Unrecht. Ihnen fehlt aber das, was Hundedrangsalierer als “Appell” bezeichnen. Alaskan Malamutes folgen nicht aus Unterwürfigkeit, sondern Überzeugung. Wovon musst Du ihn überzeugen? Davon, dass Du ein verlässlicher, sicherer Führer bist. Hält er Dich für eine Pflaume, wird er tun, was er selber für richtig hält. Er muss es tun, wenn er nicht bekloppt ist, denn einem schlechten Führer zu folgen, kann schlimmstenfalls lebensgefährlich sein. Dieses Wissen hat er aus “Wolfszeiten”. Leichter führbare Hunderassen haben dieses Wissen verloren. Diese Wolfslogik zu verstehen, ist bei einem Alaskan Malamute das Wichtigste. Die Hundeschule dagegen kannst Du dir sparen. Sitz-platz-bleib kannst Du überall üben. Begriffen hat er das in zwei Minuten. Ob er es aber tut, hängt von Deinen Führungsqualitäten ab.

Eine sogenannte “harte Hand” hilft nie, und bei einem Malamute am allerwenigsten. Führerschaft bedeutet nicht, ab und zu den wilden Mann zu spielen. Damit machst Du Dich bestenfalls lächerlich, im schlimmeren Fall verwirrst Du ihn, und er hält Dich für unzuverlässig. Führerschaft ist Vorbild.

Dieses unabhängige Wesen hat auch zwei sehr schöne Seiten:

Zum Einen kann man Alaskan Malamutes nicht scharf machen. Sie beißen nicht auf Befehl. Zum Anderen ist es in Verbindung mit dem wolfsartig komplexen Körperausdruck, besonders der Mimik, der Grund für ihre außerordentliche Ausstrahlung. Andere Hunderassen als die Nordischen haben eine vergleichsweise reduzierte Körpersprache.

Kein Alaskan Malamute ist wie der andere. Es gibt faule Socken unter ihnen. Es gibt Malamuten, die mit Häschen und Kanari friedlich zusammenleben. Es gibt auch jene, die Dich beim Spaziergang stets umkreisen und Wildfährten ignorieren. Auch solche die in der Hundezone mit Westies und Jack Russels spielen bis zum Umfallen.

Das alles kann sein. Die Regel ist es nicht!

Soziale Netzwerke …

Euer beliebtestes soziales Netzwerk heißt mit Sicherheit FACEBOOK, oder?

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Mein beliebtestes soziales Netzwerk heißt: DRAUSSEN!

Persönlicher Kontakt und gemeinsame Aktivitäten außerhalb der virtuellen Umgebung, fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch echte Freundschaften!

Spam, die Geisel der digitalen Welt

Spam, ein fast nicht zu lösendes Problem der digitalen Welt!

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Wem geht es nicht tagtäglich so? Postfach öffnen, einmal übersichtsmäßig die Header durchsehen, wichtiges aussortieren, und dann die Löschorgie lostreten. SPAM. Ein Problem, dass uns alle betrifft, und doch allgegenwärtig ist. Jeder von uns bekommt Spams, egal ob als Email, als Facebookeinträge, als Kommentare in Foren und Blogs!

Das Problem dabei: Spam lässt sich nicht in den griff kriegen! Sobald man darauf reagiert, und etwas dagegen unternimmt, wechseln schon die Absender und man hat wieder jede Menge Müll im Email-Postfach. Die Provider selbst tun so gut nichts dagegen, die Spamfilter arbeiten nur mangelhaft. Spam ist ein Milliardengeschäft und ein Weg der Abzocker um ahnungslose Empfänger zu betrügen.

Ich habe als Inhaber von Emailadressen natürlich immer wieder mit diesen unterwünschten Spams zu tun. Doch auch hier gibt es praktisch keine wirkliche Lösung. Aufgefallen ist mir nur, dass offensichtlich die Internetanbieter selbst entweder mit den Spammern unter einer Decke stecken, oder Datenlecks haben, über die die Absender an die Mailadressen herankommen. Wieso? Nun das ist ganz einfach erklärt:

Ich habe bei A1 meinen Internetanschluss, und im Paket auch Emailadressen dabei. Jede von mir verwendete Mailadresse ist in den letzten Jahren zu einem potentiellen Spamziel geworden. Die Inhalte sind immer die gleichen: Viagra, Sex, Nigeria-Connection, Fishing und Pishing. Um dem einen Riegel vorzuschieben habe ich eine Zeitlang die Mailadressen geändert. Nach wenigen Wochen wurde ich wieder zugemüllt. Diese Aktion ist also wertlos. Eines Tages habe ich dann einen Test gemacht. Ich habe drei Mailadressen angelegt, jedoch NIE irgendwo veröffentlicht, und auch NIE verwendet! nach 3 Wochen bekam ich auf die neuen Adressen Spam!! Jetzt frage ich mich natürlich, WIE können die Spammer an Mailadressen kommen, die nie verwendet wurden, und auch nirgends aufscheinen, wenn nicht vom Provider selbst!

Test 2: Unsere Verbandswebseite  lag auf einem Server von NIT in Leoben. Die Mailadressen waren eine virtuelle Sache über einen DNS-Server. Von 7 Mailadressen waren 3 in Verwendung, inklusive Veröffentlichung auf der Homepage. Müll bekamen wir nach einiger Zeit auf ALLE Mailadressen, auch auf die geheimen und nicht verwendeten!! Wie das? Ich weiß es nicht …

Test 3: Unser altes phpBB 2 Forum wurde abgeschaltet. Auch hier mussten wir tagtäglich Spam löschen. Es war nicht in den Griff zu bekommen. Dann eröffneten wir ein neues phpBB 3 Forum, auf einem neuen Server mit einer neuen Webadresse, und 24 Stunden später war Spam wieder in vollem Gange! Wie konnten diese Absender so schnell an die neuen Daten kommen? Ein Rätsel!

Test 4: Dieser Blog! Mein neuer Blog! Es dauerte nicht einmal 1 Woche, und ich wurde hier in den Kommentaren mit Spam zugemüllt! Zum Glück gibt es Add-Ins, die einem Helfen, das Problem unter Kontrolle zu bekommen. Doch muss das immer Anwenderseitig passieren? Wieso sorgen nicht die Provider selbst für die Sperre dieser Spam-IP’s?? Verdienen sie mit??

Auch Gästebücher sind massiv von Spam betroffen. Immer wieder findet man im Netz nicht mehr nutzbare Gästebücher von sonst super Seiten. Doch die Betreiber haben kapituliert, lassen dem Spam ihren Lauf, und die GB’s sind zerschossen. Schade eigentlich.

Spam ist also ein riesen Problem! Eine Seuche, eine digitale Krankheit die uns alle betrifft. Doch leider gibt’s keine wirklich gute Behandlungsmöglichkeit … wie ergeht es Euch mit Spam? Was tut Ihr dagegen? Habt Ihr es im Griff?

 

[16.02.2015]
Heute Nacht hatte ich hier auf meinem Blog sage und schreibe 62 (!!) Versuche, Spam zu hinterlassen! Noch hält das Plug-In das ich installiert habe dicht, und blockt diese Spammer, doch wie lange? Ist schon lästig, noch da´zu, wenn man dann Einträge mit lauter chinesischen Schriftzeichen hat, die ohnehin niemand lesen kann …

[17.02.2015]
Offensichtlich bin ich auf der Spamliste der Chinesen gelandet! 115 Spamversuche in 2 Tagen! Das kann was. Ich habe nun zusätzlich zu dem Anti-Spam-Plug-In eine “htaccess” auf den Server hochgeladen, und sperre die chinesische IP-Adresse. Das ist ganz einfach! Ihr legt eine “htaccess”-Datei mit folgendem Inhalt an:

<Files .htaccess>
order allow,deny
deny from all
</Files>

Deny from 125.86

ErrorDocument 403 http://www.veigl.net/error/403-forbidden.html

In die Zeile “Deny from” schreibt Ihr die IP-Adresse des Angreifers. In meinem Fall sperre ich einen kompletten Nummernkreis ab 125.86 – Einzelne IP-Adressen bestehen aus 4 Zahlenblöcken. In der Zeile “ErrorDocument” gebt Ihr den Pfad zu der Fehlermeldung von Euch oder der vordefinierten Eures Servers an. Thats it!

