Nuk’s zweites Trailrocking – 9km Füllersdorfer Waldwegrunde

Nuk’s zweites Trailrocking – 9km Füllersdorfer Waldwegrunde

Der Sommer steht vor der Tür, und wir wollen ja noch ein paar Kilometer vor der Sommerpause sammeln. Also machten wir für heute (2. Juni 2018) einen Termin zum nächsten Trailrocking aus. Der Start war geplant für 9 Uhr. Es ist ja doch schon wärmer, um nicht heiß zu sagen. Aber genau das war es heute schon in der Früh.

Leider waren auch heute wieder nur 2 Zweibeiner und 3 Vierbeiner dabei. Ob es die Gewitterwarnung war, oder die Temperatur, oder die allgemeine Faulheit der Hundeleute, ich kanns nicht beantworten. Es wird immer weniger. Zwar schreien immer alle, dass für die Hunde so wenig Aktivitäten sind, und niemand was machen will, aber kaum plant man was, und schreibt es aus, sind alle irgendwie verschollen. Danach kommen dann meist die Ausreden vonwegen den Termin nicht mitbekommen, übersehen, was dazwischen gekommen … das Übliche halt.

Thomas war mit seinem Thor und dem Mützenmädl Akira wieder dabei. Der harte Kern sozusagen. Wir trafen uns um knapp 9 Uhr wie vereinbart, und da wir auf niemanden warten mussten, marschierten wir auch gleich los. Der erste halbe Kilometer war dann plötzlich echt brutal für die Hunde. Die Sonne heizte plötzlich herab wie im Juli und die Temperaturen stiegen an, dass es selbst uns das Wasser rausdrückte wo es nur ging. Doch wir erreichten schnell den Wald, wo wir sofort eine Rastpause einlegten um die Hunde zu wässern.  Danach gings gleich wieder besser.

Gleich am Anfang des Waldweges hatten wir dann gleich ein Hoppala, und so machten wir eine halbe Bergtour bevor wir merkten dass wir am falschen Weg sind. Thomas, der es bergauf nicht so mit Kondi hat, nun, seine Blicke hätten mich umgebracht wenn sie es gekommt hätten. *lach* Doch da musste er durch. So wie ich. Ich schnappte mir dann mein GPS und schaute nach, wie weit wir vom Weg abgekommen waren, und siehe da, es waren keine 60m. Parallel zu unserem Weg verlief auch der Richtige. Wir mussten nur einen Zugang zum anderen Weg finden. Und das tat ich auch schnell. Thomas folgte wieder brav. *grins*

Von nun an kam es zu keinen weiteren Öhas, und wir spulten Kilometer um Kilometer ab. Machten Pausen, wässerten die Hunde, quatschten über dies und das, kurz: Wir hatten weder Stress noch Eile. Dazu wäre es trotz Wald auch zu warm gewesen. Einziges Wermuttröpfchen dieser Tour: Zecken! Irgendwie kommt mir vor, als würden wir heuer im ganzen Land eine regelrechte Zeckeninvasion haben! Ich klaubte Nukka im Laufe der heutigen Wanderung gut 20 Stück dieser Biester vom Fell. Was sich darunter schon versteckt hat, werde ich erst Abends dann beim Kuscheln finden, wenn sie schon zugestochen haben und damit anegsaugt größer sind und damit auffindbar. Nachdem Nukka nun schon wieder Unterwolle aufbaut, sind die Viecher extrem schwer zu finden.

Übrigens sei an dieser Stelle erwähnt: Alle “Expertinnen” die meinen mit Bersteinhalsbändern, Kokosöl oder sonstigen Hausmittelchen den Zecken Herr zu werden, und dies auch noch breit im Internet bewerben … vergesst es! Es wirkt nichts, und ihr gefährdet Eure Hunde damit wenn Ihr keinen Schutz verwendet der zumindest ein bischen was wirkt! Ich habe Nukka Frontline drauf gegeben und sie trägt auch das Seresto-Halsband. Beides zusammen ist aber nur bedingt wirksam bei der Flut an Zecken die wir heuer haben. Also entweder habt Ihr bei Euch keine Zecken und bildet Euch die Wirksamkeit Eurer Mittelchen nur ein, oder ihr lügt die anderen an weil ihr als Hundeliebhaberinnen dastehen wollt, die es auch ohne “Gift” schaffen … nur das ist eindeutig Bullshit.

Zurück zur Tour. Irgendwie hatte sich das Wetter dann verschlechtert und es wurde bewölkt. Stellenweise tröpfelte dann auch noch ein wenig Regen herab, aber die angekündigten Gewitter und Unwetter blieben aus. So gegen 11:45 Uhr kamen wir dann wieder in Füllersdorf an und überlegten was wir noch machen. Ein Abschlusstrunk, der musste sein. Leider ist es aber in der Gemeinde Großmugl und ihren Ortschaften so, dass nicht nur am Abend die Gehsteige hochgeklappt werden, sondern mittlerweile ganztags. Wer Gastronomie sucht, wird nichts finden. Das grüne Wasser aus dem Dorfbrunnen war dann auch nicht das Wahre, und so beschlossen wir noch zu Thomas zu fahren.

Da gabs dannein Abschlussbierchen, und im Anschluss fuhr ich mit einer zufriedenen Nukka wieder nach Hause. Da gabs dann als Belohnung einen XXL-Schinkenknochen …

Danke Thomas für die Begleitung am Trail! Ganz alleine ists ja doch recht langweilig.

Fotos hab ich Euch natürlich auch mitgebracht, die findet Ihr hier:
[Füllersdorfer Waldwegrunde (02.06.2018)]

Nukka unsere Badenixe in Warth (31. Mai 2018)

Nukka unsere Badenixe in Warth (31. Mai 2018)

Am letzten Tag des Monats hatten wir noch einen Besuch eingeschoben. Diesmal gings nach Warth (bei Grimmenstein) wo wir Fredi und Grete mit ihrer Huskyhündin “Shiva” (alias Knicköhrchen) besuchen fuhren. Auch da waren wir schon auf Nukkas Reaktionen gespannt, denn sie machte uns fast einen Strich durch die Rechnung. Zwei Tage vorher wurde sie plötzlich läufig. Das zweite Mal in ihrem Leben. Meisten sind Mützenmädln während der Läufezeit agressiv, aber wir hatten die Hoffnung dass dies bei Nukka nicht sein würde, da sie ja auch bisher immer freundlich zu jedem Hund war. Speziell zu Nordischen.

In Warth angekommen, wurden wir schon erwartet, und die beiden Hunde durften sich schon mal vorab durch den Zaun “beschnuppern”. Anhand der wedelnden Ruten war jedoch sofort klar, es würde kein Problem geben, und so gingen wir in den Garten zu unseren Gastgebern, und ließen die Hunde frei laufen und toben. Sie verstanden sich auf Anhieb. Shiva, mittlerweile 7 1/2 Jahre alt, und unsere fast einjährige Nukka bolzten in der Gegend herum, wie wenn sie nie was anderes getan hatten.


Nach dem ersten Kennenlernen und dem Austausch aller Neuigkeiten, machten wir uns auf einen kleinen Spaziergang wo wir die Hunde in der “Pitten” baden lassen wollten. Die Sonne legte auch heute wieder mächtig zu, und der Weg zum Stauwerk wo wir hinwollten war ziemlich “hitzig”. Da kam dann auch wieder Nuk’s Jagdtrieb zum Vorschein. Radfahrer! Seit ihrem Negativen erlebnis als Welpe mit so einem Hirnlosen auf 2 Rädern, will sie diese Spezies nur mehr vom Sattel holen. Tja, selber schuld wenn man so egoistisch meint dass sobald man am Rad sitzt, der alleinige Inhaber der ganzen Welt ist und auch nichts und niemanden mehr achtgeben muss.

An gesuchter Stelle angekommen ging es dann auch gleich richtig los. Nukka zeigte, welche Wasserratte sie ist! Während Shiva zaghaft und langsam im Wasser herumging, schmiß sich unsere “Kleine” mit voller Power in die Fluten, sprang wie irre herum und auch ins Tiefe, und schwamm vergnügt – Shiva immer wieder auffordernd – im Wasser herum. Sie liebt es einfach!




