Zwetschkenstrudel-Likör (Apfelstrudel war gestern …)

Nun denn, am Titel werdet Ihr nun schon bemerkt haben, dass ich heuer was Neues ausprobiere, nämlich als neue kulinarische Adventleckerei … den Zwetschkenstrudel-Likör! Er ist im Versuchsstadium, aber ich bin gespannt was daraus wird, und bin auch guter Dinge!

Was ich verwendete:

2 Gläser Pflaumenhälften (damit es schneller geht, ich hätte auch Pflaumen und Pflaumensaft nehmen können)
3 Stangen Zimt
1/2 Packung Kandiszucker braun
2 Vanilleschoten (aufgeschnitten, waren von den Vanillekipferln noch übrig)
1 Flasche Vodka (700ml)
200ml Inländer Rum (36%)
1 EL Vanillearoma aus dem Flascherl
1 Liter Wasser

Zubereitung:

Die Zubereitung ist etwas umständlicher als beim Apfelstrudellikör. Da die Pflaumen ja schon im Glas ihre Aromen an den Saft abgegeben haben, braucht man nichts mehr heiß machen und ansetzen. Also wird in diesem Fall einfach alles in den 3-Liter-Bottich geschüttet und hinzugefügt, gut umgerührt, verschlossen und in einer Woche mal gekostet.

2 Wochen musste das Ganze ziehen, und dann wurde abgefüllt! Dadurch dass die Zwetschken (Pflaumen) ja nicht mehr lange ziehen mussten weil sie ja schon im Glas waren, verkürzte sich die Wartezeit. Ich kann Euch aber an dieser Stelle sagen: Mein “Zwetschkenstrudel” ist SAGENHAFT geworden!

Fertig ist die Ausbeute! 4 Flascherln sind sich ausgegangen.

Bauern-Fussili

Wieder mal ein kleines Rezeptchen für alle, bei denen es so schnell gehen muss, wie bei mir heute: Bauern-Fussili nenne ich das recht schmackhafte Gericht.

Heute nur ein Foto des fertigen Gerichts, da die Zeit für mehr fehlte.

Zutaten:

1/2 kg Fussili (oder andere Teigwaren je nach Wunsch)
1 gelbe Zwiebel, fein gehackt
1 Zucchini, geraspelt
200g Bratenspeck in feine Streifen geschnitten
1 Pkg. Tiefkühlerbsen (330g)
Salz und Pfeffer
1 EL Butterschmalz

Zubereitung:

Die Fussili “al dente” in sprudelndem Salzwasser kochen und kalt abspülen.

Währenddessen im zerlassenen Butterschmalz die Zwiebel hellbraun anlaufen lassen, den Bratenspeck dazu geben und ca. 5 Minuten unter Rühren anbraten. Danach die geraspelte Zucchini hinzufügen, gut durchmischen, 1/8 Liter Wasser dazu, und die Erbsen unterheben. So lange köcheln lassen, bis das Wasser verkocht ist. Mit Salz, Pfeffer (ich hab auch 2 TL Vegeta untergerührt) abschmecken.

Die Speck-Erbsen-Zucchini-Mischung mit den Fussili mischen, unter Rühren nochmals kurz erwärmen, auf die Teller und fertig ist die Sache. Zeitverbrauch ca. 20 Minuten wenn man weiß wie man effizient in der Küche arbeitet.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen!

Indisches Karfiol-Curry

Alle Zutaten bis auf die Pflaumentomaten und das Salz auf einen Blick.
(Ich hab Kardamomkapseln statt dem Pulver verwendet und die Fenchelsamen frisch gemahlen)

Tja liebe Besucher, heute gibts zur Abwechslung wieder einmal ein Rezept von mir. Normalerweise bin ich ja der Fleischtiger, aber heute durfte es mal fleischlos sein. Karfiol-Curry! Das erste Mal probiert, eine riesen Patzerei, aber geschmacklich gut muss ich sagen. Und das brauchte ich dazu:

Zutaten:

100g Berglinsen
250ml Wasser
2 mittelgroße Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 Stk. Ingwer mit ca. 5cm (geschält)
1 TL Salz
3 EL Butterschmalz
1 mittelgroßer Karfiol
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 TL Pfeffer (gemahlen)
1 TL Curcumapulver
1 TL Fenchelsamen (gemahlen)
400g gehackte Tomaten (Dose)
3 Stk. Pflaumentomaten (frisch)
400ml Kokosmilch (Dose)
2 Stk. Kardamom-Kapseln
1 Lorbeerblatt
2 EL Petersilie (getrocknet)

Zuerst werden die Linsen in ca. 20 Minuten gekocht und kalt abgeschreckt. Währenddessen die Zwiebel schälen und klein würfeln, den Knoblauch schälen und zerkleinern, sowie den Ingwer schälen und ebenfalls zerkleinern.

Den Knoblauch mit dem Salz und dem Ingwer in einem Mixer oder im Mörser zu einer Paste verarbeiten.

Die Knoblauch-Ingwer-Salz-Paste im Mörser oder Mixer herstellen

Das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebel darin glasig werden lassen. Dauert in etwas 15 Minuten. Immer gut umrühren damit er nicht anbrennt.

Den Blumenkohl waschen, putzen, den Stengel entfernen und in kleine Röschen zerteilen. In gesalzenem und sprudelndem Wasser 3-5 Minuten (je nach Menge und Größe) kochen lassen. Er sollte noch bissfest sein. Dann in kaltem Wasser abschrecken.

Karfiol bissfest kochen

Nun die Knoblauch-Ingwer-Salz-Paste zu den Zwiebeln geben und ein paar Minuten mitrösten. Die restlichen Gewürze außer dem Lorbeerblatt und den Kardamomkapseln hinzufügen und noch 1-2 Minuten weiter unter Rühren anschwitzen.

Die gehackten Tomaten aus der Dose, die frischen (ebenfalls gehackten) Pflaumentomaten, die Kokosmilch, das Lorbeerblatt und die Kardamomkapseln zu den Zwiebel hinzufügen, aufkochen lassen und dann für 5 Minuten weiter köcheln lassen. Dann den Karfiol hinzugeben und weitere 5 Minuten (zugedeckt) kochen.

Die Linsen hinzufügen und heiß werden lassen. Mit Salz abschmecken. Lorbeerblatt und Kardamomkapseln entfernen, und die Petersilie unterrühren. Es kann auch in Bund frische und kleingehackte Petersilie verwendet werden.

Dazu passend: Gekochter Reis.

War einmal was anderes, und schmeckte lecker!

Lasst es Euch schmecken!

Der Krampf mit den Kackhaufen, oder: Gerasdorf, die stinkendste Gemeinde im Weinviertel!

Immer wieder wenn ich mit Nukka bei uns die Gassirunde mache, wundere ich mich, wie viele asoziale Schweinchen hier bei uns wohnen. Auch die Frechheit mancher, extra mit dem Wagen hier in unsere Ecke zu fahren, um ihre Hunde leinenlos ausscheißen zu lassen ohne die Hinterlassenschaften zu entfernen ist zu einer Plage geworden. Jetzt im Sommer ist es total angenehm, wenn man dann als direkter Anrainer hier spazieren geht, und kilometerweit den dampfenden Gestank von Unmengen an Hundescheiße in der Nase zu haben. Mich wundert es echt nicht mehr, dass immer mehr Hundehasser auf den Plan gerufen werden um sich dagegen mit illegalen Mitteln zu wehren. Ich verurteile das natürlich, kanns aber irgendwie nachvollziehen, denn seitens der Gemeinde oder Behörden wird gegen diese Dreckschweine hier nichts getan. Am meisten ärgert mich dann auch noch die Tatsache, dass die Köter mitten auf die Wirtschaftswege oder Wiesenwege (wo man es ja so super sieht!) kacken, und die Besitzer es nicht der Mühe wert finden, den Haufen zumindest auf die Seite zu kicken. Könnten ja die Schucherln schmutzig werden. Soll lieber ein anderer reinsteigen und sich den Dreck dann ins Auto oder ins Haus schleppen!

Was ist für diese asozialen Schweine so schwer daran, den Haufen zu entfernen, überhaupt wenn er mitten am Wiesenweg hinterlassen wird?

Abgesehen vom Gestank und der Tatsache dass es sich nicht gehört was da abgeht, sind solche Hinterlassenschaften eine Gefahr für alle Hunde, denn niemand weiß, ob sich nicht diverse Würmer und Erreger in den Haufen tummeln und unsere Hunde infizieren! Aber da es sich ohnehin immer um die gleichen Asozis handelt, gehe ich davon aus, dass denen das vollkommen egal ist, Hauptsache vor ihren Grundstücken scheißt kein fremder Hund hin, denn da gäbe es dann mit Sicherheit einen Aufstoß!

In letzter Zeit kommt nun auch noch das Problem mit den Scheißhaufen der Pferdenarren- und narrinen der umliegenden Reitställe dazu. So nach dem Motto: Ist eh schon alles zugeschissen, kann der Leberkäse auf 4 Beinen auch noch seinen Haufen dazulegen …

Ob mitten im Siedlungsgebiet …
… oder auf den Wirtschaftswegen. Auch denen ist alles egal!

Die saublöde Ansage, sich den Pferdemist doch mitzunehmen und für die Rosen zu verwenden, zeugt von einer gewissen arroganten Ansicht und Hirnverweichung dieser Gesellschaftsschicht.

Hier einmal ein paar Links für die Ignoranten, um nachzulesen, was Pferdemist eigentlich für Hunde und die Umwelt bedeutet:

https://www.tierarzt-dumhart.at/2021/11/14/ivermektinvergiftung-bei-hunden-durch-pferdekot/

https://www.tierarzt-sommer.de/news-wissenswertes/hunde-schnauze-weg-von-pferdeaepfeln/

https://www.anicura.at/blog/pferdekot-nicht-ungefaehrlich-fuer-hunde/

https://www.pferderevue.at/magazin/gesundheit_medizin/2015/04/giftige_pferdeaepfeltoedlichegefahrfuerhunde.html

https://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/kot-fressen

https://www.pferderevue.at/magazin/gesundheit_medizin/2015/04/giftige_pferdeaepfeltoedlichegefahrfuerhunde.html

Interessiert wahrscheinlich keine der Leberkäsdompteurinnen! Sehen sich ja generell als elitär und dem Fußvolk höher gestellt. Merkt man ja auch, wenn sie immer wieder auf Rücksicht pochen, wenn sie auf ihren Pferden hocken, selbst aber wie Sau an Spaziergängern und Hunden mit den Autos vorbeiknallen und alle zustauben (Fahrverbotsignoranz inklusive), wenns Pferd im Stall ruft. Ich schreib nun lieber nicht, was in diesen Fällen am besten wäre …

Zur Info, weil auch Wirtschaftswege der StVO unterliegen:

Gleiches gilt für Hundehaufen! Seid Ihr alle wirklich so derart ignorant, arrogant und habt kein Unrechtsbewusstsein mehr? Oder ist es einfach nur Faulheit? Wenn man mal einen Haufen nicht findet, ok, aber manche sind Wiederholungstäter, die die Hinterlassenschaften ihrer Viecher NIE entfernen! Selbst wenn man sich unsere Hundezonen ansieht, auch da liegt der Hundedreck in allen Ecken und Enden, weils keiner wegräumt! Schweine!

Vielleicht sollte man Euch einmal so gesammelte Häufchen mittels eines großen Kübels in Eure Gärten leeren damit Ihr zur Vernunft kommt??

Ihr seids doch gestört!! Wenn der Kübel voll ist, dann nehmts das Sackerl halt mit und entsorgt es woanders!
Ihr seid abnorm und geistig krank!! Sogar Menschen scheißen auf unsere Wege, denn Hunde wischen sich den Arsch nicht mit Papiertaschentüchern aus!!

Gesamt gesehen verroht die Bevölkerung hier immer mehr, scheint wohl am Multikulti zu liegen. Die ganze Gegend ist nur mehr eine einzige Gstettn. Müll, Ablagerungen und illegale Entsorgungen prägen überall das Ortsbild. Eine feine Gesellschaft ist das geworden. Hut ab und Gratulation!

Verschmutzungen und Dreck sind wohl nicht das akute Thema der Stadtgemeinde unter SPÖ-Führung. Da ist es wichtiger mit dem kindergartenhaften “Zeigen” und “Daumen hoch” in diversen Propagandablattln wie z.B. dem Gemeindekurier, die Bevölkerung grinsend zu verarschen. Trotz allem muss man sich aber bei den Gemeindebediensteten die tagtäglich unterwegs sind und dafür sorgen, dass es halbwegs sauber ist, bedanken. Sie sind wohl die Einzigen die sich noch etwas um unsere Umgebung scheren!

Interessanterweise klappts in anderen Gemeinden aber sowas von gut, und die Wege und Umwelt sind top sauber, warum nicht auch bei uns??

In anderen Gemeinden klappts, warum nicht bei uns??

Sommerurlaub 2022 in Gerlos (Tirol)

Nach der langen Zeit mit den Coronabeschränkungen und diversen Aktionen der Regierung gegen Ungeimpfte war es endlich wieder so weit und wir konnten in den Urlaub fahren. Auch wenn es bedingt durch meine neue Arbeitsstelle nur eine Woche war, diesmal hat es zu 100% gepasst und unsere Erwartungen wurden alle erfüllt. Auch unsere Malamute-Hündin “Nukka” fühlte sich trotz ihrer schweren OP vor 4 Wochen pudelwohl, auch wenn sie noch etwas pfotenmarode war, sie packte alles mit Bravour und bist auf einen kleinen Vorfall ging es ihr auch super gut.

23.07.2022 – Heuer haben wir nicht Kärnten besucht, nein, diesmal ging es wieder nach Tirol. Genauer gesagt nach Gerlos ins Hotel Glockenstuhl. Wir haben diese Gegend ausgesucht, weil es da einige flachere Wandergebiete gibt, und wir Nukka nicht zu sehr anstrengen wollten. Viele Hütten rund um unser Hotel wollten besucht werden, und so fixierten wir die Buchung und freuten uns sehr, als wir endlich die Anreise antreten konnten. Gut geplant gings dann am Samstag den 23. Juli um 6:45 Uhr los, und wir machten uns zu unserem ersten Halt in Grafenwörth, wo bei der Raststation der Billa besucht wurde. Reiseproviant ausfassen. Dauerte nicht lange, Nukka konnte schnell ihr Geschäft erledigen, und schon waren wir wieder unterwegs. Nächste Halt A1 Raststation Lindach (KM 213). Nicht die beste Wahl, aber Gassimöglichkeit für Nukka und Kaffeepause. Weiter gings dann nach Golling zur Raststation beim Mc Donald (KM 28). Total überrannt, Mengen an Hunden auch leinenlos und planlosen Menschen. Ganz kurze Pause für die Hündin, und nach 10 Minuten gings schon wieder weiter. Am Plan stand nun der Hintersee im Felbertal an der Felbertauernstraße bei Mittersill.

