Der Alaskan Malamute – Der pflegeleichte “Problemhund”

2004 bekam ich meinen ersten Alaskan Malamute. Anka, eine schwarz/weiße Hündin im Alter von 16 Wochen. Die Gründe warum und wieso gerade ein Malamute, habe ich schon oft genug beschrieben. Fakt ist, dass ich schon nach kurzer Zeit relativ schnell überfordert war, da keine Gebrauchsanleitung am Hund angebracht gewesen war.

Nukka from Ridaldundaga. Ein Ursprungshund der Rasse Alaskan Malamute

Was tut man in so einer Situation? Man beginnt Bücher zu kaufen und zu lesen, man hört sich um, man gerät schnell in die Fänge von selbsternannten Expertinnen und Experten. Man fängt an, am Hund in Sachen Erziehung herum zu experimentieren, denn alles was man so erklärt bekam und man reingedrückt bekommt, passt irgendwie nicht zusammen, und schon gar nicht zum Hund selbst. Ich konnte weder mit den teilweise gut gemeinten Tipps was anfangen, noch klappte es mit bewusst falschen Angaben, also jenen mit denen man sich die Nase anschlagen sollte weil man nur schwer Einlass in die “Elite” der nordischen Hundehalter bekommt.

Tja, zum Glück habe ich vieles schnell durchschaut. Ich habe gelernt auf den Hund zu schauen. Seine Reaktionen zu beobachten, von ihm genauso zu lernen als er von mir lernte. Und siehe da, wir hatten 10 wunderbare Jahre von denen ich keine Minute missen möchte. Was hatten wir also anders gemacht?

Ich hab nach schon kurzer Zeit aufgehört auf andere zu hören! Ich habe mich selbst mit meinem Hund und seinen Bedürfnissen auseinandergesetzt. Ich habe alles was ich gelesen, gehört oder mitgeteilt bekommen habe, vom Tisch gewischt, und mir meine eigene Meinung über Alaskan Malamutes gemacht. Doch es war noch immer nicht genug. Trotz allem hatten wir so unsere Problemchen. Auch als unser zweiter Nordischer, unser Siberian Husky Alaskan Kitaro zu Anka dazukam, änderte sie sich nicht mehr all zu viel. Sie war eine liebevolle Hündin zu mir, aber eine Furie gegenüber vielen anderen Hunden und absolut nicht folgsam. Außer sie musste arbeiten! Da passte jedes Kommando, sie war eine Leaderin und Alphahündin zugleich. Eine brisante Mischung, aber ich konnte mir ihr gut umgehen. Mit beiden, denn mein Rüde war ohnehin ein Phlegmatiker.

400kg Zugkraft könnte sie entwickeln, wenn ich wollte.

Als ich 2017 meine neue Hündin bekam, war im Vorfeld durch die Erfahrungen mit Anka und Kitaro schon im Vorfeld klar was ich wollte. Eine Hündin aus einer Ursprungszucht. Das schloß Mitteleuropa schon einmal aus, denn diese Hunde sind nur mehr ein Abklatsch dessen, was sie sein sollten. Körperlich genauso wie psychisch. Ja, sie sehen alle super schön aus, kassieren einen Ausstellungstitel nach dem anderen ab, haben Ahnenreihen wo einem der Neid fressen könnte, und trotzdem sind sie nur mehr Malamutes der zweiten oder sogar dritten Reihe. Die Zucht ging sonderbare Wege, und die FCI und der ÖKV machen auch ihr Ding dazu. Ich würde es nun mal hart “Waschlappenhunde” mit “aggressivpupertärem” Charakter nennen, was so manche Zucht hervorbringt. Und genau diese Hunde muss man dann von einer Hundeschule zur nächsten zerren, die umformen, den Charakter brechen, ihnen den Willen nehmen, um im Enderfolg einen “Hund” zu haben. Genau das sind sie dann, Hunde, und keine Nordischen mehr.

Nukka, meine neue Hündin aus Lettland, ein Ursprungshund auch mit langer Ahnenreihe, ist genau das was ich haben wollte. Ein wunderbarer Charakter, sanftmütig zu allen Tieren (außer jene die ins Jagdschema passen, was wohl klar ist, wenn man sich einen brillanten Jäger zulegt!), nichts vergessend und extrem nachtragend (ja die Sturheit der Malamuten ist eine besondere Eigenschaft), verschmust aber trotzdem kein Kuschelhund, selbstständig und wild aber nicht bösartig und zerstörwütig. Anstelle der Bemühungen einer “Erziehung”, habe ich die “Kleine” die sich mittlerweile zu einer g’standenen 40kg-Hündin entwickelt hat, einfach ein meiner Gegenwart (dafür habe ich mir fast 1 Jahr Auszeit genommen, um bei ihr zu Hause zu sein) aufwachsen lassen, wie sie ist. Sie lernte durch meine Nähe, unserer Kommunikation miteinander, und den ganzen Eindrücken die sie sammeln konnte und durfte, was erlaubt ist, und was nicht. Es gibt Kommandos, die sie perfekt befolgt. Unter anderem jene, die sie in einem Gespann oder während der Arbeit können muss. Es folgen Sitz, Pfui, … und das wars. Bleib, Komm, Platz, also die klassischen Retrieverbefehle, auf die pfeift sie einfach. Sie kennt ihre Bedeutung, doch ausgeführt wird davon nichts.

Was ein Traum ist, “Pfui” reicht geflüstert. Sie lässt sofort ab wenn sie was interessantes entdeckt hat, aber mit für sie gefährlich erscheint. Sie nimmt keine Köder auf, lässt Kadaver von verendeten Tieren links liegen, ist beim Spazierengehen an der Leine ein Traum. Klar, weil sie von mir nicht eingespannt wird. Sie kennt kein Rennen oder tägliche Arbeit. Sie lebt einfach ihr Leben, und es scheint ihr verdammt gut zu gefallen.

Viele würden das nun als “Problemhund” bezeichnen, deswegen der Titel. Ein Hund der nicht aufs Wort pariert, nicht den Vorstellungen der Gesellschaft entspricht, selbständig entscheiden kann was er will und was nicht. Wie kann man nur? Ein Hund der nur dann schmusen kommt, wenn er will. Ein Hund den man nicht von der Leine lassen kann (können schon, aber die Rückkehr ist für Stunden fraglich, und Jäger lauern überall). Ein Hund, der sich eben nicht von jedem anderen Hund die Schnauze in den Arsch stecken, oder sich von jedem Rüden besteigen lässt. Ein Hund der sich wilde und nicht erzogene Artgenossen die man ohnehin nicht dazu eingeladen hat, näher als 10m zu kommen, elegant mit annähernd wölfischen Methoden mal schnell auf den Rücken schmeißen und sie ermahnend an der Kehle ruhig stellen. Ja, das sind Problemhunde, die natürlich sofort einer Umerziehung bedürfen, während man den Halter oder die Halterin psychologisch von allen Seiten aus bearbeitet und erklärt was sie alles falsch gemacht hätten weil sie so ein Tier besitzen.

Ein Gfrast und trotzdem folgsam.

Ich sag Euch was: Ich hab so einen Problemhund! Und ich bin stolz auf diesen Problemhund! Weil es ein pflegeleichter Problemhund ist, der seinen rassetypischen Ur-Charakter behalten durfte! Und genau das macht den Alaskan Malamute aus! Nicht sein perfektes Aussehen, nicht ellenlange Zuchtpapiere und Ahnentafeln die in manchen Zuchten nicht einmal das Papier wert sind, worauf diese geschrieben sind, sondern der Ursprungshund, der charakterstarke Begleiter durch dick und dünn. Ich habe schon Hunde aus “perfekten” Zuchten gesehen, wunderschön anzusehen, aber von vorne bis hinten krank waren, und aggressiv gewesen sind. Hauptsache die Ahnen hatten jede Menge Championstitel, denn meist wird nur mehr danach verpaart. Ich habe aber auch Hunde gesehen, ohne Papiere, aus “Eigenzuchten”, gesund, charakterstark, einfach wunderbare Hunde die sich genauso entwickelten wie sie eben rassetypisch sein sollten.