Danach machten wir einen Abstecher durch den Wald und gingen retour. Wir hatten mittlerweile ein wenig Hunger. Schnell beschlossen wir, nach Grimmenstein zum Don Giovanni zu fahren. Da waren wir ja schon einmal beim Hundewandertag vor 2 Jahren. Die Qualität ist super, die Bedienung sehr freundlich, und die Preise ganz ok. Auch hier waren die Hunde mit, und verhielten sich super brav. Anfangs ein wenig unruhig dann aber entspannt und schlafend, konnten wir in Ruhe essen. (Danke an die Einladung, Fredi und Grete!).

Nach getaner Stärkung fuhren wir nochmals nach Warth, wo wir den Tag noch ein bisschen ausklingen ließen, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Zum Abschied bekam unsere Nuk’ dann noch ein “Quietschtörtchen” und feine Leckerlies zu ihrem bevorstehen Geburtstag. Ich finde das so toll, wenn man auch an die Hunde denkt.

Wir sagen einfach von Herzen Danke für den schönen Tag, und hoffen, dass wir uns bald einmal wiedersehen!

 

Nukka zu Besuch an den Badeseen Rauchwart (26. Mai 2018)

Nukka zu Besuch an den Badeseen Rauchwart (26. Mai 2018)

Nach Rauchwart ins sonnige Burgenland ging es diesmal. Wir besuchten Michaela und ihren Malamute Rüden Buddy. Auch diese beiden sollten sich schon mal vorab kennen lernen, bevor wir im August im Zuge des AMCSFÖ Zeltweekends mit Sack und Pack anreisen und ein verlängertes Wochenende da verbringen. heuer sind wir ja schon zum 10. Mal da, und es ist ein kleines Jubiläum.

Zeitig am Morgen machten wir und also auf den Weg. Es ist doch eine zweistündige Anreise von uns zu Hause weg. 160km sind da zu fahren. Die bisher längste Strecke die Nukka in der Hundebox verbringen musste. Wir waren gespannt.

2 Stunden später … 11 Uhr Vormittag, Nukka ist gut drauf, wir auch, und Michaela kam auch schon mit ihrem Hund daherspaziert. Nukka hat den Rüden sofort gesehen und wartete mal ab, was da kommen würde. Und wie erwartet verlief der “Erstkontakt” wie immer problemlos. Es ist mit Nuk’ eine echte Freude, mit anderen Hunden zusammen zu kommen. Sie macht überhaupt keinen Stress so lange das Gegenüber sich auch so verhält. Eigentlich fast untypisch für ein Malamutemädl, aber ich bin voll stolz auf sie.

Zuerst machten wir eine Runde um den Stausee hinter dem offiziellen Badesee. Es war schon ziemlich heiß, und eine Abkühlung würde den Hunden nicht schaden. Ich bemerkte auch sofort die neuen Schilder die von der Gemeinde aufgestellt waren (Hunde sind an der Leine zu halten), und auch den ersten der sich partout nicht daran hielt, und seinen Hund zu unseren herlaufen ließ ohne auch nur eine kleine Anstalt zu machen, ihn abzurufen oder anzuleinen. Einzig ein idiotisches Grinsen hatte er im Gesicht. Ehrlich Leute, und dann wundert Ihr Euch, warum Hunde immer weniger willkommen sind?

Nach einer ersten Abkühlung – Nukka ging auch schwimmen – machten wir unseren Spaziergang weiter und umrundeten den See. Nukka war dann schon ein bisserl “degustiert” weil Michaelas Buddy nichts anderes im Sinne hatte, als auf ihr aufzureiten, und das mochte sie gar nicht. Es half ihr aber kein Knurren oder andeutungsweises Schnappen, er versuchte es immer wieder.

Nach dieser Runde gingen wir dann zu “Edi” essen. “Schnitz und Pommes sowie mit” war angesagt. Die Qualität hatte sich merklich gebessert, und wir ließen es uns schmecken. Unser “Spezialkellner” war auch wieder da, da freuen wir uns gleich mehr auf den August. Es war immer lustig mit ihm.

Nach dem Essen waren wir noch bei Michaelas Eltern auf Kaffee und Kuchen. Sie haben ja einen Dauercamper da stehen. Alles in Allem war es wieder ein schöner Tag unter Freunden, den wir und auch unsere Nukka (außer die Aufritte des “Geilomuts”) genossen haben. Danke an die Gastfreundschaft von Michaela und ihren Eltern!

 

Nukka lernt die Welt kennen (Hohe Wand, 10. Mai 2018)

Nukka lernt die Welt kennen (Hohe Wand, 10. Mai 2018)

Nukka will raus, sie will was erleben, was sehen, alles kennen lernen. Wir erfüllen ihr diesen Wunsch auch gerne, und so sind wir heute auf die Hohe Wand gefahren, um mit der “Kleinen” einen Spaziergang zu machen.

Unsere Runde begann am Parkplatz beim Wildgehege auf der Kleine Kanzel-Straße. Von da aus gingen wir den Hirschenweg entlang zum Hirschgehege wo Nukka den Erstkontakt zu Rotwild hatte. Die war ganz brav und machte keinen Stress. Auch eine Hirschkuh kam Nukka sehr nahe und zeigte keinerlei Angst. Danach spazierten wir weiter zur Hochkogelstraße um nach wenigen 100m wieder in den Wald einzubiegen. Am Haslinger vorbei und entlang der “Langen Wiese”, dem Alpengasthof Postl und der Ortlerhütte führte der Weg dann in Richtung Skywalk, den wir aber nicht besuchten. Wir rasteten an der Felskante gleich nach der Ortlerhütte, das der Gitterrost am Skywalk selbst nichts für Nukkas Pfoten ist.


Eigentlich wollten wir dann den Rundwanderweg 2 nehmen, der über den Gasthof Luf führen sollte (laut Beschilderung), und dürften uns damit – wie schon einmal – ziemlich verfranzt haben. Der Weg wurde unendlich … und ein Regenschauer erwischte uns dann auch noch voll. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass wir (Manuela und ich) ziemlich gesäuert waren, und die einzige der es voll Spaß machte, Nukka war!

Es dauerte dann schon eine geraume Zeit bis wir wieder den richtigen Weg (der dann auch wieder gut ausgeschildert war) fanden. Triefend nass kamen wir dann unserem Ziel, dem Parkplatz, wieder näher. Auf den letzten Metern wurden wir dann von einem jungen Husky verfolgt, dessen Halter wie so viele andere auch, nicht vorab mal fragte ob wir einen Kontakt überhaupt wünschen. Er ließ ihn einfach zu Nukka her. Zum Glück ist unsere Hündin wirklich freundlich zu (fast) jedem Hund. Trotzdem kann ich so ein Verhalten nicht leiden.

Nach dem kurzen Zwischenspiel gingen wir zum Wagen zurück und hieften Nukka in ihren “Käfig”. Ich besuchte dann noch schnell den Laden am Eingang des Naturparks und kaufte auch ein wenig ein. Die Preise sind halt mittlerweile überall abstoßend geworden. Aber der Tourismus zieht das beinhart durch. Es gibt halt immer wieder genügend Menschen die das Preisniveau einfach so akzeptieren. Ich tu es schon lange nicht mehr, und kaufe wirklich nur mehr was, wenn es mir günstig erscheint.

Danach fuhren wir noch nach Dreistetten, wo wir noch beim “Lustigen Scherrerwirt” einkehrten und gut essen konnten. Qualität, Preis, und Bedienung: Top! Nukka war natürlich auch da dabei und machte uns keine Probleme. Sie lag einfach brav bei uns und knurrte ab und an mal, wenn ich sie beim Schlafen störte, aber das bin ich nun schon gewöhnt dass sie da lautstark protestiert wenn man ihr im Schlaf ankommt.

Mit vollem Magen und einem entspannten Hund ließen wir den Tag dann bei der gemütlichen Heimfahrt ausklingen. Schön wars!

 

Hier noch eine Karte vom Nationalpark Hohe Wand (Copyright Nationalpark):

 

Das war Burning feet 2018

Das war Burning feet 2018
 
Ein langes Wochenende ist zu Ende. Nach wochenlangen Vorbereitungen (immerhin liegt die Vorlaufzeit für korrekt angemeldete Events bei ca. 10 Wochen), ging “Burning feet 2018”, der von mir schon zum 6. Male durchgeführte Großengersdorfer Hundewandermarathon, problemlos über die Bühne.
 