S1 Ost – Spange Seyring, Bauwerk R101

S1 Ost – Spange Seyring, Bauwerk R101
[Aktualisiert und ergänzt am 25. März 2015]

 

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Eine millionenteure Brücke als Fehlkonstruktion über einen  Abzugsgraben erbaut, im Nachhinein nur für Hasen und Wild deklariert, so etwas gibt’s nur in Österreich! Verantwortlich ist natürlich niemand. Weder die Gemeinde, noch die Bezirkshauptmannschaft, noch die Bonaventura als Erbauer und Betreiber der S1-Ost. Doch hier chronologisch der Ablauf der Errichtung dieses Pfuschbauwerks:

2007 – Es wird ernst mit dem Bau der Brücke R101

Nachdem die Trasse bereits fertig gebaut, und auch die Schotterung für die Spange Seyring der S1-Ost aufgebracht war, begannen 2007 die Bauarbeiten an der Brücke R101 über den Abzugsgraben zwischen Kapellerfeld und Seyring. Da diese Baustelle quasi vor unserer Haustüre lag, konnten wir die Geschehnisse auch gut beobachten. Ich denke, ich kann daher diesen sauteuren Pfusch sehr gut dokumentieren.

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Die ersten Arbeiten haben begonnen …

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… und das Bauwerk nimmt langsam Formen an.

2008 – Es geht zügig voran, und die ersten Fehler tauchen auf

Das Bauwerk wird in Rekordzeit aus dem Boden gestampft, und darunter der neue Verlauf des Abzugsgrabens festgelegt und ausgebaggert. Schon zu diesem Zeitpunkt wussten wir Einheimischen schon, dass mit der Tiefe und den Dämmen des neuen Verlaufs was nicht stimmen konnte. Es war alles zu seicht angelegt. Der Abzugsgraben führte in Hochwasserzeiten Wasser bis zur halben Höhe der alten Dämme, und die neu angelegten Wege unter der Brücke waren dazu um mindestens 1 Meter zu tief angelegt! Doch es waren ja Ingenieure am Werk, also beließen wir mal alles so, und beobachteten weiter.

Komisch kam mir und auch anderen vor, dass man unter der Erde, Zementschutt und Bewehrungen aus Eisen “versteckte”, die für uns keinen Sinn ergaben. Was sollte das nun werden? Das ging auch so schnell, dass die Zementaufbringung innerhalb weniger Tage auch gleich wieder mit Erde zuschüttet war, wie wenn man das vertuschen wollte.

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Zementschutt wurde unterhalb der Erde verbaut

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Der offensichtlich geplante Weg unter die Brücke

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Zementschutt mit Eisen

Auf eine Anfrage beim Umweltanwalt Dipl.-Ing. Dr.mont. Erwin Huter des Landes Niederösterreich im Jänner 2015, erhielt ich bezüglich des Schutts folgende Antwort:

“Bei Baumaßnahmen ist es des Öfteren so, dass Material für Dammschüttungen und den Unterbau von Straßen eingesetzt wird, welches mit Zement verfestigt wurde. Dies führt zu höheren Festigkeiten und damit dazu, dass das an anderer Stelle im Baulos angefallene Material verwendet werden kann und nicht auf die nächste Deponie gefahren werden muss. Diese zusätzlichen Fahrten sind oft für die Anrainer sehr belastend.

Eine weitere Möglichkeit ist durch den Einsatz von sogenannten Recycling-Baustoffen (Abbruch von Betonbauwerken) im Straßenbau. Dazu gibt es eine Richtlinie, die eine Güteüberwachung vorsieht. Diese ist von den Baufirmen einzuhalten und nachzuweisen. Da dürften jedoch keine Betonbrocken mit Bewehrung dabei sein, wie auf einem Foto zu sehen.”

Es dürften also keine Betonbrocken mit Bewehrung dabei sein … sind sie aber, und weiter verfolgt wird das auch nicht! Typisch Österreich! Ist halt so gemacht worden, können wir nicht ändern.

Doch zurück zur Brücke. Unterhalb wurde ein schöner gepflasteter Weg angelegt. Zu tief, laut meiner Meinung. Der Wasserstand des Abzugsgrabens liegt meist höher, als das Niveau des Weges angelegt war. Aber vielleicht hat sich ja durch die Veränderung des Wasserlaufs was geändert?

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Der neue Weg unterhalb der Brücke nimmt Formen an

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Auch Oberhalb der Brücke ging es flott weiter

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Schaute ja schon gut aus, was da gebaut wurde

2007 –  Das erste Hochwasser nach einem Regen

Und dann kam, was kommen musste! Es regnete kräftig, der Wasserpegel stieg und stieg, und schon war alles überflutet! Ich hatte recht, das war alles viel zu tief angelegt! Der Abzugsgraben trat über seine neuen Ufer, der schöne neue Weg unter der Brücke wurde auch überflutet und verschlammt.

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Das erste “Hochwasser” im neuen Wasserlauf

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Der neue Weg ist kaputt und verschlammt

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Hier eindeutig die Kennzeichnung als “Fahrbahn”

2007 – Kurz mal zu Ansehen, das fertige Projekt R101

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So hatten wir den schönen Weg und die Brücke nur 1x gesehen!

Aber dieser Weg wurde nie freigegeben! Man zäunte das Areal ein, und keiner konnte diesen Durchgang nutzen. Ich fragte im November 2008 bei der Gemeinde Gerasdorf nach, und bekam diese Antwort retour:

“Der Bereich an der Brücke R 101 gehört immer noch zur Baustelle. Es wurde zur Verkehrsfreigabe nur die Spange L 3166 für den öffentlichen Verkehr freigeben. Die anderen Bereiche werden erst mit dem vertraglich vereinbarten Bauendtermin zum Januar 2010 übergeben. Einzelne Teilbereiche werden vom Auftraggeber vor Jänner 2010 nicht abgenommen.

Das bedeutet für den Baubereich des Brückenbauwerkes R 101, das die jetzige Einfriedung erhalten bleiben muß um eine Anwuchsgarantie für die neue Bepflanzung zu garantieren.

Die neuen Wirtschaftswege unter der Brücke sollen später als Bedienweg genutzt werden.

Hoffmann, Bauleitung S1-Ost”

So weit so gut. Bleibt also zu wegen der Anwuchsgarantie der Bepflanzung in diesem neu gestalteten Bereich. War einleuchtend für mich.

2009 – Das Schelmenstück geht weiter – Die Löwingerbühne lässt grüßen!

2009 war die Unterführung und der neue Weg andauernd geflutet und verschlammt. Wie schon erwähnt, habe ich den schönen Pflasterweg nie wieder sauber und in Ordnung gesehen. Spätestens jetzt hätte eine Sanierung und Ausbesserung dieser Baufehler geschehen müssen.

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Der neue Weg war dauernd verschlammt

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Oder geflutet!

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Kein Tag war das trocken.

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Egal von welcher Seite man sich das ansah

Dann plötzlich aus heiterem Himmel, war der Weg zugeschüttet und weg! Man hatte doch glatt den Weg zugebaggert, und nicht mal in Erwägung gezogen, da was auszubessern und zu sanieren! Einfach zumachen, und vergessen, das war die Devise!

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Der um teures Geld gepflasterte Weg wurde einfach zugeschüttet!

