Bisher dachte ich immer, unsere Hunde kommen irgendwann zwischen 5 und 8 Monaten in die Pubertät, dann folgt mit 12-15 Monaten die sogenannte Flegelphase, und dann nochmal mit 18-20 Monaten eine zweite Rüpelphase, wo sie noch mal die Sau rauslassen und dann ists gut.
Bei Nukka hatte ich diesmal aufgrund der Tatsache dass ich mich weniger mit Sport aber mehr mit der Beziehung Mensch-Hund und dem Hund selbst beschäftigte ein richtiges Aha-Erlebnis. Da ich mir im Gegensatz zu unseren vorherigen Hunden, bei Nukka viel mehr Zeit zum Beobachten der Veränderungen genommen habe, ist mir noch eine Phase aufgefallen, die markant ist jedoch wahrscheinlich von den meisten Hundehaltern und -halterinnen komplett übersehen wird. Das Alter von 24-28 Monate!
Es klingt nun vielleicht komisch, aber ich denke, dass in diesem Zeitraum der endgültige Charakter des Hundes gebildet und gefestigt wird. Nukka war zwar immer schon eine gutmütige Hündin, aber eher trotzdem wild und nicht wirklich verschmust so wie unsere beiden anderen Hunde waren. Sie kam wenn sie wollte, und dann auch nur kurz. Sie war aber immer eigenständig und machte nur das, indem sie Sinn sah und für sie selbst etwas brachte. Doch ab ihrem 2. Geburtstag fanden unübersehbare Veränderungen in ihrem Verhalten statt.
Sie wurde anschmiegsamer, verschmuster, bestimmte Verhaltensweisen (sie mochte z.B. nie enge Umarmungen, da ging sie sofort stiften) änderten sich gravierend, und sie wurde insgesamt noch einen Schub braver als sie eh schon war. Auch ihre Wildheit mäßigte sich um einiges. Mittlerweile ist sie 27 Monate alt, und so derart brav und sanft (außer sie hat gerade ihre 10 Minuten, wie andere Hunde auch), dass man es nicht glauben kann, eine Mütze bei sich zu haben.
Alleine bleiben, egal ob im Haus oder auf der Terrasse? Kein Problem! Bellen und Heulen? Echt nur kurz, wenn wir in die Arbeit fahren, sonst ist sie vollkommen ruhig und entspannt. Sachen kaputtmachen? Eindeutig nur ihr eigenes Spielzeug! Sie hat uns bisher (außer mit den Milchzähnchen als Welpe, und auch da nur eine Stelle am Vorraumkasten …) nichts zerstört! Autofahren? Auch kein Problem! Wenn sie des Nächtens wirklich mal raus muss, dann kommt sie zu uns und meldet sanft ihr Begehr. Sie hält ihren Bereich sauber, piselt und kackt nichts an, ist also eine super feine Hündin geworden. Und jetzt auch noch voll anlehnungsbedürftig und verschmust. Sie könnte stundenlang neben mir liegen und sich kraulen lassen, was sie vorher absolut nicht länger als ein paar Minuten mochte.
Ich denke mal, jetzt ist dann ihre Entwicklung abgeschlossen, und wir haben eine super tolle Malamute-Hündin in unserer Mitte. Ein Familienmitglied wie unsere vorherigen Hunde, und auch sie möchten wir nicht mehr missen.
Eigentlich hatten wir ja geplant, vom 15. – 18. August 2019 nach Rauchwart ins sonnige Burgenland zu fahren, um am 11. AMCSFÖ Zeltweekend unseres Malamuteclubs teilzunehmen. Leider wurde es aber aufgrund allgemeinen Desinteresses und zu wenig Anmeldungen abgesagt. Ist schade gewesen, war aber nicht zu ändern. Da ich den Fenstertag aber nicht ungenutzt vergeuden wollte, planten meine Frau und ich kurzerhand, nochmals einen Kurzurlaub in Kärnten zu verbringen. Da wir Mallnitz schon kennen, und da viele Freunde haben, suchte ich unter Booking.com eine noch freie Unterkunft, fand sie, buchte sie, und am Donnerstag um 6 Uhr früh saßen wir schon im Auto in Richtung Kärnten …
Es ging super voran, da am Feiertag ja fast keine LKWs auf der Straße sind, ausgenommen die Strecke ab Graz wo man auf der Autobahn mit 80er und 100er Beschränkungen sekkiert wird, und so machten wir dann nach 2 1/2 Stunden Fahrt eine kleine Pause am Rastplatz Herzogenburg, wo sich unsere Nukka auch die Beine vertreten konnte, und wir zum ersten Kaffee Gelegenheit hatten. Danach gings flott weiter, und wie errechnet schafften wir es um 10:50 Uhr, also nach knapp 4 Stunden und 50 Minuten Fahrzeit mit Pause, in Mallnitz anzukommen. Da wir erst um 14 Uhr in unserer ausgewählten Pension einchecken konnten, machten wir uns gleich mal auf den Weg zu Heidi, die das Haus Waldruhe betreibt. Das kennt Ihr ja vom letzten Bericht schon. Das Wiedersehen war herzlich, und wir alle freuten uns, wieder ein paar gemeinsame Tage verbringen zu können.
Pause für Nukka und Kaffee ausfassen …
Da das Cafe Donut von Rosi am Feiertag geschlossen hat, entschieden wir uns, zu einem alten Bekannten aus dem Sommerurlaub zu fahren. Nämlich zum Gasthof Gutenbrunn im Tauerntal. Wolfgang und Claudia, die das Teil vor einiger Zeit übernommen haben, lernten wir ja im Sommerurlaub kennen, und da war von ihren Anstrengungen für dieses Gasthaus trotz vollem Einsatz noch nicht viel zu sehen. Aber war wir nun vor uns hatten, überraschte schon sehr. Sie hatten es geschafft, und den alten Gasthof auf Vordermann gebracht. Der Parkplatz war voll, und das Geschäft schien gut zu laufen. Natürlich wurden wir aufgrund unserer “Bergmurmel” auch sofort wieder erkannt, und herzlich begrüsst. Frühstück! Das war es was wir brauchten und wollten, und wir bekamen es auch prompt serviert! Leute, man kann durchaus sagen, der “Gutenbrunner” ist zu einem Geheimtipp geworden! Schon alleine die Bretteljause die ich mir bestellte, ist ein Besuch in diesem Haus wert! Das Unikat Wolfgang macht dann den Rest aus! Man muss einfach mal da gewesen sein, sonst kennt man das Tauerntal nicht …
Wolfgang und Claudia vom Gasthof Gutenbrunn (Foto geklaut … Danke für Eure Gastfreundschaft!)
Auch unsere Bergmurmel fühlte sich beim “Gutenbrunner” wohl.
Nach dem Einkehrschwung im Gutenbrunn, checkten wir in unserer Unterkunft, der Pension Jägerhof ein. Auch da wurden wir aufs freundlichste begrüßt und wir fühlten uns sofort wohl. Das Zimmer das wir im zweiten Stock bekamen war für uns 3 groß genug, Nukka hatte ihren Balkon, Badezimmer und Wohnraum waren sauber und gemütlich eingerichtet. Die Betreiberfamilie war super zuvorkommend, und das Frühstück top! Was will man mehr? Und das zu einem Preis, den man selten findet. Von uns gabs dafür eine 5-Sterne-Bewertung auf Booking.com.
Der Tag verging aufgrund der doch langen Anfahrt wie im Flug, und als Abschluss gingen wir dann noch zur “Badwirtin” Abendessen. Wie schon vom Sommerurlaub gewöhnt, war auch diesmal das Essen und die Bedienung einfach top. Wir hatten echt nichts auszusetzen. Man sieht: Wo ein Wille, da auch zufriedene Gäste!
Am Freitag machten wir uns auf eine kleine Rundreise auf. Der erste Weg führte nach Heiligenblut am Großglockner wo wir uns ein wenig umsahen, und uns die kleinen Souveniershops ansahen. Uns kam es vor wie eine Völkerwanderung. Solche Massen an Menschen hatten wir da vorher nie erlebt, aber wir waren nun ja auch in der Hauptreisezeit unterwegs. Was auffällig und auch echt störend wirkte, waren die enormen Mengen an Motorräder! Ich frage mich ernsthaft, wieso die Biker nicht normal und lärmvermeidend fahren können? Dauernd muss am Gas gezupft und die ausgeräumten Auspuffe präsentiert werden! Dann wundern sie sich, warum sie nirgends mehr gern gesehen sind, außer bei geldgeilen Wirten. Fahrts doch mit Hirn, dann hat niemand ein Problem mit Euch!
Die Aussicht von Heiligenblut aus, ein Traum!
Nach Heiligenblut fuhren wir noch in die Tauerngoldausstellung nach Großkirchheim in den Putzenhof. 2017 waren wir schon einmal da. Doch diesmal waren wir echt enttäuscht. Man erklärte uns gleich von Beginn an, dass der Hund kein Problem sei, aber wenn sich andere Besucher aufregen würden, dann müssten wir die Ausstellung verlassen. Nun, es gab keine anderen Besucher, und ich hätte wohl gleich darauf verzichten sollen, aber man ist ja nicht so. Der Kaffee danach wurde notgedrungen serviert, und die Stimmung der Betreiberin/Kellnerin oder was weiß ich welche Position sie da innehatte, war wir nach einem Ehestreit. Schwer enttäuscht zogen wir nach dem nicht einmal durchschnittlichen Kaffee dann von dannen. So verliert man auch Gäste, oder man hat es halt nicht nötig.
Es ging zurück nach Mallnitz ins Tauerntal. Zuvor bunkerten wir noch einen kleinen Einkauf als Notration im Auto (Schokis, Wanderwürsteln und Getränke) um uns anschließend die (nun leider schon sehr kaputte) Bergstraße rauf zum Parkplatz der Jamnigalm zu machen. Dort trafen wir uns wieder mit Heidi und ihrem Buben um zur Alm hoch zu spazieren.
“ofn” steht für geöffnet, falls jemand des Dialekts nicht mächtig ist.
Auf der Alm selbst war ich dann auch irgendwie enttäuscht. Schon beim Eintreten stand uns ein Dalmatiner im Weg, der zähnefletschend und knurrend unsere Nukka in Empfang nahm. Doch was macht unsere “Kleine”? Souverän wie immer und absolut nicht aggressiv, baute sie sich wie Hulk vor dem gefleckten Teil auf und schaute ihm mal tief in die Augen. 40kg Mützenpower gegen den nass 20kg Dalmatiner? Das war auch dem Hüttenwirt nicht geheuer und er rief seinen Knurrhahn ab. Tja, ein Malamut ist halt ein Respektshund. Dabei knurrte unsere nicht einmal. Dann kam nach langer Wartezeit endlich ein Junge um die Ecke und versuchte unsere Bestellungen sich einzuprägen, was ihm sichtlich nicht einfach fiel bis ich meinte, er solle doch einen Zettel und Bleistift dazu verwenden. Nicht falsch verstehen, er war freundlich, sehr bemüht, hatte aber echt keine Erfahrung oder Ahnung von dem was man von ihm verlangte, während der Hüttenwirt sich nur um seine Freunde drinnen kümmerte. Irgendwann bekamen wir auch das was wir wollten, und die nächste Enttäuschung stand an. Der groß beworbene Kokoskuchen auf den ich mich echt freute, war wie aus der Wüste Gobi geholt. Trocken und scheinbar schon lange über seinem Zenit. Mir reichte es dann, und ich schnappte Nukka und Noah, und wir gingen ein Stück in Richtung Hagenerhütte den Berg hinauf.
Ganz hinauf wollten wir nicht, da wir die 2 Stunden Auf- und das Gleiche an Abstieg nicht hatten, aber wir wollten uns die Umgebung genauer ansehen, und da wurden wir nicht enttäuscht, ein Traum:
Wasser! Nuk’ in ihrem Element!Herrliche Aussicht auf grüne Wiesen und die Berge.Die Bergmurmel setzt sich mittlerweile immer gut in Szene.Die Aussicht ist hier einfach fantastisch.
Nach gut 350 Höhenmetern machten wir dann kehrt und gingen gemütlich zur Jamnigalm zurück. Dort holten wir dann das Frauchen und Heidi ab, und machten uns nach einem letzten Blick ins Tal auf, zurück zum Parkplatz zu schlendern, was uns vorab zuerst einmal ein wenig erschwert wurde, weil sich eine Gruppe von 3 Radfahrern (wie ich die in den Bergen hasse!) genau vor das Ausgangstürl platzierten und wir nicht raus konnten. Muss sowas sein? Tausende Quadratmeter freie Wiese, und genau vor einem Türl muss man damt Rad herumlungern?? Niemand denkt mehr nach, der Egoismus und die Arroganz ist schon gewaltig verbreitet in dieser Zeit. Selbige sind dann übrigens mit vollem Tender von oben an uns vorbeigeschossen, wie wenn es kein Morgen gäbe! 10cm am Hund vorbei! Die Vollpfosten auf zwei Rädern werden leider immer mehr …
Das Tauerntal mit Blick auf Mallnitz.
Am Auto angekommen, fuhren wir ins Tal, kamen aber nicht weit. Der “Gutenbrunner” lag wieder am Weg, und sein Zirbenschnaps ließ uns nicht vorbei fahren! So kam es wie es kommen musste … nein, kein Rausch, aber ein lustiger Tagesabschluss. Wieder einer jener unvergesslicher, an die man sich gerne erinnert.
Mitteilungsbedürftig ist sie schon, unsere Bergmurmel.
Im Anschluss als Abschluss … die Badwirtin. *lach* – Ja, wenn man einmal etwas Gutes gefunden hat, dann zieht es einen immer wieder da hin zurück. Abendessen, und wieder ein Traum. Tagesausklang vom Feinsten mit einem kleinen Hoppala von Frauli. Sie wurde von Nuk’ einfach samt Sessel umgerissen, weil ich spaßhalber aufsprang und mit Noah ein Wettrennen machen wollte. Was zuerst nicht so wild aussah, entpuppte sich dann am Tag danach als großes Problem.
Abendliche Gassirunde, Nukka und Frauchen.
Am Samstagmorgen entpuppte sich der kleine Unfall vom Vortag als echtes Problem. Frauchen konnte nicht mehr auftreten. Sie musste sich am Fuß doch schlimm verletzt haben. Was am Vortag nicht zu sehen war, kam nun schlimm zum Vorschein. Also packten wir uns zusammen, und fuhren nach Spital an der Drau ins Spital. Während Frauchen da reinhumpelte um sich untersuchen zu lassen, musste ich mit Nukka ein Bewegungsprogramm starten. Im Auto lassen konnte man sie ja nicht. So sahen wir uns die Goldeckbahn an, das Drauufer, und das Treiben in der Stadt.
Am Drauufer bei der Goldeck-Gondelbahn.
