Maluns … eine Bündner Spezialität

Maluns, Kartoffelriebel aus dem Bündnerland
(Originalrezept aus der Schweiz. Danke an Susanna und Erich!)

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Zutaten:

800g Kartoffeln, am Vortag gekocht.
200g Mehl,
1 Teelöffel Salz,
100g Margarine oder Butter.

Die Kartoffeln schälen, und mit der Raffel fein reiben. dann 200g Mehl und 1 Teelöffel Salz beimengen, gut mischen. Nun die Masse zwischen den Händen durchreiben, bis kleine Kügelchen entstehen. Ggf. noch ein wenig Mehl beimengen.

Die Margarine oder Butter in der Pfanne warm werden lassen, die Kartoffelmasse beigeben, etwas Farbe annehmen lassen. Mit der Bratschaufel auf kleinem Feuer unter ständigem Wenden und Rühren hellbraun braten, bis sich kleine Klümpchen bilden. Rechnet mit einer Dauer von gut 20-30 Minuten dafür, wenn es gut sein soll!

Anrichten: Maluns unbedingt frisch zubereitet mit Kompott (Birnenkompott eignet sich am Besten dafür), und ein Stück würziger Käse dazu! Oder das Kompott weglassen und – wenn man es urchig mag – beim Essen mit Maluns gefüllten Löffel in Milchkaffe tauchen.

Tips:
Maluns in einer keramikbeschichteten Pfanne zubereiten!
Mehlige Kartoffel benötigen mehr Butter oder Margarine!

Das Rezept ist für 4 Personen berechnet. Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!!

 

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Lebendige Liebe

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Lebendige Liebe

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst …

Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht um einen Züchter zu finden. Oder vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden – weil irgend etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat. Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen, und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen – und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift – dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

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Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen – und Alter sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen – und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine
wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen läßt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

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Und an diesem Tag – wenn Dein Freund und Gott sich gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen mußt – zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird – Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen.

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Und wenn es Dir typisch ergeht wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen vor Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele – nur ein wenig kleiner als Deine eigene – anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in diesen Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren – nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf dem Platz runterschaust, an dem Dein lieber – vielleicht bester Freund – gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die bedeutsamen drei Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben – entlang mit der Erinnerung Deines Haustieres – und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden, da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt – und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an – wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind, diese Liebe wird bleiben und wachsen – und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen – ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

Quelle: Facebook

 

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Freunde …

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Was sind Freunde?

Diese Fragen beschäftigen jeden einmal: Was sind Freunde? Habe ich Freunde? Brauche ich Freunde? Was bringen mir Freunde? Habe ich ehrliche Freunde oder falsche Freunde?

Nun, ich habe viele Freunde. Und Feinde.

Ich habe reale Freunde, virtuelle Freunde, Freunde die ich nur per Facebook treffe, Freunde die ich treffe und mit denen ich etwas unternehme. Ich habe Freunde, die so weit entfernt sind, dass ich sie vielleicht einmal im Jahr sehe und nicht einmal virtuell viel Kontakt habe, aber wenn man sich trifft ist es umso schöner. Ich habe Freunde, die mir vorgaukeln Freunde zu sein. Ebenso habe ich Freunde die sich kaufen lassen, Gummischlauch-statt-Rückgrad-Freunde nenne ich die. Und ich habe “versteckte” Freunde, also Menschen, mit denen ich Kontakt habe, ich jedoch nie von einer tiefen und großen Freundschaft ausgegangen bin. Es ist ein Unterschied ob ich mit jemandem wirklich befreundet bin, oder ob es sich um eine Bekanntschaft handelt. Auch habe ich Freunde, die sich in für mich schlimmen Situationen dann rar gemacht haben, anstatt wirklich Freund zu sein,  und einem durch die schlimme Zeit geholfen hätten. Es dürfte sich dabei um die falschen Freunde handeln, oder eher um Freunde die sich halt nur mal die Rosinen aus einer Freundschaft rauspicken, und der Rest durch den Schredder geht. Teilzeitfreunde?