Ich stellte wieder eine Anfrage an die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien, mit der Bitte um Erklärung, warum hier dauernd alles überflutet ist, und man den Weg nun einfach zugeschüttet hat. Die Antwort war eine reine Frozzelei:

“Die Aufweitungsbereiche des Seyringer Grabens an der neuen Brücke R 101 sind vom Planer so gewählt, das bei größeren Niederschlägen die Wassermengen im Überflutungsbereich seine Bedingungen erfüllt und es zu keiner Überschwemmung kommt.

Die angelegte Böschung, welche z.Z. den gepflasterten Wirtschaftsweg überdeckt ist nicht wie im Plan vorgegeben angelegt, hier muß noch einmal nachgearbeitet werden. Der verantwortliche Polier sollte den Baggerfahrer vor Ort einweisen, was hier nicht erfolgt ist. Die Korrektur steht noch aus.

Die Bauleitung S1-Ost”

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Dann wurde wieder korrigiert

Aber auch nach der Korrektur (Sprich, man hat den Weg wieder ausgegraben, was sicher nichts gekostet hat!) war nichts saniert und keine Baufehler behoben. Im Gegenteil, die Pflasterung war weg. Nur mehr ein Erdweg war vorhanden, so dachte ich zumindest.

2010 – Es wird immer schlimmer mit den Aussagen der Erbauer

Zuerst entdeckte ich durch Zufall, dass die Pflasterung gar nicht entfernt war, sondern nur unter einer 10cm dicken Erdschicht versteckt wurde. Siehe erstes Foto, wo ich ein Stück davon wieder mit dem Schuh freigelegt hatte.

Dann wollte man mir einreden, dass dieser Weg nur als Furt für das Wild gebaut wurde. Anhand des zweiten Fotos erkennt man klar, dass es für Hasen offensichtlich ein Problem darstellt diese meist unter Wasser stehende “Furt” zu durchqueren! Ohne Schlauchboot geht für die Tiere ja meist gar nichts!

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Immer wieder unter Wasser, somit ist es auch für Tiere unmöglich hier zu queren!

Hier das Antwortmail aufgrund einer weiteren Anfrage von mir bei der Stadtgemeinde Gerasdorf:

“Darf Ihnen nunmehr die Stellungnahme der ÖBA zu diesem Problem übermitteln. Gleichzeitig darf ich mitteilen, dass ich bezüglich der Pflasterung vom Bauleiter nicht richtig informiert wurde, wie sie aus der nachstehenden Stellungnahme sehen werden.

In den UVP-Unterlagen war für die Unterführung des Brückenabuwerkes nie ein radwegetaugliches Wegestück, ein öffentlicher Gehweg oder ein Agrarweg vorgesehen. Vielmehr ist ein Spurweg für betriebsinterne Zwecke auszuführen. der Wartungs- und Pflegearbeiten ermöglicht. Die sich aus den wasserbaulichen Vorgaben ergebene Hartverbauung (Pflasterung) wurde ursprünglich als Furt ausgeführt, allerdings vom Naturschutz dann nicht genehmigt, da die Funktionsfähigkeit der Querung für Tiere und Wild so nicht erreicht werden kann.

Um sowohl die Interessen des Wasserbaus, des Betriebes und des Naturschutzes zu berücksichtigen, wurde als praktische Lösung die Überschüttung des Wegeabschnittes mit Erdmaterial druchgeführt. Im eigentlichen Furtbereich stellt sich daher erwartungsgemäß eine Aufschlickung ein, die sowohl die Gängigkeit für Wildtiere ermöglich und gleichzeitig eine Befahrung im Wartungsfall sichert.

Wir dürfen nochmals darauf hinweisen, dass aus Naturschutzgründen im Einreichprojekt nie vorgesehen war, dass dieser Abschnitt als Fahrradweg oder öffentlicher Gehweg ausgeführt wird, um Störungen der Fauna hintanzuhalten. In diesem Zusammenhang waren daher auch beiderseits der Querung umfassende Ausgleichflächen umzusetzen, die auch ausgeführt wurde.

Bezüglich des weiteren Hinweises über Ablagerungen darf ich Ihnen mitteilen, dass auch dieses Problem seitens der ÖBA untersucht und analysiert wird. Nach Vorliegen der Gutachten erhalten sie weitere Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen, Erwin Pollany”

Anmerkungen meinerseits zu diesem Mail:

  • Eine Querung für Tiere ist größtenteils nie möglich, weil die Furt immer unter Wasser steht!
  • Wieso wurde beim Bau eine “Fahrbahn” markiert, wenn diese nie vorgesehen war?
  • Wieso ist der Unterbau dieser “Fahrbahn” mit Zementschutt ausgeführt worden? Sind Hasen so schwer, dass dieser Unterbau notwendig war?
  • Eine Antwort auf die Untersuchung der gemeldeten Ablagerung habe ich ebenfalls nie erhalten, nicht einmal auf eine Nachfrage 1 Jahr später!

2012 – Es wird wieder gebaut an der Brücke

Aber nicht so, wie ich mir das erhoffte. Es wurde eine Einmündung eines Abwasserrohres oberhalb des Bauwerkes errichtet, die das Grundwasser von Seyring hier im Abzugsgraben einleitete. Oberhalb der Brücke! So ist nun gesichert, dass noch mehr Wasser hier floss, und die “Furt” nie mehr trocken wurde! Gut geplant! Diesmal von der Stadtgemeinde Gerasdorf in Auftrag gegeben. Mensch was sitzen da überall für Dilettanten herum.

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Alles verwildert hier, der Schlamm ist weich und nicht passierbar

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Der neue Einlauf des Abwasserkanals aus Seyring

2013 – Die Überflutungen werden immer stärker

Antworten gab es nun keine mehr seitens der Verantwortlichen. Der Baupfusch wurde einfach belassen wir er ist, sie Funktion laut Vorgaben des “Umweltschutzes” sind auch nicht erfüllt, schert aber niemanden etwas. Die Schäden des Wassers an der neu gepflanzten Fauna werden immer mehr. Doch niemanden kümmerts. Man will das Problem offensichtlich aussitzen und totschweigen.

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Überflutungen oberhalb der Brücke

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Weitreichende Überflutungen unterhalb der Brücke

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Die Unterführung selbst ist ein See

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Der letzte Rest vom südlichen Pflaster verwildert

2014 – Es geht noch schlimmer!

2014 gibt es dann noch eine Steigerung hier am Bauwerk R101! Biber siedeln sich an! Ungestört – weil ja der Weg nie genutzt werden konnte – haben sie hier ideale Bedingungen vorgefunden.

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Der Biberdamm

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Das erste Mal geräumt durch die Grabensanierung

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Auch die “Furt” wurde nachgearbeitet und erhöht

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Doch wieder wertlos, weil noch immer zu tief!

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Biberschäden an der neuen Bepflanzung

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Der zweite Biberdamm

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Der Wasserspiegel steigt

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Die Wassermassen breiten sich immer mehr aus

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Die wieder überflutete “Furt”

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Das Gebiet, dass ja nie überflutet werden kann

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Alles kaputt und unter Wasser

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Die “Furt” für das Wild …

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Wasser, Wasser, Wasser

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Der Pegel steigt und steigt

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Wir haben einen neuen See!

Im April 2014 habe ich das erste Mal den Damm bei der Gemeinde gemeldet. getan wurde nichts. Im Dezember 2014 wieder. Auch keine Reaktion darauf! Die Schäden wurden immer mehr. Das komplette Gebiet rund um die Brücke R101 war nun unter Wasser. Das zur Querung von Wildtieren laut UVP-Vorgabe!

2015 – Der geplante Wahnsinn

Anfang Februar wurde rückte dann einmal ein Bagger an, und entfernte den Biberdamm. Nachdem das Wasser nun schon monatelang hier seine Schäden anrichten konnte. Zurück blieb eine trostlose Schlammwüste. Danke an die Verantwortlichen, dass wieder so lange gewartet wurde, bis alles endgültig kaputt ist. Nun, um unser Steuergeld kann man das ja machen.