Nach gut 1 Stunde fuhren wir zurück zum Spital, und kaum 5 Minuten später kam auch schon Frauchen wieder raus. Mit einem dicken Verband am Fuß. Zum Glück war nichts gebrochen und keine Sehe gerissen. Trotzdem wars mit Wandern Schluss. Egal. Wir disponierten einfach wieder mal um, und machten uns einen schönen Tag ohne Fußmärsche. Ihr könnte sicher erraten wo … *lach*.
Nein! Wir fuhren zuerst ins Cafe Donut zu Rosi. Auf Kaffee und Eis. Hier hatte auch Nukka wieder ihren Spielkameraden. Auf der Terrasse konnten wir sie ableinen und frei laufen lassen. Erst nach einiger Zeit fuhren wir dann weiter zum “Gutenberger” … *hahahahaaaaaaa*. Ja dort verbrachten wir dann den restlichen Tag, weils einfach super ist bei Wolfgang und Claudia. Ich denke mal, wir haben ihm den Rest vom “Tschurtschlwasser” auch noch ausgesoffen, und wollten schon seinen auf der Terrasse stehenden Zirbenbaum umlegen und ansetzen, doch Wolfgang zauberte immer wieder eine Reserve her.
Ein Spaziergang entlang des Baches machte auch Nukka zufrieden, und so schlief sie irgendwann auch mal ein, und wir merkten nicht einmal mehr, dass wir einen Hund mit hatten.
Nukka wurde endlich auch mal müde …… nachdem sie ausgiebig alles Wasser getestet hatte, was es hier so gab.
Am Abend hatten wir vor, mit Heidi bei ihr im Haus Waldruhe noch zu grillen, und den Kurzurlaub ausklinken zu lassen. Das setzten wir auch um, und bei selbstgemachtem Ayoli und Tzatziki mit Steaks und Koteletts, schlugen wir uns noch die Bäuche voll. An dieser Stellen ein “Danke Heidi” für die echt tollen Tage in Mallnitz! Irgendwann dann so zwischen 21 und 22 Uhr war es Zeit für den Abschied. Wir würden ja am Sonntag gleich nach dem Frühstück abreisen und uns nicht mehr sehen. Über die Jahre hat sich eine so tolle Freundschaft entwickelt, wir wollen sie nicht mehr missen! Doch die Arbeitswelt rief uns wieder in die Realität zurück, und 470km Heimreise standen auch noch an.
Der letzte Blick zum Ankogelmassiv.
Sonntags gleich nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Heimweg und um knapp 15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Problemlos und ohne besondere Vorkommnisse. Ich durfte nur nicht an den anstehenden Montag denken, denn noch war die Welt in Ordnung …
Hier könnt Ihr Euch noch die dazugehörige Fotogalerie mit allen Aufnahmen ansehen: MALLNITZ 2019, die Zweite.
Endlich war es wieder einmal soweit: Urlaub! Nach Monaten des Schuftens, bei denen ich schon nahe an den Grenzen des persönlich Möglichen war, “durfte” ich mich nun 2 Wochen erholen. Gleich zu Beginn weg, es war ein traumhafter Urlaub, aber erholen konnte ich mich nicht wirklich. Zu leer sind die “Akkus”, und es wird nicht besser werden. Aber das ist eine andere Geschichte.
Heuer machten wir uns auf den Weg nach Obertilliach in Osttirol. Ein kleines verträumtes Dörfchen abseits der großen Touristenströme. Wir entschieden uns für das Hotel Andreas, und wir wurden mit unserer Wahl nicht enttäuscht. Gleich vorweg: Das Hotel war spitze! (Eine genauere Bewertung könnt Ihr im Laufe des Beitrags lesen)
Obertilliach in Osttirol
Die Anreise nach Obertilliach war ein wenig umständlich und dauerte fast 6 Stunden. Erstens wegen des enormen Verkehrsaufkommens auf der Tauernautobahn durch die deutschen Urlauber und der Sperre der Abfahrten zum Schutz der Orte entlang dieser Route, zweitens weil ich den Katschberg meiden wollte und heuer die Turracher Höhe fuhr und das schon ein Umweg war. Drittens kam dann noch die Sperre der Gailtalstraße hinzu, die wegen eines Hangrutsches nicht mehr passierbar ist und erst im Herbst des Jahres wieder repariert ist. So mussten wir einen Umweg über Lienz in Kauf nehmen, und auch da war eine Baustelle mit Ampelregelung. Trotzdem kamen wir relativ entspannt aber müde an. Auch unsere Hündin Nukka machte keine Probleme da wir Pausen für sie machten, und ich die Hundebox heuer mit 2 Lüftern ausgestattet habe, die die Box gut durchlüften ohne sie einem Luftzug auszusetzen. Somit hatte sie keine heiße Stauluft hinten, und das passte voll und ganz.
Am Ziel angekommen erfuhren wir zuerst, dass wir ein “Zimmerupgrade” bekommen haben, und das angeblich schönste Zimmer im Haus bekommen haben. Meine anfängliche Freude darüber wich aber schnell und ich war schon drum und dran wieder abzufahren. Das Zimmer selbst war ein Traum, keine Frage. Super ausgestattet, riesig und fast nagelneu. Aber ein Balkon der noch so groß war, eignet sich nicht für einen Hund der ungeniert in andere Zimmer marschieren konnte weil keine Abgrenzungen vorhanden, und eine Badewanne und Duschkabine mitten im Raum ohne Privatsphäre, das war nicht meins. Ich war echt enttäuscht, denn ich denke, sowas sollte man vorher bekannt geben, denn es ist nicht jedermans Sache, in der Auslage zu duschen. Doch wir erhielten ein Ersatzzimmer. Meine Stimmung besserte sich ein wenig, aber auch hier bestand die Badezimmertür aus Glas. Was soll sowas eigentlich? Ich denke, das sind Dinge, die man sehr wohl vor der Buchung erfahren sollte, und nicht erst wenn man ankommt. Wir entschieden und aber trotzdem zu bleiben, denn der Balkon war für Nukka ok, auch dieses Zimmer war groß und komfortabel, und ich wollte einfach nur mehr ausrasten und mich entspannen.
Unsere Nukka liebt das Wasser, auch wenns eiskalt ist
Wir machten nach dem Auspacken eine kleine Erkundungsrunde damit auch Nuk’ sich die Pfoten vertreten konnte, und wir stellten fest: Umgebung, Hotel, Wetter (entgegen der Vorhersage von 7 Tagen Regen!), alles passte. Am Abend gingen wir noch Abendessen da wir Halbpension gebucht hatten. Dabei fiel uns schon die absolute Freundlichkeit des Personals auf. Wirklich jeder war hier top in Ordnung! Die Qualität des Essens: 1A! Danach bekam noch unsere Kleine die im Zimmer brav wartete ihr Fressen, und dann fielen wir müde ins Bett und machten nicht mal Pläne für den nächsten Tag.
Tag 2 unseres Urlaubs begann mit einem absolut tollen Frühstück. Qualitativ ebenso gut wie das Abendessen, mit dem ersten Hotelfrühstückskaffee seit wir auf Urlaub fahren, den man trinken konnte! Bravo! Das Büffet selbst war mehr als ausreichend bestückt, frische Ware, schön angerichtet, für jeden war wirklich etwas dabei. Hut ab, und danke an das Küchenpersonal die sich richtig Mühe gaben. Nach dem Frühstück entschieden wir uns, das Dorfertal zu erkunden. Es liegt gleich vor Obertilliach, ist sogar mit dem Wagen befahrbar, und führt nach hinten zum Klapfsee und zur Porzehütte. Gleich als erste Wanderung eine 3-4 Stundentour zu machen, war uns zu heftig, also entschieden wir uns, mit dem Wagen zum Parkplatz beim Klapfsee zu fahren um dort zu starten. Tja, unkundig wie ich war, hab ich wohl eine Abzweigung falsch genommen, und irgendwann fuhr ich mit meinem Wagen dann auf Pfaden die eher für Yaks als für Autos gemacht waren. Als wir dann auch noch den Fluss durchqueren und über eine steile Almwiese hochfuhren wo die Steine am Unterboden kratzten, dachte ich mir schon irgendwie dass wir falsch waren. Als der Weg dann aber noch nach einer Kuppe die man nicht einsah über ein breites Holzbrett führte wusste ich, wir waren definitiv falsch. Scheint so, als wären wir im Expeditionsmodus angekommen. Das Zurückschieben auf die Kuppe und das anschließende Umdrehen auf der steilen Kuhweide war nicht ganz einfach, aber es klappte ohne Beschädigungen. Meine Frau trat mir zwar eine Delle in die Bodenplatte vom Mitbremsen, aber was solls. Erst als wir die Fahrtrichtung nach unten ausgerichtet hatten, sahen wir erst wie hoch und steil wir da raufgefahren waren. Vorsichtig ließ ich den Wagen wieder runterkriechen, sah dann die richtige Abzweigung, und nach dem kleinen Umweg kamen wir trotzdem noch an unserem ausgewählten Ziel an. Dem Klapfsee der nun wie ein Juwel direkt vor uns auf 1675m Höhe lag und sich die Porze darin spiegelte.
Der Klapfsee. Von hier aus gings hoch zur Porzehütte.
Von hier aus gings nun zu Fuß gut 1 Stunde hinauf zur Porzehütte. Wir hätten auch diese Strecke noch mit dem Wagen fahren können, da am Wochenende die Schranke der Zufahrtsstraße geöffnet ist, aber wir entschieden uns für einen gemütlichen Aufstieg zur auf 1942m Höhe gelegenen Porzehütte. Zwei Möglichkeiten gibts da hinauf: Über die Forststraße oder über einen Steig. Wir gingen die Forststraße, die zwar wieder die lästigen Mountainbiker anzog, aber nicht so steil wie der Steig waren. Bei herrlichem Wetter erreichten wir dann die Porzehütte, wo wir uns ausrasteten und auch das eine oder andere Schmankerl der Karte probierten. Was mich immer wieder wundert ist die Tatsache, dass die Preise in den Hütten günstiger waren als im Tal selbst, egal wo man unterwegs ist. Auch hier oben war die Qualität unbestritten gut, wir hatten nichts auszusetzen. Danach gings bei leichtem Regen wieder nach unten, und wir ließen im Hotel bei Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen. Auch Nukka durfte dabei sein, und sie zeigte wie gut sie sich benehmen konnte. Wir haben ein wirklich braves Mädl.
Tag 3 führte uns in den Naturpark 3 Zinnen nach Italien. Ursprünglich geplant hatte ich ja einen Tagesausflug direkt zu den 3 Zinnen, doch man riet mir dringend davon ab. Überlaufen, pralle Sonne (wegen dem Hund), und dann noch 30 Euro Mautgebühr um zur derzeit miesest bewerteten Hütte direkt vor den 3 Zinnen zu gelangen um aus Plastikbechern überteuerte Getränke zu schlürfen. Das wollten wir uns nicht antun, und so fuhren wir nach Sexten (Italien) um von der anderen Seite dieses Wahrzeichen zu bewundern. Unser Weg begann dann am Parkplatz Fischleinbodenhütte (kostenpflichtig, 1 Euro pro Stunde), wo wir nach hinten ins Fischleinbachtal bis zur Talschlusshütte wanderten. Nicht gerade wenig Touristen waren am Weg, aber positiv: Der Weg wurde getrennt geführt! Eine Seite für das “Fußvolk”, die andere für die Mountainbiker. So kam man sich nicht in die Quere. Finde ich eine super Idee!
Naturpark 3 Zinnen – Am Weg zur Talschlusshütte
In der Talschlusshütte genehmigten wir uns je einen Eiskaffee und Eisschokolade. Qualität wie bisher super, Preis voll ok! Wir waren überrascht davon, aber man sieht, es geht auch anders. Während wie im Speckgürtel von Wien ausgenommen werden wie die Weihnachtsgans mit vorgeheuchelter Qualität die keine ist, erfuhren wir hier in Ost- und Südtirol immer das Gegenteil: TOP Qualität zu TOP Preisen! Nach der Rastpause spazierten wir wieder gemütlich zum Wagen zurück, und führen ins Hotel nach Obertilliach wo ja wieder Kaffee und Kuchen wartete.
Tag 4 brach an, und heute sollte sich zeigen wie gut unser Mädel erzogen ist. Es stand nicht nur ihre erste Gondelfahrt an, sondern auch eine Gipfelbesteigung. Dabei würde sie zeigen, ob sie mit ihrer Kraft Herrchens Knie vaporisieren, oder ob es ein Spaß für ihn und sie werden würde. Doch zuerst mal die Gondelfahrt. Das die Kleine keine Metallroste überquerte und auch Weideroste hasste und nicht überstieg könnte nun zum Problem werden, dachte ich. Doch die relativ neue Gondelbahn auf den Golzentipp. Wir kauften also die Karten, die mit 14 Euro (Berg-/Talfahrt pro Person) nicht wirklich teuer waren – Hund übrigens frei – und begaben uns zur Einstiegsrampe. Zu meiner Überraschung war die Bahn total leise und die Gondeln bewegten sich auf einer Ebene zum Einstiegsplateau. Das erleichterte Nukka die Entscheidung doch in das unbekannte Teil einzusteigen. Unangenehm war es ihr dann nur, weil noch zwei Gleitschirmsportler mit zu uns einstiegen (Platz wäre ja sogar für 10 Personen gewesen), aber da wurde es unserer Nuk’ dann doch zu eng und sie war dann recht nervös bis in die Bergstation. Noch dazu, weil der Boden unter ihr optisch davonflog und sie das noch nie gesehen hatte. Muss ein blödes Gefühl für sie gewesen sein. Erleichtert stieg sie auch aus der Gondel aus und suchte sofort nach einem Ausgang ins Freie.
Das Gipfelkreuz am Golzentipp
Nun standen wir nahe der Conny-Alm, einem Berggasthof der sehr gut besucht war. Von hier aus, machten wir uns nun auf den mit einer Stunde angegebene Aufstieg um Golzentipp. Der Weg führte uns nun über die sogenannte “Kindermeile” am Speichersee auf der Laba (2154m) vorbei und weiter zum auf schon fast 2200m Höhe liegenden Jochsee. Auch ein kleines Juwel mit einer traumhaften Aussicht. Hier trennten sich dann unsere Wege. Frauchen blieb am See, während ich und Nukka sich auf den Weg zum Gipfelkreuz des Golzentipps machten.