Am Hintersee parkten wir uns ein (Ticket erforderlich!) und spazierten zuerst zum See, dann zur Gamsblickhütte. Überraschenderweise dürften neue Hüttenpächter ihr Können unter Beweis stellen, denn der alte Hüttenwirt den wir noch kannten, den gabs nicht mehr. Wir wurden aber freundlichst empfangen, konnten den Sohn der Betreiber kennen lernen, der sich sofort mit unserer Nukka anfreundete, und wir speisten einen Heidelbeerkaiserschmarrn sowie einen frisch aus dem Ofen kommenden Schweinsbraten mit Sauerkraut und Semmelknödel. Ein Traum!! So gestärkt konnten wir dann die letzte Etappe unserer Anreise nach Gerlos antreten. Natürlich erst nachdem Nukka ihre Badeambitionen im See ausgelebt hatte. Wir fuhren also wieder runter nach Mittersill und dann in Richtung Krimml um über den Gerlospass zu fahren (Mautpflichtig!). Wir lösten uns eine 8-Tages-Karte da die billiger kam, als wenn wir jedesmal die Maut bezahlen würden. Wir wollten ja einige Male in Richtung Krimml fahren. Am Aussichtspunkt Durlaßboden Stausee legten wir den letzten Stop ein, genossen die Aussicht und schlürften noch einen Cafe Latte. Nun gings dann direkt nach Gerlos, wo wir so gegen 15:30 Uhr ankamen. Im Hotel Glockenstuhl wurden wir vom Chef selbst (Johannes) freundlichst empfangen, unser Zimmer wurde uns persönlich gezeigt und zugewiesen, und wir räumten gleich mal das Auto aus um es uns einzurichten. Nukka begutachtete sofort den Balkon unseres Zimmers und ob sie genügend Platz für sich hat. Sie fand es gut, und wir auch.

Nun machten wir noch einen Spaziergang ins Schönachtal zum Jörglerhof, wo wir uns ein Getränk, eine Heidelbeerbuttermilch, Schnapserln und ein Eis für Nukka gönnten. Vom Parkplatz im Schönachtal (Gebührenfrei) weg, in kaum 10-15 Minuten zu erreichen (750m und 55HM), mit freundlicher Bedienung und komotten Preisen. Hat uns super gut gefallen. Danach schlenderten wir ins Hotel zurück und ließen uns mit einem grandiosen 4-Gang-Menü verwöhnen. Das war der Auftakt zu unseren Sommerurlaub 2022 in Gerlos. Nun gings ab ins Bett und wir schliefen uns erst einmal die Strapaz der Anfahrt aus, was bei einer laut schnarchenden Hündin nicht so einfach war, aber das Zimmer war komfortabel und ruhig gelegen, also kein Problem sich zu erholen.

24.07.2022 – Der erste echte Urlaubstag in Gerlos begann natürlich mit dem morgendlichen Gassigang mit Nukka. Schnell war eine geeignete Strecke gefunden, und ihr Geschäft erledigt. Anschließend freuten wir uns auf das Frühstücksbuffet, und wurden nicht enttäuscht! Es gab alles was man sich für ein ordentliches Frühstück erwartete, und das auch in tadelloser Qualität. Schon frühmorgens wurden man hier aufs freundlichste begrüßt und eingewiesen. Die Chefin (Christine) selbst stellte sich uns vor, und wir waren uns auf Anhieb sehr sympathisch. Danach warteten wir auf unsere Freunde aus Gastein, mit denen wir uns um 11 Uhr verabredet hatten. Ludwig und Heidi machten die knapp 100km zu uns als Cabrio-Tour, und wir freuten uns sehr auf ein Wiedersehen. Nach einem Kaffee und gutem Plauscherl brachen wir auf zum Durlaßboden Stausee ins Alpengasthaus Finkau. Dort wollten wir essen und ein paar Stunden Auszeit verbringen. Die Anfahrt war ein wenig unübersichtlich weil nicht gut beschildert, aber als wir dann den Stausee entlang fuhren kamen wir unserem Ziel schnell näher. Am Parkplatz (Kostenpflichtig, 5 Euro mit 2 Euro Gutschein fürs Gasthaus ab 10 Euro Konsumation!) hatten wir noch gerade Platz gefunden! Dürfte ein Hotspot sein, oder extrem gut. Wir haben dann später erfahren, dass von hier weg der Trail durch die Leitenkammerklamm rauf auf die Trisslalm und weiter zur Zittauerhütte führte. Klamm und Trisslalm standen in den nächsten Tagen auch auf unserem Programm. Heute aber blieben wir im Alpengasthof und ließen uns kulinarisch verwöhnen. Zusammengefasst: Empfehlenswert, super Küche, freundliche und absolut schnelle Crew, keine Beanstandungen, etwas gehobene Preise dafür aber qualitativ in recht hoher Liga! Nukka durfte hier wieder in den See und baden. Das macht ihr immer wieder Spaß. Nach ein paar Stündchen lockerem Beisammenseins trennten sich dann leider wieder unsere Wege, unsere Freunde fuhren nach Hause (Fahrzeit immerhin fast 2 Stunden!) und wir suchten noch ein ruhiges Plätzchen wo wir mit Nukka spazieren gehen konnten. Wir fandes es auch in Gmünd am Stausee, ganz in der Nähe unseres Hotels. Unspektakulär mit nur 1,3km Länge und 44HM machten wir hier eine kleine Runde. Natürlich mit Badezugang für die Hündin. Irgendwann dann trudelten wir wieder im Hotel ein, saßen noch auf der hoteleigenen Terasse mit Nuk’, genossen auch das diesmalige 4-Gänge-Menü und nach der letzten Abendrunde hauten wir uns wieder in die Falle. Wie gehabt mit auf dem Rücken liegender Hündin die sich das “Bäuchlein” kraulen ließ und dabei noch lauter schnarchte als gestern.

25.07.2022 – Über das Frühstück brauchen wir ja nun nichts mehr schreiben, es blieb weiterhin so gut wie am ersten Tag. Anschließend machten wir uns auf und fuhren ins Zillertal um den Stillup Speicher zu besuchen. Die Auffahrt zum Stausee (Mautpflichtig! 8 Euro Gebühr) war schon ein Erlebnis für sich. Auf die Frage ob uns Busse auf der engen Straße entgegen kommen würden, hieß es nur: Nein, nur kleine Wanderbusse. Alles klar. Das mit den LKW’s und der Baustelle oben am See wurde uns einfach verheimlicht … auch die Angabe der Massen von E-Bike-Bergparasiten unterschlug man uns. Nunja, irgendwie schafften wir es dann doch oben am Parkplatz (Kostenfrei) anzukommen und auch einen Platz zu ergattern. Voll überfüllt und überrannt war es hier. Da wir nun schon mal da waren, und der Plan den Besuch des Stilluperhaus vorgesehen hatte, machten wir uns auf den Weg. Die Sonne knallte erdrückend vom Himmel, und die Temperaturen stiegen schnell an. Das Problem daran, am Seeufer gabs fast nur Asphalt zum Gehen. Für Nukka wurde es problematisch, und so kamen wir nicht einmal bis zum Ende des Stausees wo angeblich dann der schöne Teil des Wanderwegs anfing. Wir konnten uns das nicht vorstellen, das der Weg bisher schon erstens zu heiß war, und weitens die rücksichtslosen E-Biker die wie Heuschrecken unterwegs waren, eine echte Gefahr für die Wanderer und speziell die Hunde darstellten! Abstände von weniger als 20cm zu den Hunden waren die Regel statt der Ausnahme! Wir waren enttäuscht und kehrten um. Am Parkplatz angekommen kehrten wir ins Alpengasthaus Wasserfall ein. Auch hier total überfüllt, aber durch Glück fanden wir ein relativ schattiges Platzerl. Wasser für Nukka gabs problemlos, unsere bestellten Getränke kamen schnell, auch der Eiskaffee den wir uns genehmigten. Und das besondere Highlight: Jeder der etwas konsumierte durfte in den gasthauseigenen Pool! Ein super Service wie wir fanden! Nach gut 1 1/2 Stunden verließen wir dann das Gasthaus, und die Odyssee der Bergabfahrt begann. LKW um LKW kamen uns entgegen. Auf einer nur 2,5m – 3m breiten Bergstraße ein Witz! Ein einheimischer Heutraktor kam uns ebenfalls entgegengeschossen, und der Typ am Lenkrad (Du Arschloch!) bremste nicht einmal ab um mich ordentlich zurückschieben zu lassen. Mit weniger als 10cm Abstand zu meiner Seitenwand knallte der Irre an uns vorbei, samt Hänger! Sowas ist nicht in Ordnung. Auch nicht die E-Biker die sich an keine Regeln halten und meinen sie seien unsterblich. Irgendwie schafften wir es heil runter, fluchten über die Enttäuschung oben, und fuhren nach Hause ins Hotel. Dort durfte Nukka noch in den Gerlosbach um abzukühlen. Den Rest des Abends wie gehabt. 4-Gänge-Menü vom Feinsten, und dann nach ein bisschen Fernsehen ab in die Falle. Daneben das grunzende und schnarchende 50kg-Stück von Hund.

26.07.2022 – Morgenplan wie gehabt: Aufstehen, mit Nukka die Gassirunde erledigen, ab zum Frühstücksbuffet! Danach fuhren wir nach Schlitters um die Kerzenwelt Schlitters zu besuchen. Nukka durfte auch mit hinein, und machte gleich mal mit mehrmaligem “Wahoooo” auf sich aufmerksam. So nach dem Motto, schaut her, ich bin auch mit und will mir was ansehen! Sie ist schon eine Kröte, das zeigt sie immer wieder. Ein bisschen was eingekauft, dann ein paar hundert Meter weiter in die Zillertaler Trachtenwelt gefahren. Ist ja nicht weit auseinander. Die Trachtenwelt war kurz gesagt enttäuschend. Die Auwahl auf der riesigen Fläche war eher mager, wir haben diesmal echt nichts gefunden. Und dann noch die holländischen Urlauber mit ihren Hunden die meinen, sie können diese einfach ohne Aufsicht und leinenlos herumlaufen lassen. Da gabts dann schon ein paar Aufstöße. Überhaupt pfeifen sich die Touristen einen Pfiff um österreichische Gesetze was das Führen von Hunden anbelangt. Auch bei unseren Wanderungen ist uns das immer wieder aufgefallen. Bei den Schildern (die jeder lesen konnte!) mit der Aufschrift “Hunde an die Leine” wurden die Hunde generell abgeleint. Am Schlimmsten waren die “Frauchen” mit ihren Border Collies. Die hatten großteils nicht mal Leinen mit, weil sie ja eh so brav sind und nix tun … wie immer das gleiche Trauerspiel. Egal ob er was tut oder nicht: Es gilt die Leinenpflicht wenn sie angeschrieben ist!! Wir setzen uns dann noch für ein Getränk in das kleine Cafe der Trachtenwelt, und ich stöberte noch in dem liebevoll eingerichteten Laden. Da wurde ich fündig! Würstel und Speck zu Spitzenpreisen sowie eine Flasche Zirbenfusel! *lach*

Nach dem Einkehrschwung fuhren wir wieder in Richtung Gerlos, machten aber noch einen Halt bei “Holzschnitzereien und Mineralien Burgstaller” in Hainzenberg, wo ich auch fündig wurde, und ein paar wunderbare Mineralien erstehen konnte. Zu einem echt sagenhaften Preis. Auch die äußerst nette Dame des Hauses, die uns ein wenig Geschichte des Gebäudes und ihres im aussterbenden betroffenen Handwerks erzählte, war sowas von nett. Man kann diesen kleinen aber feinen Laden nur weiter empfehlen. Ein Besuch wert! Anschließend gings dann noch zum “Abenteuer Goldbergbau” im gleichen Ort, wo wir uns für ein Getränk niederließen. Hier wieder ein Paradebeispiel von Arschloch vor mir am Tresen. Deutsche Urlauber, die mich 20 Minuten warten ließen, weil der Typ einfach nicht zu fragen aufhörte weil er mich hinter sich bemerkte, und dies absichtlich tat. Dann begann er noch seinen Wanderstock frech zu benageln und mit der Verkäuferin zu diskutieren, nur damit wir nicht drankommen. Die beiden Einheimischen daneben schüttelten auch schon den Kopf, und ich sagte kurz “jetzt weiß ich warum in Österreich die Berge so hoch sind …”. Die beiden schauten mich fragend an und ich sagte ganz laut: “Damit wir solche wie die weiter runterstoßen können!”. Lautes Gelächter, aber der “Piefke” hatte es geschnallt und auf Aufforderung seiner Frau machte er dann endlich Platz. Ganz knapp bevor die Zahnfee über ihn kam ….