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Der Biberdamm ist weg …

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… zurück blieb eine Schlammwüste

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Zu lange hat das Wasser Schäden verursacht

Und nun sieht man, wie intelligent hier vorgegangen wird! Anstatt den Damm und die Biber zu entfernen, beließ man es beim Damm. Was machen die Biber? Kaum zwei Wochen nach der Räumung, war schon der nächste Damm im Aufbau, und der Wasserspiegel steigt schon wieder …

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Kaum geräumt bauen die Biber schon den nächsten Damm!

Auf meine Frage beim Umweltanwalt des Landes Niederösterreich, warum die Pflasterung einfach zugeschüttet wurde, erhielt ich als Antwort:

“Wieso der gepflasterte Weg wieder mit Erde überschüttet wurde kann ich mir auch nicht wirklich erklären.”

 

Schildbürger am Werk! Mehr kann man dazu nicht sagen! Massive Steuergeldverschwendung und Baupfusch!

 

Aktualisierung per 2. März 2015:

Die Biber sind nun gegen die Gemeinde Gerasdorf mit 4:2 in Führung gegangen! Die Baggerungen haben zwar die Dämme wie schon erwähnt, entfernt, aber die Tierchen selbst haben sich einfach 50m weiter oberhalb niedergelassen, und den ersten Damm schon wieder brav hochgezogen.

Was die Gemeinde und die Bonaventura als Baufirma nicht zustande brachten, die Biber haben es geschafft! Der Durchgang unter der Brücke ist erstmals begehbar und es ist nichts überschwemmt:

 

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Der neue Damm der kleinen Baumeister …

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Die sogenannte “Furt” erstmals trocken!

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Rodungen in großem Stil durch die Biber!

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Die Zäune halten die kleinen Nager nicht ab!

Resumee: Es ist den Verantwortlichen offensichtlich vollkommen egal, wie viel Schaden hier an dem durch unser Steuergeld errichteten Bauwerks und der Bepflanzung entsteht! Das Treiben der Biber geht munter weiter …

 

Aktualisierung per 16. März 2015:

Die fleißigen Kerlchen haben den zweiten Teil des Grabens auch wieder mit einem zweiten neuen Damm unter Wasser gesetzt. Auch der Wassereinlauf des Entwässerungssystems von Seyring ist nun wieder geflutet, und der Wasserstand nach der Brücke steigt auch wieder an. Ich denke mal, das nur wegräumen der Dämme bringt gar nichts, solange die kleinen Viecher (obwohl sie gar nicht so klein sind), hier in aller Ruhe neues Material zusammenkratzen und die Dämme neu aufbauen können.

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Ich möchte nochmals einen Auszug aus dem Mail der Bauleitung (Hr. Hoffmann) aus 2009 hier zur Kenntnis bringen:

“… das die jetzige Einfriedung erhalten bleiben muß um eine Anwuchsgarantie für die neue Bepflanzung zu garantieren. Die neuen Wirtschaftswege unter der Brücke sollen später als Bedienweg genutzt werden.”

Nun, die Anwuchsgarantie dürfte sich ja nun irgendwie erledigt haben, und die Zäune bringen gar nichts mehr, wenn sie nicht repariert und gegen die Biber gesichert werden! Zweierlei Maß wird hier angewendet! Für Spaziergänger ist es Sperrgebiet, für die Biber ein “Truppenübungsplatz” wo alles kaputt werden darf!

 

Aktualisierung per 25. März 2015:

6:2 für die Biber! Wieder ist alles geflutet! Die paar letzten Bäume fallen den Viechern nun auch bald zum Opfer. Wozu Zäune als Anwuchsgarantie aufstellen und unser Geld damit verschwenden, wenn es egal ist, was da passiert? Wozu oftmals mit Bagger anrücken und die Dämme beseitigen, wenn die Biber ungestört bleiben und von vorne beginnen?

Wird das nun so oft wiederholt, bis der letzte Baum gefallen ist, und die Biber dann von alleine weiterziehen??

So schauts per heutigem Tag wieder am Bauwerk R101 aus:

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Das ist einfach nur mehr der Beweis für unfähige Bauplanungen, und planlose Versuche von Unwissenden, etwas zu bereinigen und so zu machen, dass es auch wirklich passt! Alles um unser Steuergeld natürlich!

Facebook-Re-Evolution

Facebook … die größte Re-Evolution seit Entstehen der Menschheit, oder: Der große geistige Rückschritt der Menschheit durch die digitale Revolution!

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Wozu nutze ich Facebook?

Nun, die Frage ist für mich persönlich leicht zu beantworten. Ich nutze Facebook, weil ich erstens mit meinen realen und virtuellen Freunden Informationsaustausch betreiben möchte. Informationen sind in meinen Augen alles was privater Natur betrifft, ich preisgeben möchte, und was meine Hunde und meine eigenen Interessen betrifft. Mich interessiert natürlich auch, was die Personen in meiner “Freundesliste” so treiben und machen. Deswegen habe ich Facebook. UND: Weil wir als Verein hier zwei Gruppen haben (wobei ich mich frage ob dies hier in Facebook überhaupt notwendig ist? Ob unser Forum und die Webseiten nicht ausreichen würden?) die betreut werden müssen. Zweiteres war eher der Grund, warum ich mich überhaupt hier auf Facebook registriert habe.

Wozu habe ich Facebook NICHT?

Ich habe mich NICHT auf Facebook registriert um andauernd von Tierschutzseiten, Tierschutzthemen, Hundesuche, Hundevermittlungen, arme Hunde, fette Hunde, fremde Hunde, Hund sucht Hund, Hundezucht, Hund sucht guten Platz, Deckmeldungen, Wurfmeldungen, ewig die selben Hundeonlineshops, Werbung in Massen, etc. zu lesen! Ich habe mich auch NICHT auf Facebook registriert um die ewigen Selbstbeweihräucherungen von selbsternannten Superzüchtern und Superzüchterinnen, Supertrainern und -trainerinnen, Supermushern und -musherinnen, Superhundehaltern und -halterinnen und dergleichen zu lesen! Das alles interessiert mich genau – sorry – einen Scheißdreck! Tagtäglich muss ich mir das x-mal auf meiner Startseite ansehen, obwohl ich das gar nicht will! Jegliches löschen der Häkchen bei den jeweiligen Personenabos hilft genau nichts, wenn immer mehr auf diesen mehr als fraglichen Zug aufspringen, und hirnlos alles teilen, was ihnen so unterkommt! Ich frage mich, welchen Sinn es macht, wenn man auf der Startseite ein und das selbe Video 10x hingeknallt bekommt, oder den selben Link, den selben Suchaufruf eines wieder mal entlaufenen Hundes, einer ausländischen Tierschutztruppe, etc. .  Und regelmäßig nach 2-4 Wochen wiederholen sich alle Statusbeiträge immer wieder! Facebook ist eine Gehirnwäscheplattform, sonst nichts!

Die ganze schon erwähnte Tierschutzscheiße und Veganer-Religionsverbreitung kotzt mich einfach an. Detto die ganzen geteilten Meldungen aus der Schlittenhunderenn- und -züchterszene. Ich kann das nicht mehr lesen, weil ich mich zu sehr darüber aufrege wie sich da manche anbiedern und als Hundegötter darstellen wollen.