Man kann nun sagen was man will, aber eine gute Zucht erkennt man schon daran, wie viele Würfe gemacht wurden, ob die Zucht eine Linie einhält (die Hunde sehen immer annähernd gleich aus, ähneln sich im Charakter, also keine kreuz und quer Zuchten mit unterschiedlichen Farben, Felllängen, etc.) und in welchem Alter die Hunde abgegeben werden. Je höher der Preis der Hunde, desto mehr die Erkenntnis dass es sich um eine “Ware” handelt mit der man gut verdienen kann und will. Ich persönlich kenne den Preisunterschied, und ich weiß auch, was man für “wenig” Geld bekommen kann, wenn man nur ein bischen Geduld hat und sich für einen pflegeleichten “Problemhund” entscheidet …

Und ich liebe diesen Problemhund!

Fuck you Facebook!

Ich bin sauer! Sehr sauer! Auf Facebook und die im Hintergrund agierenden (deutschen) Zensoren dieser Verblödungsplattform! Meinungsmache, Gedankensteuerung, Unliebsames entfernen und löschen, Willkür, Sperren, und noch viel mehr geschieht im Auftrag der Politik und linksgerichteten Lemmingsführern …

Mich hats wieder einmal mit einer Sperre erwischt. Doch grundlos, ich kann genau null dafür, hab nichts schlimmes gepostet, bin mir also keiner Schuld bewusst! Der Stein des Anstoßes? Ein Artikel in der Onlineausgabe der Tageszeitung KURIER! Auch auf der Facebookseite des Kuriers war der Artikel zu sehen, und ist es noch immer:

Den habe ich aber nicht geteilt, sondern den Onlineartikel von Kurier.at. Nicht einmal 2 Minuten später war ich gesperrt!!

Ich frage mich nun ernsthaft: SIND DIE NUN SCHON VOLLKOMMEN VERBLÖDET BEI FACEBOOK?? Was Zeitungen veröffentlichen ist für Private gesperrt? Noch dazu unter der Angabe von falschen Gründen???

Nun, ich habe die Sperre nicht akzeptiert, dies auch gemeldet, keine Rückmeldung bekommen, aber nach 5 Stunden war die Sperre wieder aufgehoben. 24 Stunden hätte sie dauern sollen. Doch die Warnung habe ich sogar 36 Stunden danach noch immer am Smartphone!

Langsam reichts mir wirklich von dem aus Deutschland aus zensurierten Ami-Datensammelmolloch! Schade, dass ich (noch) nicht mit den Gruppen des Vereins und zweier Plattformen die ich da noch betreibe ausweichen kann …

FUCK YOU FACEBOOK!!

Man sagt dir …

(C) Foto von Travis Pate aude

Man sagt dir, du sollst nicht weinen.

Man sagt dir, dass es nur ein Hund ist, kein Mensch.

Sie sagen dir, dass der Schmerz vorbei sein wird.

Man sagt einem, dass die Tiere nicht wissen, dass sie sterben müssen.

Sie sagen dir, dass es wichtig ist, ihn nicht leiden zu lassen.

Man sagt dir, dass du wieder einen haben kannst.

Sie sagen dir, dass es dir passieren wird.

Man sagt dir, dass es mehr Schmerz gibt.

Aber sie wissen nicht, wie oft du deinem Hund in die Augen geschaut hast.

Sie wissen nicht, wie oft du und dein Hund alleine in die Dunkelheit geschaut haben.

Sie wissen nicht, wie oft dein Hund der Einzige gewesen ist, der an deiner Seite stand.

Sie wissen nicht wieviel Angst du Nachts hast, wenn du mit deiner Trauer aufwachst.

Sie wissen nicht, wie oft dein Hund in deiner Nähe geschlafen hat.

Sie wissen nicht, wie sehr du dich verändert hast, seit der Hund ein Teil deines Lebens geworden ist.

Sie wissen nicht, wie oft du ihn umarmt hast, als er krank war.

Sie wissen nicht, wie oft du so getan hast, als hättest du nicht gesehen, wie sein Haar weißer werden.

Sie wissen nicht, wie oft du mit deinem Hund gesprochen hast, als einzigen der wirklich zuhörte.

Sie wissen nicht, dass es nur dein Hund war der wusste, dass du Schmerzen hast.

Sie wissen nicht, wie es sich anfühlt, seinen alten Hund zu sehen der versucht aufzustehen nur um Hallo zu sagen.

Sie wissen nicht, dass wenn es schief gelaufen ist, der einzige der nicht gegangen ist, dein Hund war.

Sie wissen nicht, dass dein Hund dir jeden Moment seines Lebens vertraut, auch im letzten.

Sie wissen nicht, wie sehr dein Hund dich geliebt hat und wie es ihm reicht einfach glücklich zu sein, denn du hast ihn geliebt.

Sie wissen nicht, dass das Weinen um einen Hund eines der edelsten, bedeutsamsten, wahrsten, reinsten und wärmsten Dinge ist, die man tun kann.

Sie wissen nicht, als du ihn das letzte Mal mit Sorge bewegt hast… und darauf acht gabst, dass es ihm nicht weh getan hat.

Sie wissen nicht, wie es sich angefühlt hat, sein Gesicht in den letzten Momenten seines Lebens zu streicheln….

In Gedenken an alle die über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Ihr habt alle einen Platz für immer in unseren Herzen 💕

– Foto von Travis Pate aude.
– Autor Emanuele Spud Grandi

Brief an das Tierheim …

Liebes Tierheim,

lange habe ich mir überlegt dieses Schreiben zu verfassen und nun dürfte es an der Zeit sein mein Anliegen kund zu tun. So werde ich nun die höfliche „Duldsamkeitsbremse“ lösen und loslegen.

Tierschutz ist grundsätzlich erst mal löblich und nachahmenswert. Nur ist die Anpassung der Vermittlungsregeln für den Hund zu überdenken und eh immer situativ. Vor allen wenn geeignete Menschen anfragen und zu einem bestimmten Hund passen.

Selbst wenn der Interessent einer normalen Arbeit nachgeht!

Im Tierheim ist ein Hund bestimmt länger allein, hier oft ohne Bezugsperson oder räumlich isoliert von der „normalen“ Welt. Den sozialen Background eines großartigen Zuhauses kann man nicht ersetzen!

Selbst wenn es keinen eigenen Garten gibt, kann ein Hund sehr glücklich werden. Und auch hier gibt es häufig Hintertüren, wie Zweitpersonen oder gar eine Familie. Irgendwie ist doch oft jemand zu Hause, was die Wartezeit des Hundes verkürzen und den erwarteten Spaziergang geben kann.

Hunde können sich anpassen und sollte der Hund warum auch immer Schwierigkeiten entwickeln, dann gibt es häufig noch andere Möglichkeiten, wie Hundeschulen etc.

Wussten Sie, dass die hochangesetzten Vermittlungskriterien unserer Tierheime den Hundehandel und unüberlegtes Importieren fördern? So entsteht erst recht Tiernot… – muss man aber nicht mehr erklären…

Die derzeitige “Vermittlungsschärfe” kann Hunde länger als geplant einsperren und das Aufeinandertreffen von Traumverbindungen hindern.

Und natürlich gibt es den Extremfall „XYZ“ – dann bekommt die bestimmte Person eben keinen Hund, nur bitte fangt an die teilweise irrsinnigen Auflagen zu überdenken!

Auch Hunde können Einschnitte im Leben verkraften und situativ verzichten – ist erzieherisch gesehen sogar gut. 😉

(C) Gerd Schuster

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Diesen Brief habe ich auf Facebook gefunden und für sehr gut befunden. Er entspricht genau den Tatsachen die sich Tierheime, oder besser gesagt jene “Tierschützerinnen” die da tätig sind, einmal verinnerlichen sollten.

Ich selbst wollte mir ja wieder einen Hund aus dem Tierheim nehmen, aber ich war nicht gewillt seitenweise Auskunftsbögen mit teils sehr vertraulichen Infos auszufüllen, meinen finanziellen Status offen zu legen, mein Haus unter- und durchsuchen zu lassen, mehr für einen Tierheimhund zu zahlen als für einen Welpen, Knebelverträge zu unterzeichnen, etc. – Da hört sich bei mir der Schmäh auf! Also habe ich mich gegen einen Tierheimhund entschieden, und mir Nukka geholt. Selber schuld Tierheim! Glück für unsere Nukka!