 
Alle Teilnehmer und Hunde kamen unverletzt und in sehr guter Verfassung ins Ziel. Auch die neue 42km Strecke hat sich bewährt. So soll es sein, denn an dieser habe ich gut 5 Monate getüftelt, bin sie selbst abgegangen, habe immer wieder Änderungen vorgenommen um Asphaltstücke so gut wie möglich auszuschließen. Immerhin sollen die felltragenden Begleiter und eigentlichen Helden des Marathons ja keine wunden Pfoten bekommen.
 
Die beiden Wanderstrecken (42km und 21km), die sich durch das Weinviertel im Gebiet rund um Großengersdorf schlängeln (die lange Strecke auch über Pillichsdorf, Eibesbrunn, Münichsthal, Pfösing, Ulrichskirchen und Wolkersdorf) sind zwar nicht gerade eine Herausforderung in Punkto Höhenmeter, aber landschaftlich gesehen ein kleines Juwel. Mit offenen Augen gegangen gibt es sehr viel zu entdecken. Die Natur hält immer wieder Überraschungen bereit.
 
 
Für mich persönlich ist es das oberste Ziel, nicht nur eine gut organisierte Veranstaltung abzuhalten, sondern Mensch und Hund ins Ziel zu bringen, und dabei für die größtmögliche Sicherheit für beide zu sorgen. Nicht umsonst lege ich auf Streckenbetreuung (mit Wasser, erste-Hilfe-Ausrüstung, Snacks, etc.), Checkpoints (Kontrolle von Teilnehmern und Hunden) und den kostenlosen Rückholdienst (falls es doch mal jemandem zu weit oder zu anstrengend ist) immer großen Wert. Zum 6. Mal hat sich dieses System voll bewährt.
 
Mein Dank gilt auch der Gemeinde Großengersdorf, heuer unter dem neuen Bürgermeister Christian Hellmer, die uns diesen Event durch ihre großartige Unterstützung ermöglicht. Als Gast dieser kleinen und feinen Gemeinde schaue ich natürlich auch darauf, dass wir das Gelände genauso sauber verlassen, wie wir es vor dem Aufbau vorgefunden haben. Auch das klappte bisher immer tadellos. Dank unserer Helfer und Mitglieder, die auch während der Durchführung des Events kräftig anpacken und für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Hier an dieser Stelle nochmals Danke an meine Helfer:
 
Manuela, Chris, Thomas, Dagmar, Dieter, Karin und Robert.
 
 
Ich selbst war ja schon ein paar Wochen vorher am Start, da Teilnahme und Organisation nicht unter einen Hut zu bringen sind. Daher habe ich bei solchen Veranstaltungen immer einen Termin vorher, wo das gesamte Organisationsteam schon mal starten kann, wenn es will, um auch eine Wertung zu erhalten. Ich konnte mir heuer mit meiner neuen Hündin Nukka (9 1/2 Monate zu diesem Zeitpunkt) auf der 21km Strecke den 6. Rang holen. Für die Kleine eine durchaus akzeptable Leistung. Noch dazu war sie das erste Mal auf so einer langen Strecke unterwegs.
 
 
DANKE an die 100% positiven Rückmeldungen und Reaktionen die ich für diese Veranstaltung erhalten habe. Das ist die beste Motivation für den nächsten Event!
 
DANKE auch an die Sponsoren und Unterstützer dieses Events:
 
   
 
 
       
 
 
 
 

Nuk’s erstes Trailrocking auf 21km Wegstrecke

Nuk’s erstes Trailrocking auf 21km Wegstrecke

3. April 2018, 7:30 Uhr. Es schien ein schöner Tag zu werden. Morgenkaffee reingekippt, angezogen, Nukka fertig gemacht, ein Blick auf das Thermometer: 5 Grad+. Wir machten unsere tägliche Gassirunde. Unsere mittlerweile “Große” hat Energien in ihr, die mittlerweile in ihrer Flegelphase nur schwer zu zügeln sind. Als ich mir dann so bei der Runde den traumhaften Frühlingsmorgen betrachtete, dachte ich mir, das wäre heute der richtige Tag Nukka auch zu dem schon seit 14 Tagen angesetzten Vorabstart des “Burning feet 2018” mit zu nehmen. Da sich sonst niemand des Orga-Teams gemeldet hatte um dabei zu sein, würde sie eine willkommene Abwechslung und Wegbegleitung füer mich sein. Nur musste ich den Rucksack nochmals umpacken, und alles für den “Start mit Hund” verstauen.

Um Gewicht zu sparen, kam nun meine Jause raus und Nukkas Snacks rein,  die DSLR wurde gegen die kleine Digicam getauscht. Erste-Hilfe-Set ist ohnehin für uns beide, also kein zusätzliches Gewicht, außer Wasserschüssel, 1.5l Wasser für Nuk’, und natürlich die Booties. Schnell war alles bereit, und ich schnappte mir die Kröte und fuhr nach Großengersdorf zum Stallberg, wo der Start erfolgte.

Um exakt 8.57:59 Uhr marschierten wir zwei dann los. Noch wusste Nukka nicht was auf sie zukam, und ich eigentlich auch nicht, weil es die erste so lange Strecke für sie war. Mit ihren 9 1/2 Monaten war sie zwar schon alt genug dafür, aber es fehlte ihr natürlich die Erfahrung um sich ihre Kräfte einteilen zu können wie es Malamuten eben tun, wenn sie auf langen Strecken unterwegs sind. Nukka ist ein braves Mädchen. Sie weiß mittlerweile genau wie sie an der Zugleine gehen muss, auch wenn sie mich ab und an Mal auf die Probe stellt, und hinter mir vorbeirennt um mich einzuwickeln, aber das gehört halt dazu. Auch die Richtungskommandos kennt sie mittlerweile sehr gut, und reagiert auch super darauf. Das erleichtert auch viel beim Trekking.

Die ersten 2 Kilometer machten wir in Rekordtempo, dann kam der erste Knackpunkt für Nuk’. Wir mussten durch das Ortsgebiet entlang einer stark befahrenen Straße. Nukka ist wie Anka vollkommen verbohrt, wenn es darum geht, Autos zu jagen. Je größer desto besser. Keine Ahnung an was das liegt, aber es lässt sich auch nur schwer kontrollieren weil der Sprung in Richtung fahrender Untersatz ohne Vorwarnung erfolgt. Nunja, da musste wir durch, und ich lenkte Nukka auf den Gehsteig. Die Überraschung kam sofort. Sie reagierte genau Null auf den ganzen Verkehr und ging brav vor mir her. Klar nahm ich die Leine kürzer, aber sie machte auch keine Anstalten, irgendwie in Richtung Straße abzubiegen. Auch die Querung klappte und das restliche Stück dann wo es keinen Gehsteig gab. Ich war echt überrascht, und auch stolz auf sie.

Von jetzt an gings wieder am freien Feld weiter. An der Remise in Großengersdorf vorbei, und dem Rußbach entlang. Einziges Problem war ein von hinten kommender, nicht hörbarer Radfahrer, der wieder einmal ohne Vorwarnung an uns vorbei schoß wie wenn es seine letzte Fahrt wäre, und mich und Nukka erschreckte. Nukka stieg wieder mal auf, riß an der Leine, mir knackte wieder der ohnehin schon schwer beleidigte Wirbel, und ich musste kurz mal anhalten und den Rucksack abnehmen. Auch hier wartete sie geduldig, bis es nach ein paar Minuten weiterging. Bei exakt KM10 machten wir dann eine kleine Trinkrast. Meine kleine Trailgöre soff wie ein Kanalgitter. Schon jetzt wusste ich, dass es mit dem mitgeführten Wasser eng werden würde. Sie brauchte mehr als meine vorherigen Hunde. Jetzt merkte ich ihre Abstammung erst so richtig.

Es wurde warm, so richtig warm. Ich schätzte, dass es mittlerweile so gute 18-20 Grad+ hatte. Wir marschierten nach 10 Minuten weiter, und Nukka hing die Zunge raus wie eine alte Wandersocke. Aber das passte schon. Durch das hecheln reguliert sie ja auch ihre Körpertemperatur. Bisher klappte alles tadellos. nach einem halben Kilometer kamen wir dann nach Bockfließ und musste wieder durch Ortsgebiet durch. Ob Nukka wieder so brav ging wie in Großengersdorf? Ja, das tat sie. Ins Stocken gerieten wir erst in der Kellergasse, als von diversen Gärten Hunde anfingen zu bellen und zu keifen. Das war ihr nicht geheuer. Die enge Gasse, und dann noch die Bellerei der nicht sichtbaren Hunde. Zuerst verweigerte sie, dann aber gab sie sich einen Ruck und ging weiter. Zwar ein wenig verängstigt weil sie nicht wusste was da um sie herum los war, aber als sie merkte es würde ihr nichts passieren, kamen wir wieder zügig voran. Bei KM12.5 waren wir wieder auf freiem Feld. Und es wurde immer wärmer. Nächste Überraschung: Ein Rennradfahrer am Feldweg! Keine Ahnung wo der plötzlich dahergekommen ist, aber der knallte so knapp an uns vorbei, dass sogar der daneben stehende und dem Treiben zusehende Bauer meinte: “So ein Idiot!”. Die Radfahrer sind eine Gefahr geworden! Rücksichtslos knallen sie überall herum ohne Rücksicht auf andere. Speziell bei Hunden ist es eine Gefährdung was die machen, denn niemand kann das Verhalten eines Hundes vorhersehen wenn er so erschreckt wird! Aber das geht in die Gehirne dieser Umweltrowdies nicht rein.