Ausgetrunken, in den Wagen, und weiter führte uns der Weg. Nächster Halt das Schwarzachtal. Der Parkplatz war zwar nicht der größte und versteckt im Wald, aber es reichte. Wir dachten und, weil das Wetter auch nicht so heiß war, schauen wir uns doch die Jausenstation Schwarzachalm an. Mit angeschriebenen 50 Minuten für den Aufstieg gerade richtig für uns und Nukka. 2,61km und 181HM waren zu schaffen. Und ja, es war ein toller Weg, viel Zugang zum Wasser (Nuk’ nutzte die Gelegenheit wieder voll aus), teilweise steile Passagen, aber nicht zu arg, und dann standen wir schon vor der urigen Hütte. Wir brauchten knapp 35 Minuten obwohl wir nicht rannten. Die Jausenstation ist auf Selbstbedienung aufgebaut, aber auch mit einem absolut freundlichen Betreiber. Wir bestellten uns zwei Getränke, eine Speckknödelsuppe (der Knödel war ein Fußball!), und 4 Schnapserln. Bezahlt werden konnte nur in Bar, kein Problem, was auch besser für das Geben von Trinkgeld ist, über das sich alle Hüttenbetreiber und Angestellte freuen! Denkt mal daran ihr lieben Österreichtouristen! Seid nicht immer so Schnorrer, und gebt mal ein paar Euro mehr, man dankt es Euch! Nach fast 40 Minuten Aufenthalt machten wir uns dann auf den Abstieg zum Auto. Ging genauso gut, und das Wetter hatte trotz schlechter Vorhersagen gehalten. Der Rückweg auf der Straße nach Gerlos war dann doch ein wenig länger, da eine Kuhherde ganz gemütlich mitten auf der Straße ebenfalls in unsere Richtung trottete. Aber es ist Urlaub, und die Tiere gehen eben nicht schneller. Da half auch das ganze Hupen unserer deutschen “Freunde” nichts. Die Kühe ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Wir haben uns eines gelacht, und sind einfach hinter ihnen hergerollt, während wir die Auszucker in den Protz-SUV’s beobachteten. Im Hotel angekommen, bekann Nukka natürlich wie täglich ihre Belohnungs-Leckerliestange und danach ihr reguläres Fressen. Wundkontrolle, desinfizieren, alles gut. Danach auch wie immer, das traumhafte Abendessen, die letzte Gassirunde, ein wenig Fernsehen und ab ins Reich der Träume.

27.07.2022 – Der Plan heute: Gassirunde, Frühstück, Speicher Durlaßboden und ab dem Alpengasthaus Finkau durch die Leitenkammerklamm hinauf zur Trisslalm. Der Parkplatz war heute Morgen noch ziemlich leer. Er ist Kostenpflichtig wie schon erwähnt, aber mit Gutschein für die Finkenau. Von hier aus kann man dann zur Klamm nach hinten wandern, und entweder den Forstweg (flacher) hinauf wandern, oder die Klamm selbst (teilweise steil aber super ausgebaut!) nehmen. Vom Alpengasthaus Finkau geht man ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde im Fichtenwald durch die Klamm zur Trisslalm. Sie ist mit Aussichtskanzeln gut erschlossen. Wasseramseln und Gebirgsstelzen können in den prachtvollen Erosionskolken beobachtet werden. Wir nahmen den Weg durch die Klamm wegen der E-Bike-Bergparasiten, doch wurden wir jäh enttäuscht! Trotz Fahrverbots für Räder haben sich viele nichts um die Gesetze geschissen und sind trotzdem durch die Klamm bergauf geknallt. Viele Akkus haben da ihren Geist aufgegeben, und die Bikes mussten geschoben werden. So hörten sie mich wenigstens länger schimpfen, diese Idioten!

Wir kamen dann schließlich auch oben an der Hütte an. Enttäuschung pur gleich beim Eintreffen. Vollkommen überrannt, und nur mehr im Innenbereich ein Platz für uns frei. Heiß und stickig wars da. Nukka bekam von uns ihre Schüssel mit Wasser hingestellt, die sie dann leider umstieß. Das war dann vielleicht ein Aufstoß! Unfreundlicher gings dann wohl nicht mehr! Es war für die Kellnerin oder Hüttenbetreiberin eine Katastrophe, dass reines Wasser am Holzboden verteilt war. Wir wischten es eh auf, und fragten uns was sie dann bei Regenwetter machte, wenn die Leute mit nassen Schuhen in die Hütte stapften! Oder gings der nur um den Hund an sich? Auf alle Fälle haben wir dann zwar Getränke bestellt, diese aber schnell ausgetrunken und nach dem Zahlen sind wir sofort wieder talwärts aufgebrochen. Auch die Verabschiedung war mangelhaft. Keine Empfehlung unsererseits für diese Hütte! Am Weg nach unten kamen uns dann einige arabische Touristinnen mit Kindern in Flip-Flops entgegen. Unverantwortlich, aber nicht zu ändern. Wir kehrten dann unten im Alpengasthaus Finkau ein, wo man uns aufgrund von Nukka sofort erkannte, und wieder vorzüglich und freundlich bediente! Danke an die Crew, ihr seid echt Spitze da!

Anschließend fuhren wir noch rüber nach Wald im Pinzgau ins Pinzga Speckdorf. Ein Pflichttermin wenn wir in der Nähe sind. Wobei wir auch schon von Mallnitz aus da hin gefahren sind. Das war dann nicht so ganz in der Nähe. Aber das Speckdorf ist eben ein Besuch wert. Auch geshoppt haben wir zur Genüge. Immerhin 120 Euro blieben an der Kasse liegen. Danach Heimfahrt ins Hotel, das volle Abendprogramm wie immer, kulinarische Verwöhnung pur inklusive.

28.07.2022 – Heute bekamen wir den ersten großen Schreck mit unserer Nukka. Gleich nach dem Frühstück kam sie uns so komisch entgegen, mit dem Blick eines kleinen Kindes dass etwas angestellt hatte. Ich wusste sofort, da stimmt was nicht. Also zuerst mal alles im Zimmer abgesucht, nichts. Dann die Hündin selbst untersucht, und festgestellt, dass die Narbe auf gut 3cm aufgeplatzt war. Sie blutete leicht. Jetzt kam bei mir Stress auf. Was tun? Aufgrund des guten Heilungsprozesses hatten wir bis auf das Desinfektionsgel alles zu Hause gelassen. Die Überlegung, ihr ein Schutz-T-Shirt anzuziehen verwarfen wir schnell wieder, weils nichts bringen würde (Bäche, Seen, Sonne, …), also schrieb ich unserer Tierärztin eine Nachricht, was wir auf die Schnelle tun könnten. Kaum 30 Minuten später kam die Entwarnung. Einfach neu verkrusten lassen, ist nichts Tragisches. Na dann, die Stelle mit dem Desinfektgel behandelt und so gelassen wie die Wunde war.

Frauchen war ja gestern massieren (sie lobte die Masseurin sehr!), und bekam einen “Geheimtip”, wo wir auch hinwandern sollten, ohne von den E-Bike-Bergparasiten dauernd gefährdet zu werden: Zur Krummbachrast im Krummbachtal. Der Einstiegspunkt war kaum 700m von unserem Hotel entfernt, aber wegen des Asphalts und des enormen Zustroms zur Seilbahnstation zogen wir es vor, dies mit dem Wagen zu fahren, da wir nicht bei der Gondelstation parken wollten, sondern am weiter am Wanderweg gelegenen Parkplatz den nicht jeder kannte. Die Entscheidung war goldwert, da es rund um die Seilbahnstation nur so wurdelte. Massen von Menschen ließen sich auf den Isskogel karren. Wahnsinn was sich da abspielte. Wir hatten aber freie Bahn und begegneten gerade mal einer Handvoll Leuten auf unserem Weg nach oben zur Hütte. Bergauf nahmen wir die leichtere, aber leider auch großteils asphaltierte Strecke. Nukka konnte aber am Wegrand in der Wiese laufen. Die Sonne war zwar recht kräftig, doch die Abkühlungen im parallel zum Weg verlaufenden Bach halfen ihr die Hitze (nunja, es hatte so um die 27 Grad, in der prallen Sonne mehr) wegzustecken. Sie ist ja eine richtige Wasserratte, aber nur bis zum Bauch …

Der letzte halbe Kilometer geht dann frei durchs Gelände, leicht bergab mit der Jausenhütte im Blick. Man freut sich richtig darauf immer näher zu kommen. Die Überraschung kam dann beim Betreten der Terrasse. Rammelvoll. Jetzt erst bemerkten wir, dass es auch einen zweiten Weg zur Hütte gab, nämlich vom Isskogel herab. Trotzdem fand sich ein Schattenplatzerl für uns und Nukka fiel sofort in den Ruhe- und Schlafmodus. Wir studierten kurz die Karte, und schon war die Bedienung bei uns, begrüßte uns mit einem Lachen, und wir bekamen in kürzester Zeit unsere Getränke samt einem Schnapserl auf Haus! Das ist ein Service! Ich holte mir wie immer einen Hüttenstempel, lernte dabei die Chefin kennen, und auch das tolle Angebot an selbst gemachtem Bergkäse, der sich als kulinarischer Traum herausstellte. Ich fragte nämlich vorab ob der Käse “hantig” sei, sprich, wenn man ihn in den Kühlschrank legt man diesen dann wochenlang nicht mehr wegen des Geruchs öffnen könne … mehr hab ich nicht gebraucht! *lach* – Es entwickelte sich ein super Gespräch, ich bekam ein riesen Stück Käse zur Kostprobe, und war sofort hin und weg von der Qualität und dem Geschmack des Produkts. Natürlich musste ich welchen kaufen und mit nach Hause nehmen!

Da der Hunger sich auch langsam anschlich, bestellten wir noch Rührei mit Speck (5 Sterne laut meiner Frau) und eine Bratwurst mit Sauerkraut (5 Sterne von mir dafür!), und zwei Zirbenschnapserln. Bei den zwei blieb es dann nicht, und als Draufgabe bekamen wir zum Abschluss nochmals zwei auf Haus spendiert! Was für eine tolle Hütte, und was für super Wirtsleute! Wir waren begeistert! Nach fast 1 1/2 Stunden brachen wir dann wieder ins Tal auf. Diesmal nahmen wir den etwas steileren Abstiegsweg der über grüne Wiesen und in der Bachklamm nach unten führte. Auch das letzte Stück über die recht steile Wiese zum Parkplatz nahmen wir. Ein Fehler … als Nukka zuerst randalierte, weil wir abbogen und nicht die Strecke wie hinauf wieder hinuntergingen, bemerkte sie dann doch, dass es auch zum Auto ging, und fing an zu ziehen wie ein Schlittenhund. Meine Knie waren knapp davor davon zu fliegen. Kleine Ratte! Das war sicherlich die Revanche für den Aufstieg! *hahahahaaaaaa*

Am Wagen gabs frisches Wasser, und anschließend fuhren wir wieder ins Hotel retour. Wundkontrolle, Versorgung, alles in Ordnung, die Narbe hatte sich wieder verkrustet und war annähernd zu. Also kein Problem mehr. Nach einer Auszeit im Zimmer gabs wieder feines Abendessen und danach die gewohnte Abendrunde mit Nukka. Die Woche verlief wieder viel zu schnell.

29.07.2022 – Rasttag. Nukka hatte einen Muskelkater und verweigerte heute schon am Morgen. Wohl doch beim Bergabziehen überanstrengt die kleine Zugsau. Sie ist halt nicht leicht zu bremsen. Das Problem der Malamuten. Auch wenn ihnen etwas schmerzt oder zusetzt, sie geben nicht nach bis es dann grenzwertig wird. Also beschlossen wir nach Krimml zum Wasserfall zu fahren und nur ein paar leichte Spaziergänge zu machen. In Krimml suchten wir uns den Parkplatz 3 (Kostenpflichtig, 5 Euro) aus, weil er der näheste am Eingang zum Wasserfall war. Von da aus spazierten wir nach hinten zu der uns schon bekannten kleinen Kneipanlage. Leider war diese aber komplett verschlammt und verdreckt. Nukka konnte nur an einem kleinen Seitenbach kurz ins Wasser, bekam aber ihre 5 Minuten und knallte komplett durch. Ja so ist sie. Anschließend gingen wir gemütlich hoch zum Kiosk, wo wir uns Kaffee und für die Kleine ein Vanilleeis genehmigten. Es war lustig mit anzusehen wie die Massen sich an uns in Richtung Wasserfallweg vorbeischoben. Manche noch voller Elan, wohl nicht wissend, dass wenn die Sonne dann so richtig rauskommt, der steile Bergaufweg zur Tortour wird. Ich hab da schon einige an der “Reeling” hängen und runterkotzen sehen, weil sie sich einfach übernommen haben. Nach einem Besuch im Kiosk, gingen wir wieder zum Auto zurück, uznd besuchten auch die beiden anderen Souvenierbuden am Weg zum Parkplatz. Die eine oder andere Kleinigkeit findet sich ja immer.

Nun wollten wir an der Salzach bei Neukirchen am Großvenediger einen Badespaziergang mit Nukka machen, den wir aber nach wenigen Minuten abbrachen und die Flucht ergriffen. Bremsen, jede Menge an Bremsen! Ich reagiere allergisch auf diese Viecher, und prompt biss mich eine während ich die anderen von mir verscheuchte. Wir waren noch nicht einmal im Auto, als die Schwellung am Arm schon anfing zu wachsen. Nur weg von hier, war unser Gedanke.

Jetzt fuhren wir halt ohne Badegang nach Bramberg um uns das wunderschöne Museum wieder mal anzusehen. Da wir da schon mit Kitaro auch waren, dachten wir uns, mit Nukka ist das auch kein Problem. Doch wir wurden gleich am Eingang enttäuscht! Es gilt neu ein Hundeverbot! Also wieder nichts, und auch das letzte Mal in Bramberg. Keine Ahnung warum man da plötzlich ein Hundeverbot vehängt hat. Möglicherweise wieder einmal wegen der Scheiß-mi-nix-Hundehalter und -halterinnen. Wie immer halt.