Meine Feinde sind mir da oft lieber als manche Freunde, denn die haben sich klar deklariert. Ich weiß wer sie sind, ich weiß dass sie mich anpissen und bekämpfen. Doch das stört mich nicht im Geringsten, weil es offen ist. Da gibt’s nichts Verstecktes, nichts Geheimnisvolles daran.  Ein Feind bleibt ein Feind, oder man einigt sich irgendwann einmal und begräbt das Kriegsbeil. Doch meist sind die Fronten über Jahre hinweg verhärtet, und dann will keiner mehr nachgeben. Gesichtsverlust weil man sich dann die Hände reicht? Niemals …

Zurück zu meinen “Freunden”. Wer mich kennt, weiß genau, dass ich in jeder Situation für meine wahren Freunde da bin. Von mir kann man echt alles haben, und ich stehe zu meinen Freunden.  Wenn ich Leute auf Facebook sehe und beobachte, wie sie in ihren Freundeslisten tausende von Freunden um sich herum scharren, frage ich mich: Wozu? Das sind keine Freunde! Das ist die eigene Gier nach Selbstdarstellung. Wer mehr Facebookfreunde hat, der hat gewonnen? Auch habe ich die Beobachtung gemacht, dass kaum hatte ich einen neuen Kontakt bei mir hinzugefügt, traten die Freundesammler auf den Plan und befreundeten sich sofort auch mit meinem Neuzugang … Hat das Sinn? Nein!

Ich hatte mal 2435 Freunde in meiner Facebookliste … und jeden Tag Kopfschmerzen. Mir waren die ganzen Diskussionen schon so derart zuwider, dass ich nur mehr jeden 3.-5. Tag einloggte um zu sehen, welch Schwachsinn wieder mal gepostet wurde. Dann griff ich durch und löschte bis auf 110 Freunde alle. Mittlerweile sind es wieder ein paar mehr, aber ich habe meine Ruhe, und nur mehr Kontakte die ich wirklich mag.

Was macht für mich einen Freund aus? Ein Freund ist für mich jemand, der sich freut wenn ich ihn überrasche. Ein Freund akzeptiert mich so wie ich bin! Ein Freund, ist für mich in schweren Zeiten genauso da, wie ich für ihn da sein würde. Ein Freund kann mit meinen Launen und Schwächen umgehen und versucht sie nicht zu korrigieren, denn die sind ein Teil von mir! Ein Freund bleibt in Kontakt, auch wenn uns Entfernungen trennen, die einfach wie eine Mauer zwischen uns stehen. Ein Freund teilt Spaß und Leid.

Habe ich Freunde? JA, ich habe Freunde! Und ziemlich gute sogar! Dafür Danke ich Euch allen, die das lesen, und sich mir gegenüber als echte Freunde bezeichnen! Ich bin stolz darauf, solche Freunde wie Euch zu haben!

Habe ich falsche Freunde? Diese Frage müsst Ihr Euch selbst beantworten …

Politik in Österreich – Ein Grauen mit Lichtblicken

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Im Jänner 2015 war Wahlkampf in Niederösterreich. Genauer gesagt Gemeinderatswahlen. Plötzlich tauchten alle Politiker unserer Gemeinde aus ihren Löchern auf, und gingen auf Stimmenfang. Alte, Kranke, Pensionisten, politisch eigentlich Ungebildete, Gewohnheitswähler, Protestwähler, alle wurden abgeklappert und mit einem Paar Würstel, Senf und Brot dazu wurden die Leute geködert … Die Parteifarben gaben sich die Klinke in die Hand wenn es ums Buhlen der Wählerstimmen galt. Witzig dabei, dass man diese Politiker die ganzen 5 Jahre der letzten Legislaturperiode nicht gesehen hat, außer dem überall in den Medien verbreiteten Grinsen unseres roten Bürgermeisters. Er dürfte das von seinem Vorgänger so gelernt haben.