Nachdem Nukka ja noch ihren Winterpelz hatte, nahm ich ein wenig Geschwindigkeit raus, und ging langsamer. Die pralle Sonne und mittlerweile gefühlte 25 Grad+ oder mehr, zwangen auch Nuk’ zu langsamerem Schritt. Dann noch der steile Abschnitt den wir nun noch hinter uns bringen mussten, das merkte man ihr nun an. Bei KM14 fand ich am Wiesenweg den wir nun gingen, eine schattige Stelle, und legte wieder eine Trinkpause für sie ein. Ich legte mich in die Wiese, Nuk’ schlemperte zuerst die halbe Wasserflasche leer, dann legte sie sich zu mir, und wir machten 15 Minuten Pause. Hier bekam sie auch ein paar ihrer Lieblingsleckerlies, die sie genüsslich fraß. Sie genoß diese kleine Rast, und als wir wieder aufbrachen, zeigte sie keine Spur vopn Erschöpfung oder Müdigkeit. Hätte mich auch gewundert bei dem Kraftpaket das mich da begleitete.

Gerade als wir aufbrechen wollten, kam wieder einmal ein Radfahrer von oben daher. Geräuschlos, ohne ein Wort zu sagen, knallte an uns vorbei. Ich konnte Nukka gerade noch halten als sie aufstieg um sich den zu krallen als der Vollpfosten auch noch unter dem vorbeifahren meinte: “Ich will nicht Spielen …”. Noch so ein Idiot!

Wir erreichten dann die “Leitngram”, ein Hohlweg der sich zum Hochleithenwald schlängelte. Eng, aber schön. Und wie es der Teufel wollte … kamen hinter uns zwei Radfahrer daher. Aber diese zwei machten sich bemerkbar. Ich drehte mich um, sah sie und sagte ihnen, dass weiter vorne eine Stelle käme, wo ich ausweichen und sie vorbeilassen könne. “Passt schon, so lange der Hund nicht zu uns rennt!” meinte dann einer der beiden. Ah! Die hatten Respekt vor Nukka in der engen Passage! *lach* – Gesagt getan. Ich kam dann zu der “Ausweiche” nahm Nukka beiseite, und die beiden bedankten sich auch dafür. So funktioniert es, das Miteinander zwischen Wandersleut und Radlern. Alles andere ist eine Frechheit.

Nachdem wir den ehemaligen Checkpoint 15 erreicht hatten, gingen wir sofort weiter über den Bockberg durch den Hochleithenwald, und weiter zur “Bockschliachtn”. Das war der letzte Knackpunkt für uns. Wer die Bockschliachtn kennt, weiß von was ich hier nun schreibe.  Nach fast 19km spürte ich nun mein kaputtes Knie, und nach wie vor den Rückenwirbel vom ersten Radlerkontakt. Jetzt sollte sich zeigen, wie brav Nukka ist, und was sie gelernt und sich auch gemerkt hat. Wir stiegen in den engen und steilen Hohlweg ein und ich hoffte dass diesmal kein Radler daherkam. Hier gabs weder Ausweichstellen, noch die Chance zu bremsen wenn die mit vollem Speed da runterkommen würden. Nukka  war erstaunlich brav! Sie befolgte das Kommando “langsam” vorzüglich. Problemlos (und ohne Radlerkontakt) kamen wir unten an, und verließen den Hohlweg.


Die restlichen 1.5 Kilometer sollten nun keine Probleme mehr machen, doch Nukka entschied anders. Vielleicht 300m vor dem Ziel begann sie zu bocken, wollte nicht mehr. Klar, es war mittlerweile sehr warm und sie wusste ja nicht, dass wir schon fast beim Auto waren. Ich nahm sie zu mir, kraulte sie durch, redete ihr gut zu, und siehe da … sie sprang auf und lief weiter wie wenn nichts gewesen wäre. Um exakt 13.25:25 Uhr erreichten wir dann das Ziel.

Sofort bekam meine tapfere Große ihr Wasser, und eine Portion Sonderknuddler. Sie hatte es geschafft und mit Bravour die Strecke gemeistert. Ihr erstes 21km Trekking. Die Pfotenkontrolle ergab keine Verletzungen, sie ging normal hatte also auch keinen Muskelkater, auch alles andere passte. Super! Sie ist ein tolles Mädchen und klasse Wanderbegleitung! Genau so einen Hund wollte ich wieder, und sie hat gezeigt dass sie in die Fußstapfen meiner Anka gestiegen ist, die eine ebenso tolle Hündin war …

Zu Hause angekommen, versorgte ich Nuk’ mal mit einer Badewanne voll Wasser, einem Kübel voll Futter, und einem leckeren Schinkenknochen. Sie putze alles weg, schlief gerade mal 1 Stunde auf der Terrasse, und war danach wieder top fit! Ja, das ist meine “Kleine”.  So soll es sein!

Nukka war die richtige Wahl!

Die kompletten Fotos dieser Tour findet Ihr in meiner Fotogalerie unter “Die Trailrocker 2018”.

Der alte Hund

Der alte Hund

Leider durften meine beiden vorherigen Weggefährten nicht wirklich “alt” werden, aber diese Zeilen erinnern doch sehr an viel selbst Erlebtes. 


Kitaro & Anka 2006

Anka 2014 und Kitaro 2016

 

Erinnerst Du Dich? Eben noch ist der acht bis zwölf Wochen alte Welpe durch Deine Wohnung galoppiert, war als Einjähriger der Schrecken aller Kaninchen. Selbst mit 8 Jahren war er nicht zu halten, wenn er einen Ball sah. Plötzlich ist alles anders. Plötzlich? Nein, die Anzeichen kamen schleichend.

Das Aufstehen und Hinlegen fällt schwerer.
Das jahrelang bewährte Futter schmeckt plötzlich nicht mehr so richtig.
Die Blase drückt viel öfter als früher.
Die im Welpenalter aufgebauten Hundefreundschaften werden nur noch kurz beschnüffelt, dann wendet man sich auch schon wieder dem Heimweg zu.
Das Bedürfnis nach Wärme und Zuwendung ist größer als je zuvor.

DER HUND IST ALT.

Kleine Rassen werden bekanntlich älter als große, das spielt aber in diesem Fall überhaupt keine Rolle. Es geht darum, dem Hundesenior gerecht zu werden und sich seinen Ansprüchen anzupassen. Dein Hund hat Dich jahrelang begleitet. Er war Dir ein treuer Gefährte und Partner. Er hat Dir nie vorgeworfen, dass eine Fahrt bei 25 Grad im Sommer im Hundepelz weniger angenehm ist. Er hat gefressen was Du ihm vorgesetzt hast und er hat seine Geschäfte erledigt, wenn Du ihn hinaus gelassen hast. Nun fordert das Alter von Deinem Hund Tribut, und Du stehst in der Pflicht, es für Deinen Gefährten so angenehm wie möglich zu machen. Das bist Du ihm einfach schuldig.

Das Altern von Tieren jeglicher Art unterscheidet sich kaum von den Alterserscheinungen eines Menschen. Wer kann sich also nicht vorstellen, dass es nun beschwerlicher ist, einen Hügel zu erklimmen als früher, dass die Ohren und Augen in ihrer Sinneskraft nachlassen. Dass man jugendlichen Flegeln am liebsten aus dem Weg geht, weil man sich einem Kräftemessen nicht mehr gewachsen fühlt. Es ist so einfach, sich in einen alten Hund hineinzuversetzen, wenn wir uns nur einmal die Mühe machen und darüber nachdenken, was gut und wichtig für ihn ist.