Das Wort Reizüberflutung kennt wohl niemand mehr. Und je mehr man mit solchen Sachen zugedröhnt wird, umso mehr stumpft man dafür ab. Ist so, wird aber nicht bedacht! Weniger wäre auf alle Fälle mehr. Deswegen habe ich auch begonnen, nicht nur meine Freundesliste tagtäglich zu “pflegen”, sondern auch jene die solche Sachen mit Übereifer in Mengen posten, von der “Abo-Liste” zu nehmen. Das heißt nicht, dass Ihr mich nicht mehr interessiert, sondern nur, dass ich den ganzen x-Mal geteilten Dreck nicht mehr  lesen will. Selbiges gilt für Spielefanatiker und jene die jeden Mist teilen ohne ihn zu hinterfragen oder die Korrektheit der Meldungen zu überprüfen!! Sorry Leute, aber ich werde nun Ordnung in mein Facebook bringen, und das Ausmisten von für mich unwichtigen Statusmeldungen gehört mit dazu …

Anstatt jeden Schwachsinn zu teilen, oder auf dem Tierschutzzug am Trittbrett mitzufahren solltet Ihr Euch lieber Gedanken machen, was mit unserem Land, unserer Kultur und unserem zwischenmenschlichen Umgang geschieht! Die Social Networks wie das so schön heißt verrohen die Menschen immer mehr. Versteckt hinter anonymen Nicknames kann man ja machen was man will, oder? Die meisten verlernen die deutsche Sprache, die korrekte Rechtschreibung (Tippfehler mal ausgenommen), es wird nur mehr in unverständlichen Kürzeln kommuniziert und niemand ist mehr fähig in Gruppen gemeinsam ohne Streit oder Neid was zu unternehmen! Jeder ist nur mehr sich selbst der nächste, eine abgehobene Arroganzgesellschaft die nur mehr die eigenen Vorteile sucht und nicht dazu bereit ist, etwas zum Ganzen beizutragen. Das ist traurig, aber offensichtlich der Lauf der Zeit.

Ich bin aber immer noch der Meinung, dass man diesen Karren wieder flott kriegt, wenn man es versucht. Deswegen plädiere ich für mehr Miteinander in der realen Welt, und weniger “Schwachsinn” in der virtuellen Welt. Nur Gemeinsam macht alles viel mehr Spaß, und glaubt mir, die Zeit ist für manche Sachen manchmal einfach zu kurz, die man zur Verfügung hat!

Ich hab auch lange überlegt, ob ich mich aus FB überhaupt verabschieden soll, oder ob ich doch noch bleibe. Es gab dabei viele Pro und Contras für mein Bleiben. Die Contras habe ich schon erläutert. Die Pros sind ja doch, dass ich in Facebook einige liebe Freunde habe die ich nicht missen möchte, obwohl sie echt jeden Schwachsinn teilen ohne das zu hinterfragen. Deswegen werde ich einen Kompromiss eingehen, und meinen Account zwar nicht löschen, jedoch alle die Kack teilen einfach nicht mehr abonnieren. Dann sehe ich den Schund auch nicht mehr. Wer damit leben kann, ist wahrlich ein Freund und sieht das ein, wer nicht, hat die Chance sich selbst aus meiner Freundesliste zu katapultieren …

Ein kleiner Tipp: Schreibt was Euch gefällt, in Eure Chronik! Ist ja nichts dabei! Aber bitte, klickt nicht laufend auf teilen!! Das ist eine Zwangsbeglückung an alle Personen in Eurer Freundesliste! Denkt mal nach: Ihr selbst wollt ja auch nicht laufend mit Beiträgen auf Eurer Startseite beglückt werden, die Euch nicht interessieren, oder? Selbiges gilt auch für ungefragtes Hinzufügen zu allen möglichen Gruppen …

Slurp …

 

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Mein Grauwölfchen … ich liebe diesen Hund, und ich mache alles für diesen Hund. Er darf alles, er kriegt alles, und er erlaubt sich auch alles. Er ist einzigartig, und doch haben wir ein ganz eigenes Verhältnis. Mein Dicker ist unverkennbar:

… wenn er des Nächtens meint, jetzt muss er mal eine Runde herumschmatzen. Ein fürchterliches Geräusch. Man wird wach, man hört diese Schmatzerei minutenlang. Keine Ahnung wieso manche nordische Hunde das tun. Sie schmatzen eben …

… schlafen tun alle Hunde, keine Frage. Sie beginnen auch zu quietschen, zu raunzen, und irgendwann beginnen sie im Tiefschlaf auch zu “laufen”, in ihren Träumen jagen sie, oder laufen vor was davon, man weiß es nicht so genau.  Mein Dicker fängt auch an zu bellen! Ja er bellt im Schlaf! Weckt sich damit selbst auf, und kommt dann zu mir ans Bett, schaut mich grimmig an, in der vollen Meinung, ICH hätte nun gebellt, und ihn geweckt …

… Furze, ja Hundefurze sind ein eigenes Thema. Zwei spezielle Arten von Hundefurzen sind die furchtbarsten. Die einen, die man nur an einem *pfffft* gerade noch hört, und meist die Hunde selbst dazu veranlassen, das Weite zu suchen, und jene Furze die wie ein plötzlicher Einbruch eines halben Weltuntergangs die Ruhe der Nacht zerreißen und einen aus dem Schlaf holen, Hund jedoch komplett ungeachtet läßt …

… betteln, nein das tun nordische Hunde nicht. Sie setzen sich einfach gegenüber des Tisches hin, und spielen das Spiel “wem trocknen die Augen nun zuerst ein”. Es ist wie eine Hypnoseattacke, die die Nordischen versuchen, um an das Teller zu gelangen. Funktioniert zu 95% nicht …

… die Steigerung des Hypnoseversuchs liegt dann darin, dass Hund aufgibt, und auf den Tisch klettert. In aller Ruhe sitzt dann ein 45kg-Kalb vor dem Teller am Tisch, regungslos, alle Speicheldrüsen eingeschaltet und auf voller Produktion, sabbert einem ins Teller rein. Natürlich mit dem Hintergedanken, das Essen nun für Herrchen versaut, und für Hund erreichbar zu machen …

… ich bin tot. Nach all den Aktivitäten an einem normalen Hundetag, also Hundeterror mit “ich will raus”, “ich will rein”, “nein, ich will wieder raus”, “nein, lass mich doch wieder rein” … dann den nächtlichen Anstrengungen, ist es am Morgen der ganz normale Wahnsinn für Grauwölfchen, sich einfach bis 9 Uhr Morgens tot zustellen. Der drückt bei genauer Betrachtung sogar die Augen zu, um zu zeigen: Nein, ich bin nicht in der Lage meinen Kadaver auch nur einen Millimeter zu bewegen, trotzdem verfolgen einem die Augen sobald man ihm den Rücken kehrt …

… Hypnose die Zweite. Man schläft, tief und fest. Doch trotzdem merkt man, wenn man beobachtet wird. Diese Gabe hat denke ich jeder Mensch. Man wird wach. Im selben Moment spürt man auch den warmen Atem im Gesicht. Nein! Eigentlich will man da gar nicht mitspielen! Eine Bewegung zum Umdrehen würde den Kerl auch nur auffordern nun ins Bett zu springen! Ein 45kg Husky mitten in der Nacht auf der Brust zu haben ist auch nicht das Wahre. Ok, man denkt nach. Vielleicht will er ja nur raus, oder hat sonst ein Problem? man kämpft mit sich selbst, und irgendwann hat das graue Teil gewonnen, man öffnet langsam die Augen, blickt auf braune Kullerguckis eine fette nasse Schnauze in kaum 10cm Entfernung und

SLURP!

Guten Morgen um 3 Uhr Nachts!

Nichtraucher in 5 Sekunden!

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Nichtraucher in 5 Sekunden, ja geht denn das?

