Der große Black-Out

Kaum funktioniert die Panikmache mit Corona nicht mehr, die Wahlen in OÖ und Graz sind geschlagen, tauchen auch schon wieder die nächsten Panikansagen der Regierung auf. Der Innenminister wird nicht müde, uns vor einem totalen Black-Out zu warnen und zieht von Pressekonferenz zu Pressekonferenz um uns das auch mit Nachdruck in die Gehirne zu hämmern.

Gerüstet für den Black-Out?

Jetzt frage ich mich natürlich: Wieso drängt man die Bevölkerung mit allen möglichen Maßnahmen zum Kauf von E-Autos um angeblich damit das Klima zu schützen? Wieso führt man eine CO2-Steuer ein, abgesehen davon dass man mit den Einnahmen mit Sicherheit Budgetlöcher stopfen wird und nicht das Klima rettet, um die Verbrenner einzuschränken oder loszuwerden? Wieso bezahlen wir Stromkunden den Ausbau von erneuerbaren Energien mit, währenddessen die ausführenden Konzerne sich die Gewinne einstecken und nichts an den Steuerzahler zurückfließt? Und wieso kommt jetzt plötzlich der Schmäh auf, dass die Stromversorgung nicht reichen wird und ein Black-Out droht?

Das Volk muss in Angst gehalten werden, das kristallisiert sich immer mehr heraus, und die Medien spielen brav dabei mit! Der perfide Plan dahinter ist immer noch nicht klar, aber es muss einen geben. Ich für meinen Teil bin schon lange davon abgekommen, der Politik, den Medien oder irgendwelchen “Experten” zu glauben. Die Zeiten sind vorbei, in denen der Personenkreis der da involviert ist, auch glaubwürdig wäre. Lobbyismus, Machtgeilheit, Gewinnsucht, Manipulation der Massen. Das ist die Prämisse der Neuzeit. Aus diesen Gründen muss man eben selbst alles hinterfragen und sich ein Bild machen, was nun stimmen kann und was nicht.

Fakt ist, dass es mit dem Zusammenschluss der europäischen Stromnetze ziemlich schnell zu einem Black-Out kommen kann, wenn eine Schlüsselstelle versagt. Dabei wird das komplette Netz mit runtergezogen, und selbst bei einer Schnellabschaltung einiger Teile oder einer Auftrennung der Netze wirds finster werden. So weit so gut. Doch was fällt wirklich alles aus? Was braucht man zu Hause, um einen Blackout von zumindest 72 Stunden gut zu überstehen? Schauen wir uns mal an, was tatsächlich ausfallen wird:

  • In jedem Fall, die Versorgung des Geldverkehrs! Bankomaten, Bankomatkassen, Zahlscheinautomaten, kurz: Alles was im Nichtbargeldbereich läuft, steht still! Gleiches gilt auch für Fahrscheinautomaten, Getränkeautomaten, Snackautomaten, ja im Prinzip jedes Gerät das Strom braucht um zu funktionieren. Die Getränke- und auch Lebensmittelversorgung aus Automaten ist damit mal unterbrochen! Auch Kassen in den Supermärkten sind tot. Also keine Ware, weil kein Bezahlen möglich!
  • Alle Heizungen (auch Gasgeräte!) die Strom benötigen, Wasserpumpen von Hauswasserwerken, natürlich die Beleuchtung innen und außen, Mobiltelefonie, TV und Radio (wenn ohne Akku), und genaugenommen alles was eine Steckdose zum Laden braucht, ist spätestens mit einem leeren Akku ebenfalls funktionslos.
  • PC’s verweigern den Dienst, Laptops und Tabletts arbeiten bis zum 0% Akku, dann ists Schluss. Internet und WLAN sind auch aus. Kochen am Elektroherd, Kühlen (Kühlschrank, Gefrierschrank) ist nicht mehr. Kaffeemaschinen ebenso ohne Mucks. Sogar die meisten Alarmanlagen sind außer Funktion (Zumindest spätestens dann, wenn die internen Akkus auch leer werden). Man könnte aufzählen bis zum Nimmerleinstag, und wäre noch immer nicht fertig.
  • Ein noch ganz wichtiger Punkt: Es gibt auch keinen Treibstoff, weil die Pumpen nicht funktionieren!