Tja, nun gingen uns die Optionen aus, also beschlossen wir auf den Aussichtspunkt beim Durlaßboden Stausee zu fahren, uns dort nochmals eine kleine Auszeit zu nehmen, um dann anschließend ins Hotel zu fahren um alles für die Heimreise am nächsten Tag zu packen. Unser pfotenmarodes Mädl hatte sich mittlerweile auch erholt und marschierte wieder brav mit, also passte wieder alles. Ein letztes feines Abendessen ließen wir uns noch schmecken, eine letzte Gassirunde in der wunderschönen Gegend in Gerlos, und dann ab vor den Fernseher und eine Runde schlafen. Ich hatte irgendwie das Gefühl dass die Heimreise verdammt anstrengend werden würde, und ich sollte recht behalten …

30.07.2022 – Frühstück, Wagen beladen, Nukka versorgen, eine herzliche Verabschiedung vom Hotel und seiner Crew, und schon waren wir um 9:30 Uhr unterwegs in Richtung Heimat. Nun, was soll ich Euch über die Heimfahrt berichten, ich kopier einfach mal meinen Frustkommentar aus FB von mir hierher, der sagt dann eh alles aus:

7 Stunden und 45 Minuten! So lange sind wir nach Hause gefahren! Und warum? Weil die Heuschrecken aus dem Nachbarsland unsere Autobahnen verstopfen, auf der Autobahn nur links und in der Mitte picken, alle 5 Sekunden auf die Bremse steigen und damit hinter ihnen einen Stau auslösen, keine Verkehrsregeln kennen, Spurwechseln wie die Idioten, Abstände halten wo man nicht einmal mehr durchspuken kann, und absolut keine Rücksicht auf andere nehmen und damit einen Unfall nach dem anderen provozieren!! Sorry liebe Germanen, aber wenns nach mir ginge, hätten 90% von Euch bei uns striktes Fahrverbot! Ihr seid eine Gefahr auf den Straßen, eine noch größere in den Bergen, und Benehmen in den Urlaubsorten habt Ihr großteils auch keines! Und das schlimmste ist: Ihr seid grundsätzlich immer die nächsten an den Tresen wenn gefragt wird wer der nächste ist und wenns nach Euch ginge, auch wenn ihr ganz hinten steht! Ihr ignoriert Fahrverbote mit den Bikes, und auch mit den Autos, nur um fast bis an die Hütten raufzufahren! Ihr seid mit Euren Massenauftritten mit E-Bikes und der Rücksichtslosigkeit gegenüber Wanderern eine Seuche! Eure unerzogenen und unkontrollierten schreienden und herumrennenden Gschrappen in den Frühstücks- und Essensräumen eine Zumutung! Ebenso in den Lokalen! Wir bezahlen viel Geld um dem Lärm zu entkommen, und was macht Ihr? Ihr bringt doppelten Lärm mit und denkt Euch nicht einmal was dabei! Sich 20cm mit der SUV-Protz-Kraxn neben mich zu stellen damit ich nicht in meinen Wagen kann, und dann bei höflicher Aufforderung doch ein Stück beiseite zu fahren mit der Antwort “Ja, aber zuerst frühstücke ich einmal …” zu beantworten ist mehr als nur eine Frechheit! Ihr seid arrogant, selbstverliebt und egoistisch! Deswegen mag man Euch auch so bei uns! (Abgesehen von den Betrieben die Euch in den Arsch kriechen weil sie Euer Geld wollen …)

Heute war nur jedes 15. Auto ein Heimisches, und das sagt viel aus!

(So, Megafrust abgebaut, gilt nicht für meine deutschen Freunde hier denen ich noch nie persönlich begegnet bin! [Außer Ihr seid auch so! *lach*])

Wir sind dann über Golling, Abtenau, Gosau, Bad Ischl und Gmunden in Richtung A1 und dann nach Hause gefahren.

Das war er also, unser Sommerurlaub 2022 in Gerlos. Hier noch ein paar Schnappschüsse von Nukka, und damit beende ich diesen Bericht. Ich hoffe Euch hat er gefallen, und Ihr hinterlasst uns einen kurzen Kommentar oder Gästebucheintrag. Danke!

Christian, Manuela & Nukka Ridaldundaga
03.08.2022

Nun hats Nummer 3 von mir erwischt … (Mammatumor 2022)

ACHTUNG! Manche Fotos könnten Menschen mit schwachen Nerven schocken!
Update: 30.06.2023

Direkt zur zweiten OP 2025/2026 >>hier<< klicken.

2022 – Mammatumor, der Erste

Nukka nach der OP … noch halb in Narkose

Im Februar entdeckten wir einen Knoten in der rechten Milchleiste. Die Tierärztin meinte zu dem Zeitpunkt noch, da brauchen wir uns (noch) keine Sorgen darüber machen, wir sollen das weiter beobachten. Tja, aus dem Beobachten und einem kleinen 2cm Knoten wurde dann innerhalb kürzester Zeit ein riesen Ding mit über 15cm Größe! Jetzt war Feuer am Dach, und Nukka wurde am 30. Juni 2022 operiert.

Um 10:15 Uhr waren wir bei unserer Tierärztin. Nukka wurde untersucht, abgehört, uns die Vorgangsweise kurz erklärt, dann bekam sie die Narkosespritze. Sie wehrte sich lange dagegen, doch dann schlummerte sie doch in meinen Armen ein, und wir hoben das 51kg schwere Bröckerl auf den OP-Tisch. Nun mussten wir die Praxis aber verlassen, was ich ungern tat, aber ich hoffte halt nur das Beste und dass wir sie wieder halbwegs heil zurückbekommen.

5 Stunden mussten wir warten, bis wir unser armes “Baby” wieder holen konnten. Die Diagnose war wieder einmal nicht das was wir erwartet hatten. Mammatumor, laut Ärztin leider bösartig. Und das mit ihren erst 5 Jahren. Abgesehen davon, war Nuk’ komplett arm dran, weil man ihr doch ein recht großes Stück wegschneiden musste:

Nun können wir nur mal hoffen, dass Nukka sich von der schweren OP erholt, und wir vielleicht Glück im Unglück haben, und sie das wegstecken kann und der Krebs nicht weiter um sich greift. Es kann aber mit dem Eingriff auch das Gegenteil passiert sein, und das Drecksteil wurde “aufgeweckt” wie es bei Anka geschehen ist. Wir wissen nicht, was nun auf uns noch zukommen wird und machen uns vorerst auch keine Gedanken darüber. Wichtig ist nun die Heilung der Wunde, und dass Nukka wieder auf die Beine kommt.

Nachdem wir nach Hause gekommen waren, hat sie sich vorerst mal ins Wohnzimmer gelegt und die restliche Narkose ausgeschlafen. Das war auch gut so. Auch Schmerzmittel hatte sie bekommen, doch die schienen dann am Abend nachzulassen, und die Arme konnte nur mehr sitzen und sich nicht mehr hinlegen. Immer wieder nickte sie ein und fiel fast um. Ein Anblick der nicht gerade was für schwache Nerven war. Doch es half nichts, da mussten wir eben durch. Sie geisterte dann noch schwerfällig die halbe Nacht im Haus herum, bis es leise wurde. Offensichtlich hatte sie eine Möglichkeit entdeckt sich hinzulegen, oder es war die Müdigkeit die sie dazu trieb. Auf alle Fälle kam sie am Morgen schon halbwegs normal zu mir ans Bett legte sich am Rücken und wollte wie immer ihre “Wampe” gekratzt haben. Feines Mädchen. Ich werde hier auf dieser Seite nun weiter darüber berichten, wie es Nukka nun geht und was wir weiter machen werden. Für alle die es auch so trifft wie uns …

01.07.2022 – Tag 2

Nukka gehts offensichtlich weit besser als gestern. Die Narkose ist raus, sie liegt schon viel entspannter und pennt sich teilweise weiter aus.

Ein bisschen daneben schaute sie frühmorgens noch drein, aber es ging ihr viel besser als gestern.
So entspannt – und das am Tag nach der schweren OP. Sie steckt das echt super weg!

Nukka hat sich den ganzen Tag lang weder verkrochen noch sonstwie zurückgezogen. Unser erster Gassigang war vollkommen ok, sie geht langsam aber lullt normal. Auch gesoffen hat sie schon jede Menge. Kein Fieber, die Wunde nässt zwar, aber laut Tierärztin ist das in der ersten Zeit normal. Am Nachmittag darf sie dann wieder normal fressen, und Schmerzmittel hat sie auch bekommen.

Das umgenähte T-Shirt als Wundschutz funktioniert tadellos. Da Nukka noch nie in ihrem Leben ein Halsband oben hatte, klappte das mit einem Halstrichter nicht. Und mit dem Schutz funktioniert es mit dem Geschirr, dass wir ganz weit eingestellt haben, tadellos. Es drückt sie nicht auf die Wunde, und es stört sie auch nicht. Am Nachmittag hab ich ihr dann den “Butterfly” rausgenommen, den sie für die Infusion wegen des Blutverlustes bekommen hat auch rausnehmen dürfen. Sie ist ein echt tapferes Mädchen, unsere Nukka.

02.07.2022 – Tag 3

Wenn man seinen Hund frühmorgens auf der Wohnzimmerbank findet, reingekuschelt wie ein Baby, dann ist die Welt schon wieder fast in Ordnung. Wenn man dann wenig später sowas sieht, dann ist der Tag gerettet:

Nukka am Tag 3 nach der OP. Total entspannt und offensichtlich schmerzfrei.

Sie macht sich echt gut. Heute ist sie schon versucht gewesen, Katzen zu jagen, und rennt dummerweise auch schon auf der Terrasse den Radfahrern nach. Ich kann es ihr nicht verbieten, sie muss selbst wissen, was geht und was nicht. Wir achten halt immer nur darauf, dass sie sich die Wunde nicht aufreißt. Das wäre fatal.

Wunde auslüften lassen. Schaut wild aus.

Der morgendliche Gassigang ist gut verlaufen. Nachdem sie gestern noch wie ein Scheunendrescher gefressen hat, entsprach auch der angelegte Haufen wieder der Normalität. Nach wie vor fieberfrei, kalte Nase, keine Probleme. Wir haben ihr für 1 Stunde das Schutzleiberl ausgezogen damit die Wunde ein wenig Luft bekommt und trocknen kann. Sie fängt sich aber zu kratzen an. Gut so, was juckt heilt. Trotzdem muss das wieder abgedeckt und geschützt werden. Es stört sie aber nicht, wenn sie angezogen wird. Wie schon erwähnt, sie steckt das tadellos alles weg, ohne Klagen ohne Jammern.

03.07.2022 – Tag 4

Tag 4 nach Nukkas OP. Heute kam sie so gegen 7 Uhr ins Schlafzimmer, legte vorsichtig die Schnauze aufs Bett und suchte mich. Schwanzwedelnd fand sie mich natürlich auch, und begann mich zu stupsen. Na dann, schnell mal zu ihr umgedreht und die Hand auf sie … *patsch* … lag sie schon am Rücken und wollte wie gewohnt den Bauch gekrault haben. Sie bekam natürlich was sie wollte, eh klar. Irgendwann musste ich aber auch auf, und Madame Nuk’ verfolgte mich, und wollte sofort in die Küche. Die Treppe ist jedoch für sie gesperrt, also musste sie warten und schaute mir vorwurfsvoll nach als ich rauf in die Küche ging. Als sie aber ihre Schüssel und den Kühlschrank hörte, war die Welt wieder in Ordnung. Und wie ich die Treppe mit ihrem “Frühstück” wieder hinunterging, wedelte sie schon aufgeregt und konnte es kaum erwarten bis ich ihr das Teil vor die Nase stellte. Ja, das liebt sie, ihr morgendliches Frühstück (eine kleine handvoll TroFu mit gewässerter Milch). Anschließend lief sie raus auf die Terrasse und suhlte sich zufrieden in der noch kühlen Luft. Brav und tapfer ist sie, und offensichtlich eine Kämpferin.

Die Wunde schaut recht gut aus. Sie nässt zwar vorne, aber darauf wurden wir hingewiesen dass das passieren kann und wird.

Kleine Anmerkung am Rande: Sie bekommt von uns natürlich weiterhin auch Schmerzmittel (Inflacam 1,5mg) verabreicht, aber nur in halber Dosis, rein zur Unterstützung und weil es auch entzündungshemmend ist. Dieses Mittel hat sie schon einmal bekommen (im Jänner wegen ihrer Pfotenverletzung) und vertrug es sehr gut. Ich habe deshalb auch keine Bedenken bezüglich unerwünschter Nebenwirkungen die ihren Zustand vielleicht verschlechtern könnten.

04.07.2022 – Tag 5

Nukka gehts ziemlich gut, was wir so beobachten können. Leider nimmt sie absolut keine Rücksicht auf ihre Wunde. Sie rennt wie blöd herum wenn sie draußen was sieht und pfeift sich nichts. Sie scheint absolut keine Schmerzen zu haben. Die Wundkontrolle heute Abend war dann nicht so erbauend. Sie nässt. Wir haben uns auch mit der Tierärztin in Verbindung gesetzt, um das Kontrollieren zu lassen. Es scheint auch eine Naht aufgegangen zu sein. Morgen Abend fahren wir zu ihr, geht leider nicht früher bei ihr. Wir haben die Wunde vorerst einmal vorsichtig gereinigt und desinfiziert.

05.07.2022 – Tag 6

Heute Morgen lag die Kleine total entspannt in kühlen Vorraum und schlief noch, als ich aufgestanden bin. Morgenknuddeln war schnell angesagt, und am Schutz-Shirt sah ich schon, dass die Wunde noch mehr nässte als gestern. Sie hat auch leichte Temperatur. Scheint so als würden nun erste unerwünschte Reaktionen auf die OP eintreten. Ich habe gestern noch Fotos zur Tierärztin geschickt, und sie meinte das schaue nicht so schlecht aus. Heute fahren wir am Abend auf alle Fälle zur Kontrolle. Das muss angesehen werden.

An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an alle die uns die Daumen halten und in irgendeiner Form (auch auf Facebook) bei uns sind und uns moralisch unterstützen. Ihr seid super!

16:40 Uhr. Wir waren bei unserer Tierärztin. Wunde professionell gereinigt, untersucht, Diagnose: Sie ist sehr zufrieden mit der Wunde und dem Zustand von Nukka! Wir haben uns also umsonst Sorgen gemacht. Aber lieber einmal zu viel, als zu wenig. Nukka ging ohne Angst mit in die Praxis, ließ alles mit sich machen, murrte nicht, schaute aber immer ob ich eh da bleibe. Sie ist eine ganz anhängliche Herrli-Hündin. Wenn alles gut geht und die Heilung nach Plan verläuft, werden nächste Woche Donnerstag planmäßig die Fäden gezogen.

Ganz entspannt nach dem Besuch bei der Tierärztin
Auch am Abend vor dem Fernseher war sie vollkommen entspannt und ließ sich die “Wampe” kraulen.

06.07.2022 – Tag 7

6 Uhr Morgens … es ist leise im Haus. Ich suche Nukka, und finde sie enstpannt schlafend im kühlen Vorraum. Sie kriegt nicht einmal mit dass ich schon wach bin. Jetzt wird mal vorsichtig geknuddelt und sie genießt es. Eiskalte Schnauze. Gut so. Kein Fieber. Also darf sie auch raus. Ein “Guten-Morgen-Leckerlie” kriegt sie noch, und schon marschiert sie hinaus in den Sonnenaufgang auf der Terrasse.