JA! Ausdämpfen, tief Luft holen, und sagen: “Das war’s!” – Geschehen in exakt 5 Sekunden! Und glaubt mir, ich weiß, wovon ich hier schreibe! Am 16. Februar 2006 habe ich es genau so gemacht …

2-3 Packerln Marlboro am Tag war das Mindeste, dass ich so durch meine Lungen zog. Ich war das was man schwerer Raucher nennt. In den letzten Monaten verfolgte mich der Husten schon 24 Stunden am Tag, und erfolglos versuchte ich diesen mit allen möglichen “Hustenmitteln” zu bekämpfen. Natürlich chancenlos, wenn man so viel raucht wie ich es getan hatte. Irgendwann dann, bekam ich langsam Schiss davor, dass der Husten erste Anzeichen einer schwereren Erkrankung sein könnten. Als bekennender Unfreund von Ärzten, begab ich mich natürlich nicht zu einer Untersuchung, denn man könnte ja was finden. Eh klar, ein Mann halt.

Jeder kann es!

Ich fasste einen Entschluss, den auch jeder von Euch fassen kann: Ich höre nun zum Rauchen auf! Punkt, aus, keine Diskussion darüber. Abdämpfen noch einmal tief durchatmen, einen Hustenanfall kriegen, und wie erwähnt sagen: “Das war’s!” – Dieser Satz befreite mich richtig, da es der mittlerweile 428. Anlauf gewesen sein musste, sich das Laster abzugewöhnen. Doch diesmal war es anders. Erstens wollte ich es (auch Ihr müsst es wollen, sonst klappt gar nichts!), und zweitens habe ich es mir als Ziel gesetzt, von dieser Sucht wegzukommen. Auch das ist wichtig dabei! Ein Ziel setzen! Das Ziel heißt: WEG VON DER TSCHICK!

Nicht langsam reduzieren oder ausreden suchen, warum man sich wieder eine zwischen die Lippen steckt und anzündet! Das funktioniert nicht. Ich kann es bestätigen. Man raucht danach mehr als vorher, wenn man den Absprung nicht schafft, weil man einfach gar nicht wirklich will und deswegen zu schwach ist. Ein bisschen Härte und Willenskraft gehört dazu, sonst saugt Ihr ewig an den Glimmstengeln.

Gut, ich hatte also meine letzte Marlboro (sogar Ultralight) geraucht, verspürte aufgrund meines Vorsatzes ein riesen Glücksgefühl, und ging zufrieden ins Bett. Ja, ich hab endlich aufgehört, so mein letzter Gedanke vor dem Einschlafen. Das Erwachen war wie immer … husten, husten, husten. Aufstehen,
Kaffee machen, sich vor den PC setzen, der automatische Griff zum Tschickpackerl.  Uuups, da waren aber keine! Jetzt verfluchte ich meinen Vorsatz vom Vortag! Das kanns nicht sein, dass ich mir meinen Frühstückskaffee nun ohne einer guten feinen Zigarette schmecken lassen könnte. Jetzt griff das Gewohnheitsschema! Man glaubt ja nicht, wie raffiniert der eigene Körper sein kann, wenn es um die Fortsetzung einer Sucht sein kann.

Egal, ich hatte mich unter Kontrolle, goss mir den Kaffee in den Kragen, war ziemlich sauer auf mich selbst, aber ich sagte mir danach sofort wieder: Nein, diesmal schaffst Du es! Sicher sogar! Das was dann in den nächsten Stunden und Tagen begann, war kurz gesagt, reinste Folter des eigenen Körpers gegen den eigenen Willen! Nach schätzungsweise 24 Stunden nach meiner letzten Nikotindosis bekam ich Kopfschmerzen, und die wurden schlimmer und schlimmer. ich dachte nur mehr an eine Zigarette, und wo ich sie auftreiben könnte. Tagsüber hatte ich noch genügend Ablenkung, aber Abends zu Hause war es echt schlimm. Man sitzt da, und denkt nach. Mit Kopfschmerzen. Selbst weiß man, dass es der erste Entzug ist, aber man will sich das erleichtern, indem man halt eine einzige Zigarette raucht. Nur nicht! Da muss man durch!

Nach 3 Tagen wurde die Husterei noch stärker, die Kopfschmerzen aber leichter. Na super dachte ich mir damals. Vom Regen in die Traufe, und das Verlangen nach einer Zigarette war ins unbändige gestiegen! Dabei stand ich erst am Anfang! 3 Tage sind meist die Schwelle, nach der die Meisten wieder zum Glimmstängel greifen. Nix da, das zieh ich durch, es war mein fester Wille! Ich lehnte dabei von Haus aus jede Selbsthilfegruppe ab, da man sich hier nur selbst bedauert und sich irgendwann 1000 Gründe gegenseitig vormacht, warum man nun eine einzige aber diesmal wirklich letzte Zigarette rauchen muss. Ich habe aber auch bewusst auf alle Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis, Pflaster, etc. verzichtet, weil ich der Meinung bin, man kann eine Sucht nicht mit den gleichen Suchtmitteln bekämpfen, von denen man wegkommen möchte!

1 Woche … der Kampf Körper gegen Geist und den Rest der Welt wurde immer stärker und weckte Seiten in mir, auf die ich hätte verzichten können. Nervosität, Gereiztheit, “schnell mal auf 100” sein, und ein paar weitere mir im Nachhinein unangenehme Nebenerscheinungen. Egal. Trotz des totalen Streiks meines Körpers gegen meine Entscheidung, sagte erklärte ich ihm, wer der Chef ist, und wie das nun weiter durchgezogen wird. Denkt dran: Der Wille ist das ausschlaggebende, nicht der nach Nikotin raunzende und alles versuchende Körper, der sich nun im Entzug befindet.

Die zweite Woche verging genauso wie die erste. In der Dritten Woche stellte ich nun die ersten gravierenden Veränderung fest. Das Husten wurde schlagartig weniger, ich bekam plötzlich auch besser Luft, alles um ich herum begann anders zu riechen und zu schmecken, die Nebenwirkungen des Entzuges wurden Tag für Tag schwächer. Leute, wenn Ihr mal so weit kommt, lasst das auf Euch wirken! Das ist der zweite Schritt zum Erfolg! Den ersten Schritt habt ihr nun schon gewonnen, jetzt müsst Ihr einfach annehmen, was nun täglich neu für Euch sein wird! Lasst es auf Euch wirken! Schmeckt und riecht alles genau, beobachtet Euren Körper, wie die Leistung besser wird! In der dritten und vierten Woche ist der erste Schwall an Raucherschaden so weit behoben, dass Ihr es echt merkt! Die Lunge braucht noch Jahre, bis sie sich gereinigt hat, aber der Rest ist da schnell dabei.

Im zweiten Monat bekam ich dann die zweite große Gusto-Attacke nach einer Zigarette. Nun fiel mir der Rat eines guten Freundes ein, der sich mit derselben Methode das Rauchen abgewöhnte: Er erzählte mir, “man muss mindestens bis zum zweiten Monat durchhalten, damit man die ersten Geschmacks- und Geruchserlebnisse neu aufgenommen hat. Dann, wenn man wirklich nicht anders kann, weil Gusto so derart groß wird, dass man schwach werden könnte, dann zünde dir eine Tschick an! Zieh daran, mach jedoch auf keinen Fall einen Lungenzug und paffe den Rauch wieder aus dem Mund raus … schmecke, rieche, und dir wird grausen!” – Und genau so war es bei mir! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie mir vor diesem Zug gegraust hat! Ich dämpfte ab, und schmiss die Zigarette weg. Nein, das brauchte ich nicht mehr. Meine Geschmacksnerven waren bereits gegen den Rauch programmiert.

Nun ist es entscheidend sich selbst zu sagen: “Das was ich jetzt bereits habe, dass will ich nicht aufgeben!” Glaubt mir, es ist es einfach wert! Ich habe diese “Kostproben” an den Zigaretten in den darauffolgenden 3 Monaten sicherlich noch sehr oft hinter mich gebracht, und jedes Mal mit dem Ergebnis, dass mir noch mehr vor dem verbrannten Geschmack und dem Gestank des Rauchs grauste. Auch beruflich hab ich viel in Gastwirtschaften zu tun, wo natürlich geraucht wird, und ehrlich gesagt, oft halte ich es nicht wirklich in den Lokalen aus, aber ich hatte mir immer vorgenommen, auch kein militanter Nichtraucher zu werden! Auch das habe ich geschafft!