Nachtrag: Wenn man in Österreich 500 Euro für einen Tierheimhund bezahlen muss (z.B. Dechanthof), in der EU aber reinrassige Welpen für 350 Euro erhältlich sind, dann läuft bei den auch staatlich subventionierten Tierheimen hier im Lande gewaltig was falsch! Schnelle Bereicherung auf Kosten der Tiere nenne ich das. Deswegen habe ich mich gegen einen Tierheimhund entschieden, und werde auch keinen mehr von so einer Institution nehmen. Das Geschäft mit den “Importen” aus diversen “Tötungsstationen” oder “Sheltern” ist genau das gleiche Spiel! Eine riesige Geldbeschaffungsindustrie für teils arbeitslose “Möchtegerntierschützer und -innen” die sich so steuerfrei das Leben versüßen! Wie auch Züchterinnen die ihre Mixe um 800 Euro verscherbeln oder Rassehunde um 1700 Euro und mehr. Aber es bleibt ja nie ein Gewinn ….

Die EU und die schleichende Veränderung der Gesellschaft

Vorab mal die Frage: WAS hat uns die EU gebracht?

Preiserhöhungen ohne Limit! Es ist unglaublich mit welcher Brutalität teilweise Preiserhöhungen gleich um 30 oder 35% aufgeschlagen werden, und es nicht mehr den kleinsten Gewissensbiss dafür gibt! Das hätte es vor der EU niemals gegeben, hätte sich auch niemand getraut weil einem die “Kunden” in Scharen davongelaufen wären. Doch das Konzept des Abhängigmachens klappte, man kommt nicht mehr aus, und hat es zu schlucken. Die Kassen klingeln. Und wenn man den Preis nicht erhöhen kann, dann vermindert man einfach mal so stillschweigend und nebenbei den Inhalt eines Produkts, Klappt doch seit Jahren vorzüglich! Noch nicht bemerkt? Dann Augen auf!

Wegfall von Zolleinnahmen und damit eine Steigerung unserer Belastung durch neue Steuern und Abgaben! Die Abschaffung der Zölle und die Freihandelsabkommen mit aller Herren Länder sind genau genommen wirtschaftlicher Selbstmord, weil man die ausgefallenen Einnahmen wieder mit Massensteuern kompensieren muss! Die arbeitende Bevölkerung wird immer mehr zu Kasse gebeten, der Konsum verringert sich weil kein geld mehr übrig bleibt, die Einnahmen des Staates sinken weiter, die Spirale dreht sich.

Eine Währung die so gewählt wurde, dass die meisten mit den kleinen Zahlen nicht umgehen können und daher meinen, alles sei so günstig! Deswegen auch von Anfang an die Dauerbeschallung mit: “Man darf nicht umrechnen!”. Aber Hand aufs Herz: Eine Leberkässemmel um 5,40 Euro / 74,30 ATS (so gekauft im Conrad Stadlau), ein Liter Eistee um 2,49 Euro / 34,26 ATS, ein Wiener mit Salat um 9,90 Euro /136,22 ATS wenns gut geht … oder jede noch so kleine Autoreparatur mit einer Arbeitsstunde um 180 Euro / 2476,85 ATS … das ist eine Frechheit! Und niemand soll mir mit der Inflation kommen, denn die ist gesteuert!

Abwandern von Betrieben und Industrie in Billiglohnländer! Kaum waren die grenzen zum Osten offen, sind die Firmen schon der Reihe nach abgewandert. Billige Löhne = billigere Produktion = Gewinnmaximierung! Zölle gibts ja keine mehr, Hurra! Gewinn gesichert! Seit EU-Beitritt wurden bei uns zehntausende Arbeitsplätze vernichtet, und zehntausende Lohnsklaven “importiert”. Ergo: Der Österreichische Arbeitsmarkt hat sich gravierend verändert. Die Firmen nutzen die politisch geebnete Situation aus, ersetzen gute Leute gegen Billighackler, und nun schreien sie, es fehlen Fachkräfte! Die man aber wiederum mit noch billigeren Flüchtlingen und Migranten ersetzen will! Qualitätsarbeit und Wissen? Interessiert die Betriebsoptimierer nicht, rein die Quote für Aktionäre und Manager sind interessant! Arbeitsplatzumverteilung an Lohnsklaven aus Billiglohnländern der EU! Die Wirtschaft muss ja leben!

Transitverkehr bis zum Abwinken, der und in der Klimastatistik auch noch aufgebrummt wird! Wir ersticken im LKW-Verkehr! Jeder Tanktourismus wird unserer Klimaquote aufgebrummt, und wir zahlen dafür! Es wird auch kein Politiker eine Erklärung abgeben, warum zum Beispiel eine 120000 Euro Dieselluxuskarre mit einem CO2 Ausstoss von 280mg CO2/km die Einstufung Euro 6d besitzt und damit von keinem Fahrverbot betroffen ist, während ein Familienwagen mit 120mg CO2 / km nur die Einstufung Euro 5 hat, und teilweise aus Städten rausgesperrt wird! Ebenso wird sich keiner der Herrschaften Gedanken darüber machen, wieso man E-Autos mit 100ten PS baut und damit eine Reichweitenbegrenzung festlegt die nicht notwendig wäre, wenn die selbe E-Kraxn nur 150 PS hätte! Hauptsache teuer, und Steuern aus dem verkauf werden reingespült, oder?

Immer weiterer Ausbau des Flughafens Wien als Transitdrehscheibe, zu unseren gesundheitlichen Lasten, nur um die Einnahmen der verschuldeten Länder Wien und NÖ zu sichern! Natürlich mit politischer Deckung, ohne Rücksicht auf die Klimaziele! Die haben ja wir zu erfüllen, nicht die Wirtschaft!

Verteuerung von Energie, Sprit, halt allem was man nicht ausweichen kann, nur damit die Steuereinnahmen immer weiter munter sprudeln! Die ach so guten Ratschläge man solle doch den Anbieter wechseln ist gerade beim Strom ein Hohn! Kaum wechselt man den Anbieter (z.B. von der Wienstrom weg) erspart man sich ein paar Euro bei den reinen Energiekosten, und als Ausgleich wird einem gleich mal die Netzgebühr (weil das eine Monopolsache ist!!) erhöht! Ersparnis unterm Strich vernichtet! Ich bezahle derzeit 12 Euro reine Energiekosten im Monat, aber 3x mehr als Netzgebühr und allen anderen Abgaben und Steuern im gleichen Zeitraum! Danke an die freie Marktwirtschaft und die Liberalisirung des Strommarktes.

Eine abgehobene Politbagage die uns nur für die Machtergreifung wählen lässt anschließen aber macht was sie will! Inklusive Verfolgung von nicht gewünschten Meinungen und Gedanken mit allen nur erdenklichen Mitteln wie den ohnehin gekauften Medien! Gendern, Mindcontrol, Sprachpolizei, Bevormundung, Nazikeulen, Hass- und Diskriminierungskeulen, Rassismuskeulen, Zensursperren im Internet, teilweise alles Methoden, die schon einmal da waren, nun aber von den Linken flächendeckend forciert werden! Nicht das Volk hat aus der Geschichte nichts gelernt, sondern die Politik hat aus der Geschichte nichts gelernt sollte es heißen!

Aufhebung diverser Annehmlichkeiten die wir als Nationalstaat hatten! Aber Einführung eines abgehobenen Reglementierungswahns und “gold plating” durch unsere Brüsselzäpfchen um international gut dazustehen! Unbeachtet dessen, was die Bevölkerung will und braucht! Die Macht geht nur bei Wahlen vom Volke aus (und sogar dies bezweifle ich in letzer Zeit stark!), aber danach gibts wieder reine Politwillkür und Diktatur bis zu den nächsten Wahlen.

Zwangsmultikulti mit exorbitanter Erhöhung des Gewaltpegels innerhalb der EU, fortschreitende Islamisierung, Abschaffung unserer ursprünglichen europäischen Werte und Kulturen! Entgegen dem breiten Bevölkerungswillen, zu Gunsten einer Minderheit die es toll findet wenn sich alles vermischt und zu einem Einheitsbrei wird. Letztendlich immer wieder die Forderung nach der Abschaffung unserer Symbole der westlichen Welt, wie zum Beispiel das Entfernen der Kreuze aus Schulen und öffentlichen Gebäuden weils ja ein religiöses Zeichen ist, aber die Duldung des Kopftuchs (ist auch ein religiöses Zeichen!) als Arschkrieche vor einer Kultur die unsere Werte ausradieren wird!