Ein einziger Politiker, ein junger Mann in der ÖVP, Mag. Lukas Mandl (Universitätsdozent, Landtagsabgeordneter, etc.) fiel mir in den letzten 2 Jahren auf. Er hob sich aus der grauen Masse der Politik wie ein kleiner Regenbogen hervor. Ich begann diesen Mann zu beobachten, und was ich dabei sah, war ein Politiker, der an das was er tat wirklich glaubte! Er setze mit Eifer und vollem Tatandrang ein Projekt nach dem anderen durch. Teilweise (meiner bescheidenen Meinung nach) etwas patschert, weil er sich mit manchen Fotos zusammen mit den Gemeindeoberen bei uns eher in den Hintergrund stellte, und das Lob dann eher an jene geriet die nichts zu einer Sache beigetragen haben, aber wer den Weg verfolgte wusste genau wer der Drahtzieher war.

Ich finde, das sind die Leute die man unterstützen sollte und muss. Lukas ist ein Mensch, den ich persönlich kennen lernen durfte, der eine unheimliche Ruhe ausstrahlt, und den man einfach mögen muss. Seine Parteifärbung ist mir dabei sowas von egal, weil ich ihn ihm nicht die ÖVP sehe, sondern den Menschen, der sich für unsere Gemeinde einsetzt, und auch in Niederösterreich selbst etwas bewegen will und auch bewegt.

Ein Beispiel ist der Fluglärmterror der bei uns herrscht. Seit dem Teilvertrag  der Mediation (Flughafen Wien) hat sich die Situation bei uns derart verschlechtert, dass es besser wäre, alles zu verkaufen und wegzuziehen. Doch man hängt an dem was man hat. Ein Dialog mit den Verantwortlichen scheiterte 12 Jahre lang. Weder unsere Gemeindeväter, noch sonst ein Politiker fand sich bereit, dieses heiße Eisen anzufassen. Man konnte sich damit ja nicht profilieren,  eine Niederlage gegen den Flughafen war vorprogrammiert, warum sich also die Hände schmutzig machen? Nun, Lukas fasste das Eisen an, und schaffte es, einer Gruppe von Menschen die sich hier bei uns in ihrer Lebensqualität durch den Fluglärm beeinträchtigt fühlen, einen ersten direkten Kontakt mit einem Vertreter des Flughafens zu ermöglichen. Ein erstes Gespräch verlief ehrlich und weckte nun Hoffnung in uns, dass wir doch zu einer Lösung kommen könnten. Dieser Verdienst kann alleine Lukas angerechnet werden, weil er sich einsetzte!

Ich habe immer schon gesagt, mir ist es egal welche Farbe eine regierende Partei hat, solange sie etwas für die Bevölkerung macht. Ich habe keine Politische Bindung. Ich stehe zu keiner Partei.

Auch früher gab es Futtertrogzecken, doch die Gier war nicht so ausgeprägt wie heute. Leben und leben lassen war die politische Devise. In moderner Zeit hat man das offensichtlich vergessen. Je höher Politiker und Beamte sitzen, desto stärker kleben sie auf ihren Sesseln und zapfen den Futtertrog ungeniert an, ohne Rücksicht darauf, dass wir, das Volk, diesen mit unseren Steuergelder auch füllen müssen! Während uns immer weniger bleibt, genehmigen sich die Herren Politiker und Beamte Lohnerhöhungen von denen wir nur Träumen können. Aber das alles ohne realer Gegenleistungen! Die Politiker haben vergessen, dass wir sie bezahlen, und das sie eigentlich für uns und unsere Interessen zu arbeiten haben du nicht umgekehrt! Es wird Zeit diesen abgehobenen Fratzen aller Couleur zu zeigen, wer eigentlich die Macht im Land hat. Dazu braucht man aber volksnahe und ehrliche Politiker, die sich trauen aus den eigenen Reihen und Vorgaben auszubrechen, und ich denke, mit Lukas Mandl haben wir einen ersten dieser neuen Politikergeneration gefunden. Ich hoffe, ihm werden noch viele folgen …

 

Die Hundezucht … Rasseliebhaber oder Vermehrer?

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Eines der Themen, das mich am meisten reizt, ist die Hundezucht. Speziell bei den Nordischen, da ich ja aufgrund meiner eigenen nordischen Hunde, dieses “Gewerbe” ja hautnah mit verfolgen konnte. Was mich daran stört?