Gegen andere Raucher zu wettern ist doch nur die eigene Angst wieder zum Rauchen verleitet zu werden, wenn man andere dabei sieht, oder den Rauch riecht. Doch eines ist Fakt: Wenn man sich selbst gegen dieses Laster, den Gestank und den verbrannten Geschmack sensibilisiert hat, kann einen nichts mehr dazu verführen wieder rückfällig zu werden! Ich rauche nun seit damals nichts mehr, ab und an mal eine Moods um mich wieder an den miesen Rauchgeschmack zu erinnern. Natürlich ohne Lungenzug, denn einmal durchziehen, und der Körper erinnert sich mit Garantie wieder daran, wie schön es war, doch süchtig gewesen zu sein …

Pfeift auf die paar Kilo, die ihr vielleicht zunehmen werdet, weil sich der Stoffwechsel auch ändert! Ihr lebt trotzdem gesünder mit dem bisschen Hüftgold dass sich dann an Euch heftet! Seht es als Euren persönlichen Reichtum, und nehmt es wie es ist. Auch die Kondition wird sich trotz der paar Kilo mehr ins Positive verändern. Das ist sicher.

Es ist einfach schöner, OHNE Rauchlaster. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass ich das was ich mit dem Abgewöhnen gewonnen habe, mehr wert ist als der kurze Kick einer Tschick! probiert es, wie schon gesagt, JEDER KANN ES SCHAFFEN, wenn er will!

 

Effects of cigarette smoking - lung cancer

Übrigens, das passiert nach Studien im Körper, wenn man die wirklich letzte Zigarette hinter sich hat:

  • Nach 20 Minuten

Schon nach nur zwanzig Minuten sinken bereits der Puls und der Blutdruck. Denn im zentralen Nervensystem wird nun weniger Dopamin (Stresshormon) freigesetzt. So sinkt die Körpertemperatur auf die eines Nichtrauchers.

Zudem verbessert sich die Durchblutung von Händen und Füßen, da sich die Blutgefäße erweitern.

  • Nach 12 Stunden

Der Kohlenmonoxid-Level im Blut fällt – auf den Normalwert. Nun können alle Organe wieder besser mit Sauerstoff versorgt werden. Dadurch fühlt man sich fitter.

  • Nach 20 bis 24 Stunden

Die Rezeptoren im Nasen- und Mundraum werden sensibler – dadurch verbessert sich auch der Geruchs- und Geschmackssinn.

  • Nach 2 bis 12 Wochen

Langsam erholen sich die Lungen wieder und die Funktion regeneriert sich. Dies passiert, da die Flimmerhärchen in der Lunge wieder in der Lage sind Schleim und Partikel aus den Bronchien abzutransportieren.

Da der Körper mit Sauerstoff versorgt wird, kann sich auch der Kreislauf wieder erholen.

Dadurch wird das gesamte Immunsystem gestärkt – denn die über 8000 Substanzen, welche in Zigaretten enthalten sind und den Körper belasten würden, fallen alle weg.

Ein weiterer Vorteil: Die Haut sieht wieder schöner aus! Sie wirkt nicht mehr fahl und schweißig sondern rosig und frisch. Denn eine gute Durchblutung belebt die Zellen.

  • Nach 3 Monaten

Alle, die unter mangelnder Fruchtbarkeit gelitten haben aufgepasst: Denn nach drei Monaten verbessert sich bei Männern die Fruchtbarkeit um 50 Prozent. Die Qualität der Spermien sowie deren Beweglichkeit nimmt zu.

Da sich bei Frauen nun nicht mehr in der Gebärmutter Nikotin und Schadstoffe ablagern, erholen sich die Eierstöcke, wodurch die Eizellen besser transportiert werden können. Durch Nichtrauchen können Frühgeburten verringert werden.

  • Nach 6 Monaten

Nun haben sich die gesamten Schleimhäute im Hals-, Ohren- und Nasenbereich erholt sowie die Nasennebenhöhlen. Die Luft strömt frei in Ihre Lungen und man kann besser atmen.

  • Nach 9 Monaten

Der typische Raucherhusten und die Kurzatmigkeit gehen zurück.

  • Nach 1 Jahr

Dadurch, dass das Blut wieder flüssiger und nicht mehr so stark verklumpt ist, verringert sich nun das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden um die Hälfte.

  • Nach 5 Jahren

Nach fünf Jahren hat sich das Risiko auf Blasen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Gebärmutterhals- und Mundkrebs auf die Hälfte reduziert.

Auch das Risiko eines Schlaganfalls ist durch einen niedrigeren Blutdruck gesunken. Denn durch weniger Ablagerungen im Blut treten seltener Verstopfungen auf.

  • Nach 10 Jahren

Die Möglichkeit an Lungen-, Rachen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken ist nun deutlich seltener geworden.

  • Nach 15 Jahren

Das Herzinfarkt-Risiko ist nun auf dem Level eines Nichtrauchers. Auch eine Diabetes-Gefahr besteht nicht mehr wie anfangs, da die Nieren wieder besser arbeiten können und auch der Cholesterinspiegel gesunken ist.

Durch Nicht-mehr-Rauchen kann man sich sogar Jahre zurückholen. Wer also den Rauchstopp schafft, kann sein Leben um einige Zeit verlängern.

Nasenbluten beim Hund

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Nasenbluten beim Hund!

Kennt Ihr das? Schon einmal beim eigenen Hund gehabt? Manchmal kann es bei Hunden zu Nasenbluten kommen. Das Blut tropft dabei entweder aus der Nase heraus, oder wird durch oder beim Niesen in der Umgebung herumgespritzt. Direkt aus der Nase laufendes Blut wird von Tierärzten auch Epistaxis genannt.

Nasenbluten kann vielerlei Ursachen haben:

Eine Erkrankung der Nebenhöhlen oder der Nase selbst kann Nasenbluten auslösen. Aber auch andere systemische Erkrankungen können in manchen Fällen dazu führen, wie zum Beispiel eine Blutgerinnungsstörung oder auch Bluthochdruck.

Hunde bekommen zwar nur selten Nasenbluten, meine beiden haben und hatten nie Nasenbluten, aber sollten sie öfter davon betroffen sein, dann solltet Ihr unbedingt einen Tierarzt konsultieren, der sich das genauer ansieht! Die Ursache muss unbedingt geklärt werden, um schwerere Krankheiten auszuschließen.

Warum Hunde Nasenbluten bekommen können:

Nasenbluten beim Hund kann durch eine Verletzung beim Raufen mit einem anderen Hund ausgelöst werden. Aber auch wenn er sich beim wilden Spiel wo die Schnauze (speziell Nase) angestoßen hat. Auch Fremdkörper die sich in die Nase hineingebohrt haben (Stöckchen spielen?) können heftiges Nasenbluten auslösen. Aber neben den harmlosen (mit Vorbehalt so bezeichnet!) Verletzungen und Ursachen können auch schwerwiegende Erkrankungen vorliegen. Hier wären dann Nasenbluten ein Symptom von Infektionen, möglichen Vergiftungen, Blutgerinnungsstörungen und sogar als Anzeichen von Tumoren genannt. Selbst eine Erkrankung der Zähne kann die Ursache für Nasenbluten sein.

Die Behandlung  ist oft nicht einfach:

Zu aller erst sollte man den Hund einmal beruhigen. Wenn er durch eine Verletzung gerade an Schmerzen leidet ist dies das erste Gebot. Selbst wird man oft schwer die Ursache rausfinden können, und die Blutung selbst stoppen funktioniert nicht wie beim Menschen.