Eine Flut von Migranten und “Flüchtlingen” die man in Österreich untergrbracht hat, obwohl es bei uns laut Dublin-Abkommen keinen einzigen Asylwerber geben dürfte! Weiters eine Welle von Urteilen, die eine Abschiebung fast unmöglich machen, und jene die abgeschoben werden könnten, durch NGO’s blockiert werden! Die Willkommensklatscher haben seit 2015 Hochsaison, und obwohl es immer heißt es sei kein geld für Pensionen, das Gesundheitssystem, das Bundesheer, etc. vorhanden … da waren plötzlich Abermillionen Euro vorhanden! Mit dem Familienzuzug werden wir praktisch geflutet, und das ebenfalls aus einem Kulturkreis der nicht zu unseren Werten passt! Einzig die Wirtschaft freuts! Denn mit dem von uns Steuerzahlern abgepressten Geld, dass diese “Asylanten” mittels Mindestsicherung erhalten, und natürlich darum fleissig konsumieren wenn sie das Geld nicht gerade in Mengen nach Hause schicken, wo sie dann auch noch frecherweise urlauben (!), wird der Handel angekurbelt, die Steuereinnahmen werden nach dem Nachlassen der Kaufkraft der eigenen Bevölkerung damit kompensiert, und das Rad dreht sich immer weiter … der Gier von Wirtschaft und Politik sei Dank!

Vernichtung unserer Bauern, Kleinbetriebe, Beisln, Dienstleister, und Förderung von Großbetrieben und Wirtschaftsmollochen die die Lieferanten ans Hungerbrot führen während sie selbst Gewinne einstreifen dass einem schlecht werden kann wenn man die Wahrheit kennt! Stichwort Gewinnmaximierung im Handel!

Steuerentlastungen als Wahlzuckerl, die wir dann mit neuen Steuern selbst bezahlen dürfen! Hauptssache die Reichen bleiben reich, und wir werden immer mehr enteignet um uns an der “Leine zu haben”! Beispiel Lohnsteuersenkung vor ein paar Jahren … wir durften diese dann per erhöhten Steuern auf Tierfutter, Bücher, Kinotickets, etc. selbst finanzieren! Toll, oder?

Arbeitskräfte über 50 aus dem Arbeitsleben zu kriegen, ohne Aussicht auf Neuanstellungen, aber Arbeitszwang bis 65 Jahre und mehr wollen, damit die Pensionszahlung für jeden Betroffenen bedingt durch die Durchrechnung immer weniger wird. Als netten Ausgleich für die immer höher werdenden Politikerpensionen die sich diese Futtertrogpolierer selbst genehmigen!

Einführung einer Umverteilungspolitik die nur die Armen und Mittelständischen betrifft, die Reichen jedoch außen vor lässt! So nach dem Motto: Wir nehmen Euch (Ihr habt ja noch immer zu viel), und geben (damit stehen wir gut da), aber von uns gibts nichts (darum erhöhen wir uns immer wieder selbst die Gehälter und Diäten ins Maßlose) …

Eine Bildungspolitik die in Massen Lemminge erzeugt. Nur dummes Volk kann weiterhin so geführt werden wie die “Elite” es möchte und braucht. Und offensichtlich haben sie enormen Erfolg damit, wenn man sich wertfrei umschaut, umhört und die Meinungen der Generationen Y und Z analysiert. Gretawahn und Friday-for-future zeigen wie der enthirnte Hase läuft! Alles blockieren und lahmlegen, keine Lösungen haben, selbst aber auf nichts verzichten wollen weil man als verwöhnter Fratz ja so erzogen wurde, Hauptsache “Hetz und Saufen, nehmen statt selber geben” bei Demos wo man Schulschwänzen kann. Narzissmus, Egoismus und sich als sogenannte “Influenzer” durchs Leben schnorren anstatt was zu arbeiten um dem System was beizutragen. Auch das Stichwort Work-Life-Balance ist ja groß in Mode gekommen. Sprich: Leben wie man will, möglichst wenig arbeiten wollen, aber maximales Gehalt fordern! Die Enttäuschung ist bei vielen dann groß wenns halt nicht so klappt. Da hilft auch kein improvisiertes Turkdeutsch, um besser dazustehen.

Ein Bildungssystem dass den Kindern und Jugendlichen nicht wichtiges Allgemein- und Berufswissen vermittelt, sondern die oft kranken Ansichten einer Lehrergilde die nicht unpolitisch agieren kann und will, sondern den Kids und Heranwachsenden ihr ganzes Schulleben lang die rein linksradikale Philosophie, Multikultiwahn, Ökofaschismus und Hetze gegen alles was anders als sie selbst denken einpleut.

Das ist die Förderung einer nicht nachdenkenden Spaßgesellschaft, damit sie einfach nicht mehr nachdenkt was hinter den Kulissen passiert. Sie haben auch nicht mehr das Wissen, um zu erkennen was schief läuft und wo man ansetzen müsste! Traurig, aber das ist unsere Zukunft! Und es wird ungehindert so weitergehen. Und wenn die Einnahmensteigerungen nicht mehr möglich sind, dann wird halt wieder ein Krieg vom Zaun gebrochen, alles zerstört und jene die bisher das große Geld gemacht haben, werden es auch dann wieder machen … zu Lasten von uns allen!!

Zu guter Letzt ist es eine höchst bedenkliche Entwicklung, wenn innerhalb der “Führungselite” in der EU und der EZB sowie im IWF Personen sitzen, die nachgewiesenermaßen Versager, politisch abhängig, oder straffrei verurteilte Täter sind!

Als Tüpfelchen auf dem “i” haben wir nun auch noch von den EU-Granden und der “Mutti” aus Germanien den Klimawandel serviert bekommen, der komischerweise nur in Europa stattfinden dürfte, weil sich die restliche Welt einen Pfiff darum kümmert. Wahrscheinlich in dem Wissen, dass wir Menschen das Klima nicht in diesem Maße beeinflussen könnten, außer es geschieht mit militärischen Mitteln mit denen Staaten wie die USA oder China herumexperimentieren, denn wer das Klima kontrolliert, kontrolliert die ganze Welt! Bei uns ist es halt ein verdammt gutes Geschäftsmodell geworden, und eine unendliche Einnahmequelle für weitere politische Zwangsmaßnahmen die man uns umhängen wird.

Hab ich irgend etwas was vergessen ???

Ich denke, die Eingangsfrage ist damit beantwortet, und es gilt natürlich für alles die Unschuldsvermutung!

So ist es!

Impressionen aus dem Waldviertel

Auf meinen Dienstreisen bin ich öfter Richtung Gmünd im Waldviertel unterwegs. Dabei überquere ich jedesmal den Ottensteiner Stausee bei der Ruine Lichtenfels (Parkplatz Ottensteiner Stausee). Bei der Weiterfahrt von Gmünd in Richtung Waidhofen an der Ybbs komme ich bei Schrems vorbei. Dort fand ich durch Zufall den aufgelassenen Steinbruch “Brombühel” und die dazu gehörigen verfallenen Arbeiterbaracken. Ein schöner “lost place” um kurz Rast zu machen.

Hier ein paar tolle Fotos die ich dort machen konnte, etwas bearbeitet um die Mystik des Waldviertels ein wenig zu betonen:

Es gibt schon schöne Flecken in unserem Land. Und immer wieder entdecke ich neue davon.

Kohl mit Faschiertem

Probiert und als super gut empfunden!

Ich habe wieder einmal in meinen diversen Kochbüchern geschmöckert, und bin über ein relativ unscheinbares Rezept gestolpert. Auf Schmorkohl mit Hackfleisch als Überschrift wie unsere deutschen Nachbarn das Gericht bezeichnen, konnte ich mir vorerst keinen Reim machen. Doch nachdem ich die Zutatenliste gesehen, und als Überetzung “Kohl mit Faschiertem” daraus machte, kochte ich es nach. Oben im Bild das Ergebnis!