Würdest Du Deine Oma in der Garage schlafen lassen, weil sie ihren Blasendrang nicht mehr wie früher unter Kontrolle hat? Würdest Du ihr einmal am Tag eine fette Mahlzeit vorsetzen, obwohl sie schon am Morgen nach einer Kleinigkeit verlangt? Würdest Du Deine alte Oma wirklich einen ganzen Tag alleine lassen? NEIN! Wenn ein Funken Menschlichkeit in Dir steckt, dann kannst Du diese Fragen nur mit „niemals!“ beantworten.

Unseren alten Hunden aber widerfährt dieses Schicksal auf der Welt millionenfach.

Warum? Halten wir unsere Tiere für seelenlose Maschinen? Das wohl nicht. Aber sie lamentieren und klagen nicht, sie weinen und stöhnen nicht, vor allem aber klagen sie nicht an, und solange sie das nicht tun, schlussfolgern wir, dass es ihnen gut bei uns geht. Welch fataler Irrtum. Wenn Du diesen Teufelskreis durchbrechen willst und dem Hund die Anerkennung zollst die ihm gebührt, dann haast Du die Möglichkeit, Deinem Freund auf seinem letzten Lebensabschnitt zu begleiten und in aller Ruhe von ihm Abschied zu nehmen. Er dankt es Dir tausendfach.

Verbanne ihn auf keinen Fall von seinem gewohnten Schlafplatz, nur weil Darm- oder Blase hin und wieder nicht funktionieren. Wenn vorher sein Schlafplatz mit einer Decke ausgestattet war, dann kostet es Dich doch nur ein müdes Lächeln, das Lager mit ein oder zwei weiteren Decken weicher zu gestalten. Die alten Knochen sehnen sich nach Wärme, und das Immunsystem ist krankheitsanfälliger. Also versteht es sich von selbst, dass Du Deinen Hund bei Kälte und Regen nicht draußen abliegen lässt, auch wenn ihm das in den vergangenen 10 Jahren nichts ausgemacht hat!

Teile die Futterrationen auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag auf. Reiche ihm sein Fressen wenn er danach verlangt, denn alte Hunde werden in der Regel oft sowieso von Appetitlosigkeit geplagt. Gönne ihm hin und wieder einen besonderen Leckerbissen.

Die Gewaltmärsche von früher sind tabu. Statt dessen gehe lieber einmal mehr eine kleine Runde. Pflege ihn weiterhin wie gewohnt. Es gibt keinen Grund einen alten Hund weniger zu bürsten oder pflegen, nur weil keine Aussicht mehr besteht auf einer Ausstellung mit ihm zu glänzen. Besonders wichtig ist aber für Deinen Hund, dass er nun besonders auf Deine Liebe und Fürsorge angewiesen ist.

Hunde, die zu Lebzeiten keine ausgesprochenen Schmuser waren, entwickeln im Alter eine ausgesprochene Liebesbedürftigkeit. Schenke Deinem alten Hund daher Deine ganze Aufmerksamkeit. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, ihm mit zwölf oder gar dreizehn Jahren einen Welpen vor die Nase zu setzten. Die Möglichkeit dazu hattest Du vorher.

Beobachte Deinen Hund. Wenn er Anzeichen von Schmerzen oder krankhafte, körperlichen Veränderungen zeigt, dann ist der Gang zum Tierarzt oder ein Hausbesuch desselben dringend erforderlich. Es liegt in Deiner Hand, dem Hund Schmerzen zu ersparen. Sollte es aber für Deinen alten Hund keine Rettung geben, dann bist besonders Du als lebenslange Bezugsperson gefordert. Den Hund auf seinem letzten Weg einem Bekannten oder gar Fremden anzuvertrauen, ist unverzeihlich. Er hat Dir ein Leben lang zur Seite gestanden, und es ist Deine Pflicht ihn bis zur letzten Minute zu begleiten. Ein Hund, der in einer Tierarztpraxis umgeben von Fremden stirbt, ist ein unglücklicher Hund! Wir alle empfinden bei diesem letzten Gang unsagbare Trauer, Schmerz und Leid. Niemand braucht sich in diesen Minuten seiner Tränen zu schämen. Aber der Hund ist es, der stirbt, und er hat ein Recht auf die streichelnden Hände seiner Bezugsperson. Egal, wie schwer uns das fällt.

Auch wenn Dein Hund jetzt noch jung ist oder Du Dich gerade erst mit dem Gedanken befassen, einen Hund anzuschaffen: Auch Dein Hund wird alt. Und es ist der biologische Lauf der Dinge, der unseren Hund nun einmal früher sterben lässt als uns. Es liegt in Deiner Macht, ihm den Herbst des Lebens so angenehm wie möglich zu machen.

Ein alter Hund ist etwas Wundervolles! Er versteht ohne Worte …

 

Ursprungstext: Dagmar Spillner (1998)

 

Was ist in Euren Augen Kälte??

Was ist in Euren Augen Kälte??

 

+10°C
Die Bewohner von Kapellerfeld drehen die Heizung ab. Sie pflanzen Blumen.

+5°C
Die Kapellerfelder nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

+2°C
Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C
Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C
Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Kapellerfelder essen Eis und trinken kaltes Bier.

-4°C
Die Katze will mit ins Bett.

-10°C
Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die Kapellerfelder gehen in den offenen Pool.

-12°C
Zu kalt zum Schneien.

-15°C
Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C
Die Kapellerfelder drehen die Heizung auf.

-20°C
Der Atem wird hörbar.

-22°C
Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C
Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C
Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C
Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C
Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C
Kein richtiges Auto springt mehr an. Der Kapellerfelder flucht, tritt gegen den Reifen und schwingt sich aufs Rad.

-31°C
Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Kapellerfelder Fußballmannschaften beginnen mit dem Training für den Frühling.

-35°C
Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Kapellerfelder schaufeln eventuell den Schnee vom Dach.

-39°C
Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Kapellerfelder schließen den obersten Hemdknopf. Ende der T-Shirt-Temperaturen.

-44°C
Ein Kapellerfelder überlegt, eventuell die Fenster zu schließen.

-45°C
Die Kapellerfelder schließen langsam die Klofenster.

-50°C
Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Kapellerfelder tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C
Die Eisbären verlassen den Nordpol. Am Rande von Kapellerfeld wird ein Nordic-Walking-Ausflug organisiert.

-75°C
Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Kapellerfelder ziehen jetzt die Hauben über die Ohren.

-120°C
Alkohol gefriert. Folge davon: Der Kapellerfelder ist sauer.

-268°C
Helium wird flüssig.

-270°C
Die Hölle friert.

-273,15°C
Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Der Kapellerfelder gibt zu: Ja, es ist etwas kühl, gib mir noch einen Schnaps zum Lutschen!

 

Und jetzt kennt Ihr den Unterschied zwischen Kapellerfeldern und Warmduschern. Also stellt euch nicht so an! Es ist Winter!

Pedigree or no pedigree, that’s the question …

Pedigree or no pedigree, that’s the question …
(Zuchtpapiere oder nicht, das ist die große Frage …)

Dieser Artikel ist KEINE Zustimmung zur “Hinterhofzucht” oder dem Tun der sogenannten “Vermehrer”! Aber er soll zum Nachdenken anregen und er soll auch ein wenig provozieren. Es wird sicherlich jeder Leser oder Leserin was anderes hinein interpretieren oder herauslesen, tja, so ist die Welt eben mal, und mir ists egal.

Doch zurück zum Titel. Was will ich mit dem Titel aussagen? Zu allererst einmal, dass es Rassehunde mit und auch ohne Papiere am “Markt” gibt. Ein Pedigree bekommt aber nur ein Hund, der auch unter dem Deckmantel eines Zuchtverbandes “erzeugt” wird. Also FCI, dieser angehörig der ÖKV und in unserem Fall, der Nordischen, dem ÖCNHS der wiederum dem ÖKV angehörig ist. In diesem Zuchtverein der auch das Zuchtbuch führt, wird nach bestimmten Regeln die Hundezucht dokumentiert und reglementiert. So weit so gut.

Die FCI gibt die Rassestandards vor, welche dann von ÖKV und dem ÖCNHS an seine Mitglieder verpflichtend weitergegeben wird. Auch gut. Daneben gibt es dann noch für Hunde ohne Papiere, die phänotypische Bewertungsmöglichkeit, in dem jetzt hart ausgedrückt “Nichtrassehunde” in “Rassehunde” mit Pedigree (Die Felder der Eltern und alle Ahnen bleiben dabei aber leer) verwandelt werden. Kosten zwischen 200 und 400 Euro, je nachdem wo man das machen lässt. Aha?