Ich wurde gestern via FB gemaßregelt, ob ich eh mit unserer Hündin ordentlich Sport betreibe oder sie artgerecht auslaste, weil das sonst zu Erkrankungen wie diese führt … nun, was sollte ich darauf antworten? Sowas von blöder Argumentation einer selbsternannten “Expertin” hab ich in meiner ganzen Schlittenhundelaufbahn noch nie gehört! Ich wusste echt nicht was ich darauf schreiben soll, also hab ichs gelassen und diese Person einfach gesperrt. Bei sowas krieg ich einen dicken Hals! Sport und Auslastung hat aber auch GAR NICHTS mit dieser Erkrankung zu tun! Das ist entweder genetisch bedingt weil vorbelastet (Bei Nukka haben wir das mittlerweile ausschließen können, da es in der Zucht aus der sie kommt, bisher keinen Vorfall mit Mammatumoren gegeben hat) oder liegt an der mittlerweile hier extrem verseuchten Umwelt. Wobei ich auf Zweiteres tippe, denn es geht auch den Menschen hier seit Jahren schon teilweise nicht mehr so gut. Was ich aber betonen möchte ist:

Ich bin froh, dass ich Nukka nicht mehr im Sporteinsatz habe, und sie es auch nie war. Ich bin froh, dass ich Nukka nicht von einer Hundeschule in die nächste gezerrt habe und es auch nie getan hatte. Ich bin froh, dass ich mit Nukka nicht an diversen “Aktivitäten” zur Selbstdarstellung teilgenommen habe um mir dann noch einzureden, wie toll und schön die Hündin das findet! Ich bin auch froh, dass ich mich nie dazu entschieden habe, unsere Nukka auf Ausstellungen zu zerren um Urkunden, Pokale und Titel einzuhamstern nur um damit überall auftrumpfen zu können wie gut und schön und toll sie ist!! Ja ich bin echt froh darüber, dass ich eine Hündin habe die von Beginn an bei uns normal und ohne Erziehungszwang aufwachsen durfte. Sie muss gar nichts, wenn sie nicht will. Sie braucht nicht in stundenlangen Anfahrten zu diversen Events fahren um dann zwischen Massen von Menschen und anderen Hunden gestresst ihr Programm abspulen dass man ihr eingetrichtert hat. Nein sie muss nicht mein Ego mit diversen Stockerlplätzen und Auszeichnungen aufpolieren! Sie soll ein ganz normales, wenn auch behütetes Hundeleben führen dürfen, und das tut sie auch und genießt es in vollen Zügen! Alles was sie kann und macht, hat sie im Laufe der letzten 5 Jahre bei uns selbst gelernt, ohne Ausbilder und Hundeschulen. Sie hatte dafür alle Zeit der Welt. Ich wundere mich immer wieder über andere, die ihre Hunde in den ersten Monaten schon drangsalieren damit sie alles lernen und können was man von ihnen so erwartet. Komischerweise wird das von Kindern nicht vorausgesetzt, dass sie das auch in der kurzen Zeit so können, aber bei Hunden wird das einfach vorausgesetzt!! Ich bin der Meinung: Lasst die Hunde doch einfach Hund sein, und hört mit dem Auslaugen und Herumzerren Eurer Fellfreunde auf! Man kann alles übertreiben, und viele tun das. Gegen ein wenig Sport und Bewegung ist ja nichts einzuwenden, aber was manche für ein straffes Programm mit ihren Hunden von Welpe an abziehen ist schon beinahe Tierquälerei. Die Zeit die Ihr mit Ihnen habt ist ohnehin kurz, man muss das nicht auch noch durch extremes “Beschäftigungsprogramm” auslutschen bis zum geht nicht mehr. Hunde brauchen in der Regel 18-20 Stunden Schlaf am Tag! Denkt mal darüber nach!

Nukka heute Morgen beim ersten Spaziergang. Aufgeweckt und frech! Ja, es geht ihr momentan sehr gut. Wir hoffen, dass es so bleibt.

07.07.2022 – Tag 8

Ein neuer Tag, ein neues Glück? Nukka ist seit 5:35 Uhr wach und stöbert im Haus herum. Hab sie dann rausgelassen, bei kühlen 16 Grad. Das taugt ihr. Die Hitze machte ihr die letzten Tage auch ein wenig zu schaffen. Klarerweise nach so einer OP. Um 6:45 Uhr sind wir dann unsere Runde gegangen. Scheint es würde ihr immer besser gehen. Sie begrüsst schon wieder jeden lautstark mit ihrem rassetypischen “Whoooohooooo” und ist auch in Stänkerstimmung wenn sie andere Hunde sieht. Das hatte sie vorher nicht, aber ich denke, das wird sich auch wieder geben. Das Nässen der Wunde ist auch schon weniger geworden. Ich bin der Meinung, wir sind nun mal am besten Weg zur Besserung.

Am Abend durfte sie ohne Schutzshirt ein wenig an der frischen Luft verbringen, aber kaum einmal weggesehen hat sie sich schon aufgekratzt und die Wunde geleckt. Sie blutete nun ein wenig und bekam nach der Desinfizierung sofort wieder das Leiberl angezogen. Tja, wer nicht hören will, wird eben wieder eingepackt.

Nukka ist nach wie vor total entspannt und pennt sich gesund.

08.07.2022 – Tag 9

Nukka war heute Morgen irgendwo im Garten und pennt sich wohl gesund. Hab die Kleine heute noch nicht gesehen. Die Tür war offen, und offensichtlich ist sie irgendwann ins Kühle (17 Grad) raus. Gestern Abend hat sie sich leider ein wenig die Wunde aufgekratzt und aufgeleckt weil das Schutzshirt hochgerutscht war. Naja, soll nichts schlimmeres passieren. Desinfiziert und das Leiberl wieder ordentlich angezogen, mehr kann man eh nicht tun. Mal schauen wie es heute wird. Bin im Home-Office und kann sie besser beobachten was sie so treibt.

Ein wenig später:

Da wartet schon jemand auf mich … fertig für den Gassigang.

Der morgendliche Gassigang war wieder normal und unauffällig. Sie marschiert durch die Gegend, begrüsst alles und jeden, stänkert, ja wie eben eine junge Mützenhündin ist. Es freut uns, dass es ihr gut geht.

18 Grad, ein bisschen windig, aber sie liebt es und fühlt sich offensichtlich gut!

Weil ich nun zwei recht böse PM’s (via Facebook) wegen des Geschirrs bekommen habe, so nach dem Motto, wie kann man das nur machen, ein Geschirr über einer OP-Wunde anziehen, blablabla …

Hier mal zur Info:

Nukka hatte noch nie im Leben ein Halsband oben, weil ich der Meinung bin, dass so starke Hunde in ein Geschirr gehören um keine Halswirbel- oder Kehlkopfverletzungen zu bekommen, wenn sie praktsich die meiste Zeit auf Zug sind, oder beim Laufen an der Flexi mal in die gespannte Leine krachen. Sie kennt ein Halsband daher nicht, und als wir es zur Probe vor der OP anlegten, schob sie immer wieder im Retourgang zurück und schlüpfte raus. Auch als das Halsband schon so eng war, dass man nicht einmal mehr einen Finger durchbrachte. Das ist ein NoGo für mich.

Deswegen das Geschirr. Dieses ist aber so derart locker gestellt, dass zwischen Brustgurt und Ihr selbst ein kleiner Hund durchpasst! Es liegt ganz locker am Rücken bis zu den Seiten auf und scheuert in keinster Weise an der Wunde. Auch auf Zug nicht! Ich hab das grundlegend im Blick und achte auch tunlichst darauf. Abgesehen davon, ist das Schutzshirt auch noch dazwischen. Was aber der wichtigste Punkt ist, ist die Tatsache dass Nukka nicht weiß, dass sie nun trotzdem rausschlüpfen könnte. Tut sie aber nicht, weil es bisher auch nie geklappt hat. Also ist es sicherer sie im lockeren Geschirr zu haben, als mit einem Halsband wo sie rausschlüpft und dann nicht kontrollierbar ist, wenn vielleicht gerade ein Radfahrer oder Freiläufer daherkommt.

Alles klar liebe Anpatzer und selbsternannte Expertinnen?

09.07.2022 – Tag 10

Heute Morgen lag Nukka neben mir und meinem Bett und schnarchte am Rücken liegend so laut, dass ich wach wurde. Ein Griff nach unten und sie drehte ihren Bauch in die richtige Position zum “Wampe kratzen”. Sie genießt das jedes Mal. Wir gingen den Tag aber gemütlich und locker an. Kein Stress kein fixer Plan. Irgendwann um 8:30 Uhr gingen wir dann mal unsere Gassirunde. Sie fühlt sich anscheinden wohl und ihr gehts gut. Das ist wichtig.

Sie marschiert, stöbert, bandelt mit jedem an, macht auch schon wieder Dummheiten. Es geht ihr gut.

Wir haben den ersten Berg gut genommen, aber das Gebirge liegt noch vor uns. Die Wunde scheint sich nun langsam zu schließen, sie nässt schon viel weniger. Sie darf nun gerade ohne Schutzleiberl draußen in der Sonne liegen und nutzt das auch voll aus. Natürlich ist sie unter Beobachtung von uns, damit sie sich nicht aufkratzt oder daran herumleckt.

10.07.2022 – Tag 11

Nukka hat heute bis 6:30 Uhr neben mir gepennt und ließ sich dann noch ihr “Bäuchlein” streicheln. Nachdem ich dann aufgestanden war und bei meinem Kaffee mal munter werden wollte, kam sie schon um die Kurve um ihr Frühstück einzufordern. Seit gestern haben wir ja die Treppenabsperrung abmontiert, und sie kann wieder ins obere Stockwerk kommen. Ein bisschen Schmusen, ihre Schüssel hergerichtet (eine Handvoll Trockenfutter mit gewässerter Milch, das liebt sie!), und schon war sie glücklich. Die Kleinigkeiten machen es oft aus um einen Hund zufrieden zu machen. Auch nette Worte (ja sie verstehen sie) oder kurze Krauler durchs Fell erfüllen diesen Zweck.

Kurze Kontrolle ihres Schutzshirts, das Nässen ist heute viel weniger gewesen als sonst. Also dürfte sich die Wunde nun langsam schließen. War ja auch schon Zeit, sonst wirds nix mit dem Nähte ziehen am Donnerstag. Eine eiskalte Schnauze hat sie nach wie vor. Also alles im grünen Bereich.

Nun ist sie mit Frauchen auf Gassirunde, es ist kühl, da wird sie wieder einiges anstellen wenn sie aktiver ist als bei Hitze. *lach*

Kaum wach, schon bereit für neue Schandtaten!

Langsam normalisiert sich das Verhalten von Nukka wieder. Es sind ja auch schon 11 Tage seit der OP vergangen. Obwohl sie nun schon unvorsichtig wird und nicht aufpasst was sie tut. Offensichtlich bereitet ihr die Wunde keinerlei Schmerzen, obwohl sie seit gestern keine Schmerzmittel mehr bekommt. Kann nur gut sein, und so schaute der heutige Tag bei ihr aus:

Nukkas Nachmittagsnickerchen in ihrem Bettchen
Sie marschiert schon ganz normal durch die Gegend. Das Geschirr nach wie vor locker um die Brust herum, so das nichts scheuern kann.

11.07.2022– Tag 12

Bis gestern Abend schaute es noch sehr gut aus, was Nukkas Zustand und Heilung betrifft. Doch dann kam der nächste Schock für uns. Wir haben unter ihrer Achselhöhle einen neuen gut 3cm großen Knoten entdeckt. Könnte eine Lymphdrüse sein. Ob Schwellung oder Tumor … wissen wir nicht. Ist ein Fall für die Tierärztin. Wenns nur eine Schwellung ist, dann kommts von der OP und einer Entzündung und verschwindet wieder. Wenn nicht, dann hat der Gesäugetumor bereits gestreut … keine gute Prognose. Aber wir wussten ja: Entweder haben wir eine zeitlang Ruhe, oder der scheiß Krebs wurde durch den Eingriff erst recht geweckt.

Jetzt noch in Jahren für Nukka zu denken ist wohl nicht mehr der Realität entsprechend. Monate? Wochen? Natürlich hofft man immer das Beste, aber man muss auch den Tatsachen ins Auge blicken. Ich hoffe ich irre mich, und sie hat noch alle Zeit der (Hunde-) Welt mit ihren 5 Jahren. (Dazu gibts ein Update mit 14.07.2022!)

Heute Morgen beim Gassigang um 6:45 Uhr. Noch geht es Nukka echt gut. Wir hoffen natürlich dass das so bleibt …

12.07.2022– Tag 13

Fast zwei Wochen sind nun seit der OP vergangen. Die Wunde verheilt im Großen und Ganzen recht gut, nur eine Stelle macht uns Sorgen, sie will nicht wirklich abtrocknen und verheilen. Nukka ist ein wenig gedrückt, hat aber nach wie vor kein Fieber oder eine Infektion.

Sie genießt es wenn wir ihr für eine kurze Zeit das Shirt ausziehen und sie in der kühlen Wiese liegen und pennen kann:

Die Wunde selbst schaut schon halbwegs gut aus. Am Donnerstag sollen die Nähte raus. Nukka hat heute Abend schon damit begonnen, sie selbst zu ziehen … irgendwie hat sie es geschafft eine Naht rauszreißen (es dürfte der Knoten aufgegangen sein).

Ja, sie vertraut mir vollkommen, und lässt sich auch brav von mir untersuchen und behandeln.

13.07.2022 – Tag 14

Seit 5 Uhr Morgens bin ich auf, weil Nuk’ mich mit einem Grinsen und Schwanzwedeln geweckt hat. 15 Minuten “Wampe kratzen” dann rappelte ich mich auf und machte ihr die Tür zum Garten auf. Sie nutzte die Gelegenheit, kam dann nochmal rein und überlegte ob sie mir ein Frühstück rauspressen soll, dampfte aber wieder ab, und liegt seitdem bei 15 Grad im Freien.

Genauso schnell wie sie schläft, springt sie wieder auf wenn draußen ein Hund, ein Radler oder sonstwas “jagdwürdiges” vorbei kommt.

Gestern Abend hab ich ihr das Leiberl wieder ausgezogen, damit Luft an die Wunde kann. Nukka hat das voll ausgenutzt, ist sofort rausgerannt und hat sich unter dem Terrassentisch hingelegt, die Augen zugedrückt und so getan als würde sie pennen. Sie hat die Schnauze wohl davon voll.