Man nehme:

2 große gelbe Zwiebel
2 TL Knoblauchpaste (selbstgemacht) oder 2 Knoblauchzehen
1 großen Kopf Wirsing (bei uns schlicht Kohl genannt)
500g Faschiertes (gemischt Rind/Schwein)
1/2 Tube Tomatenmarkt 3fach-konzentriert.
1/2 Liter Wasser
1 Gemüsebrühetöpfchen von Knorr (besser: selbstgemachte Gemüsebrühe)
Salz (Himalayasalz) und Pfeffer (hab meine eigene Pfeffermischung genommen)
1/2 Fläschchen Cremefine 15%
2 EL Paprikapulver edelsüss (wers schärfer will geräuchertes Paprikapulver)

Alle Zutaten vorbereiten (Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, Knoblauch schälen und fein würfeln, Kohl zerteilen waschen und in Streifen schneiden), dann 3 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig anbraten. Danach die Zwiebelstreifen und den Knoblauch zufügen und wenn der Zwiebel weich geworden ist, das Paprikapulver, Salz und Pfeffer dazu geben und noch 2 Minuten mitbraten. Anschließend das Tomatenmark und das Wasser mit dem Gemüsebrühetöpfchen druntermischen und alles gut durchmischen. Zu guter Letzt die Kohlstreifen dazu, die Pfanne abdecken, und alles gut 15-20 Minuten köcheln lassen.

Vor dem Anrichten noch nach Geschmack nachwürzen.

Einfach, leicht nachzukochen, und schmeckt voll super!!

Winter-Apfelkompott

Was macht man an einem feuchtkalten Samstagnachmittag? Man stellt sich in die Küche und verarbeitet was so übrig geblieben ist um es nicht wegschmeißen zu müssen. In diesem Fall ging es um eine Steige Äpfel, die ich mir gekauft hatte, weil ich unterwegs immer wieder mal gerne einen Apfel esse. Doch bei den derzeitigen Temperaturen wurden die im Wagen so schnell kalt, dass man nicht mal mehr reinbeißen konnte. Also blieben sie in der Küche. Und da ist es zu warm für eine längere Lagerung. Was also machen?

Eine Steige Äpfel musste verarbeitet werden, also hinsetzen, schälen und würfeln.

Ich habs geschält und gewürfelt auf 1360g gebracht, und zu dieser Menge den Rest der Zutaten berechnet:

1,36 kg geschälte und gewürfelte Äpfel (auch entkernt)
1 Liter Apfelsaft naturtrüb
5 1/2 EL Zucker (besser wäre brauner unraffinierter Rohrzucker gewesen)
5 Stangen Zimtrinde
10 Gewürznelken
4 EL Mandelblättchen
1/2 TL Bourbon-Vanille
1/4 Liter guten Amaretto

Ein paar Zutaten, keine Angst beim Amaretto, der Alkohol verdampft sowieso fast zur Gänze.

Die Apfelstücke zusammen mit dem Saft und allen Zutaten außer den Bourbon-Vanille und dem Amaretto in einen Topf geben, umrühren, und zugedeckt zum Kochen bringen. Danach Hitze komplett zurück und 10 Minuten ziehen lassen. Bei festen Äpfel auf kleiner Flamme so lange köcheln bis sie weich sind.

Ab in den Topf mit den Zutaten.

Wenn das Kompott fertig ist, komplett von der Hitze nehmen, die Bourbon-Vanille dazugeben, und den Amaretto drunterrühren. Nicht mehr zudecken, damit der Alkohol raus kann. Anschließend in ausgespülte Gläser füllen und am Kopf stehend auskühlen lassen.

Immerhin, 7 Gläser mit je 370ml Inhalt sind sich heute ausgegangen!

Die Menge die ich heute verarbeitet habe, ergab 7 komplett volle Gläser mit je 370ml Inhalt. Ein kleiner Vorrat für weitere kalte Tage! Wie lange das Kompott haltbar ist? Nicht lange, denn ich denke die werden schnell vernascht sein!

Wenn Ihr das nachmacht, wünsche ich Euch ein gutes Gelingen!

Mallnitz 2019, die Dritte!

Ja, was soll ich Euch hier noch schreiben? Mallnitz hat uns doch noch einmal in diesem Jahr gesehen. Auszeit, wie man so schön sagt. Es war einfach notwendig. Stress im Beruf, ausgelaugt, einfach nur mehr kaputt. Da hat sich ein kurzfristiges Wochenende in Kärnten einfach angeboten, und wir haben wieder ein tolles Hotel gefunden. So rauschten wir am verlängerten Wochenende vom 1. – 3. November (Freitag bis Sonntag) wieder zu unseren Freunden ab.

Die Anfahrt war wie gewohnt. Von 7 bis 12 Uhr “on the Road” mit Pause für unsere Bergmurmel war ein guter Schnitt. Erstes Ziel vor dem geplanten Einchecken im Hotel war natürlich wieder Heidi vom Haus Waldruhe. Heidi steckte zwar mitten in den Vorbereitungen für ihren Abverkauf von Heidi’s Geschenkestüberl, was sie und ihre Freundin Gabi aber nicht abhielten, sich Zeit für uns abzuzwacken. Nun, lange Rede, kurzer Sinn: Nach einer Stunde war meine eiserne Reserve vom “Tschurtschlwasser” leer und wir alle hatten das berühmte Mallnitzer Grinsen im Gesicht … *lach*. Was solls, man lebt nur einmal, und Spaß muss sein.

Nachdem es dann ziemlich trocken wurde, besuchten wir zusammen noch schnell Rosi im Cafe Donath. Hier gibts nach wie vor den besten Kaffee ever. Rosi ist übrigens sehr um ihre Gäste bemüht, also ein Geheimtip für alle die mal in der Gegend sind. Besucht sie, Ihr werdet es nicht bereuen.

Unsere diesmalige Unterkunft direkt im Ort! Es passte auch diesmal wieder alles.

Nachdem uns fast die Zeit davongelaufen wäre, huschten wir ins Dorf, wo wir dann im Hotel Mallnitz eincheckten. Ein von einer ungarischen Familie geführtes Haus mit angeschlossenem Restaurant. Wir bekamen ein ebenerdiges Zimmer mit kurzem Zugangsweg von außen. Super für uns und Nukka, da wir uns nicht durch ein ganzes Hotel schlängeln mussten um ins Zimmer zu gelangen. Der Empfang war herzlich freundlich und in kürzester Zeit war alles erledigt. Der erste Eindruck war genauso wie es auf der Webseite zu sehen ist. Hell, sauber, geräumig. Alles war vorhanden, was man so braucht um ein paar Tage gut zu wohnen.

Der “Gutenbrunner”, Gasthof Gutenbrunn im Tauerntal.

Um 17:30 Uhr trafen wir uns nach einem kleinen Spaziergang im Tauerntal wieder mit unseren Freunden, und kehrten beim “Gutenbrunner” (Gasthof Gutenbrunn) wieder ein. Leider wurden wir sofort erkannt, und die nächsten Runden “Tschurtschlwasser” (Zirbenlikör) standen am Programm. Ab da ging es dann Ruck-Zuck. Furchtbar was so in einen reinpasst. Was haben wir gelacht! Doch die Zeit verlief wie im Flug, und es stellte sich ein großes Hungergefühl ein. Da wir nicht auf Wild scharf sind, wollten wir im Ort was essen gehen. Doch dann erfuhren wir (leider zu spät), dass die Badwirtin wo wir das letzte Mal so super gegessen hatten, geschlossen hatte. Auch der Eggerhof war zu, das Sportcafe hatte nichts mehr zu essen weil Saisonschluss, die meisten Hotels hatten ebenfalls geschlossen. So verschlug es uns zu einem Pizzastand direkt neben dem Billa im Ort. Nun, ich hatte zwar schon getrübtes Geschmacksempfinden von dem ganzen gesunden Zirbenzeug, aber diese Pizza war die wohl zweitschlechteste vom Geschmack her, die ich je gegessen hatte. Schade eigentlich, wenn man der einzige ist, der weit und breit offen hat. So trennten wir uns nach dem kulinarischen Faux pax, und kehrten ins Hotel zurück.

Die erste Nacht war grauenvoll. Ich fühlte mich bis 3 Uhr Morgens wie in einem Grill! Dann endlich fand ich das Ventil zum Heizkörper der direkt neben meinem Bett montiert war und mit vermeintlich 100° Vorlauf arbeitete! Wahnsinn. Und davon hatten wir 5 Stück im Zimmer!! So fühlen sich also Grillwürstel wenn sie am Rost liegen! *hahahaaaaaaa* – Nachdem sich der Heizkörper dann abgekühlt hatte, kam auch Nukka zu mir ans Bett und wir schliefen ein und bis Frühmorgens durch.