Ich finde, die Hundezucht ist aus allen Bahnen geglitten. Hunde werden unter dem Deckmantel von FCI/ÖKV/ÖCNHS als Rasseerhaltungs- und Verbesserungszucht gezüchtet, in Wahrheit ist es für mich aber eine reine Vermehrerei. Es gibt weder eine Bedarfsprüfung, noch ein Limit. Die Tierheime quellen mit Nordischen über, und manche Züchter hauen 3-5 Würfe im Jahr raus! Alles legal natürlich.

Genau diese Züchter aber wettern gegen den illegalen Welpenhandel.  Sehen sie ihre Einkommen gefährdet? Achja, ich hab vergessen, die Zucht bringt ja finanziell nichts. Man verdient ja nicht daran. Die Rechnung ist auch ganz einfach:

Wenn man den Gesamtbetrag des Welpenverkaufs hernimmt, dann Futter, Tierarzt, Deckkosten, Zuchtclubkosten, die Kosten für die Pedigrees,  Wurfabnahme, Anfahrtskosten für Ausstellungen, Meldegebühren, Sprit, Diäten, etc. etc. abrechnet, bleibt unter dem Strich ein dickes Minus. Klar. Das ist die Rechnung die man dem Finanzamt vorlegt (Züchter sind eigentlich Melde- und Steuerpflichtig!). Doch diese Milchmädchenrechnung glaubt kein Mensch mehr, weil sie eine reine Ausrede der Züchter ist um die Vermehrung zu rechtfertigen, und man keinesfalls will, dass Welpenkäufer glaubt, man verdiene an einem 1500 Euro Hund was!

Seriöse Züchter haben wenige Würfe. Wartezeiten bis zu 3 Jahren sind keine Seltenheit. Und sie sind ehrlich. Sie sagen auch, dass  sie die Rasse verbessern oder erhalten wollen, und natürlich was dabei verdienen! Ich meine, wo liegt das Problem wenn man zugibt, an einer Sache etwas zu verdienen? Ich würde lieber einen Hund kaufen, wo ich nicht angelogen werde, als bei einem “offiziellen Vermehrer” der mir weiß machen möchte, er mache das nur aus Liebe zur Rasse, und habe dauernd ein Minus dabei …

Dann wäre noch das große Schundluder, dass getrieben wird. Angefangen von Einkreuzungen von Fremdrassen (so wie Samojeden in Huskies, nur um das Fell wuscheliger zu machen) wo der erste Wurf danach ohne Papiere unter dem Tisch gehandelt wird, und komischerweise dann der nächstfolgende Wurf wieder reelle Pedigrees besitzt (komisch …), oder – weil ich schon von Nordischen schreibe – Huskies, die dem Standard schon lange nicht mehr entsprechen aber trotzdem einwandfreie Pedigrees besitzen! Das sind dann die offiziellen Show- und Rennlinienunterschiede. Ich lach mich tot! Dabei gibt es laut FCI nur EINEN Standard, und dem müssen alle Linien entsprechen!

Des Weiteren sehe ich zum Beispiel auch nicht ein, dass wenn ich schon die Rasse verbessern und erhalten möchte, die meisten “Züchter” keine Ahnung von Genetik besitzen, von Erbkrankheiten, und sonstigen Gefahren die bei einer wahllosen (also nur nach Aussehen und der erreichten Championstitel) Verpaarung auftreten können, mal abgesehen. Das Nächste was mich stört: Wenn ich die Rasse laut Züchteraussagen verbessern will, wieso kommen immer noch Hunde mit HD-B und schlechter in die Zucht? Zu einer Verpaarung sollte nur die Creme de la Creme verwendet werden! Dann habe ich perfekte Ausgangsbedingungen, um eine Rasse zu verbessern.