Am Abend ging ich früher zu Bett, da ich seit 6 Uhr Morgens im Dienst war, und Frauchen erzählte mir heute, dass sie irgendwann mal ins Haus kam, und als die Tür hinter ihr geschlossen wurde, schoss sie wie wild zu mir ans Bett, legte sich hin und schnarchte in der selben Minute! *hahahaaaaaa* – Den Blitzschlaf glaube ich ihr nie! Das war nur eine Aktion gegen das Wiederanziehen des T-Shirts. Sie bekam dann bis Mitternacht noch Schonfrist, dann zog Frauchen ihr das Teil wieder an.

14.07.2022 – Tag 15

Heute Morgen war es schon wärmer als sonst, aber Nuk’ ging brav mit mir die Gassirunde. Aber sie war richtig gesäuert wegen dem T-Shirt. Sie kann das Teil nicht mehr leiden. Heut ehaben wir ohnehin wieder einen Tierarzttermin, da fragen wir dann, was wir weiter machen sollen und ob es noch notwendig ist, die Wunde zu schützen. Sie nässt an einer Stelle noch, obwohl die OP nun schon 15 Tage her ist. Heute kommen auch die Nähte voraussichtlich raus. Wäre dann blöd, wenn sie sich mit ihren Wolfskrallen die Wunde aufreißen würde. Aber wir warten mal ab, was unsere TÄ sagen wird.

Sie ist heute richtig gesäuert wegen dem Schutz-Shirt

So, wir waren bei unserer Tierärztin. Wenn man ein 51kg Bröckerl zu Viert halten muss, dann ist das schon eine schwierige und recht anstrengende Sache. Dann noch so nebenbei die Nähte rausnehmen wenn sich 4 starke Pfoten gegenstemmen ist auch keine leichte Aufgabe, aber sie hat es geschafft. Die Fäden sind raus, und die TÄ ist sehr zufrieden mit der Heilung. Nun ist auch viel Spannung von der Wunde weg.

Nächster Punkt war der große Knubbel an der Lymphdrüse den wir vor ein paar Tagen entdeckt hatten: Er hat sich fast vollständig zurückgebildet. Dürfte also eine Nachwehe der OP gewesen sein. Da hörte man auch den Stein bei uns plumpsen. Alles in Allem schauts derzeit gut aus, und wenn die Kontrolle nächsten Donnerstag gut verläuft dann steht unserem Urlaub nichts mehr im Wege, und Nukka darf dann auch ins Wasser.

Die Fäden sind raus, die Krusten entfernt. Die Tierärztin ist zufrieden mit der Wundheilung. Wir freuen uns!

Wir haben nun 33 Grad und komplett stillstehende Luft. Nukka hechelt die ganze Zeit wie wild um ihre Körpertemperatur unten zu halten. Obwohl sie ins kühlere Haus könnte, sitzt sie lieber auf der Terrasse. Hab nun Mitleid mit ihr gehabt und der Kleinen eine Schüssel Vanilleeis vor die Nase gestellt. Die war ratzeputz leer geschleckt. Nun ist sie wieder rundum zufrieden.

15.07.2022 – Tag 16

Die erste Nacht ohne Fäden haben wir geschafft. Meine Bedenken, dass die Naht durch ihre wilden Anwandlungen aufplatzen könnte, sind zum Glück nicht eingetroffen. Nuk’ muss auch weiterhin ihr T-Shirt tragen um die Wunde vor ihren Krallen zu schützen. Mittlerweile haben wir schon eine recht farbenfrohe Kollektion für sie besorgt. Passt Nukka irgendwie, aber sie kann es nicht leiden. Verständlich, wenn man ohnehin schon ein 3cm dickes Sommerfell hat und dann auch noch angezogen wird. Ihr Fell an der kahlrasierten Bauchseite wächst auch schon super nach. Die Haut ist zumindest jetzt schon wieder viel besser geschützt als noch frisch operiert.

Heute Morgen so um 6 Uhr herum lag sie wieder neben meinem Bett und schnarchte sich lautstark weg. Ein Griff nach unten, “Wampe kratzen”, und sie lag schon am Rücken, Pfoten in der Luft, und grunzte und schnarchte noch lauter. Aber alles Feine hat einmal ein Ende, ich musste auf, und wer verfolgte mich um ein Frühstück einzufordern? Nukka! Also gabs noch schnell ein Leckerlie und danach ihre Wassermilch mit ein paar Trockenfutterkörner drin. Anschließend noch ein paar Minuten Rückenkraulen und Kopfmassage. So fängt für Nuk’ der Tag gut an und sie ist glücklich.

16.07.2022 – Tag 17

Guten Morgen Welt! Keine Flecken am T-Shirt, die Narbe ist scheinbar getrocknet. Wenn sie sich nicht aufkratzt wär das der nächste Schritt in die richtige Richtung der Heilung. Wir gehen dann mal unsere Runde, weil jetzt um 6:30 Uhr ist alles ruhig und es sind keine unbelehrbaren Pfosten unterwegs. Da läuft alles viel entspannter ab. Auch für Nukka ist es so besser, denn jetzt wo es ihr immer besser geht, fängt sie tatsächlich auch an zu stänkern! Das machte sie vor der OP relativ selten und nur bei bestimmten Hunden oder Radlern. Doch jetzt ist sie eine Draufgängerin, und pöbelt wirklich alles an.

08:50 Uhr … Gassigang erledigt. Wieder einigen Pfosten aus dem Weg gehen müssen, aber auch unseren Freund “Russel” und die junge Jagdhündin “Hanni” getroffen. Da gibts bei beiden keine Probleme. Aber wie immer: Radler mit Hund, mit und ohne Leinen, manche haben nicht mal Leinen mit, andere schleifen den Hund am Halsband und der Leine hinten nach … denen sollten allen die Hunde abgenommen werden. Ohne Diskussion warum und wieso mit anschließendem lebenslangen Tierhalteverbot.

Wundkontrolle: Die Narbe von Nukka schaut super aus! Komplett trocken und nur mehr leichte Krusten. Auch die beiden großen Hautschwellungen am Anfang und am Ende der Narbe haben sich schon fast komplett geglättet. Nukkas “Bauchi” wird fast wieder normal, abgesehen von dem riesen Stück, dass ihr nun fehlt. Aber ich denke, das wird sich mit der Zeit ausgleichen.

Die Narbe ist staubtrocken und heilt seit dem Ziehen der Fäden recht gut.
Nukka darf seit heute ohne Schutz-Shirt sein. Sie genießt es. Endlich zwickt und zwackt sie das Teil nach gut 2 1/2 Wochen nicht mehr und sie ann sich freier bewegen.

17.07.2022 – Tag 18

7 Uhr Morgens … so lange hat unsere Nukka heute gepennt. Total relaxed, gestreckt und am Rücken liegend, hat sie ihre erste Nacht ohne Schutz-Shirt hinter sich gebracht. Kein Kratzen, kein Lecken, voll brav! Die Narbe wird immer schöner, und es geht ihr echt gut. Jetzt erstmal ein guter Kaffee und dann schmeißen wir uns raus auf unsere Gassirunde.

So wie sich Nukka gestern neben mich gelegt hatte, genau so ist sie auch heute Morgen noch gelegen. Braves Mädchen!

Ich habe ihr nach dem Aufstehen noch die Haustür aufgemacht damit sie raus kann. Als ich knapp vor unserem Gassigang noch nach draußen schaute, lag sie unter dem Terrassentisch und grinste breit als sie mich bemerkte. Sie freut sich über ihr “neues” T-Shirt-loses Dasein. Die Wunde selbst schaut nach genauerer Kontrolle gut aus, eine Stelle ist wieder etwas glänzend (so 5mm, am bekannten neuralgischen Punkt, wo die Haut ohnehin durch die Naht ziemlich gespannt war), scheint aber nicht wirklich offen zu sein. Das wird in den nächsten Tagen wahrscheinlich noch ein paar Mal auftreten, aber die Heilung schreitet trotzdem gut voran. Trotzdem schreckt es mich ein wenig, da doch schon 18 Tage seit der OP vergangen sind. Scheint aber normal zu sein, wenn ich die Worte unserer Tierärztin so höre.

Nukka ist schon wieder recht flott unterwegs.
Kopf und Rute hoch oben … ihre leichte Arroganz ist auch schon wieder da! *lach*

18.07.2022 – Tag 19

19 Tage sind nun schon vergangen. Sie frisst und schläft wie vor der OP. Ein wenig fauler ist sie geworden, aber teilweise auch angriffslustiger gegenüber anderen Hunden. Speziell Keiffern. Nachdem sie sich da meist ins Geschirr schmeißt wie wild, kann ihr die Wunde keine Probleme oder Schmerzen mehr verursachen. Sonst würde sie ja vorsichtiger sein. Obwohl: Die Schmerzgrenze liegt bei den Nordischen schon auch sehr hoch. Trotzdem müsste sie beim Empfinden von Schmerz zumindest nachlassen, so glaube ich zumindest. Schauen wir mal, was der heutige Tag so bringen wird, der ja mit derzeit 14,5 Grad um 5:50 Uhr relativ kühl ist.

Der kühle Morgen musste gleich mal mit Nukka draußen ausgenutzt werden. Unserer Kämpferin gehts gut, sie begrüßt schon wieder alle Begegnungen mit ihrem typischen “wahoooo” und Brummeln, die Rute wedelnd so dass der ganze Arsch mitwackelt, und freut sich dass sie weiterhin ohne Shirt sein darf. Die Narbe heilt täglich besser ab und sie kratzt sich zum Glück nicht daran, das beschleunigt nun den Prozess. Super, wir freuen uns über ihre Fortschritte. Am Donnerstag dann nochmals Kontrolle bei der Tierärztin, und am Samstag gehts dann endlich ab auf die Gerlos zu ihren geliebten Bergen und den saukalten Flüssen und Bächen, wo sie dann auch wieder rein darf.

Tagtäglich wird die Narbe schöner und verheilt immer besser.

19.07.2022 – Tag 20

Ein neuer Tag, ein neues Glück? Zumindest sagt man so. So weit ist alles ok bei Nukka, außer dass die gestern ihr Futter nicht angerührt hat. Obs die Hitze ist, oder einfach nur ein von ihr eingelegter “Fasttag”, keine Ahnung. Beobachtet werden muss es auf alle Fälle. Zum Glück hat sie ja noch genug auf den Rippen, um nicht gleich entkräftet umzufallen. *lach*

Seit gestern hat Nukka nicht wirklich ihre Schüssel angerührt. Leckerlies frisst sie aber. Also müssen wir uns keine Sorgen machen. Am Abend dann hat sie ihre “Milch mit Körndln” dann doch gefressen. Also alles gut!

20.07.2022 – Tag 21

3 Wochen sind nun um. Die Narbe ist gut zugeheilt und trocken. Die noch verbliebenen Krusten lösen sich nun auch schon gut ab. Nukka ist eine Faulsocke geworden. Schläft nun Frühmorgens bis ich aufstehe, und selbst dann will sie nicht raus, sondern legt sich in eine Ecke und pennt weiter. Sie wird erst aktiv wenn ich mich anziehe und es zum Gassigang geht. Es läuft ihr ja nix davon, soll sie es ausnutzen, und sich den gesunden Schlaf holen den sie braucht. Morgen entscheidet sich dann, was wir im Urlaub alles anstellen können und ob sie baden gehen darf. Ich glaube aber dass es kein Problem mehr sein wird.

21.07.2022 – Tag 22

Heute ist der große Tag für Nukka. Letzte Kontrolle bei der Tierärztin. Davon hängt ab, wie sie im Urlaub herumtollen und baden darf. Wir sind aber guter Dinge, denn die Narbe ist mittlerweile super geheilt. Ein paar Krusten sind noch da, aber die fallen auch langsam ab. Einzig mit der momentanen Hitze hat sie zu tun, und verkriecht sich lieber im kühlen Haus. Ist auch besser so. Da hat sie auch mehr Ruhe.

Nukka ist fast wieder die “Alte”, und rennt herum wie wenn nichts gewesen wäre.

Die Kontrolle bei unserer Tierärztin war super. Wundheilung passt, sie ist sehr zufrieden mit Nukka. Urlaub mit Badespaß in den Seen und Bächen ist freigegeben. Wir freuen uns schon auf Samstag, da gehts dann los.

Ist noch nass vom Desinfizieren, trocken schauts viel besser aus!

Und es wäre nicht Nukka, wenn sie nicht scheinträchtig geworden wäre! Alle (verbliebenen) Zitzen stehen unter Milch, sonst waren es immer nur 1 oder 2! Die ist wirklich arg, diese Hündin! Ich werde morgen noch ein kleines Update auf dieser Seite machen, und dann gehts ab in den Urlaub.

22.07.2022 – Tag 23

Nukka die Schlaf-“Mütze” hat es echt bis 7 Uhr früh ausgehalten und gepennt. Mit Unterbrechung, denn um 2 Uhr Nachts kam sie zu mir, schnaufend und hechelnd weil ihr heiß war, um sich wieder mal ihr “Bäuchlein” kratzen zu lassen. Dabei wurde sie noch lauter und ihre bisherigen Laute wurden zu einem Grunzen und Schmatzen, was dann zu einem lauten Schnarchen überging. Offensichtlich hilft das Wampe-Kratz-Ritual auch bei Hitze! *lach*

Nun liegt sie draußen auf den kühlen Fliesen und genießt noch die morgendliche Kühle. Wobei man bei 25 Grad auch nicht mehr von kühl sprechen kann. Wird heute sicher auch so ein heißer Tag wie gestern werden. Da hatten wir 36 Grad am Thermometer. Naja, es ist eben Sommer.

Heute Nachmittag wird gepackt, denn morgen früh gehts ins Ländle. Abfahrt 7 Uhr, alles durchgeplant um genügend Stopps für Nukka einzulegen wo sie sich die Beine vertreten kann. Ich werde ab morgen diesen Blog nicht weiter aktualisieren, aber Ihr könnt Nukka dann weiter auf ihrem Facebook-Account begleiten:

Nukka Ridaldundaga

Hier gibts dann wieder nach unserem Urlaub Updates, und auch jede Menge Fotos. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei all ihren Freunden auf ihrem Account bedanken, die uns in dieser schweren Zeit begleitet und ihre Genesungswünsche übermittelt haben! Ihr seid einfach spitze!