Guten Morgen Mallnitz!

Guten Morgen Mallnitz! Hunger! Frühstück! Doch zuerst mal mit der Kleinen raus für eine Gassirunde. Madam musste ja mittlerweile auch schon dringend. Aber es wäre nicht meine Nukka, wenn sie dort wo sie hätte ungestört können nicht ihr Geschäft verrichtet, sondern an Stellen, wo ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Diesmal ein Grünstreifen zwischen Gehsteig und Hauptverkehrsstraße, 40cm breit und 50m lang. Und genau da auf diesem schmalen Band, muss sie sich erleichtern, natürlich nicht unbeobachtet von der Mallnitzer Bevölkerung, und von einem Bauern mit “na bumm” die Größe ihres Morgengeschenks bewundernd. Das zweite “na bumm” kam dann aus gleichem Munde, als ich eines der Gackerl-Sackerln aus der Flexi zog, denn ich hab generell XXL-Sackerln mit. Ich kenn ja meine Verfressene und ihre Hinterlassenschaften. Ich lachte nur in Richtung Zuseher und entfernte das Teil das auf dem Streifen auffiel wie ein Gipfelkreuz am Berg. Doch dann das Problem wie in vielen Orten: Kein Mistkübel weit und breit. Und so trägt man das in der Kälte rauchende Teil eben ein paar Kilometer spazieren bis sich dann doch endlich ein (zwar überfüllter, aber zumindest vorhandener) Mistkübel fand.

Frauli was machst Du da?

Danach kam Nuk’ ins Zimmer, und wir gingen frühstücken. Ein schön angerichtetes Büffet mit allem was man eben braucht.Nichts unnötiges und in Mengen die auch verbraucht werden konnten. Wenn was ausging wurde sofort nachgefüllt. Großteils natürlich ungarische Ware. Für manche wahrscheinlich ein Grund zur Beanstandung, aber ich fands toll. Authentische Waren in einem ungarisch geführten Haus. Mir hats geschmeckt, und der Kaffee war auch sehr gut.

Am späten Vormittag trafen wir uns dann wieder bei Rosi im Donath, plauderten über dies und das, und gingen dann per Pedes hinein ins Tauerntal. Nukka und Lilli sollten sich die Pfoten vertreten können. Auch hier sah man mittlerweile die extremen “Erntungen” des Waldbestandes. Kahlflächen wohin man schaut, teilweise von den Harvestern zerstörte Wege, die Natur wird auch hier schonungslos ausgebeutet. Aber sich Nationalparkgemeinde schimpfen. Am Gutenberger schlenderten wir dann noch vorbei und wollten weiter ins Tal hinein, als Nukka plötzlich verweigerte, und keinen Schritt mehr machen wollte. Sie führte sich auf wie Kitaro der sich als Hüttenhund entpuppte. Der wollte auch nur mehr rein ins Warme wenn er konnte. Jetzt trat Nukka in seine Pfotenstapfen und spielte das gleiche Spiel. Also drehten wir halt um, und wollten ins Gasthaus Gutenbrunn. Leider wurde uns das aber sowas von schnell vermiest …

Erledigt …

Direkt nach dem Stiegenaufgang hatten die von uns ohnehin nicht geliebte Jägerschaft zwei abgetrennte Rehköpfe platziert. Einem davon hing sogar die Zunge raus, also kein schöner Anblick. Meinen weiblichen Begleiterinnen drehte es gleich mal den Magen um, Nukka ließ es kalt da sie auf tote Tiere nicht reagierte, aber mich stieß es auch ab. Sowas muss nicht sein! Da sieht man, welches Denken die meisten Jäger haben. Brauch in oder her, das ist in meinen Augen eine Vollidiotie! Es kommen viele Besucher die diesen Anblick nicht mögen, und Kindern muss man sowas auch nicht antun. Meine Meinung, aber ich werde damit sicherlich nicht alleine sein. Also gingen wir weiter und kehrten nach einer Spazierrunde im Dorf ins Hotel zurück. Für 18 Uhr haben wir uns vor dem Hotel Bergkristall verabredet wo wir essen gehen wollten.

Herrlich ist es im Wald.

Und wieder kam es anders als geplant: Im Hotel Bergkristall waren wir wegen einer geschlossenen Feier (die übrigens von außen nicht angekündigt war, wo aber ein Schild mit ohnehin extrem teuren Speisen einlud!) nicht willkommen. Haben wohl Gäste von außerhalb nicht mehr nötig gehabt. Gerüchteküche hin oder her (in Mallnitz wird ja behauptet dass das Essen in unserem Hotel nicht ganz so ok sein soll), entschlossen wir uns dann, dies doch zu testen und kehrten bei uns im Ungarischen Restaurant des Hotel Mallnitz ein. Und wieder: Ein freundlicher Empfang, schnelles Service, und dann ein bisserl warten auf die Speisen. Ich sag halt immer, wenn was frisch gekocht wird, dann darfs schon mal ein bisserl dauern. Und es war frisch gekocht! Ungewohnt war es alle Mal, weil eben ungarische Küche, aber Geschmacklich top in Ordnung. Auch an der Qualität gab es nichts auszusetzen.

Ich bestellte mir eine Fritattensuppe und ein Cordon Bleue. Die Suppe war eine erstaunlich gute Hühnersuppe mit hausgemachter Einlage (ungewöhnlich da man in Österreich meist nur Rindsuppe bekommt) die echt gut schmeckte, und das Cordon Bleue wurde bereits leicht aufgeschnitten mit dem Käse auf der Panier auf Pommes serviert. Auch ungewöhnlich, aber geschmacklich einfach gut! Das Fleisch war weich, keine Flaxen oder Fettstücke drinnen, genauso wie es sein soll. Auch hier eine klare Empfehlung von mir für dieses Restaurant.

Wir ließen das Wochenende in lustiger Runde noch Revue passieren, stellten abschließend fest, dass Mallnitz im Herbst aber genau nichts für Gäste bieten kann (Wanderurlaub im Herbst – eine Niederlage! Sogar die Ankogelbahn hat geschlossen, und die meisten Hütten sowieso!), und das ganze Wochenende sprichwörtlich die Gehsteige hochgeklappt waren. Traurig, denn wir kennen diesen Ort von seiner geselligen und aktiven Seite im Sommer. Da meckern ohnehin nichts half, machten wir halt das Beste draus, und verbrachten im Großen und Ganzen ein lustiges Wochenende da.

Einmal Baden muss einfach sein … auch bei nur 7°C Wassertemperatur.

Und weil die Zeit leider so schnell vergeht, mussten wir wieder an den Abschied denken, denn am nächsten Tag gings ja sofort nach dem Frühstück wieder los in Richtung Heimat. Einmal genossen wir noch das gute Frühstück, und dann fuhren wir wieder nach Hause, wo auch unsere Bergmurmel wieder zufrieden ihre Kuschelpuppen zusammensuchte und sich von ihren “Strapazen” ausruhte …

Das wars für heuer mit den Urlauben, denke ich. Bis Jahresende werde ich es nun auch ruhiger angehen lassen. 10 Monate purer Stress liegen hinter mir, und es wird Zeit da ein wenig zurück zu stecken. Vielleicht finde ich ja nun auch Zeit meinen anderen Hobbies nachzugehen. Ihr werdet sicherlich wieder was hier auf meinem Blog lesen …

Hier noch die komplette Fotogalerie dazu: >> Mallnitz 2019 – Die Dritte <<

Angeleint und trotzdem happy

Ein wirklich gut geschriebener Artikel, den ich auf Facebook (öffentlich) auf der Seite José Arce, Mensch- Hund- Therapeut gefunden und gelesen habe, den die Unbelehrbaren und Unverbesserlichen (beider Geschlechter) hier bei uns einmal lesen sollten! Danach sollten genau diese Personen einmal über ihr asoziales Verhalten anderen Hundehaltern und -halterinnen gegenüber nachdenken …

Quelle: https://www.facebook.com/jose.arce.9216

Angeleint und trotzdem happy 🐾🐾🐾🐾

Wenn der Hund an die Leine muss, haben viele Halter gleich ein schlechtes Gewissen, weil sie das Gefühl haben, seine Freiheit zu beschränken. Dabei kann ein Hund auch angeleint viel Spaß mit seinem Menschen haben. Worauf es ankommt, erklärt José Arce.