Jochsee
Es wäre ja nicht meine Nukka, wenn der Eigensinn der Hündin nicht gerade jetzt durchkommen musste. Anstatt den offiziellen Wanderweg weiter zu gehen, musste meine Fellrussin den direkten Weg auswählen. Den Diretissimo zum Gipfel. Ich dachte mir nur mehr, ok, wenn Du das aushältst dann halt ich das auch aus, und wir machten uns auf den Weg. Ganz ohne Sauerstoff und Begleitmannschaft. *lach*
Unsere frischbegackene Gipfelsau: Nukka alias “Bergmurmel”
Einfach war der Aufstieg nicht, aber er brachte uns auch nicht an unsere Grenzen. Nukka war so derart brav an der Leine, dass ich sie fast nicht merkte. Das hieß aber auch, dass sie mich nicht den Berg hochzog und ich alleine klettern musste. Faules Stück! Und das nennt sich Schlittenhunde und Malamute! Nein, im Ernst: Mir ist das lieber, als eine Zugsau an der Leine, die es einem nach oben leicht, aber dann nach unten extrem schwer macht. Wie das Bergabmarschieren sein würde, wusste ich ja auch noch nicht zu diesem Zeitpunkt, aber ich war guter Dinge dass es klappen würde. Am Gipfel angekommen fanden wir nicht viel Platz für uns. Es war schon sehr eng da oben. Wir hatten nicht mal den Platz für ein schönes Selfie mit uns beiden vor dem Gipfelkreuz. Hier möchte ich noch eine Anmerkung loswerden: Leute, seids doch nicht immer so idiotisch in Eurem Selfiewahn! Man muss nicht auf ein Gipfelkreuz raufklettern um mehr Aufmerksamkeit in den Social-Medien zu bekommen! Ihr zerstört alles hirnlos ohne nachzudenken! Das muss wirklich nicht sein!
Nuk’ und ich am Ziel – Der Golzentipp
Nach ein paar Minuten, in denen ich das wertlose Treiben da oben beobachtet aber die Umgebung trotzdem genossen hatte, machten wir uns auf den Abstieg. Jetzt sollte sich zeigen, was in Nuk steckte. Und was glaubt ihr? Überraschung! Meine jetzt offizielle “Gipfelsau” entpuppte sich als braver als erwartet. Sie marschierte mit nur leicht gespannter Leine vor mir, wartete brav wenn der Zug stärker wurde, und ließ sich nicht von anderen Hunden aus der Ruhe bringen. Ein Traum! So macht Bergsteigen und wandern wirklich Spaß! Sie ist ab sofort meine Bergmurmel, die es wirklich drauf hat. Nukka ist eine so derart brave, freundliche und absolut jedem Mensch und Tier gegenüber nicht aggressive Hündin, dass es eine Freude ist sie immer dabei zu haben. Einzig die üblichen bekannten Probleme begleiteten uns: Schwarz/weiße Hunde mag sie nicht (Borderabneigungssyndrom weil diese Rasse sie speziell dauernd angegangen ist), Fußhupen meidet sie (das Keiffen schmerzt sie in den Ohren), und Radfahrer will sie runterholen (ja, auch da ist sie von einigen radfahrenden Idioten vorbelastet). Aber damit kann ich leben.
Conny-Alm
Der Abstieg ging gut voran, und wir kamen wohlbehalten wieder am Jochsee bei Frauchen an, die uns auch die ganze Zeit über beobachtet hatte. Zusammen machten wir uns dann auf den Abstieg zur Conny-Alm wo wir einkehrten, und uns (wieder einmal) kulinarisch verwöhnen ließen. Endlich bekam ich auch mal meine Lieblings-Hüttenspeise: Erbsensuppe mit Würstel! Traumhaft. Nachdem wir den Himmel mit gut 50-60 Gleitschirmfliegern beobachtet und uns ausgerastet hatten, traten wir wieder die Abfahrt mit der Gondelbahn an. Zuerst wollte ich ja den Berg mit Nukka zu Fuß absteigen, aber als ich die Anzahl an Moutainbikern beobachtete die sich da rücksichtlos an den Wanderern vorbei den Weg hinabstürzten, verging es mir. Nukka zögerte zwar diesmal beim Einsteigen, aber wir schafften es dann doch und kamen mit ihr problemlos unten an. Der Rest des Tages? Kaffee und Kuchen, Abendessen, Abendrunde mit Nukka, schlafen für den nächsten Tag.
Tag 5 unseres Urlaubs. Ein Besuch im Wildtierpark Assling stand am Plan. Natürlich mit unserer Nukka. Die Anfahrt war relativ einfach, doch aufgrund doch fehlender Beschriftungen haben wir den Eingang nicht gleich gefunden. Wir waren aber nicht die Einzigen denen es so erging. Ein Manko das behoben werden sollte. Hier am Gelände findet man neben dem Wildtierpark auch eine Sommerrodelbahn, das Gasthaus Bärenwirt, und eine kleine aber feine Souvenierstube in der auch die Kassa untergebracht war. Beimn Zahlen des Eintritts erfuhren wir auch gleich, dass der Zoo Schakale bei sich hatte, und man schon gespannt sei wie diese auf unsere Nukka regieren würden. Nun, wir hatten es dann schnell erfahren.
Schakale im Wildtierpark
Das Gelände selbst war gut angelegt, die Tiere gut zu sehen. Aber wie immer und überall gab es natürlich den einen oder anderen Idioten der meinte machen zu können was er wolle. Liebe Italiener: Wenn auf Tafeln (auch in italienisch) steht, ihr sollte den Weg nicht verlassen, dann ist damit nicht gemeint dass ihr zu jedem Tier hinlaufen müsst um es anzutatschen! Auch das Runterspucken auf die Tiere von den Beobachtungsplattformen, sowie das Freilaufenlassen Eurer Hunde ist ein absolutes NoGo! Was denkt Ihr Euch eigentlich dabei?? Als wir das Gehege mit den Schakalen erreichten bemerkte uns einer davon sofort. Gleich visierte er Nukka an und kam mit Volldampf und gefletschten Zähnen pfauchend angerannt. Dank eines Elektrozaunes schaffte er es aber nicht bis an sie heran. Nukka ließ das vollkommen kalt. Sie stand da, schaute dem Größenwahnsinnigen schwanzwedelnd zu, und dachte sich wahrscheinlich ihren Teil dabei. Ich meine, geschätzte 12kg gegen 40kg? Das würde für den keinen Pfaucher nicht gut ausgehen, aber Mut hatte er! Es gab aber noch viele andere Tiere zu sehen, und Nukka bestaunte sie alle. Nach der Runde beschlossen wir – ach wie sollte es anders sein – im Gasthaus Bärenwirt einzukehren. Fazit: Wie ohnehin nicht mehr anders gewohnt, super Qualität, top freundliche Bedienung, einwandfreie Preise.
Nach dem Tripp durch den Wildtierpark und dem super schmeckenden Waldbärenschmarrn den wir uns einverleibt hatten, fuhren wir wieder in Richtung Obertilliach, und besuchten noch das Vitalpinum in Assling. Musste man auch mal gesehen haben. Leider durfte Nukka nicht in den Schaugarten. Aus Hygienegründen wie man uns sagte. Dass die Kinder mancher Besucher auf die Wege spuckten war wohl weniger tragisch. Speziell da, wo man barfuss gehen konnte. Egal, manches muss man nicht verstehen. Frauchen hat sich die Sache angesehen, war begeistert davon, Nukka und ich saßen auf der Terrasse (auf die man uns freundlicherweise dann doch ließ) und rasteten uns einfach aus. Anschließend wurde da noch brav eingekauft. Da der Tag schon zu Neige ging, machten wir uns dann auch auf den Heimweg ins Hotel.
Das Vitalpinum
Tag 6 in Obertilliach. Heute entdeckten wir in den Prospekten zufällig die Umbalfälle in der Nähe des Großvenedigers. 87km Anfahrt und gut 1 1/2 Stunden später standen wir am Parkplatz Ströden. Von hier aus ging es zuerst mal zur Islitzeralm wo wir kurz einkehrten um was zu trinken. Dann begann der anstrengendere aber wirklich schöne Weg zu den Umbalfällen hinten im Tal. Ein landschaftliches Juwel, von dem wir vorher noch nie gehört hatten! Je weiter man nach hinten kam, desto anstrengender wurde es. Unzählige Treppen hatten wir zu überwinden. Nukka machte zwar brav mit, aber man sah ihr bereits eine gewisse Müdigkeit an. Die letzten Tage waren doch sehr erlebnisintensiv für sie, und nun kam sie an einem Punkt an, wo wie eher ihre Ruhe haben wollte als mit uns durch die Gegend zu latschen. Oben angekommen, oder zumindest so weit oben als man noch halbwegs aufrecht gehen konnte, konnten wir dann die Wasserfälle super sehen, und auch Murmeltiere in freier Natur beobachten. Nukka interessierte es nichts mehr. Sie wollte nur mehr zurück. Wir machten also kehrt, mussten durch eine Herde Kühe die sich links und rechts des Weges näherten durch (war problemlos mit unserer Hündin!), und kehrten dann nochmals in die Islitzeralm ein um – wie konnte es anders sein – was zu essen. Auch hier galt: Super freundlich, schnelle Bedienung, einwandfreie Qualität und vernünftige Preise! Nach einer angemessenen Rastpause stiegen wir weiter ab und marschierten zum Wagen zurück. Wir hatten ja auch noch eine lange Heimfahrt ins Hotel vor uns. Während der ganzen Fahrt merkten wir von unserer Hündin nichts mehr, sie lag zufrieden in ihrer Box hinten im Wagen und schlief.
Umbalfälle
Tag 7 führte uns zuerst ins Aguntum in der Nähe von Lienz. Das Aguntum war eine römische Siedlung, die unter Kaiser Claudius im 1. Jh. n. Chr. zur autonomen Stadt, zum „Municipium Claudium Aguntum“, erhoben wurde. Die Ruinen von Aguntum liegen in Osttirol (Österreich) etwa vier Kilometer östlich von Lienz in der Gemeinde Dölsach. Die Eingangshalle war schon beeidruckend als wir sie betraten. Der Empfang freundlich und herzlich. Wir bekamen alles gut erklärt, Nukka durfte auch mit, und wir sagen uns diese Ausgrabungsstätte an. Von der Aussichtsplattform hatte man auch einen tollen Überblick. Nach der Besichtigung hatten wir vor uns den Bauernmarkt in Lienz anzusehen, und entdeckten rein durch Zufall, dass zeitgleich auch ein Töpfermarkt stattfand. Wir haben uns natürlich beides angesehen. Auch dabei zeigte sich das ruhige Wesen unserer Nukka, die kein Problem mit dem Gedränge und den vielen Leuten oder anderen Hunden hatte. Sie ist schon unser braver Schatz, keine Frage. Nach den beiden Märkten blieben wir noch am Speichersee in Tassenbach stehen, und spazierten um ihn herum. Auch ein kleiner Geheimtipp wenn man die Ruhe sucht. Das war unser letzter Tag in Obertilliach. Morgen gehts ja schon weiter nach Kärnten zu meinem Lieblingsberg, dem Ankogel.
Aguntum
Tag 8, wir verabschiedeten uns nach einem wie immer guten Frühstück aus Obertilliach und machten uns gemütlich auf den Weg nach Mallnitz in Kärnten. Die Anfahrt von ca. 1 Stunde war ohnehin lächerlich. In Mallnitz wollten wir noch das Wochenende verbringen und Freunde von uns treffen. Diesmal quartierten wir uns im Haus Waldruhe bei Heidi ein. Wir freuten uns alle über das Wiedersehen, und beschlossen am nächsten Tag wieder unsere Stammstrecke zu bewandern. Nachdem die Raineralm, bei der wir immer gerne waren, neue Öffnungszeiten von nur mehr 11 bis 16 Uhr hatte, wollten wie den nach Jahren wieder eröffneten Alpengasthof Gutenbrunn ausprobieren und was essen gehen. Doch leider gabs nix mehr zu futtern. Der Wirt selbst, ein toller Bursche (freundlich und für jeden Spaß zu haben), aber den Lastern der Menschheit nicht abgeneigt schenkte uns aber Getränke aus und so blieben wir ein wenig bevor wir uns dann zur Badwirtin aufmachten, bei denen wir uns noch was Essbares erhofften. Und wir wurden nicht enttäuscht. Auch hier gabs qualitativ hochwertige Speisen zu einem total vernünftigem Preis und absoluter Freundlichkeit durch das Personal und sogar der Chefin selbst. Hut ab und Danke! Irgendwann fielen wir dann in die Betten, nachdem wir noch lange auf der Terrasse mit Heidi zusammensaßen und viel zu lachen hatten. Morgen erwartete uns ja Einiges, was wir unbedingt vorhatten.
Der Ankogel von Mallnitz aus gesehen
Der Tag 9 unseres Urlaubs begann mit einem super Frühstück im Cafe Donath in Mallnitz! Rosi hat sich wirklich alle Mühe gegeben, um uns einen echt tollen Tagesanfang zu zaubern! So viel Frühstück um den Preis den wir dann dafür bezahlten hatten wir noch nie. Da können sich einige ein Scheibchen davon abschneiden, was alles gehen könnte, wenn man nur will. Auch hier war die Qualität vom Feinsten. Es gab nichts aber auch nicht mal eine Kleinigkeit zu bemängeln. So startet man gut in einen Wandertag.
Da pennt noch wer und lässt sichs gut gehen
Anschließend machten wir uns dann auf und fuhren zur Talstation der Ankogelbahn wo wir unsere Autos parkten. Von hier aus spazierten wir dann am Stappitzer See vorbei, über den Naturlehrpfad durchs Seebachtal bis zur Schwussnerhütte die wir nun schon seit 2015 besuchen. Genau wir vorhergesagt, überraschte uns um 12 Uhr Mittags ein herrliches Gewitter, dass uns mit seinem begleitenden Regenguss bis auf die Haut durchtränkte. Uns drei machte es nichts aus, aber mit Nukka hatten wir leichte Probleme. Sie fürchtet sich bei Gewittern. Die letzte halbe Stunde zur Hütte waren dann nicht mehr so streßfrei wie sonst von ihr gewohnt (noch dazu wenn einem dann auch noch unangeleinte Hunde planlos entgegenkommen, nur weil schon wieder mal einige meinen, im Nationalpark braucht man nicht mal eine Leine mit!), aber wir schafften es, und sie verkroch sich gleich mal unter dem Tisch. Es klarte dann aber ohnehin auf, und so beruhigte sie sich wieder. Wir selbst, klatschnass, jausten mal was kräftiges, und unter der Mithilfe vom Hüttenwirt Sepp, kosteten wir die Schnapskarte auch gleich mal ordentlich durch. Ein Gläschen war besser als das andere. Auch der von mir mitgebrachte (und nur zum Kosten dem Wirt angebotetes Pröbchen) des Bergheuschnapses kam gut an. Diesen hatte ich ja als Gratisfüllung beim Kauf meines Flachmanns in Amstetten bei der Firma Autbäck bekommen (übrigens danke die tolle Beratung für meine Lowa, die echt super sind!), wollte auch brav die Gipfelfotos damit machen, schaffte es aber leider nie obwohl ich ihn immer mitgeschleppt hatte. Irgendwann stellten wir fest, dass es gerade nicht regnete und uns die Zeit davonlief. Also brachen wir wieder auf und machten uns auf den Retourweg. Bevor wir aber in die Autos stiegen machten wir noch einen Abstecher in die Alpenrose bei Christine. Wir waren erst einmal vor Jahren mal da und ziemlich enttäuscht weil das damalige Personal alles andere als freundlich war. Doch diesmal hatten wir das Vergnügen mit der Chefin selbst und ihren hochprozentigen Kostproben. Und schon schaute die Welt ganz anders aus … *lach* – Auch der heutige Tag war echt super. Was haben wir gelacht. Und genauso ließen wir ihn auch abends, nachdem wir wieder bei der Badwirtin essen waren, ausklingen.