In Punkto Wasser- und Gasversorgung, sowie Festnetztelefonie habe ich am 28.09.2021 Anfragen an die EVN und die A1 Telekom gestellt. Erwarte also Antworten in Kürze.

Strom ist wie Wasser. In unserer Zeit lebensnotwendig. Zumindest wird es so suggeriert. Doch kann man auch ohne Strom einige Zeit überstehen? Wenn man nicht psychologisch von Facebook, Instagramm, Twitter & Co abhängig ist und damit bei Entzug einen Schaden abkriegt, ein paar Tage ohne Smartphone und Internet schafft, dann JA. Hier mal ein paar Sachen, die ICH mir zurechtgelegt habe, um einen Black-Out zu überstehen:

  • Ich habe einen Gaskocher mit genügend Ersatzkartuschen. Der Link ist ein Beispielkocher auf Amazon! Darauf kann man kleine Mahlzeiten durchaus schnell und gut zubereiten. Verstaut im Vorratsschrank nimmer er wenig Platz ein, und ist zur Hand wenn man ihn braucht. Schaut auch, dass ihr den einen oder anderen Campingtopf aus Aluminium zu Hause habt. Die sind schneller zu erwärmen als herkömmliches Kochgeschirr und sparen damit viel Gas.
  • Ein Notstromaggregat, um im Winter die Heizung am Leben zu halten. In meinem Fall die Gastherme mit 150W Leistungsverbrauch. Da reicht ein günstiges Modell (Link als Beispiel) auch aus. Mit entsprechenden Verteilern und Kabeln kann ich auch den Kühlschrank und die Gefriertruhe daran anschließen. Wichtig dabei: Immer genügend Sprit vorrätig haben! Auch dabei achten, dass das Aggregat nicht immer durchlaufen muss! Daher Heizung und Kühlgeräte beobachten und bei Nichtbedarf das Notstromaggregat wieder abschalten. Hilft auch der Umwelt! Achtet bitte darauf, dass diese Geräte NICHT in den Innenräumen verwendet werden dürfen!
  • Vorräte: Alles was nicht verderben kann (in Dosen, Gläsern, Konserven, oder Nudeln, Mehl, Zucker, Salz, etc.) ist bei uns immer auf Vorrat da. Legt Euch ein Sortiment an, mit dem alleine Ihr Mahlzeiten zubereiten könnt, ohne auf Sachen aus Kühlschrank & Co. zugreifen zu müssen. Jedes Öffnen des Kühlschrankes lässt ihn warm werden. Wenns sein muss, dann verarbeitet daraus immer zuerst jene Lebensmittel die zuerst verderben würden. Den Vorrat regelmäßig austauschen immer die älteste Charge verwenden und mit neuen Produkten ergänzen. Vergesst bei den Vorräten Eure Haustiere nicht!
  • Euer Wagen sollte nicht unbedingt leer im Tank in der Garage oder vor dem Haus stehen. Man weiß nie, ob man nicht im Notfall weitere Strecken fahren muss um Hilfe zu bekommen (Krankheit, Verletzungen, etc.).
  • Licht! Das ist eine ganz wichtige Sache wenn sonst alles dunkel ist! Kerzen für zu Hause, Stirnlampe für draußen. Doch vorsicht! Stirnlampen die nur mit Akku betrieben werden, sind schnell leer, dann ists erst recht finster! Ich habe mir daher die Ledlenser H7R2 geleistet. Sie kann man mit Akku ODER Batterien betreiben und hat anständig Licht. Aufpassen, dass man dann auch die Passenden Batterien zu Hause hat, sonst bringt das gar nichts!
  • Wasser! Wasser ist ganz wichtig. Einiges an Flaschen Wasser als Vorrat schadet nicht. Sollte aber nur als Trinkwasser genutzt werden. Rechnet mit 2 Liter pro Person pro Tag. Brauchwasser sollte extra in Kanistern innerhalb des Wohnraums eingelagert werden, um ein Einfrieren im Winter zu verhindern. Wie viel, das hängt von Eurem Verbrauch ab, aber die Regeln von 250 Liter pro Person und Tag wird wohl niemand einlagern können. Also heißt es Wasser sparen!
  • Elektrogeräte! Zu allererst bei einem Black-Out (wäre auch bei normalen Stromausfällen schon ratsam), sollten alle Geräte im Haushalt sofort vom Netz genommen werden! Das Wiedereinschalten des Stroms kann zu Spannungsspitzen und starken Stromschwankungen führen. Das beschädigt viele Geräte. Erst wenn die Stromversorgung wieder komplett hergestellt und stabil ist, sollte man Gerät für Gerät wieder einschalten und sofort auf Schäden überprüfen.
  • Ein kleines Batterieradio, um aktuelle Nachrichten hören zu können wäre auch noch ratsam. Ich selbst habe noch keines, wird aber demnächst auch angeschafft. Siehe Beispiel-Link.
  • Bargeld! Es ist ratsam, immer eine bestimmte Menge an Bargeld in kleinen Scheinen zu Hause zu haben!