Trotzdem kann man versuchen, die Blutung in der Nase zu stoppen, indem man ein sauberes Tuch benutzt, um die Wunde nicht zu infizieren. Wenn es eine äußere Verletzung ist, sollte man vorsichtig das Blut abtupfen, und mit dem Tuch einen leichten Druck auf die Wunde ausüben. Wenn man äußerlich auf der Haut oder der Nase keine Wunde findet, legt einen mit kaltem Wasser gekühlten, ebenfalls sauberen Waschlappen auf den Nasenrücken. Zur Not tut es auch ein kurzfristig aufgelegter Kühlakku. Diesen aber nicht zu lange draufhalten!

Ein Tierarztbesuch ist unbedingt angeraten bei:

Wenn man die Blutung selbst nicht in den griff bekommt, oder das Nasenbluten sehr häufig vorkommt, ist ein Tierarztbesuch unbedingt notwendig! Es kann sich, wie schon erwähnt, um eine Blutgerinnungsstörung handeln. Bei dieser Krankheit kommt es auch an weiteren Stellen zu Blutungen am Körper des Tieres. Wenn es sich bei der Ursache um eine Zahnerkrankung handelt, schwillt das Gesicht des Hundes meist auch an. Probleme bei der Nahrungsaufnahme und Fieber sind auch Folgen einer Zahnerkrankung mit einhergehendem Nasenbluten.

Wichtig!

Sollte keine äußere Verletzung zu finden sein, solltet Ihr UNBEDINGT zum Tierarzt fahren, um das abklären zu lassen! Es könnte sich auch um Krebs in der Nase oder im Schädel des Hundes handeln, der sich bereits ausbreitet! Dies kann nur mit einer genaueren Untersuchung festgestellt werden. Früherkennung ist dabei das Wichtigste um eine Heilung vielleicht noch zu schaffen!

Wikingers Weihnacht

Diesen Beitrag will ich Euch nicht vorenthalten! Durch Zufall in den Weiten des WWW gefunden, weil ich gerade mit “Surströmming”, dem schwedischen Gammelfisch beschäftigt war. Hier etwas zu Essens-Hardcore in Island:

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Island: Wikingers Weihnacht

Von Ralf Quibeldey

An Heiligabend gönnen sich auch die Isländer etwas Gutes. Aber am Tag zuvor nehmen sie mit einem wunderlichen Mahl die Leiden Jesu vorweg: Gammelrochen, halb verwest und erbärmlich stinkend.

In der Adventszeit liegt anderenorts der Duft von Zimt und Keksen in der Luft. In Isarfjördur im äußersten Nordwesten Islands erfüllt beißender Gestank die Wohnstuben. Es ist der Tag vor Weihnachten. Selbst Hafenmeister Halldór Hermansson, gewiss nicht zimperlich, zuckt kurz mit der Nase, als er die Zutaten für sein Feiertagsmenü aus der Plastiktüte quillen lässt. Und auch er zieht lieber Gummihandschuhe an beim Zubereiten seiner geliebten Delikatesse: halb verweste, bräunliche Fischplacken. Gammelrochen.

Was jedem Festlandseuropäer den Magen umdreht, ist in Island schon seit Jahrhunderten weit verbreitete Sitte: Am Tag vor Weihnachten speist die ganze Familie “Kaest Skata”, fermentierten Rochen. Dabei ist der Fisch eigentlich hochgiftig, völlig ungenießbar, weil er, ähnlich wie der Hai, die Harnsäure nicht über die Nieren ausscheidet, sondern im eigenen Fleisch ablagert. Irgendwann aber in Zeiten der Hungersnot muss ein Isländer mit der Todesverachtung eines Wikingers herausgefunden haben, dass man Rochen doch essen kann, wenn man ihn nur lange genug rotten lässt.

Wenigstens vier Wochen brauchen die Giftstoffe, um sich im Aas zu verflüchtigen. Ungeduld habe früher nicht wenige Menschen ins Grab gebracht, berichtet der österreichische Regierungsrat Joseph Calasang Poestion in seinem 1885 erschienenen Werk “Island – Das Land und seine Bewohner nach den neuesten Quellen”.

Roher, wochenlang abgehangener und bestialisch stinkender Eishai

Ohnehin haben die Isländer einen wundersamen Geschmack. Etwa das Fischgrätenfrikassee: in saurer Molke aufgelöste Kabeljaugräten, die so lange gekocht werden, bis ein dicker Brei entsteht. Oder der zehnagelharte Trockenfisch, den es an jeder Tankstelle als Snack zu kaufen gibt, gleich neben den Schokoriegeln. Nicht zu vergessen: sauer eingelegter Walspeck, ein beliebtes zweites Frühstück. Sprachlos staunt der Island-Besucher über jene weißlichen, glibschig-speckigen Würfel, die sich die Einheimischen wie Gummibärchen im halben Dutzend aus Plastikbechern fingern: roher, wochenlang abgehangener und bestialisch stinkender Eishai. Sehr gut für die Verdauung, heißt es. Mit nichts zu vergleichen allerdings ist der Gammelrochen. Ein Wintergericht, wie hier zu Lande Grünkohl. Nun, ein bisschen grünlich ist der Fisch mit der Zeit ja auch geworden.

Halldór kriegt seinen immer geschenkt. Die Rochen gehen den Fischern als Beifang ins Netz und meist gleich wieder über Bord. Sind ja schließlich giftig. Aber jetzt, in der Vorweihnachtszeit, bringen die Fischer schon einmal einen Eimer voll mit. Die Zubereitung ist denkbar simpel: den Fisch im Bottich verenden lassen, dann bei konstanter Temperatur lagern. Nicht wässern, nicht umschichten, Katzen und Kinder fern halten. Als Hafenmeister kennt Halldór natürlich einen Ort, an dem die olfaktorischen Begleiterscheinungen des Zersetzungs- und Fermentierungsprozesses geduldet werden. In der kleinen Fischfabrik von Freunden kann er seinen Rochen verwesen lassen, ohne dass der Familienrat oder Nachbarn mit Protest und Prügel drohen. Nach vier, fünf Wochen ist die Delikatesse reif.

Rätselhaftes Inselvolk

Halldórs Augen glänzen voller Vorfreude, als er das welke Fleisch auf den Metalltisch glitschen lässt, an dem sonst im Akkord Dorsch und Schellfisch seziert werden. Mit der Kneifzange reißt er die warzige Rochenhaut herunter. In der heimischen Küche kocht Halldór dann den Gammelrochen in Salzwasser weich und schiebt das weiße Fleisch von den Knochenplatten. Der Gestank ist infernalisch. Das Erhitzen setzt Ammoniak in solchen Mengen frei, dass der um Atem ringende Besucher nachzusinnen beginnt, ob Island je die Haager Landkriegsordnung für die Ächtung von Gas ratifiziert hat.

Als nächstes verrührt Halldór Hermansson den Rochenbrei mit ausgelassenem Schafsfett zu einer zähen, weißen Paste. Würzen? Nicht nötig, allenfalls ein bisschen Salz. Nun die Probe. “Streng” ist kein Ausdruck für dieses Aroma. Tischtuchbleich und der Ohnmacht nahe, kämpft der Weihnachtsgast mit sich. Der Anstand gebietet, ein paar Happen mitzuessen. Die Nase verlangt, sofort das Haus zu verlassen. Wie in drei Teufelsrochen Namen können sich die Isländer nur dafür begeistern? Rätselhaftes Inselvolk.

Halldór indes hat von seiner gesunden Gesichtsfarbe nichts eingebüßt. “Schön scharf”, schwärmt er; er mag es, wenn es in der Kehle richtig brennt. Fröhlich prostet er seiner Frau zu – mit Milch, nicht etwa mit Schnaps, vielleicht um den Magen zu stabilisieren. Als Verdauungshilfe fehlte jetzt nur noch ein Stück Eishai. Na dann, fröhliche Weihnachten.

 

Na dann … ich würde verhungern!!