Der Stappitzersee
Tag 10, der Heimreisetag. Eigentlich wollten wir ja gar nicht nach Hause. Es war so schön heuer. Aber alles Schöne hat auch mal ein Ende, und so trafen wir uns alle nochmals auf ein Wahnsinnsfrühstück bei Rosi im Cafe Donath, und machten uns schwermütig gegen Mittag dann auf den Heimweg. Unser Dank für das echt tolle Wochenende gilt nochmals Heidi die wir mittlerweile nicht mehr als Freundin der Familie missen wollen, sowie allen Mallnitzern und Mallnitzerinnen mit ihren tollen Betrieben, die sich wirklich um ihre Gäste kümmern! Es war echt super bei Euch! Danke an Euch alle, wir kommen sicher wieder.
Müssen Hunde mit jedem Hund “sozialisiert” sein? Quelle: Facebook, Dognews – Die Seite
Hundehalter bekommen oft, wenn sie für ihren Hund Kontakt mit fremden Hunden ablehnen, zu hören, dass ihr Hund “schlecht sozialisiert” wäre.
Es fallen dann Sätze wie: “Ach ist er unverträglich”? oder “Was haben Sie für einen aggressiven Hund”? Diese Sätze werden dann von tiefsinnigen, vielsagenden und immer vorwurfsvollen Blicken begleitet.
Solche Sätze sind gemein, denn sie sollen dem Gegenüber suggerieren, in der Erziehung des eigenen Hundes versagt zu haben. Das erzeugte Gefühl: man erfüllt nicht die Erwartung einen uneingeschränkt und in jeder Situation freundlichen Hund zu haben.
Manche Hundehalter fühlen sich dadurch so unter Druck gesetzt, dass sie lieber lügen. Sie schummeln dann indem sie sagen ihr Hund hätte Flöhe oder eine schlimme ansteckende Krankheit. Andere Hundehalter stürmen Hundeschulen in der Hoffnung einen mit jedem Hund verträglichen Hund zu bekommen. Durch diese Forderung nach dem ultimativ verträglichen Hund unterliegen sie anscheinend dem Druck, ihren Hund zwanghaft dahin erziehen zu müssen, dass er sich sofort freundlich und spielbereit gegenüber jeden anderen Hund verhalten und aggressives Verhalten anderer Hunde einfach ignorieren soll.
Das allgemeine “Totschlagargument” bei der Forderung zum “ich spiele mit allen Hund” ist, dass der Hund doch ein Rudeltier sei.
DAS STIMMT NICHT
Hunde sind zwar Rudeltiere aber auf Hundewiesen trifft sich kein “Rudel”, sondern fremde Hunde. Sind es mehrere Hunde die sich kennen, spricht man von einer Meute, nur bei Hunden die aus einem Familienverband stammen ist der Begriff “Rudel” zulässig.
Wenn das Gegenüber mit diesem Argument kommt, dann empfiehlt sich ein mitleidiger, vielsagender, tiefer Blick und die kurze Anmerkung: “Sie verstehen aber nicht viel von Hunden”?
MENSCHEN DIE MEINEN JEDER HUND “SPIELT” MIT ANDEREN HUNDEN HABEN UNRECHT
Hunde wissen nichts um die menschliche Definition von Sozialverträglichkeit. Sie sehen auch keinen Sinn dahinter mit fremden Hunden “spielen” zu müssen. Ganz unter uns – ist das bei Menschen anders? Welcher Mensch mag schon jedem anderen Menschen etwas zu tun haben? Hier haben wir also einen höheren moralischen Anspruch an unsere Hunde als an uns selbst. Unsere Hunde sollen das tun, was wir selbst niemals tun würden – mit jedem fremden Menschen, ganz ohne Kennenlernphase gut Freund sein.
HUNDEBEGEGNUNGEN BRAUCHEN MANAGEMENT
Ein Hundehalter, der darauf hofft, dass der eigene Hund ohne jegliches Management und Führung durch seinen Menschen immer freundlich bleibt, nie in einen Konflikt gerät und uneingeschränkt hundespielwiesentauglich ist, hat eine realitätsfremde Erwartungshaltung an seinen Hund. Ausgeprägt ist dieses Verhalten meist bei Einzelhundehaltern. Sie meinen es gut aber die Folgen sind fatal.
Hundebegegnungen sind nur dann eine Bereicherung wenn die Vierbeiner Zeit haben einander kennen zu lernen und auch entscheiden dürfen welchen Hund sie mögen und welchen nicht.
Bevor man sich in Hundebegegnungen stürzt sollte man 2 Dinge tun: Ein sicheres Abbruchkommando trainieren und sich einen realistischen Blick für die Bedürfnisse und Vorlieben des eigenen Hund aneignen.
DER TUTNIX
Wenn ein Hund in Lauerhaltung flach am Boden liegt und einen anderen Hund fixiert, dann ist das keine Spielaufforderung. Wenn ein Vierbeiner wie ein D-Zug in eine Gruppe von Hunden kracht ist das keine freundliche Handlung und jeder vernünftige Hund wird das umgehend sanktionieren. Wenn ein Rüde eine Hündin bedrängt, ist das nicht “lieb” und jede anständige Hundedame wird dem Hundemann zeigen wo der Bartl den Most holt.
Hundehalter die ihre Hunde so agieren lassen sind ausgesprochen unbeliebt. Sie zeigen, dass ihr Hundewissen bei Null liegt und sie gefährden andere Hunde, möglicherweise auch fremde Menschen. Es soll schon Schlägereien deswegen gegeben haben, nicht zwischen den Hunden sondern zwischen Zweibeinern.
Dem Tutnix tut es ebenfalls selten gut. Entweder wird er von einem größeren Hund verhauen oder er macht eine unliebsame Begegnung mit einem Zweibeiner der seinen Hund beschützen will. In jedem Fall wird es eine unerfreuliche Erfahrung sein, die das Verhalten des Hundes negativ prägen kann.
SOZIALVERTRÄGLICHKEIT
Sozialverträgliche Hunde nähern sich langsam und respektvoll, sie laufen Bögen, sie geben anderen Hunden Raum und ziehen sich zurück wenn sie merken, dass der andere Vierbeiner keinen Kontakt wünscht.
Sie sind weder aufdringlich noch überdreht. Wer solches Verhalten seines Hundes zulässt, ist auch als Hundebesitzer alles andere als „sozialverträglich“. Die Sozialverträglichkeit des eigenen Hundes beginnt beim Besitzer und zwar mit der Einstellung niemanden belästigen zu wollen, sie bedeutet Neutralität des Hundes gegenüber seiner Umwelt und sie bedeutet Kommunikation unter Hundehaltern.
VERTRÄGLICHKEIT KANN MAN NICHT ANERZIEHEN
Man kann die Einstellung seines Hundes zu anderen Hunden nicht mit Erziehung verändern. Man kann ihm nicht anerziehen jeden fremden Hund zu mögen. Man kann niemals Charakter durch Ausbildung verändern.
Was man kann, das ist einen Hund zum Gehorsam zu erziehen, so dass man Hundebegegnungen moderieren und eventuell auch abbrechen oder ganz vermeiden kann.
Ein sozialverträglicher Hund ist ein Hund der Konflikten aus dem Weg geht, sie vermeiden kann. Keinesfalls aber ein Hund der mit allen anderen Hunden Kontakt sucht.
Auch ein Hund hat das Recht andere Hunde nicht zu mögen. Er hat das Recht auf seine Individualdistanz. Das macht ihn nicht zu einem “schlechten Hund”, ganz im Gegenteil.
ALLE HUNDE SPIELEN
Das ist ein menschliches Konzept, eine Vorstellung die vorwiegend bei wenig hundeerfahrenen Menschen zu finden ist. Hunde “spielen” selten, meist “trainieren” sie. Wenn eine Meute einen kleinen Hund hetzt, dann ist das nicht ein Fitlauf sondern Jagdverhalten. Was Hunde gerne tun ist, dass sie mit anderen Hunden kooperieren, das impliziert aber dass der Mensch dabei mitmacht. Hundehalter die tief in ihrem mobilen Telefon versunken sind oder tratschen, die sind keine Kooperationspartner sondern Menschen die ihren Hund “abgeben”, ihn sich selbst überlassen. Wenn es dann kracht, dann fallen diese Menschen aus allen Wolken und machen meist alle anderen aber nie sich selbst dafür verantwortlich.
BEDINGUNGSLOSE SOZIALVERTRÄGLICHKEIT?
Die gibt es nicht, weder bei Tier noch bei Mensch, jedes Lebewesen sucht sich seine Sozialpartner aus, außer es wird per Zwang vergesellschaftet. Ein erzwungener sozialer Umgang birgt allerdings immer Konfliktpotential.
Hundehalter, deren Hund ab und an andere Hunde schon einmal anknurrt, haben einen völlig “normalen” Vierbeiner.
GESELLSCHAFTLICHER DRUCK
Auch die Hundehaltung unterliegt “Trends”, was vor 30 Jahren noch normal war ist heute teilweise verpönt oder vergessen. Es ist zwar nicht alles gut an der “guten alten Zeit” aber manche Dingen waren vernünftig. Damals hätte niemand einen “bedingungslos sozialen Hund” gefordert, man respektierte, dass Hunde Vorlieben und Abneigungen haben, was Artgenossen anbelangt. Das hat sich radikal verändert.
Der Hund des 21.Jahrhunderts soll mit allem und jedem verträglich sein, ganz besonders mit anderen Hunden. Der perfekte Vierbeiner erzieht sich selbst, beschäftigt sich alleine und tobt freundlich und ausgelassen auf grünen Wiesen. Das ist der Wunsch, die Realität hält da nicht mit, denn Hunde wissen nicht, dass sich der Anspruch an den perfekten Vierbeiner geändert hat.
Die Schere zwischen Erwartungshaltung und Realität klafft weit auseinander. Wir verlangen von Hunden etwas, das wir selbst nicht zu geben bereit sind. Kein Mensch ist 100% verträglich, Zweibeiner beißen zwar selten aber sie führen virtuell und real ziemlich viele Auseinandersetzungen.
“DER IST JA UNVERTRÄGLICH”
Diese Formel und ihre Abwandlungen bekommen Hundehalter zu hören wenn ihr Hund seine Vorlieben und Aversionen gesund und munter auslebt. Man suggeriert Ihnen “versagt” zu haben, weil ihr Hund nicht “lieb” ist. Dabei handelt ihr Wuffi, aus hundlicher Sicht jedenfalls, völlig normal.
LESEN IST DAS ZAUBERWORT
Viele Menschen haben eine “Leseschwäche” wenn es um Hunde geht. Sie können die Signale die ihr Vierbeiner aussendet nicht richtig interpretieren. Die Ohrenstellung, die Rute, die Körperspannung, auch die Mimik eines Hundes sagen sehr klar wie er sich fühlt und welche Absichten er hat. Hat der Hund aber einen kynologischen Analphabeten an der Leine, dann kann er kommunizieren soviel er will, es kommt nicht an.
Menschen die ihre Hunde nicht lesen können gehören zu der Gruppe von Hundehaltern die, dann wenn der Hund bereits gehandelt hat, sagen: “das hat er noch nie gemacht”.
EIN ABBRUCHKOMMANDO IST GOLD WERT
Menschen machen Fehler, das ist schon seit der Geschichte mit dem Apfel so. Fehler müssen keine schlimmen Folgen haben, nicht wenn man sie noch korrigieren kann. Ein Abbruchkommando ist so ein Korrektiv. Wenn man alles übersehen hat, es reicht um seinen Vierbeiner zu stoppen bevor ein fataler Fehler Gestalt annimmt und letztlich auch passiert wenn man den Hund nicht noch im letzten Moment “in den Griff” bekommt.
ES KÖNNTE SO EINFACH SEIN
In einer optimalen Welt könnten alle Hundehalter ihre Vierbeiner lesen und würden vorausschauend reagieren. Es gäbe keine unfreiwilligen Piercings, keine Leinenaggression, keine gehetzten Kleinhunde, keine Auseinandersetzungen auf Hundewiesen, keine Jogger mit zerfetzten Hosenboden oder empörte Eltern. Es wäre ein paradiesischer Zustand.
JEDER HUND HAT SEINEN CHARAKTER
So wie jeder Mensch einzigartig und auf seine Art und Weise liebenswert ist, so ist das auch der Hund. Kein Hund ist gleich und Charakter kann man nicht anerziehen, der ist da und man muss lernen damit umzugehen. Wir sollten das eigentlich wissen, auch einen menschlichen Partner kann man nicht “umerziehen”, der Versuch das zu tun endet oft in einer Trennung oder beim Therapeuten.
Man sagt: “jeder Mensch bekommt den Hund den er verdient”, das mag so sein und man lernt damit zu leben. Je mehr man über Vierbeiner weiß umso einfacher gestaltet sich das Zusammenleben. Hunde sind gute Lehrmeister und wenn das nicht ausreicht, dann gibt es noch den verständnisvollen Hundetrainer.
Je realistischer das Bild des eigenen Hundes ist umso besser kommt man mit ihm zurecht.
Natürlich ist der eigene Hund der Beste aber man sollte davon ausgehen, jeder andere Hundehalter sieht das ganz genauso. Erbitterte Auseinandersetzungen haben ihre Wurzel oft in diesem Umstand.
EIN HUND DARF EINEN ANDEREN HUND MAßREGELN
Oft ist es aus hundlicher Sicht völlig angebracht einen Artgenossen zu verweisen, ihn vielleicht sogar in den Boden zu stopfen oder wenigstens herzhaft anzuknurren.
Wenn sich ein Hund flach wie eine Flunder auf den Boden legt und einen anderen Hund fixiert ist das hochgradig unhöflich und kann sogar als Bedrohung wahrgenommen werden. Wenn ein größerer Hund einen kleineren Hund über die Wiese hetzt, dann handelt es sich nicht immer um ein fröhliches Laufspiel, es kann Jagdverhalten sein. Wenn ein Rüde eine Hündin bedrängt, dann ist das auch unter Hunden ein ungebührliches Verhalten das jede vernünftige Hündin sanktionieren wird. Man soll nie zu sehr vermenschlichen aber wie würden wir einen Mitmenschen empfinden der uns fixiert, verfolgt oder bedrängt? Wir würden vermutlich reagieren, entsprechend unseres Charakters, defensiv oder offensiv. Das tun Hunde auch.
WER FORDERT EIGENTLICH DEN SOZIALVERTRÄGLICHEN HUND?
Da unterstellen wir nun: Meist sind das Menschen die nur einen Hund führen oder Menschen die sehr wenig über Hunde wissen und ihren Hund nicht kontrollieren können.