Ein Championstitel sagt in heutiger Zeit genau nichts über einen Hund aus, weil die Ausstellungen nur mehr ein Geschäft sind, und die Richter sich meist an keine Standards sondern an “Freunderl” orientieren. Schade, denn alles in allem dient es keiner Rasse um verbessert zu werden …

Noch schlimmer als bisher Aufgezeigtes finde ich jene Personen, die schnell mal einen Wurf machen, weil ihre Hunde sooo toll sind! Kaum einen Titel gewonnen, einmal ein Rennen gut bestritten, muss schon für Nachwuchs gesorgt werden. Das ist ein absolutes NoGo! Damit kann ich mich keinesfalls anfreunden, und ist für mich sogar gleichgesetzt mit jenen, die der Meinung sind, eine Hündin MUSS einmal im Leben Welpen bekommen! Leute, denkt Ihr überhaupt nicht nach?

Übrigens habe ich seit dem Verlust meiner Hündin ein sehr gespanntes Verhältnis zur Züchterszene in Österreich, denn ich finde es absolut eine Frechheit und unverschämt von diversen Menschen, 1 Tag nach dem Tod eines Tieres schon unseriöse Angebote für einen Welpen über Facebook zu schicken, nur weil einem ein paar Welpen vom letzten Wurf übriggeblieben sind, und man eine Chance sieht, die nun an den Mann zu kriegen!!

10 Jahre Schlittenhunde

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10 Jahre Schlittenhunde …

Ja, liebe Freunde, heuer sind es 10 Jahre in denen ich mich intensiv mit Schlittenhunden beschäftigt habe, und selbst welche an meiner Seite hatte. In diesen 10 Jahren habe ich viel gelernt und viel erlebt. Manches durchaus positiv, weil ich damit meine Hunde besser verstehen und einsetzen konnte, anderes negativ, weil ich mit derart viel Hass, Neid, Arroganz und Selbstdarstellung zu tun hatte, dass ich mich selbst und auch unseren Club aus der sogenannten “Szene” rausgenommen habe. Die österreichische Schlittenhundeszene wird von einigen wenigen Clans eisern geführt und scharrt deren Jünger um sich die den “Oberen” um nichts nachstehen. Jeder der sich nicht nach deren Willen beugt wird kalt gestellt, negiert, totgeschwiegen. Andere Meinungen werden nicht toleriert. Nun, mir persönlich geht das schon lange am Arsch vorbei, denn ich habe mich erfolgreich von dem allen distanziert.

Was mich aber immer wieder entsetzt sind die sogenannten “Schlittenhundler” wie sich die meisten in dieser “Szene” so nennen. Was ist aber ein Schlittenhundler? Tja, das habe ich mich die ganzen Jahre über gefragt, aber nie eine befriedigende Antwort gefunden. Denn es gibt nicht den klassischen Schlittenhundler, sondern verschiedene Unterarten dieser Menschen …

Da wäre einmal der “Schlittenhundler” der sich mit den Hunden seine Freizeit teilt, sich um die Hunde rührend kümmert und sie als Familienmitglied integriert hat. Diese Tiere dürfen einfach alles und leben ein Leben in Milch und Honig. Gemeinschaftliche Unternehmungen zusammen mit Artgenossen sind genauso eingeplant wie einfach nur faulenzen und nichts tun. Auch Sport kanns sein, muss aber nicht übertrieben werden. Im Alter werden die Hunde versorgt gepflegt und sind bis zum letzten Moment ein Teil der Familie. Ein Idealfall für jeden Nordischen!

Dann gibts die “Schlittenhundler” die ihre Hunde als Prestigeobjekt haben. Zum Herzeigen, zum Angeben. Schaut ich hab einen Husky! Hunde die keinen Zugang zu ihren Artgenossen haben, meist alleine oder zu Zweit gehalten werden, ab und an mal Gassi geführt werden, und das wars im Großen und Ganzen. Zusammenkünfte oder Aktivitäten mit anderen Haltern meist unerwünscht. Diese Art von Schlittenhundlern gehen den anderen meist bewusst aus dem Weg. Was soll man dazu noch sagen? Arrogante Einzelgänger würde diese Art von Menschen besser bezeichnen.