31.07.2022 – Tag 32 (ein Monat nach der OP)

Wir haben unseren Urlaub gut verbracht. Es war eine super Auszeit für uns alle. Nukka hat sich bis auf einmal echt gut gehalten. In einem kleinen unbeobachteten Moment hatte sie sich ihre Narbe aufgekratzt, und die Wunde war wieder gut 2,5cm offen und blutete. Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin haben wir die offene Stelle desinfiziert, und überließen sie sich selbst. Und wie vorhergesagt verkrustete sie auch von alleine wieder. Alles gut.

Nukka ist zwar noch ein wenig pfotenmarode, aber das war ja nach dieser OP klar dass sie nicht wie eine junge Wilde herumrennen und -springen kann. Sie muss langsam wieder ihre Muskulatur aufbauen, die sie ja durch die vollkommene wochenlange Zwangspause verloren hatte. Doch das wird schon wieder werden. Sie ist ja so eine tapfere und Hündin und hart im Nehmen. Wir haben heuer aber auch keine langen und schweren Touren unternommen, um sie auch noch zu schonen. War für uns auch gut.

Doch alles Schöne und Gute hat ein Ende, und so müssen wir wieder arbeiten gehen, auch meine Frau, und Nukka muss sich daran gewöhnen nun wieder tageweise alleine zu sein. Nach fast 5 Wochen Intensivbetreuung wird es ihr nicht leicht fallen. Aber da muss sie leider auch durch. Mal schauen wie sie sich tun wird …

Und wieder aufgekratzt … hat sich aber schnell wieder von selbst verkrustet.
Nukka hat den Urlaub genossen.
Sie ist ja so ein braves und tapferes Mädchen.

07.08.2022

Nukka gehts gut, die Narbe ist fast verheilt. Ein paar kleine Krusten noch, aber die beginnen auch schon abzufallen. Manchmal juckt es sie halt, dann kratzt sie sich, und schon ists geschehen … Nukka, who else?

Bei der täglichen Kontrolle durch die Ganzkörperknuddelei an ihr, haben wir auch keine neuen Knoten oder Verhärtungen entdeckt. Das ist gut. Hoffentlich bleibt das auch so.

Nukka gehts derzeit gut, und sie hat keinerlei neue Knoten oder Verdickungen.

14.08.2022

So wie es aussieht ist Nukka am besten Weg. Uns sind keinerlei Veränderungen rund um die Narbe aufgefallen. Es haben sich auch keine neuen Knoten gebildet obwohl sie ja mittlerweile wieder mal scheinträchtig geworden ist. Sie frisst wie ein Scheunendrescher, und führt sich bei Radfahrern und keiffenden Freiläufern auf wie früher. Es scheint ihr also gut zu gehen. Auch mich lässt sie nicht aus den Augen und klebt bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit an mir um mich zu beobachten oder auch zu sekkieren. Also typisch Nukka. *lach*

Was kochen wir heute?
Meins!

05.10.2022

Nukka gehts noch immer gut. Sie ist ein Clown, manchmal extrem verschmust, dann wieder wild. Auch ihre Narbe ist gut verheilt und auch das Fell kommt großteils wieder zurück. Nun ist sie ohnehin im großen Fellwechsel und läufig wurde sie auch. Wieder einmal alles auf einmal. So ist sie halt, unsere “Kröte”.

27.10.2022

Nukka beginnt leider schon wieder sich schwer hinzulegen, knurrt dabei teilweise und lässt sich nicht wirklich am Bauch lange angreifen. Ein schlechtes Zeichen. Obwohl ich sie abgetastet habe, fand ich keine Knoten aber einen doch verhärteten Bauch als Gesamtes. Das kann eine Nachwirkung der erst vergangenen Läufigkeit sein, oder aber wir stehen wieder am Anfang. Komischerweise liegt sie morgens am Rücken, die Beine hoch und dürfte dabei keine Probleme haben. Wir beobachten nun akribisch ihr weiteres Verhalten und versuchen einen Tierarzttermin zu bekommen.

Manchmal ist sie voll entspannt, und dann lässt sie sich wieder nicht am Bauch angreifen und knurrt.
Schlafanfall beim Gassigang … wenn Herrchen mit anderen Leuten quatscht.

24.11.2022

So wie es aussieht, ist der scheiß Krebs zurück. Genau vor der Stelle an der sie schon operiert wurde. Da geht nix mehr, die Lage verhindert eine weitere OP. Sie ist aber trotzdem eine Kämpferin und steckt das halbwegs gut weg. Sie frisst wie ein Caterpillar, rennt wenns um Hasen geht, will alles jagen was nur geht, haut sich mit vollem Karree auf Mäuselöcher, scheinbar gehts ihr soweit recht gut. Wir können nur beobachten und es ihr so angenehm wie möglich machen. Vielleicht kapselt sich der neue Tumor ja ab und hört auf zu wachsen …

Nukka Ridaldundaga
Sie lässt es sich trotzdem gut gehen, die Kleine.

06.01.2023

Weihnachten sind vorbei, Silvester ist vorbei, und unsere Sorgen sind vorerst auch mal vorbei! Die gute Nachricht: Der große Knoten den sie hatte, hat sich von selbst irgendwie wegentwickelt. Nukka kommt wie früher nun wieder “Wampe kratzen”, schmust mit mir, lässt sich alles gefallen ohne zu murren, ist wie ausgewechselt. Einzig die Fresserei ist nicht zu bändigen. Sie hat immer Hunger. Und wenn sie hungrig ist, dann ist sie lästig, extrem lästig. Da sie eine Genußfresserin ist, zeigt sich der Hunger bei ihr, indem sie schlingt und schaut was sie auf einmal ins Maul bekommen und runterschlucken kann. Man sieht es ihr auch an, dass sie keine Kostverächterin ist. Egal, Hauptsache es geht ihr so gesehen im Großen und Ganzen recht gut, und hat keine Probleme in Punkto Tumore oder Knoten.

 

27.02.2023

Wieder sind fast 2 Monate vergangen, und Nukka gehts weiterhin recht gut. Sie ist mittlerweile auf Diät, nimmt aber kein Gramm ab. Eigentlich sollte sie auch schon läufig sein, Fehlanzeige! Aber der Fellwechsel hat voll eingesetzt. Man könnte meinen 300kg Haare kommen von nur 50kg Hund … feine Sache, und das zweimal im Jahr. 8 Monate sind nun schon seit ihrer schwerer OP vergangen, und sie hält sich echt gut. Man kann für jeden Monat nur dankbar sein. Unsere Anka schaffte nach Ausbruch der miesen Krankheit (sie hatte die gleiche Art von Krebs), nur mehr 3 Monate, konnte aber auch nicht operiert werden. Nukka ist eine Kämpferin, das merkt man ihr tagtäglich an. Wir hoffen es bleibt so.

Beim letzten kleinen Spaziergang hat uns glatt die Hagelwolke eingeholt … unserem Fellberg wars egal.

30.06.2023

Heute auf Facebook gepostet, aktuell und als Erinnerung an eine schlimme Erfahrung für uns …

Heute, vor exakt einem Jahr am 30. Juni 2022, musste Nukka operiert werden. Ein riesiger bösartiger Tumor wurde entfernt. Sie hat das relativ gut weggesteckt, und wir stellten uns auf noch ein paar Wochen oder Monate ein die wir noch zusammen hätten. Mittlerweile sind es 12 Monate, die unsere Kämpferin noch an unserer Seite war und ist. Es sind zwar 3 neue, kleine Knoten aufgetaucht die wir beobachten, aber sie kämpft nach wie vor und das ist gut so. Nun ist die 6 Jahre, und wir hoffen nun umso mehr, dass sie noch das eine oder andere Jahr schafft.

In ca. 3 Wochen gehts wieder in die Berge auf Urlaub wo sie sich austoben und entspannen kann. Sie liebt es ja im kalten Gebirgswasser zu baden, und zusammen mit uns diverse “Hüttenbesuche” zu machen. Wir lassen sie gewähren, erfüllen ihr so ziemlich jeden Wunsch, verweigern ihr nichts, und machen ihr weiterhin ein schönes Leben so weit es in unserem Einflußbereich steht.

Jeder Tag, jede Woche, jedes Monat ist seit einem Jahr ein Geschenk.

Happy Birthday Nukka!!

Nukkas Entwicklung im ersten Lebensjahr

Am 12. Juni 2017 erblickte unsere “Kleine” das Licht der Welt. Ein paar Wochen später entdeckte ich ihr Bild auf der Webseite ihrer Züchterin. In dem Moment war es um mich geschehen. Zu diesem Zeitpunkt war es fast 1 Jahr her, dass ich unseren “Dicken” gehen lassen musste, und die Zeit für “weiter ohne Hund” war wohl noch nicht gekommen. Also holten wir uns Nukka Ridaldundaga, so ihr kompletter Name, zu uns. Die weite Reise von Gunta Dege (der Züchterin) aus Dundaga in Lettland bis zu uns nach Gerasdorf, hatte sie wohlbehütet durch Lasma Novika (der Freundin von Gunta Dege) absolviert. Als ich sie das erste Mal am Arm hatte, wusste ich, dass diese Entscheidung richtig war.

Sie ist nun seit 30. September 2017 bei uns und feiert heute ihren 5. Geburtstag.

Happy Birthday Nukka Ridaldundaga!! Heute bist Du 5 Jahre geworden, und keinen einzelnen Tag davon wollen wir missen! Du bist ein super braves und liebevolles Familienmitglied auf das wir stolz sind!

Nukka mit 5 Jahren.

Nukka ist eine große Hündin geworden. Groß und stämmig. Als Welpe mit 16 Wochen brachte sie schon 17kg auf die Waage, und nun hat sie gstandene 50. Deswegen nenne ich sie auch manchmal MK50, Malamute Kaliber 50. Kraft pur, aber zum Glück weiß sie nicht so genau wie stark sie wirklich ist. Es kommt meist dann zum Vorschein, wenn sie mit mir wild herumraufen will, oder wieder einmal ein “Leinenloser” auf sie losgeht oder ein Radfahrer an uns vorbei will. Mit beiden hat sie schon als Junghund sehr schlechte Erfahrungen gemacht, und das Verhalten bekam ich nie wieder aus ihr raus. Denn kaum hatten wir es im Griff, wiederholten sich die Vorfälle mit Angreifern und rücksichtslosen Kampfradlern. Wie letztere Idioten ticken zeigt sich an der Tatsache, dass ich (zusammen mit Nukka an der Leine) auf einem schnurgeraden Feldweg auf dem man schon aus 1km Entfernung gesehen wird, von hinten von einem solchen Idioten übern Haufen gefahren wurde, und der dann auch noch abhaute! Nukka wurde insgesamt 4x angefahren oder gestreift, und einmal von so einem ******* im Vorbeifahren getreten.

Tja, dann darf man sich nicht wundern, wenn Hunde so reagieren wie sie es tun. Gleiches mit den “Der tut nix” und “Der will nur spielen” Leinenlos-Schwachmatikern. Mit 5 Monaten wurde sie (sie ging damals noch auf jedes andere Tier freundlich und offen zu) das erste Mal in die Schnauze gebissen. Ein Border. Seitdem hasst sie schwarz-weiße Border. Im Wohngebiet haben wir 2 Gesetzeslose die mit dem Fahrrad ebenfalls mit ihrem leinenlosen Hund immer wieder bei uns vorbeiknallen, und der Köter nichts Besseres zu tun hat, als hysterisch an unseren Zaun zu laufen, und hereinbeißen zu wollen!! Schwarze Hunde … auch keine Freunde mehr von Nukka! Nunja, sie weiß aber auch wie man Angreifer schnell und einfach legt. Gegen einen Malamute in ihrer Gewichtsklasse kommen diese 4beinigen Deppen nicht so schnell an. Zum Entsetzen so mancher Uneinsichtigen oder eines Leinenlosverfechters. Mir ists mittlerweile egal geworden, wer nicht hören will (trotz mehrfacher Warnungen den Hund abzurufen und anzuleinen), muss eben fühlen, und sie darf sich wehren. Viele werden nun wieder aufschreien und sagen: “Der Hund kann aber nix dafür!”. Liebe Leute, es ist mir scheißegal. Denn bei solchen uneinsichtigen Subjekten mit Hund hilft kein Reden, kein Warnen, kein Streit. Es geht NUR MEHR über den Hund. Erst dann denken sie nach und ändern vielleicht ihr Verhalten gegenüber anderen. Einige habens getan, andere bleiben stur. Ist nur eine Frage der Zeit bis die auch in Nuk’s Zähne rennen.

Nukka hat auf alle Fälle unser Leben sehr bereichert. Sie ist ein tolles Familienmitglied geworden, darf sich bei uns frei im Haus bewegen, schläft wo sie will, kennt weder Zwinger noch viele Verbote, und ist unser ganzer Stolz. Manchmal merkt sie das auch, und stolziert dann arrogant in der Gegend herum, Kopf in der Höhe, den Schwanz im Himmel, so nach dem Motto: “Ach wie gut und schön ich doch bin!”. Wenig später kann sie wieder den Kasperl machen oder auf schwer mürrisch. Stimmungswandel sind bei ihr genauso normal wie das Durchsetzen ihres Willens. Wie erwähnt, sie hat nicht viele Verbote bei uns. Auf was ich am Meisten stolz bei ihr bin: Sie stiehlt nichts, zerstört nichts, und lässt auch im Freien sämtliche Kadaver und Köder links liegen. Auch Autofahren und Urlaubsreisen sind kein Problem. Das ist sehr viel wert. Wurde ihr von uns aber nie beigebracht. Sie machte das von Haus aus nicht. Einziges Problem ist ihr enormer Jagdtrieb. Alles was von ihr weg abhaut (Hasen, Vögel, auch Rehe), das will sie jagen. Da merkt man dann schon sehr die Kraft, die in ihr steckt. Leider hatten wir auch schon zwei Vorfälle, wo sie trotz Leine am Wegrand Junghasen “erlegen” konnte und diese sofort runterwürgte. Ich hasste sie dafür, aber was soll man machen, wenn das so schnell geht? Ich achte ohnehin immer darauf, dass sie nirgends was aufstöbern kann und trotzdem passierte es.