Ein Mensch der seinen Hund nicht abrufen kann aber trotzdem auf die Leine verzichtet, der ist darauf angewiesen dass alle anderen Hunde Pazifisten sind oder sich aus anderen Gründen seinem Hund unterordnen. Diese Art von Zweibeiner verwendet gerne das Argument vom “sozialverträglichen Hund”. Um seine eigenen Defizite nicht zugeben zu müssen suggeriert er dem Gegenüber dass sein Hund “unerzogen” sei, wenn dieser den heranbrausenden “Tutnix” maßregelt. Oft funktioniert diese Suggestion, es ist anscheinend eine Art Urangst einen “unverträglichen Hund” zu haben.
Leider liegt diese Wunschvorstellung der “ultimativen Sozialverträglichkeit” im Trend.
Wenn man die Hundegesetzgebung genauer unter die Lupe nimmt, dann sind die Sanktionen für Hunde die “Löcher” verursachen streng. Wenn es nach den Gesetzgebern geht, dann müssten alle Hunde beste Freunde sein, beißen dürfen sie jedenfalls nicht, tun sie das, gelten sie als “gefährliche Hunde”.
Hundeschulen werben ebenfalls gerne damit, dass man jeden Hund zum “Sonnenschein”, zum allseits verträglichen Hund, erziehen kann. Unser Tipp wäre: meiden Sie solche Hundeschulen.
LIEBEN SIE IHREN HUND SO WIE ER IST UND FÜHREN SIE IHN ENTSPRECHEND
Die wenigsten Hunde sind Fans von großen Hunderunden und unmoderierten Begegnungen. Für einen Hund ist sein Zweibeiner die wichtigste Bezugsperson, Vierbeiner sind Teamplayer also seien Sie ein Team mit ihren Hund. Er wird es Ihnen danken.
Manche Leinenaggression verschwindet wie von Zauberhand wenn Hund und Mensch Begegnungen als Team erleben. Beachten sie die feinen Signale mit denen der Hund andeutet, dass er einen herannahenden Hund nicht toll findet. Geben Sie ihm das Gefühl, dass er nicht alleine ist. Bringen Sie sich ein in die Hundebegegnung und zwingen sie ihn nicht nahe am “Gegner” vorbei zu gehen oder ihm gar zu begegnen. Haben sie einen eher offensiven Hund der sich durch Sie bestärkt fühlt und daher herzhaft pöbelt, dann signalisieren Sie ihrem Vierbeiner dass Sie alles im Griff haben und er Pause hat.
Sollten Sie aufgrund von unerfreulichen Begegnungen schon etwas genervt oder unsicher geworden sein. Kein Meister fällt vom Himmel. Ihr Hund ist nicht böse und Sie sind nicht unfähig. Machen sie es einfach bei jeder Begegnung ein bisschen besser und freuen Sie sich über kleine Erfolge.
AN DIE MEHRHUNDEHALTER
Hat man selbst ein kleines Rudel oder eine Meute oder auch einfach zwei Hunde, die ein eingespieltes Team sind, dann darf man Distanz einfordern. Jeder Mensch und jedes Tier hat das Recht nicht bedrängt oder belästigt zu werden.
Es ist völlig normal dass man sich vor einem Hundekontakt abspricht und es ist vollkommen legitim einen Kontakt abzulehnen. Es ist nicht ihr Problem wenn das Gegenüber wenig Verständnis zeigt oder etwas verschnupft ist. Sie sind im Recht, Sie dürfen auch mal “Nein” sagen.
ZU GUTER LETZT: SOUVERÄNITÄT
Ein souveräner Hund ist selten ein “Sunnyboy”, es sind eher zurückhaltende Hunde, die menschlich betrachtet, “neutral” wirken. Diese Hunde kommunizieren ihrem Gegenüber ganz genau was sie erlauben und was nicht. Sie handeln angemessen mit wohldossierter Aggression. Sie verhalten sich höflich, sie sind nicht aufdringlich. Meistens sind das Hunde die sich auf ihren Menschen verlassen können.
Es ist bei Menschen nicht unähnlich. Menschen die lautstark streiten, unhöflich sind oder distanzlos, das sind meist unsichere Zeitgenossen. Souveräne Menschen gehen auf Provokationen nicht ein, sie tun nur das Nötige um ihr Recht und ihre Distanz zu wahren.
FAZIT
Also Kopf hoch – den “ultimativ sozialverträglichen Hund” gibt es nicht aber es gibt viele unterschiedliche Hunde die alle ihre liebenswerten Seiten haben und Eigenheiten die ihre Hundehalter in den Wahnsinn treiben. Jeder Hund ist eine ganz eigene Mischung und verdient es geliebt zu werden.
Auf Facebook gefunden, gelesen und für sehr gut befunden! Sollten sich vielleicht die ganzen Pfosten hier bei uns mal durchlesen, und ihre Viecher endlich mal an die Leine nehmen oder wirksam abrufen und absitzen lassen, wenn man sich begegnet! Zumindest fragt man vorher mal höflich, ob ein Hundekontakt überhaupt erwünscht ist! Und zur Anmerkung: Ein Nein ist und bleibt ein Nein, ohne Wenn und Aber.
Ich habe diesen Artikel angefangen Korrektur zu lesen und auch auszubessern, aber ich wäre wahrscheinlich nicht damit fertig geworden, also belasse ich ihn, wie kopiert.
Lange war ein Wochenendurlaub geplant, kurzfristig hatten wir wegen der Wetterlage gebucht, aber trotzdem war die Vorhersage dann innerhalb von wenigen Tagen grottenschlecht. Trotzdem ließen wir uns nicht von unserem Vorhaben abbringen. Zu Groß war schon die Freude auf die Erholung vom Alltagsstress, der mir in den letzten Monaten schon ziemlich zugesetzt hatte.
Am Freitag den 26. April war es dann so weit. Wir luden unser Gepäck und unsere schon seit dem Vortag ungeduldig herumtollende Nukka in den Wagen, und machten uns auf die 280km lange Strecke nach Oberösterreich auf. Zuvor wollten wir aber noch zum Almsee im Almtal, der fast auf der Strecke lag. Ein Abstecher zu einem Geheimtip sozusagen.
Trotz Freitag war die Autobahn A1 halbwegs vernünftig befahrbar und wir kamen gut voran. Eine kleine Rastpause für unsere Hündin legten wir natürlich auch ein. Die Raststelle Lindach musste dafür herhalten. Nicht gerade gut geeignet aber eine kleine Wiese hat sich dann doch gefunden damit unsere Kleine ihr Geschäft erledigen und sich die Pfoten vertreten konnte.
Pause für Nuk’ bei Lindach
Weiter gings dann über Sattledt, Ried im Traunkreis, Grünau im Almtal am “Deutschen Haus” vorbei bis zum Almsee direkt am “Seehaus Geishüttner”, wo es auch einen großen Parkplatz gibt. Von hier aus machten wir uns dann auf den Weg rund um den See entgegen dem Uhrzeigersinn. Rundweg Almsee lautet die Beschilderung. Der Weg ist super angelegt und wir waren fast alleine unterwegs. Einfach klasse und vollkommene Ruhe. Die wenigen Wanderer die uns entgegenkamen sind nicht einmal erwähnenswert, abgesehen von jenen Uneinsichtigen die auch hier wieder mit leinenlosen Hunden unterwegs waren und nicht einmal genug Anstand hatten ihre Hunde abzurufen, sondern nur mit einem dämlichen Grinsen an uns vorbeitrotteten. Überall das gleiche Spiel in Österreich.
Der Parkplatz beim Almsee.
Nukka nutze die Gunst der Stunde und schmiss sich bei der erstbesten Gelegenheit ins eiskalte Wasser und schwamm eine Runde. Typisch Russin! Null Kälte- oder Schmerzempfinden. Ich bewundere diese Härte der Malamutes. Die knapp 6,8km lange Runde um den See sollte dann fast doppelt so lange dauern als üblich, weil unsere Wasserratte nur mehr im Wasser sein wollte. Jede Stelle wurde ausgenutzt um ans und ins Wasser zu gelangen. Ich denke, sie sollte mal ein Fisch werden, kein Hund. So kamen wir dann an den Parkplatz Seeklause am anderen Ende des Almsees, wo wir wieder so eine Freiläuferbegegnung hatten die keiner braucht, und spazierten dann auf der anderen Seeseite wieder gemächlich zum Ausgangspunkt retour. Der Rückweg war dann nicht ganz so schön, weil der Weg parallel und knapp neben der Landstraße verlief, und ein Stück sogar direkt auf dieser gegangen werden musste. Zum Glück war nicht viel los auf der Straße, und so schafften wir es ohne Probleme zum “Deutschen Haus” das vorerst geschlossen aussah, aber bei näherer Betrachtung dann zwar geöffnet gewesen ist, aber dunkel und einen nicht wirklich einladenden Eindruck machte. Wir gingen weiter zum “Seehaus”.
Nukka die Wasserratte
Im “Seehaus” kehrten wir dann ein. Die Begrüßung war freundlich, die Bestellung von uns wurde aufgenommen, das Chaos nahm seinen Lauf. Zuerst passierte mal lange nichts, dann kam die Suppe, irgendwann dann die Getränke, und nach weiterer langer Wartezeit endlich das Kalbswiener, auf das wir uns freuten. Leider war meines mehr als durchzogen, und rechtfertigte den Preis nicht. Aber egal. Immerhin 70 Euro legten wir dann für alles zusammen ab. Eine Vanille-Eiskugel für Nukka inklusive. Den Aufenthalt haben wir trotzdem genossen, denn wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sonne kam raus, es wurde echt warm, und die Gegend war einfach super. Danach machten wir uns auf den Weg nach Ebensee.
Gut eine Stunde und 40 Minuten brauchten wir auf der Strecke Almsee, Mühldorf, Gmunden, Altmünster und Traunkirchen bis nach Ebensee. Wir hatten unser Kommen schon telefonisch angekündigt, und so wurden wir in der Pension Sybille von unserer Gastgeberin schon erwartet und freundlichst begrüsst. Da wir bei der Reservierung die Hündin nicht angegeben hatten, weil Hunde OHNE Zusatzkosten wohnen durften (Einfach super!) war die Inhaberin so frei, und gab uns sogar anstelle des ursprünglich für uns geplanten Zimmers ein größeres, damit wir mehr Platz hatten. Ich finde das einfach genial und auf alle Fälle lobend erwähnenswert! Da wir nur Nächtigung mit Frühstück gebucht hatten, fuhren wir nach dem Einchecken noch nach Ebensee ins Zentrum um ein wenig einzukaufen.
Nukka, entspannt am Balkon der Pension Sybille
Nach einer durchschlafenen Nacht gings am nächsten Morgen zuerst Mal mit Nukka raus. Ich habe unsere Gastgeberin am Vortag noch gefragt wo es am Besten wäre, mit der Hündin “Gassi” zu gehen, dürfte aber was falsch verstanden haben, und so bog ich in einen Wiesenweg auf eine Wiese ab, von wo aus man schön hinunter nach Ebensee blicken konnte. Nukka sah dann unten eine kleine Herde Kühe, setzte sich hin und beobachtete faszinierend die Tiere. Im gleichen Moment schrie von unten ein Bauer zu uns hoch. “Schleich di!” … “he, schleich di!” klang es plötzlich mehrmals durch die Morgenstille. Nun, offensichtlich waren wir auf seine Weide geraten, aber mich so anzuschreien, da merkt man wohl die Intelligenz dieses Kuhbauern. Erstens ging ich auf einem Weg der wie bei uns einem Wiesenweg ähnelte. Es war kein Zaun, es gab kein Schild! Also woher sollte ich wissen, dass wir auf dessen Weide standen?? Nukka hatte auch weder gepiselt noch einen Haufen gemacht, also was solls? Egal, wir drehten um, und gingen weiter ion Richtung Wald, wo wir dann einen Weg in diesen fanden. War dann eine schöne Runde am Morgen, die wir hier machen konnten.
Immer wo raufklettern. Das ist unsere Nuk’.
Dann gings ab zum Frühstück. Es gab kein Buffet, aber auf unserem Tisch fand sich alles was man sich zum Frühstück erwartete, frisch und ausreichend. Einfach toll. Unsere Gastgeberin gesellte sich am Nebentisch zu uns, und wir plauderten allesamt über alle möglichen Themen. Ja, so macht man gerne Urlaub.
Das Wetter für heute war laut Vorhersagen nicht gerade einladend, und es tröpfelte auch schon leicht. Trotzdem wollten wir zu den Langbathseen, was wir auch machten. Direkt am See gibts einen großen Parkplatz, von dem aus wir unsere Wanderrunde starteten. Es war nicht einfach, Nukka vom See fernzuhalten, aber vorne am Strandbad durften Hunde nicht hinein. Auch wenn es noch nicht geöffnet hatte, es gab Schilder, und wir hielten uns auch daran. Ist ja nicht so schwer, Regeln einzuhalten. Auch wenn es 80% der Hundehalter nicht schaffen weil die Ignoranz leider weit verbreitet ist. Am (leider trotz Schild “ganzjährig geöffnet” geschlossenen Langbathseestüberl) vorbei, machten wir uns auf den Spaziergang zum hinteren Langbathsee auf den wir auch umrunden wollten. Der Regen hielt sich in Grenzen, und so machte es trotzdem Spaß. Auch hier waren wir fast alleine und begeneten nur 4 Wanderern, aber wieder einigen Vollpfosten mit unkontrollierten leinenlosen Hunden die auch wieder nicht abgerufen wurden. Doch die Fußhupen wagten sich diesmal ohnehin nicht zu Nukka heran, währe ihnen auch nicht gut bekommen. Dann kamen wir am hinteren Langbathsee an, und der Regen wurde stärker. Die Umrundung konnten wir dann ohnehin nicht machen, weil der Weg aus Sicherheitsgründen gesperrt war, was andere nicht davon abhielt trotzdem da durch zu latschen. Ist ja egal, wenn was passiert dann gibts ja eh die durch die Allgemeinheit bezahlte Bergrettung, nicht? Unverständliches Verhalten …
Hinterer Langbathsee
Wir kehrten also um, und gingen auf der anderen Uferseite wieder zum Parkplatz retour. Natürlich nicht, bevor Nukka ausgiebig im hinteren Langbathsee baden konnte. Sie ist einfach eine Wasserratte! Ich hab nicht auf die Uhr gesehen, und so kann ich gar nicht sagen, wie lange wir für diese Runde brauchten. Es ist aber auch egal, es war schön und erholsam. Da der Tag noch lange nicht vorbei war, überlegten wir, was wir noch machen könnten, und entschieden uns, noch zum Offensee zu fahren. Der lag nicht weit entfernt, und wir starteten los. Dort wollten wir auf der “Jausenstation Seeau am Offensee” was essen gehen. Tja, es war uns dann nicht vergönnt. Nun schüttete es, und die Zufahrt zur Jausenstation war von beiden Seiten des Sees her nicht möglich. Und im Schüttregen wandern wollten wir nun nicht wirklich. Also fuhren wir weiter nach Bad Ischl wo wir im “Gasthaus Zum Bären” einkehrten. Leider wurden wir hier enttäuscht. Freundlich empfangen wurden wir, keine Frage, aber die Speisen selbst waren nicht das Gelbe vom Ei. Ich freute mich auf einen Lachs auf Rahmnudeln, bekommen hatte ich eine vor Gräten strotzende Lachsforelle auf Nudelpampe mit Kräutern drin. Und der Fisch war schon fast kalt. Auch was meine Frau bekam war nicht wirklich einladend am Teller. Aber wie erwähnt, freundlich waren sie da, und auch preislich wurden wir nicht über den Tisch gezogen. Wenigstens was.