Und dann noch die für reinrassige Rennen unter der FISTC für Hunde mit Pedigrees und zum Erlangen eines sogenannten “Rennausweises”die Möglichkeit, die Hunde die nicht an Ausstellungen (Mindestens ein Ergebnis mit “gut” ist dafür notwendig um den Pass zu bekommen) direkt am Rennen durch einen FCI-Richter (in diesem Falle der Präsident der FISTC selbst, Franco Manato, aha?) begutachten zu lassen, und *schwupp* hat man schon den EU-Rennpass. Diese Order galt aber nur für alle nach dem Einführen dieser Regel und nicht für bereits laufende Hunde. Aha?

Und nun zu den Züchtern (Es gilt dabei immer männlich und weiblich!) selbst. Ja da gibts einiges in der Szene. Züchter die reinrassig züchten, Züchter die offiziell gemeldet züchten, Züchter die nur als Hobby züchten, Hinterhofzüchter, Vermehrer, etc. – Nun, laut Gesetz sind Züchter die eine “gewinnbringende” Zucht betreiben dazu verpflichtet, diese bei der zustündigen Behörde anzumelden, und dafür auch bei der Finanz ihre Abgaben zu leisten. Aus diesem Grund betreiben 99% der Züchter eine “Hobbyzucht” die ja keine Gewinne abwirft, nicht gemeldet ist, und bei der Abrechnung der nicht vorhandenen Gewinne Ausgaben geltend machen die vor Lächerlichkeit nur so strotzen. Hauptsache es bleibt unter dem Strich eine Null. Aber reinrassig! Aha?

Die meisten Züchter behaupten Stein und Bein, dass von der Zucht kein Cent übrig bleibt, weil die Welpen so viel kosten, dass man sogar noch was drauf legen muss. Ich kenne sehr viele Züchter. Der Großteil arbeitet nichts, sondern züchtet nur. Wenn das nichts bringt, wovon leben diese Menschen dann? Ich kenne auch viele Züchter, die ein paar Würfe im Jahr machen, daran ja nichts verdienen, und plötzlich gibts ein neues großes SUV, einen neuen Wohnwagen oder Wohnmobil, neues Sportequipment, ein Urlaub in der Karibik, … man verdient ja nichts an den Welpen. Aha?

Ein Welpe (Husky oder Malamute) kostet in Österreich rund um die 1500 Euro. Ein Standardpreis für Hunde mit Pedigree. Preisabsprache gibt es keine …

Der Rassestandard der von der FCI festgelegt wurde, und auch für jeden einsehbar ist, sollte im Prinzip von jedem Hund mit Pedigree eingehalten werden. Nun, wenn ich mir die auf Rennen eingesetzten Huskies in den letzten Jahren so ansehe, dann dürfte keiner der Hunde ein Pedigree besitzen, und man muss annehmen, dass die Richter auf den Ausstellungen blind oder bestochen sind (es gilt natürlich die vollkommene Unschuldsvermutung). Gleiches bei den Malamutes. Wobei hier die Unterschiede der Hunde noch gravierender zum Vorschein kommen.

Doch wie wird von den meisten Züchtern die Auswahl der Elterntiere durchgeführt? Aus Erfahrung die ich selbst mittlerweile gesammelt habe, und dem offensichtlichen Bildungsniveau vieler (Das soll nicht negativ sein, aber mit Hauptschulabschluss hat man eben keine Ahnung von Vererbung und Genetik), gilt bei den meisten: Championstitel Gewinner + Championstitelgewinnerin = tolle Puppies die viel Geld bringen. Detto bei den Züchtern die selbst Rennen fahren und damit ihr Hobby finanzieren: Weltmeister + Weltmeisterin = Puppies denen der Titel schon in die Wiege gelegt wird, die können gar nichts Schlechteres werden. Punkt. Aha?

Langsam sollte es beim Nachdenken klingeln …

Zu mir selbst: Meine erste Alaskan Malamute Hündin kaufte ich aufgrund eines Inserats im Kurier. Damals hatte ich null Ahnung von Pedigrees, Stammbäumen, FCI und dergleichen. Für mich war wichtig: Ich wollte einen Familienhund, kinderfreundlich, er sollte mir gefallen, und er sollte doch ein gewissen Maß an Jagdfreude mit sich bringen (warum, steht hier nicht zur Debatte). Ich kaufte die Hündin. Sie war 15 Wochen alt, ich bekam den Impfpass mit gültigen Impfungen, der Hund war entwurmt, damals nicht gechiped weils noch keine Pflicht war, und gesund. Auch einen Kaufvertrag hatte ich. Ich kannte nur die Mutter von ihr, den Vater von einem Foto. Anka, so ihr Name, entwickelte sich zu einer absolut tollen Hündin. Sie war ihr ganzes Leben lang gesund und robust. Als sie im Alter von 10 Jahren einen Tumor in der Milchleiste bekam, machten wir den Fehler und ließen sie auf Anraten des Tierarztes kastrieren weil die Hormonumstellung angeblich das Tumorwachstum stoppen sollte. Ich bin kein Tierarzt, also musste ich der Aussage vertrauen. Das Ende der Geschichte, damit weckten wir den Krebs erst richtig auf, und 6 Monate später mussten wir sie gehen lassen. Das hat jedoch weder etwas mit Pedigrees noch mit sonst was zu tun.

Mein zweiter Nordischer, ein Siberian Husky aus dem Tierheim, war da eher ein gesundheitliches Mimöschen. Wenns was an Krankheiten zu holen gab zeigte er zweimal auf. Kitaro hatte auch kein Pedigree, weil er ein “Unfall” war. Der Vater war zu jung. Sonst hätte er eines gehabt. Unser Rüde war jedoch laut Ahnentafel die wir recherchieren konnten, aus zwei Zuchtstätten hervorgegangen, die mehrfach Champions hervorbrachten, und bis in die 6. Generation zurück ein “Reinrassiger”. Was wir mit ihm alles mitmachen mussten, ist eine andere Geschichte, aber auch er war ein super toller Hund. Auch ihnm mussten wir mit 11 gehen lassen. Ebenfalls Krebs. So die offizielle Diagnose. Inoffiziell wars ein schwerer Kunstfehler bei einer Untersuchung in einem bekannten NÖ Tierspital.

Für Anka bezahlte ich 1/3 der Kaufsumme, die normalerweise ein Malamute kostete. Für Kitaro nichts.

In meinem Bekanntenkreis und Umfeld erlebe ich seit Jahren schon, dass sie sich “reinrassige” Hunde mit Papieren kaufen, deren Eltern lauter Champions sind, tolle Zuchten angepriesen wurden, alles nach außen hin voll klasse erscheint, und die Hunde dann mit 5-8 Jahren erkranken und wenig später sterben. Die meisten ebenfalls an undefinierten Krankheiten denen man nicht Herr wurde, oder auch an Krebs. Preis der Hunde, wie schon weiter oben erwähnt, um die 1500 Euro.

Jetzt frage ich mich: WAS unterscheidet nun die Hunde mit Pedigree von denen ohne Pedigree, und was Hunde um 1500 von Hunden um ein Drittel des Preises oder völlig kostenlos? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zweitere noch weit robuster sind, als die hochgezüchteten Reinrassigen. Liegts am fehlenden Verständnis von Vererbung und Genetik? Oder liegts an der “Massenproduktion” und damit fehlenden neuen Genen in den Zuchtlinien? Ich kann dazu nichts sagen, aber es fällt auf! Viele Rassehunde haben mittlerweile HD, ED, Vererbungskrankheiten, Katarakt, Hautprobleme, etc.. Auch Charakterzüge wie Agressivität oder als Gegenteil auch Menschenscheu haben Einzug in die vormals wunderbaren Hunde gehalten. Alles Punkte, die es laut Rassestandard nicht geben dürfte. Aha?

Eine Hinterhofzucht ist ein NoGo, keine Frage. Ebenso die “Vermehrerei”, die es aber auch bei den offiziellen (Hobby-)Züchtern gibt.  Aber warum sind die Hunde die nicht aus “Pedigree”-Zuchten stammen noch viel robuster? Darüber sollten sich die selbsternannten “Zuchtexperten” mal den Kopf zerbrechen. Was ging schief in der Zucht, dass mittlerweile so viele Hunde nicht mehr dem Stadard entsprechen, und dauernd krank sind? Ich schreibe hier nicht von den ganzen kranken “Ostblockwelpen” die aus dem Kofferraum verkauft werden, die sind definitiv krank, von Haus aus, und viel zu jung, um von den Müttern getrennt zu werden!

