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Unvergessene Schlittenhunde!

Unvergessene Schlittenhunde!

Huskies_2000-08-24

 

Niemand denkt mehr an sie. Ich habe sie nicht vergessen! Die 100 Schlittenhunde die 2010 massakriert wurden weil man sie nicht mehr brauchte! Hier mein Blogeintrag, um Euer Gedächtnis aufzufrischen:

 

Schlittenhunde-Massaker nach OlympiaDer kanadische Wintersportort Whistler ist ein populäres Reiseziel: 2010 trafen sich dort die besten Skifahrer der Welt zu den Olympischen Spielen. Millionen Touristen fahren dort Ski, gehen Rodeln, laufen Eis – oder lassen sich von zutraulichen Husky-Hunden durch die tief verschneiten Wälder ziehen. Hundeschlittenfahren gehört in Whistler zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten.Doch damit dürfte es nun erst mal vorbei sein. Wie erst jetzt bekannt wurde, war Whistler kurz nach den Spielen Schauplatz einer beispiellosen Tierquälerei. Nach der Abreise der Sportler und Besucher wurden in dem Ort etwa 100 Schlittenhunde grauenvoll massakriert – die Alaska-Huskys waren in der nacholympischen Besucherflaute schlicht überflüssig geworden.

“Wie in einem Horrorfilm”

“Es war wie in einem Horrorfilm”, berichtete jetzt Marcie Moriarty von der kanadischen Tierschutzbehörde. “Ich habe schon sehr viele schlimme Tierquälereien in meinem Leben gesehen. Aber die Vorkommnisse hier in Whistler waren wirklich beispiellos.”

Es geschah zwei Monate nach Olympia in dem kleinen “Soo-Tal” etwa eine halbe Autostunde außerhalb von Whistler. Dort besitzt der Touranbieter “Outdoor Adventures”, der nach eignen Angaben größte Hundeschlittenanbieter in Nordamerika, seinen Hundezwinger. Der Leiter des Zwingers wolle einen Teil seiner Hunde loswerden, nachdem die Touristen abgereist waren. Also buddelte er ein Massengrab und tötete 100 seiner insgesamt 300 Huskys durch Schüsse in den Kopf. Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen Tierquälerei. Die Identität des Leiters ist aus juristischen Gründen nicht bekannt.

Bei der Aktion soll es nach Angaben der Behörden zu grauenvollen Szenen gekommen sein: Einige Hunde gerieten angesichts des Blutbades offenbar in Panik und griffen ihrerseits den Mann an. Mindestens einem Husky wurde die Kehle aufgeschlitzt, nachdem seinem Vollstrecker die Munition ausgegangen war. Einige Hunde überlebten die Schüsse zunächst und irrten minutenlang schwer verletzt durch die Gegend, bevor sie den Gnadenschuss bekamen. Andere lagen entstellt aber bei vollem Bewusstsein im Massengrab. Manche von ihnen waren erst nach mehreren Schüssen tot.

Zwinger-Leiter meldete sich psychisch krank

Bekannt wurden die grausamen Details, weil sich der Leiter des Zwingers einen Monat nach der Tat bei den lokalen Arbeitsschutzbehörden als psychisch krank meldete und die Vorgänge dabei genau dokumentierte. Sein Anwalt berichtete nun, sein Mandant sei ein Hundeliebhaber und wegen der Vorkommnisse völlig von der Rolle. Seine Vorgesetzten hätten ihn zu den Tötungen angewiesen. Er habe diese durchgeführt, um seinen Job nicht zu verlieren.

Nach Angaben des Anwaltes hatte der Mann zunächst versucht, bei Familien am Ort eine neue Heimat für die Hunde zu finden, allerdings ohne Erfolg. Dann habe er einen Tierarzt gebeten, die Huskys einzuschläfern. Dieser habe sich aber geweigert, gesunde Hunde zu töten. Erst danach habe er sich zu der Massenerschießung entschlossen, weil er keine andere Lösung gewusst habe.

Der Trekking-Anbieter räumte mittlerweile ein, von den Tötungen gewusst zu haben. Man sei aber davon ausgegangen, dass diese auf “humane, saubere und legale Art und Weise eingeschläfert” worden seien. Über die tatsächlichen Auswüchse habe man erst jetzt erfahren, der Angestellte sei mittlerweile von seinen Aufgaben entbunden worden. In Kanada ist das Töten von Hunden legal, wenn sie per Spritze eingeschläfert oder mit einem gezielten Schuss getötet werden.

Nun aber wollen die Behörden das Massengrab nahe Whistler ausheben, um die genauen Umstände zu klären. Danach soll entschieden werden, ob und gegen wen Anklage erhoben wird. Das Fremdenverkehrsbüro von Whistler hat den Anbieter mittlerweile aus seinem Programm genommen.

Kritik an Hundeschlittengeschäft

Die Tierschutzgruppe “Humane Society” aus dem nahen Vancouver forderte mittlerweile ein Verbot jeglicher Hundeschlittenfahrten. “Die Vorgänge in Whistler sind schockierend”, erklärte deren Sprecher Peter Fricker. “Das passiert, wenn man Tiere nur aus Profitgründen züchtet und ausbeutet.”

Kanadische Tierschützer beklagen sich schon länger über die Zustände im Hundeschlittengeschäft. Oft sind die Tiere ausgehungert und werden an extrem kurzen Leinen gehalten. Die Zwinger sind oft verdreckt, manchmal werden die Tiere auch stundenlang in engen Käfigen durch die Gegend gekarrt. Touristen zahlen etwa 200 Dollar für eine zweistündige Tour. Die Schlitten sind meist aus Aluminium und werden von etwa sechs bis acht Tieren gezogen. In der Regel haben darauf zwei Personen gleichzeitig Platz.

Hier gibt’s noch weitere Berichte via Google-Search:
LASST SIE UNS NICHT VERGESSEN! SIE HABEN ES NICHT VERDIENT!
Nachsatz: Apropos züchten und ausbeuten … ist es bei uns nicht genauso? Werden die wunderbaren Hunde nicht vorwiegend aus Profitgründen gezüchtet und in sogenannten “Huskyfarmen” für Touristen und Touristinnen ausgebeutet? Wie viele dieser Farmen sorgten alleine in Österreich in den letzten zwei Jahren für Aufregung? Wie viele Hunde mussten ins Tierheim weil diese “Attraktionen” finanziell nicht mehr in der Lage waren, die Tiere zu versorgen? So lange weder diese Ausnutzung der Hunde gestoppt, noch ein Riegel in der Massenzucht vorgeschoben wird, solange sind diese Tiere ein reines Geschäft oder für viele nur ein Sportgerät! Denkt darüber nach und bildet Euch selbst Euer Urteil!

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