Anschließend fuhren wir wieder zurück nach Ebensee, und sahen uns dann noch den Rindbach Wasserfall an. Nukka war ja vom vorigen Sommer schon Klammgeübt, also hatte sie kein Problem mit den Holzsteigen da. Bis wir am Wasserfall ankamen klappte es einwandfrei. Dann führte der Weg weiter nach oben, und wir kamen auf eine Treppe aus Gitterrosten an. Diese wollte unsere Hardcore-Hündin partout nicht nehmen, und kletterte beinhart daneben die Felswand hoch! Leider hatte ich keine Hand frei um davon ein Foto zu machen, der Anblick war genial, wie sie da im oberen Drittel dann mit gespreizten Pfoten hing und doof schaute weil sie nicht weiter wusste. Nach unten konnte sie nicht mehr, nach oben fehlte ihr der Plan. Also musste Herrli einschreiten und helfen. Ich beeilte mich die Treppe hoch, und sicherte sie mit der Leine damit sie nicht nach unten stürzen konnte, dann zog ich sie langsam mit Leine und Geschirr die restliche Wand hoch. Sie verstand sofort was ich vorhatte, und kletterte das restliche Stück vorsichtig hoch. Geschafft! Als Dank gabs viele nasse Hundeküsse. Von hier aus, ging der Weg dann nur mehr auf Waldboden weiter, steil, aber ohne Gitter und ähnlichem. Frauli machte schlapp und drehte wieder um, Nukka und ich arbeiteten uns bis nach oben weiter vor. Von hier aus gingen wir dann den Forstweg wieder hinunter. Eine Traumaussicht entschädigte für den Aufstieg. An der kleinen Brücke unten am Rindbach trafen wir uns wieder und gingen dann gemeinsam zum Wagen zurück. Der zweite Tag war fast vorrüber, und wir kehrten in die Pension zurück. Auch den Wasserfall konnten wir ohen Regen genießen, da es kurzfristig aufklarte. So hatten wir einen schönen zweiten Tag erleben können.
Nukka in ihrem Element. Klettern.
Am Sonntagmorgen gabs dann wieder ein tolles Frühstück. Anschließen wurde dann gepackt, und wir machten uns mit unserer wirklich braven Hündin wieder auf den Heimweg. Es war ein erholsames Wochenende, und wir haben wieder was Neues gesehen. Es gibt so schöne Flecken in Österreich, da muss man nicht ins Ausland fahren. Leider werden die Naturjuwele bei uns nicht beachtet, man muss ja fliegen und dorthin reisen wo der Massentourismus vorherrscht. Nix für uns! In der Ruhe liegt die Kraft, Hektik und Menschenmassen haben wir die ganze Woche während wir arbeiten müssen. Da brauchen wir das nicht auch noch im Urlaub.
Wenn Ihr also Ruhe und Erholung sucht, dann ist Ebensee sicherlich eine Empfehlung, genauso wie die Pension Sybille wo wir waren. Günstig und hundefreundlich. Zu finden auch über Booking.com oder im Internet.
Mai, 05.05.2019
Alle Fotos unseres Kurzurlaubs findet Ihr hier: Kurzurlaube 2019
Text: Roman Huber Quelle: http://hundemagazin.ch/sozialkontakt-%E2%88%92-ist-der-hund-kein-rudeltier-2/
Ein Hund braucht viel Sozialkontakt mit Artgenossen, hört man
immer wieder. Doch Achtung, der Hund ist eigentlich kein Rudeltier: Sein
wichtigster Sozialkontakt ist der Mensch.
Sozial sein ist etwas Tugendhaftes. Es wird dem Hund quasi in die
Wiege gelegt. Den ersten Sozialkontakt erlebt er im Leib der
Mutterhündin und danach im Wurf, im «Familienrudel». Dort findet ein
wesentlicher Teil der Sozialisierung statt. Wird ein Welpe zu früh aus
dem Wurf herausgenommen, führt es allenfalls zu Defiziten im
Sozialverhalten, weil gewisse Fertigkeiten nicht oder ungenügend
ausgebildet sind. Im Lebensalltag wird das soziale Verhalten verfeinert
und gefördert.
Der Hund – ein «semi-solitäres» Lebewesen
Das menschliche Denken über den Hund ist noch mit dem Wolfsmythos und
Rudelvorstellungen behaftet. In der Realität leben Hunde einzeln, zu
zweit oder dritt, selten in Gruppen – bei uns in Mitteleuropa im
Haushalt, in anderen Ländern auf der Strasse. Sehr selten teilen sie ihr
Leben im Rudel, das heisst im Verbund verwilderter Haushunde, die sich
zusammengefunden haben («Die Pizza-Hunde» von Günther Bloch,
Kosmos-Verlag).
Auf Hundeplätzen werden immer noch verschiedenste Übungen in der
Gruppe kreiert, die zur Sozialisierung dienen sollen: Da werden Hunde
nebeneinander ins Platz oder Sitz kommandiert, damit ein Artgenosse an
kurzer Leine von Herrchen oder Frauchen an seinesgleichen vorbeigeführt
werden kann. Und manchmal heisst es am Schluss der Stunde zur
vermeintlichen Freude der Vierbeiner «Leinen los». All das hat mit
sozial, Sozialisierung oder Alltagstauglichkeit wenig bis nichts zu tun.
Das Wort «sozial» stammt vom Lateinischen «gemeinsam» ab und bedeutet
so viel wie höflich, rücksichtsvoll, hilfsbereit. Diese Eigenschaften
finden sich in den Erbanlagen des Hundes, denn er gilt als hoch soziales
Tier, was Forschung und Wissenschaft mehrfach bewiesen haben. Die
Evolution vom Wolf zum Haushund lässt den Schluss zu, dass der Mensch
für ihn durch die Domestikation zum wichtigsten Sozialkontakt geworden
ist. Wissenschaftliche Versuche haben belegt, dass Hunde zuerst den
Kontakt zum Menschen suchen, nicht zum Artgenossen.
Wie viel Sozialkontakt mit Artgenossen braucht aber ein Hund? Laut
Fachleuten hängt es von verschiedenen Faktoren wie Erfahrungen, Umgang
und Erziehung, Charakter/Wesen, Genetik, Rasse oder auch vom Alter ab,
ob ein Hund mit Artgenossen in Kontakt treten möchte oder lieber nicht.
«Jetzt geh dich sozialisieren»
Menschen haben zuweilen seltsame Vorstellungen von Sozialkontakt für
ihren Hund: Treffen zwei Hundehalter aufeinander, heisst es vielfach
«ableinen» – egal, welcher Hund mit welchem und wie viele, ob sie
einander mögen oder nicht. Schliesslich haben sie miteinander
herumzutollen, worunter man Spielen versteht. «Jetzt geh dich
sozialisieren», sagt der Mensch und vergisst, wie er selber
Sozialkontakt pflegt: Mit ausgewählten Personen, per Internet/Telefon,
Augenkontakt, freundlichem Ansprechen, Händeschütteln, bis es zum
Gespräch kommt.
Bei Hunden erfolgen Sozialkontakte zuerst auf Distanz über die
Wahrnehmung durch Geruch, Sicht oder Gehör, bis es zu einem Kontakt
kommt. Viele Hunde gingen einem Artgenossen aus dem Wege, wenn sie nicht
vom Menschen daran gehindert würden. Auch die Meinung, besonders Welpen
oder Junghunde sollten viel Kontakt zu ihresgleichen haben, ist
irreführend (lesen Sie dazu den Beitrag von Ute Blaschke-Berthold
«Welpenspielgruppen aus verhaltensbiologischer Sicht» auf
www.hundemagazin.ch). Im Welpen- und Junghundalter ist der Aufbau einer
guten Beziehung zum Menschen oder der angemessene Kontakt mit
erwachsenen Hunden wichtiger als das Herumtollen mit Altersgenossen. Und
das, was vermeintlich als Spiel gilt, ist vielfach Einüben von
Fertigkeiten wie Jagen, Treiben und Hüten, die in der Gesellschaft meist
unerwünscht sind.
Sozialkontakt mit einem anderen Hund macht Sinn, wenn dieser höflich
und rücksichtsvoll erfolgt. Darum muss er auf Freiwilligkeit basieren.
Hunde sollen nicht zum Kontakt gezwungen werden, wenn der Versuch eher
zum Scheitern verurteilt ist. Wenn Hunde sich kennen, Vertrauen haben
und einander wohlgesinnt sind, können Sozialkontakte wertvoll sein.
Manche Hunde brauchen das aber nicht, was keineswegs bedeutet, dass sie
asozial sind.
Sozialspaziergänge sind nicht unbedingt sozial
Angebote für Sozialspaziergänge werden vorgängig besser geprüft:
Sollen Erfahrung und Lerneffekt gut sein, brauchen Hunde so viel Distanz
und Zeit, dass es ihnen wohl ist. Vielleicht braucht es zu Beginn 30
Meter oder mehr. Bei Sozialkontakten muss es dem Hund möglich sein, dass
er sich selber herausnehmen kann und nicht durch Zwang oder kurze Leine
in der Situation blockiert wird. Sein Ausdrucksverhalten zeigt dem
Halter, wenn er ihm dabei helfen oder die Lage entschärfen muss. Darum
gilt es immer, die Beobachtungsfähigkeit zu schulen.
Massvolle Sozialkontakte, bei denen Hunde auch nebeneinander hergehen
oder schnüffeln können, sind wertvoller als Rennspiele. Treten nur zwei
Hunde in Kontakt, so ist für sie die Situation besser abschätzbar als
wenn drei oder mehrere aufeinandertreffen. Intensive Kontakte erfordern
zudem eine längere Ruhephase. Darum benötigen Hunde nicht täglich
ereignisreiche Kontakte. Im Gegenteil: Finden solche zu häufig statt,
kann ein Hund durch den wiederkehrenden Stress gesundheitlich Schaden
nehmen.
Vorsicht, «Raufergruppen» und «Rudeltreffen»
Ein Hund wird sozial reifer, wenn er durch positive Erfahrungen
lernt. Bei Angeboten von Raufergruppen für verhaltensauffällige Hunde
ist Vorsicht geboten. Wenn die Sicherheit gewährt (Leine, Maulkorb) und
der Stress nicht zu gross ist, kann allenfalls, angeleitet von einer
versierten Trainerperson, ein Verhalten umgelenkt oder ein
Alternativverhalten gelernt werden. Es wäre jedoch vermessen zu glauben,
aggressive Hunde könnten sich gegenseitig therapieren. Noch heikler
wird es, wenn der Mensch den Hund dabei auch noch diszipliniert
(bestraft), Leinenkorrektur (-ruck) oder andere aversive Mittel einsetzt
oder wenn Hunde mit Gegenständen beworfen, mit Stangen oder
handgreiflich getrennt werden müssen, damit eine Eskalation verhindert
wird.
Auch bei sogenannten «Rudeltreffen» ist Vorsicht am Platz. Wenn sich
bis zu zwei Dutzend Hunde, die sich kaum kennen, auf eingezäuntem
Terrain miteinander bewegen müssen, sieht es vielleicht harmlos aus. Das
ist es aber nicht für jene Hunde, die sich dabei unwohl oder bedroht
fühlen, gar attackiert oder gemobbt werden. Da werden nebst Angst
Flucht-, Verteidigungs- oder – wenn alles nicht fruchtet –
Angriffsstrategien erlernt. Beissvorfälle passieren oft erst danach,
wenn sich der aufgestaute Stress entlädt.
Nirgendwo auf der Welt würden sich Hunde freiwillig zu Massenveranstaltungen oder Sozialisierungsübungen treffen. Hätten sie die freie Wahl, würden sie einen grossen Bogen darum herumlaufen. Genau das ist der Punkt, bei dem wir Menschen vom Hund lernen können.
Text: Roman Huber Quelle: http://hundemagazin.ch/sozialkontakt-%E2%88%92-ist-der-hund-kein-rudeltier-2/
Man kann es durchaus als Privileg bezeichnen, wenn man sich die Zeit nehmen kann, um einen Nordischen (oder in meinem Fall, einer Nordischen) beim Aufwachsen und Erwachsenwerden zusehen zu können. Ich schreibe hier nicht nur davon, wie diese wunderbaren Hunde groß werden, sondern wie sich ihr Verhalten und ihr Charakter ändern und ausbilden.
Nukka ist nun 21 Monate alt und wird nun immer verschmuster.
Meine Nukka war von Haus aus eine echt wilde Natur. Sie hat mich gebissen, gekratzt, sie ging schon als Welpe brutal durchs Leben und nahm sich was sie wollte. Sie forderte und wurde extrem wenn sie nicht bekam, was sie sich einbildete. Aber ich habe sie gelassen, hab ihr Grenzen vorgegeben, sie geleitet. Mir kam es nie in den Sinn, mit ihr in eine Hundeschule zu gehen um ihr den Willen brechen zu lassen, oder sie zu formen wie sich die Gesellschaft das eben einbildet. Nein, so einen Hund wollte ich nicht, denn meine bisherigen Nordischen sind ebenso frei und ohne Zwang aufgewachsen. Sie lernten wie ein Kind durch Erfahrung, zusehen, und leiten durch mich. Nur durch mich, und durch keine selbsternannten Hundeexpertin oder Hundeflüsterer.
Mittlerweile hat Nuk’ ein Alter von 21 Monaten erreicht. Zwischen 21 und 24 Monaten sind Alaskan Malamutes in der Regel “fertig”. Und was für ein Prachtmädchen ich da nun an meiner Seite habe! Körperlich hat sie sich zu einem festen “Bröckerl” entwickelt. Stattliche 40kg bringt die Kleine auf die Waage, und ist noch nicht einmal auf Kraft und Ausdauer trainiert. Die Zeit habe ich ihr gelassen, und wir beginnen jetzt im Frühjahr mal mit leichtem Training und das Angewöhnen von Bike und Scooter. Im Herbst wirds dann erst richtig losgehen.