Ich habe mich voriges Jahr in Österreich umgesehen, weil ich wieder einen Welpen haben wollte. Aufgrund der Arroganz und Überheblichkeit der Mitarbeiterinnen der Tierheime und Tierschutzorgas bin ich vom Plan abgekommen, mir wieder einen Tierheimhund zu nehmen. Also fiel die Entscheidung auf einen Malamute-Welpen. Doch was mir dabei alles untergekommen ist … nein, Danke.  Der Einheitspreis von 1500 Euro zieht sich wie ein roter Faden durch alle Zuchtstätten. Standardpreis. Mir gings nicht ums Geld, aber es fällt halt auf, dass es da eine gewissen Absprache gibt. Am Auffallendsten war jedoch meistens die Ansage, wenn man fragte ob es nicht ein bisserl günstiger ginge: Ohne Papiere kostet der Hund weniger! Hallo? Da kommen Welpen auf die Welt. Alle unter dem Deckmantel einer ÖCNHS/ÖKV Zucht. Alle Welpen sollte ja dann auch die Pedigrees haben, oder? Wieso kann ich dann einen Hund ohne kriegen, und sogar billiger? Was passiert mit den Papieren, die dann “übrig” bleiben? Fragen über Fragen …

Fakt ist: Die Wurfabnahme, die Registrierung, alles was halt dazu gehört, wird für alle Welpen gemacht. Also verstehe ich das nicht ganz, was da abläuft.

Für mich auch unverständlich war, dass ich den Welpen (den ich dann ohne Papiere um 1000-1200 Euro bekommen hätte), mit 8 Wochen holen hätte können, grundimmunisiert, entwurmt, gechiped mit EU-Heimtierausweis. That’s it. In meinen Augen zu jung. Die Welpen sollen die Chance auf ein gesundes Aufwachsen bei ihren Müttern oder Eltern bis 15 Wochen haben. Die 7 Wochen machen es aber meiner Meinung nach aus, damit ein Hund charakterlich gefestigt wird. Aber die 7 Wochen kosten dem Züchter natürlich Geld. Was den Gewinn schmälert, den man eh nicht macht. Alleine aufgrund dieser eigenartigen Gebahrung entschied ich mich gegen einen Hund aus Österreich.

Was ich nun habe, ich ein Hund der vor Gesundheit und Kraft strotzt, charakterlich genau das ist was ich wollte, mit 15 1/2 Wochen in Begleitung der besten Freundin der Züchterin über 1700km zu mir gebracht wurde, mit EU-Heimtierausweis der neuesten Generation, gechiped, Grund- und Endimmunisiert war (das heißt, ich brachte mich um nichts weiter mehr kümmern, der Impfschutz war bereits voll gegeben), entwurmt und entmilbt war, und alle Papiere die man braucht dabei hatte. Die Kleine entwickelt sich seit ihrer Ankunft zu einer super Malamute-Hündin. Und das um die Hälfte der Kosten eines Hundes aus Österreich. Inklusive Transport! Man sieht, es geht auch so. Und niemand soll mir mit unterschiedlichen Kosten der Zucht als Argument kommen. Ja die mag es geben,  aber nur in der Anschaffung der Luxusgüter die man sich nach einem verkauften Wurf wieder leistet!

Und jetzt sollten alle mal nachdenken, was in Punkto Zucht bei uns schief läuft. Den Punkt “an einer Zucht verdient man nichts”, den kann man getrost zu Grimms Märchen reihen. Das ist Fakt. Ebenso den Punkt “wir züchten doch zum Erhalt und der Verbesserung der Rasse”. Alles Schwachsinn. Es geht immer nur ums Geld! Und dass es so ist, beweist auch das Getue der Züchter untereinander: Anpatzen, anschwärzen, ans Bein pinkeln, die eigenen Hunde als die besten darstellen …

Wie gesagt, ich bin kein Befürworter von Hinterhofzuchten oder Vermehrern. Aber die “offizielle” Zuchtszene sollte mal dringend durchleuchtet werden, denn ich gehe davon aus dass der Großteil davon genauso schwarze Schafe sind wie die Erstgenannten. Das einzige was die “offizielle Zucht” und die “Hinterhofzucht” noch unterscheidet ist die Tatsache, dass man bei der offiziellen Zucht noch jene Hunde bekommt die man bewirbt (zumindest zu 99,9%), bei der Hinterhofzucht kanns alles sein, inkl. Mischlinge die als Rasse an den (unwissenden) Mann gebracht werden.

Noch ein Punkt der mir sauer aufstößt, wenn ich mir die Ansagen mancher selbsternannter Superzüchterinnen anhöre: “Meine Hunde sind aus einer Showlinie …”, oder: “Meine Hunde sind aus einer Arbeitslinie …”. Es gibt nur EINEN FCI-Standard! Das sollte wohl schon jeder kapiert haben. Wir wissen doch eh schon längst, dass arbeitsunfähige Über- oder Fehlzüchtungen (leider auch bei den Nordischen) dazu führt, dass die Hunde weiterhin teuer verkauft werden, als sogenannte “Showlinie” eben. Es gibt auch genügend “Würfe” die es eigentlich dann nie gegeben hat, weil sich zwei Hunde vergnügten und es dann ein “Hoppala” war. Diese Würfe werden abgetritten, hat es nie gegeben. Man weiß eigentlich nichts davon …

Auch wenn ich mir mit diesem Artikel nun Feinde mache: Es ist mir egal! Weil es ist, wie es ist. Kein einziger Züchter oder Züchterin konnte mich in den letzten Jahren vom Gegenteil überzeugen! Es wird nur gelogen und verschleiert, und wenns drauf ankommt dann halten sie plötzlich alle zusammen und decken sich auch gegenseitig! Aber nicht immer, denn es gibt doch einige wenige seriöse Züchter und Züchterinnen, die meine Meinung bestätigten, aber leider nur hinter vorgehaltener Hand …

Warum wohl?

 

Und ganz ehrlich: Was glaubt ihr alle, was euer Hund von Titeln,  Auszeichnungen und Rassepapieren hält? Was ist ihm ein Championstitel oder Stockerlplatz wert? Genau nichts! Ihm genügt es gesund zu sein, geliebt zu werden, alles zu haben was er braucht, inklusive eurer Zuneigung zu ihm. Mehr braucht er nicht. Alles andere versteht er auch nicht. Ihr seid es die mit all diesen Dingen euer Ego aufpolieren und befriedigen wollt. Und wenn ihr darüber nachdenkt, dann wisst ihr das es so ist.

Warum Nordische an die Leine gehören …

Da ich selbst immer wieder alle aufrufe, ihre Nordischen an der Leine zu halten weil sie eben unberechenbar sind und der Jagdtrieb IMMER irgendwann einmal durchbricht, hier eine wirklich berührende Geschichte über den tragischen Verlust eines Huskies, und wie schnell es eigentlich gehen kann …

Mit freundlicher Genehmigung von Margot Kuhr hier in meinen Blog kopiert.

 

 

„Hilas Vermächtnis“

Auszug aus dem Snowdevils Käuferforum vom 25. 09.2014 an meine Käufer
„Snowdevils: Back to the Roots oder auch „Tacheles“

Hallo LeuteWie Ihr alle gemerkt habt, war ich eine Weile weg von der Bildfläche und Ihr ahnt auch, warum.

Ein Snowdevil ist zu Tode gekommen und diesmal war ich starr vor Entsetzen, wusste nicht, damit umzugehen und auch nicht, wie es nun weitergehen soll, OB es überhaupt weitergehen kann und ich musste mich erst ordnen innerlich. In mich gehen, was dieses Unglück für mich bedeutet und vor allem, was ich damit zu tun habe.

Jeder hier weiß, um welchen Hund es sich handelt, aber ich werde diesen Hund nicht beim Vornamen nennen, auch nicht die Besitzerin, denn es geht hier absolut nicht darum, Jemanden zu verurteilen oder gar an den Pranger zu stellen. Deshalb verbitte ich mir auch ausdrücklich jegliche negative Bemerkung dieser Person gegenüber. Wir sind befreundet und werden es auch bleiben, im Gegenteil, wir sind gewachsen an diesem Drama.