Ganz Wichtig: Medikamente und ein Erste Hilfe Set! Denkt daran, dass Ihr aufgrund nicht funktionierender Kassensysteme wahrscheinlich nichts kaufen könnt, auch nicht mit Bargeld! Habt einen Vorrat an für Euch wichtigen Medikamenten im Haus! Immer aufgrund des Ablaufdatums austauschen nicht vergessen!

Ich hoffe natürlich dass wir nie in einen (geplanten oder ungeplanten) Black-Out schlittern werden, denn was sich in solchen chaotischen Zuständen abspielt kann man sich vorstellen. Von Einbrüchen, Plünderungen, Übergriffen und Überfällen werden wir nicht verschont bleiben. Speziell in den Großstädten. Denkt also auch an die (erlaubte) Selbstverteidigung:

Pfefferspray, Hickory und Gummi-12/70er könnten durchaus helfen …

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Nachtrag und Aktualisierung per 07.10.2021
Ich habe von der EVN eine erste Antwort erhalten. Diese gilt zwar nur für den Versorgungsbereich der EVN in NÖ, aber immerhin:

Sehr geehrter Herr Veigl!

Bei der Trinkwasserversorgung helfen uns im Falle eine Stromausfalles unsere Hochbehälter im Leitungsnetz, mit denen wir in jedem Fall die Versorgung je nach Jahreszeit und Verbrauch für mindestens 24-48 h aufrecht erhalten können. Zusätzlich sind für einen möglichen länger andauernden Stromausfall für die wesentlichen Brunnenfelder und Pumpstationen mobile oder stationäre Notstromaggregate vorhanden um auch längere Zeiträume überbrücken zu können.

Sollten sie dazu noch Fragen haben stehe ich ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Freundliche Grüße
EVN Wasser GmbH

Nachtrag und Aktualisierung per 16.10.2021
Seitens der EVN zur Nachfrage nach der Gasversorgung im Falle eines Blackouts gab es bisher keine Antwort, auch nicht von der A1/Telekom in Bezug auf funktionierendes Festnetz. Das ist wohl die neue Beantwortungskultur diverser Vorzimmerdamen oder Personen auf Posten denen das Schreiben und Beantworten einfach zuwider ist. Anders kann man es nicht bezeichnen, denn eine kurze Antwortmail ist schnell geschrieben, man braucht keine Briefmarke besorgen und kleben, und auch den Gang zum Postamt muss man sich nicht antun. Komischerweise gab es früher ohne Email bessere und schnellere Antworten als zu aktuellen Zeiten.

Stand: 16.10.2021

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