Was mich an ihrer Entwicklung jedoch so fasziniert ist die charakterliche Komponente. Von Anfangs engen Kontakt scheuend – das mochte sie nie, und wenn dann nur wenn sie es wollte – bis aktuell zu einer richtig verschmusten und meine Nähe suchende und anhängliche Begleiterin. Nukka ist viel ruhiger und ausgeglichener geworden als ich es dachte. Nach wie vor souverän zu anderen Hunden und großen Tieren. Sie wurde ja auch nie als Welpe gebissen, so wie ihre Vorgängerin die dann auf alles was 4 Beine hatte eine Abneigung besaß, außer das Gegenüber unterwarf sich ohne zu zögern. Einzig mit Radfahrern aller Art haben wir seit dem massiven Vorfall in ihrem Welpenleben ein echtes Problem. Knurrend und an der Leine reißend ist sie beim Anblick dieser Rüpel fast nicht mehr zu kontrollieren. Das werde ich auch nie wieder aus ihr rausbekommen.
Ihr Jagdtrieb? Voll vorhanden wenns um Kleintiere (Mäuse, Hasen, und sogar Tauben und Krähen) geht. Rehe und anderes größeres Getier beobachtet sie, lässt sich aber nicht zu einem Durchstarten verleiten, wenn ich sie mit einem “Nein Nukka!” an meiner Seite halte. Angeleint, versteht sich ja von selbst wenn man so eine Rasse an seiner Seite hat. Allen “off leash” Befürwortern von Nordischen sei hier an der Stelle gesagt: Man sollte Euch für Eure Blödheit verklagen und für jeden Hund der durch Eure Aussagen zu Schaden kommt gleich verklagen. Es dürfte sich nicht wirklich bis zu Euch “Experten” herumgesprochen haben, wozu die Nordischen eigentlich wirklich gezüchtet wurden. Eine besondere Eigenschaft (neben dem Ziehen von Lasten am Schlitten) ist das ausgeprägte Jagdverhalten! Darin sind sie genauso gut wie beim Arbeiten vor dem Schlitten. Aber man kann ja versuchen durch alle möglichen Methoden des Antijagdtrainings um viel Geld, die Hunde zu brechen und dann zu hoffen, dass sie keinem Wild mehr nachsetzen. Wenns nicht klappt, Pech gehabt und das Geld war unnötig ausgegeben. Noch mehr Pech, wenn ein Jäger auch zur Stelle war und der Hund dann erschossen ist. Aber die “leash off” Freunde werdens nie lernen. Es reicht wenn der Hund abhaut, und dann überfahrten wird oder Giftköder aufnimmt oder in eine Schlagfalle tappt. Sind zwar verboten, aber das Herumwildern von Hunden ist es auch. Nukka ist eine Vollblutjägerin, deswegen wird sie auch nicht von der Leine gelassen. Es ist wie es ist.
Ich habe mit dem Kauf des Welpen Verantwortung über den Hund übernommen, und zwar sein ganzes Leben lang. In dieser Verantwortung ist das Abwenden von Gefahren für sie genauso inkludiert, wie das Abwenden von Gefahren für unsere Umwelt durch sie selbst. Ich bin für die Kleine verantwortlich, für ihre Gesundheit für ihr Wohlbefinden, und für alles was sie ausfrisst. Doch Verantwortungsbewusstsein ist in den meisten Köpfen der Menschen nicht mehr vorhanden. Leider fällt uns anderen das auch am Kopf, weil wir alle gleich über den Kamm geschert werden.
Nukka ist eine willensstarke und souveräne Hündin geworden. Sie weiß was sie will, sie weiß was sie zu tun hat, sie fordert und gibt gleichermaßen. Sie hat alle Freiheiten die sich ein Hund nur wünschen kann, hält sich aber auch an die ihr vorgegebenen Regeln, die sie wirklich super gelernt hat ohne dass ich Zwang oder Druck ausüben musste. Ich pfeif auch auf “Sitz”, “Platz”, “Hier”, oder “Bleib”. Hat bei den meisten Nordischen ohnehin noch nie wirklich funktioniert. Wichtig ist, dass ich sie an der Leine unter Kontrolle habe, wenn es sein muss. Der Rest ist einfach ein Zusammenleben mit allen erdenklichen Kompromissen. Die muss man eben bereit sein einzugehen wenn man einen “naturbelassenen” nordischen Teufel zu Hause haben möchte.
Als Belohnung dafür gibts jedoch volle Treue und viele Jahre einen tollen Begleiter oder Begleiterin in alles Situationen! Sie sind eine echte Herausforderung, aber eine tolle.
Nukka from Ridaldundaga – Alaskan Malamute, female, 21 monthNuk’ und ihr “Püppchen” – das wird immer schwer bewacht.Unser Kraftpaket.Überall die Nase reinstecken. Die Jägerin ist immer aufmerksam.
Dieser Kackhaufen unter dem Postkasterl blieb natürlich liegen …
Wer oder was ist das? Der Gemeine Hundebesitzer in Gerasdorf? Nun, das Wort “Gemein” steht in dieser Trivialbezeichnung als “gewöhnlich” und soll nicht mit “hinterhältig” verwechselt werden, obwohl das vielleicht die bessere Bezeichnung wäre. Doch listen wir einmal die Eigenschaften des Gemeinen Hundebesitzers aus Gerasdorf (dieser Begriff bezieht sich gleichermaßen auf beide Geschlechter!) auf. Was zeichnet diesen jedoch besonders aus? Hier ein kleiner Auszug aus seinen Eigenschaften:
Da wäre einmal die Eigenschaft, grundsätzlich nur dann mit dem Wuffel rauszugehen, wenn das Wetter passt. Ich frage mich immer wieder, wo die armen Hunde ihr Geschäft erledigen müssen, wenns draußen regnet, stürmt oder schneit. Da sieht man nämlich keinen der besagten Hundebesitzer und -besitzerinnen.
Radfahrende Hundebesitzer sieht man auch erst dann, wenn die Temperaturen über die 25-Grad-Marke klettern. Während Herrchen und Frauchen im kurzen T-Shirt sich den für sie als angenehm empfundenen Fahrtwind ins Gesicht wehen lassen, ist es für die Hunde eine Qual und keine Freude neben dem Rad laufen zu müssen. Abgesehen von der Tatsache, dass das Radfahren mit Hund am Rad mit Leine verboten ist, und innerhalb von Ortschaften ohne Leine genau so!
Eine ganz besondere Eigenschaft des Gemeinen Hundebesitzers bei uns im Gemeindegebiet ist die Tarneigenschaft. In keinen anderen Orten habe ich derart viele Hundebesitzer erlebt, die mit vollem Eifer in der Dämmerung und im Dunkeln mit schwarzer und damit unsichtbarer Kleidung sowie ohne Stirn- oder Taschenlampe unterwegs sind. Wobei diese Tarnung vermutlich nur damit dient, um nicht dabei gesehen zu werden wie Wuffel seine Geschäfte erledigt ohne dass man es wie gesetzlich verpflichtend wegräumt. Ein Vorteil dieser Tarnung ist jedoch, dass man Frühmorgens den Gemeinen Hundebesitzer nur nach seinen unangeleinten Hunden in der Gegend herumbrüllen hört weil Wuffel wieder mal nicht abrufbar ist und Rehe oder Hasen gesehen hat und daher wildert, und ihn dabei nicht sieht. Schützt natürlich vor dem Gesehenwerden von Jägern und Bauern denen die entsprechenden Äcker gehören.
Apropos wegräumen. Auch das ist eine besondere Eigenschaft des Gemeinen Hundebesitzers: Wuffel darf an fremde Gartenzäune pissen, denn das ist eben die Natur eines Rüden, auch wenn auf der anderen Straßenseite freies Feld vorhanden ist. Dass diese Unart im Sommer zu enormen Gerüchen führt ist diesen Personen vollkommen egal, außer es handelt sich um den eigenen Gartenzaun. Auch beim Reinkackenlassen in die Grünstreifen vor unseren Liegenschaften sind diese Hundebesitzer nicht zimperlich. Zimperlich sind sie nur, wenn sie sich dann mit dem Gackerlsackerl bücken müssten, um die Hinterlassenschaft ihres Lieblings aufzuheben und zu entsorgen. Da gabs schon einige sonderbare Auswüchse dabei, wie die Ausreden … man hätte kein Sackerl dabei … es gäbe keinen Mistkübel in der näheren Umgebung … es graue einem davor … man kann sich mit 3 oder 4 Hunden an der Leine nicht bücken … man könne es ja selber wegräumen wenn es stört … auch Götzzitate in rauen Mengen gibts da zu hören, wenn man diese Ignoraten und Ignorantinnen darauf anspricht wenn man sie erwischt hat.
Was sie auch gut können, ist regelmäßigen Abständen das Gassigebiet zu ändern. Doch auch das hat so seine Gründe wie ich beobachten konnte. Der Gemeine Hundebesitzer geht so lange auf den selben Wegen, bis die geliebten Hündchen dieser Hundebesitzerspezies die Umgebung und selbst direkt die Wege so derart zugeschissen haben, dass sogar ihnen selbst davor graust. Dann suchen sie sich neue Kackmeilen für ihre Spaziergänge. Wir, die direkten Anrainer müssen dann mit den stinkenden Wegen und Wiesen zurechtkommen, die sie uns hinterlassen.
pAm liebsten habe ich die Eigenschaft des Gemeinen Hundebesitzers hier, wenn deren Hündchen aller Größenordnungen im Freilauf antraben (was im Ortsgebiet verboten ist, und im Freiland nur mit Einschränkungen erlaubt wäre!) um ihre Nasen in den Arsch meiner Hündin zu stecken! Oder kläffend und mit einer vollkommen für meine Nordische Hündin unverständliche Körpersprache angelaufen kommen, weil “sie eh nix tun”, “nur spielen wollen”, oder “sich das eh selber ausmachen” … da frage ich mich schon, wie dämlich manche Menschen sind! Abgesehen von der Tatsache, dass ich selbst darüber bestimme wer oder was direkten Kontakt zu meiner Hündin hat und sie sich von keinem unbekannten Köter die Nase in den Arsch stecken lassen braucht, ich meine Hündin nicht mit übertragbaren Krankheiten aller Art anstecken lasse, verstehen diese Menschen nicht, welche Rasseunterschiede es im Verhalten der Hund gibt!
Jetzt mal anders herum gesehen: Was wäre wenn ICH zu so einer Hundebesitzerin laufe und sie im Gesicht abschlecke oder sie unflätig betapsche? Würde SIE das auch akzeptieren, obwohl ich ja nur spielen will und nix tue? Sicher nicht! Also warum soll sich meine Hündin das gefallen lassen?
Ich habe eine Malmutehündin. Das ist ein vor Kraft strotzendes Arbeitstier und intelligenter, ausgefuchster Jäger. Enorm kräftig auch von der Beißkraft her. Ein Malamute fackelt bei einem Angriff nicht lange, sondern verteidigt sich einfach. Das geht so schnell, dass man nicht rechtzeitig eingreifen kann. Und ein Hund der auf sie zuläuft, keifft oder sonstwie auffällig wirkt, ist für sie ein Angreifer! Ein Hund der ihr die Nase in den Arsch steckt ist ein Angreifer! Obergscheite die ihre angeleinten Hunde partout zu meiner lassen und sie sich dann verwickeln und sie dann nicht weg kann das sind eben Angreifer! Und die noch immer weit verbreitete Deppenfrage “Ist das ein Bub oder Mädchen?” interessiert einen Malamute bei der Auswahl seiner Spielkameraden oder Opfer genau null! Und nochwas: Es gibt keinen Welpenbonus!! Der gilt nur im eigenen Rudel, aber nicht bei fremden Welpen oder Klein- und Junghunden!
Den Bock schießen aber jene ignoranten und unbelehrbaren Gemeinen Hundebesitzer ab, die nach wie vor der Überzeugung sind, der Hund muss im Ortsgebiet frei laufen (trotz Leinen- oder Beißkorbpflicht!) und wenn die netten Viecherln dann an fremde Zäune zähnefletschend ranlaufen und auf die dahinter stehenden Hunde anderer hinbeißen wollen! Davon gibts leider zu viele bei uns! Auch jene die trotz Schildes dass man seine Hunde oder auch Kinder nicht an den Zaun lassen soll, genau das Gegenteil davon tun (Ist das ein überirdischer Zwang, oder was?), sind massenhaft bei uns vertreten. Und wenn man diese Personen beider Geschlechter dann dabei erwischt und ihnen das Notwendige dazu sagt, gibts Antworten wie aus dem Irrenhaus stammend! Man denkt echt, die sind alle enthirnt! Vollkommene Uneinsichtigkeit!
Der Gemeine Hundebesitzer unterscheidet sich auch vom echten Hundeführer dadurch, dass er seinen Hund entweder gleich gar nicht chippen lässt wie im Gesetz vorgeschrieben, oder den Chip nicht in der gesetzlichen Heimtierdatenbank des Ministeriums meldet. Wie kommt man denn dazu, Hundesteuer zahlen zu müssen, nur weil die Ministeriums-Datenbank das an die jeweiligen zuständigen Gemeinden weiterleiten könnte? Oder wenn man seinen Hund nicht mehr haben will und ihn aussetzt. Da wäre doch der registrierte Chip nur hinderlich!
Die Liste könnte noch weiter fortgesetzt werden, aber ich denke, jeder Leser weiß was zusammengefasst gemeint ist. Man fragt sich natürlich schon, was in den offensichtlich durch Blutarmut oder Sauerstoffmangel eingeschränkten Gedankenprozessen dieser Menschen vor sich geht. Es gibt Gesetze, es gibt Regeln, und es gibt sowas wie gegenseitige Rücksichtnahme. Aber von all dem dürfte der Gemeine Hundebesitzer in Gerasdorf nichts mitbekommen haben. Egoismus, Arroganz, Unbelehrbarkeit. Das sind die 3 Schlagworte die diese Spezies auszeichnet!
Zum Glück gibts aber auch ein paar wenige “Hundeführer”, die sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren eigenen Hunden und der Umwelt sowie den Mitmenschen bewusst sind, und danach handeln. Denen möchte ich hier an dieser Stelle sogar meinen Dank aussprechen! Wenn alle so wären, dann hätten wir anderen Hundehalter ein viel angenehmeres Leben und weit weniger Ärger. Denn unter dem Strich werden wir alle zusammen in einen Topf geworfen, und es heißt immer wieder: “Ihr Hundehalter seid ja alle gleich!” …
LIEBE HUNDEHALTER UND -HALERINNEN! DAGEGEN MÜSSEN WIR UNS LANGSAM WEHREN UND ZEIGEN DASS ES AUCH DIE “GUTEN” GIBT. ALSO SEID BITTE NICHT DER GEMEINE HUNDEBESITZER, SONDERN DER VERANTWORTUNGSBEWUSSTE HUNDEHALTER! DANKE!
Wieder ist ein Jahr fast vorüber, und wie gewohnt werde ich mich nun mal wieder über das vergangene Jahr auslassen.