Gesellig ist sie auch, und sehr kommunikativ. Was die dauernd “den Schnabel offen hat” wie man bei uns so sagt ist unglaublich. Keppeln, zurückreden, murren wenn ihr was nicht passt. Aber dafür jeden Fremden auf der Straße begrüßen wollen, so mit anheulen und anspringen um vielleicht doch die eine oder andere Streicheleinheit zu ergattern. Auch zu Hause gibt sie brav laut wenn sie was will. Sie zeigt es auch was sie will, indem sie dort hinläuft und es ansieht. Ist schon interessant wie sich manche Hunde mitteilen. Ich brauche wenn sie mich anbellt nur zu sagen, “Was willst, zeig es mir!”, und schon ist sie unterwegs, nimmt mich oft mit der Schnauze auch bei der Hand und führt mich. Auch wenn sie ungeplant raus muss, dann steht sie vor ihrem Geschirr und bellt kurz. Alles nicht von uns antrainiert. Sie hat es sich selbst beigebracht, indem sie immer mitlernte. Was für eine Reaktion gibts, wenn ich das oder das mache. Ja, so lernen die Schlittenhunde eben, wenn sie alleine gehalten werden. Im Rudel schauen sie sich gegenseitig alles ab. Das konnten wir bei unseren vorherigen Hunden beobachten. Aber Nukka war immer Einzelhund, und lernte alles von sich aus. Auch die Begegnungen mit Großtieren wie Pferde oder Kühe brauchte ich ihr nicht lernen. Souverän meisterte sie bisher alle Zusammentreffen.

Ich bin gespannt, wie sich sich noch weiter entwickeln wird, denn sowas hört ja nie auf. Wir sind echt glücklich mit ihr, und obwohl derzeit dunkle Wolken auf ihrem Himmel aufziehen, hoffen auf noch viele, viele Jahre.

HAPPY BIRTHDAY NUKKA!!

Der Wahnsinn der aus der Wiese kam …

Vorgestern (09.06.2022) war ich mit Nukka eine Runde in der Nähe von Wolkersdorf spazieren. Eigentlich ein Weg, den wir schon X-Mal gegangen sind und sie auch kennt und gerne mit mir abmarschiert. Doch diesmal kam es offensichtlich anders. Das Grauen war dann mit uns!

Wie immer, wenn Nukka nach einer Spazierrunde in ihre Box hinten im Wagen springt, schaue ich sie schnell an um etwaige “Krabbler”, sprich Zecken zu sehen und gleich abzuklauben. Diesmal sah ich keine einzige und dachte mir noch, super, keine Probleme mit den Viechern Passt! Irrtum!!

Am nächsten Tag (10.06.2022) schau ich sie so an und denke mir, was hat sie da am Ohrrand? Es war keine glatte Kante wie immer, sondern mit so ganz kleinen Erhebungen. OK, also Licht an, Nukka zu mir gezogen, und genauer nachgesehen … Schock! Lauter winzig kleine Zecken!! Ich bin mir nicht sicher, ob es Larven oder schon Nymphen waren, aber ich hab ihr ins Summe in gut 2 1/2 Stunden Suche im ersten Durchlauf 22 (!) Stück von den Ohren, auch innerhalb der Ohren und vom Gesicht runtergeholt. Im zweiten Durchgang der Sucherei haben wir dann 31 zusammen gehabt.

Heute (11.06.2022) schafften wir die Zahl auf 43 !!! Und noch immer kein Ende in Sicht. Die Viecher die ich bemerke werden nun immer kleiner und bei Nukkas Pelz sind die fast nicht mehr zu finden. Und das von einem einzigen Spaziergang!!

Sie muss in ein Zeckennest geraten sein, anders ist diese enorme Anzahl nicht zu erklären.

So schauen die kleinen Scheißviecher aus:

Larven oder Nymphen? Sie sind so ca. 1mm groß und schwer am Hund zu finden.

12.06.2022: Wir sind mittlerweile bei 51 Stück angelangt!! Heute Morgen habe ich ihr weitere 7 rausgeholt. Jetzt wo sich die kleinen Larven ansaufen, werden sie endlich auch sicht- und greifbar in dem dicken Fell von Nukka. Ein Wahnsinn was da noch alles auftaucht. Ich habe mich dazu entschieden ihr heute ein zusätzliches Spot-On zu geben, da das was wir ihr vor 2 Wochen verabreicht haben, offensichtlich nicht genug Wirkung hat um die Viecher abzutöten. Gift hin, Gift her, bei dieser Anzahl an Befall gehts nicht anders. Wir kämpfen nun schon 3 Tage mit diesen Dreckszecken auf ihr. Wahnsinn!! Die kleinste Zecke die ich erwischt habe, war nur knapp einen HALBEN Millimeter groß!

Nachtrag jetzt am Abend: Weitere 15 gefunden. Summe jetzt: 66 Stück!! Wieder alle im Bereich Gesicht, Kopf, Ohren, und nun auch Schultern, Pfoten und Brust. Ich hab ihr übrigens das Spot-On nicht raufgegeben. Die Gefahr nun die Zecken abzutöten und dass diese in ihrem Todeskampf noch den Viren- oder Bakteriendreck in sie reinkotzen ist mir zu groß. Ich suche weiterhin intensiv ab, und hoffe demnächst alle Zecken gefunden zu haben! Momentan ists die reinste Sisyphusarbeit …

14.06.2022: Gestern hab ich Nukka in Ruhe gelassen. Sie ist nun schon etwas unrund wegen der Absucherei und dem Rausziehen der Zeckenviecher. Heute aber sind mir wieder 3 von der Partie in die Haken geraten. So sind wir nun auf 69 Stück! (Nach einer kurzen Rückfrage bei unserer Tierärztin die aber leider in Urlaub ist, hab ich erfahren, dass das von uns verwendete Spot-On “Frontline” laut ihr schon länger nicht mehr wirksam ist, und man was anderes versuchen sollte.

16.06.2022: Gestern und heute kamen abermals 7 Stück dazu. Stand: 76!! Da wir in den letzten Tagen alle Strecken gemieden haben, wo sich Nukka neue Zecken holen könnte, muss es nach wie vor der “Bestand” der Zeckennestbegegnung sein. Sie ist echt arm. An manchen Stichstellen hat sie richtige Dippeln und Kretzen bekommen. Wir behandeln natürlich und desinfizieren jede Stelle ordentlich. Ich hoffe dass dieser Horror bald ein Ende findet, denn für sie ist das sicher nicht mehr lustig, dauernd abgesucht zu werden, um wieder neu gefundene Viecher aus ihr rauszuziehen.

17.06.2022: Nochmals 6 Stück rausgezogen. Wir sind bei 82!! Nukka gehts auch nicht sonderlich gut. Sie hatte die letzten beiden Tage leichtes Fieber, und ihr Körper versucht offenbar einiges an Entzündungen durch die Stiche zu bekämpfen. Sie trinkt derzeit wahnsinnig viel, und konnte in zwei Nächten auch nicht das Piseln zurückhalten. Naja, man wäscht halt auf. Unsere Tierärztin kommt leider erst am 22. Juni vom Urlaub retour. Bis dahin müssen wir durch und beobachten. Habe mich heute aber doch entschieden, ihr das Spot-On drauf zu geben. Die Viecher müssen abgetötet werden, bevor wir sie uns einschleppen wenn sie vollgesogen und nicht gefunden, im Haus oder in ihrer Hütte abfallen und vielleicht da auch noch ein Nest anlegen.

Das ist das Gebiet, wo wir spazieren waren! Also ACHTUNG, wenn Ihr da unterwegs seid!!
O’TOM® Tick Twister Zeckenhaken, das einzige Werkzeug das wirklich gut ist! Kosten so um die 5 Euro. Wichtig: Die Zecken nicht herausdrehen, sondern einfach rausziehen!

Was frisst unser MK50 so?

Immer wieder werde ich gefragt, was und wie viel unsere Hündin so frisst. Nun, sie ist ja kein Leichtgewicht, deswegen nenne ich sie auch ab und an mal MK50, Malamute Kaliber 50, wegen ihrer 50kg. Da sie eine große und stämmige Hündin ist, bereitet mir das aber keine Kopfzerbrechen, und unsere Tierärztin hat auch kein Problem damit, also alles gut.

Nukka Ridaldundaga, unser MK50.

Ja, was frisst die graue Mäklerin so den ganzen Tag…

Wenn es ihr gerade in den Kram passt, und sie auch wach ist, dann verfolgt sie mich schon frühmorgens in die Küche und möchte ihr “Frühstück” haben. Das sind eine Handvoll Trockenfutter (ca. 50g) mit 1:1 gewässerter Milch vermischt. Zuerst wird die Milch geschlabbert, dann die Körner verputzt. Der Tag ist für sie gerettet. Wenns gemundet hat, dann schleicht sie durchs ganze Haus und beginnt mit ihrer “Abwischzeremonie”, also an allen Kanten und Ecken das Maul abwischen. Keine Ahnung was sie damit bezweckt, aber das hat sie schon als Welpe getan.

Nach dem ersten Gassigang gibts dann meist noch ein kleines Leckerlie (Kaustange mit Huhn oder Ente). Dann liegt sie zufrieden auf der Terrasse herum oder schläft im Haus.

Am Nachmittag, beim zweiten Gassigang, gibts anschließend auch immer eine wässrige Milch. Sie liebt es eben, und gibt auch keine Ruhe bis sie das Gesöff bekommen hat. Anzumerken ist noch, dass sie nach dem Anziehen des Geschirrs immer zwei kleine Leckerlie-Ringerln von Josera bekommt. Zusammen gerade mal 2 Kalorien.

Gegen 16-17 Uhr wird sie dann unrund und besteht auf ihre Hauptmahlzeit. Da gibts dann unterschiedlich entweder 200g Trockenfutter mit einer halben 800g-Dose Nassfutter (1600g pro Tag wären bei ihrem Gewicht empfohlen, nur so zur Info …) von Rinti, mit immer anderem Geschmack, oder das Trockenfutter mit leicht gewässertem Kefir oder auch Frischkäse, je nachdem wir es zu Hause haben. Ab und an Mal gibts auch ein rohes Ei ins Futter (ohne Schale). Nach der Mahlzeit das übliche lästige Gebell und ihre Schubserei … sie will ihre Milch (1/4l Milch 1:1 mit Wasser). Danach herrscht wieder vollste Zufriedenheit.

Punkt 20 Uhr (haben Hunde eingebaute Uhren??) verlangt sie nach einem Abendleckerlie, und dem letzten Gassigang, der dann gefolgt vom Anbetteln des Frauchens mit einer letzten Portion Milchwasser endet.

Wenn jetzt einige sagen, sie wäre eine Milchsuse, keine Sorge, sie sauft den ganzen Tag über auch normales Wasser. Wir haben im Haus verteilt 3 große Schüsseln mit immer frischem Wasser wo sie Zugang hat.

Das wars … der ganz normale Fressalltag unserer Mütze. Ich weiß, Fütterung ist für manche eine grundlegende philisophische Sache (TroFu schlecht, NassFu gut), oder sogar Religion (BARF). Doch wer schon mal mit seinen Hunden auf längeren Trainingslagern war, der wird schnell einsehen, dass manches Futter weder sommer- noch wintergeeignet ist und man schnell auf Trockenfutter umsteigt, weils einfacher zu handhaben ist, und bisher keinem Hund geschadet hat, außer man nimmt echt billiges Industriefutter wo der letzte Dreck drinnen ist.

Ich für meinen Teil verwende JOSERA Light & Vital, oder HAPPY DOG NaturCroq Rind & Reis. Beides hat sich bei Nukka bewährt und sie frisst es. Auch bei den Leckerlies greife ich zu JOSERA oder Markenprodukten und nicht Diskonterware. Da die Welpen unserer Züchterin schon von klein auf zusätzlich mit Kefir und Frischkäse gefüttert werden, sehe ich da absolut keine Probleme es auch im Erwachsenenalter beizubehalten. Es schmeckt ihr einfach, und Milchprodukte haben noch niemandem geschadet, auch nicht Hunden.

Neues Gaumenschmausprojekt: Apfelstrudellikör!


Ja Freunde, heute war es wieder einmal so weit. Beim Durchstöbern meines Archivs bin ich auf das Rezept für einen Apfelstrudellikör gestoßen, den ich schon seit Oktober 2020 machen wollte, aber nie die Zeit hatte und dann das Rezept nicht mehr gefunden habe. Aber nun war es soweit, und an dieser Stelle ein Danke an Peter Blumauer, der es mir zukommen hat lassen! Peter, ich werde es mir schmecken lassen!!

Hier mal kurz die Zutaten:

1,5 Liter Apfelsaft
0,7 Liter Vodka
400g Brauner Zucker
2 Pkg. Bourbon-Vanillezucker
2 Äpfel
3-4 Zimtstangen

Die Zutaten. Da es mein erster Versuch ist, verzichtete ich diesmal auf teure Bio-Artikel.

So wirds gemacht:

Den Apfelsaft zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und den Zimtstangen aufkochen, und danach auskühlen lassen. Die beiden Äpfel in kleine Würfel schneiden und in ein großes Glas (3 Liter) schichten. Den Vodka darüber leeren damit die Äpfel nicht braun werden und verschließen bis der Apfelsaftsud ausgekühlt ist.

Den Sud sobald er kalt ist auch in das Glas füllen, und dieses gut verschließen. Aufschütteln und an einem dunklen Ort mindestens 1 Woche ziehen lassen. Danach abseihen und filtern, und in saubere kleinere Flaschen umfüllen. That’s it!

Viel Spaß beim Nachmachen!

Jetzt eine Woche ziehen lassen, abseihen und filtern, dann wird gekostet!

Update vom 31.05.2022:

Heute habe ich den zweiten Pott angesetzt, nachdem Pott Nr. 1 so gut wie weg ist. Er kam überall super an, und die Rückmeldungen bestärkten mich in der Annahme, dass dies das neue “Wandersaftl” im Flachmann sein wird. Diesmal habe ich kleine Änderungen vorgenommen. Zusätzlich zum oben angegebenen Rezept kam noch eine ganze Bourbon-Vanille (Geteilt, ausgeschabt, aber Schote und Inhalt verwendet!) mit dazu, und die beiden Äpfel habe ich in kleinere Stücke gewürfelt. Weiters habe ich diesmal den Sud heiß über die Apfelstücke gegossen und danach komplett abgekühlt bevor ich den Vodka hinzu fügte.

Bin schon auf das Ergebnis gespannt. Ihr auch?

Pot 2 mit geänderter Rezeptur