Letztens habe ich einfach einmal meine Freunde und Bekannten gefragt, wie für sie der perfekte Spaziergang aussieht. Die häufigste Antwort: Man geht in schöner Natur Gassi, der Hund springt frei nebenher, tobt sich aus und freut sich seines Lebens, während man selbst die Natur genießt und entspannt. Eine Leine kommt dabei so gut wie nie vor. Und wenn ich nachfrage, warum, stellt sich schnell heraus, dass sich die wenigsten vorstellen können, ein Hund könnte sich gut fühlen, wenn er an der Leine neben uns herlaufen muss. Denn die Leine bedeutet für sie das Gegenteil von Freiheit, Unbeschwertheit und Glück. Ich finde es wirklich schade, dass die Leine unter Hundehaltern so ein schlechtes Image hat. Deshalb hoffe ich wirklich, dass ich ein Stück dazu beitragen kann, dass Sie sie als nützliches Werkzeug sehen, das Ihnen hilft, die Verbindung zu Ihrem Hund noch zu stärken. Es ist nämlich überhaupt nicht so, dass sich Ihr Hund automatisch nur dann frei fühlt, wenn er ohne Leine laufen darf. Er fühlt sich dann frei, wenn er sich keinen Kopf machen muss. Freiheit bedeutet für ihn in erster Linie frei sein im Kopf. Und das kann er nur, wenn er merkt, dass Sie die Verantwortung übernehmen und er nichts anderes zu tun hat, als Sie zu begleiten. Die Leine ist das perfekte Signal dazu.

Coole Verbindung statt lästiger Einschränkung

Ganz abgesehen davon leben die meisten Hunde heute in einer Umgebung, in der sie zumindest zeitweise angeleint werden müssen. Ich rate daher jedem Hundebesitzer, seinem Vierbeiner von Anfang an zu zeigen, wie das An-der-Leine- Laufen richtig funktioniert. Dann ist es für ihn bald etwas ganz Natürliches und bleibt es auch sein Leben lang. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass die Leine etwas Gutes ist, ein optisches Signal dafür, dass er beim Gassigehen entspannen kann und sich an Ihrer Seite sicher fühlen kann. Die Leine ist ein Band, das Sie beide miteinander verbindet. Keine Strafe! Viele Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund es ihnen übel nimmt, wenn sie ihn mitten im Spiel mit anderen Hunden zu sich rufen und anleinen. Sie sind auch der Meinung, dass die Leine dadurch für den Hund negativ belegt würde, weil sie ihn daran hindert, weiter vergnügt herumzuhüpfen. Ich finde, das ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sehr wir unsere Hunde unbewusst vermenschlichen. Tatsächlich ist es nämlich so, dass wir selbst mit der Leine Unfreiheit assoziieren. Wenn die Beziehung stimmt, macht es dem Hund überhaupt nichts aus, neben uns herzulaufen. Im Gegenteil, er genießt es sogar, weil es seiner Natur entspricht, uns zu begleiten. Wenn die Sprache dann aufs Gassigehen kommt, fällt mit 99-prozentiger Sicherheit kurz darauf auch das Wort „Leine“. Manchmal habe ich fast das Gefühl, die Leine ist unter Hundehaltern der umstrittenste Gegenstand, den man überhaupt kaufen kann. Denn in vielen Köpfen geistert das Trugbild herum, dass nur ein Hund, der frei und unabhängig ist, ein glücklicher Hund ist. Während die armen Artgenossen an der Leine quasi ein Leben in Gefangenschaft fristen. Dabei ist die Leine an sich auf gar keinen Fall ein Weg der Bestrafung, im Gegenteil. Genauso wenig ist ein Hund frei, bloß weil er ohne Leine läuft. In einem eingespielten Team hält er sich an die Abmachungen mit seinem Menschen.

Alles eine Frage der Einstellung und des Timings

Die Leine ist ein hilfreiches Mittel, um eine Verbindung zwischen Hund und Mensch zu schaffen. Dementsprechend sollte man sie natürlich nicht dazu benutzen, den Hund zu maßregeln oder wie verrückt an ihr herumzureißen. Genauso wenig wie sie dazu da ist, sich an ihr festzuhalten und sich von seinem Hund durch die Gegend ziehen zu lassen. Wenn ein Hund schlecht an der Leine geht, ist das ein eindeutiges Signal dafür, dass der Mensch keine Führung hat. Dass Sie Ihren Hund an der Leine führen können, müssen Sie ihm durch Ihre innere Einstellung und Ihr Selbstbewusstsein zeigen. Sofern Ihr Hund das akzeptiert, wird er glücklich hinter oder neben Ihnen laufen.Wenn Ihr Hund Sie respektiert, können Sie die Leine locker in der Hand halten, so wie eine Frau eine Handtasche trägt. Die Leine dient lediglich dazu, das Band, das zwischen Mensch und Hund besteht, auch nach außen sichtbar zu machen und die Richtung zu zeigen, in die es gehen soll. Übrigens kann man an der Reaktion des Hundes direkt sehen, ob man tatsächlich ruhig und sicher führt. Er läuft dann nämlich auch wirklich perfekt an der Leine. Das ist das Zeichen dafür, dass Sie es richtig machen. Ich will hier nicht außer Acht lassen, dass die Leine, sofern wir sie falsch einsetzen, für den Hund durchaus etwas Negatives ist. Das liegt sehr oft daran, dass wir ihn im falschen Moment an die Leine nehmen. Wenn Sie zum Beispiel zum Gassigehen aufbrechen wollen und der Hund ist aufgeregt, ist das nicht der richtige Zeitpunkt, ihn anzuleinen. Denn dann bedeutet die Leine ebenfalls nur Aufregung. Und die nimmt der Hund mit auf die Straße, wo er dann vermutlich zieht.

Wenn Ihr Hund aufgeregt und nervös ist, warten Sie auch hier ab, bis er sich beruhigt hat. Schimpfen Sie nicht mit ihm und werden Sie keinesfalls selbst ungeduldig, das schürt den Konflikt nur zusätzlich. Warten Sie, bis er ruhig geworden ist. Nun können Sie ihn an die Leine nehmen. Sollte er wieder nervös werden, warten Sie erneut, bis er ruhig ist. Erst dann verlassen Sie das Haus. Wiederholen Sie das ruhig mehrmals täglich, auch wenn Sie draußen nur ein paar Meter miteinander laufen. Nehmen Sie sich Zeit und verlieren Sie nicht die Geduld. Gerade wenn sich Fehler schon vor längerer Zeit eingeschlichen haben und falsches Verhalten zur Gewohnheit geworden ist, dauert es manchmal, alles wieder glattzubügeln.

Die Leine ist, was Sie daraus machen

Ein junger Hund weiß natürlich erst einmal nicht, was eine Leine ist. Er wird sie vielleicht als Spielzeug ansehen und auf ihr herumkauen. Dulden Sie das nicht, und das meine ich ernst. Die Leine ist die Verbindung zwischen Ihnen beiden und kein Spielzeug. Zeigen Sie das Ihrem Hund, indem Sie ihn an die Leine nehmen und tolle Dinge mit ihm machen: spielen (aber eben nicht mit der Leine als Spielzeug), auf eine Wiese gehen, füttern … Ein älterer Hund hat bisher vielleicht nicht erlebt, dass die Leine etwas Gutes ist. Dann muss man ihm das genauso erst zeigen – indem man die Leine immer mit schönen Sachen verbindet, so wie man es mit einem Welpen tun würde. Auf diese Weise lernt der Hund die neue Bedeutung der Leine. Möglicherweise flippt der Hund ja schon aus, wenn er die Leine nur sieht, also lange bevor Sie überhaupt zum Gassigehen aufbrechen. Wenn der anschließende Spaziergang genauso unentspannt ist wie das Theater davor, sollten Sie etwas ändern. Alles, was Sie mit Ruhe machen, wird Ihr Hund ebenfalls mit Ruhe assoziieren.

▷ In aller Ruhe starten
Wenn Sie aufbrechen, sollte das abermals völlig unaufgeregt geschehen, sonst nehmen Sie die Unruhe mit auf die Straße.