Was war 2018? Nun, ich für meinen Teil sehe den Rückblick mit
gemischten Gefühlen. Positiv war, dass sich unser neues
Familienmitglied, Nukka, so super entwickelt hat. Sie ist eine tolle
Hündin geworden und hat mir viel Freude, aber auch viele Wunden (sie
beißt und kratzt mich nach wie vor wie ein Raptor!) gebracht. Sie ist
eine würdige – wenn auch wilde – Nachfolgerin meiner Anka, keine Frage.
Und wahnsinnig brav wenn’s ums zu Hause bleiben geht. Wir sind so stolz
auf sie, und würden sie um keinen Preis der Welt wieder hergeben.
2018 startete ich den Versuch, etwas in meiner Heimatgemeinde in Sachen
Umwelt und Natur zu bewegen. Das Ergebnis dieses “Experiments” ist kurz
und klar gesagt ernüchternd und zutiefst enttäuschend. Die Gesellschaft
ist mittlerweile nur mehr ein Haufen Egoisten mit einer gelebten
Arroganz, dass einem Hören und Sehen vergehen. Naturschutz? Tierschutz?
Umweltbewusstsein? Rücksichtnahme? Unrechtsbewusstsein? Ja, aber nur von
drinnen bis zur eigenen Haustür! Außerhalb der eigenen
Grundstücksgrenze sind diese Worte nur mehr leere Floskeln und wertlos!
Jeder der versucht auch nur Weniges zu ändern, wird mit Anfeindungen,
Spott, Drohungen, und dem Motto “jetzt erst recht” belohnt! Die
Menschheit hat’s einfach verdient im Dreck und Anarchismus zu ersticken!
So mein Resumee. Die Mühen einiger Weniger werden mit der
Scheißminix-Mentalität der Meisten zunichte gemacht. Man gibt dann
irgendwann auf und denkt sich seinen Teil dazu. Und wieder haben die
Egoisten damit gewonnen. Aber nicht nur die, auch die Politik, denn
diese sitzt mittlerweile einfach alles aus und schweigt Probleme
beinhart tot. Man hat keine Chance auch nur irgendwas zu ändern. Positiv
anmerken muss ich aber schon die Bemühungen unseres neuen Vize-BGM der
doch auch einige „Anregungen“ von mir aufgegriffen und auch umgesetzt
hat. Vielen Dank dafür!
Gleiches Spiel in unserer
Schlittenhundesportszene. Geheuchelter Tierschutz, Hundis schlafen nun
schon auf eigenen Liegebetten damit ihnen am Boden nicht kalt wird, man
rühmt sich mit Vermittlungshunden die man wieder mal “gerettet” hat und
wie sehr man sich um das Wohl der Tiere sorgt. Doch hinter den Kulissen
schaut alles anders aus. Gleiche Heuchler schreien dann die Hunde an,
setzen kranke Hunde in den Renneinsatz, säugende Hündinnen müssen
Leistungen bringen, man fährt Rennen auf Asphalt obwohl verboten, man
bescheißt bei den Papieren und Impfungen nur um das eigene Ego am
Stockerlplatz wieder ein Stück mehr aufpolieren zu können. Vor sowas
graust mir einfach, das ist krank und einfach nur heuchlerisch und
verlogen. Geht aber ohnehin schon seit Jahren so und wird sich auch
nicht ändern da absolut kein Wille vorhanden ist. Und wenn man ihnen
dann den Spiegel vor die Augen hält oder sagt, dass man das nicht
akzeptiert, dann werden Freundschaften einfach gekündigt. Da sieht man
dann was diese eigentlich wirklich wert waren. Nichts. So wie vieles in
dieser neuen Gesellschaft nichts mehr wert ist. Trotzdem sind aber nicht
alle über den Kamm zu scheren, es gibt auch noch echte Tierfreunde
unter den Schlittenhundlern. Nur ziehen sich auch diese immer weiter in
den Hintergrund zurück, was sehr schade für den Sport ist. Aber ich
kanns nachvollziehen und auch verstehen.
Der Tierschutz ist mir
ohnehin schon seit meinem verstorbenen „Dicken“ ein Dorn im Auge. Nicht
aufgrund der Tatsache, dass es ihn gibt, es ist gut, dass es ihn gibt!
Aber wie er gehandhabt wird, und dass er sich zu einer
Millionenindustrie enzwickelt hat, wo es nur mehr um die Kohle geht! Den
meisten selbsternannten Tierschützern und Tierschützerinnen gehts gar
nicht mehr um die Tiere, sondern darum, wie man mit der Ware Tier am
Einfachsten viel Kohle machen kann! Nicht umsonst karrt man immer mehr
Südlandimporte zu uns mitsamt allen nur möglichen Krankheiten und
kassiert kräftig Schutz- und Vermittlungsgebühren ab, obwohl die eigenen
Tierheime im Land voll sind, und dadurch noch voller werden! Auch die
Schnellschussmentalität einiger Wichtigmacherpolitiker und
-politikerinnen haben in letzter Zeit gezeigt, dass es sich nicht um das
Wohl der Tiere dreht, sondern rein um die eigene Popularität. Ein
Spiel, dass sich immer schneller im Kreis drehen wird, und nicht dem
Wohl der Tiere dient! Wenn das so wäre, dann hätte die Politik schon
lange ein Gesetz verabschiedet, dass einen Hund nicht mehr als Sache
einstuft, sondern als Lebewesen! Doch da sieht man ja, wie weit der
Tierschutz bei der Politik vorhanden ist. Es gäbe auch ein Verbot der
religiösen Schächtungen! Religion in allen Ehren, aber der Tierschutz
muss darüberstehen! Wir leben nicht mehr im Mittelalter wo man den
Tieren bei vollem Bewusstsein den Hals durchschneidet nur um einen Gott
damit zufrieden zu stellen.
Politik. Ja mein Lieblingsthema
wenn’s ums “bashen” geht. Was haben wir derzeit für eine Politik im
Lande? Leute, was da abgeht ist nur mehr eine Bevormundungs-, Verbots-,
und Sklaventreiberpolitik! Egal welche Partei in Österreich die letzten
Jahrzehnte am Ruder war, es ging nur mehr darum, die eigenen Pfründe zu
sichern, sich Einkommen zu schaffen die jenseits von Gut und Böse sind.
Damit sich das alles noch rechnen kann, werden uns die Energiekosten
immer weiter per Steuern und Abgaben erhöht. Je teurer etwas wird, desto
mehr sprudeln die Steuergelder im Staatssäckel. Was damit passiert,
sehen wir ja tagtäglich! Abgesehen von der maßlosen
Steuergeldverschwendung die offensichtlich keine Grenzen mehr kennt,
füttern wir den halben arabischen und afrikanischen Raum durch. Die EU
hat ja für alle was, solange man UNS noch genug wegnehmen kann. Die EU,
geleitet von Menschen mit schweren Ischiasleiden und Politikern die man
im eigenen Lande nicht mehr haben will. Die toben sich mit prall
gefüllten Taschen auf unsere Kosten aus. Hauptsache man steht – wie im
Gutmenschentum eben ein Muss – gut da. Mehr braucht man dazu nicht
sagen.
Apropos Gutmenschen (ja, ich habe mich an dieses Wort
gewöhnt, egal woher es ursprünglich mal stammte!), was glauben diese
eigentlich was sie tagtäglich hier bei uns durchziehen? Eine Minderheit
die das Maul riesig aufreißt, alles zum Erliegen bringt mit ihren
„Deppendemos“, eine linke Bagage die Anarchie und Zerstörung vorlebt und
für die das Wort Demokratie keine Gültigkeit hat, will uns anderen, dem
politischen Mittelstand der Bevölkerung vorkauen was Nazi, Rechts und
Rassismus ist? Wenn wir nicht gendern sind wir uneinsichtig? Wenn wir
nicht alles und jeden ins Land holen sind wir böse? Wenn wir nicht den
letzten hart erarbeiteten Euro an Sozialschmarotzer abtreten sind wir
gierig? Wenn wir ihre Ideologie nicht sektenartig annehmen und deren
Gurus folgen sind wir Aussätzige der Gesellschaft? Ist Euch klar, dass
die meisten von Euch auf unsere Kosten leben? Ich akzeptiere fast jeden
in diesem Land, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder religiöser
Gesinnung. Was ich aber nicht akzeptiere sind Landnehmer die sich
durchfüttern lassen, klagwütige Religionsfanatiker die ich unter
Tuchianer einreihe, nicht anpassungswillige “Bürger” die ihre eigenen
Kommunen und Parallelgesellschaften hier bei uns aufbauen und dann uns
vorschreiben wollen was wir zu tun und zu lassen haben, Gesetzesbrecher,
Kinderschänder, Tierquäler, Sektengurus, und alles was nur einen Hauch
von Terrorismus am Hemdsaum hat. Bin ich deswegen jetzt ein Nazi? Linke
Vollpfosten! Ihr und Eure Gesinnung seid eigentlich die neue Gefahr für
uns alle!
Achja, vergesst nicht im neuen Jahr was für den
Klimaschutz zu tun! Am besten den Rauchern den Feinstaubstengel
verbieten, den Diesel überall aus den Städten verbannen, oder gleich
alle Autos aus bewohntem Raum! Vergesst aber nicht Kreuzfahrten zu
machen, und viel in der Weltgeschichte herum zu fliegen! Kauft Euch viel
socialmedia Technik und E-Autos, denn das wird uns alles von ET
geliefert ohne die Erde zu belasten. Und zahlt recht viel für alles,
denn das kommt dem Klima (oder doch der Wirtschaft?) voll zu Gute! Je
mehr ihr dafür ausgebt, umso besser für den Klimaschutz! Oder doch nur
für Euer verlogenes Gewissen?
Wo geht die Reise hin? In einer
Zeit in der die Sprache nur mehr mit Anglizismen durchwachsen ist,
niemand mehr Groß- und Kleinschreibung beherrscht, von der
Rechtschreibung mal abgesehen (und da rede ich nicht von kleinen Fehlern
die jeder mal macht, sondern von ganzen Sätzen die gespickt voll damit
sind!), keine Grammatik mehr behirnt, und in diesem verschissenen
Facebook zu faul dazu ist noch einmal Korrektur zu lesen bevor man auf
“posten” klickt, gibt es nicht viele Wege. Wenn selbst beim Sprechen in
jedem Satz das “ääähm” vorkommt, oder Jungendwörter als witzig und
bewusst für alle 35+ als unverständlich kreiert werden, und eine
besondere Art des Hochdeutschen gesprochen wird, weil man glaubt sich
vom dialektsprechenden Fußvolk abheben zu können, weil man ja wer ist
damit, na dann gute Nacht! Aber in den heutigen Zeiten wo die
machtgeilen Großmächte wie die USA mit ihrer NATO immer weiter vor
Russlands Tür zündeln, und die ganze Welt mit einem Handelskrieg
erpressen wollen, ists eh bald egal. Der große Knall steht sowieso vor
der Tür. Und da ja alles super fein nur mehr auf Smartphones, Netbooks
und diversen Speichersticks und HDDs gespeichert wird, weil man nicht
einmal mehr weiß wo bei einem Buch oben und unten, oder Anfang und Ende
ist, beginnt danach wieder alles wie wahrscheinlich schon öfter:
Ohne Wissen mit einer Keule in der Hand in Höhlen frierend … denn
Alexa wird Euch dann was pfeifen! Und ohne Google und Wikipedia sind die
meisten nicht mehr Überlebensfähig. Dafür wird sich die Erde wieder
erholen können. Bis zur nächsten Hochzivilisation.
Nachsatz: Das ist alleine meine Meinung zum vergangenen Jahr und diversen Themen, und wem das nicht passt, der kann sich ja von mir entfreunden. Facebook wird ohnehin viel zu überbewertet! (Anmerkung: Dieser Beitrag ist auch auf meiner Facebookchronik)
In diesem Sinne, frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2019!
Unsere Nukka aus Lettland ist nun 18 Monate alt geworden. Man kann sie also als “fertig” betrachten was die körperliche Entwicklung anbelangt. Charakterlich und geistig sind die Malamützen ja erst mit 2 bis 2 1/2 Jahren ausgereift.
Alaskan Malamute Mädchen “Nukka from Ridaldundaga” (Lettland)
Nukka ist nun mein dritter nordischer Begleiter in meinem Leben. Nach Anka (2004-2014) und Kitaro (2004 – 2016) dachte ich, ich würde nie wieder so einen wundervollen Hund wie es die beiden Vorgänger von Nukka waren bekommen. Doch die Entscheidung aus dem Bauch heraus, Nukka nur anhand eines Fotos aus dem fernen Lettland kommen zu lassen, ohne sie vorher live gesehen und erlebt zu haben, war richtig. Sie ist eine so brave Maus, und trotzdem vollkommen eigenständig wie es ein Malamute nur sein kann.
Nukka hat sich prächtig entwickelt in den 18 Monaten ihres Lebens. Die drei “schlimmen” Phasen (Welpenalter, Pubertät und die Flegelphase) haben wir gut hinter uns gebracht. Im Großen und Ganzen haben wir keine wirklich großen Schäden an der Einrichtung davongetragen. Zweimal klebte ich die Tapete nach, ein Treppenteppich musste erneuert werden, und im Vorzimmer am Kasten sowie im Schlafzimmer am Bett haben wir Zahnspuren von der Kleinen. Das wars aber auch schon. Ihr Hundebettchen (das sie von Kitaro geerbt hat) besitzt noch immer die gleiche aufgebissene Ecke, aber sonst hat sich daran nichts mehr verändert. Sie ist mittlerweile auch brav alleine zu Hause, und nichts “explodiert” in unserer Abwesenheit im Haus. Auch auf der Terrasse kann sie bleiben ohne dass sie die Nachbarschaft zusammenheult oder über den Zaun klettert.
Kurz: Sie ist perfekt. Einzig ihr enormer Jagdtrieb (Hasen, Rehe und Radfahrer, tw. aber auch Autos) ist nicht zu bändigen. Gegenüber anderen Hunden ist sie vollkommen souverän, fängt keinen Streit an, beendet diesen aber im Zweifelsfall. Anka kannte kein Pardon weil sie als Welpe gebissen wurde. Nukka konnte ich das als Welpe und Junghund ersparen, obwohl es nach wie vor sehr viele leinenverweigernde Vollpfosten bei uns gibt. Das hat sie natürlich mitgeprägt und freundlicher gemacht. Trotzdem muss ich bei ihr auf der Hut sein, denn ein Malamute zeigt nicht an, wenns kritisch wird. Es kracht einfach.
Der Verlust meiner beiden Hunde Anka und Kitaro war hart, aber Nukka gleicht alles aus. Sie nimmt was sie kriegen kann, gibt aber auch im selben Maße. Sie ist eine Rauferin die beißt, kratzt und mir auch eine knallt wenns ihr passt, kann aber gleich danach verschmust und anschmiegsam sein. Das Zuneigungsspektrum eines Malamuten ist breit gefächert, und nicht alles tut dem Menschen gut, da wir nicht über die so extrem hohe Schmerzschwelle haben, wie diese Hunde. Aber so sind sie einfach. Ich möchte keinen Tag mit meiner Nuk’ mehr missen …