Als dritte Art von “Schlittenhundler” gibts die selbsternannten Superkenner, Supermusher, Superzüchter, und Experten der Nordischen Rassen, die keine Meinung außer der eigenen zulassen. Man weiß alles, man kennt alles, und nur selbst macht man alles richtig. Jeder andere hat sich der Religion dieser Gurus zu beugen, ansonsten wird man kollektiv ausgegrenzt oder virtuell so lange gemobbt und geschnitten bis man sich komplett zurückzieht und räumt damit das Feld für diese Art von Hundehaltern. Die Hunde selbst leben bei diesen Menschen aber meist komplett anders als es offiziell behauptet wird, und das ist nicht im positiven Sinne gemeint. Es sind auch jene, die in diversen Online-Foren plötzlich auftauchen wenn es um Nordische geht, und dann so derart arrogant Neulingen gegenüber agieren, dass diesen von Haus aus schon die Freude an diesen Hunden genommen werden soll. Nach dem Motto: “Wir sind die Elite, und wir wollen keine anderen in unserer Runde haben, weil uns kann eh niemand das Wasser reichen”. Meist sind’s Huskyhalterinnen die dieses Spiel gerne treiben. Dürfte eine spezielle weibliche Tugend sein …

Die Vierte Möglichkeit eines “Schlittenhundlers” sind die Tierschützer und Tierschützerinnen die vom Gedankengut nicht weit von der dritten Art entfernt sind, jedoch zusätzlich noch einen Schritt weitergehen. Anstatt sich um die Hunde im eigenen Land zu kümmern, und der Massenzucht Einhalt zu gebieten, werden auch noch Tiere massenhaft ins Land gekarrt. Inkl. aller Krankheiten. Unverständlich für mich, die egoistische und arrogante Art der Tiervergabe. Platzkontrolle? Also ein Eingriff in meine Privatsphäre? Wie komme ich dazu, wildfremde Menschen in mein Haus oder meine Wohnung zu lassen? Mit welchem Recht stellen diese Menschen Regeln auf, die sie selbst nicht einhalten, für andere aber Gültigkeit besitzen sollen? Ich habe einen Nordischen aus dem Tierheim, würde es vielleicht auch wieder tun, und mir einen aus dem Heim holen, aber nicht zu den Bedingungen dieser Art von Tierschutzexperten und Expertinnen.

Die letzte Möglichkeit eines “Schlittenhundlers” ist der egoistische Altmetallsammler der vor lauter Stockerlgeilheit das Wohl der Hunde vergisst. Zwar immer groß redend wie gut man sich um die eigenen Hunde sorgt, doch kaum am Rennplatz angelangt, wird mal kurz alles vergessen. Hunde tw. in Massenhaltung, in Zwingern wohnend und ihr Dasein dahinfristend, im Sommer nicht mal gescheit bewegt, wie auch, man geht doch nicht mit so vielen Hunden “Gassi”, denn da würde man für einen Durchgang zwei Tage brauchen, also wird gepinkelt und gekackt wo man auch tagsüber leben muss. Ein Kübel Wasser zum trinken, Das Futter als “Suppe” gestreckt. Alles nach fixem Plan ohne Abwechslung. In meinen Augen die grauenvollste Haltung dieser wunderbaren Tiere. Im Alter wenn die Hunde nicht mehr brauchbar sind, werden sie abgeschoben oder verschwinden auf ominöse Weise. Ich möchte gar nicht wissen, was mit vielen dieser Tiere schon geschehen ist, wenn sie nicht mehr ihre Leistung erbringen konnten, und das Futter zu teuer kam.

Das waren 5x “Schlittenhundler” wie ich sie in den 10 Jahren kennen gelernt habe. Ich bin enttäuscht, wütend, und manchmal auch schon richtig aggressiv auf solche Menschen, die diese Hunde als Mittel zum Zweck sehen, aber nach außen hin, die Gutmenschen in Person sein wollen, man aber bei jeder gelesenen Geschichte, oder von ihnen erzählten Begebenheiten weiß, dass es sich um glatte Lügen handelt. Es ist traurig, dass die Gesellschaft da weg sieht und mitspielt. Aber ist ja klar, das Sprichwort “Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus” gilt auch hier. Leider …

Feststellung: Ich schere nicht alle über einen Kamm! Es gibt immer Ausnahmen, und das möchte ich auch betonen, aber in der Masse schauts halt leider so aus.