▷ Schöne Dinge machen
Ihr Hund lernt am schnellsten, dass die Leine nichts Schlechtes ist, wenn Sie etwas Schönes mit ihm machen. Sie können ihn streicheln, mit ihm spielen oder etwas zu fressen geben. Die Leine halten Sie locker in der Hand. Sie ist einfach da – und ganz normal. Sie gehört zu Ihnen und damit auch zu ihm.

▷ Die Welt zusammen entdecken
Suchen Sie sich interessante Ziele aus. Damit meine ich, gehen Sie zusammen kreuz und quer in einer Einkaufspassage Schaufenster bummeln oder besuchen Sie ein unbekanntes Stadtviertel – das ist für beide neu und interessant.

▷ Die Leine „überkreuz“ tragen
Um sich bewusst zu machen, dass die Leine nicht dazu da ist, den Hund zu stoppen, empfehle ich häufig, sie wie eine Tasche schräg über die Schulter zu tragen. Vor allem aber kann man dann nicht an der Leine ziehen.

▷ Die Richtung anzeigen
Ich betrachte die Leine gern als verlängerte Hand des Menschen. Mit ihr können Sie dem Hund in jeder Situation ohne viele Worte anzeigen, wohin es geht beziehungsweise wo er gehen soll. Wichtig ist auch hier, dass die Leine nicht straff gespannt ist, sondern locker, aber eindeutig in die gewünschte Richtung zeigt.

▷ Mit der Leine absichern
Auf unsicherem Grund wie z. B. einer Holz- oder Eisentreppe, leite ich meine Hunde mit der kurzen Leine – von Stufe zu Stufe. Anderenfalls würden sie mir einfach irgendwie hinterher trotten und sich möglicherweise in den Spalten verletzen. Mein Tipp: Stellen Sie sich vor, Ihr Hund wäre eine Marionette, die Sie an einem unsichtbaren Faden über die Hindernisse lenken. Das macht es leichter.

▷ Die Straßenseite wechseln
Auf der Straße ist es am sichersten, wenn Ihr Hund an Ihrer rechten Seite läuft. Will er eigenständig die Seite wechseln, bleiben Sie stehen, nehmen den Arm nach rechts vorn und leiten ihn hinter Ihrem Rücken nach rechts. Ziehen Sie nicht, sondern warten Sie, bis der Hund das Signal versteht. Dann gehen Sie gemeinsam weiter.

Spaß haben geht auch mit Leine!

▷ Verstecktes wiederfinden Besonderen Spaß haben Hunde, wenn sie mit der Nase arbeiten dürfen, also nutzen Sie den Hinweg Ihres Spazierganges, um unbemerkt Leckerlis zu verstecken. So wird dann der Rückweg besonders interessant. Dann kann Ihr Liebling mal zeigen, wie gut seine Nase ist, und Sie können gerne ein bisschen Hilfestellung geben, indem Sie Ihren Hund mit der Leine in die richtige Richtung lenken und ihm so helfen, wenn ein Versteck übersehen wurde.

▷ Eine besondere magische Pause einlegen Vergessen Sie nicht, dass es wichtig ist, die Leine für Ihren Hund mit Ruhe zu verbinden. In einer Pause beim Spaziergang und an einem schönen Platz machen Sie die Leine nicht ab. Setzen Sie sich auf den Boden und bleiben Sie ruhig, ohne mit Ihrem Hund zu sprechen oder ihn zu berühren. Sie werden sehen, schon nach kurzer Zeit kommt er zu Ihnen. Wenn auch er völlig ruhig ist und sich hingelegt hat, nehmen Sie die Leine ab, nun können Sie schmusen, streicheln usw., alles was beiden gefällt. Nun sind Sie eins und auf gleicher Wellenlänge.

▷ Gemeinsam toben In vielen Situationen ist es nicht möglich, unseren Hund von der Leine zu lassen. Das sollte Sie aber nicht abhalten, gemein- sam mit Ihrem Hund an der Leine zu toben und mit ihm zu rennen. Auch angeleint haben Sie so gemeinsam viel Spaß.

Nachteile einer langen Leine

Immer wieder höre ich, man solle Welpen oder Hunde, die viel ziehen oder sich nicht einwandfrei (oder gar nicht) abrufen lassen, an der Schlepp- oder Flexi-Leine ausführen. Dann könnten sie einerseits „frei“ herumstöbern, andererseits hätte man jedoch stets die Kontrolle und es bestünde jederzeit dieMöglichkeit, sie zurückzuholen. Ich selbst würde so eine Leine nicht empfehlen. Ist der Hund noch jung, zerstört man den „Folgeinstinkt“, wenn er zu viel eigenständig herumstöbern darf. Und der ältere Hund kann nur lernen, bei seinem Frauchen oder Herrchen zu laufen, wenn die währenddessen die Kontrolle übernehmen und der Hund sich darauf konzentriert, bei ihnen zu sein. Die lange Leine verhindert das eher. Ich würde sie daher allenfalls in der Pause beim Spaziergang benutzen, wenn das Gelände nicht sicher ist. Auch das Kommen lernen Hunde nicht dadurch, dass man sie an der langen Leine zurückzieht. Alles was Sie ihm damit beibringen, ist, dass die Leine etwas Unangenehmes ist.

Die Leine ist auch eine Frage der Sicherheit

Natürlich erfüllt die Leine auch den Zweck, den Hund zu sichern. Gerade im Welpenalter, wenn er noch nicht so viel erlebt hat, werden Sie immer wieder in Situationen geraten, die ihn möglicherweise erschrecken, sei es, weil das Moped neben Ihnen eine Fehlzündung hat oder eine Horde kreischender Teenager den Gehweg blockiert oder ein unerzogener Artgenosse ihn angehen will … Ohne Leine würde er in so einem Fall vielleicht panisch wegrennen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was geschähe, wenn das gerade an einer stark befahrenen Straße passieren würde.

Zu guter Letzt zeigen Sie mit der Leine nicht nur Ihrem Hund, dass Sie die Verantwortung für ihn übernehmen, sondern auch Ihren Mitmenschen. Auch wenn Sie selbst nicht dazugehören: Es gibt Leute, die sich vor Hunden fürchten. Und auch wenn man sie mag, möchte man nicht zwangsläufig von jedem freudig begrüßt oder sogar angesprungen werden.

Hunde binden sich instinktiv an uns, folgen uns aus freien Stücken, wollen uns begleiten und mit uns leben. Sie wollen, dass wir etwas mit ihnen unternehmen, und an unserer Seite sein. Es ist ein Irrtum anzunehmen, sie würden ihrem Menschen nur deshalb folgen, weil sie so trainiert wurden oder ängstlich sind. Es liegt in ihrer Natur, dass sie ihrer Mutter, ihren Geschwistern und schließlich auch ihrem Menschen erst ein- mal überallhin hinterherlaufen. Sie müssen das nicht lernen, sondern folgen einfach ihren Instinkten. Ob der Hund dabei eine Leine trägt oder nicht, spielt für ihn keine große Rolle. Das macht die ganze Sache im Prinzip sehr einfach. Denn im Grunde müssen Sie nichts tun, als diesen natürlichen Folgeinstinkt zu füttern.

Das Wichtigste ist, die Leine niemals dazu zu benutzen, wie verrückt an ihr herumzureißen oder sich daran festzuhalten und sich von dem Hund sinnbildlich durch die Gegend ziehen zu lassen. Und selbstverständlich erst recht nicht, um ihn damit zu maßregeln.

Nach dem Spaziergang Ruhe schenken

Nach dem Spaziergang legen Sie die Leine zur Seite und für den Hund ist es Zeit für ein Nickerchen. Unsere Hunde brauchen Ruhephasen. Momente der Ruhe sind für die Bindung genauso wichtig wie Spazierengehen oder andere gemeinsam verbrachte Zeit. Hunde sind aktive Tiere. Deshalb fällt es ihnen oft sehr schwer, sich von selbst eine Auszeit zu nehmen und zurückzuziehen. Für Ihren Hund ist es wichtig, dass Sie Ihr Leben mit ihm teilen, aber er braucht, wie Sie, auch einen Platz, an den er sich zurückziehen kann.

JOSÉ ARCE für PARTNER HUND MAGAZIN

Quelle: https://www.facebook.com/jose.arce.9216