Und ich bitte Euch, dieses nicht nur einmal zu lesen, sondern öfter, darüber nachzudenken und zu verstehen, was ich sagen will.

Ein Snowdevil ist verunglückt, gerade 4 Jahre Jahre alt und ein Hund, dem es an nichts fehlte, dem jegliche Liebe zuteil wurde, die ein Mensch einem Hund nur geben kann. Ein Einzelhund, der in sich ruhte, niemals nervös war oder gar flippig, „abrufbar“ in bislang jeder Situation und deshalb ein, wenn auch seltener, „Freigänger“ in „sicheren“ Gebieten. Ging nie weit vom Menschen weg, schaute, wo ihr Mensch ist zwischendurch und auch ihr Mensch hatte immer ein Auge auf sie.

1000 Mal waren Snowdevil und Mensch schon so unterwegs gewesen und 1000 Mal ist es gut gegangen.
Diesmal nicht, eine Spur gerochen, eine Maus gesehen, nichtmal schnell weggelaufen, sondern die Nase auf dem Boden langsam aber stetig „weggeschleucht“, langsam für einen Hund, aber zu schnell für einen Menschen. Mensch sieht in welche Richtung Hund geht, ruft, wie 1000 Mal vorher, aber Hund kommt nicht, reagiert nicht und folgt der Spur in Richtung Bahngleise.

Mensch ruft immer lauter, Hund folgt der Spur…

Mensch hört den Zug, bevor er zu sehen ist und schreit jetzt nach dem Hund, rennt hinter Hund her und schreit in Panik.

Hund folgt der Spur….

Mensch sieht den Zug, sieht den Hund und hofft , dass auch Hund den Zug hört, sowas MUSS sie doch hören, aber Hund folgt der Spur mit Nase auf dem Boden. Und nun muss Mensch mit ansehen, wie der über alles geliebte Hund einem Zug nicht trotzen kann, alles geht so schnell und ist doch festgebrannt in der Erinnerung des Menschen….

Gleich danach ging bei mir das Telefon und spät am abend waren sie dann hier bei mir, Mensch und Hund.
In welcher Verfassung Mensch war, muss ich sicher nicht sagen und der Hund………

Wir haben sie hier aufgebahrt, wie ich es bei Jedem meiner Hunde mache, am nächsten Tag hier beerdigt und ich spürte unendliche Trauer, aber auch Wut .

Ja, Wut, Entsetzen und dann die erschreckende Erkenntnis, dass ICH diejenige bin, die die Hauptlast der Schuld trägt, denn ICH berate meine Käufer vor dem Kauf, ICH entscheide, wohin ein Snowdevil zieht und ICH bin in den letzten Jahren selbst zu lasch geworden.

Bei Menschen, die sagten, Ihr Hund läuft auch ohne Leine, hab ich gesagt: Ich bin da absolut nicht für, aber es ist Eure Verantwortung und wenn was passiert, müsst Ihr damit umgehen usw blabla….

Sicher sind Huskies leichter zu händeln wie noch vor 20 Jahren, aber ich habe es mir doch zu leicht gemacht, indem ich den Käufern gesagt habe, nach der Übergabe des Hundes liegt es in deren Verantwortung. Ich habe meine „Pflicht“ getan und immer wieder gesagt, dass ICH das nicht machen würde, aber es Leute gibt, bei denen es geht, bei einem Einzelhund noch eher usw usw blablabla…

Zu einfach, ich habe mich anscheinend nur zurückgelehnt, mir selbst was vorgemacht, denn nun ist ES passiert und ich kann da nicht mit umgehen.

Ich sehe es als meine Verantwortung, ich, die die Verpaarungen plant und damit entscheide, dass meine Snowdevils auf diese Welt kommen, ich entscheide, zu wem sie gehen und ich versuche, Jeden Snowdevil bis zum letzten Tag seines Lebens zu betreuen und manchmal darüber hinaus.

Und, nicht falsch verstehen, ich will das so, wollte es nie anders, denn das ist mein Leben.

Ich will es auch in Zukunft niemals anders haben, aber ich werde, ICH MUSS, zurück zu meinen Wurzeln, sonst werde ich es nicht mehr tun können, das Züchten meine ich. Ich will nicht, dass Jemand denkt, er würde mir auf den Geist gehen, aber ich will auch mal sagen dürfen, was es für mich bedeutet, diese Betreuung:

Ich telefoniere jeden Tag ca 2 Stunden, sitze am PC nur mit mails auch ca 3 Stunden am Tag. Wir haben fast Oktober und in diesem Jahr hatte ich exakt 2 Wochenenden, an dem nicht mindestens 1 Hundebesuch da war, oftmals sind es mehrere Leute. Besuche in der Woche kommen noch dazu. Und nach 24 Jahren Zucht habe ich keinen einzigen Monat, wo nicht mindestens 1, 2 oder gar mehr alte Hunde aus meiner Zucht sterben. Manche Käufer berichten mir danach, manche begleite ich schon Wochen vor dem gefürchteten Schritt und ich mache das gerne und mit ganzem Herzen.

Für mich ist das eine Art letzter Liebesbeweis, den ich an meine Hundekinder, die durch mich auf die Welt gekommen sind und mit meinen Händen und meiner Liebe aufgezogen wurden die ersten Wochen ihres Lebens, weitergeben kann.

Aber deshalb, weil ich jedes meiner Hundekinder auch nach dem Verkauf im Herzen habe, deshalb belastet mich jeder Hund, auch wenn er im Alter stirbt, mental ungemein. Ich weine um jeden Hund, der jemals bei mir geboren wurde und glaubt mir, in den letzten Jahren waren es eine Menge Tränen. Manchmal glaube ich, ich halte das nicht mehr aus und denke, wenn ich mal aufhöre, dann wegen diesem Schmerz.

Aber ich weiß auch, das ich es doch aushalten kann, weil ich die Liebe der Besitzer spüre, die sie für Ihre Hunde haben und wie dankbar ich selbst bin, dass diese Menschen mich teilhaben lassen an diesen sehr bewegenden und auch überaus privaten Momenten, ich bei Ihnen und somit auch bei meinen Hunden sein kann, egal über welche Entfernung.

Und, was ich auch loswerden muss:

Meine Käufer, also IHR, auf die ich so stolz bin, sagen mir oft, dass sie noch nie gehört haben, dass ein anderer Züchter dermaßen seine Hunde betreut. Das freut mich ungemein und ich werde mir weiter alle Mühe geben und das mit Freude, denn wie gesagt: Das ist mein Leben.

Was ich aber nicht mehr tun  werde ist:

Ich werde nicht mehr vergessen, was ich einst, als ich anfing, als das Wichtigste ansah und danach auch gehandelt habe, denn dies sehe ich als Vermächtnis dieser Snowdevils Hündin :

Ein Husky gehört an die Leine !!!!

Wenn also Jemand glaubt, seinem Hund die Liebe zu beweisen, indem er ihm „Freiheit“ gönnt, so möge er das tun. Ich akzeptiere das, aber ich verlange auch soviel Fairness, mir das vor dem Kauf zu sagen. Und dann muss ein Interessent eben genauso akzeptieren, dass ich dann nie mehr einen meiner Welpen diesem Risiko aussetzen möchte und sich einen anderen Züchter suchen. Ich weiß, wir sind alle nur Menschen und ich kann mich selber nicht freisprechen für die Vergangenheit, aber ich werde niemals mehr einen Hund ohne Leine egal wo laufen lassen.

Und was ich auch nicht mehr tun werde:

Sollte noch ein Snowdevil verunglücken weil er „Freigänger“ war, also nicht „entwichen“, was jedem passieren kann, sondern wenn ein Mensch seinen Hund ohne Leine ausführt, dann werde ich diesen Menschen nicht mehr beistehen und auch nie mehr einen Hund anvertrauen.

Sollte das bedeuten, dass ich meine Welpen nicht mehr „loswerde“, dann ist es eben so und ich höre auf. Den Preis zahlen im Endeffekt meine Welpen und dieser Preis, überfahren zu werden aus Sorglosigkeit oder falsch interpretierte Liebe ist mir einfach zu hoch.

Ich hoffe, Ihr versteht, wie Ernst es mir ist, denn diese Art von Betreuung geht über meine Kraft.

Und, liebe Anhänger des Freigangs:

Ein Snowdevil vom Zug überfahren, mag es sich jeder vorstellen, denn:
ES KANN DAS NÄCHSTE MAL EUER HUND SEIN!

Margot