Und jetzt sollte jeder in sich gehen und nachdenken, in welche Kategorie er sich selbst einfügen würde. Ich wette dass sich alle für den Typ 1 entscheiden, und zu 95% damit daneben liegen! In diesem Sinne, Euch allen ein schönes Weihnachtsfest, und Euren Hunden ein langes und gesundes Hundeleben! Nutzt jede Minute mit ihnen aus, denn es ist oft kürzer als man denkt!

Vereine oder Clans im Schlittenhundebereich?

Vereine oder Clans im Schlittenhundebereich?

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Und wieder wurde mir heute in einem wirklich netten Gespräch mit einem “Alt-Schlittenhundler” bestätigt, dass es in Österreich keine Schlittenhundevereine, sondern Schlittenhunde-Clans gibt, also Proforma-Vereine in der Hand einiger weniger Familien und deren engsten “Freunderln”! Das Problem dabei: Wenn man sich denen nicht unterordnet und kuscht, wird man ausgegrenzt, bekämpft, angepisst und madig gemacht. Ist ja sowieso nichts Neues, oder? Kennen wir nun schon seit 10 Jahren!

Bike- oder Scooterantenne

Die Bike- und Scooterantenne … teuer aber wertlos und sogar gefährlich!

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Immer wieder reden wir darüber und klären die Mitglieder bei uns auch über dieses Teil auf. Und trotzdem kommen dann die meisten mit dieser sogenannten Bike- und Scooterantenne auf unsere Trainingslager und denken, das ist die optimale Lösung für alle Probleme. Ist es aber nicht! Warum das so ist werde ich Euch nun versuchen zu erklären:

WOZU baut man sich so ein Teil auf das Bike oder den Scooter? Viele werden nun sagen: „Dass die Zugleine der Hunde nicht ins Vorderrad kommen kann.“ – Gut, ist verständlich, und wirkt auch einigermaßen in dieser Hinsicht. Doch hier stellt sich nun die Frage:

WARUM kann die Zugleine ins Vorderrad gelangen und sich verheddern? Die Antwort ist logischerweise, wenn die Leine durchhängt und nicht mehr auf Zug ist. Da beginnt nun das eigentliche Problem. Der Hund hat auf Zug zu bleiben UND selbst hat man die Geschwindigkeit so zu dosieren, dass selbst wenn der Hund mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten läuft, die Leine IMMER auf Zug bleibt! Die Probleme dabei sind wie immer:

  • Mangelndes Training des Hundes oder überhaupt fragliche oder keine Eignung für den Hundezugsport.
  • Mangelndes Beobachten des Hundes während des Laufes und schlechte oder langsame Reaktion auf Veränderungen der Laufgeschwindigkeiten des Tieres.
  • Kein homogenes Mensch-Hunde-Team in Punkto Abstimmung zwischen Beschleunigen und Abbremsen im Lauf. Zu viel Aufmerksamkeit auf allem anderen anstatt auf den Trail und den Hund.
  • Zu wenig Erfahrung oder auch Angst vor Stürzen, Unsicherheit, oder einfach nur Profilierungsgehabe um halt dabei zu sein selbst wenn man es nicht kann (auch wenn das nun hart klingt).

Dass sich diese Antennen bei einem Sturz nach hinten biegen und Euch im Gesicht schwer verletzen können, sollte genauso zur Kenntnis genommen werden, wie die Tatsache dass es einfach nur ein Mittel zum Zweck ist, fehlendes Training oder Wissen zu kaschieren!

Eine einfache Zugschlaufe am Rahmen des Bikes oder Scooters, in der die Zugleine eingehakt wird,  ist alles was man benötigt, WENN DAS TEAM TRAINIERT UND EINGESPIELT IST! Alles andere ist nicht professionell sondern eine reine Herumspielerei bei der Mensch und Tier zu Schaden kommen können! Denkt daran, und lernt und trainiert! Dann klappts sicher auch ohne einer „Antenne“ um 60-70 Euro!!